Petition
Jugendliche schuldlos ohne Aufenthaltsrecht
Eine Initiative der Mobilen Jugendarbeit
Back on Stage 5, Back on Stage 10, Back on Stage
11,
Back on Stage 16/17, Back Bone und Echo
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Wir sind über dreißig mobile JugendarbeiterInnen und arbeiten für die oben angeführten Projekte. Wir arbeiten unter anderem in Favoriten, Margareten, Simmering, Ottakring, Hernals, Rudolfsheim-Fünfhaus und in der Brigittenau, wo wir junge Menschen der unterschiedlichsten ethnischen Herkunft in ihren Lebenswelten (Parks, Lokale, öffentliche Treffpunkte,....) aufsuchen, Kontakte herstellen und Unterstützung anbieten.
Die von uns betreuten Gebiete weisen einen hohen Anteil an Menschen auf, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft haben.
Probleme Jugendlicher der zweiten Generation gehören deshalb zu unserem Arbeitsalltag. Dabei streben wir immer an, das Eigenpotential und die Kreativität der Jugendlichen zu fördern und ihnen jegliche Unterstützung zuteil werden zu lassen. Wir versuchen oftmals, nicht vorhandenen Entfaltungsmöglichkeiten Jugendlicher entgegenzuwirken, insbesondere zu verhindern, daß sie aufgrund ihrer sozialen Situation (mangelnde Aufenthaltsberechtigung und/oder fehlender Zugang zum Arbeitsmarkt) in ein kriminelles Milieu absinken und straffällig werden bzw. in Folge ihrer ausweglosen Situation zu Drogen greifen.
Es ist unser dringendes Anliegen, auf die vielfach triste und oft ausweglose Situation jener Jugendlichen hinzuweisen, die, obwohl in Österreich integriert, ohne Aufenthaltsberechtigung bzw. ohne Zugang zum Arbeitsmarkt in Österreich leben.
Jugendliche sind an dieser Situation meist schuldlos. Oftmals verfügen sie aufgrund der Versäumnisse der Erziehungsberechtigten nicht über die notwendigen Genehmigungen. Ohne Aufenthaltsberechtigung und Arbeitsbewilligung sind die Jugendlichen schuldlos vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Sie haben keine Möglichkeit, am Arbeitsmarkt unterzukommen und kaum Chancen, eine adäquate Ausbildung zu absolvieren. Zudem leben sie in ständiger Angst, Österreich verlassen zu müssen und von ihrer Familie und ihrem sozialen Umfeld getrennt zu werden.
Wir stehen dieser Situation meist ohnmächtig gegenüber und sind nicht in der Lage, ihre Situation zu verbessern, dies auch deshalb, weil die bürokratischen Hindernisse und die rechtlichen Schranken vielfach auch mit professioneller Hilfe nicht überwunden werden können.
Die Jugendlichen werden durch die jahrelange Ungewißheit zermürbt und ihre Alternativen, das für das Überleben notwendige Geld zu beschaffen, sind kaum legaler Natur.
Wir kennen an die 40 Jugendliche persönlich, die von dieser Problematik erfaßt sind. Die Dunkelziffer ist sicher um etliches höher. Gibt der Staat Österreich dieser Gruppe Menschen keine Hoffnung auf eine Perspektive, sehen wir uns außerstande, einem wichtigen Teil des oben angeführten Arbeitsauftrages nachkommen zu können.
Deshalb unsere Forderungen:
Die gegenwärtige Gesetzeslage ist nicht im Interesse der Jugendlichen und kann somit auch nicht im Interesse der Gesellschaft sein.
Unterstützungserklärung
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