From Here
To Eternity Tour
Bands: Madsen, Voiltare
Jazzhaus Freiburg
27.12.2005
Beginn: 20 Uhr
Von Hier An Blind Tour
Bands: Wir Sind Helden, Olli Schulz und der Hund Marie
Karlsruhe Schwarzwaldhalle
(ursprünglich 03.12.2005 verschoben auf) 17.12.2005
Beginn: 20 Uhr
Taste Of Chaos
Bands: The Used, Killswitch Engage, Rise Against, Story Of The
Year, Funeral For A Friend u.a.
Ringlokschuppen Bielefeld
17.11.2005
Beginn: 18.45 Uhr
Itchy Poopzkid Release Party
Bands: Itchy Poopzkid, 5 Bugs und Noch Ne Band
Karlsruhe Substage
07.10.2005
Beginn: 21 Uhr
Jawohl, es ist soweit: Das Album „Heart To Believe“ von
Itchy Poopzkid wurde von BMG auf den Markt geschmissen,
also musste natürlich eine fette CD-Release-Party her. Und so geschah
es... höhö...
Nun denn, als ich nach der Fahrschule (laaaangweilig!!) endlich in Karlsruhe
am Substage angelangt war, erspähte ich sogleich Nats, die mir
meine Karte aushändigte. Große Freude und rein ins Substage!
Sogleich zückte ich mein Schild, auf dem „Birte“ prangte.
Und da war sie auch schon, die gute alte Birte + Freunde, bekannt von
unserer Odyssee in Osnabrück. Wir brachten mein Zeug zum Auto,
um uns sofort wieder zurück zu begeben. Dieser Satz war komplett
sinnlos. Egal. Jedenfalls fingen Noch ne Band recht
bald an zu spielen und taten das in gewohnter Qualität, auch wenn
der Gitarrist etwas unbeholfen über die Bühne sprang (aber
das lag an der Gitarre). Nach einer knappen halben Stunde wurden sie
auch wieder von der Bühne gescheucht, aber nun ja, wir hatten unseren
Spaß. Nach kurzem Umbau und einem Mineralwasser kamen die 5
Bugs, die für 3 Feet Smaller eingesprungen waren. Komischerweise
war die Stimmung im Publikum mauer als bei Noch ne Band,
was mich erstaunte, da die 5 Bugs ziemlich geil spielten
und die Lieder - Sorry – echt geiler sind als die von Noch
ne Band. Aber hey – beim vorletzten Lied „I Know“
konnte ich sogar mitsingen, was den Gitarristen sichtlich freute. Als
auch schon die 5 Bugs von der Bühne waren, konnte
der Umbau für das ganz große Kino beginnen. Toll so was.
Irgendwann ertönte dann auch Strauss „Also sprach Zarathustra”,
mit kleinen Fetzen von „Say No“ vermischt. Licht, Rauch,
Getöse und ein starker Auftritt der Itchys, die auch gleich loslegten.
Die Reihenfolge werde ich jetzt nicht wieder geben, da ich die Setlist
abgegriffen habe. Und die Lieder auf der Setlist haben Schreibfehler.
Aber sei’s drum. Geiles Konzert, vor allem bekannte Songs wie
Say No, Lyrically Happy, 21 Years etc. fanden großen Anklang und
Sibbi hätte vor Rührung fast geweint, weil so viele Leute
mitgesungen haben. Ganz besonderes Highlight war das Triviumcover, das
vor allem Drummer Tobi besonders glänzen lies (der übrigens
einen ziemlich großen Knutschfleck am Hals hatte, somit fallen
die Groupies wohl für den Rest ab). Besonders toll waren auch die
Gastsänger, u.a. von Fathead. Tolle Sache. Als nach 20 Songs das
Konzert vorbei war, wurde noch etwas im Substage abgehangen und dann
ging es weiter zur Dorfschänke. Dort angekommen, fühlten wir
uns erst mal ein Stück verarscht. Aber nein, diese Kneipe mit der
scheiß Musik und den alten Leuten gehörte so. Und aus Freisaufen
wurde (zum Glück) auch nichts, da jeder nur 2 Getränkegutscheine
bekommen hatte. Dort wurde dann bis 5 Uhr morgens noch rumgehangen,
gelabert, getrunken, geschlafen und gelacht, was man halt so bei einer
After-Show-Party mit Mittelmaß veranstaltet. Also nichts. Aber
nun gut, es war sehr schön und wichtige Fragen konnten geklärt
werden, so findet der Großteil Sibbi am gutaussehendsten, welcher
dann auch als Frontmann eingestuft wurde. Letztlich fuhren wir um Viertel
vor 6 gen Pforzheim, ich dann weiter nach Wildbad, wobei ich in der
Bahn fast eingeschlafen bin. Lasst mich diese Review mit dem Satz schließen:
I love the way I hate it.
Das FEST Karlsruhe 2005
Bands: Moneybrother, Silbermond u.a.
Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe
22.07.2005 bis 24.07.2005
Beginn: 17 Uhr
Go Chuck Yourself Tour With
Sum 41
Bands: Sum 41, Four Square
Karlsruhe Festhalle Durlach
11.07.2005
Beginn: 20 Uhr
Marktplatzfest Pforzheim
Bands: Donots, Itchy Poopzkid, Muff Potter, 3 Feet Smaller
und und und...
Pforzheim Marktplatz
2. und 3.07.2005
Beginn: der ganze beschissene Tag
Bevor ich anfange: Hat da irgendwer einen kompletten Spielplan gesehen?
Ich nicht.
Pforzheim ist ja generell scheiße. Das ist ja nichts neues. Neu
war, dass Pforzheim für lau mal was feines geboten hat. Also ist
Chris zu mir gekommen und wir haben uns in Pforzheim vergnügt (oder
eben auch nicht).
Freitag:
Ich bin nach der Schule (was für ein scheiß Ort) nach Pforzheim
gefahren, habe mit Kadda am Bahnhof auf Sara gewartet. Als diese kam
gingen wir einen Kuchen essen und ich trank endlich mal wieder einen
Earl Grey. Spannend. Irgendwann gingen wir zum Marktplatz und stellten
aus Entfernung fest, dass One Side Smile auf der Hauptbühne mit
ihrem „Smile Rock Deluxe“ (was für eine Scheiße)
Lärm machten. Also gingen wir wieder weg. Weiß nicht mehr
wohin. Zum Leo. Die glückliche Sara fuhr nach Hause und ich trottete
Richtung Bahnhof, um Chris abzuholen. Kam wie immer Stunden später,
als er es eigentlich gesagt hatte. Egal. Irgendwann war er dann da und
wir bewegten uns Richtung Marktplatz, wo wir im Laufe des Abends noch
allerhand Leute trafen (Kadda, Phoebe, Jana, Vali, Martin, Nicole usw.).
Irgendwann (warum kann ich mich 4 Tage später so schlecht erinnern?)
gingen wir dann an die Absperrung, um ca. 22:10 Uhr. Wir gammelten rum,
als mein Blick durch die Gegend schweifte und ich uuuääähhh
Nadja erblickte, ihre fetten Füße in schwarze Chucks gezwängt.
Meine Fresse. Alle standen, nur sie saß. Blick zu uns, angestarrt
und wie immer blöd geguckt... Sachen gibt’s.
Irgendwann kam dann mal der Drummer von den Donots
auf die Bühne um Soundcheck zu machen. Ich erfuhr von Chris, dass
er Eike heißt, worauf hin ich laut „Eike!?" Rief. Er
hob seinen Kopf, ich winkte ihm zu und er winkte zurück. Ab jetzt
kenn ich den Drummer von den Donots persönlich.
Meine Fresse.
Dann kamen noch Jana und Phoebe vorbei und wurden von uns überredet,
sich wenigstens das 1. Lied anzutun. Taten sie auch – und haben
sich dann gleich wieder verdrückt, wirklich süß die
zwei. Donots – ja was soll man sagen... War nett,
tlw. richtig gut, aber irgendwie ist es schon irgendwie kacke wenn man
nur 4 Songs kennt... Irgendwie hat sich das auch alles gleich angehört
und der Gitarrist ist mir schon zu sehr abgegangen, das war schon eine
richtige „Show“. ¾ der Geschichte haben Chris und
ich an der Absperrung verbracht, bis dann mein übel riechender
Nebenmann seinen Pulli ausgezogen hat und nun oben ohne war. Auf dieses
Duftzeichen hin (haha) begaben Chris und ich uns in den Pogo. Sehr witzig
das ganze, wenn es zwischendrin rießige Lücken gibt... Witzig
war auch, dass auf einmal Martin (Abiturient von meiner Drecksschule)
neben mir stand und wir uns dann voller Inbrunst umarmt haben. Fein
war das. Die Donots haben sich dann noch zu 2 Zugaben
breitschlagen lassen... Deutschland ist echt am Ende. Zum Glück
gibt es ja noch Itchy Poopzkid und die Beatsteaks.
Irgendwann waren die Donots dann fertig und wir tauschten
Meinungen mit obig genannten Personen aus und fuhren mit dem Zug nach
Hause, wobei Kadda die Geschichte des verrückten Österreichers
erzählt hat und eine tolle Darstellung seines äußerst
penetranten „Was?!?!“ zum Besten gab. So viel zum Freitag.
Samstag:
Ja der Samstag war toll, Samstag war Itchy Poopzkid.
Aber wie mir scheint, haben die Itchys tlw. dämliche, fette und
assige Idioten und kleine kreischende Mädchen als Fans. Schon scheiße,
wenn ne Band gut aussieht. Abgesehen davon war das Konzert der Itchys
wirklich das beste vom gesamten Marktplatzfest. Wie immer lustig, ziemlich
laut (Dani hat die gleichen Ohrstöpsel wie ich!) und verdammt gut.
Die Leute sind auch gut abgegangen (mit Ausnahme der oben genannten
Fucktoren). Aber auf Pogo hatte ich keine Lust und der Spast mit dem
Wasserschlauch hat mich so geschickt angespritzt, dass meine Ohren und
somit die Ohrstöpsel nass waren. So eine Scheiße machen die
auch nur in Pforzheim. Und wer kommt auf die Drecksidee? Wer findet
das toll? Die Donots natürlich. Ok ob es deren
Idee war sei mal dahin gestellt, jedenfalls hat mich dieser Penner genervt.
Sogar die Security war tlw. assig. Pforzheim eben. Die haben Tage später
immer noch nicht die Bühne abgebaut (Ok, das hatte einen Grund,
der aber nicht minder abgefuckt war --> Tour De France). „Oh
guckt mal, hier war was los, hier war es toll.“ Drecksloch. Aber
zurück zum Thema.
Itchys = toll. Hab mir ein Shirt gekauft. Die weißen finde ich
ziemlich klein. Sibbi hätte fast vergessen die Kohle zu kassieren,
wenn ich sie ihm nicht unter die Nase gehalten hätte. Der hat auch
ganz verwundert geschaut, als ich ihm da 10 € hingehalten habe
(Vielleicht hat er auch komisch geschaut, weil ich ihn mit „Dani"
angesprochen habe). So ein Rockerleben ist eben hart. Also um das zeitlich
klar zu stellen: Das Shirt habe ich vor dem Konzert erworben. Danach
wäre das ja eh nicht mehr möglich gewesen, weil die ganzen
Tussis am Merchstand rumgestanden sind. Als ob die Itchys sie alle entjungfern
würden.
Weiter ging es dann zu Muff Potter. Dann hab ich Chris
angemeckert, dann hat er auch gemeckert und alle waren glücklich.
Irgendwann davor haben dann noch 3 Feet Smaller angeschaut.
Nett.
Abschließend ist zu sagen: Egal was Pforzheim auch anpackt, irgendwas
ist immer scheiße. Nicht so ein bisschen „Ach das geht ja
noch“ sondern haut dann ordentlich in die Scheiße. Die sollten
sich mal ein Beispiel an Karlsruhe oder Berlin nehmen!! Ich sage nur:
Das FEST und Live 8. DAS haut rein!
Rock Am Ring 2005
Bands: Sehr sehr viele
Eifel, Nürburgring
3.06.2005 - 5.06.2005
Beginn: Freitag, gegen Mittag
Rise Against
Bands: Red Lights Flash, Alexisonfire, Rise Against
Stuttgart Die Röhre
22.05.2005
Beginn: 20:30 Uhr
Wie geil ist das denn? Eine der besten Punkrock Bands der Welt kommt
nach Stuttgart und du hast Tickets...
Diesmal sah unsere „Bande“ wie folgt aus: Chris, Nicole,
Lukas, Dennie, Marian und ich. Per Zug nach Stuttgart gefahren und dabei
lustige Unterhaltungen geführt. Hauptsächlich waren dabei
Lukas und Marian beteiligt, die sich in ihrer Begabung für dummes
Zeug reden gegenseitig immer wieder übertrafen. Schon bevor wir
überhaupt in Stuttgart waren lobte Lukas schon Rise Against
und verriss so manch andere Band. Lukas eben.
In Stuttgart angekommen, suchten wir den Ausgang aus dem Bahnhof (genau
wegen diesem riesigen Bahnhof ist Stuttgart Landeshauptstadt, wetten?!?)
und begaben uns in Richtung Röhre, Nicole und ich an der Spitze,
da sonst noch keiner in der Röhre, geschweige denn in Stuttgart
am Bahnhof gewesen war.
In der Röhre angelangt – also vor der Röhre –
stellten wir fest, dass der Laden bis zum Bersten mit Menschen vollgepackt
war. Nix da Eighteen Visions, nein hier ging ganz großes Kino
ab! Nochmal aufs Klo, Rucksack verstaut und nach vorne gegangen –
direkt vorne links genau an der Bühne! Dort standen zumindest Nicole,
Chris und ich – der Rest war LOST. Red Lights Flash
kamen recht pünktlich auf die Bühne und gingen ordentlich
ab – geile Gitarren, Drive hoch aufgedreht und reingehauen, aber
mit Stil. Einer der Gitarristen hatte seinen Fuß verletzt und
saß auf einem Hocker, was aber kein Hindernis für den Guten
darstellte auf seinem Hocker zu toben und immer wieder Schweiß
und Spucke in die Luft zu befördern. Die Menge war recht knusprig
drauf, aber jeder wartete nur auf Rise Against. Nach
einer ¾ Stunde (oder so) verließen Red Lights Flash
(die sind glaube ich aus Österreich? Auf jeden Fall sprechen die
Jungs deutsch, wusste ich vorher gar nicht) die Stage. Nach Umbau und
Verschnaufpause kamen dann Alexisonfire auf die Bühne
– und schon beim ersten Lied sprang der „Sänger“
in die Meute. Der „Sänger“ war eigentlich eher ein
Schreier und Manchmal-Singer; eigentlicher Sänger war der Gitarrist.
War ganz nett, aber der Bassist... Diese Sorte von Bassist, wo mir der
Hass hochsteigt – der Bassist spielte sich tierisch in den Vordergrund,
obwohl seine Leistung nicht besonders war. Und diese Bewegungen –
Wenn Bassisten von Fuß auf Fuß steigen und nix sehen, weil
die Haare im Gesicht hängen. Der Penner hätte mich fast mit
seinem Bass getroffen, wäre ich nicht ein gutes Stück zurück
gewichen. Als Alexisonfire dann endlich fertig waren,
herrschten optimale Punkrockkonzertbedingungen – heiß, stickig,
viele Leute und eine Stimmung, die nichts schrie außer „Rise
Against“! Umbau; Soundcheck – von Rise
Against höchstpersönlich! Zum Glück hat niemand
rumgekreischt, alle Leute sind normal geblieben – bis dann der
Sänger/Schreier Tim auf die Bühne kam. Welches das erste Lied
war weiß ich nicht mehr, aber die Hölle brach los, Pogo,
Moshen, Circle, Stagediving und absolutes Durchdrehen. Sie spielten
ein geiles Lied nach dem anderen und jeder in dem Raum (zumindest die
Leute vorne) schrieen und tobten und wurden fast erdrückt, zerquetscht
oder von menschlichen Körpern erschlagen – einfach genial.
Songs von allen drei Alben: Heaven Knows, Life Less Frightening, Blood
Red White and Blue, Like The Angel, 1000 Good Intentions, Alive And
Well, Broken English, Last Chance Blueprint, To Them These Streets Belong,
Black Masks And Gasoline, Voices Off Camera, State Of The Union, The
First Drop, Give It All und was weiß ich, das war zu intensiv,
zu geil um als komplett real durchzugehen. Aber ich war so nah dran,
ich habe sogar Tim am Arm berührt – die Band direkt vor mir
und alle darum herum. Besonderes Highlight war „Swing Life Away“,
wahrscheinlich die einzige Ballade von Rise Against.
Alle Leute die sich vorher im Pogo verausgabt hatten standen still da,
Blick auf Tim mit seiner A-Gitarre gerichtet und die halbe Röhre
sang mit... Und dann bretterten Rise Against noch einmal
so richtig los und jeder Schrie und gab alles war er hatte und noch
viel mehr. Rise Against – Hat die Röhre
je etwas besseres gesehen (Wenn man bedenkt, wer schon alles in der
Röhre gespielt hat, man denke an Anti-Flag)?
Nicole schien tlw. ein wenig geschockt und wurde manchmal fast von riesigen
Typen erdrückt, doch Chris und ich kümmerten uns um sie. Sie
versicherte mir zwar nachher, dass sie das Konzert genial fand und hatte
mir auch vorher versichert, dass sie „Siren Song Of The Counter
Culture“ genial findet, aber komplett überzeugt war ich dann
doch nicht. Komplett nass, durstig, vor Endorphinen triefend und komplett
am Arsch begaben wir sechs uns wieder zum Bahnhof. Zug Richtung Pforzheim
und das Thema lautete: Wann gehen wir das nächste mal zu Rise
Against (Meine Antwort: Am 17.11.2005)?
Alle bis auf Chris und mich stiegen in Pforzheim aus – Lukas,
Dennie und Marian kamen irgendwie per Nachttaxi nach hause und Nicole
schlug sich ins dunkle Nacht„leben“ von Pforzheim, bevor
sie dann morgens mit der 1. Bahn zurück nach Wildbad fuhr.
Chris und ich hingegen, wir harrten die Nacht hindurch in Karlsruhe
aus und der Weg führte uns weiter nach Köln... Aber das ist
wieder eine andere Geschichte.
Rise Against – We Give It All!!!!
Eighteen Visions
Bands: Misery Signals, Emanuel, Eighteen Visions
Stuttgart Die Röhre
31.03.2005
Beginn: ca. 21 Uhr
Eighteen Visions - Wer?? Bei xtaster gehört,
ins Street Team gekommen und zum Konzert gegangen. Diesmal war Nicole
meine Begleitung und ich hatte die Karten für uns schon gekauft,
bevor sie auch nur ein Lied von Eighteen Visions gehört
hatte. Jedenfalls stellte sich zum Glück heraus, dass sie ihr Album
"Obsession" ziemlich gut fand. Also ging es am Donnerstag
nach Stuttgart. Eine eigentlich recht ereignislose Zugfahrt hinter uns,
befanden wir uns in Stuttgart und bestaunten den Bahnhof. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten mit der Karte hatten wir doch recht schnell die Röhre
gefunden. Sah ein wenig hinterhofmäßig aus, aber drinnen
herrschte eine angenehme Atmosphäre. Leider sammelten sie unsere
Tickets ein, die den grandiosen Schreibfehler "Eighteen Visisons"
- man beachte das s - inne hatten. Aber wir bekamen ein "Ersatzticket".
Wir verstauten meinen Rucksack (mehr oder weniger) sicher und warteten
auf die 1. Band. Die kam dann auch recht pünktlich um 21 Uhr und
legte gleich los. Aber ich habe kein Wort von dem verstanden, was der
junge Mann ins Mikro gebrüllt hat. Selbst als er geredet hat war
das nicht sonderlich verständlich. Jedenfalls stellte sich raus,
dass sie Misery Signals hießen und hinten Merch
verscherbeln. Toll. Der Sänger schien mir recht fett und seine
"Leistung"... Reden wir nicht darüber. Jedenfalls haben
sich kaum Leute einigermaßen zur Musik bewegt. Ich hatte die meiste
Zeit den Drummer im Auge, der mich verdächtig an den Gitarristen
von Silbermond erinnert hat. Also nach nicht ganz einer halben Stunde
verließen Misery Signals endlich die Bühne.
Es wäre vielleicht sinnvoll zu erwähnen, dass die Röhre
eher eine Art Club ist und die Bühne etwas über Bauchhöhe
geht und nicht mehr als 200 Leute da waren (oder vielleicht auch doch
- ich bin absolut schlecht im Schätzen). Nach ein paar netten Minuten
Umbau kamen dann Emanuel - Hey die waren richtig gut!
Sänger hatte Gitarre an der Hand und ist voll abgegangen, hatte
oft die Augen geschlossen. Jedenfalls waren die Songs melodisch und
der Junge konnte gut schreien und singen. Davon werden wir hoffentlich
noch mehr hören. Auch Emanuel spielten ca. 30
Minuten, bevor sie von der Bühne gingen. Auch nun wieder lustiger
Umbau, Gitarrenstimmen, Lichttest usw. Dann - endlich - wurde das Licht
gedämpft, Musik ertönte und fünf Gestalten kamen auf
die Bühne - Eighteen Visions! Inzwischen standen
Nicole und ich ein paar Meter von der Bühne entfernt und ich dachte
mir - mal wieder - hey ist der klein! Ja der Sänger war kleiner
als ich es erwartet hatte. Aber egal - sie rockten sofort mit dem Titeltrack
"Obsession" los und wir schrieen so laut wir konnten den Text
mit, immer und immer wieder
"Obsession Desire Depression" und der Sänger - weiß
nicht wie er heißt - kam ganz nah ran - ich hätte ihn anfassen
können - und ließ die Leute ins Mikro brüllen. Dann
ging es sofort weiter mit "I Let Go", wohl eins der besten
Lieder des Albums. Und die Röhre tobte - so geil!! Und der eine
Gitarrist, der mit dem Seiteniro stand direkt vor uns und ging total
ab. Sie spielten noch ein paar weitere Lieder des neuen Albums und irgendwann
stand ich dann direkt an der Bühne und starrte den Sänger
an und er starrte zurück und wir beide schrieen uns die Seele raus,
es war gigantisch. Bei "Tower of Snakes" war übelst Pogo
angesagt, rumgesprungen wie bescheuert, einfach genial, genau was mir
gefehlt hatte. Ab und an leckte der Bassist von unten nach oben seine
Bassgitarre ab, womit er Jubelstürme auslöste. Zu meiner Überraschung
ging auch Nicole ordentlich headbangend ab - yeah! Eighteen
Visions spielten auch ältere Songs, wie z.B. "Vanity".
Bei einem Song begann der Gitarrist leise zu spielen und es war ganz
still - ich hörte sogar das Geräusch des Plektrums auf den
Saiten. Versuch so was mal bei so einem riesigen Konzert, z.B. bei Green
Day... Und es war Wahnsinn, die sind so abgegangen und jedes Lied war
ein einziger Genuss. Und auf einmal - "Thank you!" Nach einer
Dreiviertelstunde! Und weg waren Eighteen Visions!
Aber nein, wir schrieen we want more, während Bühnenarbeiter
Plektren und Drumsticks unters Volk brachten. Leider bekam ich nix.
Aber dann kamen sie nochmal auf die Bühne und rockten noch einmal
ordentlich los, leider nur ein Lied. Und sie waren weg und kamen auch
nicht mehr wieder. Wir standen vor der Bühne mit anderen Leuten,
alle doch enttäuscht dass Eighteen Visions nicht
mal eine volle Stunde gespielt hatten. Ein Bühnenarbeiter kam auf
die Bühne, machte den Verstärker aus. Irgendwann traf sich
unser Blick, ich hob die Hand, deutete hinter ihn, machte eine "bring-was-zu-mir"
Handbewegung, woraufhin sich jener Bühnenarbeiter umsah, etwas
ergriff und auf uns zuschritt. Alle streckten die Hände aus, aber
er gab mir ein Plektrum und ich bedankte mich mit einem strahlenden
"Thanks", woraufhin auch er lächelte. Es ist natürlich
gut möglich, dass der deutsch verstand. Oder war es ein Amerikaner?
Keine Ahnung, Jedenfalls habe ich ein Plektrum von Eighteen
Visions abgegriffen - Medium, mit Gebrauchsspuren. Wahrscheinlich
hatte er mit diesem Plektrum die Zugabe gespielt. Ein geiler Abend,
ein geiles Konzert - Eighteen Visions rocken, definitiv!
Und die Mühe fürs Street Team hat sich gelohnt, definitiv!!
Green Day American Idiot Tour 2005
Bands: New Found Glory, Green Day
Böblingen Sporthalle CCB
15.01.2005
Beginn: ca. 20 Uhr
Also der „Bericht“ ist nicht streng chronologisch, obwohl
ich mich an alles erinnere. Deswegen ist er wohl auch so lang.
Dieses Mal war die Vorfreude besonders groß, was vor allem daran
lag, dass das Ticket schon Monate lang jeden morgen bevor ich zur Schule
ging wohlwollend angegrinst wurde. Außerdem lag es natürlich
an der Band!!! Vollkommener Freudentaumel und „American Idiot“
Gesinge. Jedenfalls rückte das besagte Datum immer näher und
eine Woche vorher fragten mein Lakai und ich uns: „Wie kommen
wir da hin?“ Da es sich rausstellte dass es mit der Bahn recht
scheiße und teuer gewesen wäre fuhren wir mit meinem Vater
hin (der sich übrigens mehrere Stunden in Böblingen aufhielt
um auf uns zu warten --> mein Vater ist der Beste!!) und holten Hannes
in Pforzheim ab, wobei ich fast einen Kotzanfall erlitt, weil ich Ändy
von der Wanna Be Band „Sunny Friday“ sah, aber zum Glück
machten wir uns sofort auf den Weg. Als Einstimmung auf das Konzert
suchten wir im Radio nach Das Ding – allerdings vergebens, weshalb
wir uns polnischen Hip Hop anhörten. Inzwischen hatte sich meine
Nervosität auf Kupprüfungslevel begeben und irgendwann –
es erschien mir endlos – fanden wir die Halle, parkten abseits
und gingen zur Halle, wo mein Vater sich dann verabschiedete. Wir mussten
ein wenig warten bis Einlass war. Gedränge, Gedrücke, Personenkontrolle
und endlich drin! Herrje tobte der Kommerz! Blühende Stände
– ein belegtes Baguette 3 €, „Green Day
American Idiot Tour 2005“ Shirts für 30 € - da hatte
das Ticket weniger gekostet! Jedenfalls haben Hannes und ich je ein
Schweißband von New Found Glory erstanden, unzwar
zum sagenhaften Preis von je 5 €. Genial. Rein in die Halle, rumsitzen,
warten, aufstehen, große Aufregung – Und dann kamen endlich
New Found Glory!!! Rumgeschreie und nach vorne pushen
und schon donnerten sie los und alles moshte wie bekloppt und ich verlor
Hannes für den Rest des Abends, schon beim 1. Lied der Vorband,
das ist absoluter Rekord bis jetzt. New Found Glory
sind live jedenfalls viel besser als „Catalyst“ vermuten
lässt – die CD ist toll, aber live ist das einfach nur noch
geil. Sie spielten vornehmlich Lieder vom neuen Album, aber auch ein
paar alte. Vor mir stand die meiste Zeit über der – ziemlich
fette – Bassist, der natürlich oben ohne rumgerannt ist.
Die Leute schrieen seinen Namen (den ich nicht weiß) und ließen
ein großes „Ooooochhhh“ ertönen, als er mit einem
der Gitarristen den Platz tauschte, welcher eine traurige Schnute zog.
Der Arme. Aber der Junge hat’s drauf – geile Gitarre, eingängige
Melodien. Irgendwann sagte der Sänger irgendwas auf Deutsch, von
wegen „Danke schön!“. Er: „I know one more word:
Scheiße!!!” Jubel vom Publikum. „Scheiße!!“
und das Publikum „Scheiße!!“. Und nach einer Dreiviertelstunde
gingen die Jungs von der Bühne – aber sie sind wirklich gut,
klasse toll und aus gutem Grund die Vorband von Green Day.
Da der Pogo mich ziemlich angestrengt hatte – weil es eben richtig
heftig war – kämpfe ich mich zur Tribüne durch und nahm
dort Platz – natürlich ganz vorne mit bestem Blick auf die
Bühne. Meine Nervosität steigerte sich von Lied zu Lied welches
von CD abgespielt wurde. Eigentlich keine besonders erwähnenswerten
Lieder, aber als dann „Blitzkrieg Bob“ von den Ramones kam
und die halbe Halle mitsang (ich natürlich auch obwohl ich nicht
singen kann) fing es langsam an zu brodeln. Darauf folgte „YMCA“.
Geil. Mitsingen und Buchstaben formen, als eine Person in einem rosa
Hasenkostüm auf die Bühne kam, eine Bierflasche in der Hand.
Die Masse von 6500 Leuten scheinbar nicht wahrnehmend, schaute sich
das Häschen das Schlagzeug an, drehte sich um und „erschrak“
als es die Menschen zu Gesicht bekam. Durch gestikulieren jubelte die
Menge dem Häschen „Auf Ex! Ex EX!!!“ zu und er tat
selbiges, mit Geschrei und Jubel begleitet. Er zeigte auf die Bassdrum,
und die Menge echote „Green Day Green Day!“
und das immer lauter und schneller. Der Hase ging von der Bühne
und das Licht ging aus, bis auf ein bisschen auf der Bühne und
es ertönte Strauss’ „Also sprach Zarathustra“
und DANN kamen sie, meine Helden, meine Idole (an zweiter Stelle) und
rissen die Arme in die Höhe und das Geschrei war so laut, dass
ich meine eigene Stimme nicht hören konnte – natürlich
stand ich bereits. Und das 1. Lied – perfekt gewählt, was
hätte besser sein können? – war „American Idiot“
und es war der absolute Wahnsinn, so sehr, dass es mir jetzt noch wie
ein Traum erscheint. Alles sprang und schrie und sang, sowohl Band als
auch Publikum. Es folgte eine Begrüßung und der Song „Jesus
Of Suburbia“ und dann rannte ich von der Tribüne nach vorne
– und ich war ziemlich schnell weit vorne. Und da stand er, Mike
Dirnt, vielleicht 4 m Luftlinie entfernt, haute in seinen Bass und heizte
die Menge an. „Jesus of Suburbia” war irgendwie recht schnell
vorbei, obwohl sie es ganz gespielt haben. Darauf hin folgte „Holiday“
– und ich hatte Billie Joe noch nicht aus der Nähe gesehen!
Aber die Jungs um mich herum waren alle größer und ich sah
ihn nicht, bis ich einfach nach links schaute: Da stand er, Billie Joe
Armstrong, der in Wirklichkeit viel kleiner ist als er im Fernsehen
oder auf Bildern wirkt. Er war um die Augen dunkel geschminkt und sah
richtig verratzt aus, was aber wohl Absicht war. Und das Moshen war
unglaublich, nach vorne drücken, nach hinten, zu allen Seiten,
Springen wenn es möglich war, hinfallen, aufgesammelt werden, andere
aufsammeln, vollkommen außer Atem sein aber den Höhepunkt
des Liedes mitsingen. „Sieg Heil to the president gasman, bombs
away is your PUNISHMENT! Pulverize the Eiffel towers, who criticize
your GOVERNMENT! [Wobei Billie Joe den Mittelfinger zückte] Bang
bang goes the broken glass and kill all the fags that DON’T AGREE
[er gestikulierte ein In-Den-Kopf-Schießen] Trials by fire, setting
fire is not a way that's MEANT FOR ME! Just cause, just cause, because
we're outlaws yeah!” Einfach Wahnsinn – sinnlos der Versuch
es zu beschreiben. Ich war total kaputt, ließ mich nur noch treiben,
gelangte irgendwie wieder zur Tribüne und ließ mich dort
nieder, nur um wieder aufzuspringen und irgendwann mal wieder vorzurennen.
Billie Joe stöhnte rum „Oh I gonna take my pants off!”
was er dann leider doch nicht getan hat. Jedenfalls waren die Spielpausen
durch „Hey Ho“ bzw. „Hey Yo“, manchmal ein „Scheiße“,
gefüllt. Sie spielten ein geniales Set, unter anderem Basket Case,
St. Jimmy, Boulevard Of Broken Dreams, Wake Me Up When September Ends
(was ich übrigens nächste Woche mit meinem Vorbild Nr.1 spielen
werde), Longview, Brain Stew, Hitchin’ A Ride, Minority und noch
mehr was mir jetzt nicht einfällt. Aber die Stimmung steigerte
sich von Lied zu Lied – die Menge wurde von Billie Joe immer weiter
aufgeheizt: „You go hey hey hey...“ und 6500 Leute schrien
„Hey hey hey...“ immer schneller, doch jeder, wirklich jeder
verstummte durch ein Schlusszeichen von Billie Joe – er ist einfach
genial. Natürlich wurden auch 3 Leute auserkoren „Knowledge“
zu spielen. „Who can play the drums?“ Sogar ich schrie,
obwohl ich absolut null mit einem Drumkit umgehen kann. “Who can
really play the drums? You? How long? How many years? 4 years? Can you
play this? You swear? You promise? Now get your fucking ass up her!”
Und der junge Mann ging unter Gejubel zum Drumkit, gab Tre die Hand
und setzte sich ans Schlagzeug – und bekam es super hin! „Who
can play the bass? You? How many years? 3? You swear? You promise? Then
get your fucking ass up here!” und er kam hoch auf die Bühne,
bekam von Mike den Bass und legte los – perfekt! „Now we
need someone who can play the guitar… You? You? How many years?
7? Really? You swear? You promise? Don’t you mess it up! Now get
your fucking ass up her!” (Wie sich später herausstellte,
war das Dani von Itchy Poopzkid!!!) und er bekam eine rote Fender Squier
in die Hand gedrückt – da standen drei Leute auf der Bühne
in Böblingen und spielten “Knowledge” und die Menge
jubelte ihnen zu, einfach genial. Gott was hätte ich dafür
gegeben... Jedenfalls gingen dann alle noch ziemlich ab, vor allem der
Drummer hämmerte auf das Drumkit ein, unter fachmännischer
Anleitung von Tre. Er bekam die Sticks geschenkt und ging von der Bühne
– oder machte er einen Stagedive? Jedenfalls bekam der Gitarrist
die Gitarre geschenkt (die ich nachher angefasst habe! Jawohl ich habe
eine Gitarre angefasst auf der Billie Joe gespielt hat! Auch wenn das
viele dürftig finden – habt ihr das etwa schon mal gemacht??),
sagte etwas zu Billie, woraufhin dieser ihn in den Hintern trat (er
hatte Billie Joe gefragt, ob er eine bessere Gitarre haben könne).
Nun gut. „Ey where did the bass player go? Come over here and
make a stage dive!” Und er nahm Anlauf und sprang in die Menge.
Billie Joe holte seine Krone – „King For A Day“.
Der andere Gitarrist übernahm und Billie Joe rannte rum wie bekloppt
und sprang in die Menge, was wohl jeden erfreute der daran beteiligt
war, abgesehen von der Security. Genial.
Rumgespritzte mit Wasserpistolen.
Auf Deutsch Zählen. 1, 2, 1 2 3 4!! „Do I sound like you?“
Auf eine Tom hauen, den Stick hochwerfen, einen neuen nehmen, auf die
Tom hauen, den Stick hochwerfen und das eine Minute lang. Genial, ich
war hin und weg – dieser Drummer, das ist doch mal ein Vorbild!
Billie Joe will das Mikro aus der Halterung nehmen – es fällt
vorne runter und es gibt ein widerliches Geräusch. Billie Joe fängt
an zu grinsen und bittet gestikulierend um Applaus – und bekommt
ihn.
„This is Mike Dirnt, the best bass player in punk music! Give
it up for him!” Die Menge schreit wohlwollend. „And my name
is… George W. Bush!” Und die Menge buhte und die Sporthalle
Böblingen hasste Bush in diesem Moment so sehr, wir hätten
ihn umgebracht. Und Billie Joe wusste das – und er lachte.
„Wake Me Up When September Ends“ eine Minute lang alle
still, alle Feuerzeug oben. Auch bei Green Day werden
die Leute müde – oder eher vor allem bei Green Day.
Am Ende – eigentlich ist es geradezu lächerlich, übertrieben,
aber genial und vollkommen verdient. Ein Cover – „We Are
The Champions“! Ja das waren sie wirklich, das sind sie wirklich.
Der Song neigt sich dem Ende zu und ein Konfettiregen bricht los. Rot
und weiß, bisschen schwarz.
Green Day gehen von der Bühne – im Leben
nicht! Billie Joe kommt und singt mit uns „Good Riddance / Time
Of Your Life“. Mal ohne Scheiß das war DAS absolute Maximum
des Highseins.
Tre haut eine Tom auf das Kit – tolle Effekte, Feuer, laut, knall,
genial. Vorsicht Anfälle.
Green Day waren weg und ich stand da – Realität
fühlt sich anders an. Ich starrte auf die Bühne, das Licht
war aus. Ich wandte mich zum gehen und sah weinende Mädchen.
Draußen kaufte ich mir krächzend ein Mineralwasser, trank
dieses, traf meinen Lakaien wieder, das breiteste Grinsen auf seinem
Gesicht das ich jemals bei ihm gesehen habe. Über eine halbe Stunde
bei der Garderobe warten, Gitarre anfassen, rausgehen, Schmerz im Fuß,
Heimfahrt, leichte Übelkeit: dieses sich-besoffen-fühlen wegen
Endorphinen. Hannes in seinem Kaff abgesetzt, nach Hause gefahren, ins
Bett. Was, schon vorbei?
Green Day kommen im Sommer wieder – Leute nutzt
diese Chance!! Ich für meinen Teil freue mich schon auf Rock am
Ring und bin einfach nur mega glücklich und dankbar bei einem Green
Day Konzert dabei gewesen sein zu dürfen!
Karawane Konzert
Bands: Ahead to the Sea, Wildbad Bahnhof, Systemfehler, Kotus
Korruptus
Pforzheim Kupferdächle
8.10.2004
Beginn: kurz nach 20 Uhr
Nachdem bei der Karawane fleißig mitdemonstriert wurde, war
es daran das Konzert zu besuchen, worüber ich mich sehr freute.
Allerdings hatte ich eine andere Begleitung, nämlich Klein-Anja.
Wir sind mit der Bahn nach Pforzheim gefahren, wo wir fast angefangen
haben uns zu streiten (über Nichtigkeiten), was aber zum Glück
nicht passierte. In Pforzheim angekommen, sind wir noch ein wenig durch
die Stadt gerannt, bevor wir uns auf die Suche nach dem Kupferdächle
begeben haben. Nachdem wir es endlich gefunden hatten, war ich für
meinen Teil sehr glücklich, Anja hingegen beunruhigt und nicht
wirklich froh. Jedenfalls sind wir rein und mussten vor dem Konzertraum
warten. Ich habe mich nur an den Rauchern gestört, Anja war dann
wohl von den vielen Punks doch ein wenig ... Na ja. Jedenfalls haben
wir uns Tickets geholt und sind rein. Die 1. Band war Kotus
Korruptus, die Grindcore gespielt haben. Grose. Also ziemlich
viele – wir auch – haben vorzeitig den Raum verlassen, weil
dieses Rumgegrunze einfach nicht auszuhalten war. Nach Entschuldigen
von Kotus Korruptus ist die Band Systemfehler
auf die Bühne. Die waren richtig gut, guter Deutsch-Punk. Ich bin
für ein Lied nach vorne zum Pogen, doch ich wollte Anja nicht alleine
lassen und bin wieder nach hinten. Toll. Und da standen wir und vorne
ging es ab. Ok. Da wir beide müde waren und nicht wirklich Bock
hatten, sind wir abgezogen, bevor man überhaupt Wildbad
Bahnhof oder Ahead to the Sea sagen kann.
Aber ich hätte sie wirklich gerne gesehen. Jedenfalls sind wir
dann im Regen Richtung Bahnhof gestiefelt wo ich mir dann über
eine Stunde lang den Arsch abfrieren durfte. Nach einer ereignislosen
Bahnfahrt lag ich letzten Endes vor 12 Uhr im Bett. Tja und das war
das Karawanekonzert. Nächstes Mal vielleicht.
Das FEST Karlsruhe
2004
Bands: Wir Sind Helden, Gentleman,
All Joines, Schein
23 u.a.
Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe
23.07.2005
Beginn: 17 Uhr
Ich war nur am Freitag da, aber das hat reingehauen:
Ich kam um ca. 17 Uhr dort an und es war noch recht wenig los, vor der
Bühne ein bisschen Pogo während All Joines
spielten, die ich schon bei der Summer Rock Show in Pforzheim gesehen
hatte. Ich und meine Begleitung gingen vom Hügel runter und zur
Zeltbühne, wo sich mehr oder weniger schlechte Wannabe Hip-Hopper
in einer Art Freestyle versuchten, was uns aber nach 5 Minuten wieder
vertrieb. Wir gingen wieder zurück zur Musikbühne und setzen
uns ca. 20 Meter vom Wellenbrecher entfernt ins Gras und lauschten Schein
23, die inzwischen spielten. Nach 10 Minuten entschieden wir
uns dazu etwas zu trinken, was recht angenehm war. Nachdem wir mit ttrinken
und Schein 23 mit spielen fertig waren, begaben wir
uns vor den Wellenbrecher, da auf einmal ziemlich viele Leute auf das
Gelände strömten. Weil der Umbau auf der Bühne ca. eine
halbe Stunde dauerte, füllte sich die Anlage beträchtlich
mit Leuten die Wir sind Helden sehen wollten. Bevor
die Helden die Bühne stürmten, ließen die Organisatoren
noch einge Worte los, dass wir doch bitte nicht in Panik geraten sollen,
falls es anfängt zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt wäre mir das
mehr als Recht gewesen. Der Heiratsantrag von diesem Typ ließ
Jubelstürme losbrechen. Dann endlich kamen Wir sind Helden
auf die Bühne - von der ich 15 Meter entfernt stand - und die Hölle
brach los. Die Helden waren ca. 1 1/2 Stunden auf der Bühne. Am
Ende stand ich 3 Meter von der Bühne entfernt, unzwar in der Mitte.
Das Pogotanzen wurde von Song zu Song stärker, größer
und wilder. Am Ende bewegte sich alles im Wellenbrecher - den Rest bekamm
ich gar nicht mit. Zwischendrin kam ein Bühnenarbeiter auf die
Bühne und warf 0,5l Vittelflaschen in die Menge. Ich sprang hoch,
die Flasche streifte die Hand von meinem Nebenmann und landete auf meinem
rechten Auge, womit die Flasche mir zustand, zumindest ein Teil davon.
(Die Flasche hab ich immer noch) Die Helden jedenfalls hatten mich als
neuen Fan gewonnen und werden zu Recht gefeiert und mit Preisen überschüttet.
Halb Karlsruhe sang "Sie haben uns ein Denkmal gebaut..." Es war unglaublich,
ich wage zu behaupten der schönste Tag meines Lebens. Nach der
Zugabe flogen die Drumsticks weit über mich weg und ein absurder
Gedanke schoss mir durch den Kopf "Ich steh zu weit vorne!" Nachdem
die Helden sich entgültig verabschiedet hatten und der Umbau für
Gentleman begann, begaben wir uns in den Kampf etwas
zu trinken zu kaufen. Nach viel drücken und schubsen hatten wir
es geschafft, uns auf ein Stück Wiese zu hocken und zu trinken.
Da fing auch schon Gentleman an. Sehen konnten wir
ihn zwar nicht, aber hören - wir schrien lautstark los, was die
Leute in unserer Umgebung dazu brachte, zusammenzuzucken und uns schief
anzuschauen. Nach einer weiteren halben Stunde hatten wir das Gelände
erfolgreich verlassen (nachdem ich ein Wir sind Helden
Shirt und einen Button erworben hatte) und waren auf dem Fußweg
zum Bahnhof.
Als wir im Gras gesessen waren, war mir aufgefallen, dass ich unwahrscheinlich
dreckig war - das Gras hatte sich recht bald verabschiedet und die Staubwolke
wirbelte im Pogo sehr weit hoch. Es war einfach Wahnsinn. Alles in allem
super, da es auch noch kostenlos war. Im Pogo und beim Crowdsurfing
sind meines Erachtens nach keine Leute zu Schaden gekommen, was DAS
FEST noch positiver erscheinen lässt. Nächstes Jahr, selber
Ort. Am liebsten auch mit den Helden!