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Musik

Konzertreviews - Falls sich jemand fragt wofür ich denn Geld ausgebe ;-)

  Karawane Konzert
  Eighteen Visions
  Rock Am Ring 2005
  Sum 41
  Itchy Poopzkid
  Wir Sind Helden
  Zebrahead
  Billy Talent
  No Fun At All

 

No Fun At All
Bands: No Fun At All, Granysmith, Snitch
Club Vaudeville Lindau
05.10.2007
Beginn: 21.00 Uhr

Beatsteaks
Bands: Beatsteaks u.a.
Das FEST Karlsuhe
21 .07.2007
Beginn: 21.30 Uhr

Billy Talent
Bands: Billy Talent, Alexisonfire, Enter Shikari
Rothaus Arena Freiburg
21.01.2007
Beginn: 20.00 Uhr

Yellowcard
Bands: Yellowcard, Engerica, Itchy Poopzkid
Live Music Hall Köln
13.03.2006
Beginn: 20.30 Uhr

Zebrahead
Bands: Zebrahead, Itchy Poopzkid
Walfisch Freiburg
17.02.2006
Beginn: 21.30 Uhr

From Here To Eternity Tour
Bands: Madsen, Voiltare
Jazzhaus Freiburg
27.12.2005
Beginn: 20 Uhr

Von Hier An Blind Tour
Bands: Wir Sind Helden, Olli Schulz und der Hund Marie
Karlsruhe Schwarzwaldhalle
(ursprünglich 03.12.2005 verschoben auf) 17.12.2005
Beginn: 20 Uhr

Taste Of Chaos
Bands: The Used, Killswitch Engage, Rise Against, Story Of The Year, Funeral For A Friend u.a.
Ringlokschuppen Bielefeld
17.11.2005
Beginn: 18.45 Uhr

Itchy Poopzkid Release Party
Bands: Itchy Poopzkid, 5 Bugs und Noch Ne Band
Karlsruhe Substage
07.10.2005
Beginn: 21 Uhr

Jawohl, es ist soweit: Das Album „Heart To Believe“ von Itchy Poopzkid wurde von BMG auf den Markt geschmissen, also musste natürlich eine fette CD-Release-Party her. Und so geschah es... höhö...
Nun denn, als ich nach der Fahrschule (laaaangweilig!!) endlich in Karlsruhe am Substage angelangt war, erspähte ich sogleich Nats, die mir meine Karte aushändigte. Große Freude und rein ins Substage! Sogleich zückte ich mein Schild, auf dem „Birte“ prangte. Und da war sie auch schon, die gute alte Birte + Freunde, bekannt von unserer Odyssee in Osnabrück. Wir brachten mein Zeug zum Auto, um uns sofort wieder zurück zu begeben. Dieser Satz war komplett sinnlos. Egal. Jedenfalls fingen Noch ne Band recht bald an zu spielen und taten das in gewohnter Qualität, auch wenn der Gitarrist etwas unbeholfen über die Bühne sprang (aber das lag an der Gitarre). Nach einer knappen halben Stunde wurden sie auch wieder von der Bühne gescheucht, aber nun ja, wir hatten unseren Spaß. Nach kurzem Umbau und einem Mineralwasser kamen die 5 Bugs, die für 3 Feet Smaller eingesprungen waren. Komischerweise war die Stimmung im Publikum mauer als bei Noch ne Band, was mich erstaunte, da die 5 Bugs ziemlich geil spielten und die Lieder - Sorry – echt geiler sind als die von Noch ne Band. Aber hey – beim vorletzten Lied „I Know“ konnte ich sogar mitsingen, was den Gitarristen sichtlich freute. Als auch schon die 5 Bugs von der Bühne waren, konnte der Umbau für das ganz große Kino beginnen. Toll so was. Irgendwann ertönte dann auch Strauss „Also sprach Zarathustra”, mit kleinen Fetzen von „Say No“ vermischt. Licht, Rauch, Getöse und ein starker Auftritt der Itchys, die auch gleich loslegten. Die Reihenfolge werde ich jetzt nicht wieder geben, da ich die Setlist abgegriffen habe. Und die Lieder auf der Setlist haben Schreibfehler. Aber sei’s drum. Geiles Konzert, vor allem bekannte Songs wie Say No, Lyrically Happy, 21 Years etc. fanden großen Anklang und Sibbi hätte vor Rührung fast geweint, weil so viele Leute mitgesungen haben. Ganz besonderes Highlight war das Triviumcover, das vor allem Drummer Tobi besonders glänzen lies (der übrigens einen ziemlich großen Knutschfleck am Hals hatte, somit fallen die Groupies wohl für den Rest ab). Besonders toll waren auch die Gastsänger, u.a. von Fathead. Tolle Sache. Als nach 20 Songs das Konzert vorbei war, wurde noch etwas im Substage abgehangen und dann ging es weiter zur Dorfschänke. Dort angekommen, fühlten wir uns erst mal ein Stück verarscht. Aber nein, diese Kneipe mit der scheiß Musik und den alten Leuten gehörte so. Und aus Freisaufen wurde (zum Glück) auch nichts, da jeder nur 2 Getränkegutscheine bekommen hatte. Dort wurde dann bis 5 Uhr morgens noch rumgehangen, gelabert, getrunken, geschlafen und gelacht, was man halt so bei einer After-Show-Party mit Mittelmaß veranstaltet. Also nichts. Aber nun gut, es war sehr schön und wichtige Fragen konnten geklärt werden, so findet der Großteil Sibbi am gutaussehendsten, welcher dann auch als Frontmann eingestuft wurde. Letztlich fuhren wir um Viertel vor 6 gen Pforzheim, ich dann weiter nach Wildbad, wobei ich in der Bahn fast eingeschlafen bin. Lasst mich diese Review mit dem Satz schließen: I love the way I hate it.

 

Das FEST Karlsruhe 2005
Bands: Moneybrother, Silbermond u.a.
Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe
22.07.2005 bis 24.07.2005
Beginn: 17 Uhr

Go Chuck Yourself Tour With Sum 41
Bands: Sum 41, Four Square
Karlsruhe Festhalle Durlach
11.07.2005
Beginn: 20 Uhr

Marktplatzfest Pforzheim
Bands: Donots, Itchy Poopzkid, Muff Potter, 3 Feet Smaller und und und...
Pforzheim Marktplatz
2. und 3.07.2005
Beginn: der ganze beschissene Tag

Bevor ich anfange: Hat da irgendwer einen kompletten Spielplan gesehen? Ich nicht.

Pforzheim ist ja generell scheiße. Das ist ja nichts neues. Neu war, dass Pforzheim für lau mal was feines geboten hat. Also ist Chris zu mir gekommen und wir haben uns in Pforzheim vergnügt (oder eben auch nicht).
Freitag:
Ich bin nach der Schule (was für ein scheiß Ort) nach Pforzheim gefahren, habe mit Kadda am Bahnhof auf Sara gewartet. Als diese kam gingen wir einen Kuchen essen und ich trank endlich mal wieder einen Earl Grey. Spannend. Irgendwann gingen wir zum Marktplatz und stellten aus Entfernung fest, dass One Side Smile auf der Hauptbühne mit ihrem „Smile Rock Deluxe“ (was für eine Scheiße) Lärm machten. Also gingen wir wieder weg. Weiß nicht mehr wohin. Zum Leo. Die glückliche Sara fuhr nach Hause und ich trottete Richtung Bahnhof, um Chris abzuholen. Kam wie immer Stunden später, als er es eigentlich gesagt hatte. Egal. Irgendwann war er dann da und wir bewegten uns Richtung Marktplatz, wo wir im Laufe des Abends noch allerhand Leute trafen (Kadda, Phoebe, Jana, Vali, Martin, Nicole usw.). Irgendwann (warum kann ich mich 4 Tage später so schlecht erinnern?) gingen wir dann an die Absperrung, um ca. 22:10 Uhr. Wir gammelten rum, als mein Blick durch die Gegend schweifte und ich uuuääähhh Nadja erblickte, ihre fetten Füße in schwarze Chucks gezwängt. Meine Fresse. Alle standen, nur sie saß. Blick zu uns, angestarrt und wie immer blöd geguckt... Sachen gibt’s.
Irgendwann kam dann mal der Drummer von den Donots auf die Bühne um Soundcheck zu machen. Ich erfuhr von Chris, dass er Eike heißt, worauf hin ich laut „Eike!?" Rief. Er hob seinen Kopf, ich winkte ihm zu und er winkte zurück. Ab jetzt kenn ich den Drummer von den Donots persönlich. Meine Fresse.
Dann kamen noch Jana und Phoebe vorbei und wurden von uns überredet, sich wenigstens das 1. Lied anzutun. Taten sie auch – und haben sich dann gleich wieder verdrückt, wirklich süß die zwei. Donots – ja was soll man sagen... War nett, tlw. richtig gut, aber irgendwie ist es schon irgendwie kacke wenn man nur 4 Songs kennt... Irgendwie hat sich das auch alles gleich angehört und der Gitarrist ist mir schon zu sehr abgegangen, das war schon eine richtige „Show“. ¾ der Geschichte haben Chris und ich an der Absperrung verbracht, bis dann mein übel riechender Nebenmann seinen Pulli ausgezogen hat und nun oben ohne war. Auf dieses Duftzeichen hin (haha) begaben Chris und ich uns in den Pogo. Sehr witzig das ganze, wenn es zwischendrin rießige Lücken gibt... Witzig war auch, dass auf einmal Martin (Abiturient von meiner Drecksschule) neben mir stand und wir uns dann voller Inbrunst umarmt haben. Fein war das. Die Donots haben sich dann noch zu 2 Zugaben breitschlagen lassen... Deutschland ist echt am Ende. Zum Glück gibt es ja noch Itchy Poopzkid und die Beatsteaks.

Irgendwann waren die Donots dann fertig und wir tauschten Meinungen mit obig genannten Personen aus und fuhren mit dem Zug nach Hause, wobei Kadda die Geschichte des verrückten Österreichers erzählt hat und eine tolle Darstellung seines äußerst penetranten „Was?!?!“ zum Besten gab. So viel zum Freitag.

Samstag:
Ja der Samstag war toll, Samstag war Itchy Poopzkid. Aber wie mir scheint, haben die Itchys tlw. dämliche, fette und assige Idioten und kleine kreischende Mädchen als Fans. Schon scheiße, wenn ne Band gut aussieht. Abgesehen davon war das Konzert der Itchys wirklich das beste vom gesamten Marktplatzfest. Wie immer lustig, ziemlich laut (Dani hat die gleichen Ohrstöpsel wie ich!) und verdammt gut. Die Leute sind auch gut abgegangen (mit Ausnahme der oben genannten Fucktoren). Aber auf Pogo hatte ich keine Lust und der Spast mit dem Wasserschlauch hat mich so geschickt angespritzt, dass meine Ohren und somit die Ohrstöpsel nass waren. So eine Scheiße machen die auch nur in Pforzheim. Und wer kommt auf die Drecksidee? Wer findet das toll? Die Donots natürlich. Ok ob es deren Idee war sei mal dahin gestellt, jedenfalls hat mich dieser Penner genervt. Sogar die Security war tlw. assig. Pforzheim eben. Die haben Tage später immer noch nicht die Bühne abgebaut (Ok, das hatte einen Grund, der aber nicht minder abgefuckt war --> Tour De France). „Oh guckt mal, hier war was los, hier war es toll.“ Drecksloch. Aber zurück zum Thema.
Itchys = toll. Hab mir ein Shirt gekauft. Die weißen finde ich ziemlich klein. Sibbi hätte fast vergessen die Kohle zu kassieren, wenn ich sie ihm nicht unter die Nase gehalten hätte. Der hat auch ganz verwundert geschaut, als ich ihm da 10 € hingehalten habe (Vielleicht hat er auch komisch geschaut, weil ich ihn mit „Dani" angesprochen habe). So ein Rockerleben ist eben hart. Also um das zeitlich klar zu stellen: Das Shirt habe ich vor dem Konzert erworben. Danach wäre das ja eh nicht mehr möglich gewesen, weil die ganzen Tussis am Merchstand rumgestanden sind. Als ob die Itchys sie alle entjungfern würden.
Weiter ging es dann zu Muff Potter. Dann hab ich Chris angemeckert, dann hat er auch gemeckert und alle waren glücklich.
Irgendwann davor haben dann noch 3 Feet Smaller angeschaut. Nett.

Abschließend ist zu sagen: Egal was Pforzheim auch anpackt, irgendwas ist immer scheiße. Nicht so ein bisschen „Ach das geht ja noch“ sondern haut dann ordentlich in die Scheiße. Die sollten sich mal ein Beispiel an Karlsruhe oder Berlin nehmen!! Ich sage nur: Das FEST und Live 8. DAS haut rein!

Rock Am Ring 2005
Bands: Sehr sehr viele
Eifel, Nürburgring
3.06.2005 - 5.06.2005
Beginn: Freitag, gegen Mittag

 

Rise Against
Bands: Red Lights Flash, Alexisonfire, Rise Against
Stuttgart Die Röhre
22.05.2005
Beginn: 20:30 Uhr
Wie geil ist das denn? Eine der besten Punkrock Bands der Welt kommt nach Stuttgart und du hast Tickets...
Diesmal sah unsere „Bande“ wie folgt aus: Chris, Nicole, Lukas, Dennie, Marian und ich. Per Zug nach Stuttgart gefahren und dabei lustige Unterhaltungen geführt. Hauptsächlich waren dabei Lukas und Marian beteiligt, die sich in ihrer Begabung für dummes Zeug reden gegenseitig immer wieder übertrafen. Schon bevor wir überhaupt in Stuttgart waren lobte Lukas schon Rise Against und verriss so manch andere Band. Lukas eben.
In Stuttgart angekommen, suchten wir den Ausgang aus dem Bahnhof (genau wegen diesem riesigen Bahnhof ist Stuttgart Landeshauptstadt, wetten?!?) und begaben uns in Richtung Röhre, Nicole und ich an der Spitze, da sonst noch keiner in der Röhre, geschweige denn in Stuttgart am Bahnhof gewesen war.
In der Röhre angelangt – also vor der Röhre – stellten wir fest, dass der Laden bis zum Bersten mit Menschen vollgepackt war. Nix da Eighteen Visions, nein hier ging ganz großes Kino ab! Nochmal aufs Klo, Rucksack verstaut und nach vorne gegangen – direkt vorne links genau an der Bühne! Dort standen zumindest Nicole, Chris und ich – der Rest war LOST. Red Lights Flash kamen recht pünktlich auf die Bühne und gingen ordentlich ab – geile Gitarren, Drive hoch aufgedreht und reingehauen, aber mit Stil. Einer der Gitarristen hatte seinen Fuß verletzt und saß auf einem Hocker, was aber kein Hindernis für den Guten darstellte auf seinem Hocker zu toben und immer wieder Schweiß und Spucke in die Luft zu befördern. Die Menge war recht knusprig drauf, aber jeder wartete nur auf Rise Against. Nach einer ¾ Stunde (oder so) verließen Red Lights Flash (die sind glaube ich aus Österreich? Auf jeden Fall sprechen die Jungs deutsch, wusste ich vorher gar nicht) die Stage. Nach Umbau und Verschnaufpause kamen dann Alexisonfire auf die Bühne – und schon beim ersten Lied sprang der „Sänger“ in die Meute. Der „Sänger“ war eigentlich eher ein Schreier und Manchmal-Singer; eigentlicher Sänger war der Gitarrist. War ganz nett, aber der Bassist... Diese Sorte von Bassist, wo mir der Hass hochsteigt – der Bassist spielte sich tierisch in den Vordergrund, obwohl seine Leistung nicht besonders war. Und diese Bewegungen – Wenn Bassisten von Fuß auf Fuß steigen und nix sehen, weil die Haare im Gesicht hängen. Der Penner hätte mich fast mit seinem Bass getroffen, wäre ich nicht ein gutes Stück zurück gewichen. Als Alexisonfire dann endlich fertig waren, herrschten optimale Punkrockkonzertbedingungen – heiß, stickig, viele Leute und eine Stimmung, die nichts schrie außer „Rise Against“! Umbau; Soundcheck – von Rise Against höchstpersönlich! Zum Glück hat niemand rumgekreischt, alle Leute sind normal geblieben – bis dann der Sänger/Schreier Tim auf die Bühne kam. Welches das erste Lied war weiß ich nicht mehr, aber die Hölle brach los, Pogo, Moshen, Circle, Stagediving und absolutes Durchdrehen. Sie spielten ein geiles Lied nach dem anderen und jeder in dem Raum (zumindest die Leute vorne) schrieen und tobten und wurden fast erdrückt, zerquetscht oder von menschlichen Körpern erschlagen – einfach genial. Songs von allen drei Alben: Heaven Knows, Life Less Frightening, Blood Red White and Blue, Like The Angel, 1000 Good Intentions, Alive And Well, Broken English, Last Chance Blueprint, To Them These Streets Belong, Black Masks And Gasoline, Voices Off Camera, State Of The Union, The First Drop, Give It All und was weiß ich, das war zu intensiv, zu geil um als komplett real durchzugehen. Aber ich war so nah dran, ich habe sogar Tim am Arm berührt – die Band direkt vor mir und alle darum herum. Besonderes Highlight war „Swing Life Away“, wahrscheinlich die einzige Ballade von Rise Against. Alle Leute die sich vorher im Pogo verausgabt hatten standen still da, Blick auf Tim mit seiner A-Gitarre gerichtet und die halbe Röhre sang mit... Und dann bretterten Rise Against noch einmal so richtig los und jeder Schrie und gab alles war er hatte und noch viel mehr. Rise Against – Hat die Röhre je etwas besseres gesehen (Wenn man bedenkt, wer schon alles in der Röhre gespielt hat, man denke an Anti-Flag)?
Nicole schien tlw. ein wenig geschockt und wurde manchmal fast von riesigen Typen erdrückt, doch Chris und ich kümmerten uns um sie. Sie versicherte mir zwar nachher, dass sie das Konzert genial fand und hatte mir auch vorher versichert, dass sie „Siren Song Of The Counter Culture“ genial findet, aber komplett überzeugt war ich dann doch nicht. Komplett nass, durstig, vor Endorphinen triefend und komplett am Arsch begaben wir sechs uns wieder zum Bahnhof. Zug Richtung Pforzheim und das Thema lautete: Wann gehen wir das nächste mal zu Rise Against (Meine Antwort: Am 17.11.2005)?
Alle bis auf Chris und mich stiegen in Pforzheim aus – Lukas, Dennie und Marian kamen irgendwie per Nachttaxi nach hause und Nicole schlug sich ins dunkle Nacht„leben“ von Pforzheim, bevor sie dann morgens mit der 1. Bahn zurück nach Wildbad fuhr.
Chris und ich hingegen, wir harrten die Nacht hindurch in Karlsruhe aus und der Weg führte uns weiter nach Köln... Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Rise Against – We Give It All!!!!

Eighteen Visions
Bands: Misery Signals, Emanuel, Eighteen Visions
Stuttgart Die Röhre
31.03.2005
Beginn: ca. 21 Uhr

Eighteen Visions - Wer?? Bei xtaster gehört, ins Street Team gekommen und zum Konzert gegangen. Diesmal war Nicole meine Begleitung und ich hatte die Karten für uns schon gekauft, bevor sie auch nur ein Lied von Eighteen Visions gehört hatte. Jedenfalls stellte sich zum Glück heraus, dass sie ihr Album "Obsession" ziemlich gut fand. Also ging es am Donnerstag nach Stuttgart. Eine eigentlich recht ereignislose Zugfahrt hinter uns, befanden wir uns in Stuttgart und bestaunten den Bahnhof. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Karte hatten wir doch recht schnell die Röhre gefunden. Sah ein wenig hinterhofmäßig aus, aber drinnen herrschte eine angenehme Atmosphäre. Leider sammelten sie unsere Tickets ein, die den grandiosen Schreibfehler "Eighteen Visisons" - man beachte das s - inne hatten. Aber wir bekamen ein "Ersatzticket". Wir verstauten meinen Rucksack (mehr oder weniger) sicher und warteten auf die 1. Band. Die kam dann auch recht pünktlich um 21 Uhr und legte gleich los. Aber ich habe kein Wort von dem verstanden, was der junge Mann ins Mikro gebrüllt hat. Selbst als er geredet hat war das nicht sonderlich verständlich. Jedenfalls stellte sich raus, dass sie Misery Signals hießen und hinten Merch verscherbeln. Toll. Der Sänger schien mir recht fett und seine "Leistung"... Reden wir nicht darüber. Jedenfalls haben sich kaum Leute einigermaßen zur Musik bewegt. Ich hatte die meiste Zeit den Drummer im Auge, der mich verdächtig an den Gitarristen von Silbermond erinnert hat. Also nach nicht ganz einer halben Stunde verließen Misery Signals endlich die Bühne. Es wäre vielleicht sinnvoll zu erwähnen, dass die Röhre eher eine Art Club ist und die Bühne etwas über Bauchhöhe geht und nicht mehr als 200 Leute da waren (oder vielleicht auch doch - ich bin absolut schlecht im Schätzen). Nach ein paar netten Minuten Umbau kamen dann Emanuel - Hey die waren richtig gut! Sänger hatte Gitarre an der Hand und ist voll abgegangen, hatte oft die Augen geschlossen. Jedenfalls waren die Songs melodisch und der Junge konnte gut schreien und singen. Davon werden wir hoffentlich noch mehr hören. Auch Emanuel spielten ca. 30 Minuten, bevor sie von der Bühne gingen. Auch nun wieder lustiger Umbau, Gitarrenstimmen, Lichttest usw. Dann - endlich - wurde das Licht gedämpft, Musik ertönte und fünf Gestalten kamen auf die Bühne - Eighteen Visions! Inzwischen standen Nicole und ich ein paar Meter von der Bühne entfernt und ich dachte mir - mal wieder - hey ist der klein! Ja der Sänger war kleiner als ich es erwartet hatte. Aber egal - sie rockten sofort mit dem Titeltrack "Obsession" los und wir schrieen so laut wir konnten den Text mit, immer und immer wieder
"Obsession Desire Depression" und der Sänger - weiß nicht wie er heißt - kam ganz nah ran - ich hätte ihn anfassen können - und ließ die Leute ins Mikro brüllen. Dann ging es sofort weiter mit "I Let Go", wohl eins der besten Lieder des Albums. Und die Röhre tobte - so geil!! Und der eine Gitarrist, der mit dem Seiteniro stand direkt vor uns und ging total ab. Sie spielten noch ein paar weitere Lieder des neuen Albums und irgendwann stand ich dann direkt an der Bühne und starrte den Sänger an und er starrte zurück und wir beide schrieen uns die Seele raus, es war gigantisch. Bei "Tower of Snakes" war übelst Pogo angesagt, rumgesprungen wie bescheuert, einfach genial, genau was mir gefehlt hatte. Ab und an leckte der Bassist von unten nach oben seine Bassgitarre ab, womit er Jubelstürme auslöste. Zu meiner Überraschung ging auch Nicole ordentlich headbangend ab - yeah! Eighteen Visions spielten auch ältere Songs, wie z.B. "Vanity". Bei einem Song begann der Gitarrist leise zu spielen und es war ganz still - ich hörte sogar das Geräusch des Plektrums auf den Saiten. Versuch so was mal bei so einem riesigen Konzert, z.B. bei Green Day... Und es war Wahnsinn, die sind so abgegangen und jedes Lied war ein einziger Genuss. Und auf einmal - "Thank you!" Nach einer Dreiviertelstunde! Und weg waren Eighteen Visions! Aber nein, wir schrieen we want more, während Bühnenarbeiter Plektren und Drumsticks unters Volk brachten. Leider bekam ich nix. Aber dann kamen sie nochmal auf die Bühne und rockten noch einmal ordentlich los, leider nur ein Lied. Und sie waren weg und kamen auch nicht mehr wieder. Wir standen vor der Bühne mit anderen Leuten, alle doch enttäuscht dass Eighteen Visions nicht mal eine volle Stunde gespielt hatten. Ein Bühnenarbeiter kam auf die Bühne, machte den Verstärker aus. Irgendwann traf sich unser Blick, ich hob die Hand, deutete hinter ihn, machte eine "bring-was-zu-mir" Handbewegung, woraufhin sich jener Bühnenarbeiter umsah, etwas ergriff und auf uns zuschritt. Alle streckten die Hände aus, aber er gab mir ein Plektrum und ich bedankte mich mit einem strahlenden "Thanks", woraufhin auch er lächelte. Es ist natürlich gut möglich, dass der deutsch verstand. Oder war es ein Amerikaner? Keine Ahnung, Jedenfalls habe ich ein Plektrum von Eighteen Visions abgegriffen - Medium, mit Gebrauchsspuren. Wahrscheinlich hatte er mit diesem Plektrum die Zugabe gespielt. Ein geiler Abend, ein geiles Konzert - Eighteen Visions rocken, definitiv! Und die Mühe fürs Street Team hat sich gelohnt, definitiv!!

 

Green Day American Idiot Tour 2005
Bands: New Found Glory, Green Day
Böblingen Sporthalle CCB
15.01.2005
Beginn: ca. 20 Uhr

Also der „Bericht“ ist nicht streng chronologisch, obwohl ich mich an alles erinnere. Deswegen ist er wohl auch so lang.

Dieses Mal war die Vorfreude besonders groß, was vor allem daran lag, dass das Ticket schon Monate lang jeden morgen bevor ich zur Schule ging wohlwollend angegrinst wurde. Außerdem lag es natürlich an der Band!!! Vollkommener Freudentaumel und „American Idiot“ Gesinge. Jedenfalls rückte das besagte Datum immer näher und eine Woche vorher fragten mein Lakai und ich uns: „Wie kommen wir da hin?“ Da es sich rausstellte dass es mit der Bahn recht scheiße und teuer gewesen wäre fuhren wir mit meinem Vater hin (der sich übrigens mehrere Stunden in Böblingen aufhielt um auf uns zu warten --> mein Vater ist der Beste!!) und holten Hannes in Pforzheim ab, wobei ich fast einen Kotzanfall erlitt, weil ich Ändy von der Wanna Be Band „Sunny Friday“ sah, aber zum Glück machten wir uns sofort auf den Weg. Als Einstimmung auf das Konzert suchten wir im Radio nach Das Ding – allerdings vergebens, weshalb wir uns polnischen Hip Hop anhörten. Inzwischen hatte sich meine Nervosität auf Kupprüfungslevel begeben und irgendwann – es erschien mir endlos – fanden wir die Halle, parkten abseits und gingen zur Halle, wo mein Vater sich dann verabschiedete. Wir mussten ein wenig warten bis Einlass war. Gedränge, Gedrücke, Personenkontrolle und endlich drin! Herrje tobte der Kommerz! Blühende Stände – ein belegtes Baguette 3 €, „Green Day American Idiot Tour 2005“ Shirts für 30 € - da hatte das Ticket weniger gekostet! Jedenfalls haben Hannes und ich je ein Schweißband von New Found Glory erstanden, unzwar zum sagenhaften Preis von je 5 €. Genial. Rein in die Halle, rumsitzen, warten, aufstehen, große Aufregung – Und dann kamen endlich New Found Glory!!! Rumgeschreie und nach vorne pushen und schon donnerten sie los und alles moshte wie bekloppt und ich verlor Hannes für den Rest des Abends, schon beim 1. Lied der Vorband, das ist absoluter Rekord bis jetzt. New Found Glory sind live jedenfalls viel besser als „Catalyst“ vermuten lässt – die CD ist toll, aber live ist das einfach nur noch geil. Sie spielten vornehmlich Lieder vom neuen Album, aber auch ein paar alte. Vor mir stand die meiste Zeit über der – ziemlich fette – Bassist, der natürlich oben ohne rumgerannt ist. Die Leute schrieen seinen Namen (den ich nicht weiß) und ließen ein großes „Ooooochhhh“ ertönen, als er mit einem der Gitarristen den Platz tauschte, welcher eine traurige Schnute zog. Der Arme. Aber der Junge hat’s drauf – geile Gitarre, eingängige Melodien. Irgendwann sagte der Sänger irgendwas auf Deutsch, von wegen „Danke schön!“. Er: „I know one more word: Scheiße!!!” Jubel vom Publikum. „Scheiße!!“ und das Publikum „Scheiße!!“. Und nach einer Dreiviertelstunde gingen die Jungs von der Bühne – aber sie sind wirklich gut, klasse toll und aus gutem Grund die Vorband von Green Day. Da der Pogo mich ziemlich angestrengt hatte – weil es eben richtig heftig war – kämpfe ich mich zur Tribüne durch und nahm dort Platz – natürlich ganz vorne mit bestem Blick auf die Bühne. Meine Nervosität steigerte sich von Lied zu Lied welches von CD abgespielt wurde. Eigentlich keine besonders erwähnenswerten Lieder, aber als dann „Blitzkrieg Bob“ von den Ramones kam und die halbe Halle mitsang (ich natürlich auch obwohl ich nicht singen kann) fing es langsam an zu brodeln. Darauf folgte „YMCA“. Geil. Mitsingen und Buchstaben formen, als eine Person in einem rosa Hasenkostüm auf die Bühne kam, eine Bierflasche in der Hand. Die Masse von 6500 Leuten scheinbar nicht wahrnehmend, schaute sich das Häschen das Schlagzeug an, drehte sich um und „erschrak“ als es die Menschen zu Gesicht bekam. Durch gestikulieren jubelte die Menge dem Häschen „Auf Ex! Ex EX!!!“ zu und er tat selbiges, mit Geschrei und Jubel begleitet. Er zeigte auf die Bassdrum, und die Menge echote „Green Day Green Day!“ und das immer lauter und schneller. Der Hase ging von der Bühne und das Licht ging aus, bis auf ein bisschen auf der Bühne und es ertönte Strauss’ „Also sprach Zarathustra“ und DANN kamen sie, meine Helden, meine Idole (an zweiter Stelle) und rissen die Arme in die Höhe und das Geschrei war so laut, dass ich meine eigene Stimme nicht hören konnte – natürlich stand ich bereits. Und das 1. Lied – perfekt gewählt, was hätte besser sein können? – war „American Idiot“ und es war der absolute Wahnsinn, so sehr, dass es mir jetzt noch wie ein Traum erscheint. Alles sprang und schrie und sang, sowohl Band als auch Publikum. Es folgte eine Begrüßung und der Song „Jesus Of Suburbia“ und dann rannte ich von der Tribüne nach vorne – und ich war ziemlich schnell weit vorne. Und da stand er, Mike Dirnt, vielleicht 4 m Luftlinie entfernt, haute in seinen Bass und heizte die Menge an. „Jesus of Suburbia” war irgendwie recht schnell vorbei, obwohl sie es ganz gespielt haben. Darauf hin folgte „Holiday“ – und ich hatte Billie Joe noch nicht aus der Nähe gesehen! Aber die Jungs um mich herum waren alle größer und ich sah ihn nicht, bis ich einfach nach links schaute: Da stand er, Billie Joe Armstrong, der in Wirklichkeit viel kleiner ist als er im Fernsehen oder auf Bildern wirkt. Er war um die Augen dunkel geschminkt und sah richtig verratzt aus, was aber wohl Absicht war. Und das Moshen war unglaublich, nach vorne drücken, nach hinten, zu allen Seiten, Springen wenn es möglich war, hinfallen, aufgesammelt werden, andere aufsammeln, vollkommen außer Atem sein aber den Höhepunkt des Liedes mitsingen. „Sieg Heil to the president gasman, bombs away is your PUNISHMENT! Pulverize the Eiffel towers, who criticize your GOVERNMENT! [Wobei Billie Joe den Mittelfinger zückte] Bang bang goes the broken glass and kill all the fags that DON’T AGREE [er gestikulierte ein In-Den-Kopf-Schießen] Trials by fire, setting fire is not a way that's MEANT FOR ME! Just cause, just cause, because we're outlaws yeah!” Einfach Wahnsinn – sinnlos der Versuch es zu beschreiben. Ich war total kaputt, ließ mich nur noch treiben, gelangte irgendwie wieder zur Tribüne und ließ mich dort nieder, nur um wieder aufzuspringen und irgendwann mal wieder vorzurennen. Billie Joe stöhnte rum „Oh I gonna take my pants off!” was er dann leider doch nicht getan hat. Jedenfalls waren die Spielpausen durch „Hey Ho“ bzw. „Hey Yo“, manchmal ein „Scheiße“, gefüllt. Sie spielten ein geniales Set, unter anderem Basket Case, St. Jimmy, Boulevard Of Broken Dreams, Wake Me Up When September Ends (was ich übrigens nächste Woche mit meinem Vorbild Nr.1 spielen werde), Longview, Brain Stew, Hitchin’ A Ride, Minority und noch mehr was mir jetzt nicht einfällt. Aber die Stimmung steigerte sich von Lied zu Lied – die Menge wurde von Billie Joe immer weiter aufgeheizt: „You go hey hey hey...“ und 6500 Leute schrien „Hey hey hey...“ immer schneller, doch jeder, wirklich jeder verstummte durch ein Schlusszeichen von Billie Joe – er ist einfach genial. Natürlich wurden auch 3 Leute auserkoren „Knowledge“ zu spielen. „Who can play the drums?“ Sogar ich schrie, obwohl ich absolut null mit einem Drumkit umgehen kann. “Who can really play the drums? You? How long? How many years? 4 years? Can you play this? You swear? You promise? Now get your fucking ass up her!” Und der junge Mann ging unter Gejubel zum Drumkit, gab Tre die Hand und setzte sich ans Schlagzeug – und bekam es super hin! „Who can play the bass? You? How many years? 3? You swear? You promise? Then get your fucking ass up here!” und er kam hoch auf die Bühne, bekam von Mike den Bass und legte los – perfekt! „Now we need someone who can play the guitar… You? You? How many years? 7? Really? You swear? You promise? Don’t you mess it up! Now get your fucking ass up her!” (Wie sich später herausstellte, war das Dani von Itchy Poopzkid!!!) und er bekam eine rote Fender Squier in die Hand gedrückt – da standen drei Leute auf der Bühne in Böblingen und spielten “Knowledge” und die Menge jubelte ihnen zu, einfach genial. Gott was hätte ich dafür gegeben... Jedenfalls gingen dann alle noch ziemlich ab, vor allem der Drummer hämmerte auf das Drumkit ein, unter fachmännischer Anleitung von Tre. Er bekam die Sticks geschenkt und ging von der Bühne – oder machte er einen Stagedive? Jedenfalls bekam der Gitarrist die Gitarre geschenkt (die ich nachher angefasst habe! Jawohl ich habe eine Gitarre angefasst auf der Billie Joe gespielt hat! Auch wenn das viele dürftig finden – habt ihr das etwa schon mal gemacht??), sagte etwas zu Billie, woraufhin dieser ihn in den Hintern trat (er hatte Billie Joe gefragt, ob er eine bessere Gitarre haben könne). Nun gut. „Ey where did the bass player go? Come over here and make a stage dive!” Und er nahm Anlauf und sprang in die Menge.

Billie Joe holte seine Krone – „King For A Day“. Der andere Gitarrist übernahm und Billie Joe rannte rum wie bekloppt und sprang in die Menge, was wohl jeden erfreute der daran beteiligt war, abgesehen von der Security. Genial.

Rumgespritzte mit Wasserpistolen.

Auf Deutsch Zählen. 1, 2, 1 2 3 4!! „Do I sound like you?“

Auf eine Tom hauen, den Stick hochwerfen, einen neuen nehmen, auf die Tom hauen, den Stick hochwerfen und das eine Minute lang. Genial, ich war hin und weg – dieser Drummer, das ist doch mal ein Vorbild!

Billie Joe will das Mikro aus der Halterung nehmen – es fällt vorne runter und es gibt ein widerliches Geräusch. Billie Joe fängt an zu grinsen und bittet gestikulierend um Applaus – und bekommt ihn.

„This is Mike Dirnt, the best bass player in punk music! Give it up for him!” Die Menge schreit wohlwollend. „And my name is… George W. Bush!” Und die Menge buhte und die Sporthalle Böblingen hasste Bush in diesem Moment so sehr, wir hätten ihn umgebracht. Und Billie Joe wusste das – und er lachte.

„Wake Me Up When September Ends“ eine Minute lang alle still, alle Feuerzeug oben. Auch bei Green Day werden die Leute müde – oder eher vor allem bei Green Day.

Am Ende – eigentlich ist es geradezu lächerlich, übertrieben, aber genial und vollkommen verdient. Ein Cover – „We Are The Champions“! Ja das waren sie wirklich, das sind sie wirklich. Der Song neigt sich dem Ende zu und ein Konfettiregen bricht los. Rot und weiß, bisschen schwarz.

Green Day gehen von der Bühne – im Leben nicht! Billie Joe kommt und singt mit uns „Good Riddance / Time Of Your Life“. Mal ohne Scheiß das war DAS absolute Maximum des Highseins.

Tre haut eine Tom auf das Kit – tolle Effekte, Feuer, laut, knall, genial. Vorsicht Anfälle.

Green Day waren weg und ich stand da – Realität fühlt sich anders an. Ich starrte auf die Bühne, das Licht war aus. Ich wandte mich zum gehen und sah weinende Mädchen.

Draußen kaufte ich mir krächzend ein Mineralwasser, trank dieses, traf meinen Lakaien wieder, das breiteste Grinsen auf seinem Gesicht das ich jemals bei ihm gesehen habe. Über eine halbe Stunde bei der Garderobe warten, Gitarre anfassen, rausgehen, Schmerz im Fuß, Heimfahrt, leichte Übelkeit: dieses sich-besoffen-fühlen wegen Endorphinen. Hannes in seinem Kaff abgesetzt, nach Hause gefahren, ins Bett. Was, schon vorbei?

Green Day kommen im Sommer wieder – Leute nutzt diese Chance!! Ich für meinen Teil freue mich schon auf Rock am Ring und bin einfach nur mega glücklich und dankbar bei einem Green Day Konzert dabei gewesen sein zu dürfen!


Karawane Konzert
Bands: Ahead to the Sea, Wildbad Bahnhof, Systemfehler, Kotus Korruptus
Pforzheim Kupferdächle
8.10.2004
Beginn: kurz nach 20 Uhr

Nachdem bei der Karawane fleißig mitdemonstriert wurde, war es daran das Konzert zu besuchen, worüber ich mich sehr freute. Allerdings hatte ich eine andere Begleitung, nämlich Klein-Anja. Wir sind mit der Bahn nach Pforzheim gefahren, wo wir fast angefangen haben uns zu streiten (über Nichtigkeiten), was aber zum Glück nicht passierte. In Pforzheim angekommen, sind wir noch ein wenig durch die Stadt gerannt, bevor wir uns auf die Suche nach dem Kupferdächle begeben haben. Nachdem wir es endlich gefunden hatten, war ich für meinen Teil sehr glücklich, Anja hingegen beunruhigt und nicht wirklich froh. Jedenfalls sind wir rein und mussten vor dem Konzertraum warten. Ich habe mich nur an den Rauchern gestört, Anja war dann wohl von den vielen Punks doch ein wenig ... Na ja. Jedenfalls haben wir uns Tickets geholt und sind rein. Die 1. Band war Kotus Korruptus, die Grindcore gespielt haben. Grose. Also ziemlich viele – wir auch – haben vorzeitig den Raum verlassen, weil dieses Rumgegrunze einfach nicht auszuhalten war. Nach Entschuldigen von Kotus Korruptus ist die Band Systemfehler auf die Bühne. Die waren richtig gut, guter Deutsch-Punk. Ich bin für ein Lied nach vorne zum Pogen, doch ich wollte Anja nicht alleine lassen und bin wieder nach hinten. Toll. Und da standen wir und vorne ging es ab. Ok. Da wir beide müde waren und nicht wirklich Bock hatten, sind wir abgezogen, bevor man überhaupt Wildbad Bahnhof oder Ahead to the Sea sagen kann. Aber ich hätte sie wirklich gerne gesehen. Jedenfalls sind wir dann im Regen Richtung Bahnhof gestiefelt wo ich mir dann über eine Stunde lang den Arsch abfrieren durfte. Nach einer ereignislosen Bahnfahrt lag ich letzten Endes vor 12 Uhr im Bett. Tja und das war das Karawanekonzert. Nächstes Mal vielleicht.

Das FEST Karlsruhe 2004
Bands: Wir Sind Helden, Gentleman, All Joines, Schein 23
u.a.
Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe
2
3.07.2005
Beginn: 17 Uhr

Ich war nur am Freitag da, aber das hat reingehauen:
Ich kam um ca. 17 Uhr dort an und es war noch recht wenig los, vor der Bühne ein bisschen Pogo während All Joines spielten, die ich schon bei der Summer Rock Show in Pforzheim gesehen hatte. Ich und meine Begleitung gingen vom Hügel runter und zur Zeltbühne, wo sich mehr oder weniger schlechte Wannabe Hip-Hopper in einer Art Freestyle versuchten, was uns aber nach 5 Minuten wieder vertrieb. Wir gingen wieder zurück zur Musikbühne und setzen uns ca. 20 Meter vom Wellenbrecher entfernt ins Gras und lauschten Schein 23, die inzwischen spielten. Nach 10 Minuten entschieden wir uns dazu etwas zu trinken, was recht angenehm war. Nachdem wir mit ttrinken und Schein 23 mit spielen fertig waren, begaben wir uns vor den Wellenbrecher, da auf einmal ziemlich viele Leute auf das Gelände strömten. Weil der Umbau auf der Bühne ca. eine halbe Stunde dauerte, füllte sich die Anlage beträchtlich mit Leuten die Wir sind Helden sehen wollten. Bevor die Helden die Bühne stürmten, ließen die Organisatoren noch einge Worte los, dass wir doch bitte nicht in Panik geraten sollen, falls es anfängt zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt wäre mir das mehr als Recht gewesen. Der Heiratsantrag von diesem Typ ließ Jubelstürme losbrechen. Dann endlich kamen Wir sind Helden auf die Bühne - von der ich 15 Meter entfernt stand - und die Hölle brach los. Die Helden waren ca. 1 1/2 Stunden auf der Bühne. Am Ende stand ich 3 Meter von der Bühne entfernt, unzwar in der Mitte. Das Pogotanzen wurde von Song zu Song stärker, größer und wilder. Am Ende bewegte sich alles im Wellenbrecher - den Rest bekamm ich gar nicht mit. Zwischendrin kam ein Bühnenarbeiter auf die Bühne und warf 0,5l Vittelflaschen in die Menge. Ich sprang hoch, die Flasche streifte die Hand von meinem Nebenmann und landete auf meinem rechten Auge, womit die Flasche mir zustand, zumindest ein Teil davon. (Die Flasche hab ich immer noch) Die Helden jedenfalls hatten mich als neuen Fan gewonnen und werden zu Recht gefeiert und mit Preisen überschüttet. Halb Karlsruhe sang "Sie haben uns ein Denkmal gebaut..." Es war unglaublich, ich wage zu behaupten der schönste Tag meines Lebens. Nach der Zugabe flogen die Drumsticks weit über mich weg und ein absurder Gedanke schoss mir durch den Kopf "Ich steh zu weit vorne!" Nachdem die Helden sich entgültig verabschiedet hatten und der Umbau für Gentleman begann, begaben wir uns in den Kampf etwas zu trinken zu kaufen. Nach viel drücken und schubsen hatten wir es geschafft, uns auf ein Stück Wiese zu hocken und zu trinken. Da fing auch schon Gentleman an. Sehen konnten wir ihn zwar nicht, aber hören - wir schrien lautstark los, was die Leute in unserer Umgebung dazu brachte, zusammenzuzucken und uns schief anzuschauen. Nach einer weiteren halben Stunde hatten wir das Gelände erfolgreich verlassen (nachdem ich ein Wir sind Helden Shirt und einen Button erworben hatte) und waren auf dem Fußweg zum Bahnhof.

Als wir im Gras gesessen waren, war mir aufgefallen, dass ich unwahrscheinlich dreckig war - das Gras hatte sich recht bald verabschiedet und die Staubwolke wirbelte im Pogo sehr weit hoch. Es war einfach Wahnsinn. Alles in allem super, da es auch noch kostenlos war. Im Pogo und beim Crowdsurfing sind meines Erachtens nach keine Leute zu Schaden gekommen, was DAS FEST noch positiver erscheinen lässt. Nächstes Jahr, selber Ort. Am liebsten auch mit den Helden!