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K.Ö.L.
Carolina zu Wien im akademischen Bund katholisch österreichischer Landsmannschaften ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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Carolinas Nachrichten Nr 3/2006
Um Mißverständnissen vorzubeugen sei gleich vorweg gesagt, daß dies kein Bericht aus Kaiser Karls Reisetagebüchern ist (falls es diese überhaupt gibt), sondern eine sehr persönliche Zusammenstellung meiner eigenen „Begegnungen" mit unserem Namenspatron im Verlauf meiner Reisen während des letzten Jahres. Den Anfang machte eine Motorradtour ins Mühlviertel in August 2005. Bereits im Zuge der Vorbereitung stießen wir auf das sehr interessante Hotel Guglwald, das im gleichnamigen Ort, direkt neben der Grenze zu Tschechien, liegt. Das kaisergelbe Hotel im schloßartigen Stil verfügt über verschieden Themensuiten, darunter eben auch in einem relativ neuen Trakt über mehrere Kaiser-Residenzen, die nach Kaiserin Sissi, Kaiser Franz-Josef und Kaiser Karl benannt sind. Was lag also näher, als ein derartiges Zimmer zu buchen, zumal wir gerade an seinem Geburtstag dort weilten. Wie sich bei unserer Ankunft herausstellte sind nicht nur im Zimmer, sondern auch die allgemeinen Bereiche des Hotels mit etlichen Bildern des Kaiserhauses geschmückt. Wenngleich zu vermuten ist, daß noch nie ein Mitglied der Familie Habsburg dort zu Gast war, lohnt das Hotel wegen seiner originellen Atmosphäre einen Besuch. Die nächste Begegnung hatten wir im März 2006, als wir einige Tage im Hotel Panhans am Semmering verbrachten. Dort gibt es das bekannte Restaurant Kaiser Karl. Im Unterschied zum vorgenannten Hotel deutet in diesem Restaurant allerdings kein sichtbares Zeichen auf die Namensgebung hin. Erst beim Studium der Speisekarte, die auch eine kurze historische Zusammenfassung über die bewegte Geschichte des Hauses enthält, wurden wir fündig: Kaiser Karl hat angeblich auf der Panhans-Wiese vor dem Hotel das Ski fahren erlernt. Der eigentliche Höhepunkt war aber die Reise nach Madeira im heurigen August. Was als Couleurausflug geplant war, nachdem anfangs immerhin ein Viertel der Carolinen an einer Teilnahme interessiert war, wurde schließlich zu einem Familienausflug mit meinem Leibfuchsen und Schwager Archimedes und unseren Gattinnen. Wir verbrachten gemeinsam eine herrliche Woche auf der Insel und begingen den 17. August mit der Niederlegung eines kleinen Kranzes beim Grab in der Kirche von Monte, vor der auch das abgebildete Denkmal steht. Dazu waren wir alle vier in eigens für diesen Tag angefertigten T-Shirts gekleidet, was für etwas Aufmerksamkeit sorgte. Dr.cer. Raffael, Phil-x
In der Ferialis gab es einige erwähnenswerte Veranstaltungen. Neben dem schon traditionellen Couleurheurigen bei DDr.cer. Brutus und Elektra fand in Klosterneuburg noch ein für Landsmann-schafter interessantes Ereignis statt. Darüber verfaßte Ks Scarlett einen Pressebericht, der im folgenden ausschnittsweise zitiert wird: Im Museum Kierling wurde im Juli 2006, die Sonderausstellung "Verkannt, Verbannt, Verehrt – Kaiser und König Karl, der letzte Monarch Österreich-Ungarns" durch den NÖ Landtags-abgeordneten Willi Eigner eröffnet. Anlass für die Sonderschau ist das 90-Jahr-Jubiläum der Thronbesteigung Kaiser Karls im Jahr 1916. Bei der
Eröffnung betonte der Geschäftsführende
Präsident der Kaiser Karl Gebetsliga für den
Völkerfrieden und Bundessenior der K.Ö.L., Brigadier
Norbert Fürstenhofer, dass der 2004 von Papst Kaplan Franz Xaver Brandmayr, Geistlicher Assistent der Kaiser Karl Gebetsliga, erinnerte an die Vorwürfe, Kaiser Karl sei ein schwacher Mensch gewesen, ungebildet, auf sein Amt nicht vorbereitet und hätte einen unmoralischen Lebenswandel geführt. Alle Anschuldigungen stellten sich im Zuge des Seligsprechungsprozesses als unhaltbar heraus, viel mehr war der junge Monarch, der viele politische Niederlagen erlebte, ein Mensch, der nie aufgegeben hat. Kaiser Karls Handeln sei immer von seinem Glauben geprägt gewesen. Die Sonderausstellung im Museum Kierling zeigt insbesondere den Wandel in der Beurteilung des letzten Monarchen Österreich-Ungarns aus dem Haus Habsburg, vom VERKANNTEN Politiker und Soldaten, der zum Missfallen vieler Militärs das Duell und körperliche Züchtigung der Soldaten verboten hat, über den VERBANNTEN Monarchen, der im Exil erst 35-jährig gestorben ist, zum VEREHRTEN Seligen. Zu sehen sind u.a. Exponate zur kurzen Regierungszeit Kaiser Karls, zu seiner Familie, zur Seligsprechung und Scherenschnitte der Künstlerin Josefine Allmayer. Weitere Stücke zeigen die besondere Beziehung des Akademischen Bundes der K.Ö.L. zu Kaiser Karl. Der Selige ist seit 2005 Patron dieses Bundes. Die Sonderschau – welche in Kooperation mit der K.Ö.L. Carolina entstanden ist, die nach dem Seligen Kaiser Karl benannt ist und die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert – ist im Museum Kierling noch bis Sonntag, 15.10.2006, nach Voranmeldung bei DDr.cer. Brutus (Tel. 02243/83882), zu besichtigen. Dort findet als Rahmenprogramm zum Abschluß der Ausstellung übrigens auch noch Folgendes statt: 6.10. um 18.30 Uhr, „Unter der Leselampe" 8.10. um 10.30 Uhr, Spezialführung zum Mitreden 13.10. um 18.30 Uhr, Videovorführung über den seligen Kaiser Karl und die Reliquieneinsetzung in Imsterberg und Zirl vom Oktober 2005 15.10. um 10 Uhr, Schlußempfang mit Sektfrühstück und Markenpräsentation (s. Seite 6) Ein weiterer Höhepunkt unseres Ferialprogramms war der Bildbericht von Archimedes und Raffael über die kulturellen und kulinarischen „Impressionen aus Madeira". Mit Unterstützung von Elisabeth wurde ein typisches Gericht der Inselbewohner (Fleischspieße mit Fladenbrot) nachempfunden. Nach der Betrachtung einer „kleinen" Auswahl der mehr als 1.600 Urlaubsfotos kamen die Besucher noch in den Genuß eines Madeira-Weins und eines ebenfalls dort hergestellten Rums. Raffael, Phil-x
*) Marius aus
Klausenburg (Rumänien)
*) Horatio und Familie aus Madeira *) Raffael und Elisabeth aus der Normandie *) Platon und Familie von der Tauplitzalm *) Gambrinus und Familie aus Cadiz (Spanien) *) Archimedes, Dagmar, Elisabeth und Raffael von einem familiären Couleurausflug zu Kaiser Karls Geburtstag nach Madeira
Über ein so abwechslungsreiches Programm,
Aus Anlaß unseres runden Stiftungsfestes haben wir uns entschlossen, zur Erinnerung vier eigene Briefmarken aufzulegen. Die Motive sind:
Die Carolinen-Briefmarken sind zu folgenden Konditionen erhältlich: 1 Serie bzw. Reihe von 4 Stück samt Zierfeldern kostet 10 Euro. 1 Bogen, komplett mit 20 Marken, kostet nur 45 (statt 50) Euro
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