Die getrennten Brüder


Jedes Glaubensbekenntnis, egal ob christlich oder nichtchristlich erhebt den Anspruch, die "einzig wahre" Kirche zu sein, und zu jenen die diesen Alleinanspruch besonders überzeugt vertreten, gehört seit 1500 Jahren die römisch-katholische Kirchenleitung.


Schisma, die Trennung in die West- und Ostkirche

In den ersten fünf Jahrhunderten lagen sich die (damals noch vereinten) "Kirchenväter", wegen der Auslegung der christlichen Glaubenslehre fast permanent in den Haaren (siehe: Kleine Chronologie eines Glaubensstreites. Von apostolischer Harmonie im Namen Christi war da wirklich nichts zu spüren. Im Jahre 484 eskalierte der Streit und es kam zur dogmatischen Spaltung der Kirche (Schisma). Die eine "Hälfte" blieb in Rom (Westkirche) und die andere machte im Osten weiter. Beide "Hälften" konnten zu jener Zeit mit gleichem Recht behaupten apostolischen Ursprungs zu sein - sie hatten bis zu diesem Zeitpunkt ja eine gemeinsame Vergangenheit. Das Schisma produzierte einfach aus einem Haufen von Streithähnen - deren zwei. Beide machten katholisch weiter und entwickelten höchstens unterschiedliche - dem Kulturkreis angepasste - Dogmen und Rituale (leider sind damit auch die Liberalismus-Bemühungen um den Zölibat, von Rom in den Osten abgewandert).

Bei dieser Betrachtungsweise stellt sich eine Gewissensfrage:

Was gibt Rom eigentlich das Recht, sich als "einzig wahre" Kirche darzustellen?

Auf Grund des oben gesagten, dürfen die Ostkirchen doch genau den gleichen Anspruch auf die Bezeichnung "Mutterkirche" erheben, schliesslich haben sie den gleichen Ursprung und sind genau so lange katholisch wie ihr römischer "Gegenpart".


Protestanten und andere

Die Reformation war ein weiterer Aderlass für die römischen Kirche (der Auslöser zu dieser Spaltung wurde unter Päpste, Fürsten, Politiker erwähnt). Dass sich Rom von Anbeginn grosskalibrig auf diese "Abtrünnigen" einschoss ist verständlich, da sich diese noch das Recht herausnahmen, sich der vatikanischen Dogmen zu entledigen.

Genausowenig, wie sich viele Katholiken für ihre Kirchengeschichte interessieren, kümmerten sich spätere Protestanten-Generationen um die Hintergründe und die Entstehung ihres Bekenntnisses. Sie wuchsen einfach darin auf, kannten nichts anderes und entwickelten dadurch ein ganz normales Selbstverständnis zu ihrem Glauben - zumal auch ihnen gesagt wurde, dass dies der einzig wahre Weg "zum Herrn" sei. Dies dürfte auch auf alle anderen christlichen, aber nichtkatholischen Bekenntnisse zutreffen.

Die reformierten (und andere) "getrennten Brüder" dürften sich - rückblickend auf die katholische Kirchengeschichte - kaum nach einer Rückführung sehnen, zumal sie sich auch als "richtige Kirche" verstehen und zu d e n (im Dekret nicht angesprochenen) "getrennten Schwestern" in kirchlichen Angelegenheiten ein bedeutend unverkrampfteres Verhältnis pflegen.


Nichtchristen

Die folgenden Zeilen beziehen sich nicht auf das obige Dekret, aber sie passen gut zu diesem Kapitel:
Nach dem Schisma begann bekanntlich die Hetzjagd auf alles, was nicht an Christus glaubte. Völker wurden ausgelöscht und ganze Kulturen im Namen Christi zerstört. Dabei handelte es sich zum Teil um Kulturen und Religionen, welche bereits Jahrhunderte, oder Jahrtausende an einen Allmächtigen glaubten und mit diesem auch nicht schlechter gefahren sind, als wir Christen mit dem Unsrigen (da es höchstwahrscheinlich der gleiche war/ist!). Was mussten solche Völker wohl empfunden haben, als plötzlich eine neue Religion auf der Bildfläche erschien und ihnen mit Schwert, Galgen und Glasperlen beizubringen versuchte, dass ihr längst vertrauter Gott eigentlich jener der Anderen sei?


Braucht es die Ökumene ?

Im obigen Kapitel habe ich zu erklären versucht, warum der päpstliche Rückführungswunsch eine weltfremde Utopie bleiben wird. Gerade aus diesem Grund braucht es die Ökumene und diese wird an der Basis - auch ohne Dekret- schon seit vielen Jahren, vor allem bei den Landeskirchen, mit Erfolg praktiziert. Viele Priester suchen den Kontakt zur jeweils "anderen Seite" und die Erfolge im gegenseitigen Verstehen sind beachtlich. Hier rannte die kirchliche Obrigkeit buchstäblich wieder einmal weit geöffnete Türen ein - vielleicht wusste sie auch gar nichts davon.




Der Streit geht weiter


Die Diskussionen um die Wesenheit Christi, wie auch über die Tatsache seiner physischen (damaligen) Existenz hat bekanntlich über Jahrhunderte hinweg die Gemüter beschäftigt und selbst in kirchlichen Kreisen fand man in dieser fundamentalen Frage Jahrhunderte lang keinen gemeinsamen Nenner. Um den Streitereien endlich ein Ende zu setzen, wurde das Traktandum "Jesus" schliesslich mit einem "unfehlbaren" päpstlichen Entscheid beendet. Wer es von da an wagte, sich zu diesem Thema kritisch zu Wort zu melden, konnte seine theologische Karriere gleich vergessen.


Viele fühlen sich berufen

Damit verstummte wohl die theologische Diskussion, dafür nahmen sich (bis heute) weltliche Historiker vermehrt des Themas an. Dass auch Hitzköpfe, Pseudofachleute, Phantasten und Fundamentalisten aller Stilrichtungen meinen, auch i h r e n Senf zu diesem Thema veröffentlichen zu müssen, liegt in der Natur der Pressefreiheit.
Der Umstand, dass heute viele Zehntausend Monographien zum Thema "Jesus" vorliegen zeigt aber deutlich, dass das Fundament der evangelistischen Berichterstattung viel zu schwach ist und unendlich grosse Spielräume für alle möglichen Interpretationen und Mutmassungen offenlässt.

Glücklicherweise gibt es aber auch ernsthafte Historiker, welche die Geschichte vor 2000 Jahren seriös und mit den wissenschaftlichen Mitteln der heutigen Zeit zu rekonstruieren versuchen. Letztendlich muss aber alles "Flickwerk" bleiben, weil - abgesehen von den viel später entstandenen Evangelien - keine authentischen Unterlagen über die Person "Jesus" vorliegen. An anderer Stelle habe ich die Schriftrollen von Qumrân bereits erwähnt. Diese einzigartigen Funde stimmen weitgehend mit dem AT überein und enthalten zudem Zitate und Redewendungen, welche die Evangelisten später in ihre Jesus-Berichte einbauten. Die Existenz des Heilandes konnte damit aber nicht bewiesen werden.


Die Quelle "Internet"

Dieses Medium liefert inzwischen Millionen von Antworten auf Fragen, welche gar nie gestellt werden. Übergibt man einer Suchmaschine aber ein bestimmtes Stichwort (z.B. philosophischer oder religiöser Natur), liefert das Web eine derart unübersehbare Auswahl von kontroversen An- und Einsichten, dass eine persönliche Meinungsbildung nahezu verunmöglicht wird.

Im Wissen um diese Tatsache habe ich mich erst nach der Fertigstellung des Entwurfes zu diesem Artikel im Web umgesehen um an genauere Daten zu historischen Ereignissen zu gelangen (kirchliche Verlautbarungen, Jahrzahlen, Orte, etc.). Web hin oder her - Bibliotheken sind immer noch die zuverlässigsten Ratgeber, weil man dort zumindest eindeutige Rückschlüsse auf die Buchautoren ziehen kann.

Heute, wo jede Universität und nahezu jeder Pseudowissenschaftler eine eigene Web-Site im Internet unterhält, ist eine Selektion des fast unerschöpflichen Angebotes insofern schwierig, als viele Veröffentlichungen vordergründig recht glaubhaft daherkommen, selbst wenn sich die Thesen (im nachhinhein) als noch so verdreht erweisen. Sowohl rein kirchliche, wie auch antikirchliche Abhandlungen, sind für eine neutrale Bewertung ungeeignet, weil in solchen Artikeln, selbst die geringsten geschichtlichen Andeutungen, sofort zu feststehenden Tatsachen hochstilisiert werden um eine vorgefasste Theorie zu stützen.

Nach dem Ausfiltern der eben erwähnten Beispiele, bleibt ein kleiner Rest von brauchbarem Material, welches weitgehend neutral und ohne grosse Emotionen abgehandelt wird. Aus dieser Palette habe ich zwei Aufsätze beigefügt:
Theorien der Jesus-Forschung  und   Der Stellenwert historischer Fakten

Die Meinung darüber muss sich der/die Leser/in natürlich selber bilden:




Das Geheimnis der Jungfrau


Wenn ein gläubiger Christ meine Zeilen bis hierher durchgestanden hat, dürfte er auch noch diesen "Hammer" verkraften. Mehrmals wurde bereits angedeutet, dass das Fundament der christlichen Heilsverkündigung auf denkbar wackeligen Füssen steht, zumal erwiesen ist, dass die Theologen des Altertums und im Mittelalter keine Gelegenheit ausliessen, um Originaldokumente im Sinne des Christentums zu verändern, bzw. christliches Gedankengut "hinein zu interpretieren". In der "Katholischen Enzyklopädie" wird dieser "fromme Betrug" freimütig zugegeben, und der "grosse" Kirchenvater Eusebius stand, selbst unter Seinesgleichen, im schlechten Ruf der zügellosen Geschichtsfälschung.


Und nochmals Paulus

Die angeblichen Originalbriefe des Paulus, auf welche sich die Kirche so gerne beruft, enthielten ursprünglich keine jesusbezogene geschichtlichen Hintergründe, z.B.Hinweise auf Personen, wie Pontius Pilatus, Herodes, Judas, Kaiphas, die Frauen um Jesus, oder Hinweise auf die Passionsgeschichte. Zu dieser Zeit arbeitete Paulus bekanntlich noch für die andere Seite und entwickelte erst später - nach dem "Frontenwechsel" - seine eigenen Vorstellungen vom Christentum. Was wir in der Bibel vorgesetzt bekommen, wurde in den ersten Jahrhunderten bibelgerecht umfrisiert und es gibt sogar Historiker, welche die Paulusbriefe als spätere entstandene "Konstruktionen" betrachten.

"Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich" (2. Timotheus 3 Vers 16). 

Auf dieses Pauluszitat beruft sich der heilige Stuhl gerne, um die Wahrhaftigkeit der "heiligen Schrift" zu belegen. Bekanntlich wurde unsere Bibel erst anlässlich des zweiten ökumenischen Konzils zu Konstantinopel, 381 (also ca. 300 Jahre nach Paulus) zusammengestellt und heiliggesprochen. Das Pauluszitat kann sich demzufolge gar nicht auf irgend eine kanonisierte Bibel beziehen, sondern auf das (von ihm hauptsächlich zitierte) jüdische Schrifttum.


Die Fabel

Dass die christliche Heilsgeschichte auf einer Fabel beruht, haben unsere heiligen Glaubensverwalter natürlich längst selber herausgefunden. Als sich der Kirchenvater und Bischof Tertullian (160-220) dieser Tatsache bewusst wurde, verzichtete er kurz darauf auf sein Amt. Selbst Papst Leo X (im Amt: 1513-21) sprach sogar offen vom "Profit, den die Fabel um Christus unserer Kirche beschert".
Heute dürfte es wohl kaum mehr möglich sein, d e n (auf einige Apostel aufgebauten) monströsen Heilsapparat wieder auf Null zu stellen und ehrlich von vorne zu beginnen. Dies ginge schon deshalb nicht, weil man ja wieder mit einer Fabel beginnen müsste.

Im Kapitel Ein Vergleich habe ich dargestellt, dass jesusähnliche Lebensläufe lange vor unserer Zeitrechnung im Umlauf waren. Tatsächlich wurde die Grundstruktur des Christentums fast wörtlich vom Horuskult abgeleitet. In jenem Kapitel habe ich gefragt, warum denn immer Jungfrauen dranglauben müssen, und dies erst noch am 25. Dezember? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Zeit um viele Tausend Jahre "zurückdrehen":


Der Sonnenkult

Als sich unsere frühzeitlichen Vorfahren mit der Natur auseinanderzusetzen begannen, erkannten sie richtig, dass unsere Sonne die eigentliche Lebensspenderin unseres Planeten ist, bzw.: Sie sahen in der Sonne den wahrhaftigen "Motor der Schöpfung". Kein Wunder, dass diese Menschen im Tagesgestirn ihren realen Schöpfergott und Allmächtigen sahen und entsprechend verehrten (Sonnenkult).

Das Studium der Himmelsmechanik bescherte den ersten Astronomen zudem die Erkenntnis, dass der Lauf der Gestirne einer bestimmten Periodizität unterworfen ist und sich alle Jahre wiederholt. Zudem beobachteten sie, dass sich die, von Ost nach West bewegenden, Sterne des Nachthimmels im Laufe eines Jahres ständig verschoben, m.a.W., dass sich die Sonne jeden Monat vor einer andere Sternengruppe befand. Zur besseren Orientierung begannen sie deshalb, bestimmten Fixsterngruppen in der Ekliptik (*) Namen zu geben und schufen damit die "Tierkreis-Sternbilder". Schliesslich fiel den Beobachtern auf, dass der Mittag-Sonnenstand am 21./22. Juni am höchsten, und am 21./22. Dezember am tiefsten ist (Sommer-und Winter-Sonnenwende).

(*) Ekliptik: Die scheinbare Bahn, die die Sonne in einem Jahr zurücklegt. Die Ekliptik ist in 12 Abschnitte zu je 30 Grad unterteilt. Die Sternbilder, die hinter den einzelnen Abschnitten stehen bilden den Tierkreis.


Im Zeichen der Jungfrau

Der Winter-Sonnenwende kam besondere Bedeutung zu, weil die Sonne (von den damaligen Betrachtern aus gesehen) während dreier Tage auf dem Jahrestiefststand verharrte. Die Astronomen befürchteten, dass sich dieser Mittagstand einmal weiter gegen Süden fortsetzen könnte, womit die Sonne für immer aus dem Blickfeld verschwinden würde. Zur Freude Aller begann sich aber der Mittagsstand jeweils ab dem 25. Dezember wieder zu heben und das im Sternbild der Jungfrau (**).
(**) Nach unserer heutigen Terminologie liegt der 25. Dezember natürlich im Tierkreis der "Fische". Die Erklärung folgt weiter unten.

Religiös ausgedrückt heisst dies: Der Allmächtige zog Tag für Tag über das Firmament und spendete Licht und Leben. Gegen Ende des Jahres nahm die Kraft des Schöpfers ab und am 22. Dezember starb er. Nach drei Tagen (am 25. Dezember) erwachte er jedoch zu neuem Leben und begann - vor dem Sternbild der Jungfrau und frisch gestärkt - eine neue Jahreswanderung. Oder: "Die Sonne wurde jährlich neu aus der Jungfrau geboren".

Diese bestechende astrotheologische Logik war späteren Generationen zuwenig mystisch. Schon mehr als 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung erfanden die Theologen eine Heilandsfigur, welche sich jedoch symbolisch weiterhin an die Grundaussage des Sonnenkultes hielt. So, wie die 12 Sternbilder die Sonne begleiten, wurde dem jeweiligen Heiland 12 Jünger beigestellt, und da die Sonne um die Zeit der Wintersonnenwende für drei Tage pausiert (starb), musste auch der neue Heiland sterben und nach drei Tagen wieder auferstehen. Den Höhepunkt frühgeschichtlicher Theologen-Fabulierkunst bildet aber zweifellos die Umdeutung der Wintersonnenwende (Sonnengeburt): Kurzerhand wurde das Sternbild zur menschlichen Jungfrau geklont und anschliessend konsequent bei vielen neu entstehenden Religionen (inkl. der christlichen) durchgezogen.

Unser Glaubensbekenntnis wäre bereits ein rechtes Stück ehrlicher, wenn uns gepredigt würde, dass Christus nicht von einer Jungfrau, sondern als Fabel einer Frükultur, im Sternbild der Jungfrau geboren wurde. Damit wäre die Verkündigung aber um einige mystische Nummern ärmer, und die Theologen müssten sich, nicht nur bezüglich der "unbefleckten Empfängnis", etwas neues einfallen lassen.

Astrologisch stimmen die heute gebräuchlichen Tierkreiszeichen allerdings nicht mehr mit den wirklich am Himmel stehenden Sternbildern gleichen Namens überein. In Tat und Wahrheit verschiebt sich nämlich die Sonnenwende innert 100 Jahren um mehr als ein Grad gegen die Tierkreisrichtung. Zur Zeit unserer "Sonnenkultler" muss also die Wintersonnenwende vor dem Sternbild der Jungfrau stattgefunden haben. Als die Babylonier später diesen "Rechenfehler der Natur" erkannten, schufen die den tropischen Tierkreis"(*). Dieser Kreis nahm (und nimmt) seinen Anfang da, wo die Sonne jeweils zu Frühlingsbeginn (dem Beginn des "natürlichen Jahreszeiten-Zyklus") tatsächlich steht, unabhängig davon, welches Sternbild gerade die Sonne begleitet. Die Abschnitte des tropischen Tierkreises hiessen von da an nicht mehr "Tierkreis-Sternbilder", sondern "Tierkreiszeichen", denn es sind ja keine Sternbilder mehr, die diese Stationen kennzeichnen. Die Namen für die 12 Tierkreiszeichen übernahmen sie aber von den althergebrachten "Sternbildern".

(*) Der Begriff "tropisch" hat nichts mit den Tropen zu tun, sondern bezieht sich auf das griechische Wort "tropos" = "Wende".


Erlöser im Multipack

Im Kapitel Ein Vergleich habe ich von jesusähnlichen Lebensläufen skizziert. Anschliessend folgt eine weitere Auswahl von "Gnadenspendern", deren Lebensgeschichten mit Jesus oder anderen Personen des NT identisch sind:

Adad von Assyria Mikado der Sintoos
Adonis, Apollo, Heracles Odin der Skandinavier
Alcides von Thebes Prometheus von Kaukasus
Attis von Phrygia Quetzalcoatl von Mexiko
Baal von Phöniziens Salivahana von Bermuda
Bali von Afghanistan Tammuz von Syrien (Thomas im NT)
Beddru von Japan Thor der Gallier
Crite von Chaldea Universalmonarch der Sibyller
Deva Tat von Siam Wittoba der Bilingone
Hesus der Druiden Xamolxis von Thrace
Indra von Tibet Zarathustra/Zoroaster von Persien
Jao von Nepal Zoar der Bonzer

Bereits die frühgeschichtlichen Darstellungen des Jesus von Nazareth stellten einen Mann mit hagerem Bartgesicht und langen Haaren dar. Dieser Typus wurde nicht erst im NT erfunden, er entspricht genau den Bildern, die man bereits 2000 v.Chr. von Horus von Ägypten gezeichnet hat. Um das Bild des Horus abzurunden sei noch erwähnt, dass dieser von "Anup dem Täufer" getauft und später - wie Jesus - ebenfalls 40 Tage in der Wildnis gegen den "Set" oder "Sata" gekämpft haben soll. In unserer Lehre wurde der Anup zum Johannes und der Sata, zum Satan umfunktioniert.


Kopierte Legenden

Auch zahlreiche Autoren des Alten Testaments waren meisterhafte Abschreiber. Neben vielen tatsächlichen geschichtlichen Hintergründen, enthält dieses Buch unzählige "umfrisierte" Geschichten aus älteren Kulturen.

Genau so, wie das NT 12 Jünger kennt, beschreibt das AT 12 Patriarchen. Der Pariarch Josua findet sein Pendent bei Horus in der Gestalt von "Iusa", und lange vor Moses wurde der kleine Krischna in einem Schilfkörbchen in einem Fluss "ausgesetzt". Das Buch "Esther" ist eine Abschrift der babylonischen Geschichte um die Göttin "Ishtar oder Ischtar" und die 10 Gebote sind einfach eine Wiederholung der Story von "Hammurabi" und der indischen "Vedas". Auch der Archekapitän Noah wurde wahrscheinlich bei den Sumerern (*) oder den alten Ägyptern entlehnt, da auch deren Vorfahren eine "Sintflut" in einer legendären Arche überlebten.

(*) Sumerer: Mesopotamien, ca. 2800 v.Chr.


Verwischte Spuren

Die unchristliche "Heilsvermittlung" (Kriege, Kreuzzüge, Inquisition, missionarische Aktivitäten) verfolgte (neben der "Christianisierung) ein weiteres Ziel, nämlich die restlose Beseitigung aller religionsbezogenen Schriften, Kultgegenstände und sonstige Hinterlassenschaften der "Falsch-" oder "ähnlichgläubigen". Galt es doch, möglichst alle Zeugnisse christusähnlicher Bekenntnisse zu tilgen, um schliesslich mit der Heilsgeschichte um Jesus allein, konkurenzlos und exklusiv dazustehen. Glücklicherweise ist dies nicht restlos gelungen.

Der zweifelhafte Rekord des Christentums besteht nicht in der Mitgliederzahl, sondern in der millionenfachen Zahl unschuldiger Opfer, welche dieses Glaubensbekenntnis inzwischen auf dem Gewissen hat. Angesichts dieser traurigen Tatsache muss man sich zu Recht fragen, ob die Christen überhaupt einen Herrgott haben?




Zitate


Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)


Glaube ist, wenn man was glaubt und weiß, es ist nicht so.
(Mark Twain, am. Schriftsteller, 1835-1903)


Was die Kirche nicht verbieten kann, das segnet sie.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)


Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot zu denken.
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)


Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan.
(Jean Cocteau)


Der Glaube ist eine sechste Art von Sinn, der wirksam wird, wenn die Vernunft versagt.
(Mahatma Ghandi, ind. Freiheitskämpfer, 1896-1948)


Ja, es muß ein eigentümliches Vergnügen sein, von Jahrhundert zu Jahrhundert im Blut der Menschheit zu schwimmen und Halleluja zu rufen!
(Karlheinz Deschner, "Die Kirche des Unheils")


Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe)


Seit Konstantin wurden Heuchelei und Gewalt zum Kennzeichen der Kirchengeschichte, wurde der Massenmord zur Praxis einer Religion. Einen zu töten war strikt verboten, Tausende umzubringen ein gottgefälliges Werk. Das Ganze nennt man nicht Geisteskrankheit, das Ganze heißt Christentum.
(Karlheinz Deschner, "Die Kirche des Unheils")


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