| Konzert |
Dieser Vortrag bezieht sich auf eine Abendunterhaltung des Akkordeonklubs Matzingen (TG). Die "dramatische" Entwicklung nach dem Konzert ist natürlich frei erfunden und in Wirklichkeit nie passiert.
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Samschtig isch es und Novämber föifi isch grad knapp verbi, d'Sunne isch vor churzem abe, der erschti Näbel stellt sich i. S'Wilerbähnli hät vor churzem es Fueder Lüt is Dörfli bracht, die einte sind i'd Stadt ga poschte, die andere händ en Usflug gmacht. S'Liecht vor Bahn verschwindt im Näbel und d'Lüt verlaufed sich im Nu, en stinknormale Samschtig-Abig, chunnt schynbar uf Matzinge zue. De Armin staht im Bad uns dusched är isch grad jetz vor Arbet cho. Hüt z'Mittag hät er näbedusse d'Ischschalig vome Saustall gno. Im Konsum lönds der Lade abe de Bahnhof macht der Schalter dicht und d'Strasselampe fönd a bränne mehr läuft in diesem Kaff sonst nicht. I's Gerbers Chuchi wird no bached dänn morn sind's wieder nid allei und d'Lina läärt im Lade d'Kasse und d'Bella schickt en Schüeler hei. Inzwüsche ischs bald halbi sächsi die meischte Lüt sind jetz bim z'Nacht, de Peter git no Fueter ine und luegt was d'Fährlimoore macht. Langsam wird's vorusse dunkel der Näbel staht jetz wie ne Wand grad us gsesch grad no zwei, drei Meter bim Ochse stönd no drei binand. Sie läsed intressiert en Fätze wo näb der Spuntetüre liegt obwohl verchruglet - chasch druf läse, dass's hüt e Unterhaltig git. Vo der Uhr hät's sächsi gschlage mittlerwyle isch es Nacht de Guido sött no s'Schlagzüg lade und d'Ursula wäscht s'Gschir vom Znacht. Der Karl isch momentan im 'Buume' und gnämiget no rasch en Drink und d'Muetter gschlüsst im Lade unde und s'Steffi muess no schnell en Stink. Der Peter hät de Stall jetz gmischtet är putzt de Chüedräck ab de Schue und d'Jole isch scho uf der Pischte sie hät de längschti Wäg deet ue. D'Juscha hät scho füechti Tööpe wie immer vor eme Konzert und s'Fränzi suecht no ihri Note wo irgend öpper hät versteckt. Der Armin isch bereits am föhne tuppiert sich rasch e Prachtsfrisur Der Peter isch jetz au en Schööne uns d'Jole isch scho ds'Winterthur. D'Bella ladt de Chlapf in Chare d'Ansch macht sich und d'Chnöpf adrett Der Franz wirft sich id Sunntigsschale den schliesslich hämmer hüt Konzert. Z'Matzimge wird's jetz plötzlich läbig zu allne Löcher chömid's us obwohl's rächt chalt isch, nass und näblig strebet all zum gliche Huus. De Armin sitzt det an der Kasse die erschte Bsuecher träffid i ir Chuchi änä stönd d'Harasse parat mit Bier und Saft und Wy. Langsam wird d'Turnhalle volle de Lärm isch gwaltig - s isch en Gruus De Franz mues no sin Chlapf ga hole und d'Ursle bringt de Bluemestruss. I der Spieler-Garderobe wird d'Umgäbig langsam knapp s'hätt z'wenig Platz und viel z'viel Gofe und d'Juscha tröchnet d'Finger ab. Langsam wird dert d'Lag verschisse die Einte stönd scho uf de Bänk dr Vrone händ's de Schüpp verrisse em Walti staht ein uf de Händ. Chrütz und Quer stönd d'Chläpf dert ume dert unde herrscht jetz s'gröschti Puff und s'Klärli mues no schnäll en Brune und s'Fränzi seit sis Liedli uf. Aendlich isch äs Achti worde de Tschuli muess no rasch ufs Klo vo jetz a sött's bis früeh am Morge Schlag uf Schlag durs Programm go. A der Kasse git's no Trubel dert staht im Moto-Loock en Gay wo meint, dass die zäh Itrittsrubel en Bschiss und glatte Abriss sei. Der Bühnemeischter nimmt ir Halle jetz süüferli d'Belüchtig zrugg s'wird liesliger und immer stiller und z'letscht macht keine me en Muggs. Aendlich isch der Vorhang offe und git de Blick uf'd Spieler frei und d'Ansch isch jetz uf'd Bühni gloffe und d'Lüüt tüend chlatsche und sind hey. Zerscht spieled öisi liebe Chline en Marsch vom Hermi Buur sim Sohn dänn chunnt de Presi hinde füre und baut sich uf beim Mikrofon. "Liebi Gescht vo da und dete mier Oergeler sind richtig froh dass soviel Lüt bi dere Chelti der Wäg zu öis händ uf sich gno." " Mier mached jetz es chlis Konzärtli mit allem Cheib vo fern und nah und dete hinde rächts im Eggli staht öisi schöni Tombola." De Franz seit suscht no s eint und dises und viel Vergnüege - und händ's glatt dänn meint är, äs seig Zyt zum spiele me chlatscht und är hockt wieder ab. S'Orcheschter spielt vom Würthner Ruedi e ziemlich schwäri Fantasie und d'Ansch die fuchtlet mit em Stäcke de Franz dä gheit es paar Mal dri. De Klang isch guet und d'Spieler flissig die Musig ghört mer immer gärn d'Matzinger played Happy Music verstärkt vom Gabrieli-Klän. A däm Verein vo Schranz-Athlete hät eini bsunders lang scho Spass ob Dirigänt, Spiel und Theater s isch d'Gerber Ursula vor Gass. Nach Schittenhelm nach Bui und Hueber staht d'Pause dänn uf em Programm im Saal wird's hell und d'Lüt händ Hunger und d'Lööslichind sind jetze dran. Nach der Pause dänn z'Theater en Schwank in einem Akt isch's gsi mit Muetter, Chnächt und Schnöitz und Vater und d'Ursula die füehrt Regie. Vergiftet hät mer zwar nid probet me häts meischt huere gmüetlich gno wänn eine jetz derfür es Loch het isch d'Sufflös au für öppis do. S'Hauptprogramm isch glücklich dure s'letscht Mal chlatsched's im Parkett d'Tanzmusik staht au scho ume und d'Chnöpf die müend jetz hei is Bett. Zwänzg vor Eis isch es scho worde der Peter tanzt - man glaubt es nicht da gseht är wie am Igang vorne es Grüppli Stänzzer ine schlicht. Uf settig Brüeder wartet niemer die sind Land uf und ab bekannt als profimässig Randalierer der Peter nimmt die Sach a'd Hand. Schnäll laht är sis Züsi fahre und pfylet 'laik' en gölte Blitz dur d'Halle dur - zum Igang füre wo är de letscht grad no verwütscht. "Los Purscht, das isch e gschlossni Gsellschaft und Itritt zahlt häsch au e kei bevor dass Du da inne Seich machscht gasch lieber wieder schlöinigscht hei !" So öppis laht sich dä nüd säge und reagiert dänn schuurig gschwind statt dass är jetz verschwindt im Näbel haut är am Chäller eis an Grind. Der Peter wird jetz richtig staubig so isch ihm no nüd mänge cho är haut dam Glünggi d'Fuscht id Laube und dä schlicht ohni Zähnd dervo. Der Rescht vo dene Fäschtkrakeeler die chreised jetz de Peter i dä wehrt sich guet, doch merkt är sälber wenn keine hilft, dänn luegt är i. D'Matzinger sind jetz stutzig worde es räblet schliesslich rächt im Saal ir Chuchi lönd's de Lade abe und d'Musig spielt: "Es war einmal ...". Jetz chunnt langsam Schwung id s'Szene der Franz dä chrämplet d'Aermel zrugg der Armin hänkt sin Frack a'd Lähne und d'Juscha suecht ir Chuchi Schutz. Der Presi spurtet gschwind zum Peter tuschiert ein Rowdy mit der Hand de säb verreist wie ne Ragete zrugg bliebt en Fläcke a der Wand. S'Anschi hät a dem Theater ganz offesichtlich ihren Spass sie chreiet: "Schliess die Cheibe - Peter" und wird dänn plötzlich vorne nass. Eim vo dene Schlegerchnabe hät Anschis Votum gar nüd passt är läärt ere es ganzes Fanta juscht grad i'd Studäntegass. Hei wie wird jetz s'Anschi läbig "Läck - bisch Du en Fözzelhund das isch gmein, gopf isch das chläbrig Kari - hau däm Aff es Pfund." Dä laht sich nid zweimal bitte packt s'nächschti Büchsli Coci-Light und druckt dämm Gay das Bläch i'd Schmitte scho wieder ein wo nüd meh seit. d'Bella nimmt jetz d'Pudertrucke zielt - und laht en los dä Schuss zwei händ sich no chönne bucke dänn am Tschuli voll a'd Nuss. Der Franz dä packt sich so nes Würschtli und git ihm Alauf mit dr Hand es macht e Reis dur'd Luft das Pürschtli und hangt dänn i der Sprossewand. Der Armin bi der Chuchi änä isch au nid fuul wänn's chlöpft und tätscht är risst vom nächschte Stuehl e Lähne und stürzt sich voll dermit is Gfächt. Aer hebt das Wärchzüüg quer i'd Gäget in Wäg wo so nen Rocker rännt dä volle mit em Grind dergäge zur Nase us tropft Bluet ufs Hämd. D'Myrta gseht jetz sonen Püffel wo rächts bereits bedänklich hinkt sie haut ihm no de Schirm an Rüssel und d'Jole flott, serviert en Gingg. De Walti isch nid minder muetig grifft rasch sich so en Wunderchnab und schlaat däm Teigger d'Schnurre bluetig dänn putzt är d'Händ am Tischtuech ab. D'Schlagchraft vo däm Stänzzerhuffe nimmt schliesslich rasch und gründlich ab en Teil tuet unfreiwillig pfuse die andere händ dervo sich gmacht. Finger, Brülle, Zahnprothese lieged ume im Parkett de Huuswart chunnt jetz mit em Bäse und rumt de ganzi Grümpel wäg. Fascht so schnell wie's los isch gange cheert d'Rueh ir Halle wieder i d'Musig spielt im Momänt: "Pigalle" und d'Lina trinkt es Schlückli Wy. Der Franz dä chrämpled d'Aermel füre der Armin bringt no d'Lähne zrugg und d'Jole suecht bir Igangstüre en verlorne Ohre-Schmuck. S'Anschi isch au wieder troche der Peter wäscht sich dusse d'Händ der Jürg hät s`Brüllegstell verbroche der Kari suecht en Chnopf vom Hämd. D'Musig spielt en flotte Ländler und s' Volch isch wieder ganz derby vorusse näbem Stägegländer chotzt eine Bratwurscht, Brot und Wy. De letschti Tanz tuet d'Musig bäse dänn packt sie ihren Grümpel i am Mäntig chasch ir Zytig läse: " Es isch en flotte Abig gsi" Jürg Käser |