Levada do Norte
Der Levadaname "do Norte" ist anscheinend nicht "geschützt". Diesen Namen tragen noch zahlreiche andere Levadas auf der Insel. In unserem Falle handelt es sich aber um jenen Kanal, welcher auf etwa 550 Höhenmetern vom Kraftwerk in "Serra de Água" auf "Ribera Brava" zufliesst und sein Wasser anschliessend in östlicher Richtung bis nach "Câmara de Lobos" liefert.
Ich erwähne die unten aufgeführte Anfahrt gerne, weil sich von diesem Startpunkt aus gleich zwei Tagestouren absolvieren lassen. Das Gebiet des Startpunktes wird gelegentlich auch "Boa Morte" benannt.
Anfahrt
Dank der Via Rapida ist der Startpunkt in verhältnismässig kurzer Zeit zu erreichen. Nehmen Sie die Ausfahrt nach "Ribeira Brava". Die Strasse führt zum Strand hinunter und macht dort einen Bogen um den Dorfplatz (Achada). Fädeln Sie in die alte Küstenstrasse nach "Funchal" (ER229) ein und verfolgen diese einige Kilometer in Richtung "Funchal". Achten Sie dabei auf eine Verzweigung nach "São João" und fahren dort hinauf. Bereits bei dieser Abzweigung wird auf die Levada hingewiesen (schmales blaues Schild mit weisser Schrift). Achten Sie in der Folge auch auf dieses Schild.
Wenn Sie beim Hochfahren auf der rechten Strassenseite eine Funkanlage (rot/weisser Gittermast und einige Parabolspiegel) ausmachen können, sind Sie garantiert auf dem rechten Weg.
Nachdem die Besiedelung etwas abgenommen hat, ist eine scharfe Linkskurve zu befahren wo voraus ein grosser, grüner, runder Wassertank sichtbar ist. In die Kurve eingebaut ist ein moderner Gewerbebetrieb, was allerdings erst nach der Kurve offenbar wird: Wasserzisterne auf Stelzen und verschiedene farbige Druckbehälter.
Parken Sie den Wagen in diesem Kurvenbereich - Platz ist vorhanden. Nach der Kurve erscheint rechts die Snak Bar "O Pinheiro". Etwas weiter oben - auf der linken Strassenseite - sind fünf gelbliche Einfamilienhäuser in Reihe zu erkennen. Gleich dahinter fliesst die "Levada do Norte".
Verlauf
Nun haben Sie die "Qual" der Wahl.
Variante 1:
Rechts weg von der Strasse führt die Levada nach "Quinta Grande" (11,5 km). Damit hat es sich aber noch lange nicht: Die Levada verläuft nämlich bis nach "Estreito de Camara de Lobos", was (inkl. Rückweg) in einem Tag kaum zu bewältigen ist.
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Variante 2:
Links weg führt der Kanal hoch über dem Tal von "Ribeira Brava" in nördlicher Richtung nach "Serra de Água" (13,5 km). Das Bild zeigt den Tiefblick nach "Ribeira Brava" und den dahinter liegenden Atlantik.
Im hinteren Teil sind mehrere längere Tunnels eingebaut. Wer dies nicht schätzt, kehrt einfach um - es reicht auch so !!
In gewissen Unterlagen auch "Levada do Norte".
Levada Grande (Encumeadapass)
Mit einer Breite von fast 2 Metern (auf dem letzten Kilometer) trägt dieser Kanal seinen Namen zurecht. Er leitet seine beträchtlichen Wassermengen am Encumeadapass vorbei zu einem Druckrohr, welches zum Kraftwerk von "Serra de Agua" hinunter führt. Anschliessend wird das wertvolle Nass in ein 35 km langes Kanalnetz geleitet, welches die Anbaugebiete von "Ribeira Brava" und "Camara de Lobos" bewässert.
Anfahrt
Auf der Via Rapida fahren wir Richtung "Ribeira Brava". Im letzten Tunnel wird auf die Spur nach "Sao Vicente" gewechselt und nach "Serra de Água" gefahren.
Verpassen Sie nicht die Abzweigung zum Encumeadapass und zum "Paúl da Serra". Die Strasse führt dann steil zum Encumeadapass (1000 m) hinauf. Direkt nach dem Scheitelpunkt zweigen wir links in Richtung "Paúl da Serra -> Porto Moniz" ab und parken den Wagen auf einem der zahlreich vorhandenen Abstellplätze.
Zu Fuss geht's wieder zum Scheitelpunkt zurück und einige Schritte die Strasse nach rechts (Richtung: "Ribeira Brava") hinuter. Links befindet sich eine Snak Bar und gleich gegenüber führen einige Treppenstufen mit Geländer zur Levada empor.
Verlauf
Dieser Ausflug findet auf 1000 m Höhe statt und bietet einen sehr schönen Blick in jenes Tal durch welches wir soeben zum Encumeadapass hinauf gefahren sind.
Nach etwa 15 Minuten verzweigt sich die Levada. Der eine Ast verschwindet in einem begehbaren Tunnel (ca. 25 Minuten Laufzeit im Dunkeln) und setzt seinen Weg später im Gebiet des "Pinaculo" ("Paúl da Serra") fort. Der andere Ast setzt seinen Weg im Tageslicht fort.
Da wir uns nicht zu jenen "Fanatikern" zählen, welche bei Tagelslicht im Dunkeln wandern wollen, wählen wir die helle Variante und marschieren an der schmäler gewordenen Levada weiter.
Später mündet der Kanal in einen etwa 100 m langen Tunnel. Dieser ist normalerweise bequem begehbar, zumal das andere Ende sichtbar und immer zum Greifen nahe ist. In den regenreicheren Wintermonaten kann aber auch der Tunnelweg Wasser führen - dann heisst es eben: umkehren.
Levada Pequena
Eine sehr empfehlenswerte Wanderung unterhalb dem südlichen "Paúl da Serra".
Anfahrt
Die Reise führt zum "Paul da Serra". Die Anfahrt bis zum Encumeadapass entspricht der Beschreibung unter "Levada Grande", nur setzen wir diesmal die Fahrt in Richtung "Paul da Serra -> Porto Monitz" fort.
Die Strasse führt nun weiter hinauf nach "Bica da Cana" und durch die weite Hochebene des "Paúl da Serra". Nach einigen Kilometern stossen wir auf eine Querstrasse (keine Kreuzung) und fahren rechts weiter in Richtung "Rabaçal ->Porto Moniz".
Kurz darauf erscheint rechts das originelle Restaurant "Jungle Rain". Wenig später wird rechts ein grosser Parkplatz und gegenüber ein Wasserbecken und eine kleine Kapelle sichtbar - der Startpunkt ist erreicht.
Der Parkplatz ist ebenfalls Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Levadas von "Rabaçal". Zwar führt ein schmales Strässchen zu dem Weiler herunter, bei Gegenverkehr gibt es aber regelmässig Probleme.
Verlauf
Wir streben zur oben erwähnten Kapelle. Gleich dahinter kommt von rechts der schmale Kanal daher.
Die Levada fliesst oberhalb der Waldgrenze und bietet einen ununterbrochenen Tiefblick auf die Südküste der Insel. Der Weg ist durchgehend in ausgezeichnetem Zustand.
Levada Lajeado
Das Kontrastprogramm zur obigen Levada befindet sich ebenfalls in der unmittelbaren Nähe der oben erwähnten Kapelle. In den Kartenwerken besitzt dieser Kanal keinen Namen. Ich nenne ihn mal "Levada Lajeado", weil sein Wasser im Lajeadobach (hinter dem "Lombo do Risco") gefasst wird.
Anfahrt
Gleich wie zur "Levada Pequena". Auf der Höhe der Kapelle führt eine etwa 50 m lange Schotterstrasse zur Hauptstrasse hinauf. Dort überqueren wir diese und steigen auf der anderen Seite etwa 5 m zur Levada hinunter.
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Verlauf
Der breite Kanal transportiert recht viel Wasser und liefert dieses im Wasserbecken bei der Kapelle ab. Der Weg wird oft von hohem Busch- und Blattwerk überdacht, so dass streckenweise eine schattige Wanderung gewährleistet ist.
Weitblicke sind eher selten. Auf dem Bild schweift der Blick zum nordwestlichen Ende der Insel. Die Strasse "Paul da Serra -> Porto Moniz" führt über den - im Bild sichtbaren - Höhenzug.
Später überwindet die Levada eine Steilstufe von etwa 15 Metern. Diese Stelle wird von einer Steintreppe begleitet.
Wenn das Rauschen des Lajeadobaches immer lauter wird, ist die Wasserfassung nicht mehr weit. Ein romantisches Stück "Insel" mit einigen kleinen, natürlichen Wassertümpeln.
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Levada da Bica da Cana
Diese Levada ist eigentlich die Fortsetzung der "Levada Pequena", welche sich auf ihrem Weg zur "Levada do Paúl" gemausert hat und ab unserem Startpunkt "Levada da Bica da Cana" heisst. Wer bereits die Levada "Pequena" besucht hat, darf sich hier auf ein ähnliches Erlebnis freuen.
Anfahrt
Die Reise führt wiederum zum "Paúl da Serra". Die Anfahrt bis zum Encumeadapass entspricht der Beschreibung unter "Levada Grande", nur setzen wir diesmal die Fahrt zum "Paúl da Serra -> Porto Moniz" fort.
Die Strasse führt weiter hinauf nach "Bica da Cana" und durch die weite Hochebene des Paúl da Serra. Nach mehreren Kilometern stossen wir auf eine Querstrasse (keine Kreuzung) und folgen dem Schild Richtung "Funchal" (also nach links).
Nachdem die ersten Serpentinen der talwärts führenden Strasse überwunden sind, erscheint rechts eine Art Herberge. Geradeaus ist ein grosses Kreuz und eine Christusstatue zu sehen. Nach der folgenden Linkskurve taucht links ein Wärterhaus auf und an dieser Stelle unterquert unsere Levada die Strasse. Parkieren ist kein Problem. Wir steigen bergseitig (Wärterhaus) auf den Kanal und folgen diesem in östlicher Richtung.
Die Levadas von Rabaçal
Rabaçal (gesprochen: Rabassal) ist ein Levada-Eldorado sondergleichen und wird auch entsprechend häufig besucht. Zahlreiche Rundreisecars machen einen Abstecher in diesen Weiler hinunter, oder schicken (immer häufiger) ihre Passagiere zu Fuss die schmale Strasse hinunter (neuerdings ist diese Zufahrt meist durch eine Schranke verschlossen).
Drei übereinander liegende Levadas laden zum Wandern oder Spazieren ein und jede hat ihre Besonderheit. Besonders attraktiv sind die zahlreichen Wasserfälle (Fallhöhe bis 100 m) und breite zartgrüne Moosteppiche. Fahren Sie doch einmal hin, Sie werden es nicht bereuen.
Anfahrt
Gleich wie zur zur Levada Pequena. Direkt vom Carparkplatz an der Hauptstrasse führt eine schmale Strasse nach Rabaçal hinunter. Je nach Tageszeit kann es zwar etwas eng werden, wenn die Reisebusse im Anmarsch sind. Der Zustieg erfolgt genau am Ende der Asphaltstrasse.
An dieser Stelle möchte ich meinem Lektor meinen Dank
für seine wertvolle Mitarbeit aussprechen.
Diese Beschreibung wird bei Bedarf ergänzt oder aktualisiert