
Am 7. Juni haben die Bürgerinnen und Bürger ein deutliches Zeichen für den bundesweiten Volksentscheid gesetzt. Sie beteiligten sind rege an einer symbolischen Abstimmung, die Mehr Demokratie und der Omnibus für direkte Demokratie durchgeführt haben.
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Zunächst einmal soll an dieser
Stelle nicht unerwähnt bleiben, daß
die Besucherzahl des Essener-Demokratietages 2009 gegenüber
der des
Vorjahres drastisch zurück gegangen ist. So hatten sich im
Jugendzentrum nur rund ein Drittel der Besuchermenge des Vorjahres
eingefunden. Insbesondere waren jene Personen der Veranstaltung fern
geblieben, die sich im Jahre 2008 besonders aktiv mit der
Sammlung von
Unterschriften für die Volksinitiative NRW
beschäftigt hatten. Eine
große Enttäuschung mag der Beweggrund gewesen sein. Und so war es auch kein Wunder das in der auf die beiden Vorträge folgenden Gesprächsrunde zuerst die Sprache auf die im Sande verlaufene Volksinitiative NRW kam. Nur - so richtig konnte niemand etwas dazu sagen, weil es nach dem 8. April 2008, der Tag an dem die in NRW gesammelten 72.830 Unterschriften dem Düsseldorfer Landtag übergeben wurden, keine richtige Stellungnahme des NRW-Landesverbandes von Mehr-Demokratie e.V. in dieser Angelegenheit gegeben hatte. Mit Bezug auf die Vorgänge rund um die Volksabstimmung in Irland wurde anschließend besprochen, welche Möglichkeiten uns hier in Deutschland momentan bleiben, um doch noch einen Einfluß auf die Entscheidung über den EU-Reformvertrag zu haben. Dabei wurden die Möglichkeiten, die Abgeordnetenwatch.de und online-petitionen bieten, besprochen. Zu den online-petitionen konnte von mehreren Seiten aus eigener Erfahrung berichtet werden. Ist die Zeichnungsfrist für eine online-petition abgelaufen, wird dieselbe als "in der parlamentarischen Prüfung" gekennzeichnet und dann passiert für die nächste drei Jahre erst einmal nichts. Es ist nicht ein einziger Fall bekannt, in dem das Parlament und die Regierung durch eine online-petition zu irgend etwas bewegt wurden! Und das obwohl die online-petition bereits seit dem 1. September 2005 möglich ist! Auch Abgeordnetenwatch.de scheint keine wirkliche Möglichkeit zu sein, die Parlamentarier aufzurütteln. An dieser Stelle zwei Zitate, die nach kurzer Suche im Internet über Abgeordnetenwatch.de gefunden wurden: 1. Zitat: „Meine Anfragen auf Abgeordnetenwatch an alle Ausschussmitglieder des Wirtschaftsausschusses und an meine Wahlkreisabgeordneten bzgl. ...wurden allesamt ohne Benachrichtigung gelöscht.“ 2. Zitat: „ich freue mich, dass inzwischen viele Bürger erkennen, dass auch abgeordnetenwatch.de nur eine Augenwischerei ist (ähnlich wie die vielen Talkshows im TV etc.).“ Ferner wurde eine gewisse Untätigkeit seitens Mehr Demokrtaie e.V. in Angelegenheit "Maßnahmen zur Herbeiführung eines Volksentscheides über den EU-Reformvertrag" bemängelt. Lediglich ein Aufruf auf der Internetseite von Mehr-Demokratie erscheint vielen als zu wenig. Betrachtet man die Internetauftritte entsprechender österreichischer Vereine/Initiativen, so kann man leicht feststellen, daß dort wesentlich entschlossener und energischer für die Herbeiführung einer Volksabstimmung über den Reformvertrag gekämpft wird. (siehe Linkbereich dieser Seite). Abschließend wurde noch über die Möglichkeit gesprochen, die Europawahl 2009 zu einer Volksabstimmung über den Reformvertrag zu machen (siehe nächster Artikel) . |
Irland sagt Nein zum EU-Reformvertrag
In einer Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag haben am 12.06.2008 53,4% der Abstimmenden Nein zum diesem Machwerk gesagt. Zuvor bereits hatten im Jahre 2005 Holland und Frankreich in Volksabstimmung das, damals noch als "EU-Verfassung" bezeichnete, Vertragswerk eindeutig abgelehnt.| 72.830 Unterschriften für neues Wahlrecht | |
![]() Mit Unterschriftenlisten vor dem Landtag |
Geschafft!
Am 8. April konnten wir 72.830 Unterschriften für die
Volksinitiative "Mehr Demokratie beim Wählen" an den Landtag
übergeben.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem demokratischeren Wahlrecht
in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens. http://www.neues-wahlrecht.de/ |
| Volksabstimmungen in der Schweiz | |
| In der
Schweiz finden Volksabstimmungen auf Bundesebene
mehrmals im Jahr zu allen möglichen Themen statt. Auch zu Steuerangelegenheiten,
also der Besteuerung der schweizer Bürger. Der eigentlichen
Volksabstimmungen geht eine Information der Wahlberechtigten in Form
eines sogenannten "Abstimmungsbüchleins" voraus. Neuerdings
werden
diese Abstimmungsbüchlein von der schweizer Bundesregierung in
Form von PDF Dateien im Internet veröffentlicht. Dadurch
ergibt
sich auch für uns BRD-ler die Möglichkeit, zumindest
rein
informativ, an Volksabstimmungen anteil zu nehmen. Wenn erst
einmal mehr Bundesbürger wissen, wie einfach Volksabstimmungen
in
der Praxis sind und über welche Themen abgestimmt wird, wird
der
Ruf nach solchen Volksabstimmungen in der BRD noch lauter
werden. Für jedes Quartal gibt es in der Schweiz jetzt einen Blanko-Abstimmungstermin für eine Volksabstimmung. Die nächste Volksabstimmung findet am 13. Juni 2010 statt. Hier die Seite: www.admin.ch ![]() |
![]() |
Die EU bekommt einen neuen
Grundlagenvertrag. Er wird Europa
tiefgreifend verändern. Über diese wichtige
Zukunftsfrage
müssen die Bürgerinnen und Bürger
entscheiden. Die
bestehenden Brüsseler Institutionen werden auf Kosten der
Mitgliedstaaten mehr Macht erhalten. Es werden neue Posten und
Institutionen geschaffen, die viel Einfluss haben werden.
Wir fordern: Über diese wichtige Zukunftsfrage
müssen die Bürgerinnen und
Bürger entscheiden. Bitte unterstützen Sie uns mit
Ihrer Unterschrift.
zur Online-Unterschriftenliste
In Essen haben sich am 12. August 60.000 Bürger gegen
ein
Sportstätten-Sparkonzept und 50.000 gegen weitere
Privatisierungen
ausgesprochen. Da jedoch in Essen mindestens 20% der Wahlberechtigten,
das sind 93.000 Bürger, gegen das
Sportstätten-Sparkonzept
und weitere Privatisierungen hätten stimmen müssen,
sind die
Interessen von 60.000 Essenern an einem unangemessen hohen Quorum
(=Beteiligungshürde) von 20% gescheitert.
"Ich nehme das Ergebnis mit Genugtuung zur Kenntnis", sagte
Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger in einer ersten Reaktion.
Auch der Verein Mehr-Demokratie sieht im Ausgang der beiden Essener
Bürgerentscheide einen weiteren Beleg dafür,
daß die
Abstimmungshürden der Direkten Demokratie in NRW zu hoch sind.
Das
Großstadt-Quorum von 20% aller Wahlberechtigten ist kaum zu
erreichen. 93.000 Stimmen sind mehr als die stärkste Partei im
Rat
bei der letzten Kommunalwahl erhalten hat.
Im Essener Teil der WAZ vom 13. August 2007 findet sich ein Kommentar
von Tobias Blasius zum Augang der Bürgerentscheide, mit dem
treffenden Satz: "Wenn
Tausende von Bürgern auf diesem Wege ihren Unmut artikulieren,
ohne von einer etablierten Partei oder Groß-Organisation
mobilisiert worden zu sein, ist das unabhängig vom Ausgang des
außerplanmäßigen Wahltages ein
bemerkenswertes Signal."
Der Rat der Stadt Essen hat am 16. Mai gleich zwei
Bürgerbegehren abgelehnt. Verworfen wurde so ein Begehren
gegen
den im November 2006 vom Rat beschlossenen "Masterplan Sport". Danach
sollen acht Sportplätze und zwei Turnhallen in der Stadt
geschlossen und Nutzungsgebühren für Sportanlagen
erhöht
werden.
Abgelehnt hat der Rat auch ein "vorbeugendes" Bürgerbegehren
mit
dem Ziel der Verhinderung der Privatisierung städtischen
Eigentums.
Am 12. August 2007 kommt es somit zum
Bürgerentscheid über beide Bürgerbegehren.
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Am
14. Mai 2007 fand in Essen in der Zeche Zollverein die o.g.
Veranstaltung getragen vom Informationsbüro für
Deutschland
des EUROPÄISCHES PARLAMENTs statt. Etwa 250 Essener
Bürger
hatten zu diesem Zweck den Weg in die Zeche Zollverein gefunden, wobei
ein großer Teil der Anwesenden aus Intressenvertretern von
ortsansässigen Umwelt- und Naturschutzverbänden
bestand. In der WAZ vom 14. Mai fand sich ein Hinweis auf diese Abendveranstaltung, in dem angekündigt wurde, daß „Beim Bürgerforum ,Mitreden über Europa, ... Bürger auf Zollverein mit Politikern über Umweltpolitik und Naturschutz diskutieren“ können. Als „Themen zum Diskutieren“ werden von den Veranstaltern (EU) auf ihrer Internetseite http://www.mitreden-ueber-europa.de/_content/mitreden.aspx aber insgesamt neun Themen angegeben, wozu neben den Grenzen Europas auch die Diskussion über den Verfassungsvertrag und dessen Zukunft gehört. Gemäß der in der WAZ vom 14. Mai angekündigten Themenvorgabe bewegten sich die meisten der rund ein Dutzend Redebeiträge des Publikums im Bereich Umwelt- und Naturschutz. Lediglich kurz vor Schluß der Veranstaltung gab es den Beitrag eines Studenten, der auf die Problematik der durch Volksabstimmungen in Frankreich und Holland zu Fall gebrachten europäischen Verfassungsvertrages hinwies. |
![]() WAZ-Artikel vom 14. Mai 2007 |
Dieser Redebeitrag wurde vom Podium
mit der Argumentation gekontert,
daß es auf Grund des deutschen Grundgesetzes keine
Möglichkeit für eine Volksabstimmungen gibt und von
daher in
der BRD auch keine Volksabstimmung über einen
zukünftigen
Verfassungsvertrag durchgeführt werden könne. Am Infotisch von Mehr-Demokratie e.V. wurden alle vorhandenen Broschüren „Demokratie in der Europäischen Union – Kritik und Alternativen“ von den Besuchern angefordert. In die am Infotisch ausliegenden Unterschriftenlisten bezüglich der NRW-Volksinitiative für ein demokratischeres Kommunalwahlrecht, haben sich die daran interessierten Besucher der Veranstaltung eingetragen. |
Da es sich in den letzten 25 Jahren deutlich gezeigt hat,
daß
die repräsentative Demokratie nicht in der Lage ist "zum Wohle
des
Volkes" beizutragen sondern nur viele Probleme geschaffen hat, weil die
starren Parteiapparate auf Grund ihrer dogmatischen Ausrichtungen nicht
in der Lage sind eine gute Lebensqualität aufrecht zu erhalten
bzw. zu gewährleisten.
Bereits um das Jahr 1970 herum gab es eine Initiative, initiert von
Joseph Beuys, der die Missstände zu denen die
repräsentative
Demokratie fähig ist, erkannt hatte und auf die Notwendigkeit
der
Einführung der Direkten Demokratie und der Volksabstimmung auf
Bundesebene hingewiesen hatte.
Da die Lebensumstände zu dieser Zeit jedoch wesentlich besser
waren als heute, fand diese Bewegung seinerzeit leider noch nicht den
nötigen Zuspruch der Bevölkerung und es gibt in der
BRD bis
zum heutigen Tage keine Volksabstimmungen auf Bundesebene.
Heute wird in Sachen Einführung von Direktdemokratie &
Volksabstimmung von mittlerweile einigen Organisationen Aktionen
durchgeführt u.a. von dem OMNIBUS Projekt, von
www.mehr-demokratie.de, www.direkte-demokratie.de und eben von
www.demokratie-essen.de.vu
Es geht nicht um persönliche Vermittlung von Meinungen,
sondern
darum den Bürgern klar zu machen das sie selber Politik machen
können, nämlich Bürgerpolitik und das sie
dazu
ermächtigt werden in Form von Volksabstimmungen die Politik
mitzugestalten.
Die Berufspolitiker reden immer nur um den heißen Brei wenn
es um
Direktdemokratie und Volksabstimmungen geht, mal reden sie davon dies
umzusetzen dann rudern sie wieder zurück, das Volk wird
für
dumm verkauft und solange die Politiker rumeiern wird sich nichts
bewegen, aber zumindest tut sich mehr als noch vor ein paar Jahren.
In Essen gibt es ein paar hundert passive Förderer (bei etwa
590.000 Einwohnern) der direkten Demokratie in Form von
Mitgliedschaften in den verschiedenen Vereinen und Organisationen, es
müssen aber noch viele aktive Leute hinzukommen auch in den
anderen Teilen Deutschlands.
Wer Interesse hat uns bei der Verbreitung der Botschaft der
Direktdemokratie mitzumachen, der meldet sich einfach unter folgender
Mailadresse :
so titelt der West-Anzeiger (Nr.3, Mittwoch 10. Januar 2007)
seine
Berichterstattung über die Durchführung des essener
Bürgerbegehrens gegen die vom essener Stadtrat beschlossene
Stillegung von stadteigenen Sportstätten (Bäder,
Turnhallen,
Sportplätze). Dem West-Anzeiger nach hat das Wahlamt der Stadt
Essen die Formulare für die nötige
Unterschriftensammlung
für ungültig erklärt. Rund 5.000
Unterschriften waren
bereits gesammelt worden.
"Zwischen den Feiertagen, am 30. Dezember, erreichte die Initiatoren
des Begehrens eine Mitteilung des Wahlamtes der Stadt Essen, in dem
diese neue Bedenken gegen den Text des Bürgerbegehrens
vorbrachte.
Diese Bedenken richten sich gegen den Teil des Textes, der die
Rücknahme der Gebührenerhöhung
für die Sportvereine fordert."
Obwohl die Initiatoren über Sachkundige Beratung bei der
Abfassung
des Textes für das Bürgerbegehren verfügten,
sind sie
scheinbar doch in die Falle des "Finaz-Tabus" getappt. Die Initiatoren
rund um Rolf Grotjohann wollen jedoch weitermachen und die für
das
Bürgerbegehren nötigen 14.000 Unterschriften bis zum
28.
Februar dem Wahlamt vorlegen zu können.
http://masterplan-sport-stoppen.de/Unterschriftenliste
Ausgelöst durch eine vom SPIEGEL am 02. November 2006
veröffentlichte Umfrage mit der Überschrift "Mehrheit
der Deutschen zweifelt an der Demokratie"
und dem Untertitel "Das Ergebnis ist alarmierend. Erstmals ist die
Mehrheit der Deutschen einer ARD-Umfrage zufolge nicht mehr zufrieden
mit der Demokratie. Der Glaube an die Gerechtigkeit des Systems
schwindet - und das Vertrauen in die Regierung" (zum Spiegel-Artikel)
und einer nur kurze Zeit später am 27. Dezember vom STERN
veröffentlichten Forsa-Umfrage mit dem Titel "Die
Regierung ohne Volk"
und weiter "Gefühlte Realität war es schon
länger, jetzt
ist es durch repräsentative Zahlen untermauert: Die Kluft
zwischen
Politik und Bürgern ist so tief wie nie zuvor. Gleich 82
Prozent
der Deutschen glauben, dass das Volk politisch nichts zu sagen hat. Und
noch mehr Menschen bezweifeln, dass Wahlen etwas ändern." (zum Stern-Artikel)
kam es am letzten Sonntag zu einer Sabine Christiansen Sendung mit dem
Titel "Nimmt die Politik die Bürger noch ernst ?".
Zu dieser Sendung waren neben Gerald Häfner, dem
Vorstandssprecher
von Mehr Demokratie e. V., und Roger Köppel,
Schweizer Verleger und Ex-Chefredakteur von "Die Welt", auch Gabriele
Pauli (CSU-Landrätin und Stoiber-Kritikerin), Gregor Gysi
(Fraktionschef, DIE LINKE), Walter Sittler (Schauspieler) sowie Peter
Müller (Ministerpräsident Saarland, CDU) erschienen.
Wie zu erwarten war, gelang es Gerald Häfner in der
Christiansen-Sendung ganz gut einige Inhalte von Mehr-Demokratie zu
vermitteln. Dies mit Unterstützung des Schweizer Verlegers
Roger
Köppel, für den es ja schließlich Zeit
seines Lebens
Volksabstimmungen in der Schweiz gibt. Er und die anderen Schweizer
haben eben sehr gute Erfahrungen mit 150 Jahren Volksabstimmungen
gemacht.
Auf Seiten der der anwesenden politischen Schwergewichte
(Gysi/Müller) waren die Ansichten unterschiedlich.
Gregor Gysi äußerte sich in der Sendung positiv
gegenüber Volksabstimmungen und direkter Demokratie. Im
Parteiprogramm der Linkspartei findet sich dazu: " Auf Bundesebene und
im Rahmen der Europäischen Union sollte es Volksentscheide mit
niedrigen Einstiegsquoren geben. Die PDS engagiert sich für
die
Einführung einer umfassenden Volksgesetzgebung ..."
Der
große Skeptiker gegenüber Volksabstimmungen am
diesen Abend
war Peter Müller, der saarländische
Ministerpräsident,
der seinen schönen Posten als Ministerpräsident des
Saarlandes eigentlich erst einer Volksabstimmung zu verdanken hat. Im
Jahre 1955 stimmten 67,7 Prozent der Bevolkerung des Saarlandes in
einer Volksabstimmung für ihre Zugehörigkeit zur BRD (zum
Artikel Saar-Text).
Auf den Internetseiten der CDU läßt sich leider kein
Parteiprogramm finden. Allerdings gibt es eine Seite mit der
Überschrift: "Die Politik der CDU von A-Z auf einen Blick".
Auf
dieser Seite kommen die Begriffe Demokratie und Volksabstimmung
nicht vor!
Mehr-Demokratie e.V. gab an, daß schon kurze Zeit nach der
Sendung eine sehr große Anzahl von Anfragen von
interessierten
Bürgern bei ihrer Geschäftsstelle eingegangen sei.
Bereits daraus ist ersichtlich, daß bereits ein kleiner Ruck
durch Deutschland geht, wenn nur einmal Befürworter der
direkten
Demokratie in einer bundesweit ausgestrahlten Fernsehsendung mitreden dürfen.
Es ist unverständlich, daß das Thema der
Volksabstimmung und
Volksgesetzgebung nur so selten nur im Fernsehen vorkommt, wobei allen
Umfragen nach die überwältigende Mehrheit der
deutschen
Bevölkerung eine unverzügliche Einführung
von
Volksabstimmungen will.
An dieser Stelle ergibt sich natürlich die Frage, wer hier
eigentlich die GEZ-Gebühren zahlt - die politische Klasse oder
die
Bürger?
Ach ja, es gibt da ja noch die Rundfunkräte.
Am
23.09.06 fand bei schönstem Spätsommerwetter der 1.
Infostand
von Demokratie-Essen auf der Kettwiger Str. in Höhe von
C&A
statt. Zahlreiche Passanten führten Gespräche am
Infostand
über den Stand der Direkten Demokratie und gaben dabei auch
ihren
Unzufriedenheit über den Zustand der BRD in den letzten Jahren
zu
verstehen.
Hoffen wir, daß sich einige unserer
Gesprächspartner zu einer aktiven Mitarbeit bei den
Demokratie-Essen Projekten entschließen können oder
Eigeninitiative entwickeln werden.
Auch wäre wünschenswert, daß in nicht
allzuferner Zukunft ein weiterer Infostand in Essen stattfindet.
Der
monatliche Umzug des Europäischen Parlaments von
Brüssel nach
Strassburg kostet den europäischen Steuerzahler über
200
Millionen Euro pro Jahr.
Die europäische Kommission kann nach Artikel 47 des
Verfassungsentwurfs von den Unionsbürgern aufgefordert werden,
im
Rahmen ihrer Befugnisse einen Gesetzentwurf zu einem bestimmten Thema
vorzulegen. Voraussetzung sind eine Million Unterschriften. Die
Verschwendung der Gelder der europäischen Steuerzahler ist
unverantwortlich und aus diesem Grund haben sich einige
Europäer
entschieden, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen. Bis zum
1.
September wurde diese Petotion von 940654
EU-Bürger online unterzeichnet.
http://www.oneseat.eu/
Das Bürgerbegehren "Essen ist unser !" nimmt Fahrt
auf.
Ab sofort werden Unterschriften gegen die Privatisierung und den
weiteren Ausverkauf öffentlichen Eigentums in Essen gesammelt.
Am
kommenden Samstag, den 16. Juni ab 14.00 Uhr findet in der Essener
Innenstadt (Kreuzigungsgruppe) eine Unterschriftensammlung statt.
www.essen-ist-unser.de
Wir von Demokratie Essen haben ebenfalls einen Blog eingerichtet wie
das Bürgerbegehren "Essen ist unser" unser Blog ist hier
zu erreichen.
Am letzten Donnerstag den 18. Mai 2006 gab es abends im Kulturzentrum
GREND in Essen-Steele, in einem nicht ganz gefüllten Saale,
eine
Informationsveranstaltung von Mehr Demokratie e.V. und Demokratie Essen
mit dem Thema "Politik in Bürgerhand - Mehr Demokratie in
NRW".
Der Vortragende Daniel Schily (Foto links) gab zunächst einen
kurzen Überblick über das Wirken von Mehr Demokratie
e.V. in
den letzten 19 Jahren. Anschließend sprach er über
die
Forderung von M.D.nach einer Verbesserung des NRW Kommunalwahlrechts
durch Panaschieren und Kumulieren. Eine nähere
Erklärung
dieser beiden Begriffe und einen Teststimmzettel finden sie hier.
Im Publikum wurden nach einer Erklärung von Panaschieren und
Kumulieren die Teststimmzettel für die Wahl der
Gemeindevertrtung
verteilt, um das mögliche Verfahren einmal selbst erproben zu
können. Anschließend wurde noch gemeinsam
über
Volksabstimmungen, Direkte Demokratie und die Hindernisse für
die
Volksabstimmungen innerhalb der BRD diskutiert.
Nach dem Ende des
Vortrags kam es noch zu einem gemütlichen Beisammensein in der
Gastronomie des GREND, bei dem sich die anwesenden Mitarbeiter von Mehr
Demokrtie e.V. zufrieden über die bisher von Demokratie Essen
geleistete Öffentlichkeitsarbeit
äußerten.Schade,
daß nicht mehr Essener bei diesem kostenlosen
Informationsveranstaltung zugegen waren.
Der ebenfalls für den 18. Mai geplante Infostand in der
Innenstadt
mußte leider wegen starken Regens am Donnerstagmorgen auf
einen
späteren Termin verschoben werden.
Seit September 2005 ist es möglich, Petitionen online
einzureichen. Dabei kann dies wie bisher vertraulich als
Online-Petition geschehen oder aber auch als öffentliche
Petition,
die dann von anderen Nutzer kommentiert und unterstützt werden
kann.
Bis Anfang Juli 2006 lief eine Petition über
Volksabstimmung/"Dreistufige Volksgesetzgebung", für die auf
den
Seiten des Deutschen Bundestages Unterstützerunterschriften
gesammelt wurden.
Bis zum 9. Juli 2006 haben 2131
Bürger diese Petition unterzeichnet. Diese
überdurchschnittlich hohe Zahl von Unterzeichnern zeigt
deutlich,
wie groß das Interesse an Volksabstimmungen und echter
Demokratie
in Deutschland ist.
zur Online-Petition Volksabstimmung
Die Volksabstimmung ist grundsätzlich das geeignete
Instrument
um Mißbräuche, Fehlentwicklungen oder
Versäumnisse der
Volksvertreter zu korrigieren. Seit längerer Zeit schon gibt
es in
allen Länderverfassungen der BRD und in allen Städten
das
Recht auf Volksentscheid bzw. Bürgerentscheid. Die Regeln
für
die Durchführung der Entscheide wurden dabei fast immer von
der
politischen Klasse selbst aufgestellt. Wie sich aber gezeigt hat, sind
diese Regeln in der Praxis aber wenig benutzerfreundlich. In vielen
Bundesländern sind Verfassungsänderungen von
vornherein vom
Volksentscheid ausgeschlossen oder es werden
Verfassungsänderungen
durch zu hohe Zustimmungsquoren (= Zahl der erforderlichen Stimmen) von
50% praktisch unmöglich gemacht. Auch bei einfachen Gesetzen
(alles was nicht Verfassung ist) bestehen zu hohe Zustimmungsquoren und
im allgemeinen sind die Bestimmungen für Volksbegehren so
einschränkend, daß sie praktisch
unerfüllbar sind.
Diese Beschränkungen bestehen aus zu hohen Hürden und
zu
kurzen Fristen für die Unterschriftensammlungen. Des Weiteren
wurden von der politischen Klasse viele wichtige Themen wie u.a. der
Abgaben- und Finanzbereich (Finanztabu) von vornherein von den
Abstimmungen ausgeschlossen.
Alles zusammen führte dazu, daß nur sehr wenig
Erfahrung mit
Volksentscheiden in Deutschland besteht, weil diese aufgrund der
genannten Hürden und Beschränkungen kaum vorkamen. In
Essen
kam es bisher nur zu einem einzigen Bürgerentscheid und in NRW
hat
es bisher nur ein einziges Volksbegehren gegeben.
So wie die Regelungen im Frühjahr 2006 noch sind werden im
praktischen Ergebnis erfolgreiche Volksentscheide unmöglich
gemacht.
Das es aber auch anders geht, zeigt ein Blick über die
Landesgrenzen. In der Schweiz und in 18 Staaten der USA bestehen keine
bzw. nur sehr geringe Zustimmungsquoren und dort ist die
Volksgesetzgebung auch über Abgaben und Finanzen zugelassen.
Deshalb ist es zwingend notwendig in der BRD die Zustimmungsquoren
ersatzlos abzuschaffen und auch Abstimmungen über Abgaben und
Finanzen durchzuführen, damit Volksentscheide in Zukunft
praktische Anwendung finden können. Volksabstimmungen auf
Bundesebene fehlen bislang noch gänzlich, obwohl deren
Durchführung äußerst wünschenswert
ist und auch
ausdrücklich durch den Artikel 20 des Grundgesetzes (Alle
Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen
und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt
und der Rechtsprechung ausgeübt.) angeregt werden.
Seit einigen Jahren bereits bewegt ein Thema die
Gemüter der
Berliner Parlamentarier brennend, nämlich wann sie es sich
endlich
selbst gestatten, die Wahlperiode des Deutschen Bundestages von 4 Jahre
auf 5 Jahre anzuheben. Schon seit Längerem ließt
man ab und an Zeitungsartikel, daß sich die Berliner Parteien
auf
die genannte Verlängerung bereits längst geeinigt
haben und
auch, daß diese in der jetzigen Wahlperionde bereits in Kraft
treten sollte.
Um die Bevölkerung auf längere Regierungszeiten
einzustimmen
wurde in NRW bereits 1970 die Wahlperiode von 4 auf 5 Jahre angehoben.
Ist seitdem irgend etwas in NRW besser geworden? "Ungestört"
durch
die Wähler sind in NRW keine
Verbesserungen eingetreten, was natürlich auch daran liegt,
daß ein Landesparlament nicht über die Befugnisse
verfügt, wichtige Entscheidungen selbst treffen zu
können.
Vielmehr dienen diese Landesparlamente ohne viel Befugnisse nur als
Versorgungsposten für die Parteien. Zusätzlich plant
die
NRW-Regierung jetzt auch noch die Amtszeit der Bürgermeister
von
fünf auf acht Jahre zu verlängern. Auch hierbei zeigt
es
sich, daß die Politiker bestrebt sind ihre Regierungszeiten
möglichst lange auszudehnen.
Warum aber sollte das Volk den Berliner Parteien, deren Leistungen
hauptsächlich darin bestehen Steuern, Abgaben und ihre
Diäten
zu erhöhen, Ständig neue Gesetze
einzuführen, durch die
der Einzelne i.d.R. keinerlei Rechte bekommt, sondern die fast immer
nur in Richtung neuer Zwänge und Verbote führen, und
unter
deren Regierung die Lebensqualität der Mehrheit der
Bevölkerung ständig schlechter wurde und wird, es
gestatten
die Dauer der Bundesregierung von 4 auf 5 Jahre anzuheben? Kann dies
die Bevölkerung überhaupt?
Da es in der BRD-Vor-Demokratie den Parlamentsparteien bis heute im
Traum nicht einfällt die Meinung des Volkes als
richtungsweisend
in der Politik des Staates anzuerkennen, macht man sich
natürlich
auch in dieser Angelegenheit, wie in jeder anderen auch seit 1946,
keinerlei Gedanken darüber, welche Einstellung die
Bevölkerungsmehrheit zu diesem merkwürdigen Projekt
hat. Es
gibt daher bis zum Januar 2006 in der BRD keine Möglichkeiten
für das Volk die Bundesregierung zu irgend etwas zu
veranlassen.
Im einzelnen gibt es keine Volksabstimmungen und auch keine
Abwahlmöglichkeit von Politikern. Plebeszite
(Volksabstimmungen
von Oben) wie in Holland und Frankreich bezüglich der
Einführung einer EU-Verfassung im Jahr 2005
durchgeführt, hat
es ebenfalls bislang nicht in der BRD gegeben.
Statt dessen aber werden Verlängerungen von Regierungszeiten
in
Bund, Land und Kommune geplant und auch beschlossen, was einem Abbau
der Demokratie in der BRD
gleichkommt.
Dies obwohl es der Bundesregierung bekannt ist das aus Umfragen
hervorgeht, daß 80% der Befragten die Einführung von
Volksabstimmungen auf Bundesebene wünschen und obwohl bei der
Unterschritftenaktion von omnibus.org bereits 1,5 Millionen
Unterschriften für die Einführung von
Volksabstimmungen
gesammelt worden sind. Jedoch werden von den Berliner Parlamentariern
keinerlei Anstrengungen in diese Reichtung hin unternommen.
Welches Szenario ist für die Zukunft denkbar, falls alles so
weiterläuft wie bisher? Kommt man in Berlin nicht in
Kürze
auf die Idee, daß die 5 eine ungrade Zahl ist und sich 6
Jahre
Wahlperiode eigentlich viel besser anhören? Mit Hinblick auf
die
"leeren Kassen" könnte es wiederum etwas später
lauten: "Die
Durchführung von Wahlen und Wahlwerbung kostet viel Geld und
deshalb wäre es doch nur vernüftig
die Wahlen nur noch alle 8 Jahre abzuhalten." (Im Sparen auf der einen
Seite und Steuergelder zu verprassen auf der anderen Seite hat man in
Berlin viel Erfahrung.) Und wenn es weiterhin bei großen
Koalitionen bleiben sollte, kann man sich die Wahlen aus der Sicht der
großen Koalitionäre nicht schenken? Da sich die Leistungen
der beiden großen Volksparteien ohnehin nicht voneinander
unterscheiden, beide erhöhen ständig Steuern, Abgaben
und
Diäten, könnte die Person des Kanzlers ja gleich
ausgewürfelt werden.
"Demokratie ist Zeitverschwendung" - denkt sich der Düsseldorfer Stadtrat: mehr Infos in diesem Zeitungsartikel...
und in der Yahoo Group von Mehr Demokratie e.V.Der Begriff Demokratie kommt aus dem griechischen und bedeutet
"Herrschaft des Volkes".
Als Direkte Demokratie (vgl. Sachunmittelbare Demokratie u.a.) wird die
in der Schweiz heimische Variante der Demokratie bezeichnet.
Im Gegensatz zu der in den meisten anderen Staaten der Welt
üblichen Parlamentarischen Demokratie, bei der das Volk nicht
nur
über Wahlen, sondern durch häufige Volksabstimmungen
direkten Einfluss auf die Politik nehmen kann.
mehr unter:
www.geschichte-schweiz.ch
Das neue Schwarzbuch des
Bundes der Steuerzahler ist soeben erschienen.
In dem Werk wird auf die Verschwendung von Steuermitteln in
Höhe von 31,5 Milliarden Euro
in über 100 Fällen hingewiesen. Dabei wird von einer
hohen
Dunkelziffer ausgegangen. Eine Steuerverschwendung in Höhe
eines
3-stelligen Milliardenbetrages erscheint möglich.
Um solchem Mißbrauch vorzubeugen, empfielt der Bund der
Steuerzahler die Einführung eines neuen "Straftatbestand(es)
der
Amtsuntreue". Dabei geben wir zu bedenken, ob man nicht
aufhören
sollte, ständig neue Gesetze zu schaffen. Vor allem ist es
nicht
sinnvoll, solche Vorschriften zu erlassen, die ins Leere greifen
müßten, denn strafrechtlich sind die Abgeordneten
und
Regierungsmitglieder, die doch die Weisungsbefugnis ausüben,
wegen
ihrer Immunität nicht zu belangen.
Sinnvoller ist es sicherlich, zunächst einmal bestehendes
Recht
mit Leben zu erfüllen. Da heißt es im Artikel 34 des
Grundgesetzes (Haftung bei Amtspflichtverletzung): "Bei Vorsatz oder grober
Fahrlässigkeit
bleibt der Rückgriff vorbehalten. Für den Anspruch
auf
Schadensersatz und für den Rückgriff darf der
ordentliche
Rechtsweg nicht ausgeschlossen werden."
Bei einer Schadensersatzklage, die z.B. die Rechnungshöfe als
Körperschaften des öffentlichen Rechtes mit
Verfassungsrang
(Art. 114 GG) eingeräumt bekommen müssten, denn ohne
Durchsetzungsmöglichkeit nutzt der Status des Richters nicht
und
Gesetze, die nicht durchsetzbar sind, sind nichtig, gäbe es
also
keine "Vergesellschaftung" der Verantwortlichkeit.
Grob fahrlässig handeln gemäß DIN EN ISO
9000 die
Vorstände von Firmen und Verwaltungen (Regierungen sind
Verwaltungen!) die ihre Verwaltung nicht gemäß dem
durch die
Norm mit Gesetzesrang vorgeschriebenen Qualitätsmanagements
organisiert haben. Das CE-Zeichen, das die Zertifizierung
bestätigt, hat noch keine Regierung erworben, obwohl jeder
Betrieb
und auch jede Verwaltung gemäß dieser
internationalen Norm,
die auch in Deutschland vom Bundestag ratifiziertes Gesetz ist,
jederzeit boykottiert werden darf. Boykott unterliegt im
internationalen Recht dem Kriegsrecht. Deshalb mußten die
ISO-Normen als Gesetze ratifiziert werden.
Als wirksame Sofortmaßnahme zur Erzwingung des
Qualitätsmanagements in den öffentlichen
Verwaltungen sollte der Bund der Steuerzahler daher in
Erwägung ziehen, ob ein Steuerzahlungsboykott
dergestalt empfehlenswert ist, das die Steuerschulden, z.B. die Mehrwertsteuer,
die ja nun wohl schon wieder erhöht werden soll, nur auf
Sperrkonten eingezahlt wird, bis Bund und Länder
sorgfältigen
Umgang mit dem Geld der Bürger nachweisen können.
Quelle : www.steuerzahler.de

|
Veranstaltungen
/ Termine
|
Am 8.04. und 9.04.2010
(Donnerstag und Freitag) wird der Omnibus in Essen zu Gast
sein. Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr wird der Omnibus auf der
Kettwiger Straße Aufstellung nehmen.
Alle Interessierten sind eingeladen.
Stand: 29.03.2010
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