

OMNIBUS auf der Porschekanzel 11.07.2005 10:42 Uhr
Am 11. und 12. Juli 2005 war der OMNIBUS auf Einladung einiger Essener zu Gast in unserer Stadt. Der riesige Doppeldecker in weisser Farbe und mit einem goldenen Umlauf zwischen den beiden Fensterzeilen, der die Krone der Souveränität symbolisieren soll, hatte seinen Standort an den beiden Tagen auf der Porschekanzel gefunden.
Sehr geehrtes OMNIBUS Team,
wir Essener freuen uns außerordentlich, daß Sie unserer Einladung gefolgt sind.
Wir fühlen uns sehr geehrt, daß Sie einmal mehr in der Geschichte des 18-jährigen OMNIBUS-Projektes in unsere Stadt gekommen sind.
Auf der Suche nach Lösungen, die unser Land aus der jetzigen Krise führen können, war es nicht weiter schwer, auf die Direkte Demokratie und die Volksentscheide, als das universelle Mittel zur Beseitigung von Mißständen zu kommen.
Noch im Jahre 1980, also vor 25 Jahren, waren die heutigen Zustände in Deutschland einfach unvorstellbar. Schritt für Schritt wurde von gewählten Volksvertretern die Lebensqualität der Bevölkerung verschlechtert, ohne das die Menschen in irgendeiner Form ein Veto dagegen hätten einlegen können, weil dies dem Volk, dem obersten Souverän (=Herrscher), von der politischen Klasse seit Gründung der Republik vorenthalten wird.
Das Versagen der politischen Klasse nimmt immer drastischere Ausmaße an, ohne das dieser Einhalt geboten werden kann.
Heute im Jahre 2005 sind die Auswirkungen der Politik der letzten zwei Bundesregierungen derart unerträglich geworden, das es für viele regelrecht ein Kampf um das Überleben geworden ist, ein Kampf mit den Gesetzen und mit den Behörden.
Die Zeiten haben sich also geändert. Im Vergleich zu heute hatte man in der Zeit von 70 bis 80 noch ein relativ sorgenfreies Leben, wodurch es damals an der Einsicht mangelte, daß man Volksentscheide ganz einfach braucht, um auch weiterhin sorgenfrei leben zu können.
Eine Demokratie ohne Volksentscheide ist keine Demokratie sondern eine Mogelpackung, bestenfalls eine Vordemokratie.
Deshalb möchten wir Essener mit dazu beitragen die echte Demokratie in der BRD endlich zu verwirklichen und wir möchten auch die Aktionen des OMNIBUS weiterhin begleiten und unterstützen.
Es bliebe noch zu ergänzen, daß es nötig ist, bis spätestens 2010 die Volksentscheide auf Bundesebene durchzusetzen.
Die Parole sollte daher lauten: Direkte-Demokratie-2010 und keine "Agenda 2010".
Der Rede und den Antworten des Busfahrers konnte entnommen werden, daß es 2.700 Bürger in Deutschland gibt, die das Projekt finanziell unterstützen. In die Unterschriftenlisten des OMNIBUS haben sich viele Essener an den beiden Tagen eingetragen, um die Einführung der Volksentscheide auf Bundesebene zu verlangen und um den OMNIBUS finanziell zu unterstützen. Zitat des Busfahrers: "Der Omnibus fährt mit Diesel und nicht nur mit Unterschriften."
Das Bus-Team zeigte sich über die Veranstaltung sichtlich zufrieden und signalisierte auch im Jahr 2006 wieder nach Essen zu kommen. Zur Verabschiedung des OMNIBUS wurde kurz vor der Weiterfahrt nach Recklinghausen noch eine Flasche Rotwein überreicht, um die in einer Vielzahl von Gesprächen mit Essener Bürgern arg strapazierten Stimmbänder der Bus-Leute wieder zu beruhigen. Die Stadt Essen freut sich schon heute auf das nächste Treffen.
Leider hatten es die Presse (WAZ und West-Anzeiger) und das Fernsehen (WDR Lokalzeit Ruhr) versäumt über diese interessante und wichtige Veranstaltung in irgendeiner Form zu berichten. Wie gut, daß es das Internet gibt.
Um mehr über die Tätigkeit und die Ziele des OMNIBUS zu erfahren, folgen Sie bitte dem Link auf unserer Link-Seite.
Seit 18 Jahren fährt das gemeinnützige Unternehmen OMNIBUS durch die deutschen Lande, mit dem Ziel die echte Demokratie zu verwirklichen. Mit initiiert wurde dieses Projekt durch den weltbekannten Künstler Joseph Beuys (lange Zeit Professor für Kunst in Düsseldorf).
Zitat OMNIBUS: "... Demokratie ist kein Zustand, sondern ein lebendiger Prozeß, der der aktiven verantwortlichen Mitwirkung Aller bedarf."
"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen (...) ausgeübt."
(Artikel 20/2-Grundgesetz)
Wer nicht denken will,
fliegt (sich selbst) raus.
Joseph Beuys