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| Der Störenfried – unser
Selbstverständnis Der Störenfried ist eine derzeit vierteljährlich erscheinende Zeitung des Blauen Welt Archivs in Magdeburg. Unser Ziel, das wir mit der Herausgabe des Störenfrieds verbinden, ist es, in den herkömmlichen Medien wenig präsente Informationen zu verbreiten bzw. in den Medien präsente Ereignisse kritisch zu beleuchten. Wir wollen dabei in erster Linie Menschen aus unserer Region erreichen, denn das sind die Menschen, mit denen wir in unserer täglichen Arbeit zu tun haben. Wir möchten möglichst viele Menschen dazu motivieren, politisch aktiv zu werden. Gleichzeitig dient der Störenfried dazu, für eigene Veranstaltungen und die anderer regionaler Gruppen zu werben. Allerdings möchten wir kein Szene-Fanzine produzieren, sondern eben auch politisch interessierte Leute erreichen, die mit den bestehenden Verhältnissen unzufrieden sind, aber – aus welchen Gründen auch immer – bisher selbst nicht aktiv geworden sind. Uns ist aber auch klar, dass wir Otto Normalbürger derzeit kaum erreichen können, sondern eben vor allem “anpolitisierte und/oder junge Leute” wohl am ehesten in als LeserInnen unserer Zeitung in Frage kommen. Inhaltlicher Schwerpunkt sollen dabei Ereignisse/Aktionen sein, die in unserer Region gelaufen sind sowie Kommentare und Einschätzungen zu aktuell-politische Themen. Gleichzeitig wollen wir in jeder Ausgabe ein, max. zwei politische Hintergrundartikel bringen, um unserem Anspruch der Förderung von politischer Bildung gerecht zu werden. Diese können im Idealfall Hintergrundinformationen zu Veranstaltungen im Archiv liefern. Ausserdem möchten wir die zumeist verschollenen widerständigen Traditionen aus unserer Gegend aufdecken, indem wir Berichte über Menschen und/oder Organisationen bringen, die hierzulande gegen politische Repression und soziale Unterdrückung aktiv geworden sind. Da der Sozialismus (oder wie auch immer die Alternative zum bestehenden Gesellschaftssystem heissen soll) letztendlich eine Kulturfrage ist, wollen wir auch in jeder Ausgabe Berichte von Konzerten/Kulturveranstaltungen in MD und anderswo, Plattenkritiken oder das eine oder andere Gedicht bringen. In jeder Ausgabe gibt es auch eine aktuelle Zeitschriftenschau, vornehmlich über die im letzten Quartal im Archiv eingetrudelten Zeitungen und Zeitschriften, um Euch Anregungen zur Lektüre zu geben. Ebenso wollen wir wichtige (mehr oder weniger) aktuelle Bücher vorstellen. Aber auch Reiseberichte, die einen kritischen Blick für die politische und soziale Situation im bereisten Lande erkennen lassen, werden wir veröffentlichen. Wir sind immer daran interessiert, unsere Zeitung auf eine breitere Basis zu stellen. Wenn es also Gruppen oder einzelne Menschen in der Region gibt, die sich an unserem Projekt verbindlich beteiligen wollen, sind sie jederzeit herzlich dazu eingeladen. (Wir sind natürlich auch erfreut über unregelmässig eintrudelnde Berichte von Leuten, die für eine Mitarbeit in der Redaktion ansonsten keine Zeit oder Lust haben – nur sollten zugesagte Sachen dann auch wirklich erledigt werden.) Auch können interessierte Gruppen in unserer Zeitung ihr Anliegen und ihre Arbeit vorstellen. Vor allem wäre es für uns hilfreich, wenn wir auch in Orten der Region ausserhalb von Magdeburg Leute hätten, die uns mit Infos zu dort gelaufenen Aktionen oder Ereignissen beliefern würden. Das müssen nicht immer ausgefeilte Artikel sein, wichtig ist es vor allem, dass eben Sachen, die z.B. in der “Magdeburger Volksstimme” nicht oder sehr einseitig dargestellt wurden, dadurch eine – wenn auch kleine – Öffentlichkeit erreichen. Denn oft hat mensch den Eindruck, dass hierzulande gar nix passiert, was aber meist so nicht stimmt. Und wenn jemand nix schreiben will oder kann – auch am Vertrieb unserer Zeitung in anderen Orten, sei es ein Freundeskreis, ein Jugendclub o.ä. - sind wir interessiert. Falls eure finanziellen Mittel zu begrenzt sind, die jeweiligen Hefte gleich zu bezahlen, können wir Euch die Kosten für die ersten Hefte auch vorstrecken. Spätestens die nächste Ausgabe solltet ihr dann aber mit den Einnahmen aus dem Heftverkauf der vorigen finanzieren. Bitte denkt aber immer daran, dass auch für uns der Störenfried ein Zuschuss-“Geschäft” ist. Der Preis von 80 Cent deckt allenfalls die Kopierkosten. Klar sollte aber bei einer Mitarbeit sein, dass wir uns nicht vor der Karren irgendeiner Partei spannen lassen. Ebenso haben wir kein Verständnis und schon gar keine Platz im Heft für politische Richtungen, die sich auf Stalin, Mao & Konsorten als Gurus einer gerechteren Gesellschaftsordnung beziehen. Aber wir möchten auch keine Flugblattsammlung herausgeben. Wir behalten uns vor, bestimmte Artikel, die aus den verschiedensten Gründen uns nicht mit unseren Zielen als vereinbar erscheinen, nicht zu veröffentlichen. Das kann ganz simple Gründe haben – etwa weil wir mehrere ähnlich geartete Artikel zum selben Thema haben (die erscheinen dann aber i.d.R. auf unseren Internetseiten), aber auch wenn sie einfach schlecht recherchiert sind und vor allem, wenn rassistische oder sexistische Inhalte enthalten sind. Wir werden in solchen Fällen – besonders da solche Bewertungen ja meist strittig sind – immer versuchen, im persönlichen Kontakt mit dem Autor oder der Autorin etwaige Mißverständnisse auszuräumen. Ebenso werden wir schlecht geschriebene Artikel, die uns dennoch veröffentlichenswert erscheinen, entsprechend nachbessern und u.U. auch Kürzungen vornehmen. Wir werden auch die AutorInnen zu unserer letzten Redaktionskonferenz einladen, um etwaige Änderungen etc. abzustimmen. Also, wer Lust hat, sich an unserem Zeitungsprojekt zu beteiligen, der oder die schreibe an: Der Störenfried c/o Blaue Welt Archiv Thiemstrasse 13 39104 Magdeburg email: blaue-welt-archiv@web.de web: www.bwa.black-red.de Oder ihr kommt bei unseren Öffnungszeiten im Archiv vorbei (derzeit jeden Mittwoch von 17-19.30 Uhr). |
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