Länge: ca. 20 km, Dauer: 5 Stunden 30 Minuten, Schwierigkeitsgrad: 
Von Frauenau (640 m ü. d. M.) nehmen wir die Strasse bis Oberfrauenau (720 m ü. d. M.) bergauf,
der E6-Markierung (grünes Dreieck auf weissem Grund) folgend, dass wir nach 30 Minuten erreichen.
Hinter Oberfrauenau führt uns die E6-Markierung hinein in den Wald. Nun geht es eine Weile moderat
bis steil aufwärts einen Forstweg entlang. Später biegt man entlang der E6-Markierung auf einen
Waldsteig, der steinig-wurzelig die Waldflanke steil bis sehr steil hinaufgeht. Ca. 2 Stunden
nachdem wir von Frauenau aufgebrochen sind erreichen wir so die Rachelwiese (1363 m ü. d. M.),
eine ehemalige Sommerweide. Weiter steil bergan geht es bis wir 35 Minuten später das Waldschmidthaus
mit Einkehrmöglichkeit erreichen. Nach weiteren 15 Minuten stehen wir auf dem Gipfel des Grossen
Rachel (1452 m ü. d. M.). Wir hatten leider kein Glück mit dem Wetter, da dichter Hochnebel
jedwede Weitsicht verhindert hat.
Besonders auffallend auf der Bergflanke des Grossen Rachel sind die
teilweise verwüsteten Waldbestände. Dies ist auf starken Borkenkäferbefall zurückzuführen.
Besonders deutlich wird dies auf dem nun folgenden Abstieg, der eine ganze Weile an einer "Mondlandschaft"
vorbeiführt mit sehr viel totem Holz und "gefallenen" Bämen. Der Abstieg führt
zunächst über steinig-wurzeligen Waldweg. Wenn auch nicht ganz so steil wie der Abstieg vom
Grossen Falkenstein, so ist das Vorwärtskommen doch beschwerlich. Wir folgen dabei der E6-Markierung
Richtung Rachelsee. Diesen erreichen wir nach erst steilem, später moderatem Abstieg vom Grossen Rachel
nach etwa 50 Minuten. Der Rachelsee (1070 m ü. d. M.) liegt malerisch in den umliegenden Wald
eingebettet. Nun folgen wir der E6-Markierung Richtung Racheldiensthütte weiter moderat absteigend.
, überwiegend auf breitem Waldweg. Die Racheldiensthütte mit kleinem Stausee (876 m ü. d. M.)
erreichen wir nach weiteren 40 Minuten. Es besteht Einkehrmöglichkeit. Nun folgen wir der E6-Markierung
Richtung Lusen/Waldhäuser über 3 km auf einem sanften sanft auf- und absteigendem Waldweg,
passieren den Schreyerbach und erreichen 35 Minuten nach der Racheldiensthütte die Fredenbrücke
(830 m ü. d. M.). Diese überquerend entlang eines Parkplatzes geht es einen Waldweg steil
hinauf bis wir nach 15 Minuten einen Forstweg erreichen, der uns nach Waldhäuser führt.
Waldhäuser (1000 m ü. d. M.), ein kleines Dorf, zieht sich entlang einer Hauptstrasse, die
Waldhäuser sehr steil von oben nach unten durchzieht.
Fazit: Anstrengende Wanderung mit Auf- und Abstieg des
Grossen Rachel, mit schönen Stationen wie dem Rachelsee, der Racheldiensthütte und
Wald satt.
Länge: 8 km, Dauer: ca. 2
Stunden, Schwierigkeitsgrad:
Der letzte Tag der Wandertour startet in Waldhäuser
(1000 m ü,. d. M.). Von dort wandern wir die Strasse hinauf bis zum Parkplatz
"Aussicht".
Wir folgen dann der E6-Markierung (grünes Dreieck auf
weissem Grund) hinauf in den Wald. Nun geht es moderat bis steil bergan, später
auf einem flachen Stück auf Holzplanken, bis wir nach 45 Minuten den
Lusenparkplatz erreichen. Von dort führt uns die E6-Markierung auf dem
sogennanten Sommerweg weiter den Berg hinauf. Nach einem steilen Anstieg auf
Kieselweg gelangen wir zur "Himmelsleiter", einem äusserst steilen
Anstieg über Granitfelsblöcke hinauf zum Gipfel des Lusen (1373 m ü. d. M.),
den wir nach 1 Stunde 30 Minuten Wanderzeit erreichen. Vom Lusen hat man einen
wunderbaren Rundumblick in den Böhmerwald und den Nationalpark Bayerischer Wald
mit seinem Vorwald.
Nach 5 Minuten Abstieg lädt das Waldvereins-Schutzhaus zur
Rast am Lusen ein. Auch am Lusen, wie am Vortag am Grossen Rachel hat der
Borkenkäfer grosse Teile der Fichtenbestände vernichtet und der Anblick ist
teilweise erschreckend. Erst steil, später moderat hinab folgen wir dem
sogenannten Winterweg zunächst entlang der E6-Markierung, die wir an der
Gabelung nach Mauth verlassen. Nun liegen an die 85 Km Wanderung entlang des
europäischen E6-Fernwanderweges hinter uns. Wir folgen das letzte Stück
hinunter zum Lusenparkplatz dem Zeichen "Schwarzer Luchs auf gelbem
Grund". Nach 25 Minuten erreichen wir den Lusenparkplatz und treten den
Heimweg mit Bus über Spiegelau und Bahn über Zwiesel, Plattling und Nürnberg
an.
Fazit: Mittelschwere Wanderung mit teils
steilem Aufstieg zum Lusen, dafür aber leichtem Abstieg. Wunderbare Rundblicke
auf dem Lusen in den Bayerischen Wald und den angrenzenden Böhmerwald auf
tschechischer Seite.
Ausrüstung:
Wetter: Da man sich auch auf Mittelgebirgsgipfeln
befindet muss man auch mit schnellen Wetteränderungen rechnen. Für mich am
unangenehmsten ist es, neben Regen, wenn es die Nacht geregnet hat und sich am Tag Hochnebel
hält. Wenn dazu die Temperaturen in höheren Lagen etwas frischer sind, dann muss man
sich doch wärmer einkleiden, was einen Aufstieg aufgrund der Schweissproduktion
zu einer unangenehmen Sache macht. Da kann auch die Funktionskleidung schon mal überfordert sein.
Einkaufen: Einkaufen von
Lebensmitteln in reichhaltigerem Angebot ist auf die grösseren Orte wie Frauenau oder Bayerisch Eisenstein beschränkt
Preise: Wer aus dichter besiedelten Gegenden Deutschlands
kommt, dem werden die Preise für das tägliche Leben angenehm billig erscheinen. Unsere Übernachtungen lagen
zwischen 19 und 30 EURO pro Nacht und Nase.
Orientierung: Die Wege sind meist hervorragend ausgeschildert.
Nicht nur die Wegzeichen sind vorhanden sondern oft auch die Beschilderung zum nächsten
Ort oder sonstigen Station auf dem Weg. Manchmal muss man aber etwas genauer hinschauen um das
Wegzeichen an einem Baum zu finden. Also ein bisschen Geduld und die Umgebung etwas intensiver
Mustern und schwupps, da ist das gesuchte Zeichen.
Einkehrmöglichkeiten und Essen: Auf allen bestiegenen Gipfeln
gibt es Einkehrmöglichkeiten in Form von Hütten. In den durchquerten Orten und
Dörfern gibt es eine Vielzahl von Cafes und Restaurants mit einheimischer Küche.
Übernachtung:
Gästehaus am Ludwigsberg, Kötzting
Pension Schöne Aussicht, Lam
Arberschutzhaus, Grosser Arber
Hotel Schachten, Zwiesler Waldhaus
Pension Bayerwald, Frauenau
Pension Draxlerhof, Waldhäuser
Reiseführer:
Wandern im Bayerischen Wald (DuMont
Buchverlag)
Der E6 im Bayerischen Wald
Weniger Borkenkäfer
Entwicklung des Borkenkäfers im Nationalpark Bayerischer Wald
Potenzielle Gefährdung der Wälder durch Borkenkäfer
Der Borkenkäfer im Bayerischen Wald
Nationalpark Bayerischer Wald
Landkreise im Bayerischen Wald
Urlaubserlebnis Bayerischer Wald
Wanderwege im Bayerischen Wald
Weitere Karten
Bootswandern im Bayerischen Wald
Wer die Natur liebt und nicht dauernd irgendwelchen
Touristenströmen in die Arme laufen will, dem sei eine Wandertour im Bayerischen Wald
wie diese wärmstens empfohlen. Die Wanderwege eignen sich aber auch hervorragend für
Tagestouren. Wir haben auch Familien mit Kindern getroffen, die nicht speziell zum Wandern
gekommen sind. Es gibt auch anderen Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung im Bayerischen
Wald, wie der Besuch des Tierfreigeheges bei Neuschönau.