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Oben klicken um eine Landkarte des "Tal des Todes" zu sehen. Auf die kleinen Bilder klicken, um eine Vergrösserug zu sehen. Kann einen kleinen Moment mit dem Bildaufbau dauern, je nachdem wie schnell die Verbindung ist. Also etwas Geduld, ich glaube es lohnt sich.
Das Tal des Todes ist Teil des "Death Valley National Park". Dieser Park umfasst ein Gebiet von 13000 km2. Das Tal des Todes selber ist ca. 160 km lang und ca. 5-15 km breit. Das Tal liegt im Südosten Kaliforniens und grenzt an den Staat Nevada.
Das Tal des Todes ist geprägt durch Steinwüste und als solche einer der heissesten Plätze der Erde. Im Sommer steigen die Temperaturen bis auf 48°C. Gemessener Rekord liegt bei 57°C. Meine Besuchszeit war Februar und ich ziehe angenehme 22°C der brütenden wenn auch trockenen Sommerglut vor, obwohl es wohl immer mehr Touristen gibt, die der Hitze wegen kommen. Schade, denn die Landschaft ist der wirkliche Reiz.
Die Timbisha Shoshonen, die im angrenzenden Panamint Range-Bergzug lebten waren die ersten, die im Winter ins Tal kamen um sich Nahrung zu besorgen. Die zerklüftete Landschaft machte viele Mineralien leicht zugänglich, so dass ab Mitte des 19. Jhdts Minenabbau betrieben wurde. In den 1920ern wurde dies wieder aufgegeben. Danach wurden kleine Ansiedlungen geschaffen, die dem Tourismus dienten und dienen.
Die Felsformationen des Tal des Todes wurden vor ca 500 Millionen Jahren gebildet. Starke Faltungs- und Bruchbewegungen exponierten einige der ältesten Gesteinsformationen der Erde. Vor 250-70 Millionen Jahren wurden die Bergketten durch tektonische Bewegungen gebildet. Diese Druckeinwirkungen führten auch zu vulkanischer Tätigkeit, deren Asche für die teilweise Farbenvielfalt verantwortlich ist. Vor 3 Millionen Jahren entstand durch das Auseinanderdriften tektonischer Platten das Tal des Todes. Durch Erosion in den umliegenden Bergen (Panamint Range) wurde das Tal mit Sediment gefüllt. So ist durch die lange Erosionsperiode bei Badwater die Sedimentschicht bis zu 3000 m tief.
Wenn man ins Tal des Todes von Las Vegas kommend eintrifft, erreicht man zuerst einen kleinen
Parkplatz mit Informationen zum Tal. Auch Verhaltensmassregeln sind angegeben, die man besonders im
Sommer unbedingt beachten sollte, nicht umsonst heisst es Tal des Todes. Fährt man weiter gehts kurz
darauf rechts die Strasse ab zum 13 km
entfernten Dante's View auf 1700 m Höhe.
Die Fahrt über die 13 km zu Dante's View geht stetig bergauf. Oben kanns dann etwas kühl sein, man hat aber einen phantastischen Blick über das Tal des Todes, das teilweise unterhalb des
Meeresspiegel liegt. Ein kurzer Spaziergang ist absolut empfehlenswert.
Wieder zurück gehts bergab auf die
Hauptstrasse und nach wenigen Kilometern erreicht man Zabriskie Point. Vom Parkplatz geht es ein paar
Schritte zum Aussichtspunkt, der den Blick auf lavabedeckte Rücken freigibt.
Eindrucksvolle Szenerie. Wer
Lust hat kann über den Zabriskie Point Aussichtspunkt hinüberlaufen und gelangt nach kurzem Abstieg in einen Canyon, den
man bis ins Tal hinabwandern kann.
Weiterfahrend gelangt man zum Furnace Creek und der Furnace Creek Ranch.
Hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten. Gleich nebenan das Death Valley Besuchszentrum. Hier sollte
man die Parkgebühr entrichten, die um die 10$ pro Auto beträgt.
Kurz bevor man Furnace Creek erreicht
führt eine Strasse nach links weg. Nach 9 Kilometern erreicht man einer Abzweigung folgend einen Rundweg, den Artists Drive.
Am Artists Drive entlang finden sich Felsformationen, die an ihrer Oberfläche Mineralien exponieren, die in
verschiedensten Farben schillern. Besonders eindrucksvoll ist hier Artists Palette.
Zurück zum Hauptweg
erreicht man nach weiteren Kilometern eine Abzweigung, die zu Devil's Golf Course führt. Hier findet
sich ein ausgedehntes Gelände mit kristallinem Salz. Dies führt zu teilweise sehr fragilen und
eindrucksvollen Strukturen. Hier, im Devil's Golf Course, findet sich mit 86 m unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt im Tal des Todes.
Weiterfahrend führt links
weg eine Schotterstrasse zu einem Parkplatz. Von dort kann man einen Canyon entlang gehen und erreicht
nach 1,5 km ein Gebilde, dass sich Natural Bridge nennt, eine natürliche Felsbrücke, die den Canyon überspannt.
20 km nach der Abzweigung
von der Hauptstrasse erreicht man Badwater.
Badwater ist ein kleiner See, hier gibt es eine endemische
Schnecke, die es nur an diesem Gewässer gibt. Es lohnt sich von Badwater einfach in die Ebene hinauszulaufen.
Aber Vorsicht, ein paar Zentimeter Wachstum bedeuten eine ordentliche Salzkruste unter den Sohlen.
Zurück geht es an Furnace Creek vorbei Richtung Stovepipe Wells Village, eine kleine Ansiedlung mit Lebensmittelladen.
Bevor man die Ansiedlung erreicht liegen auf der rechten Seite die Mesquite Flat Sand Dunes, Sanddünen,
die einen deutlichen Kontrast zur umliegenden Steinwüste bilden.
Anhalten und einfach auf den Dünen
entlangwandern. Besonders am Abend, wenn die Sonne untergeht. 80 Km weiter nördlich liegt
Scotty's Castle, erbaut in den 1920ern und bewohnt bis in die 50er von einem exzentrischen Zeitgenossen namens
(man höre und staune) Scott. Es gibt Führungen durch das Gebäude.
Das Tal des Todes ist ein faszinierender Ort. Die Wüstenlandschaft ist so ganz anders als die
normale Umgebung unseres hektischen Lebens.
Im Februar, wenn noch nicht (oder nicht mehr) viele Touristen
den Weg kreuzen kann man die Ruhe (man hört an vielen Stellen keinen einzigen Laut, nicht mal Insekten) des Tales
voll geniessen. Eine einzigartige Form der Erholung. Man kann das wichtigste in 1 Tag sehen. Man sollte sich
aber unbedingt die Zeit nehmen und eine Canyonwanderung in dieser faszinierenden Landschaft machen. Von diesen
gibt es so viele, dass es keine Schwierigkeiten macht "seinen eigenen" zu finden.