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Las Vegas und Umland |
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Auf diesen Seiten ein kurzer Reisebericht über ein paar Tage Las Vegas und Umland und eine Wanderung im Grand Canyon. Zur Vergrösserung auf die Bilder klicken
Las Vegas ist mit über 1 Million Einwohner eine Metropole buchstäblich in der
Middle of Nowhere. Egal in welche Himmelsrichtung, es kommt über hunderte von Kilometern
"nichts". Las Vegas, am Südrand des Staates Nevada gelegen, ist umgeben von Wüste, wohin das Auge blickt. Wenn man in der
Dämmerung oder bei Nacht in die Stadt einfliegt oder -fährt blickt man in ein
riesiges Lichtermeer. Dies ist so gewaltig, dass es den dunklen Himmel orange färbt. Man sollte
sich daher eine Ankunft bei Nacht gönnen. Ist auch kein Problem, da in Las Vegas 24 Stunden-Betrieb
herrscht.
Das Herz der Stadt ist der Las Vegas Boulevard,
besser bekannt unter dem Synonym "The Strip". An dieser Strasse im Zentrum der Stadt ziehen sich
die weltbekannten Hotelkomplexe entlang. Las Vegas lebt vom Gambling, dem Glücksspiel. Die grossen,
wie auch alle anderen Hotels bieten zum Teil riesige Spielhallen, in denen man alle Arten von
Glücksspielen, wie Tischspiele (Black Jack, Roulette, Craps, Poker), Münzmachinen, auch
einarmige Banditen genannt, bis hin zu Sportwetten, die man in den Hallen abgeben kann, findet.
Um die Besucher in die Casinos zu locken, wird mit relativ billigem Essen und Trinken geworben,
wobei die Preise über die Jahre doch zugenommen haben. Man kriegt aber ein tolles Früstücksbuffet
immer noch für etwa 9$. Zimmerpreise selbst in den grossen Hotels waren in der Vergangenheit
sehr billig, allerdings hat sich in den letzten Jahren hier ein Wandel vollzogen und die Zimmerpreise
in den grossen Hotels haben stark angezogen und so zahlt man für eine Übernachtung schnell
mal 200$ oder mehr.
Die Casinos der grossen Hotels sind riesig und so aufgebaut, dass man schnell die Orientierung verliert,
wobei dies Absicht ist, um die Leute zum Spielen zu animieren. Auch der Geräuschpegel der Machinen
ist erheblich, besonders dann, wenn jemand gewinnt. Alles eine Frage der Psychologie.
Alle grossen Hotels sind so gestaltet, dass sie ein bestimmtes Thema repräsentieren.
So gibt es das "Paris", mit angebautem Eiffelturm, "The Venetian" mit Kanal und Markusplatz im Inneren,
das Excalibur, thematisch an das ritterliche Mittelalter angelehnt, das "New York New York",
das "Aladdin", das "Sahara", das "Bellagio", "Caesars Palace", das "Luxor", das als Pyramide gestaltet ist, das berühmte
MGM Grand, dass die Siegfried & Roy-Show bietet, ebenso wie eine Gehege für die weissen Tiger,
und noch viele weitere "Themen"-Hotels. Die grossen Hotels muss man sich wie eigene Städte in der Stadt
vorstellen. Bis zu 5000 Zimmer nennen diese Ihr eigen (MGM Grand), sowie eigene Einkaufspassagen, viele Restaurants
und "Food Courts", und zum Thema passende Ausstellungen oder Teilgebäude. Man kann in einem
einzigen dieser Hotels viele Kilometer zurücklegen, ohne an die frische Luft zu kommen oder
in ein anderes Hotel zu wechseln. Die meisten grossen Hotels bieten ein Vielzahl an Shows, Musicals,
Sportveranstaltungen, Musikkonzerte etc.
Damit hat sich's aber auch schon, was die Stadt Las Vegas angeht. Der "Strip" ist im wesentlichen der
Teil von Las Vegas, wo sich der meistens riesige Besucherstrom aufhählt. Schon ein paar Strassen
weiter findet man eher städtische Eintönigkeit ohne jeglichen Reiz.
Dies liegt zum Teil sicher auch an der Tatsache, dass Las Vegas eine Wüstenstadt ist und in
eine entsprechend karge Landschaft eingebettet ist.
Hie und da gibt es weitere Casinos, aber sehenswertes ist Fehlanzeige. Überhaupt merkt man an Las Vegas doch
deutlich die Mentalitätsunterschiede zwischen Amerikanern und Europäern. Kommt man als
Europäer nach Las Vegas so hat man nach 2-3 Tagen doch genug, nach dem Motto, interessant zu sehen,
aber dann ist es auch gut. Las Vegas übt wohl vor allem für Amerikaner eine starke
Faszination aus und spiegelt wohl Aspekte des American Way of Life wieder. Besonders am Wochenende
ist die Stadt völlig überlaufen und man hat grosse Schwierigkeiten ein Hotelzimmer zu
bekommen. Reservierungen sind daher ein absolutes Muss.
Lake Mead und Hoover Dam südöstlich von Las Vegas sind in 45 Autominuten zu erreichen.
Hoover Dam wurde in den Jahren 1931 bis 1935 errichtet und staut den Colorado River. Als Resultat
dessen ist der künstliche See Lake Mead enstanden, der mit 350 km Küstenlinie eine
grosse Fläche als Ergebnis der Stauung überflutet hat. Die Grösse des Sees entspricht
der Menge an Wasser die den Colorado River in zwei Jahren durchläft. Mit 5$ pro Auto kann man den
"Scenic Drive" entlangfahren, wobei dies nicht sonderlich spektakulär ist.
Hoover Dam hat mit über 200 Metern Höhe eine konkave Form und staut Lake Mead. Er wurde
im Jahr 1936 mit Baukosten von $165 Millionen fertiggestellt und war der grösste Damm seiner Zeit.
Für 25 Millionen Menschen in Las Vegas,
Los Angeles, San Diego, Phoenix und Tucson liefert der Damm Wasser und Strom.
Sehr nah an der Stadtgrenze befindet sich im Westen von Las Vegas Red Rock Canyon. Der Canyon erhebt sich bis zu 1000 Meter und sein Hauptmerkmal ist die Farbenvielfalt seiner Felsen, die zum Teil in einem beeindruckenden Orangerot leuchten. Der Canyon ist Teil einer Conservation Area. Mit dem Auto kann man auf einem etwa 10 km langen Scenic Drive-Rundkurs den Canyon erkunden. Der Canyon ist sehr beliebt bei Kletterern, die die Felsen erklimmen.