Länge: 5 km, Dauer: 1 3/4 Stunden - 2 3/4 Stunden, Schwierigkeitsgrad:
Von Ponta do Sol über Ribeira Brava und die Rapida bis zur Ausfahrt Monte. Von da an gehts den Berg hinauf bis zum Pass in Ribeira Frio. Dann den Berg wieder hinunter nach Santana. Beide Teilstücke sind steil und dauern entsprechend (alternativ fährt man besser aussenrum über São Vicente oder Machico). In Santana gibts eine Abzweigung Richtung Pico das Pedras, der man folgt. Nun hat man wieder ein längeres Teilstück bis man zum Achado do Teixeira (1592 m) kommt. Wie öfter auf Madeira anzutreffen sind wir je höher es ging durch dichten Nebel gefahren, allerdings was für ein Gefühl kurz vor Schluss aus dem Nebel herauszufahren und über den Wolken zu sein! Vom Parkplatz des Achado do Teixeira gehts los, dem Schild "Pico Ruivo" folgend. Den Weg aufwärts an 2 Steinhütten vorbei hat man die Bergwelt Madeiras um sich herum mit spektakulären Ausblicken. In unserem Fall auch der Blick auf das Wolkenmeer unterhalb.
Der vorletzte Teil nach ein bisschen auf und ab ist der Aufstieg zur Pico-Ruivo Hütte, die bewirtschaftet wird und schön gelegen zur Rast einlädt.
Weitergehend folgt der letzte Teil, der 20-minütige Aufstieg zum Pico Ruivo (1862 m), wobei man an einer Weggabelung dem Weg links hinauf zum Gipfel folgt. Oben angekommen ist der Gipfel teilweise umzäunt und bietet einen beeindruckenden Rundblick auf die umliegenden Gipfel und Hochtäler. Der Weg zurück ist derselbe wie der Hinweg.
Fazit: Leichte Wanderung im Hochgebirge Madeiras mit gut begehbaren Wegen. Nur das letzte Stück hinauf zum Gipfel ist anstrengender.
Stall der Nonnen
Von Ponta do Sol über Ribeira Brava auf der Rapida Richtung Funchal.
An der Ausfahrt nach Sao Martinho raus. Man folgt bergauf den Schildern Richtung Curral das Freias (Stall der Nonnen) um schliesslich kurz vor der Abfahrt nach Curral das Freias rechts ansteigend einer Kopfsteinpflasterstrasse folgend zum Pico Serrado (1088 m) zu gelangen. Etwas unterhalb ist der Parkplatz mit Souvenirladen und Snack-Bar. Man geht noch einige Meter hinauf bis zur Aussichtsterrasse, die einen Blick über die Hochgebirgsketten Madeiras ebenso ermöglicht, wie die Sicht hinab in das Curral-Tal. Wohl einer der schönsten Blicke Madeiras. Zurück zum Parkplatz geht es einen Pfad hinunter zum "Stall der Nonnen", der ziemlich steil verläuft (400 m Höhenunterschied auf 2 km). Man benötigt 1 Stunde bis zur Ortscahft. Mit dem Bus kann man zurückfahren.
Cabo Girao
Zurück auf der Rapida Richtung Ribeira Brava kommt eine Ausfahrt zum Cabo Girao, einem exponierten Felsmassiv.
Man fährt der guten Beschilderung nach aufwärts, bis man unterhalb des Endes der Strasse (Kirche am Ende) die Aussichtsplattform erreicht. Diese ist mit Geländer gesichert und erlaubt einen Blick 588 m senkrecht nach unten einerseits und entlang der Südküste Richtung Funchal andererseits. "Spielzeugschiffe" im Meer zeugen von der Höhe dieser höchsten Steilküste Europas. An ihren Hängen werden Terrassen bewirtschaftet, die die Einheimischen am Seil herabgelassen, erreichen.
Länge: 10 km, Dauer: 5-6 Stunden, Schwierigkeitsgrad:
Die schönste (und anstrengenste) Wanderung am Schluss. Von Ponta do Sol geht es über die Rapida bis zur Ausfahrt Monte. Dann hinauf nach Monte und weiter nach Poiso (1412 m). Dort weist eine Abzweigung den Weg zum Pico do Arieiro (1818 m).
Knapp unterhalb des Gipfels liegt der höchste Parkplatz Madeiras direkt vor einem Restaurant. Man lässt den Wagen hier stehen und geht die letzten Meter bis zum Gipfel, wo ein wünderschöner Rundblick auf Madeiras Bergwelt wartet. Kurz unterhalb des Gipfels weist ein Schild "Pico Ruivo" den Weg. Man erreicht nach kurzer Zeit den Aussichtspunkt über der Faja da Nagueirra. Rechtsseitig liegt das Curral-Tal. (Man sollte früh losgehen um dem Nebel zu entgehen, was wir nur teilweise geschafft haben :-) ). Von dort weiter dem Grat folgend gehts zum nächsten Aussichtspunkt mit Sitzgelegenheit. Dann folgt das schwierigste Stück, den Pico da Cidrao sehr steil hinunter. Nach einem Tunnel und einem letzten Abstieg erreicht man eine Weggabelung. Man kann beide Wege nehmen, in unserem Wanderführer stand etwas von Erdrutsch (der aber wie wir später erfahren haben bereinigt ist) und deshalb haben wir den rechten Weg durch ein Gittertor genommen (natürlich der schwierigere).
Entlang des Pico das Torres geht es über Stock und Stein, bis man zu steil ansteigenden Stufen kommt (echt anstrengend) und weitergehend zu einer Schwarte kommt. Der Weg ist schwierig und Vorsicht ist geboten. An der Schwarte sieht man bereits die Pico Ruivo-Hütte und den Pico Ruivo selbst. Von da an gehts hinunter entlang des Pico das Torres. Der Abstieg über Geröll ist auch etwas mühselig. Man trifft gegen Ende wieder auf den anderen Weg der oben beschriebenen Weggabelung. Das letzte Stück gehts wieder aufwärts zur Pico Ruivo-Hütte. Diese ist bewirtschaftet und ein guter Punkt zur Rast. Man kann nun in 20 Minuten noch zum Gipfel des Pico Ruivo (1862 m) aufsteigen, was wir aber schon 2 Tage zuvor im Rahmen einer anderen Tour getan hatten.
Auf dem Rückweg haben wir dann die Alternativroute genommen, die vom Hinweg rechts durch einen Tunnel mit Gatter abzweigt. Diese Route verläuft auf der anderen Seite des Pico das Torres und ist sowohl einfacher als auch kürzer und auch vom Ausblick spektakulärer. Man gelangt über einige Tunnels und sehr schöne Talblicke zurück zur Weggabelung, wo der Aufstieg wartet, der sich zieht und wirklich anstrengend ist. Zurück über die beiden Aussichtspunkte gehts zum Parkplatz.
Fazit: Sehr schöne Tour in der Bergwelt Madeiras aber echt anstrengend mit steilen Auf- und Abstiegen. Der Weg ist oft mit Drahtseilgeländer gesichert, aber es gibt auch ungesicherte Stellen und die Wege sind teilweise mit Geröll belegt und auch anderweitig schwierig begehbar. Gutes Schuhwerk ist unabdingbar, ebenso sollte man schwindelfrei sein, da es am Wegesrand z.T. steil die Berghänge hinuntergeht. Für alle Mühen entschädigt aber die grossartige Landschaft.
Das 42,5 km2 grosse Eiland Porto Santo (5000 Einwohner), 43 km nordöstlich von Madeira gelegen erreicht man mit der Fähre in 2 1/2 Stunden.
Die Fähre startet vom Hafen in Funchal.
Tickets muss man vorausbuchen, am besten 3-4 Tage vorher, vor allem wenn man am oder kurz nach dem Wochenende übersetzen will. Die Verkaufsstellen sind ebenfalls im Hafen von Funchal. Von der Anlegestelle im Osten Porto Santos sind es ca. 3 km bis zum Hauptort Porto Santo, den man zu Fuss, mit dem Bus oder Taxi zurücklegen kann. Porto Santo besticht im Prinzip durch den 9 km langen Sandstrand entlang der Südküste, eine topographische Eigenschaft, die auf Madeira fehlt. Die Insel ist ausschliesslich was für Strandurlauber. Die Landschaft ist karg und trocken, da es keine Flüsse mit dauerhafter Wasserführung gibt. Um die Insel zu erkunden mietet man am besten ein Fahrrad oder einen Motorroller.
Essentiell: Hut und Sonnencreme
Strassen: Meist asphaltiert aber auch Kopfsteinpflaster und schlechter Beton. Viel hoch und runter (auch steil), durchgehend kurvig und oft eng. Vorsicht vor Bussen und LKWs.
Transport: Mietwagen ist die beste Möglichkeit die Insel zu erkunden. Kleinwagen sind am besten wegen enger und kurviger Strassen. Oftmals fährt man im 2ten oder 3ten Gang. Maximal 30-40 km/h im Mittel auf den meisten Strassen. Ansonsten Taxis und Busse.
Klima: Warm bis heiss (über Mittag). an der Nordküste eher feucht, wolkig, kühler, an der Südküste trocken und wärmer. Nebelbildung in höheren Lagen keine Seltenheit.
Einkaufen: In jedem grösseren Ort gibt es einen Supermarkt, oft bis 22 Uhr geöffnet.
Preise: Benzin ähnlich wie in Deutschland, Lebensmittel ebenfalls auf deutschem Niveau, manches teurer, anderes billiger. Restaurants und Cafes oftmals billiger ausser diejenigen, die sich in exponierter Lage (z.B. Berggipfel) befinden.
Essen: Sehr gut und unbedingt zu empfehlen sind Früchte und Fisch. Weniger toll ist Brot.
Reiseführer:
Madeira (DuMont Buchverlag)
Madeira (Karl Baedeker GmBH)
Wandern auf Madeira(DuMont Buchverlag)
Wanderfreunde und Naturliebhaber kommen voll auf Ihre Kosten. 14 Tage sollte man haben um einen umfassenderen Eindruck zu bekommen und die vielen Naturschöhnheiten zu sehen.
Die Insel Madeira ist nur bedingt geeignet für Strandurlauber, die Strände sind steinig oder felsig, Sand fehlt. Es sind einige Felsschwimmbäder angelegt. Sandstrände gibt es auf der Nachbarinsel Porto Santo (siehe Bericht).