Frankfurt - Cochem - Bernkastel - Trier - Saarburg (320 km)
Von Frankfurt über die A61 kommend, nehmen wir die Ausfahrt Koblenz-Waldesch, um nach
wenigen Kilometern auf der Höhe von Alken unsere Fahrt an der Mosel in Angriff zu
nehmen. Erster Blickfang neben der Mosel ist oberhalb von Alken die Burg Thurant,
die sich majestätisch über die Ebene erhebt. Die Burg datiert aus dem Jahre
1197 und ist typisch für mittelalterliche Festungsbauweise an der Mosel. Nun geht's immer
auf der B53 entlang in Richtung des 100 km entfernten Trier. Vorbei an Brodenbach nähern
wir uns unserem ersten geplanten Halt, dem 28km entfernten Cochem. Wir passieren den Ort Burgen mit
der Burg Bischofsheim. Weiter über Müden, Pommern und Klotten erreichen wir
schliesslich das Städtchen Cochem. Auf dem Weg haben wir die Burg Eltz links
liegengelassen, eigentlich ein Muss, da diese Burg vollständig erhalten ist. Da man
aber in der Kürze der Zeit nicht alles sehen kann und der Besuch der Burg mit einem
1-stündigen Fussmarsch verbunden ist haben wir uns gegene einen Besuch entschieden.
Sicher ist Cochem einer der attraktivsten Orte entlang der Mosel. Bereits 886 erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort von der imposanten Reichsburg überragt. Diese im 11. Jahrhundert erbaute Anlage wurde im Laufe Ihres Bestehens zerstört und wieder aufgebaut. In Cochem sollte man auf der Brücke ins gegenüberliegende Cond laufen, man erhält schöne Blicke auf die Burg und Stadtsilhouette Cochems. Auch das Schlendern auf der Moselpromenade sollte man sich gönnen. Die Altstadt von Cochem ist geprägt durch mittelalterliche Fachwerkhäuser und enge Gässchen. Viele Geschäfte laden hier zum Bummeln ein. Auch an schönen Cafes und einem schmucken Marktplatz mit Brunnen mangelt es nicht, dieser eingerahmt von der St.Martinskirche. Cochem ist sicher ein beliebter Touristenort, entsprechend haben wir jetzt, Anfang September, die Schönheiten mit vielen anderen Besuchern zu teilen. Man kriegt einen Eindruck, was hier im Sommer los sein muss. Von Cochem starten wir zu unserem nächsten Halt, dem 20km entfernten Traren-Trarbach.
Ein Doppelort, dessen Teile sich an beiden Moselufern befinden. Die Teilorte sind durch eine Brücke über die Mosel verbunden, die ein schönes Brückentor ziert. Der Ort ist historisch durch den Weinhandel wohlhabend und war der erste Deutschlands, der sich eine elektrische Strassenbeleuchtung leistete. Überragt wird der Ort von der Burgruine Grevenburg. Nächstes Ziel ist das 25km entfernte Bergkastel-Kues.
Bekannt seit dem 7. Jahrhundert ist Bernkastel-Kues ein Doppelort, durch eine Brücke
über die Mosel verbunden. Parkplätze gibt's direkt an der Mosel. Wie in Cochem
war für Anfang September für unseren Geschmack doch einiges los, was wohl auch
mit dem lokalen Weindorf zusammenhängt.
Im Zentrum der Stadt der Marktplatz samt Brunnen, der von wunderschönen
mittelalterlichen Fachwerkhäusern umrahmt wird. Eines der Häuser ist das
imposante Rathaus im Renaissance-Stil. Gleich daneben, dass wohl eindrucksvollste Gebäude,
das Spitzhaus, das seinen Namen zurecht tragend, auf engstem Raum nach oben wächst.
Der Ort bietet mit vielen kleinen Gässchen genügend Gelegenheit zum Schlendern.
Mit dem Auto gelangt man auf der Strasse nach Trier abzweigend zur im Jahre 1277 erbauten
Burg Landshut. Hier bietet sich ein weiter Blick auf Berkastel-Kues und die Mosellandschaft.
Von hier sieht man auch die Lage des Ortes an einer Moselschleife. Unser nächstes Ziel
ist das ca. 50km entfernte Trier. Auf dem Weg dorthin verändert sich die Landschaft
dahingehend, dass die Hügel, in die die Mosel eingebettet ist nicht mehr ganz so nah und
steil den Fluss begleiten, d.h. die Landschaft wird offener und man fährt häufig
nicht mehr direkt an der Mosel entlang, wie es noch im ersten Teil der Strecke der Fall war.
Das letzte Stück von der Autobahn kommend erreichen wir Trier (100000 Einwohner) im aufkommenden Feierabendverkehr.
Also heisst's ein bisschen warten, ehe wir das Auto nahe des Zentrums abstellen können.
Trier ist die älteste Stadt Deutschlands und wurde als Augusta Treverorum um 16 vor
Christus von Kaiser Augustus gegründet. Trier war unter römischer Herrschaft ein
wichtiges Zentrum und in späterer römischer Geschichte auch Kaiserresidenz.
Das Stadtzentrum bildet nahezu ein perfektes Quadrat und wird vom Alleenring eingerahmt,
der der ehemaligen Stadtmauer parallel verläuft. Man kann das Stadtzentrum bequem
zu Fuss erkunden. Das Nordende der Altstadt wird durch die
Porta Nigra, das schwarze Tor, begrenzt. Das mächtige Tor wurde um 180 n. Chr.
erbaut und ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Triers aus dessen römischer Vergangenheit.
An der Porta Nigra befindet sich auch die Touristeninformation, sowie der Startpunkt von
Stadtführungen. Geht man von der Porta Nigra südlich Richtung Zentrum erreicht
man nach wenigen Schritten den Hauptmarkt, der von der Kirsche St. Gandalf überragt
wird. Der Hauptmarkt, ale einer der schönsten Plätze Deutschlands tituliert besticht
durch seine mannigfachen Fachwerkhäuser, die den Hauptmarkt umrahmen. Wenige Meter vom
Hauptmarkt befindet sich der Dom.
Der Dom hat eine 2000-jährige Geschichte.
Wiederum nur wenige Meter vom Dom befindet sich die Konstantin-Basilika aus dem Jahre
310 n. Chr. Daran angeschlossen das kurfürstliche Palais mit dem Palastgarten.
Den Palastgarten durchquerend erreicht man am Südostende der Altstadt die Kaiserthermen.
Von diesem wiederum aus der Römerzeit stammenden Komplex ist das Caldarium teilerhalten.
Vor den Kaiserthermen befindet sich ein ehemaliges Sportgelände aus der Römerzeit,
das auch heute noch genutzt wird.
Wir verlassen Trier und fahren in das 20Km entfernte Saarburg zum Übernachten.