Ganz besondere Postkriegsbelege sind entstanden, wenn sich zwei Postkriege auf einem Beleg
finden. Dies war dann möglich, wenn auf einem Beleg mehrere Marken und/oder Stempel
vorhanden waren, die separat jeweils Anlass für einen Postkrieg waren. Beide Postkriege
haben sich dann zeitlich überlappt. In diesem Fall wurde entsprechend beider Postkriege
mit der Sendung umgegangen und es entstanden also "doppelte" Postkriegsmerkmale.
Neben den hier gezeigten Belegen sind eine ganze Anzahl weiterer "Doppelter" Postkriege möglich bzw. belegt
(z.B. Marke 10 Jahre Vertreibung und Notopfermarke, Marken 20.Juli 1944 und Wahl des Bundespräsidenten, Marke 20 Jahre Vertreibung und Afrika-Korps-Stempel,
Marke 10 Jahre Vertreibung und Werbestempel der Bundespost etc). Sicherlich sind entsprechende Belege des doppelten Postkrieges entsprechend selten und eine Zierde jeder Sammlung des
Themas Postkrieg. Ich wage gar nicht daran zu denken, dass es eventuell auch "dreifache" Postkriege gibt.
08/53 Bildpostkarte nach Forst-Lausitz (DDR). Korrekt frankiert mit 10 Pfennig Kriegsgefangenengedenkmarke und Notopfermarke. Notopfermarke wurde entfernt (Burhop/Heijs 49.22-1.2.H) und die Kriegsgefangenengedenkmarke geschwärzt (Burhop/Heijs 53.1-1.2.E).
09.05.51 Bildganzsache "Hamburg, das Tor eines einheitlichen demokratischen Deutschlands zur Welt" von Magdeburg (DDR) nach Berlin Steglitz (Westberlin). Der Bildeindruck wurde in Westberlin als politisch verstanden und mit dem Gegenstempel ".......... aber nicht unter kommunistischer Diktatur" entkräftet (Burhop/Heijs 50.2-2.3.Fz). Parallel dazu wurde der Werbestempel mit dem gleichen Gegenstempel ebenfalls entwertet (49.26-2.3.Faz)