Unerwünschte Marken werden in der UdSSR vom Auslandspostamt in Moskau entfernt
und an deren Stelle ein roter Fehlstempel angebracht, der mitteilt,
dass die Marken unterwegs "abgefallen" seien.
Burhop/Heijs beschreibt 4 zwei- bis fünfzeilige Fehlstempel, die gegen bundesdeutsche und
israelische Marken zum Einsatz kamen. Nicht alle 4 Stempel wurden über den gesamten
Zeitraum verwendet.
Zu einer besonderen Variante kam es, wenn neben einer abgelehnten Marke die Marke "Friedrich Engels" (Michel 657) verklebt war.
Die Engels-Marke wurde 1970 verausgabt, als die Massnahme der Markenentfernung eigentlich durch Zurücksendung ersetzt war.
Jedoch machte man im Falle des Vorhandenseins der Engels-Marke nochmals von der Markenentfernung Gebrauch, so dass Sendungen
zum Empfänger befördert wurden. Ein "Kommunist" auf "kapitalistischer" Marke war es allemal wert
befördert zu werden.
Brief von Düsseldorf nach Scheripowka (UdSSR). Marke entfernt und mit zweizeiligem
Fehlstempel "vermerkt". Auf der Rückseite ein russischer Aunkunftsstempel.
(Burhop/Heijs 60.1-1.6.Ha).
Brief von Stollhamm nach Liepaja (UdSSR). Marke entfernt und mit vierzeiligem
Fehlstempel "vermerkt". Auf der Rückseite ein russischer Aunkunftsstempel.
(Burhop/Heijs 60.1-1.6.Hb).