Durch die vermehrte Ablehnung von Bundesdeutschen und Berliner Marken (wie die Dauermarken "Deutsche Bauwerke im Osten", "Das Neue Berlin", "Brandenburger Tor")
durch die UdSSR und entspechende Rücksendungen von Postsendungen, versuchte die Bundespost mit bestimmten Massnahmen die Folgen abzumildern.
Eine der Massnahmen war die erneute Sendung von Briefen, die aus der UdSSR zurückkamen in einem von der Post frankierten Ersatzumschlag, der mit
"problemlosen" Marken frankiert wurde.
Die Landespostdirektion Berlin nahm unfrankierte Sendungen entgegen, wobei der Frankaturbetrag vom Postkunden entrichtet wurde. Die Marken wurden
dann auf dem Postweg durch die Post mit "problemlosen" Marken nachgeklebt.
Das Postamt München entfernte Marken, die der Beanstandung unterlagen, ehe die Sendung in die UdSSR ging und bestätigte die Ablösung.
Aufgrund der hohen Zahl von betroffenen Sendungen blieb jede dieser Einzelmassnahmen nur von kurzer Dauer.
30.6.1971 Einschreiben von Westberlin nach Gorki (UdSSR). Der Einschreibezettel wurde in Berlin aufgeklebt, die Marken aber erst im Durchgangspostamt Hannover 3 zugeklebt und entwertet. Die Barfreimachung erfolgte in Berlin. Burhop/Heijs 69.1-3.6.Lb