Zum Weltflüchtlingsjahr 1960 verausgabten an die 70 Postverwaltungen entsprechende
Sondermarken. Vier Länder der Ostblockstaaten, Polen, CSSR, UdSSR und Rumänien
lehnten die Ausgaben ab. Die Ablehnung war in der Annahme begründet, dass man die "Flüchtlinge" primär
auf kommunistische Länder bezog. Beanstandet wurden die Sondermarken der ausgebenden Länder, aber auch Stempel zum Thema
wurden beanstandet. Die entsprechenden Sendungen wurden je nach ablehnendem Land mit Stempeln, Markenentfernung oder handschriftlichen
Vermerken behandelt.
Eine Ausnahme war der bundesdeutsche Stempel "Tag der Heimat im Weltflüchtlingsjahr". Dieser wurde von Rumänien
aber auch der DDR beanstandet. Im letzteren Fall wurde geschwärzt. Hier störte man sich aber am "Tag der Heimat".
18.7.60 Brief von Finnland nach Rumänien. Teil der Frankatur ist eine Marke der finnischen Weltfllüchtlingsjahrausgabe. Die Marke wurde mit dem rumänischen Rahmenstempel "Kämpfend für den Frieden sichern wir das Leben, die Ruhe und das Glück unserer Kinder" unkenntlich gemacht. Der Stempel wurde dann nochmals angebracht, wohl weil der erste Abschlag durch Verwischen unleserlich war. Rückseitiger Ankunftsstempel Bukarest vom Empfängerpostamt vom 8.5.60. Brief war also 3 Wochen unterwegs (eventuell die Verzögerung wegen der speziellen Behandlung der Marke ?). Burhop/Heijs 59.4-68.7.Fa
7.4.60 Schmuckumschlag als Ersttagsbrief mit Weltflüchtlingsjahrmarke von Österreich in die CSSR. Dort die Marke rot umrahmt und handschriftlich "Retour" angebracht. Ausserdem Aufkleber "Non admis / Nepripustne". Burhop/Heijs 59.4-63.5.C