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San Diego |
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San Diego - Einwohner, Verkehr, Wetter, Geographie, Wissenswertes Gaslamp Quarter San Diego Zoo Coronado Island Mission Bay La Jolla Torrey Pines State Park Cuyamaca Rancho State Park Anza-Borrego Desert State Park
Die Stadt San Diego im äussersten Südwesten der USA direkt am Pazifik gelegen hat 1,1 Millionen Einwohner.
Mit Umland, dem sogenanten San Diego County sind es ca. 3 Millionen (Stand 2002).
San Diego erreicht man
entweder mit dem Flugzeug (der Flughafen ist mitten in der Stadt) oder von Los Angeles mit dem Auto kommend über die
Interstate 5.
San Diego gehört" zu den aufstrebenden Städten in den USA mit schnell wachsender Bevölkerung.
Das ganzjährig gleichbleibende Mittelmeerklima ist sicher nur einer der Gründe. Es gibt kaum Regen
und man hat faktisch "Sonnengarantie". Zwei Monate ("May gray" und "June gloom") sind bei den Einheimischen als
"Schlechtwettermonate" bekannt. Ich war allerdings im unter anderem im Mai dort und das einzige "Schlechtwetter" an
9 von 10 Tagen waren Frühnebel, die sich mehr oder weniger lang in den Morgen hineingezogen haben, bevor wieder
eitel Sonnenschein herrschte.
Das Preisniveau ist für deutsche Verhältnisse ziemlich hoch, vor allem Downtown.
Wer am Abend für
Minimum 25 Euro pro Person dinieren will, der sollte sich in eines der Restaurants im Gaslamp Quarter begegeben
oder strandnah in La Jolla oder Del Mar essen.
Auch in den Bars sollte man bereit sein 5 und mehr Euro für ein
Bier zu bezahlen.
San Diego ist sicher eine Stadt, in der sich die "Schönen und Reichen" niederlassen mit Exklusivbezirken wie La Jolla, die zu den
teuersten Wohnvierteln der USA gehören.
Wie meist in den USA sollte man ein Auto zur Verfügung haben um herumzukommen. Allerdings überrascht angenehm,
dass es eine Strassenbahn im Stadtzentrum gibt (den San Diego Trolley), die auch Aussenbezirke bedient. Sobald man
Downtown San Diego Richtung Osten verlässt wird der Autoverkehr rasch weniger und man gelangt schnell in
wenig besiedelte Landschaften. Richtung Norden führt die Interstate 5 nach Los Angeles. Ich würde behaupten eine
der am meisten befahrenen Freeways Kaliforniens. Man sollte tunlichst den Berufsverkehr vermeiden und auch am
Wochenende passende Zeiten wählen um diese Strasse zu befahren. Bis Los Angeles sind es ca. 160 km.
Im Süden San Diegos schliesst sich die mexikanische Grenze an. Direkt hinter der Grenze liegt die Stadt Tijuana.
Im Herzen San Diegos findet man das "Gaslamp Quarter". Dieser Distrikt um die 5th Avenue
in Downtown San Diego war historisch ein eher heruntergekommener Rotlichtbezirk.
Bestrebungen in den
1980ern den Bezirk zu modernisieren scheiterten an Protesten der Einheimischen. Stattdessen wurde Gaslamp
Quarter restauriert mit dem Gedanken, die Ursprünglichkeit zu bewahren. Dazu wurden unter anderem die
namensgebenden Strassenlampen installiert, die an Gaslampen des 19. Jahrhunderts erinnern. Ausserdem laden
Gehwege und Baumalleen an den Strassenrändern in Gaslamp Quarter zu einem gemütlichen Spaziergang ein.
Es finden sich viele Restaurants und Bars in den alten, restaurierten Gebäuden. Gaslamp Quarter ist heute Teil
eines "National Historic District", vergleichbar mit denkmalgeschützten Innenstädten in Deutschland. Das Gaslamp
Quarter endet kurz vor Embarcadero, ein Gebiet, das am Wasser gelegen, zum Spazierengehen einlädt. Hier befindet
sich auch das moderne San Diego Convention Center.
Zu den bekanntesten Attraktionen San Diegos gehört der "San Diego Zoo" gelegen im Balboa Park. Der Zoo
beeindruckt vor allem durch seine Einbettung in eine immergrüne Landschaft. Die Gehege sind zwischen all dem Grün eingebettet
und man schlendert im Zoo durch so etwas wie einen "natürlichen Park".
Der Zoo hat als Hauptattraktion
2 Pandabären, wobei deren Gehege so mit Zuschauern überlaufen ist, dass man Schlange stehen muss
und auch in der Schlange am Gehege vorbeigeführt wird. Für die Tiere sicher wenig angenehm.
Es gibt eine Zooangestellte, die am Gehege entsprechende Erläterungen zu den Tieren gibt. Der Zoo ist in
jedem Fall einen Besuch wert, der Eintritt liegt bei ca. 20$ (Stand 2002).
Weitere Attraktionen sind SeaWorld in Mission Bay und der Wild Animal Park 50 km nördlich
von San Diego.
Gegenüber Downtown San Diego über die Coronado Bridge erreicht man die Gemeinde Coronado. Coronado
Bridge ist eines der prägenden "Monumente" der Stadt San Diego.
Nach Süden hin schliesst sich
die Halbinsel über die Verbindung Silver Beach nach Imperial Beach wieder dem Mainland an. Coronado ist eine Kombination aus Wohnvierteln
und Ferienanlage, vor allem zum Wasser hin. Man hat von hier einen sehr schönen Blick auf Downtown San
Diego. Zum Pazifik hin gibt es schöne Strandsektionen und man kann weite Spaziergänge am Wasser
unternehmen. Im Zentrum des "Ferienbereiches" von Coronado liegt das berühmte Hotel del Coronado, direkt am Wasser gelegen.
Das Hotel wurde bereits 1888 erbaut und ist in seinen rotweissen Farben ein beeindruckender Bau. Das Gebäude
ist vollständig aus Holz und es gibt geführte Touren durch die Anlage. Mehrere Cafes und Restaurants
machen es auch für Nicht-Hotelgäste leicht ein paar angenehme Momente zu verbringen.
Mission Bay ist eine natürliche Bucht, die im Norden von Downtown gelegen zu einer Art
grossen Freizeitpark im Laufe der Jahrzehnte ausgebaut wurde.
Die Buchtbereiche des 7 Quadratmeilen grossen
Geländes werden von künstlichen Inseln
durchzogen. Die grösste ist Fiesta Island. Mission Bay dient vor allem der Erholung
und sportlichen Betätigung. man findet alles von Spaziergängern,
Radfahrern, Inline-Skatern bis zu Kitern und Wasserskifahrern. Der westlichste Zipfel von Mission
Bay geht über in Mission Beach, einem mehr als 4 Kilometer langen Sandstrand, dessen
seeabgewandte Seite mit Sommerresidenzen gepflastert ist. Man sollte einen Spaziergang entlang
des Mission Beach machen oder einfach den Sonnenuntergang bewundern.
Nördlich von Downtown direkt am Meer liegt La Jolla (gesprochen la HOY-ya).
Die Stadt wird
an drei Seiten vom Meer umgeben. Wer eine Menge Geld ausgeben will, der sollte eine Shopping-Tour
auf der Prospect Street und der Girard Avenue durch die Nobelmarken-Läden machen. La Jolla gehört
zu den teuersten Wohngebieten der USA.
La Jolla wird umgeben von den Gebäuden der University of California San Diego.
Zwischen der North Torrey Pine Road im Norden La Jollas bis hinauf nach Del Mar direkt am Meer gelegen zieht sich der
Torrey Pines State Park. Hier befinden sich die letzten Torrey-Kiefern. Das ausgedehnte Gelände
wird von einigen Wanderwegen durchzogen, die an einige Aussichtspunkte an der Küste führen.
Auch botanische Lehrpfade finden sich dort. Wer möchte kann zum Meer hinabsteigen und auf
Sandstränden einen Spaziergang machen.
Wer der Grosstadt San Diego entfliehen will, der findet eine Autostunde östlich den
Cuyamaca Rancho State Park. Dieser Park liegt zwischen der Pazifiküste und der
kalifornischen Wüste und bildet mit seiner vielfältigen Pflanzenwelt einen Kontrast
zu beiden.
Der 33 Quadratmeilen grosse State Park bietet neben Eichen- und Kiefernwäldern
auch eine Anzahl von Wildtieren wie Rehe, Eichhörnchen, Waschbären, Rotluchse bis hin zu Pumas.
Der Park ist sehr populär bei Wanderern, Mountainbikern und Reitern. Es gibt eine Vielzahl
an gut beschilderten Wanderwegen. Am Nordende des Parks findet sich der Lake Cuyamaca. Von dort
startend kann man einen mehrere Kilometer langen Rundweg in das hügelige Gelände und
die Wälder machen. Trotz der Beliebtheit des Parks verteilen sich die Besucher und man ist
auf den Wanderwegen oft allein unterwegs.
2 Autostunden östlich von San Diego findet sich der Anza-Borrego Desert State Park.
Anza-Borrego hat sicherlich eine der schönsten Wüstenlandschaften, die man finden kann.
Schon vor 10000 Jahren von Indianern entdeckt ist der State Park nach dem Spanier Juan Bautista
de Anza benannt, der 1774 dieses Wüstenstück durchquert hat.
Das Gebiet um den Ort Borrego Springs im Park beherbergt das Besucherzentrum. Von hier aus kann man zum
Borrego Palm Canyon laufen (eine Strecke ca. 2.2 Kilometer), einer kleinen Oase mit Palmen und Heimat der
Bighorns. Aber Achtung wegen Hitze und Trockenheit. Es ist nicht jedermanns Sache im Juni bei 35°C und
sengender Sonne zu laufen.
Der Weg zum Palm Canyon geht leicht aufwärts. Auf jeden Fall
genügend Wasser mitnehmen. Kühlung verschafft der Palmenschatten in der Oase, die ein
absoluter Kontrast zur umliegenden Landschaft ist.
Leider wird dieses Kleinod von den Besuchern
nicht immer als solches betrachtet und das fragile Gleichgewicht empfindlich gestört. Wer
Glück hat der trifft die Bighorns auf Ihrem Weg zu den Wasserstellen im Palm Canyon.
Man findet bei der weiteren Durchquerung des Parks viele spektakuläre Blicke in die
Wüstenlandschaft. Weitere Wanderwege, wie der Yaqui Well Trail, lohnen eine kurze
Wanderung. Man sollte jedoch die Sonne und die Trockenheit nicht unterschätzen. Nach einem
ganzen Tag in dieser Umgebung haben mir am Abend die Augen getränt und die Nase fing an
zu laufen, ein Zeichen der Austrocknung der entsprechenden Schleimhäute. Wer also mit Sonne
und Trockenheit Probleme hat sollte den Besuch auf das entsprechende Mass reduzieren. Fährt
man aus dem Anza-Borrego Desert State Park heraus und hält sich weiter östlich erreicht man
die Salton Sea, den grössten See Kaliforniens.