American Football Österreich Regeln Geschichte Erklärung Danube Dragons American Football Meisterschaft Wien Björn Baca, NFL Ergebnisse österreichischer Meister
Sie sind hier: Danube Dragons American Football AustroBowl 2005  
 DANUBE DRAGONS
Action-Fotos
American Football AustroBowl 2005
American Football AustroBowl 2004
American Football AustroBowl 2003
American Football AustroBowl 2002
In memoriam Michael Peters

AMERICAN FOOTBALL AUSTROBOWL 2005

Was ist Silber wert?

Das Kilo kostet derzeit knapp unter 250 Euro. Gold notiert bei rund 13.000 Euro. Bei der so genannten Gold-Silber-Preis-Ratio (GSPR) handelt es sich um eine Maßzahl, die den Wert des Goldes zum Silber in Relation setzt: Demnach ist Gold also 52 mal wertvoller als Silber. Auch wenn die Gesichter der Jugendspieler der Danube Dragons nach dem Finalspiel der Nachwuchsmeisterschaft in etwa dieses Verhältnis zwischen erhoffter Gold- und errungener Silbermedaille widerspiegelte, besteht kein Grund zu anhaltender Trauer.

Denn im Sport gelten andere Gesetze. Der Unterschied zwischen erstem und zweitem Platz besteht im Wörtchen „Vize“. Die Jugendmannschaft der Danube Dragons ist Vize-Meister 2005. Und auch wenn es mit der Silbermedaille jene Auszeichnung gab, die man schon vor dem Spiel gewonnen hatte, allen Grund, sich darüber zu freuen!

Jugend Bowl: Chrysler Vikings vs. Danube Dragons 36:32


Die Dragons gingen als ungeschlagene Mannschaft des Grunddurchganges ins Finale aber nicht als Sieger vom Platz. Was vielleicht ein wenig auch mit dem Platz zu tun hat. Warum immer der Vorjahresmeister Heimvorteil im Finale genießt, die besseren Leistungen aus dem Grunddurchgang jedoch unbelohnt bleiben, ist nicht nachvollziehbar (und wird jetzt hoffentlich geändert werden).

„Mir tun die Jung leid, die das ganze Jahr mit großem Eifer und Engagement trainiert haben“, bedauert Head Coach Ivan Zivko. „Wie schon im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass die Favoritenrolle nichts zu bedeuten hat. Es fehlte in den entscheidenden Phasen die Ruhe und Entschlossenheit, aber auch das notwendige Quäntchen Glück.“ Wie die Raiders-Schülermannschaft am Vortag habe man schon mit zwei Touch Downs geführt, sei aber ebenfalls nicht in der Lage gewesen, die Führung auszubauen.

Defense Coordinator Stefan Berka hatte schon in der Spielvorschau angekündigt, dass das Finale eine bis zum Ende knappe Partie werden würde: „Leider konnten wir die Vikings Offense nicht konstant stoppen. Die Wikinger erwiesen sich als der erwartet starke Gegner, der nicht mit einem Offense-Feuerwerk, sondern sehr effektiv mit immer gleichen Spielzügen zum Erfolg kam.“ Da die Defense im Grunde immer sehr gut gehalten habe, seien keine Umstellung vorgenommen worden. Doch die zwei starken Running Backs der Vikings hätten doch immer wieder eine Lücke gefunden, was bei dem im Achtmann-Football üblichen Defense-System ohne Safety in sehr vielen Fällen eben direkt zu einem Touch Down für den Gegner führte.

„Trotz der vielen Punkte: Für mich hat die Defense kein schlechtes Spiel geliefert. Gut gefallen hat mir die Einstellung und Motivation, auch wenn der Spielverlauf am Selbstvertrauen genagt hat“, fasst Berka zusammen.

Für Berka und Zivko gibt es der Schiedsrichterleistung im Grunde nichts zu kritisieren; auch die umstrittene Situation gegen Ende des Spieles, als ein Nachmessen mit der Kette ein First Down der Vikings ergab (und damit die Dragons-Offense nicht nochmals aufs Feld kommen konnte) könne daran nichts ändern. „Das Spiel haben wir schon vorher verloren“, betonen beide. Einig sind sie sich auch darin: „Die Jungs haben keinen Grund, frustriert zu sein. Viele haben nächstes Jahr die Chance, doch noch einen Titel in der Jugend zu erringen. Andere bei den Junioren.“