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Gautsch

1440
Kaiser Friedrich III. (1440-1493) verleiht den den Buchdruckern das Privilegium, das sie dem Adel und dem Gelehrtenstand gleichstellt, nämlich Degen und Gold zu tragen und ein eigenes Wappen zu führen.
Beim Gautschen, der feuchtfröhlichen Übernahme des Lehrlings in den Gehilfenstand, berufen sich die Gautschbriefe auch heute noch immer auf dieses Privilegium: "Pakkt an! Laßt seinen Corpus posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm, daß triefen beide Ballen! Der durst'gen Seel' gebt ein Sturtzbad obendrauff, das ist dem Sohne Gutenbergs die allerbeste Tauff!" "Wir Jünger unseres Meisters Hennechen Gensfleisch gnannt Gutenberg thun anmit Jedermänniglich unserer Kunstgenossen kund und zu wissen, daß der Jünger der wohledlen Buchdrukkerkunst nach altem Brauch und altherkömmlicher Sitte mit Zuziehung der Herren Gesellen die Wassertauff ad posteriora erhalten hat und damit in sämmtliche uns von alters her überlieferten Rechte und Privilegien eingesetzt ist. Krafft derselben gebiethen wir allen unseren Kunstgenossen, den genannten Jünger Gutenbergs als richtigen Schwartzkünstler anzuerkennen und ihn allerorts in zunftgerechter Weys als erprobet aufzunehmen."
Druckerwappen aus der Zeit Kaiser Friedrich III.

Über das Gautschen
von Ernst Schumacher, Rudolfzell am Bodensee

Die Buchdrucker haben von jeher einen besonderen Stolz auf die jahrhundertealte und bedeutungsvolle Kunst ihres Handwerks gehabt. War der Beruf ja eh und je ein Handwerk, das von denen, die die Kunst erlernen wollten, einen besonderen Grad an Bildung und Wissen verlangte. In früheren Jahrhunderten hatten die Drucker einen sehr engen Kontakt mit der Geisteswelt, mit Akademikern und Studenten. So kam es, dass dadurch mancherlei Zunftbräuche der Drucker mit Gebräuchen zusammenhängen, wie sie damals von den Studenten gepflegt wurden. Diese Bräuche haben sich bei den Studenten und den Buchdruckern bis auf den heutigen Tag in ähnlicher Form erhalten.
Tradition ist etwas wichtiges. Was von alters her, seit Generationen an Brauchtum gefeiert wird, sollte man weiter pflegen. Buchdrucker und Studenten tragen tragen nicht allein die Pflege alten Brauchtums. Die Hamburger Zimmerleute tragen ihre Tracht. Den Bauhandwerkern wird nach wie vor zum Dank für ihre schwere Arbeit ein Richtfest gestiftet. Städte und Dörfer haben ihre eigenen Feste. Die Schäfer haben ihre Spiele. In der christlichen Seefahrt erhalten die Matrosen die Äquatortaufe. Die Schriftsetzer und Buchdrucker erhalten die Wassertaufe ad posteriorem und feiern ihr Gautschfest. Wir bewahren hier aber keine unrealen Dinge, sondern ein Stück Geschichte.
Meister und Gesellen nehmen seit Jahrhunderten die Lehrlinge nach Abschluß der Lehrzeit mit dem Brauch des Gautschens in ihren Kreis auf. Es ist ein frohes Fest der Geselligkeit im Kreise der Kollegen.
Diese Lossprechung eines jungen Gesellen nach bestandener Gehilfenprüfung erfolgte immer in feierlicher Form. Lange Zeit geschah sie dann in froher und geselliger Runde, wobei in gereimter und ungereimter Rede - zum Teil unter schauspielhafter Aufführung mit verteilten Rollen - dem neuen Gesellen noch einmal seine Lehrzeit mit allen Fehlern und die handwerkliche Zukunft mit allen Pflichten und Tugenden vor Augen gehalten wurden. An die Stelle dieser Depositions-Spiele trat dann um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts das etwas einfachere Gautschen mit dem anschließenden Gautschfest, das sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut.
Altmeister Gutenberg spielt dabei eine große Rolle als Vorbild des ehrenhaften Handwerkers. Er hat die Kunst des Druckens erfunden, die für uns ein schöner Beruf geworden ist. Als erster Buchdrucker hat er gleichzeitig das erste und schönste Buch gedruckt, die 42zeilige Gutenbergbibel (1455). Sie ist ein großartiges Meisterwerk, eine unvergleichliche Leistung. Man denke nur daran, daß der amerikanische Präsident über einem solchen, von Gutenberg gedruckten Prachtband, den Amtseid schwört. Die Gutenbergbibel ist ein typographisches Kunstwerk, nach alten Gesetzen proportioniert und drucktechnisch ein Meisterstück. Es ist gut daran zu denken. Darum hält man immer den jungen Gehilfen, die nach der Lehre in den Kollegenkreis aufgenommen werden, beim Gautschfest das Bild des Altmeister Gutenbergs und die ehrenvolle Handwerkskunst, die für jeden Buchdrucker verpflichtend sein sollte, vor Augen. So bekommt die Pflege alten Brauchtums einen Sinn. Tradition heißt hier nicht die Asche bewahren, sondern die Flamme weitertragen !

Der Gautschakt - 1. Teil
In jedem Betrieb sollte ein älterer, angesehener, möglichst noch etwas schauspielerisch oder dichterisch begabter Meister oder Geselle als Gautschmeister eingesetzt werden.
Wenn die Lehrlinge die Gehilfenprüfung erfolgreich abgelegt haben oder wenn ein noch ungegautschter Kollege die Arbeit aufgenommen hat, der den Gautschbrief nicht vorlegen konnte, wartet der Gautschmeister eine betrieblich günstige Stunde und möglichst warmes Wetter ab. Er zieht einige Gehilfen ins Vertrauen, läßt einen großen Bottich, eine Badewanne oder ähnliches mit leicht angewärmten Wasser in den Druckereihof stellen. Dabei schadet es nichts, wenn die Nachbarn oder Straßenpassanten zusehen können. Es ist auch schön, wenn man das Gautschen in einem öffentlichen Brunnen, zum Beispiel am Marktbrunnen, durchführt.
Auf das Kommando des Gautschmeisters „Es sei, packet an!“ werden die Kornuten (althergebrachter Titel - vom lateinischen cornus, das Horn, der Gehörnte, das Hornvieh - dem im alten Depositionsspiel die Hörner abgeschlagen wurden) von je vier Packern in den Hof getragen. Jetzt strömen alle Betriebsangehörigen an den Vollzugsort. Der Ruf „es wird gegautscht“ geht in Sekundenschnelle durch den ganzen Betrieb. Jeder weiß, wo die Bütte steht und alle wollen den zappelnden und sich wehrenden und nachher pudelnassen Kornuten sehen. Vielerorts wird der Gäutschling (wie man heute oft statt Kornut sagt) ohne Federlesen samt der Kleidung in die Bütte geschmissen aus der er - zur großen Freude der vesammelten Gesellschaft - schließlich aufgeregt zappelnd und schnaufend wieder heraussteigt.
In einer viertel Stunde ist der Spuk vorbei. Alle kehren an ihre Plätze zurück. Die Arbeit geht jetzt wieder weiter als ob nichts geschehen wäre.
Die Gäutschlinge gehen in die Garderobe um sich umzuziehen. Da sie natürlich eine Ahnung davon hatten und aus der Erfahrung der letzten Jahre wussten, daß sie bald nach der Gesellenprüfung gegautscht werden, hatten sie sich rechtzeitig Kleider zum Wechseln mitgebracht.
Man kann dieses Gautschen nach folgendem Ritus gestalten: Der Gautschmeister beginnt an der Bütte bzw. am Marktbrunnen, um welche Gäutschlinge, Packer und Schwammhalter (alle mit einem Bierkrug versehen) einen Halbkreis bilden - am besten noch mittelalterlich kostümiert - mit dem Gautschspruch:
„Wir sind vereint um unsre Herrn Kornuten nun einzureih’n in den Kollegenkreis. Wie einst die Alten stolz geruhten, so tun auch wir zu alten Brauches Preis.
Sie sind in unsrer Mitte, auf setzt sie in die Bütte! Gott grüß die Kunst sei das Panier und blank das Schild, blank das Visier.
Zuvörderst laß sie feierlich geloben, daß uns kein Fehl, kein Falsch, kein Haß bewegt, und wo ein Groll ist, sei er jetzt verstoben, wo Freundschaft waltet, sei sie nun gehegt.
So lasst die Wasser laufen, lasst uns die Burschen taufen, Hanns Gutenberg zu Mainz am Rhein, er mag im Geiste Zeuge sein!“
Sind die Gäutschlinge dem Bad entstiegen, kann der Gautschmeister folgende Rede halten: „Kornuten !  In Wahrung von Brauch und Sitte habt ihr im Namen von Altmeister Gutenberg die Wassertaufe ad posteriorum empfangen. Damit soll symbolisch gezeigt sein, daß es notwendig war, den Unfug, die Fehlerhaftigkeit, die Murxerei und Hudelei der Lehrzeit zu beseitigen und abzuwaschen. Ihr sollt vor diesem großen Forum aller Mitarbeiter unserer Offizin bekennen und versprechen, daß all dieser falsche Brauch nicht mehr vorkommen soll. Fehler und Makulatur soll es ab jetzt nicht mehr geben. Ihr wisst, daß Johannes Gutenberg das Vorbild ehrenhafter Setzer und Drucker ist. Gutenberg und sein Gehilfe Schöffer haben nur sauberste Arbeit gelten lassen und alle Regeln der Kunst streng und mit äußerster Gewissenhaftigkeit angewandt. Das soll auch euer Bestreben sein. Ist es so, so sagt das Bekenntnis: ‚Es sei künftig mein Bestreben, stets ein tugendhaftes Leben.’ Also sollt ihr unsere anerkannten und geschätzten Kollegen sein. Gott grüß die Kunst!“
Einen sehr originellen Text in althochdeutsch gehalten, fand ich und ihn an Stelle des vorigen empfehlen:
„Kornuten ! Wir Jünger der wohledlen Schwarzen Kunst und verordnete Hüter alten gutenbergischen Erbes haben heute an euch in Anwesenheit sämtlicher zünftiger Meister als auch Gesellen unserer Kunst ernstlich betreibenden Offizin die löbliche Wassertaufe ad posteriorum et podexiorum mit wohlangewendetem Fleiß und in gebührlicher Weise vollzogen. Altem Ursprung und Herkommen gemäß ist der weihevolle Actus unter gewissenhafter Beachtung aller mennig schicklichen Zeremonien und Kunstgebräuche als Ritus despositionis vor sich gegangen und soll nun mit einem ehrenvollen Trunk aus dem Humpen besiegelt werden. Kraft dessen ihr dann, gegenwärtige Kornuten, aus dem Kornutenstande entlassen und damit in alle uns von weiland Kaiser Friedrich verliehenen Rechte eingesetzt sowie in den Kreis der ehrlichen Zunftgenossen aufgenommen seid.“
Wenn sich die Drucker etwas einfallen lassen und es verstehen, den Gautschakt am Marktplatz schön und originell zu gestalten, so kann das Gautschfest zu einem großen Werbetag für die schwarze Kunst werden.
In den nächsten Tagen muß nun der Festabend vorbereitet werden. Der Gautschmeister und die Gäutschlinge besprechen das Notwendige und treffen die Vorbereitungen.
Es sei auch eine lobenswerte Gewohnheit mancher typographischer Vereinigungen nicht vergessen. Sie feiern an jedem 20. Juni, dem Johannistag, ein Johannisfest zur Erinnerung an Johannes Gutenberg. Diese Gelegenheit wird dann oft zum Anlaß genommen, mit dem Gautschakt das Fest zu beginnen.

Die Vorbereitungen - 2. Teil
Es sind von den Gäutschlingen und dem Gautschmeister einige Vorbereitungen zu treffen. Verhandlungen mit einem Gastwirt sind sofort nach dem Gautschen aufzunehmen, damit ein Nebenzimmer in der richtigen Größe reserviert wird. Er muß eine passende, ausreichend große Tafel zusammenstellen. Die Anzahl der Gedecke und das gewünschte Essen sowie der Preis soll vereinbart werden. Dem Gastwirt ist ferner zu sagen, daß ein Fässchen Bier im Nebenzimmer angestochen werden soll und daß Steinkrüge gewünscht werden.
Sehr schön und auch sehr zweckmäßig ist es, Tischkarten zu schreiben. Erstens sehen die Tischkarten auf der Tafel sehr dekorativ aus und zweitens ist man dann sicher, daß die befreundeten Kollegen beisammensitzen und der Abend nicht mit einem verkrampften Suchen nach dem besten Platz beginnt. Ferner muß auch gewährleistet sein, daß der Gautschmeister, die Gäutschlinge, der Chef und die Gäste die ihnen zustehenden Ehrenplätze bekommen.
Zu den Vorbereitungen gehört auch das Drucken eines Programmes, das auch Liedertexte enthalten sollte, denn an einem fröhlichen Gautschfest singt man Volks- und Wanderlieder. Leider bricht der schöne Gesang allzu leicht kläglich zusammen, weil man nur eine oder zwei Strophen von den Liedern kann. Da hilft es, wenn man die beliebtesten Lieder auf der Maschine absetzt und auf der Abziehpresse in der entsprechenden Zahl abzieht, um vielleicht als Leporello neben jedes Gedeck zu legen.
Die Wände sind hinter dem Tisch, der dem Gautschmeister als Ablage und Kerzenständer dient, mit dem Gutenberg-Bild, dem Druckerwappen und den Berufsfarben Purpur, Gold, Blau, Silber und Schwarz zu gestalten.
Die Gäutschlinge müssen mindestens eine halbe Stunde vor Beginn des Festes in das Lokal, um diese Vorbereitungen zu treffen und die Dekorationen rechtzeitig anzubringen.

Ehrengäste
Zum Gautschfest werden in der Regel nur die gegautschten Kollegen eingeladen. In diesem Falle ist die Gautschfeier reine Männersache unter Meister und Gesellen des Betriebes.
Es muß aber gesagt werden, daß es der Gautschfeier bestimmt nicht abträglich ist, wenn auch andere Kollegen und Kolleginnen, mit denen man täglich zusammenarbeitet, eingeladen werden. Die Ehefrauen kommen auch gerne mit. Auch einen gern gesehenen Kunden, eine Redakteurin oder einen Redakteur kann man abwechselnd einmal einladen. Alle diese Gäste geben dem Fest einen größeren Rahmen und fördern die festliche und fröhliche Stimmung. Sie alle freuen sich sehr, wenn sie einmal bei der geheimnisumwitterten Gautschfeier dabei sein dürfen. Die Ehrengäste ladet der Gautschmeister oder sein Beauftragter ein.
Wenn sich durch besonders erfreuliche Zusammenarbeit ein Verleger, Redakteur oder Werbeleiter auszeichnet, kann man ihm bei dieser Gelegenheit den Gautschbrief „honoris causa“ („ehrenhalber“) verleihen, was dann auf dem Gautschbrief ausdrücklich eingedruckt werden muß. Das soll aber eine Ausnahme bleiben, die Seltenheitswert (wie ein Ehrenbürgerbrief oder die Ehrendoktorwürde) besitzt. Die Freude über eine solche Ehre ist groß und die Geste der Anerkennung ist dem gegenseitigen guten Verhältnis außerordentlich förderlich.

Gestaltung des Festabends
In einer Ecke des Gastraumes wird ein Tisch aufgestellt, der mit Kerzen, einem dicken alten Folianten und dem fertig, mit Namenseindruck versehenen Gautschbriefen geschmückt wird. Die Wand dahinter wird mit den Buchdruckerfarben Purpur, Gold, Blau, Silber und Schwarz, mit dem Druckerwappen und dem Bild Gutenbergs dekoriert.
Auf der großen Tafel wird ein Essen aufgetragen. In einer Ecke steht ein Fässchen Bier, auf dem Tisch stehen Steinkrüge. Zuerst wird gemeinsam gegessen. Danach zieht sich der Gautschmeister um. Er erscheint wieder im Talar und Amtsbarett mit langem Zottel.
Die Kerzen auf dem Tisch werden angezündet, das elektrische Licht ausgeschaltet. Der Gautschmeister, links und rechts flankiert vom Schwammhalter und dem ersten Packer, liest aus dem großen Folianten:
“Wir Jünger der wohledlen schwarzen Kunst und verordnete Hüter alten gutenbergischen Erbes, werden heute - nach vollzogener Wassertauf’ ad posteriorum - in Anwesenheit sämtlicher zünftigen Meister als auch Gesellen unserer Kunst ernstlich betreibenden Offizin mit wohlangewendetem Fleiß und in gebührlicher Weise die Aufnahme der Kornuten in den Kreis der Schwarzkünstler besiegeln. - Wie einst die Alten stolz zu tun geruhten, so tun auch wir zu alten Brauches Preis. Drum laßt sie nie uns hassen, die Bütte und den Nassen. Sie seien Sitte und Begehr, Johannes Gutenberg zur Ehr! Nur wer gegautscht, ist rechter Art und zünftig, nur so wird er als Jünger hoch geschätzt. Drum sei beim Postulat jetzt und künftig, der Allerwerteste mit Fleiß benetzt. Wir müssen allzeit netzen welchs unser Orden hält, im Drucken und im Setzen netzt man, daß nichts umfällt.“
Nach diesem Trinkspruch fordert der Gautschmeister alle Anwesenden auf einen Schluck auf das Wohl der Gäutschlinge zu nehmen. Nun setzt der Gautschmeister seine Unterschrift unter den Gautschbrief. Es folgen der Schwammhalter, die Packer und die Zeugen: alle anwesenden Meister und Gesellen. Mit Handschlag gratulieren sie den Gäutschlingen. Der Gautschbrief wird mit dem Petschaft des Betriebes bzw. der Zunft gesiegelt.
Alles kehrt an die Plätze zurück, das Licht wird wieder eingeschaltet, man stimmt Wander-, Burschen- und Volkslieder an, zum Beispiel: Ein Heller und ein Patzen; Wer recht in Freuden wandern will; Wem Gott will rechte Gunst erweisen; Wohlauf die Luft geht frisch und rein; Auf du junger Wandersmann; Es bleis ein Jäger; Wilde Gesellen vom Sturmwind verweht; Keinen Tropfen im Becher mehr; Schwarzbraun ist die Haselnuß; Gaudeamus igitur; Am Brunnen vor dem Tore; Horch was kommt von draußen rein; Im schönsten Wiesengrunde; Wenn alle Brünnlein fließen; Kein schöner Land; Der Mond ist aufgegangen; Ade zur guten Nacht.
Dazwischen werden Reden gehalten, insbesondere vom Chef. Der Gestaltung der Gautschfeiern sind keine engen Grenzen gesetzt. Fantasie und Witz der Schwarzkünstler sollen sie lebendig gestalten. Nur eines ist Bedingung: Ehret eure alten Meister, Lobt Gutenberg. Sprecht mit dem großen Schriftkünstler Rudolf Koch: „Wir sind Schriftschreiber, Stempelschneider, Schriftsetzer, Buchdrucker und Buchbinder aus Überzeugung und Leidenschaft.“
Den Gäutschlingen und der Tradition zur Ehre und dem Glanz des Gautschfestes zuliebe kommt man im dunklen Anzug. Es ist eine Erfahrungstatsache, daß ein solcher Abend noch schöner und erfreulicher wird, wenn alle mithelfen, ihn zu gestalten und sei es nur durch die festliche Kleidung.

Wer bezahlt die Gautschfeier
Bis um das Jahr 1800 war das Deponieren und Postulieren für den Kornuten gelegentlich eine so teure Angelegenheit, daß man dabei um Sack und Bändel kam, weil das Fest mit seinem fröhlichen Schmaus und Trank oft kein Ende nehmen wollte und nahezu eine volle Woche dauern konnte. Darum verbot Maria Theresia im Jahre 1771 für Österreich als erste diese damals so raue Sitte. Nach und nach folgten auch die anderen Länder mit dem Verbot. Anfangs des neunzehnten Jahrhunderts kam dann die etwas kleinere Form des Gautschens auf. Ohne ein berufliches Fest ging es bei den standesbewussten Druckern eben nicht und nach wie vor ist es Brauch und Sitte geblieben, daß Meister und Gesellen das Fest gestalten und die Gäutschlinge die Zeche bezahlen.
Wenn Gäste und Angehörige eingeladen werden, gehen diese keineswegs zu Lasten der Gäutschlinge. Die Meister und Gesellen bezahlen für ihre Angehörigen. Der Chef wird den Ehrengast übernehmen.
Der Gautschmeister sollte aber unbedingt darauf achten, daß die Belastung der Gäutschlinge sich in angemessenem Rahmen hält. In der Regel wird auch der Prinzipal einen Beitrag zur Entlastung der Gäutschlinge leisten.

Der Gautschbrief
Der Gautschbrief soll als bleibende Erinnerung an den festlichen Akt der Würde des Anlasses entsprechen. Er soll lebenslänglich dem Gehilfen als Empfehlung gelten. Die Gautschbriefe werden vom Gautschmeister bestellt und von den Meistern und Gesellen, gelegentlich auch vom Chef, bezahlt.
Bei der Bestellung empfiehlt es sich, die Vordrucke möglichst  gleich für mehrere Feste zu bestellen, weil bei einer größeren Anzahl sich durch die günstigere Teilung der Versandkosten der Preis für den einzelnen Gautschbrief erheblich verbilligt. Es ist auch daran zu denken, daß es beim Eindrucken von Namen und Daten in der Abziehpresse leicht Makulatur gibt. Die Porto-, Nachnahme- und Verpackungskosten belaufen sich in jedem Falle auf 2,- DM. Ferner empfiehlt es sich, von der Preisstaffelung her ebenfalls eher einige Exemplare mehr zu bestellen. Denn 1 Stück kostet 5,- DM, ab 3 Stück 4,50 DM, ab 5 Stück nur noch 4,- DM pro Stück usw.
Der Gautschbrief ist in der Gestaltung eng an das große Vorbild angelehnt: an die 42zeilige Bibel von Altmeister Gutenberg. Er zeigt die dort verwendeten schönen Textur- und Unzialeschriften und frohe, kräftige Farben. Der Gautschbrief wird am Kopf von drei Wappen geziert. Das erste zeigt den Druckergreif, das zweite Wappen den doppelköpfigen Adler mit Tenakel und Winkelhaken, das dritte Wappen ist das Hauswappen Gutenbergs mit dem Bettelmönch. Den Fuß des Gautschbriefes bildet ein Siegelvordruck mit dem Bild Gutenbergs. Mit den leuchtenden Farben Rot, Gold, Blau und Schwarz bildet dieser Gautschbrief ein Bild festlicher mittelalterlicher Farbenpracht.
Zum Abschluß darf ich noch aus dem Schrfitsetzerlehrbuch die Worte von Professor Josef Käufer zitieren: Möglich, daß in der Zukunft vielleicht die Metallettern endgültig durch die Fotografie abgelöst werden wird, wie es sich durch die Fotosetzmaschinen ankündigt. Aber auch dann wird der Gestalter, der an die Stelle des Setzers treten wird, mit Linsen und Kopiergeräten keine andere Arbeit tun als er, wird Schriftsetzer sein und bleiben. Und sicherlich wird auch weiterhin in festlichen Stunden der alte Handwerkergruß gelten: Gott grüß die Kunst !   

Nur derjenige durfte die „Schwarze Kunst“ erlernen, der eine „aus einem reinen und unbefleckten Ehebette, von untadelhaften Eltern gezeugte Geburt“ nachweisen konnte.
Aus diesen strengen Erfordernissen entstanden dann den akademischen ähnliche Bräuche, zumal die Buchdrucker in den Universitätsstädten das akademische Bürgerrecht besaßen.
Die Deposition, die „Lossprechung“ des Lehrlings, ist seit dem 16. Jahrhundert geläufig. Nach seiner Freisprechung hatte der Lehrling für zwei Jahre in den Stand der Cornuten einzutreten, ehe man ihn als Gesellen mit seinen Rechten und Pflichten aufnahm.

  Depositio, verfasst von Johann Rist, 1654

Wie bei den Studenten wurde dem Cornuten zur Reinigung mit Kräutern versetztes Wasser gebracht, da die ihm „anhaftende schlechte Eigenschaft des üblen Geruchs wiederkehrt“. Doch nicht nur das Wasser war da die reinigende Kraft, sondern auch Bier und Wein hatten den Schmutz weg zu spülen.
Um dieser „Narretei“ Herr zu werden und der Zunft Ernsthaftigkeit auf zu zwingen, wurde 1803 auf Betreiben der Druckereibesitzer auf deutschem Gebiet die Deposition verboten.
Doch trotz des Verbotes ging das Feiern der Lossprechung munter weiter. Um das 19. Jahrhundert wird das Gautschen erstmals bekannt. Der Begriff wurde von der Papierherstellung übernommen und bedeutet das Entwässern der Papierbahnen.
Die Gautsch ist also  die feierliche Taufe der Buchdruckergesellen. Der Geselle wird von den Packern „gestellt“, auf den auf einem Korrekturschemel liegenden, mit Wasser vollgesogenen Schwamm gesetzt und vom Gautschmeister „getauft“.

Leitfaden für Gautschfeiern:
„Das Ehrenamt des Gautschmeisters muß stets dem Ältesten der Offizin vorbehalten sein. Es ist eine Sache des Fingerspitzengefühls, daß man einem Gäutschling vorgerückten Alters nicht von einem weit Jüngeren die Ehre der Jüngertaufe erweisen lässt. Gautschmeister, das setzt eine gewisse Würde und Reife voraus. Diese wichtigste und hervorstechendste Figur im Kreise der Gautschbeflissenen ist im Brauchtum der Buchdrucker nur durch eine würdige Persönlichkeit augenscheinlich zu machen.“

1936

Dieses Heft wurde in der Universitäts-Buchdruckerei „Styria“ im Handpressendruck in einer Auflage von 100 fortlaufend nummerierten Exemplaren im Oktober 1936 hergestellt. - Wortgestaltung der „Topographia Typographica Styriae“ Franz Lackner; übrige Texte Kurt Lackner - Ausführungs-Entwurf Willi Teuschler. - Zeichnungen und Schnitte Rupert Walter
Pakkt an !
Lasst seinen corpus posteriorum fallen auf diesem nassen Schwamm,
bis triefen beide Ballen,
der durst’gen Seel’ gebt ein Surtzbad obendrauf:
das ist dem Sohne Gutenbergs die allerbeste Tauff !
Sie gaben den Anlaß: Jellinek, Weigand, Elis, Grübler, Turk, Watzl, Pohoniker, Gruchol, Friedl, Pachelhofer, Eckl, Valek, Groß, Pater
Festabend zu Ehren der mit der zunftheiligen Wassertauff Bedachten am Sonnabend, 14. November 1936

1955
Zweite Gautsch der „Styria“ und gleichzeitig letzte unter dem Gautschmeister Franz Lackner

1959
Dritte Gautschfeier der „Styria“ und erste unter dem neuen Gautschmeister Otto Pammer

1961
Interne Gautsch bei der Firma Leykam auf der Terrasse im 1. Stock vor der Maschinsetzerei
Leykam Leykam Gautsch

1964
Samstag Gautschfeier von 23 Kornuten der ehrwürdigen Offizin des Andreas Leykam zu Graetz im Grazer Landhaushof mit Zentraldirektor KR Dr. Elleberger und Gautschmeister Franz Kleinsek


Gäutschlinge: Ernst Brunner, Gerhard Elßer, Peter Fritsch, Siegfried Grebien, Anton Haas, Franz Jari, Gottfried Jakolitsch, Helmuth Kroicher, Herbert Lenz, Kurt Lücker, Bernhard Madler, Gerhard Majhen, Heinz Nozir, Günther Prettenthaler, Wilhem Rumpelsberger, Peter Rosegger, Werner Sammer, Ferdinand Szokasits, Nikolaus Teslitsch, Helmut Thomüller, Stefan Turnowsky, Karl Weinelt und Walter Zöhrer.

1965  
Am Samstag, dem 30. Oktober, um 12 Uhr Gautsch von 17 Gutenberg-Jüngern in der Universitäts-Buchdruckerei „Styria“ in Graz: Rudolf Binder, Bruno Galli, Peter Herzog, Peter Jerolitsch, Wolff Kieberl, Ernst Krenn, Joachim Lippitz, Reinhold List, Franz Reiber, Hans Rieger, Erwin Seewald, Miro Stajcer, Harald Steirer, Josef Theißbacher, Gerhard Treffkorn, Siegfried Walter.

1970 
Am Erchtag (Dienstag), den 13. Gilbhartus (Oktober) XCXLXX, um Glokk 10, Wassertauff der altehrwürdigen Drukkeroffizin „Styria“ im wilden Pumperwaldl (Augarten) von 31 Jüngern der Schwarzen Kunst, darunter Karlpeter Elis

                                                     Styria-Gautschfeier 1970

1971
Im September Gautschfeier der Offizin Dorrong

1972
Ehrengautsch von Wirtschaftslandesrat Anton Pelzmann im Hof der Landesberufsschule VII in Graz-St.Peter

Die Packer Julius Schönwetter und Gert Ragossnig befördern Landesrat Anton Pelzmann ins vorgekühlte Nass.

1976
Mit der Gautsch am 4. September in Hartberg beenden 13 Jünger Gutenbergs Lehrlinge ihre Lehre der Buchdruckerkunst.
 

Wassertauff im Hause Styria am Rupertitag (Freitag, 24. September)
Wilhelm Gomboc, Hermann Fließer, Klaus Schopper, Karl Zorn, Felix Gerlitz, Hans Kasch, Werner Egger, Leo Stubinger, Gerhard Sammer, Karl Ferlin, Erwin Just, Walter Pußwald, Siegfried Reiter, Helmut Krenn, Walter Spätauf, Josef Stadler, Adolf Glößl, Helmut Koch, Walter Wally, Wolfgang Fink, Franz Leitheim, Helmut Köstl, Walter Grasmugg, Reinhard Massegg, Wolfgang Freitag, Thomas Pelzl, Wolfgang Muhr, Heinz Neumann, Reinhold Riedel, Alois Reinprecht, Karl Beibtreu, Heinrich Karner, Erwin Harrer, Josef Majcen, Peter Mohapp, Helmut Gutbrunner, Egon Kleeweiss, Ulf Walter, Walter Mühlberger

                
Styria-Gautschzeitung vom 24. September 1976                                          Wassertaufe von Karl Heinz Kriehuber in Voitsberg

Am Freitag, dem 8. Oktober, Gautsch von fünf Gehilfen der Buchdruckerei Kriehuber in Voitsberg: Gottfried Gritschnigg, Ronald Kallinger, Karl Heinz Kriehuber und Heinz Walcher beendeten erfolgreich ihre Lehrzeit.

Im Oktober Gautschfest der ruhmhaften Offizin Dorrong zu Graz: Werner Koch, Gerhard Streicher, Manfred Vallant, Johann Mitterbacher, Norbert Kemmer, Helmut Bögner, Otto Moder, Hans Zwangsleitner, Franz Prachatschek, Gerhard Seher, Siegfried Kasslatter, Willi Maier                                 

                                                                                                                                                           Dorrong Gautschfest 1976

1977
Am St.-Kassian-Tag, dem 13. August, um 16 Uhr Wassertauff ad posteriorum und Gautschbrieff-Reychung coram publico am Hauptlatz des Marktes Eibiswald von allergnädigst Landesherrn Dr. Friedrich Niederl sowie von Cornuten der Officinen Caesar-Druck Leibnitz, Iris-Druck Judenbeurg, Khil-Druck Graz, Koralpendruckerei Deutschlandsberg und Druckerei Schönwetter Hartberg: Franz Egger, Gerald Götz, Alfred Hofmann, Josef Höllmüller, Albert Koinegg, Herbert Krasser, Franz Kreuzer, Gerhard Marko, Franz Neuhold, Helmut Posch, Michael Rappold, Helmut Reinisch, Johannes Reiter, Franz Schmidbauer, Werner Stani, Friedrich Trabi, Rudolf Zenz
1977 Gautsch von Landeshauptmann Dr. Niederl in Eibiswald
                        

1978
Öffentliche Gautsch der Offizin Johannes Köck am Wallgraben zu Fürstenfeld am Tage Johannes des Täufers, dem 24. Juni.
Ehrengautsch von Bürgermeister Dr. Rudolf Maier

Gautsch der Offizin Schmerzeck am Hauptplatze von Prugg an der Muhrer am Sebaldustag, dem 19 August, Glokk 10. Folgent Cornuten sind zur Gautsch erküret: Günther Glaser, Edmund Krebs, Helmut Graf, Johann Osoinig und Kurt Stafacher sowie Generalssek. Dr. Hans Inmann und Red. Helmut Grünauer

Wassertauff der wohledlen Schwarzen Kunst am Freitag, dem 8. September, um 16 Uhr vor der Offizin "Gutenberghaus" in Knittelfeld


                        1978: Gautschfeier der Druckereien "Köck" in Fürstenfeld und "Gutenberghaus" in Knittelfeld

1982
Anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Druck in Österreich" am 24. September Festveranstaltung an der Landesberufsschule VII für das graphische Gewerbe mit der Gautsch von ausgelernten Lehrlingen steirischer Druckereibetriebe in Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Josef Krainer.

                                                                            Ehrengäste v.l.: Heuberger, Sapper, Edegger, Krainer, Hasiba, Pontscha, Moser

                                                                           Fanfarenbläser - Gautschmeister Rudolf Krasser

                                                Othmar Khil und Rudolf Krasser - Packer

                                                                                                      "Ein Sturzbad obendrauf, das ist des Jüngers allerbeste Tauff"

1984
Wassertauff am Koralmbrunnen in Londsberg am Thomas-Tag, 22. September, Glokk 4 des Nachmittags der Cornuten Walter Gross, Manfred Koller, Walter Kraxner, Hermann Lafer, Klaus Schuster, Maria Theussl, Ewald Tappler und Johann Velikonja sowie von BH Hofrat Dr. Herbert Schell, Präs. Ernst Fröhlich (Schweiz), Hannes Zaugg (Schweiz), Heiko Heers (DIKOPA Wien), Günter Zainzinger (Rotaprint Wien), Kammerobmann Reinhold Purr und BSI Erich Paulitsch 

1986
Gautschfeier der Offizin "Styria" am 14. November
 

1990
Am St. Maximilian-Tag (Freitag) des 12. Oktober Gesellentauff und Gautschbrieff-Reychung in der wohlachtbaren, altehrwürdigen Universitäts-Drukkstatt „Styria“ zu Grätz: Pressvereins-Obmann Univ.Prof. Dr. Johann Trummer, Egon Anderle, Peter Anderle, Michael Autengruber, Markus Baumann, Manfred Buchberger, Karin Weinelt, Franz Ederer, Heinz Fliesser, Franz Glatz, Christian Greiner, Kurt Grengg, Meinhard Haas, Manfred Hajdinyak, Klaus Hochleitner, Peter Holleczek, Wolfgang Hubmann, Karl Hütter, Arnold Insupp, Herbert Kaiser, Dieter Knoblauch, Robert Konrad, Harald Kriegl, Harry Letonja, Dietmar Lindner, Farnz Masilko, Birgit Michel, Andreas Mitterbacher, Johann Muhri, Gerald Murlasits, Gertrude Neubauer, Sandra Oswald, Bernd Payer, Fritz Pirnik, Wolfgang Potocnik, Gerhard Reicht, Peter Sauseng, Didi Schäffner, Günter Schlagenhaufen, Günther Schuster, Gerald Stajko, Johann Stengg, Bruno Stoff, Fred Tapler, Claudius Teuschler, Walter Wally, Gerald Walter, Franz Windischmann, Herbert Zach, Marion Zach.
  
     Wassertaufe für den Obmann des Katholischen Pressvereines, Univ.Prof. Dr. Johann Trummer

1992
Gautschbrief der Wiedertaufe von Hanns Dichand am 1. Oktober anlässlich "20 Jahre Steirerkrone" am Lendplatz in Graz.


Von Gottes Gnaden / Wir edlen Juenger Gutenbergs des Heiligen Roemischen Reiches thun anmit Jedermaenniglich unserer Kunstgenossen kund und zu wissen / daß der Juenger der edlen Buchdrukkerkunst / Herr Hanns Dichand auf Grunt und Anlaß des spectaculums iubilaris "XX anni Corona-Styriae" nach altem Brauch und Herkomb mit Zuziehung der Directores und Magistri der loeblichen scola publica professionis der Schwartzen Kunst zu Grätz a.d. Muher / die Wassertauff ad posteria in reminicentia erhalten hat und damit Selbiger in saembtlichen uns von Kaiser Friedrich III. verliehenen Rechte und Privilegien iterum bestätigt wird. Krafft derselben gebieten wir allen unseren Kunstgenossen, obgenannten Juenger Gutenbergs als richtigen Schwartzkuenstler iterum anzuerkennen. Der Brieff sey Dank und Anerkennung dafor, daß Selbiger in Seyner Regentschafft unuebersehbare Zeichen gesetzt hat, die drauff verweisen, daß er auch hinkuenfftig der nit immer gantz leycht zu behandelnden Eygenart der Juenger Gutenbergs mitt Allerhoechstem Verstaendnis begegnet. Gegeben zu Grätz a.d. Muher zu Remigi am I. Octobris im Jahre des Heyles MCMXCII / Gott grueß die Kunst !