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Johannes
Gutenberg

Älteste Darstellung Gutenbergs
Pariser Kupferstich aus dem Jahre 1584
um 1397
Henne Gensfleisch zur Laden, genannt Johann
Gutenberg, wird am Johannistag des 24. Juni in Mainz als Sohn einer alten
Patrizierfamilie geboren. Sein Vater war Friele zur Laden zu Gutenberg,
seine Mutter Else Wyrich.
1428
Auf Grund der Streitigkeiten zwischen den Zünften und Patriziern wandert
Gutenberg aus Mainz nach Straßburg aus, wo er sich als Goldschmied,
Spiegelschleifer, Steinepolierer und
Edelsteinverkäufer verdingt..
1439
Wegen Gutenbergs "geheimer Künste" wird ihm in Straßburg der Prozess
gemacht, den er gewinnt.
1448
Gutenberg ist urkundlich in Mainz nachweisbar.
1450
In dem reichen Mainzer Kaufmann Johannes Fust findet Gutenberg einen
Finanzier, der ihm zwei Mal 800 Gulden vorstreckt.. Mit dem
geliehenen Geld richtet Gutenberg seine Werkstatt ein: Er kauft Blei,
Papier und Pergament, konstruiert ein Gießinstrument zum Gießen von
einzelnen Typen aus einer speziellen Metall-Legierung, entwickelt den
Winkelhaken zum Aufreihen der Lettern in Zeilen, lässt eine hölzerne
Druckpresse bauen und mixt eine schwarze Druckfarbe aus Leinöl und Ruß.

Vom Stahlstempel
über die Matrize zur Letter

Moule pour la Fonte, 18.Jh.
Rekonstruktion der Druckpresse Albrecht
Dürers nach seiner Zeichnung von 1511
1452
Gutenberg beginnt mit dem Druck der 42zeiligen Bibel.
In den Jahren unseres Herrn, da man schrieb 1450, da war ein gülden
Jahr: Und da begann man zu drucken und war das erste Buch, das man
druckte die Bibel in Latein. Und die wurde gedruckt in einer großen
Schrift, wie die Schrift, daraus man heute Meßbücher druckt."
Chronik von Köln, 1499 1455
Gutenberg vollendet nach dreijähriger Arbeit die 42zeilige Bibel, das
erste große Werk in der neuen Kunst. Die in zwei Spalten gesetzte Bibel
hat einen Umfang von 1282 Folio-Seiten. 24 vollständige Exemplare sind noch
vorhanden.
42zeilige Gutenbergbibel, 1450-55
Johannes Fust führt wegen des Darlehens von 800 Gulden einen Prozess und
Gutenberg muss ihm seine 180 gedruckten Exemplare der Gutenberg-Bibel
sowie die Werkstatt überlassen.
Fust geht mit dem ehemaligen Gehilfen und Schwiegersohn Gutenbergs, Peter Schöffer, eine
neue Geschäftsverbindung ein.
Johann Fust und Peter Schöffer mit ihrem Druckerwappen von 1462.
1457
Schöffer druckt das dreifarbige Mainzer "Psalterium sive psalmorum", welches das erste
Drucker-Impressum aufweist:
"Gegenwärtige Sammlung der Psalmen, mit schönen Anfangsbuchstaben
geziert und nach Rubriken abgeteilt, ist durch die kunstreiche Erfindung
zu drucken, ohne Hilfe der Feder also gefertigt und zur Verehrung Gottes
nach vieler Mühe und Arbeit zu Stande gebracht worden, durch Johann Fust,
einen Mainzer Bürger und Peter Schöffer von Gernsheim. Im Jahre unseres
Herrn eintausendvierhundertsiebenundfünfzig."
Mainzer Psalter, 1457.
1460
Vollendung der 36zeiligen Bibel. Sie besitzt 881 Blätter und ist noch in
13 Exemplaren erhalten.
1465
Gutenberg wird Hofdienstmann des Kurfürsten und Erzbischof Adolf von Nassau.
Bildnis Gutenbergs aus 1840.
1468
Gutenberg stirbt am 3. Februar und wird in der Franziskanerkirche zu
Mainz begraben.

Das Wappen der Buchdrucker, ein Greif mit
Druckerballen sowie ein Adler mit Tenakel und Winkelhaken, wurde von
Kaiser Friedrich III. verliehen.
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