Start
 vatertag
 Gewitter
 Frühlingsgefühle
 alptraum
 eswareinmal
 fensterblick
 gartenzwerg
 glocken
 hafen
 ichweissnicht
 joghurt
 klick
 komplott
 Kontaktanzeige
 muttertag
 entsetzen
 ostern
 schmerz
 spiegelmontag
 streitaxtgrab
 wasserduft

NR

NEU

 ostern

OSTERN



 

    Osterglück

    Die Frau vom Hahn
    wie hEIßt sie glEIch
    erbebt in ihrem hEIßen Wahn
    ums Auge ist sie schon ganz blEIch.

    Es ist mir heute EInerlEI
    Erhoben habe ich die Finger
    es ist der gelbe EInhEItsbrEI
    strickt auf mEIner alten Singer.

    Der alte Gockel aber spricht
    drauf mach heute EIn Gedicht:
    Kaum bin zurück ich aus dem Basel
    erzittert hier auch schon die HASEl.

    Der Bauer hieb den Kopf ihm ab
    der Gockel wurde drauf ganz schlapp
    da steht er in den alten ScHUHN
    jetzt hat er ZEIt sich auszuruhn.

    WILHELM


     

    Die Ostersocke

    Die Ostersocke zieht durchs Land! Bäume schlagen aus, Narzissen nicken weise und
    Weidenkätzchen schnurren. Alles atmet Freude und Aufblühen. Freude davongekommen zu sein und Aufblühen vor lauter Erleichterung.
    Seit Anbeginn der Zeiten hockt die Ostersocke 364 tage im Jahr in einem modrigen Loch. Aber Ostersonntag kommt sie raus und streift über die Lande um zu künden, daß Ostern ist.
    Wehe dem, der auserkoren ist, ihre Botschaft entgegenzunehmen! Kein schnupfen, kein Nasenschutz hilft der armen Kreatur. Dies Ostersocke stinkt nicht, sie ist die Essenz des  Gestankes. Steht sie dir gegenüber, laß alle Hoffnung fahren. Und Jahr für Jahr wundert sich die Ostersocke aufs Neue, daß sie wieder nicht zu den populären Ostererscheinungen gehört.

    WRETCH


     

    Das Lamm

     Seltsam. Viele Menschen auf der Weide. nehmen fast alle von uns mit sich. Nur mein Bruder, ein Schwarzer, und ich bleiben übrig. Die Menschen sind fröhlich, Kinder pflücken Osterglocken. Ein kleines Mädchen streckt mir eine ins Halsband, streichelt mich. Warum nur habe ich so ein seltsames Gefühl? - Der Bauer kommt früh, noch gar nicht Futterzeit. Führt mich in die Scheune, bindet mich. Reißt mich an den Hinterläufen hoch, daß meine Sehnen reißen. Hängt mich an einen Haken, kopfunter. Mein Schreien erbarmt ihn nicht - er spricht zu seinem Gott. Er möge SEIN Opfer annehmen und schneidet MEINE Kehle durch - betend um Vergebung. Mein unschuldig Blut fließt und wird Dich doch nicht reinwaschen. - Verlangt Euer Gott wirklich danach, so verfluche ich ihn bis in alle Ewigkeit - noch bevor mein Auge bricht.

    ELAN


     

    (varstecke)

    ich bin ein freieieieier
    sprach der fruhnling
    und pürzelte über den verhas
    ten schnee und ustete
    (extrar für den wintar)
    noch schnell ein
    haha

    ANDREA


     

    Eine Polemik

    Ostern ist auch nicht mehr das, was es mal war. Jetzt hat doch dieser bescheuerte Urks, statt die von den Urksen gelegten buntbemalten Urkse für die Kinder in Nestern zu legen, drei elementare Worte zur Beschreibung des Osterfestes versteckt. Ein Urks (oder mehrere) ist dafür kein adäquater Ersatz. Herrgott nochmal, wie soll ich es da Ostern werden lassen. Jesus nein, es ist ein Kreuz!
     

    MIKE BARTEL