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 wasserduft

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 wasserduft

    WASSER, DUFT



     

    Der Hund, der lässt gelbes Wasser,
    mit zierlich gehobenem Bein.
    Seine Pfoten, die werden zwar nasser,
    doch was sein muss muss eben sein

    Die Beine, nun zittern sie mächtig,
    er drückt und er schiebt und er presst
    eine bräunliche Wurst gar prächtig
    liegt jetzt auf dem Pflaster: welch Fest.

    In manch Hundedamennase
    steigt nun dieser köstliche Duft,
    erwecktet dort wilde Extase
    es ist die Natur, die hier ruft.

    Es sendet der Liebsten Grüsse
    der Hund dort am Wegesrand:
    voll Hoffnung, doch unsere Füsse
    zertreten sie lieblos im Sand.

    Oh lasst uns doch dieser Wonnen
    gedenken, dem Tier, das stets in uns lebt,
    wenn bräunliche Scheisse, zerronnen,
    demnächst an den Schuhen uns klebt.
     
     

    IT


     

    Dein wild-verschlaf'ner Morgen-DUFT
    Mich stets zur Paarung mit Dir ruft.
    Ich roll' mich langsam zu Dir hin,
    Bis ich an Deiner Seite bin.
    Ich krieche unter Deine Decke,
    Wo ich Dich mit den Fingern necke,
    Du atmest schwer, ich hör's mit Lust,
    Weil Du noch immer pennen tust.
    So nach und nach werd' ich dann kühn,
    Weil meine Nervenenden glühn',
    Und mit Bedacht, doch unaufhaltsam,
    Natürlich zärtlich, nicht gewaltsam,
    Vergreif' ich mich an all den Sachen,
    Die mir so recht viel Freude machen.
    Da gibt es Kurven, flache Stellen,
    Erhebungen und sanfte Wellen,
    's gibt Haut und Härchen, feine Ritzen,
    Und langsam fang ich an zu schwitzen.
    Kaum noch bei Sinnen und im Nu,
    Knöpf' ich dann auf, was vorher zu,
    Befreie, was gefangen war,
    Berühr's, betracht's, find's wunderbar.
    Schlägst Du dann Deine Augen auf,
    Lieg ich schon beinah' auf Dir drauf,
    Begrüße Dich mit einem Kuß,
    Weil soviel Zeit ja seien muß.
    Du lachst mich nett und fröhlich an,
    Sagst: "Hach, mein lieber, guter Mann,
    Hör nur nicht auf, mein Süßer, Blasser!
    Doch vorher laß ich nochmal WASSER.

    MARK


     

    Der Himmel ist jadegrün, rosabewölkt. Regenbogenvögel durchtanzen die Luft, es duftet
    nach Ming
    Shu, morgenfrisch. Ein blauer Papagei singt eine Baccarole, mit einem Tenor zum
    Weinen schön,
    begleitet vom Rauschen des Wasserfalles. Der darunterliegende See schimmert wie
    flüssiges
    Silber, doch ihre gebräunte Haut schimmert wie Gold. Das warme, weiche Wasser perlt
    auf ihrer
    Haut ab, es ist als ob unzählige kleine, zärtliche Finger sie sanft berührten. Mit zartem
    Schaum umhüllt sie ihren Körper, und während er sie von Kopf bis Fuß umschmeichelt ,
    fügt er
    Ihrem zarten Eigenduft eine Nuance Frühling hinzu, bevor er vom Wasser aufgelöst und
    davongetragen wird.

    Plötzlich wird das Wasser kalt. "Mist", denkt sie bei sich, "Der Warmwasserspeicher ist
    schon
    wieder leer." Schnell springt sie aus der Dusche, greift nach dem nächsten Handtuch
    und hüllt
    sich darin ein. Der Anblick der weißen, Kälte ausstrahlenden Fliesen reißt sie endgültig
    aus
    ihrem Traum zurück in die Realität.
    "Morgen stelle ich ein paar Pflanzen auf und sorge für ein weniger grelles Licht - dann
    wird
    das Aufwachen wohl nicht mehr ganz so unsanft sein."

     ELAN


     

    Putzenpoem

    Dicht umwölkt
    von Roma, Poison, Nr. 5
    stolzieren sie dahin.
    Mein Duft heisst
    Salmiakgeist.

    Ihre Hände gepflegt
    mit Marbert, AOK, Yves Rocher
    wedeln durch die Luft.
    Meine tauchen in das
    heisse Wasser.

    WRETCH