6.07.2011

Tja leider ist mein lieber Flo am 6.07.2011 von uns gegangen.Am
Abend des 5.07. fing es um 23Uhr an,irgendwie war er komisch,hat
viel gehechelt und gewimmert,dachte er müßte nochmal
Gassi gehen,aber da konnte er schon nicht mehr aufstehen.Vorher
hat er mich noch wild begrüßt als ich vom Spätdienst
kam und ist ganz normal Gassi gegangen und dann auf einmal sowas.
:o( Hab ihn dann ins Wohnzimmer getragen und bin die ganze Zeit
bei meinem Dicken geblieben, es war kein schöner Anblick
meinen lieben Wuffi so zu sehen,aber wenn es soweit ist,ist es
leider soweit. Nach zweieinhalb Stunden hatte er es geschafft
und konnte gehen. Hoffe es geht ihm weiterhin gut.Es war eine
schöne Zeit mit ihm,mit höhen und Tiefen.Nach einem
nicht so schönen Anfang auf den Strassen der Toskana hat
er hoffentlich schöne 13 Jahre mit mir verbringen können.
Werde meinen Freund vermissen!!
Flo’s Geschichte

Flo ist ein Goldenretrivermix den ich am
27.01.98 aus dem Tierheim in Gelnhausen geholt habe. Er lebte
acht Monate im Tierheim und ist am 04.01.97 in der Toskana (Italien)
auf der Straße zur Welt gekommen und wurde von Tierschützern
dort weggeholt,da war er vier Monate alt. Flo war sehr ängstlich
gewesen und ging bis zu meinem ersten Besuch noch nie an der Leine.
Was man auch sehen konnte, denn er sträubte sich mit allen
vieren als ihn eine Mitarbeiterin aus dem Zwinger holte. Als ich
Flo im Zwinger sah, wußte ich gleich entweder der oder keiner.
Er war schon ein häufchen Elend, lag zusammen gekauert in
der Ecke und schaute immer ganz schüchtern weg wenn man ihn
ansah. Wir sind dann fünf sechs mal zusammen Gassi gegangen,
anfangs auf dem Tierheimgelände und später draußen.
Ich hab ihn dann einfach dahin laufen lassen wohin er wollte,
das war am besten so.
Dann nahm ich ihn am 27. mit nach Hause
und mußte feststellen, das noch einige Schwierigkeiten auf
mich zukamen. Er bekam dann Demodex Milben, die wir erfolgreich
bekämpften und er lief zweimal weg, weil er sich erschreckte.
Beim ersten mal wollte ich ihn festhalten, weil ein Auto kam und
er dachte ich wollte ihm was böses und hat sich aus dem Staub
gemacht für einen Tag und eine Nacht. Beim zweiten Mal ist
er einfach über eine Straße zu einer Wiese gerannt,
wo wir eigentlich kurz vorher waren und wurde von einem Auto angefahren,
zum Glück passierte ihm nichts und er rannte weg und war
für mehrere Tage verschwunden. Er hatte wirklich vor allem
und jeden Angst, sobald man die Hand hob zuckte er zusammen, obwohl
man sich vielleicht nur mal am Kopf kratzte, fremde Menschen konnten
ihn die ersten zwei, drei Jahre überhaupt nicht anfassen.
Und selbst Mühltonnen die Nachts auf dem Gehweg standen,
waren ihm nicht geheuer und er machte einen großen Bogen
darum. Nachbarn und Freunde waren schon froh wenn sie mal einen
Nasenstupser bekamen. Manche meiner Freunde fragten mich, wieso
ich den Hund denn behalte und ich meinte weil er es verdient hat
und ich ihn toll finde.

Die erste Zeit hatte er nur im Flur geschlafen,
in so einer kleinen Ecke und ich legte mich irgendwann mit einer
Matratze eine Nacht dazu, damit er merkte das ich ihm nichts tue.
Danach ging es eigentlich aufwärts mit ihm, so langsam aber
sicher rückte er dann bis zum Wohnzimmer vor und irgendwann
schlief er nur noch da :o). Vor anderen Hunden hatte er leider
auch sehr viel Angst, ich habe Flo am Anfang immer nur mit Hunden
zusammen gebracht, die auch friedlich waren. Dann wurde er so
langsam aber sicher Selbstbewußter und wehrte sich auch
schon mal, wenn ihm was nicht paßte. Man brauchte halt sehr
viel Geduld mit ihm und man mußte Flo wirklich alles beibringen
was er so nicht kannte aber es hat sich gelohnt, auch wenn man
manchmal ans aufgeben dachte. Er ist jetzt ein ruhiger fröhlicher
Hund, der auch gut mit anderen Hunden und Menschen zurecht kommt.
Gruß Holger

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