fly.to/pirker
NÖTSCH 2001 und "Erlebnis Strecke"
Nötscher Woche vom 7.April bis 15.April (Ostermontag)

Organisator: Peter Preisegger

Heuer mit dabei: Wolfgang Zarl, Roman Gramer mit Martin und Franz, Herwig Wagner, Karl-Heinz Eder, Rupert Richter-Trummer, Hugo Gold, Christian Klinger und Martin Pirker.

FOTOS hier

Meine Flugtage (mit der Libelle TS):

09.04.2001 - 320km: Ich kam zwar erst um 15:00 Uhr in die Luft, aber in der hochaktiven Luft konnte man bis knapp vor Sunset fliegen. Flug über Sillian, Lienz und Mittagskogel, im reinen Hangwind nochmals bis Kötschach raus, Loggerausfall wg. Batterie, aber bei Steigwerten mit bis zu 4m/s und 3100mNN ein toller Beginn. Wolfgang und Peter flogen (im Nimbus4DM) kreislos von Sterzing über den Hochobir nachhause, das sind so rund 300km geradeaus.

10.04.2001 - 340km: Start um 12:00 bei seltsamer Bewölkung (Schichtwolken aus NW), aber wieder gute Steigwerte und 2800mNN Basis. Es gibt viele Schneeschauer, so flog ich nach Lienz, dann zum Millstätter See, um dann mit Herwig nochmals bis an die Wettergrenze nach Lienz. Interessant waren die guten Steigwerte trotz der geringen Sonneeinstrahlung und der vielen Schneeflächen.

12.04.2001 - 145km: Eigentlich starteten wir nur, weil Rupert ein "Wettabgleiten" veranstalten wollte. Das Wetter vor dem Start war bescheiden, eher kalt und wenig Sonne. Doch der starke NordWest-Wind ließ reines Hangfliegen auf der Südseite des Gailtales zu, Mitte Lesachtal drehte ich dann um. Beim Heimfliegen verglühe ich mich fast, wie kann man bloß gegen einen Nimbus4DM um die Wette fliegen, wenns auch die "Tausender"-Libelle ist :)

13.04.2001 - über 730km: Ich fliege mit Wolfgang in seinem Nimubs4DM. Autogestartet wird mit Wolfgangs Audi Quattro, so haben wir bis zum Abheben 330PS zur Verfügung. Der Flug selber gelingt mit Nordwind-Unterstützung im Hang, guter Thermik und starken Wellen (im Bereich Sillian). Wir flogen ein Jojo Nötsch - Sterzing - Nötsch - Brixen - Feldkirchen und dann nachhause. Der Nimbus ist ein geiles Schiff..

"Erlebnis Strecke" vom 14.4.-21.4.2001

Organisator: Rainer Rose (Segelflugszene)
Trainer: Peter Preisegger (Sportliche Leitung
Co-Teamleader: Werner Scheuringer, Martin Pirker
Mein Flieger: Papa's SZD55

14.04.2001 - 200km: Der Eingewöhnungsflug für meine 4-Mann Gruppe war recht anspruchsvoll, gleich nach dem ersten Steigen gings direkt in die Welle. Leider war es hier oben EIS-kalt, so ca. -35° Grad Celsius in 4300m. Nach einer halben Stunde Flugzeit waren meine Füße gefühlos. Später flogen wir bei toller Basis (3800MSL) und guten Steigwerten bis Sillian, aber nach 6 Stunden Flugzeit ("meine Füße sind soo kalt".."welche Füße?") flogen wir die 90 Kilometer kreislos zurück. Das Wetter war hervorragend gewesen, ein 860-JOJO und mehrere 700er wurden von den Nötschern geflogen. Das war der kälteste Flugtag, den ich je erlebt habe.

15.04.2001 - 355km: Endlich ein Tag für mein Wohlbefinden: Thermik mit Hangwindunterstützung durch Südwind. Ich hatte aus dem Vortag meine Lehren gezogen und mir Thermoschuhe über die 4 Socken gestülpt. Weiters hatte ich 7 Schichten Oberbekleidung an, endlich war es wieder warm in der SZD55. Meine Leute staunten nicht schlecht, wie lange wir im Hangwind ohne Kreis flogen, zuerst kurbelten wir noch am Mittagskogel, dann aber gings flott und geradeaus bis zum Ostende der Koschutta. Hier war es wie auf einer Autobahn mit Gegenverkehr und ständiges Rausschauen war Pflicht, denn es kamen uns Massen von Slowenen und anderen Segelflieger entgegen. Wir flogen mit kurzem Aufkurbeln am Dobratsch dann noch bis Kötsch-Mauthen, dann nochmals Koschutta und schließlich ab nachhause.

17.04.2001 - Durch die vielen Schneeschauer, und zwar heftigen, war es schwer uns zusammen zu finden. Wir flogen eher lokal, ein Wegfliegen wäre zu unsicher gewesen. Trotzdem ging es weiter im Westen hervorragend, aus Lienz wurden ein Tausender und weitere große Strecken geflogen.

18.04.2001 - Unser letzer Flugtag, leider nur zum Lokalfliegen gut. Wir hatten genau über dem Gailtal einen fliegbaren Bereich. Wer die Geduld hatte, bis spät am Abend oben zu bleiben, konnte noch über Kranska-Gora in eine Welle einsteigen und so noch eine beeindruckende Wolkenstimmung erleben.