Orientierungslauf
Dieser Satz darf einfach nicht verschwinden: Gucki und Reinflitz waren so begeistert, dass sie beschlossen haben, selbst auch einen zu veranstalten - ICH HOFFE SIE VERGESSEN NICHT DARAUF! Ich wünsche ihnen viel Erfolg dabei, und dass sie auch wieder aus dem Wald herausfinden. Mittlerweile sind sie seit mehr als sieben Jahren begeistert - oder sie haben wirklich drauf vergessen.

Wenn du nach Lektüre der unten stehenden Berichte auch Lust bekommen hast, einmal mitzumachen, dann melde dich übers Gästebuch.

Datum Ort
13.12.2008 Heidenreichstein
29.11.2008 Zwettl
8.11.2008 Kleinotten
17.11.2007 Waldrandsiedlung
3.11.2007 Kleinotten
4.11.2006 Kleinotten/Großglobnitz
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Zu den Ergebnissen ist anzumerken, dass die größere Anzahl an gefundenen Posten größeres Gewicht hat als die Laufzeit.

In den Ergebnislisten gilt folgender "Farbcode":
                                Glomser -
Damen     Herren
                                Andere   - Damen     Herren      Hunde
                                bei offiziellen OL: den Glomsern bekannte Leute

Heidenreichstein, 13. Dez. 2008: Dani und Mike Nöbauer, ca. 6,5 km, 19 Posten          nach oben

Endlich Schnee! Zwar nicht viel, aber immerhin so viel, dass ich mit noch mehr Freude zur Ritterburg (später stellte sich heraus, dass Rbg Reinberg heißt) nach Heidenreichstein fuhr, wo Mike und Dani einen perfekten Premieren- (und Dani-Geburtstags-) OL hingezaubert hatten. Die Aussicht auf ein hervorragendes Kuchenbuffet als Lohn für die Strapazen ließen mich das Ganze noch schneller angehen. Allerdings erst nach einer langen Wartezeit, weil Krapfi, der noch Kompass-Nachhilfe haben wollte, sehr spät aufkreuzte. Michi kam dann überhaupt erst hin, als alle anderen schon im Ziel waren. Ich schicke mal Krapfis Bericht voraus. Ich habe ihn sehr lustig gefunden, das könnte allerdings auch daran liegen, dass ich vor Augen geführt bekommen habe, was ich alles aufgeführt habe. Hier kommt meine Sicht der Dinge.

Wie gesagt, nach langer Wartezeit ging es auf die Strecke. Raus aus der Hütte und ... erstmal schauen, wo überhaupt Norden ist. Dann bin ich gleich mit Höchstgeschwindigkeit zum richtigen Masten gelaufen, trotzdem langsamer als Krapfi, wie die aufmerksamen Krapfi-Bericht- und Ergebnis-Leserinnen und -Leser sicher bemerkt haben. Punkt 2 war leicht, Punkt 3, nun ja, ich stand wie der Ochs vorm neuen Scheunentor vor der Hütte und sah sie nicht. Max. 20 m davon entfernt rätselte ich, wo sie nur sein könnte. Zwei Nordic Walker(innen) hatten mir oder eher Helene und Marianne auf dem Weg hierher gesagt, dass sie wieder zurücklaufen sollten. (Mit den Namen habe ich´s ein bisschen, ich bitte um Verzeihung, aber es waren zu viele Neue auf einmal.) Was sie damit meinten, merkte ich erst, als ich minutenlang den Bach entlang lief, ohne eine Brücke zu finden. Weil der OL noch so am Anfang war, habe ich mich nicht durchgetraut, ein weiterer Fleck auf meiner nicht mehr ganz weißen OL-Heldentaten-Weste. Als ich dann endlich die Brücke hatte, ging es auf der anderen Seite wieder zurück. Gleich darauf wollte ich gazellengleich über einen kleinen Bach springen, bin jedoch beim Absprung ausgerutscht und konnte mich nur mit Mühe drüberretten. Das wär´s gewesen: langer Umweg und dann trotzdem nass. Bei E traf ich Berni, Grassi und die Walkerinnen. Bei F traf ich dann Andi, aber ansonsten ging es bis G ohne besondere Vorkommnisse. Von G zu H ging´s durch Grünbrache, womit ich endgültig nass war. (Ich bewundere die Leute, die es schaffen, einen OL nicht nur sauber, sondern auch trocken zu beenden. Ich bin immer nass und dreckig.) Ich erkannte in der Karte eine Stromleitung, fand auch eine in natura, und schon ging´s dahin. Es war natürlich keine Stromleitung, sondern was weiß ich, vielleicht ein kleiner Weg. Nun denn, ich war jedenfalls falsch, konnte überhaupt nicht mehr erkennen, wo ich war, wurde panisch, rannte herum wie ein aufgescheuchtes Hendl, umrundete ein Haus und freute mich, dass mir Krapfi entgegen kam. Ich musste also richtig sein. Waren wir aber ebensowenig wie Sophie und Sebastian, die noch G suchten. Wenigstens konnte ich ihnen hierbei ein wenig behilflich sein. (Hat es geholfen?) Es trafen sich hier, fernab jedes Punktes, also Teilnehmer, die G, H und I suchten. Was für Helden! *g* Und hätte Krapfi nicht gesagt, dass ich zu weit herunten bin, ich würde wahrscheinlich jetzt noch suchen. Jetzt, beim nächtlichen Kartenstudium, sehe ich auch, wo die Teiche eingezeichnet sind, bei denen ich war. Am Sa habe ich sie nicht gefunden! Mittlerweile hatte ich einen Stein im Schuh und eiskalte Zehen. Also Schuhe ausziehen, Zehen massieren, pinkeln gehen - und bei der Gelegenheit den Posten I sehen, den ich ganz woanders vermutet hätte. Aber ab jetzt war ich wieder im Plan. J ging super, K auch, L über einen nicht ganz einkalkulierten Umweg, auch die "Ecke" sehe ich jetzt zum ersten Mal. Sieht von euch irgendwer soetwas in der Hitze des OL? Vor L hatte ich kurz mit Babsi geplaudert, die ihn schon hatte. Zu M habe ich sie überholt, bei M waren wir wieder gemeinsam. (Krapfi-Bericht-Leser: Kommt euch das bekannt vor? *g*) Zu N rettete mich der Kompass, mein Gefühl hätte mich ganz woanders hingeschickt. O war schwierig, weil die Brombeerstauden im Wald ziemlich undurchdringlich waren, aber das Finden selbst war okay. Zu P ging´s wieder mit Vollgas. Plötzlich von hinten ein Furcht erregendes Gebrüll: Krapfi, der aus der falschen Richtung kam. Von hier lief ich weiter in den Wald, leicht links von der Ideallinie, damit ich zum Weg komme, den ich perfekt erreichte. Hier hatte ich meine erste Begegnung mit dem aus Krapfis Bericht bekannten Team Barbara. Ich bog nach rechts ab, orientierte mich an der leichten Rechtskurve und lief dort links in den Weg hinein. Das war natürlich ein Blödsinn, auch wenn ich mich durch Fußspuren im Schnee bestätigt fühlte. Ich schlug mich dann durch den Wald zum Weg durch. Das heißt: Ich wollte mich durchschlagen. Der Wald war sehr dicht, ich kam von der Linie ab und hatte keine Ahnung mehr, wo ich hinwollte. Als ich gerade nach rechts abgebogen war, hörte ich von noch weiter rechts Mirjams (glaube ich jedenfalls) Stimme (ich zitiere frei): "Opa, do isa." Opa Nöbauer war offensichtlich mir nachgelaufen. Das sollte man nicht tun. Mein Motto ist von diversen Autoaufklebern bekannt: "Folgt mir nicht, ich habe mich selbst verirrt." So, jetzt hatte ich endlich den nächsten Punkt. Ich zwickte beim nächsten freien Feld: Q. Das darf doch nicht wahr sein, in der Karte stand doch R. Nach P kommt also nicht R, sondern Q. Bitte gebt mir beim nächsten Mal die Zahlen! Das Beste: Krapfi kam von unten und sagte irgendwas wie "I renn heit an Scheiß zsaumm." Obwohl wir die gleiche Runde liefen, kamen wir von verschiedenen Seiten und liefen genau entgegengesetzt wieder weg. Habe ich schon erwähnt, dass wir wahre Helden sind? *g* Also zurück den Weg hinauf, Q ohne Probleme gefunden. R auch nocheinmal gezwickt (wegen der Zwischenzeiten). GSD habe ich den wenigstens auf Anhieb wiedergefunden, ganz sicher war ich mir eh nicht mehr. S und das Ziel fand ich ohne Probleme. Die Hütte erkannte ich schon von weitem, was auch nicht jeder schaffte! *g* Wahrscheinlich habe ich erst bei diesen beiden Punkten meinen knappen Vorsprung auf Tina herausgeholt. Starke Leistung, Tina. So knapp hinter mir, dem Godfather of OL, da kann man schon stolz drauf sein!
Michi brach Hausbau-Einkaufsbedingt erst jetzt auf, das lieferte uns einen hervorragenden Grund, dem Kuchenbuffet noch länger zuzusprechen, auch wenn er schon nach knapp 50 min wieder zurück war.

Resumee: OL ist immer und überall super, unabhängig vom Ergebnis. Dani und MIke wurden durch ein sehr großes Starterfeld für ihre Mühen belohnt. Die nächste Möglichkeit, mich herauszufordern gibt es wahrscheinlich am 10.1.2009 bei Paul Grün: http://www.olg-wien.at/events.php. Oder ihr kommt zum Zwettler Silvesterlauf. Der Tag steht schon fest, Startzeit wird wohl ca. 13 oder 14 Uhr bei der Sporthauptschule sein.

Mit den Splitzeiten war es dieses Mal schwieriger, weil Andi und Michi bzw. Krapfi und ich in anderen Richtungen liefen, weil Michis Speicher nach 10 Punkten voll war und Krapfi eine wahnwitzige Route wählte. Aber ihr findet die Zeiten als Beilage zum Ergebnis. Hat sonst noch jemand Zwischenzeiten genommen?

Damit die Schilderungen noch interessanter sind, könnt ihr hier die Karte runterladen. (Und jetzt müsst ihr nochmals lesen! *g*)

Fotos (von Berni)

Ergebnis (wegen der besseren Vergleichbarkeit habe ich Staffeln und Einzelläufer nicht getrennt:

Platz

Name

Zeit Posten Start Ziel
1 Hubert Lukaseder 41:27 19 10:21:13 11:02:40
2 Paul Grün 44:27 19 10:16:48 11:01:15
3 Michi Gössl 46:20 19 12:14:00 13:00:20
4 Andi Gössl 47:17 19 10:24:44 11:12:01
5 Martin Krapfenbauer 50:03 19 10:44:05 11:34:08
6 Michael Bernhard
Jürgen Grassinger
50:11 19 10:12:19 11:02:30
7 Claudia Nöbauer
Bernhard Nöbauer
57:52 19 10:07:33 11:05:25
8 David Spulak
Jakob Spulak
1:03:21 19 10:20:29 11:23:50
9 Michi Hüttler
Didi Butschell
1:04:00 19 10:05:10 11:09:10
10 Thomas Gössl 1:04:31 19 10:37:04 11:41:35
11 Martina Preiß 1:05:54 19 10:44:03 11:49:57
12 Bernd Brantner 1:10:46 19 10:54:16 12:05:02
13 Markus Mantsch 1:12:07 19 10:40:32 11:52:39
14 Mirjam Nöbauer
Barbara Nöbauer

Reinhard Nöbauer
1:18:14 19 10:16:15 11:34:29
15 Karina Macho
Andreas Auer
1:38:02 19 10:34:49 12:12:51
16 Christine Spulak
Bernhard Spulak
1:42:02 19 10:24:24 12:06:26
17 Babsi Schachinger 1:59:01 19 10:05:43 12:04:44
18 Sophie Nöbauer
Sebatian Nöbauer
1:48:56 10 10:12:10 12:01:06
19 Zimm Marianne
Zimm Helene

Zimm Elias
Zimm Anita
Zimm Stephan
57:26 4 10:29:42 11:27:08

Gesammelte Ergebnisse

Zwettl, 29. Nov. 2008: Martina Preiß/Martin Krapfenbauer, ca. 7,0 km, 19/13 Posten          nach oben

Am Samstag war es so weit, es galt nach großer Vorankündigung einen OL zu gewinnen. Um die Spannung etwas zu verringern: Ich wollte mich nach dem OL bei einem "Siedler von Catan"-Spiel gegen David, meinen Neffen (7,83 Jahre), schadlos halten. Obwohl er es wichtiger (oder lustiger) fand, eine Straße aus 15 Teilen zu bauen, ohne großartig in Siedlungen und Städte zu investieren, obwohl er seinen letzten Siegpunkt erst nach einiger Zeit aufdeckte ("Ich will nicht, dass das Spiel schon aus ist.") und obwohl ich beinhart verhandelte, hatte er am Ende die längste Straße, die größte Rittermacht und summa summarum 10 Punkte. Durch sein Zögern am Ende konnte ich mich gerade noch auf 7 Punkte retten. Die Zugfahrt nach Wien in einem zeitweise (laut Polar) 31 °C heißen Waggon darf auch als Niederlage gewertet werden. Somit bleibt neben einer Niederlage bei Uno als einziger Sieg des Tages ein Kuaschwoaf-Spiel. Damit kann ich sehr zufrieden sein und gehe erhobenen Hauptes als Topfavorit in den OL von Heidenreichstein am 13.12. (10 Uhr). *g* Wie ich heute erfahren habe, sieht sich Krapfi als ebensolcher, er investiert jetzt auch in einen Kompass! (Falls es wen interessiert: Meine Bemerkung an den Schaffner, dass ich schwitze, obwohl ich mich nicht bewege, konterte er ganz logisch: "Draußen hat es 0 °C, da heizen wir halt ein.")
Gut, aber jetzt zum Wichtigen: Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich zahlreiche Anhänger des herrlichen OL-Sports bei Martina ein. Während ich noch die Zugfahrkarte kaufte, gingen die ersten auf die Strecke bzw. sicherten sich ihre Startplätze. Für mich blieb nur die letzte Startnummer, damit war ich aber gar nicht unglücklich. Punkt 1 ging fast ohne Probleme, Punkt 2 nach kurzer Unsicherheit auch, 3-6 waren ziemlich perfekt. Beim 7er orientierte ich mich leider nicht am Weg, den ich komischerweise auf der Karte gar nicht wahrgenommen hatte, sondern am Wald, und zwar nicht wirklich falsch, aber eben auch nicht richtig. Die 1-2 Minuten, die ich hier verlor, erscheinen aber geradezu lächerlich zur Heldentat, die ich mir zu Punkt 8 leistete. Ich nahm die "Sicherheitsvariante" über die Wege und ersparte mir den direkten Weg per Kompass durch den Wald. Leider lief ich aus Tradition die altbekannte Steinhauser-Maturantenlauf-Strecke (also bei Demutsgraben dem Bach folgend) rein. Dass in der Karte kein Bach eingezeichnet war, fiel mir nicht auf, da ich ja glaubte zu wissen, wo der nächste Punkt war. Dass ich die Gabelung bei Punkt 8 nicht fand, ignorierte ich wie immer in solchen Situationen. Dass bei Punkt 8 kein mehrere Meter breiter Fluss vorbeiführt, ich aber unmittelbar neben einem solchen lief, wird mir erst jetzt bewusst, da ich diesen Bericht schreibe. Es war wohl reiner Zufall (und Pech), dass ich nicht über Punkt 15 stolperte. Wahrscheinlich hätte ich dann aber eh gedacht, dass sich Krapfi beim Aushängen vertan hat. Als ich das Gebiet um Punkt 15 (es ist ziemlich undurchdringlich) zur Genüge abgegrast hatte, entschloss ich mich dazu, nochmals zur letzten Kreuzung zurückzulaufen, um durch Schrittzählen nochmals genau abzumessen, wo der Punkt sein müsste. Erst hier fiel mir erstmals der Bach auf und mir wurde klar, dass ich ca. 600 m zu weit östlich gesucht hatte. Also ging es an 14 vorbei zu 13, wo ich zuerst das Team Preiß traf ("Rennstas du in da aundan Richtung?" "Na, owa des is a längare Gschicht.") Kurz darauf traf ich Babsi und das Team Yana-Nela. Ich grüßte artig und machte mich schon wieder auf den Weg, als mir einfiel, dass ich Nela noch nie gesehen hatte. Also kurz zurück, bewundert, ein paar Worte mit der stolzen Mama gewechselt und Babsi hinterher. Ich hatte ja jetzt viel Zeit, also tratschte ich auch mit ihr kurz, bevor sie (leider falsch) in den Wald zur Findlingsansammlung abbog. Für mich ging es weiter zu Punkt 8. Dort gab es allerdings so viele Wegkreuzungen, dass ich noch weiter nach Norden lief, bis ich mir sicher war, wo ich war. Diesmal stimmte es. Hier traf ich Markus, der den 8er dann ca. 1/2 min vor mir gefunden haben musste. Ich wunderte mich, dass er nach Süden weiterlief, aber er hatte ja angekündigt, dass er nicht der stärkste Orientierer war. Punkt 9 war kein Problem. Punkt 10 auch nicht, aber die Strecke war lang, die Sonne warm, der Boden tief, und einen kleinen Bach habe ich auch übersehen. Somit hatte ich auch endgültig meine obligaten nassen Füße (diesmal war´s nur einer). Martina hatte angekündigt, dass man ein Mal auf frei zugänglichem, aber doch privaten Grund suchen müsste und dass sie fürchtete, dass der Posten abmontiert werden würde. Gut, bei Punkt 11 fand ich zwar einen Brunnen, aber keinen Posten. Ich war schon knapp davor, einfach weiterzulaufen, da entdeckte ich einen zweiten, den richtigen Brunnen. 12 war leicht, 13 für mich auch, obwohl ich nachher hörte, dass es hier viele Probleme gegeben hat. Manchmal hat man einfach Glück und kommt von der richtigen Seite und sieht den Posten schon von der Ferne. Hier traf ich auch Christian, der Steffi suchte, ich konnte ihm nicht helfen, holte mir den 13er und hattejetzt also ein Ziel: ihn einholen, also Vollgas. Das war nicht leicht, denn seit einem Bergaufstück zu Punkt 12 nach 70 min schwanden die Kräfte. Von 14 zu 15 ging es derart steil bergauf, und, wie vorher schon beschrieben, war der Wald (eher trockenes Geholz) hier ziemlich undurchdringlich. Auf allen Vieren kam ich oben an, wo der 15er schon wartete. Zu Punkt 16 zündete ich nochmals den Turbo und ließ Christian hinter mir. Vom 16er runter fiel mir ein großer Stein in den Schuh. Ich lief noch zum 17er weiter, doch es war zu unbequem, also musste ich den Schuh ausleeren, wodurch ich wieder hinter Christian zurückfiel. Er wählte aber zu Punkt 18 den Weg außen um den Wald herum, ich lief Schritte zählend auf dem Weg weiter. Genau, als ich abbiegen wollte, kam Dani einen steilen Hang runter und sagte mir, dass da oben nichts ist. Ich meinte nur nach kurzem Blick auf die Karte: "Der muss am Waldrand sein, solche Fehler macht Krapfi nicht." Nach kurzer Suche fand ich ihn auch. Dann wieder runter zum Weg, 130 Schritte weiter, dann musste er rechts sein. Babsi und Christi wähnten sich auf dem unteren Weg und schauten zumindest zu dieser Zeit bergauf. Ich suchte unten, fand ihn dann hinter mir und weiter ging´s ins Ziel. Ausnahmsweise wollte ich nicht die Sicherheitsvariante auf dem Weg laufen, sondern kletterte hoch. Dort fand ich ... Zäune. Ohne Zwischenraum. Leider kletterte mir Babsi nach.  Irgendwo fand ich dann doch einen Spalt zwischen den Zäunen (ich betone: Ich bin über keinen Zaun geklettert!), Babsi war inzwischen schon wieder auf dem sicheren Weg unten. Jetzt war ich zwar mitten in der Stadt, doch ich hatte keine Ahnung, wo eigentlich. Die Hauptstraße zu finden, schaffen aber sogar orientierungslose und panische Menschen wie ich, und von da waren es nur mehr wenige Sekunden ins Ziel. Wo mich Steffi nach Christian fragte! *g*
Ich habe es zu Andi schon gesagt: Fehler machen gehört bei einem OL einfach dazu. Aber mein Abenteuer beim 8er-Punkt war schlicht und einfach Dummheit. Also kann man die Zeit getrost rausrechnen. 8 min wären von 7 zu 8 normal gewesen, ich hatte mehr als 32, also darf ich 24 Minuten abziehen, womit ca. 1:22 ins Ergebnis kommen müssen. *gg* Gewonnen hätte ich damit aber auch nicht. Da hätte mir auch der Schnitzer auf dem Weg ins Ziel nicht passieren dürfen, der nochmals ca. 8 min kostete.
Halt, einen Erfolg kann ich doch verbuchen. Andi und ich haben die Zwischenzeiten bei jedem Posten genommen (Andi hat beim 17er vergessen). Und wenn man jede Teilstrecke als Punkt verbucht, geht der Sieg mit 11:8 an mich!!! (Beim Tennis ist es ja auch egal, ob man 7:6 oder 6:0 gewinnt. *g*) Trotzdem darf er sich Glomser Meister nennen. Und Babsi ist somit Glomser OL-Meisterin 2009. Ich gratuliere. Hat sonst noch jemand Zwischenzeiten genommen? Die unseren findet ihr im Ergebnis.

Mittlerweile habe ich auch hier die Karten: lang, kurz.

Fotos gibt es auf Anfrage.

Ergebnis:

Platz

Name

Zeit Posten Start Ziel
1 Hubert Lukaseder 1:15:30 19 0:27:00 1:42:30
2 Michael Bernhard
Jürgen Grassinger
1:26:01 19 0:03:00 1:29:01
3 Andi Gössl 1:31:50 19 0:38:00 2:09:50
4 Sophie Nöbauer
Michael Nöbauer
1:40:20 19 0:17:00 1:57:20
5 Doris Schwaiger
Gregor Robl
Paul Robl
1:44:45 19 0:24:00 2:08:45
6 Thomas Gössl 1:46:40 19 0:42:00 2:28:40
7 Daniela Nöbauer
Barbara Nöbauer
2:02:25 19 0:21:00 2:23:25
8 Markus Winkler 2:07:15 19 0:34:00 2:41:15
9 Steffi Schwaiger
Christian Hofmann
2:22:25 19 0:09:00 2:31:25
10 Christa Preiß
Traude Hofbauer
Elisabeth Fasching
2:42:10 19 10:35:00 13:17:10
11 Markus Klopf 1:50:35 17 0:00:00 1:50:35
1 Franz Preiß 1:38:00 13 0:30:00 2:08:00
2 Babsi Schachinger 2:21:00 13 0:13:00 2:34:00
3 Nela Norah Carruesco
Yana Maya Carruesco
Christina Carruesco

Flavien Carruesco
2:56:50 13 10:45:10 13:42:00

Gesammelte Ergebnisse

Kleinotten, 8. Nov. 2008: Thomas Gössl, ca. 6,5 km, 16/13 Posten          nach oben

Nach einer Pause von einem Jahr hatten wir endlich wieder typisches Orientierungslauf-Wetter. Was für die Teilnehmer ja noch lustig sein mag, ist für mich armen, armen Veranstalter dreifach bitter. Um 6 Uhr morgens stand ich auf und wollte gleich in den Wald, doch kurz machte sich Verzweiflung breit: stockdunkel und strömender Regen => Da muss ich jetzt raus??? Um 7 war ich dann unterwegs, etwas heller, aber noch immer Regen. Es war aber trotzdem super so am Morgen im Wald - wenn nur das Aufstehen nicht wäre. Dann Kinder-OL aussetzen. Die Starter waren ab kurz vor 10 da, ich ab 10:05. Aber das sind sie eh gewohnt. Da ich waschelnass war, habe ich mich kurz trockengelegt, dann das Organisatorische erledigt, dann mit David den Kinder-OL bestritten. Ich muss mich selber loben: Es war schon phantastisch, wie schmutzig er danach war! Ich auch. So muss ein Kinder-OL sein! *g* Wieder umgezogen, noch immer keine Starter im Ziel. Da sind mir dann Bedenken gekommen. Statt geschätzten 60 min waren die Leute bis zu 160 Minuten unterwegs. Respekt! Leider war ein Posten nicht richtig gesetzt, daher die langen Zeiten. Peinlich! Aber zum Glück war es einer der letzten, jetzt kann ich dank des Zeitnehmungssystems die Zwischenzeit beim Posten davor als Ergebnis nehmen. Immer wieder kamen Anmerkungen bezgl. Punkt 14. Ich war zu dem Zeitpunkt noch sicher, dass alles passt. Aber Michi hat mich dann (bildlich gesprochen) an den Ohren zu dem Punkt gezerrt und mich eines Besseren belehrt. Ich möchte ihm an dieser Stelle dazu gratulieren, dass er Martinas Weltrekord aus dem Vorjahr nochmals verbessert hat: 73 min Suche nach einem Punkt ohne aufzugeben!
Ich habe mich sehr gefreut, dass trotz des nassen Wetters wieder sehr viele Teilnehmer dabei waren. Und dass wir Mottinger Nachwuchsorientierungsläufer haben, die sich alleine auf die Erwachsenenstrecke gewagt haben. Obwohl sie den dritten Punkt lange nicht gefunden haben, haben sie nicht aufgegeben, bis sie ihn hatten. Dann fehlte allerdings die Lust zum Weitermachen, was ich auch verstehen kann. Beim nächsten Mal wird´s besser gehen. Lustig war auch Sophie beim Auswringen ihrer Socken. Das war schon pure Freude über so viel Schmutz und Wasser im Schuh, kein negatives Wort! Auch Andi verlor fast kein negatives Wort im Ziel ;-) und ist mittlerweile wieder guter Dinge. Julian nahm nach dem kurzen OL noch den Kinder-OL in Angriff. Die nächste Sportskanone - ganz der Papa - wächst heran.
Ich kann jetzt nicht alle aufzählen, aber schaut euch mal die Teilnehmerliste an. Da geht es von alten OL-Hasen bis zu Anfängern, von Vieltrainierern bis zu Garnichttrainierern, von älteren bis zu jüngeren Semestern quer durch. Und am Ende sind doch alle wieder am selben Punkt! *g* Und man trifft sich auf ein Stück Torte.
Danke allen Teilnehmern, das ist so ziemlich das schönste Geschenk, das ihr mir zum Geburtstag machen könnt. Und jetzt tretet bitte noch zahlreich in Zwettl und Heidenreichstein an! In Zwettl werde ich auch Einladungen für einen Winter-Cup in Wien auflegen. Paul Grün, unser heuriger Sieger, ist der Initiator. Also zeigen wir ihm, was wir können!
Und dann noch ein paar Worte aus dem Vorjahr, die immer passen:
Es freut mich, dass es so viele Teilnehmer gibt, die immer wieder kommen. Wenn wir es jetzt noch schaffen würden, Neue zu gewinnen, dann hätten wir noch mehr Teilnehmer, noch mehr Vergleichsmöglichkeiten, noch mehr Spaß - und fast keinen Mehraufwand!
Wie im Vorjahr gilt: Da ich selbst nicht gestartet bin und im Ziel nicht die Muße hatte, euren Erlebnisberichten zu lauschen, würde ich mich über Teilnehmerberichte freuen.

Als besonderes Service, könnt ihr hier die Karten runterladen: lang, kurz

Ergebnis (das Ergebnis nach 13 Punkte und die Zwischenzeiten findet ihr im Excel-File):

Platz

Name

Zeit Posten Start Ziel
1 Paul Grün 1:12:35 16 10:48:04 12:00:39
2 Hubert Lukaseder 1:18:17 16 10:54:05 12:12:22
3 Patrick Meidl
Michael Bernhard
1:23:31 16 10:36:03 11:59:34
4 Gregor Robl
Paul Robl
1:35:12 16 11:48:04 13:23:16
5 Andi Gössl 2:09:02 16 10:42:18 12:51:20
6 Sophie Nöbauer
Michael Nöbauer
2:18:22 16 10:33:04 12:51:26
7 Daniela Nöbauer
Martina Preiß
2:21:00 16 10:39:04 13:00:04
8 Michi Gössl 2:32:29 16 12:49:17 15:21:46
9 Michi Hüttler
Didi Butschell
2:32:52 16 10:26:49 12:59:41
10 Michi Lamprecht 2:36:25 15 10:30:16 13:06:41
11 Charly Bruckner 1:25:48 7 10:45:24 12:11:12
- Thomas Gössl 1:10:14 16 14:54:27 16:04:41
1 Anna Gössl
Otto Gössl
1:52:46 10 10:24:52 12:17:38
2 Sandra
Mario Lunzer
1:33:03 10* 10:28:06 12:01:09
3 Babsi Schachinger
Mariella Kolm
1:58:27 10* 10:43:04 12:41:31
4 Manuel Kerschbaum
Roland Kerschbaum
1:33:57 3 10:23:17 11:57:14
1 Julian Schmid
Niki Schmid
1:23:49 7* 10:30:45 11:54:34

* falsche Reihenfolge

Gesammelte Ergebnisse

Waldrandsiedlung, 17. Nov. 2007: Martin Krapfenbauer, ca. 8,0 km, 18 Posten          nach oben

Krapfi hatte geladen, und trotz des unwirtlichen Wetters im Vorfeld waren - Veranstalter inklusive - wie bei mir genau 26 Köpfe am Start, einer davon gehörte zwar einem Hund, aber Kopf ist Kopf. Vielleicht lag es aber auch am Schnee, dass viele Neueinsteiger zu sehen waren. "Bei den Spuren im Schnee sollte ja doch jeder alle Posten finden." Sollte man glauben. Bei mir war´s gleich einmal so, dass ich - nach ziemlichem Stress am Start, weil ich auf meine Startzeit nicht geachtet hatte - den in der Läuferbesprechung erklärten Weg zu Punkt 1 nicht finden konnte. Und schon waren die Schwaigers vor mir, dafür die Carruescos hinter mir. A propos Schwaigers: Steffi und Boris bewiesen, dass Schnee alleine nicht reicht. Sie fanden angeblich nur die ersten und letzten beiden Punkte und waren zwischendurch schon am Stadtrand von Zwettl. Und auch einige Teilnehmer der kurzen Strecke folgten wohl einfach den Spuren, ohne zu bemerken, dass sie einen anderen 2er-Punkt hatten. Von Punkt 3 zu 4 lief ich nach Gefühl, fand mich nach kurzer Zeit durch die Spuren im Schnee bestätigt - und erkannte nach einer Minute, dass ich völlig falsch war. Ähnlich erging es mir beim nächsten Punkt. Also den 4er müssen mindestens 4-5 Leute falsch angelaufen sein, so ein Spurengewirr war hier zu sehen. Es wäre interessant zu wissen, wer uns Nachfolgende da in die Irre geführt hat. Dann gab es bei der Läuferbesprechung noch den Satz: "Das Klettern über die Hänge wird heute eher gefährlich sein, jeder Punkt kann flach angelaufen werden." Nun, Krapfi, das glaube ich nicht. Ob wirklich alle drei Hosenboden-Rutschpartien notwendig waren, weiß ich nicht, und die Bergaufstücke waren recht lustig, aber auch nahezu ununzählbar!
Die Punkte 2-4 lief ich mit den Schwaigers, ehe mich Uli einfach stehen ließ. Manfred war schon vorausgelaufen. Bei 5 schloss Andi zu mir auf. Punkt 6 erreichte ich trotz läuferischer Unterlegenheit mit enormem Kampfgeist noch vor ihm. Punkt 7 war nicht ganz einfach zu finden, und so konnte ich Andi wieder knapp hinter mir lassen. Was ein Fehler war, denn auf dem Weg zu Punkt 8 hatte ich ihn plötzlich abgehängt. Das lag wahrscheinlich in erster Linie daran, dass er direkt zum 8er gelaufen ist, ich aber eine Ehrenrunde im wald drehen wollte. Nun ja, ich konnte so schon das Gelände für den gleich folgenden Lauf zur Brücke sondieren. Beim 8er fand ich dann Babsi, die mir schon beim 5er wertvolle Dienste geleistet hatte. Sie rief mir zu: "Ka Bruckn!" Ich dachte, dass sie über ihre Lage sprach. Hätte ich in Erwägung gezogen, dass das eine Warnung an mich war, dann hätte ich mir unnötige Meter und einen Sprung über einen fast zu breiten Nebenarm erspart. Andi war auf Nimmerwiedersehen davon. Zum 9er ging es recht einfach. Anscheinend waren alle beim gleichen Trampelpfad abgebogen. Ob das gut war, weiß ich nicht, denn der Weg war recht unwegsam, der Posten selbst dafür recht einfach zu finden. Ich kann mich noch an den letzten OL in der Waldrandsiedlung erinnern. Da gab es auch dort in der NÄhe einen Posten, den ich nicht und nicht finden konnte. Die folgenden Posten fand ich alle ohne Probleme. 200 m vorm 10er fand ich überraschend auch die Schwaigers wieder, die noch dazu in eine meiner Meinung nach völlig falsche Richtung davonliefen. Zum 11er kletterte ich die Leitn hinauf, was gar nicht einfach war, aber einfacher als das Dahinwandern auf dem schon vorhandenen, aber stark nach links hängenden Trampelpfad. Im rechten Winkel zur Steigung ist das schon einfacher. Oben begann ich dann bei einem signifikanten Punkt mit Schrittezählen, so war der 11er für mich auch kein Problem. Ich hatte kurz davor Michi in den Wald laufen sehen. "Michi, wüsd wissn, wo da 11er is?" "Ja" "Daunn kumm zu mia hea." Dieser Aufforderung folgten auch Uli, Berni und Klaus. Daher die Lehre: Wennsd in einem Wald schon schreien musst, dann schrei leise, sodass dich keiner hört! Wir besprachen kurz die Lage: Alle Punkte in richtiger Reihenfolge, oder wurscht? Wir einigten uns auf richtige Reihenfolge, was Uli nicht hinderte, den 13er zu holen. (Es gab keine vorgegebene Reihenfolge, wie wir nachher erfragten. Aber die meisten haben sich an die Nummerierung der Posten gehalten.) Ich sagte noch zu Michi: "I bin heit ziemlich schlecht, owa de aundan aunscheinend nu schlechta." Vom 13er zum 14er musste ich erkennen, wie sich Ortskenntnis auswirken kann, denn Klaus hat offensichtlich irgendeine Brücke gekannt. Ich war vor ihm in den Wald reingelaufen, als ich aber in eine Rinne runterkletterte, sah ich ihn auf der anderen Seite oben von links vorbeilaufen. Kurz darauf traf ich wieder Michi, der ein bisschen wegen seiner Form jammerte. (Daher waren wir heute auch gleich laufen.) Und beim 16er hatte ich Klaus, Thomas und den Hund wieder eingeholt, die etwas an der Richtigkeit der Karte zweifelten. Krapfi, die Punkte waren richtig eingezeichnet - aber was heißt das schon, wenn ich das sage. Der 16er war es definitiv. Gemeinsam ging es zum 17er, den ich glatt am anderen Ufer vermutet hätte. Zum Glück war ich da nicht allein. Unter Boris´ Anfeuerungsrufen beschleunigte ich, baute meinen Vorsprung bis zum 18er noch aus, wählte dort aber den falschen Weg, sodass ich hinter KTH und Berni ins Ziel kam.
Dort gab es Tee, Polsterzipf (hatte ich schon vor dem Start gegessen, denn mir war klar, dass bei meiner Rückkehr keine mehr da sein würden), Aufstrichbrote und viel zu erzählen. Auch die Neulinge wirkten begeistert, was aber auch kein Wunder war. Es war einfach ein herrlicher Tag. Zu Beginn war das Krabbeln im Schnee noch recht kalt, aber wenn der Kreislauf einmal in Schwung ist, spürt man den Schnee auch ohne Handschuhe nicht mehr so kalt.
Im Laufe der Zeit trudelten alle Teilnehmer ein, zuletzt erschienen die Carruescos mit einer sehr hungrigen Yana Maya, die dann auch gleich aufbrachen um zu Mittag zu essen. Wir warteten noch auf die Siegerehrung und machten uns dann auch auf den Heimweg. Vorerst schien es so, dass alle außer Steffi und Boris alle Punkte gefunden hatten. Die große Überraschung folgte am nächsten Tag, als Martina bzw. die Carruescos jeweils einen Posten abgezogen bekamen. Das brachte uns Gössls einen Doppelsieg, denn neben dem souveränen Lang-Sieger Andi behauptete sich somit Babsi auf der kurzen Strecke. Beide verdient, möchte ich sagen. Denn einen läufersich sehr starken Hansi Böhm muss man in seinem Heimatterrain erst einmal schlagen, und Babsi bewies, dass sie orientierungstechnisch top ist. Sie konnte mir den Weg zum 5er-Punkt in wenigen Sekunden sagen, obwohl sie ihn auf ihrer Karte nicht eingezeichnet hatte und ich schon Minuten am falschen Waldeck gesucht hatte. Das und nicht zuletzt der für mich sehr einfache 11er-Punkt brachten mir völlig überraschend den dritten Rang ein - völlig überraschend für mich nach meiner Leistung auf den ersten 8 Posten, die fast ausnahmslos mehr oder weniger in die Hose gegangen sind. Für die Platzierungen habe ich nur die Einzelstarter in Betracht gezogen.
Aus den Gesprächen konnte man heraushören, dass es in dieser Saison vielleicht noch einen OL bei uns im Waldviertel geben könnte. Ich bin schon gespannt und freue mich sehr darauf.

Für die Statistiker zum Vergleich: meine Zwischenzeiten. Einige Male habe ich verspätet gedrückt, also handelt es sich teilweise um Schätzwerte.
1) 4:50 2) 8:10 3) 11:20 4) 16:00 5) 21:58 6) 25:52 7) 30:54 8) 37:18 9) 47:18 10) 52:15 11) 59:48 12) 62:18 13) 65:15 14) 70:47 15) 77:00 16) 80:00 17) 84:03 18) 88:09 Ziel) 90:13

Ergebnis:

Platz

Name

Zeit Posten Start Ziel
1 Andi Gössl 1:16:20 18 0:23:00 1:39:20
2 Johannes Böhm 1:19:15 18 0:00:00 1:19:15
3 Manfred Schwaiger
Uli Schwaiger
1:20:00 18 0:19:00 1:39:00
4 Thomas Gössl 1:30:10 18 0:18:00 1:48:10
5 Harald Steininger 1:38:05 18 0:04:30 1:42:35
6 Nikolaus Kronsteiner
Almeder Thomas
Hund
1:39:40 18 0:09:00 1:48:40
7 Michael Bernhard 1:40:20 18 0:07:00 1:47:20
8 Michi Gössl 1:41:05 18 0:12:00 1:53:05
7 Martin Krapfenbauer 1:27:00 18 --- ---
1 Doris Schwaiger
Klaus Hagmann
1:23:20 12 0:15:00 1:38:20
2 Sophie Nöbauer
Daniela Nöbauer

Michael Nöbauer
1:29:15 12 0:03:00 1:32:15
3 Babsi Schachinger 2:08:40 12 0:10:00 2:18:40
4 Martina Preiß 1:47:30 11 0:22:00 2:09:30
5 Yana Maya Carruesco
Christina Carruesco
Flavien Carruesco
Mama Carruesco

Papa Carruesco
2:22:00 11 0:16:00 2:38:00
6 Steffi Schwaiger
Boris Treml
1:26:30 <10 0:21:00 1:47:30

Gesammelte Ergebnisse

Kleinotten, 3. Nov. 2007: Thomas Gössl, ca. 6,0 km, 14 Posten          nach oben

Ganz im Gegensatz zu den meisten anderen OLs war es dieses Jahr ausgesprochen schön, ja geradezu warm. Da ich nach einer Begegnung mit einem Jäger im ursprünglich vorgesehenen Gebiet kurzfristig umdisponiert habe, waren einige Punkte ev. schon bekannt. Aber da bei einem OL ja sowieso die meisten in Sauerstoffnot und fernab jeglicher logischer Urteilskraft unterwegs sind (also bei mir ist das zumindest so), wird sich wohl keiner mehr an die aus mehreren alten OLs zusammengeklauten Punkte erinnert haben.
Entgegen meiner ersten Meldung, war es wohl kein Rekordteilnehmerfeld, aber ich darf wohl behaupten, dass wir uns auf hohem Niveau stabilisiert haben. Voriges Jahr habe ich geschrieben, dass Babsi wohl einen Weltrekord aufgestellt hat, als sie 51 min bei einem Punkt suchen musste und trotzdem nicht aufgegeben hat. Diesen Rekord ist sie leider los. Martina brauchte heuer sage und schreibe 70 min für einen Punkt, war zwischendurch schon außerhalb der Karte, ... , und sie hat trotzdem nicht aufgegeben! Respekt! Noch länger hätte wohl Silvia gebraucht, wenn sie nicht nach knapp einer Stunde noch viel viel weiter außerhalb der Karte (nämlich in Hörmanns) ihre Schwester angerufen hätte, die sie dann mit dem Auto zum nicht gefundenen (leichtesten!!!) Punkt 4 und anschließend ins Ziel gebracht hat.
Beim Postensetzen am Vormittag habe ich mich (ohne Karte und Kompass) gleich mal ordentlich verlaufen und kam nach ca. 8 min wieder an haargenau derselben Stelle aus dem Wald raus, an der ich ihn betreten hatte. Ohne die Stelle jedoch wiederzuerkennen! Das ist eine Leistung. Ich war ja im Vorfeld schon mind. 5 mal dort. Auch Kleinotten kam mir recht unbekannt vor, was kein Wunder war, war es doch Hörmanns! Alles in allem brauchte ich (inkl. Punkt 15, den es nur auf der kurzen Strecke gab) etwas über 90 min. Also rechnete ich mit einer Zeit für die Hobby-Athleten von bestenfalls 70 min. Ich war sehr überrascht, als ich gerade mit Simon den Kinder-OL machte und Michi schon nach 53 min an mir vorbeilaufen sah. Super-Leistung! Und natürlich auch von den vor ihm Platzierten. Es fällt auf, dass Harald seine stärkste OL-Leistung zum Zeitpunkt seiner wahrscheinlich schlechtesten Laufform seit Jahren ablieferte! Michi war ja über Jahre hinweg gemeinsam mit Markus H. das Maß aller Dinge im Hobby-OL-Bereich. Das Orientieren hat er scheinbar nicht verlernt. Und es fällt auf, dass es mehrere sehr sehr knappe Entscheidungen gab. Das Rennen um Platz 2 wurde um ebensoviele Sekunden entschieden, Andi und Berni waren überhaupt zeitgleich, und das SBH-Rennen (s. Gästebuch) erbrachte einen Unterschied von läppischen 7 Sekunden. (Wobei es noch eine Unsicherheit gibt! (s. ebenfalls Gästebuch))
Hubert schaffte nach erfreulich vielen (erfreulich deshalb, weil er schon Stammgast ist) Teilnahmen seinen ersten Sieg. Ein paar Neue konnte ich auch begrüßen, so zB die vier Lamprechts samt Peter Markom, die allesamt unterwegs waren. Michi, der Zehnkämpfer, auf der kurzen Strecke, Valentin, Anna und Elke beim Kinder-OL, den die beiden Kinder gleich mehrmals absolvierten.
Was Krapfi und Martina bzw. Krapfi und Charly anbelangt, können Kommentare im Gästebuch nachgelesen werden. Krapfi, ich kann dich beruhigen, Silvia und ich kommen ins Ergebnis! *g*
A propos Stammgäste: Es freut mich, dass es so viele Teilnehmer gibt, die immer wieder kommen. Wenn wir es jetzt noch schaffen würden, Neue zu gewinnen, dann hätten wir noch mehr Teilnehmer, noch mehr Vergleichsmöglichkeiten, noch mehr Spaß - und fast keinen Mehraufwand!
Wie im Vorjahr gilt: Da ich selbst nicht gestartet bin und im Ziel nicht die Muße hatte, euren Erlebnisberichten zu lauschen, würde ich mich über Teilnehmerberichte freuen.

Als besonderes Service, könnt ihr hier die Karten runterladen: lang, kurz

Ergebnis:

Platz

Name

Zeit Posten Start Ziel
1 Hubert Lukaseder 45:29 14 10:13:54 10:59:23
2 Harald Steininger 51:23 14 10:10:56 11:02:19
3 Josef Tanzer 51:25 14 10:19:08 11:10:33
4 Michi Gössl 54:17 14 9:57:02 10:51:19
5 Peter Markom 1:04:26 14 9:59:42 11:04:08
6 Andi Gössl 1:07:43 14 10:16:41 11:24:24
6 Michael Bernhard 1:07:43 14 10:05:00 11:12:43
8 Markus Hengstberger 1:10:13 14 10:02:34 11:12:47
9 Charly Bruckner 1:27:13 14 9:54:44 11:21:57
10 Martin Krapfenbauer 1:27:20 14 10:08:44 11:36:04
- Thomas Gössl 1:37:27 14 7:31:24 9:08:51
1 Manfred Schwaiger
Uli Schwaiger
33:52 9 10:17:18 10:51:10
2 Niki Schmid
Joi Schmid
42:48 9 10:19:35 11:02:23
3 Richard Seyfried 47:15 9 10:28:30 11:15:45
4 Michi Lamprecht 49:22 9 10:06:43 10:56:05
5 Gudrun Pichler
Michi Gössl
1:08:24 9 11:04:41 12:13:05
6 Babsi Schachinger 1:10:03 9 10:25:55 11:35:58
7 Michi Hüttler
Didi Butschell
1:11:03 9 10:11:25 11:22:28
8 Anna Gössl
Otto Gössl
1:27:24 9 10:22:05 11:49:29
9 Martina Preiß 2:07:39 9 10:09:04 12:16:43
10 Silvia Bruckner 1:42:48 3 10:13:50 11:56:38

Zwischenzeiten gibt es im Excel-File

Gesammelte Ergebnisse

Kleinotten/Großglobnitz, 4. Nov. 2006: Thomas Gössl, ca. 7,0 km, 15 Posten          nach oben

Was für ein Tag für einen Orientierungslauf! Der Schnee fiel waagrecht zu Boden. Aber nicht, weil er gut aufgelegt war und der Fasching bevorstand. Nein, dem lustigen Wind (@MIchi: A nuka pesnu tam prapoi wesjoloi wezer, lalala (oder so ähnlich)) gefiel es, mit wahnwitziger Geschwindigkeit durch die Gegend zu streichen. Nicht umsonst war der am häufigsten gehörte Satz: "Du suachst da a imma des beste Weda fia deinen Orientierungsläufe aus." Ich hatte das gar nicht so in Erinnerung, aber es dämmert mir dunkel, dass 2002 in Großhaslau die Veranstaltung auch auf der Kippe stand, weil es am Vormittag geschneit hatte - und am Nachmittag hat es dann geregnet.
Wie dem auch sei: Eine kleine Panne im Vorfeld (Klarsichthüllen sind bis dato unauffindbar) hatte zur Folge, dass sich jeder Teilnehmer selbst seine Karte und die Postenbeschreibung in die Hülle einpacken musste, was mit steifgefrorenen Fingern recht schwierig war. Es soll auch vorgekommen sein, dass ein Teilnehmerpaar auf der kurzen Strecke eine Beschreibung der langen einpackte. Das ist natürlich Pech.
Aufgrund der Kälte fiel auch die Teilnehmerbesprechung recht kurz aus, und dann ging es schon los. Im Zweiminutenrhythmus gingen die Starter auf die Strecke.
Sonja kam als erste wieder zurück, was Thomas freute, da er jetzt auch noch starten konnte. So stelle ich mir die Forderung halbe-halbe vor! (War die nicht von unserer jetzigen höchsten Frau im Staate?) Eine Superleistung vollbrachte Berni, der auch noch gleich Niki, Charly, Sigi und Klaus im Schlepptau hatte. Ich werde noch die absoluten Uhrzeiten analysieren, damit ich weiß, wo er sie aufgegabelt hat. Leider habe ich die Zettel im WV vergessen, aber ich werde versuchen, das nächste Woche nachzuliefern.
Es hat recht interessante "Sichtungen" gegeben. So wurden Babsi, Frau Preyer, Grassi und meine Eltern (also beinahe die gesamte Teilnehmerschar der kurzen Strecke) in der Nähe von oder direkt bei Punkten gesehen, die nur für die lange bestimmt waren. Das könnte ev. ein Grund dafür sein, dass sie den OL so lange genossen haben. Ich kann mir übrigens durchaus vorstellen, dass Babsi einen Weltrekord aufgestellt hat: 51 min für einen einzigen Punkt, ohne dazwischen eine Fehlstempelung zu machen. Das nenne ich Ausdauer und Geduld. Frau Preyser hingegen fand auf der kurzen 9-Posten-Strecke immerhin deren 11. Das ist recht überraschend, da sie ja nicht auf der Karte eingezeichnet waren. Aber vielleicht ist sie ja jemandem nachgelaufen, das wird auch die genaue Analyse zeigen.
Grassi kam ins Ziel, und zwar mit einem Lächeln auf den Lippen, das frappant an den 18. Juli 1999 erinnerte. Er hatte schon vor dem diesjährigen Lauf an dieses Datum gedacht: "Owa desmoi wü i, dass nu Leit do san, waunn i ins Zü kum." 1999 war das leider nicht so. Armer Grassi. Wie gesagt, er hatte ein Lächeln auf den Lippen, aber leider auch diesen Satz: "Waunn i nuamoi sog, dass i ba an OL mitmoch, daunn sog: 'Des is nix fia di!'" Das werde ich NICHT tun, eh klar.
Und dann war da zB noch Geri, der bis zum ersten Punkt mit Sonja gemeinsam lief, aber dann verloren ging. "Des is a supa Spuatoat, owa es messts ma amoi eaklean, auf wos ma do schaun muass." Ich kann es dir in relativ kurzen Worten jetzt gleich erklären: auf die Karte!
Ich möchte noch kurz eine Frage erwähnen, die ich Andi im Vorfeld gestellt habe: "Laufen die Leute eigentlich die kurze Strecke, weil sie nicht so lange laufen wollen, oder sollen dort die Posten auch leichter gesetzte werden?" Andi wusste es nicht, ich auch nicht. Fragen wir mal die Zeit! *g*
Weil wir gerade dabei sind: Ein kleiner Blick in die ewige Bestenliste:
1. Daniela Neuwirth, Birgit Lugauer, Marco Kohl: 2:54 h am 24.10.1999 bei der Roblmühle
2. Ulrike Hofbauer, Markus Winkler: 2:46:42 am 10.11.2002 in Großhaslau
3. Jürgen Grassinger: 2:34:38 am 18.7.1999 in Kleinotten
4. Maria Preyser: 2:34:33 am 4.11.2006 in Großglobnitz
Noch ein paar Worte zu den Siegern: Die "Profis" (im Gegensatz zu uns darf man sie als solche bezeichnen) eroberten die ersten drei Plätze, wobei der Kampf ein spannender war, wie wir anhand des Splitalyzers leicht ablesen können. Ich möchte mich auf diesem Wege gleich nochmals für die Zeitnehmung und Auswertung bei Tom und Tom bedanken. Es war den Aufwand wirklich wert.

Solltet ihr noch was Erzählenswertes auf Lager haben, dann nur raus damit. Ich als Nicht-Teilnehmer bekomme ja immer nur die Hälfte mit, und an die ganzen Interviews im Ziel kann ich mich leider nicht mehr erinnern.
Ach ja, eine kleine Anekdote hätte ich doch noch: Michi und Gudi hatten sich darauf geeinigt, dass Gudi die Karte nimmt und dass sie die Strecke gehen. Nach dem Start lief Gudi los wie aus der Pistole geschossen und verweigerte vorerst die Annahme der Karte! *g* Sie hat aber dann nicht schlecht navigiert, wie mir Michi glaubhaft versicherte.

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Ergebnis:

Platz

Name

Zeit Posten Start Ziel
1 Tom Täuber 54:52 15    
2 Thomas Hnilica 56:09 15    
3 Hubert Lukaseder 58:24 15    
4 Michael Bernhard 1:05:03 15    
5 Klaus Kolm
Sigi Senk
1:08:02 15    
6 Niki Schmid
Charly Bruckner
1:13:21 15    
7 Herbert Lackner 1:16:42 15    
8 Manfred Schwaiger
Uli Schwaiger
1:24:22 15    
9 Harald Steininger 1:31:27 15    
10 Andi Gössl 1:41:01 15    
11 Flavien Carruesco 2:06:53 15    
12 Gudrun Pichler
Michi Gössl
2:10:44 15    
13 Steffi Schwaiger
Klaus Hagmann
2:07:51 13    
14 Gerald Kolm 2:18:21 12    
- Thomas Gössl 1:05:51 15    
1 Sonja Hnilica 45:18 9    
2 Martina Preiß
Martin Krapfenbauer
1:12:02 9    
3 Babsi Schachinger 2:25:54 9    
4 Maria Preyser 2:34:33 9    
5 Anna Gössl
Otto Gössl
1:59:13 5    
6 Jürgen Grassinger 1:15:59 4    
- Thomas Gössl 38:39 9    
- Mariella Kolm
Babsi Schachinger (19.11.)
1:40:22 9    
- Anna Gössl
Otto Gössl (19.11.)
2:49:20 9    

Zwischenzeiten gibt es im Excel-File

Gesammelte Ergebnisse

Kinder-OL (alphabetisch geordnet)

1 Daniel Baumgartner teilgenommen
1 Lukas Bruckner teilgenommen
1 Theresa Bruckner teilgenommen
1 Hannes Hnilica teilgenommen
1 Jana Hnilica teilgenommen
1 Lea Hnilica teilgenommen
1 Manuel Kerschbaum teilgenommen
1 Roland Kerschbaum teilgenommen
1 David Schachinger teilgenommen
1 Simon Schachinger teilgenommen
1 Tobias Schwaiger teilgenommen
1 Lena Will teilgenommen
1 Andreas Gössl teilgenommen
1 Harald Steininger teilgenommen

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Kleinotten/Großglobnitz, 5. Nov. 2005: Thomas Gössl, ca. 6,8 km, 16 Posten          nach oben

Ein großartiger Bewerb schreit quasi nach einem großartigen Bericht. Aber weil man das immer erst im nachhinein weiß (nämlich, ob der Bericht gelungen ist), verspreche ich einmal einen langen. Begonnen hat alles mit der WAS (Waldviertler-Abenteuer-Serie), somit darf sich Markus als Godfather of GOLF fühlen. Noch dazu, wo er sich ja auch kurz nach seiner Meniskusoperation auch in den Bewerb stürzte. Da ich so einen mehrteiligen Bewerb auch schon länger im Hinterkopf hatte, wollte ich im Mai einen zwei- bis dreitägigen WASSO (WAS Spin Off) veranstalten, scheiterte aber letztendlich an einem Computervirus. Das war wahrscheinlich nicht einmal schlecht, denn das wäre doch ausgeartet. Somit blieben die Grundelemente des WASSO: MTBO, Crosslauf, OL und natürlich der Kinder-OL. Wobei vor allem das MTB-Orienteering für mich völliges Neuland darstellte. Punkte direkt an Wegen? Oder doch mitten im Dickicht? Als die Karten schon gezeichnet und ausgedruckt waren, erfuhr ich, dass die offiziellen Regeln besagen, dass die Wege nicht verlassen werden dürfen. Das ließ sich bei meinem Kurs nicht vermeiden, aber ich bin mit meinem Kompromiss ganz gut gelegen, mir zumindest hat die Runde gut gefallen. Es gab auch einige positive Rückmeldungen, aber leider auch einen Sturz mit ziemlich großflächigem Asphaltausschlag als Folge. Und das ausgerechnet von Michi, unserem erfahrensten Mountainbiker und besten Downhiller am Start.

Wie im Bericht von Kleinschönau erwähnt, wurde der Start von 8 Uhr auf 9:30 nach hinten verlegt, damit die Wiener (Thomas H., Johanna und Michi) auch rechtzeitig zum Start kommen konnten. Nach einer sehr ausführlichen Besprechung sind wir dann um 10:02 gestartet. Ich mit der Startnummer 1, damit ich die Kinder (geplant: 10:30) ordentlich betreuen konnte. Trotz des von mir angeschlagenen enormen Tempos kam ich um eine halbe Stunde zu spät. Aber dankenswerterweise hatten bereits Dani, Babsi, Mama und Papa die Kleinen auf die Reise geschickt. Mir blieb dann nur mehr die Ehre, ihnen (den Kindern, darunter meine beiden Neffen David und Simon und Paul als die jüngsten Starter) die verdienten Süßigkeiten zu überreichen und ein Zweimädchenteam zu begleiten. Mit der Zeit gesellten sich drei Buben zu uns, die unter anderem "Des mess ma wieda amoi mochn!" hören ließen, was mich natürlich sehr freute. Das erwähnte Mädchenteam kam dann zu einem Dreierteam angewachsen am Nachmittag wieder vorbei und fragte, ob sie das Ganze nochmals machen dürften. Ich glaube, das OL-Fieber in der Mottinger und Glomser Jungjugend ist geweckt!
Zurück zum MTBO: Das Feld hatte sich ein wenig zusammengeschoben, vor allem Thomas (immerhin Nationalteammitglied im MTBO) und Michi hatten das Feld von hinten aufgerollt. Gröbere Probleme hatte meines Wissens niemand, nur Michi ist eben relativ schwer gestürzt, wobei sich seine Hinterbremse unter die Felge schob, wodurch das Rad blockierte. Es dauerte einige Zeit, seinen Gaul wieder flott zu bekommen, doch er schaffte es mit ca. 1-2 min Zeitverlust. Harald meinte im Ziel: "S´nexte Moi mochst ka Voabesprechung mea, de bringt nix, wei i ma ned ois miak." Oda so ähnlich. Denn er war von Posten 9 zu 10 einen Weg gefahren, den ich bei der Fahrerbesprechung als nicht optimal (weil nicht vorhanden) erwähnt hatte. Michi hätte das besser auch tun sollen, denn dann hätte er seine Sturzstelle umfahren, allerdings hat Harald dort sicher mehr Zeit liegen gelassen. Und dann war da noch Herbert, der von Posten 3 zu 4 einen Weg suchte, von dem ich dezidiert gesagt hatte, dass es ihn nicht gibt. Er hat dann später (zu Michi?) gesagt, dass er mir nicht geglaubt hatte!!! Gewonnen hat Thomas vor Michi und Andi W.

Nachdem alle im Ziel waren und Michi von Marketa verarztet worden war, wurde gleich der Crosslauf gestartet. Mittlerweile war es kurz nach 12 Uhr (statt 11:15). Wir einigten uns noch vor dem Start darauf, uns nach der lockeren Aufwärmrunde auf die Renndauer zu einigen. Auf eben dieser Runde hörte ich zwei Mal den Satz "Dea is wiakle cross!". Völlig berechtigt, immerhin mussten der Rothbach ein Mal springend ein Mal kletternd überqert, der Daulberg im Wald und eine Leitn bezwungen und frisch gepflügte Äcker überquert werden. Nach kurzer Abstimmung wurde die Renndauer mit 5 Runden (eine davon schon absolviert) festgelegt. Zu Beginn konnte ich das Tempo vorgeben bzw. mit der ersten Verfolgergruppe (hinter Thomas und Andi W.) mithalten, das änderte sich aber bald, vor allem dann am Ende der ersten Runde, wo ich von einer wild gewordenen schwarzen Bestie verfolgt wurde. (Okay, es war unser Hund, der mitlaufen wollte, den ich aber wieder zu Hause ablieferte.) Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es völlig unmöglich war, den Crosslauf zu Ende zu laufen und rechtzeitig um 13:00 zum OL in Gloms zu sein. Also hörte ich nach zwei Runden auf, womit ich mit zwei Runden Rückstand ins Ergebnis kam. Ich präparierte den 9er-Posten und den "Zwischenzeittisch", wartete noch auf den Sieger, lief dann gemütlich ins Ziel und konnte rechtzeitig - und mit den ersten Regentropfen - nach Gloms aufbrechen. Mama hatte in der Zwischenzeit gekocht, sodass sich die GOLF-Starter vor dem abschließenden Bewerb noch stärken konnten, was eine großartige Idee war. Ich selbst hatte keine Zeit mehr, musste mich aber auch nicht mehr stärken, da ich den OL schon in aller Herrgottsfrühe (7:45 bis 8:45) absolviert hatte. An dieser Stelle möchte ich um sachdienliche Hinweise bitten: Michi kam mit einer Tasche und den Worten "Do drin san Krautfleckerl" nach Gloms. Ich hatte zuerst keine Zeit zu essen, dann darauf vergessen. Und am Abend habe ich dann nichts mehr gefunden. => Wo sind die Krautfleckerl verblieben? Zu meinem Lauf möchte ich nur sagen: Mist ist echt rutschig. Ich habe mir immer nur gedacht: "Bitte nicht ausrutschen und niederfallen!" Sonst war alles relativ einfach zu finden (welch ein Wunder! *g*), aber doch recht anstrengend zu laufen. Dass man bei diesen Temperaturen so schwitzen kann, war mir nicht ganz begreiflich.

Zurück zum OL: Was für ein Unterschied zu voriger Woche: Bei Krapfi konnte pünktlich gestartet werden, bei mir war zur vereinbarten Startzeit fast noch niemand da. Das war mir zwar im Prinzip egal, weil eh nicht alle auf einmal starten können, dafür musste ich aber die Läuferbesprechung mehrmals halten, wodurch die Läufer sicher mit zT unterschiedlichen Wissensständen ins Rennen gegangen sind. Die Läufer konnten sich die Startreihenfolge selbst ausmachen, auch das Startintervall wurde nicht akribisch genau eingehalten. Wichtig war für die lange Strecke: In Kleinotten eine Postenbeschreibung für die zweite Runde holen und die Zwischenzeit nehmen. Lustigerweise hatte Papa die Uhr inzwischen weggeräumt, sie nach Protesten der Läufer aber doch wieder rausgerückt. Somit sind einige Zwischenzeiten nur minutengenau, aber großartige Verschiebungen kann das im Zwischenergebnis nicht nach sich ziehen, weil die Abstände doch recht groß waren. (Für die ganz Aufmerksamen: Richtig, es gibt keine Zwischenzeiten auf 00. Das liegt daran, dass die offizielle Uhr im Vergleich zur Zwischenzeituhr um 46 Sekunden vorne ging. Somit sind alle Zeiten, die auf 46 enden, nicht genau gestoppt.)
Insgesamt gingen 36 Starter (als 23 Einzelstarter bzw. Teams) an den Start, wobei ich Frasti, der am Sa selbstloserweise einen Rot-Kreuz-Fortbildungskurs zu absolvieren hatte und dadurch erst am So startete, natürlich ins offizielle Ergebnis aufgenommen habe. Ich erwarte dagegen selbstverständlich keinen Protest und freue mich über dieses Rekordstarterfeld. Ich konnte auch den jüngsten Teilnehmer, der den OL auf seinen eigenen Beinen absolvierte begrüßen: Tobias, der am Vormittag für den Kinder-OL keine Zeit hatte, weil dieser mit seinem Kraulkurs kollidierte. Die jüngste Teilnehmerin überhaupt war traditionellerweise Yana bei ihrem bereits fünften OL, wenn ich mich nicht verzählt habe. Das ist ein Schnitt von weniger als drei Lebensmonate pro OL!!! Und noch ein interessantes Detail: Die Schwaigers und die Gössls (eine als Schachinger) gingen mit jeweisl sechs Teilnehmern ins Rennen. Bin neugierig, ob uns die Schmids mal übertreffen, leicht werden sie es nicht haben. Niki, motiviere deine Geschwister, Eltern, Yvi und Julian.
Bevor noch alle gestartet waren, kam Herbert schon ins Ziel, allerdings hatte er einen Punkt vergessen. Wahrscheinlich auch bedingt durch die Tatsache, dass er mit den Regentropfen auf seiner Brille und der Karte schwer zu kämpfen hatte. Als auch Erich im Ziel war, der aufgrund seiner Knieprobleme nach 5 Punkten das Handtuch werfen musste, und ich somit einen Babysitter hatte, der Training für diese Aufgabe bitter nötig hat (schließlich wird er demnächst selbst Papa), konnte ich mich kurz abseilen und Organisatorisches erledigen. Als ich zurückkam, waren David und Simon noch immer brav (obwohl ich ihnen extra gesagt hatte, dass sie ruhig schlimm sein können, weil sich Erich an das gewöhnen muss), was Babsi im nachhinein doch verwunderte. Erich, du wirst ein großartiger Papa werden! Dani notierte in der Zwischenzeit die Zeiten der langsam doch zahlreicher eintrudelnden Läufer und Läuferinnen. Schön, wenn man Helfer hat, auf die man sich verlassen kann. Um 15:15 waren die letzten Läufer im Ziel, sodass die Feier in Kleinotten starten konnte. Im weiteren Verlauf traf auch unser Ehrengast Katharina mit Eltern und Schwester Viktoria ein. Es freut mich besonders, dass bei der Spendensammlung 260 Euro zusammengekommen sind, die ich gleich an Ort und Stelle überreichen konnte.
Vom OL selbst weiß ich nicht allzu viel, nur dass Andi die Punkte 10 (über den Daulberg) und 11 (nicht über den asphaltierten Weg nach Hörmanns sondern über einen etwas südlicher verlaufenden Feldweg) etwas unorthodox angelaufen ist, dass Krapfi den Punkt 15 am falschen Waldrand suchte, wo er auch sehr viele Steinhaufen fand (vielleicht müssen wir uns nächstes Jahr im Vorfeld ein wenig absprechen, damit wir bei den Läufen des jeweils anderen etwas besser abschneiden), dass Gudi und Christi bei Punkt 14 Schwierigkeiten hatten, dass Niki seinen Partner Charly verlor (oder umgekehrt), was Niki bis heute noch nicht ganz verstehen kann, dass sich eben dieser Charly für den zweiten Teil Harald als Partner nahm, dass Dani und Lupo entgegen erster Vermutungen von mir doch die lange Strecke gelaufen sind (danke für die per E-Mail und telefonisch eingebrachten Proteste), dass Babsi erstaunlich wenig Zeit verloren hat, dass Michi nach Halbzeitführung so wie im Vorjahr wieder nicht gewonnen hat, dass Marketa zu ihrer eigenen Überraschung (Kommentar bei der Siegerehrung: "Was?") die kurze Strecke gewonnen hat, dass Thomas die lange Strecke und somit das GOLF mit der Höchstpunktezahl gewonnen hat. Und vor allem, dass ich mich sehr über die zahlreiche Teilnahme und die vielen netten Kommentare gefreut habe. Das gibt Motivation auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.
Danken möchte ich an dieser Stelle den zahlreichen Spendern, Dani für die Zeitnehmung, Mama und Papa fürs Kochen (es war doch die richtige Entscheidung, zwischen den Bewerben und nicht erst nachher zu kochen), Bernhard fürs Herrichten der Duschgelegenheiten und Rita fürs Verteilen der Einladungen für den Kinder-OL. Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Und dann gibts hier noch ein Fundbüro: Jacke (bereits abgeholt), Helm (bereits als vermisst gemeldet), zwei Paar lange Radhandschuhe (eines davon bereits als vermisst gemeldet) und ein Langarm-Kosmopilotentrikot wurden gefunden und können abgeholt werden bzw. kann ich sie auch zustellen.

Ergebnisse (nach Teilnahmerzahl geordnet):

OL:

Platz

Name

Zeit Posten Teil 1 Teil 2
1 Thomas Hnilica 49:05 16 24:04 25:01
2 Michael Gössl 50:20 16 21:09 29:11
3 Hubert Lukaseder 53:15 16 22:34 30:41
4 Stefanie Schwaiger
Klaus Hagmann
1:10:45 16 28:46 41:59
5 Andreas Gössl 1:16:09 16 32:19 43:50
6 Harald Steininger 1:19:31 16 36:46 42:45
7 Martin Krapfenbauer 1:21:51 16 24:16 57:35
8 Judith Mayrhofer
Franz-Stefan Preiß
1:22:36 16 34:16 48:20
9 Nikolaus Schmid
Karl Bruckner
1:23:31 16 33:46 49:45
10 Yana Maya Carruesco
Flavien Carruesco
1:27:31 16 35:50 51:41
11 Daniela Trappl
Mario Lunzer
1:27:54 16 39:46 48:08
12 Ulrich Schwaiger
Manfred Schwaiger
1:46:53 15 43:46 1:03:07
13 Erich Hengstberger 35:41 5    
- Thomas Gössl 1:00:42 16 26:24 34:18
1 Marketa Soukupova 50:20 8    
2 Maria Preyser 52:12 8    
3 Markus Hengstberger 54:04 8    
4 Barbara Schachinger 56:29 8    
5 Tobias Schwaiger
Erika Schwaiger
Doris Schwaiger
Beate Robl
Paul Robl
Gregor Robl
58:11 8    
6 Christina Carruesco
Gudrun Pichler
1:08:12 8    
7 Johanna Kienast 1:12:42 8    
8 Anna Gössl
Otto Gössl
1:15:09 8    
9 Herbert Lackner 33:01 7    

Start- und Zielzeiten im Excel-File

Kinder-OL (alphabetisch geordnet)

1 Paul Almeder teilgenommen
1 Lukas Bruckner teilgenommen
1 Theresa Bruckner teilgenommen
1 Jessica Imler teilgenommen
1 Stefanie Imler teilgenommen
1 Lukas Kasper teilgenommen
1 Martin Kasper teilgenommen
1 Manuel Kerschbaum teilgenommen
1 Roland Kerschbaum teilgenommen
1 David Schachinger teilgenommen
1 David Siedl teilgenommen
1 Franz Siedl teilgenommen
1 Magdalena Siedl teilgenommen
1 Melanie Siedl teilgenommen
1 Nadja Siedl teilgenommen
1 Rafael Siedl teilgenommen
1 Simon Schachinger teilgenommen
1 Stefanie Siedl teilgenommen

MTBO:

Platz

Name

Zeit Posten Start Ziel
1 Thomas Hnilica 52:10 13 10:24:00 11:16:10
2 Michael Gössl 57:47 13 10:26:00 11:23:47
3 Andreas Widhalm 1:02:40 13 10:16:00 11:18:40
4 Michael Bernhard 1:05:48 13 10:22:00 11:27:48
5 Erich Hengstberger 1:06:08 13 10:10:00 11:16:08
6 Flavien Carruesco 1:06:58 13 10:08:00 11:14:58
7 Martin Krapfenbauer 1:09:35 13 10:14:00 11:23:35
8 Thomas Steininger 1:10:16 13 10:18:00 11:28:16
9 Andreas Gössl 1:11:37 13 10:04:00 11:15:37
10 Herbert Lackner 1:14:56 13 10:20:00 11:34:56
11 Harald Steininger 1:18:38 13 10:06:00 11:24:38
12 Johanna Kienast 1:51:20 13 10:12:00 12:03:20
- Thomas Gössl 58:57 13 10:02:00 11:00:57

Download: Excel-File

Cross-Lauf (Zeiten ohne Aufwärmrunde):

Platz

Name

Zeit Runden
1 Thomas Hnilica 26:00 5
2 Andreas Widhalm 27:53 5
3 Andreas Gössl 31:13 5
4 Marketa Soukupova 32:00 5
5 Michael Gössl 37:08 5
6 Harald Steininger 27:21 4
7 Thomas Gössl 19:50 3
8 Thomas Steininger 0:00 2
9 Johanna Kienast 0:00 0,2

Rundenzeiten als Download: Excel-File

Gesamtwertung: Für die Gesamtwertung wurden eigene Ranglisten mit jenen Teilnehmern erstellt, die mindestens zwei der drei Bewerbe bestritten haben. Ich gelte hier nicht als außer Konkurrenz, das ist der kleine Bonus, den ich mir herausnehme. Beim OL zählt der lange OL vor dem kurzen.

Platz

Name

Gesamt MTBO Cross OL
1 Thomas Hnilica 75 25 25 25
2 Michael Gössl 51 20 11 20
3 Thomas Gössl 39 15 9 15
4 Andreas Gössl 34 7 15 12
5 Andreas Widhalm 32 12 20 -
6 Harald Steininger 26 5 10 11
7 Marketa Soukupova 19 - 12 7
8 Erich Hengstberger 19 11 - 8
9 Martin Krapfenbauer 19 9 - 10
9 Flavien Carruesco 19 10 - 9
11 Johanna Kienast 17 4 7 6
12 Thomas Steininger 16 8 8 -
13 Herbert Lackner 11 6 - 5

Download: Excel-File

Kleinschönau, 29. Okt. 2005: Martin Krapfenbauer, ca. 8,0 km, 16 Posten          nach oben

Krapfi hatte gerufen, und 24 Personen waren gefolgt. Und was mich besonders wunderte: Obwohl ich entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten um eine Viertelstunde zu früh kam, war ich praktisch der Letzte. Tatsächlich konnte Krapfi an diesem sonnigen(?) aber kalten Samstagnachmittag um Punkt 13:45 die ersten Starter ins Rennen schicken, das ist mir noch nie gelungen. Respekt!
Das Rennen aus meiner Sicht: Bis Punkt 7 (1-2-3-4-5-9-6-7) ging alles wie geschmiert, trotzdem hatte mich Thomas Hnilica schon bei Punkt 4 eingeholt, was mich sehr verwunderte. Als ich nachher aber seine 10000-m-Bestzeit erfuhr (36 min), war mir alles klar. Punkt 6 hatte ich sogar wieder vor ihm, weil er ähnlich wie ich aber offensichtlich schwerer wiegend die Wege zwischen Punkt 9 und 6 verwechselt hatte. Es war nur einer eingezeichnet, es gabe aber quasi unzählige. Die Strecke 7-8 wurde zu einem endlosen Drama, und hätte ich nicht Michi getroffen, würde ich wohl noch heute in Brombeerstauden herumirren. Obwohl ich die ganze Zeit den Bach entlang ging, auf das richtige Ufer schaute und sogar Schritte zählte, fand ich den blöden Balken samt Postenschirm einfach nicht. Irgendwann wurde es mir zu blöd, und ich stieg auf eine neue Taktik (Punkt neu anlaufen und noch besser schauen) um. Und wieder fand ich keine Spur von einem Posten, dafür aber Michi, der mir netterweise erklärte, dass ich in die falsche Richtung unterwegs sei. Jetzt war es nicht mehr so schwer. Warum ich ihn beim ersten Mal nicht gefunden habe? Keine Ahnung, angeblich hatte der Bach dort zwei Arme, und ich war offensichtlich beim falschen. Nun nahm ich die Beine unter die Arme (ein Bild, das ich nicht ganz verstehe aber halt trotzdem verwende), denn ich wollte Michi wieder einholen, der am Vormittag beim 5000er bewiesen hatte, dass er zur Zeit läuferisch hinter mir zurücklag. Knapp vor dem 10er sah ich schon Erich und Michi und noch knapper davor auch Harald. Da sie zum 11er alle direkt durch den Wald liefen, vergaß ich meine Taktik (Kleehof, dann 12, dann 11, dann 13) und folgte ihnen. Allerdings eher weiter rechts. Da ich aber zu meinem Leidwesen parallel zur Hauptstraße lief, musste ich mich mehr links halten. Letztendlich kam ich an derselben Stelle und zur selben Zeit am anderen Ende des Waldes raus wie die anderen und auch Andi. Michi: "Host in Öfa schau?" Ich: "Na, dea muass do om sei." Und ich deutete dabei nach links, während ich zielstrebig den 12er ansteuerte. Diese Taktikvariante hatte ich also noch im Hinterkopf. Weder im Hinter- noch im Vorderkopf befand sich allerdings die Idee, mal auf der Karte zu schauen, wo ich eigentlich war. Dann hätte ich nämlich bemerkt, dass ich um ca. 10 m am 11er vorbeigelaufen war. Ich ging einfach davon aus, dass ich viel weiter bei Kleehof war, lief daher zum 12er, den ich mit einem kleinen Fluch (ich war am unteren, er am oberen Ende einer steilen Felswand) auch sehr schnell fand. Und weil ich eben der Meinung war ... (s. oben), lief ich den 11er völlig falsch, nämlich schon Richtung 13er an. Mitten in den Brennnesseln herumwatend sah ich außerhalb des Waldes Andi. "Suachst a in Öfa?", fragte ich. "Na!" "Jetzt sog bloß, do is schau da 13er." Mit diesen Worten sah ich mal genauer auf die Karte und bemerkte zu meinem Entsetzen, dass ich mind. 200 m falsch war. Also wieder zurück, ab jetzt war es aber nicht mehr so schwer. Den 13er fand ich sehr leicht, auch aufgrund der Tatsache, dass ihn Judith und Frasti, die ich schon beim 7er eingeholt hatte, die aber jetzt noch immer bzw. schon wieder vor mir waren, knapp vor mir fanden. Der 14er war zwar schwer zu erreichen, weil ich schon ziemlich fertig war, aber leicht zu finden. Ich wollte den Gipfel jodelnd erklimmen, da ich aber keine Ahnung hatte, wie das geht, dafür aber Publikum anwesend war, verzichtete ich auf diese Peinlichkeit. Beim Anstieg spielten sich unschöne Szenen ab. Frasti: "Da Krapfi is a ...!" Ich: "Hedast glaubt, dass des Gipfekreiz im Toi is?" "Na, owa a ned, dass´s do so steu is." Von 14 wollte ich zu 16, bergab überknöchelte ich mich ordentlich, mir wurde kurzfristig schwindlig, aber alle Bänder hielten. Nur den 16er erreichte ich partout nicht. Ich zwang mich immer, weiter links zu laufen, driftete aber trotzdem immer mehr rechts ab, woraufhin ich doch den 15er anvisierte, den ich über den Weg wesentlich leichter erreichen hätte können. Aber egal. Knapp bevor ich mich auf die Suche machte, kam Michi von links daher und lief rechts weiter. Das schien mir zwar etwas sonderbar, aber ich folgte ihm, mein Vetrauen in meine Orientierungsfähigkeiten hatte schon leicht gelitten. Er fragte mich, was ich suchte. "In Fuchzena" "Dea is owa ned do." Gut, ich kehrte wieder um, fragte mich aber, was er dann hier zu suchen hatte. Ich tippte auf den 12er. Den 15er fand ich jetzt recht schnell, den 16er und den Weg nach Hause ebenso. Ich hoffte noch auf ein gutes Ergebnis, aber wieder einmal hatten fast alle wesentlich weniger Probleme gehabt als ich. Michi kam dann 1-2 Minuten später. Er hatte in Kleehof doch tatsächlich das Ziel gesucht und daher wertvolle Zeit liegen gelassen. Somit konnte Andi die Glomser Meisterschaft mit zwei Sekunden vor Michi für sich entscheiden.
Ein Vergleich der Gössl-Bros-Splitzeiten zeigte: Ich habe wenig überraschend beim 8er ca. eine Viertelstunde verloren und beim 11er nochmals einige Minuten. Das hätte für den dritten Platz reichen können. Michi machte zahlreiche kleinere Fehler. Und Andi einen ebenso großen wie ich: Er lief den 10er-PUnkt an, landete beim 9er, glaubte aber weiter, dass es der 10er sei. Daher lief er von dort "Richtung 9er" weg, woraufhin er beim 5er landete. Erst jetzt bemerkte er seinen Irrtum.
Den Vogel schoss aber Flavien ab - Wie schon vor ein paar Jahren, als er Ende Oktober den Kamp schwimmend durchquerte. Er watete vom 9er zum 10er durch den Schilfgürtel und beinahe arschhohen Schlamm. Das ersparte ihm zwar ca. 200 m, aber ich glaube kaum, dass er damit Zeit gut gemacht hat. Noch dazu trocknete seine Hose bis zum Schluss nicht, was bei der Kälte nicht sonderlich angenehm war.
Im Ziel gab es sehr gute Aufstriche, Tee und viele Gespräche. Unter anderem wurde beschlossen, das GOLF erst um 9:30 zu starten. Thomas hatte sich nämlich bereit erklärt, mir mit Postenschirmen auszuhelfen, wodurch ich schon am Fr alles aufhängen können würde. Aber das könnt ihr im nächsten Bericht lesen.
Erstmals hatte ich vor diesem Lauf Werbung in der NöN gemacht, wodurch Maria Preyser zur OL-Gemeinde gestoßen ist. Da fast alle, die schon einmal einen OL bestritten haben, immer wieder kommen, wächst diese Gemeinde zwar langsam aber stetig. Die Bewerbe, die mit ca. 8-10 Startern begonnen haben, halten jetzt schon bei ca. 30. Völlig verdient, wie ich sagen möchte, denn Krapfi hat einen hervorragenden (und sehr schweren) OL ausgesteckt. Der war schon mit einem Direkt-Bewerb bei den ÖFOL-Orientierungsläufen zu vergleichen: Es gab immer einen markanten Punkt, und der Posten fand sich dann ca. 20 m davon entfernt. Mir hat´s sehr gut gefallen. Und irgendwann komme ich vielleicht wieder einmal ohne Fehler durch - Stockerl, ich komme! *g*

Platz

Name

Zeit

Posten Start Ziel
1 Thomas Hnilica 1:00:08 16 32:00 1:32:08
2 Hubert Lukaseder 1:04:40 16 28:00 1:32:40
3 Johannes Böhm 1:14:30 16 20:00 1:34:30
4 Flavien Carruesco 1:17:08 16 24:00 1:41:08
5 Michael Bernhard 1:18:29 16 16:00 1:34:29
6 Andreas Gössl 1:29:13 16 26:00 1:55:13
7 Michael Gössl 1:29:15 16 34:00 2:03:15
8 Richard Seyfried 1:30:47 16 18:00 1:48:47
9 Thomas Gössl 1:32:25 16 30:00 2:02:25
10 Erich Hengstberger 1:39:18 16 22:00 2:01:18
11 Harald Steininger 1:59:28 16 8:00 2:07:28
12 Franz Preiß 2:00:10 16 14:00 2:14:10
13 Judith Mayrhofer
Franz-Stefan Preiß
2:00:45 16 6:00 2:06:45
14 Franziska Mayrhofer
Markus Wiesinger
DNF 5 4:00 DNF
1 Yana Maya Carruesco
Christina Carruesco
Gudrun Pichler
Susanne Pichler
1:23:05 8 0:00 1:23:05
2 Maria Preyser 1:24:40 8 10:00 1:34:40
3 Christa Preiß 1:25:10 8 12:00 1:37:10
4 Anna Gössl
Otto Gössl
1:47:45 8 2:00 1:49:45


Eisenstadt, 18. Dez. 2004: HSV Wr. Neustadt, ca. 3,5 km, 10 Posten          nach oben

An diesem saukalten Samstag wollten wir uns also wieder einmal an einem "offiziellen" OL versuchen. Wir, das waren Michi, ich, Flavien, Yannick und Gerhard, ein Arbeitskollege. Die ersten vier und Gudi, die Geburtstag hatte, versammelten sich bereits zu Mittag bei Yana, Christi und Flavien, die ja bekanntlich in Eisenstadt wohnen. Wir erfuhren via Teletext, dass Max Rauffer völlig überraschend die Windlotterie in Gröden gewonnen hatte, und begaben uns mit der Zeit zum Start. Da sich Gerhard noch umziehen musste und es wie gesagt saukalt war, liefen die anderen drei schon mal los. Gerhard und ich starteten mit ca. 5 bis 10 Minuten Rückstand. Trotzdem traf ich schon beim ersten Punkt Flavien, wir trennten uns aber bald wieder. Ich fand meine Posten mehr oder weniger ohne Schwierigkeiten, entschied mich aber öfter für die falsche weil längere Variante. Unterwegs traf ich noch Michi, der in eine Richtung lief, wo es nur Punkte gab, die ich alle schon hatte. Also musste er hinter mir liegen. Da ich eben auch Flavien schon beim ersten Punkt eingeholt hatte, im Ziel niemanden außer Christi, Gudi und Yana traf und Gerhard mehr als zwei Minuten hinter mir ins Ziel kam, war ich der Überzeugung, unser internes Rennen gewonnen zu haben, was mich sehr überraschte. Noch überraschter war ich dann, als Michi wenige Minuten nach mir ins Ziel kam und mir mitteilte, dass er nicht warten wollte und deshalb auch noch die kurze Strecke gelaufen war, genauso wie die beiden Franzosen. Nichts war es also mit dem Sieg. Als ich mit Gerhard dann die Streckenabschnittszeiten verglich, bemerkten wir, dass er einen Punkt vergessen hatte, der OL hat ihm aber trotzdem gefallen. Nun gings wieder zurück zu den Carruescos und bald darauf via Wien ins Waldviertel, wo das Hallentraining zwar nur mit zwei Teilnehmern stattgefunden hatte (wir saßen im Stau fest), wo uns aber die Kosmopiloten-Weihnachtsfeier erwartete.
Auf der kurzen Strecke belegten Yannick, Michi und Flavien in dieser Reihenfolge die Plätze 1, 3 und 4, sie hatten aber natürlich den Vorteil, dass sie einige Punkte schon kannten.

Platz

Name

Zeit

Posten
1 Kaltenbacher Pierre 17:00 12
2 Stockmayer Michael 18:44 12
3 Zemann Adi 19:50 12
4 Wittberger Georg 20:03 12
5 Schweifer Erwin 20:26 12
6 Srb Alexander 21:09 12
7 Sparr Harald 21:32 12
8 Novak Roland 21:37 12
9 Puchegger Stephan 21:48 12
10 Ballik Thomas 22:02 12
11 Fuchs Josef 22:18 12
12 Koiser Gerhard 22:34 12
13 Pidner Valentin 22:56 12
14 Hermann Claus 22:59 12
15 Poell Matthias 23:05 12
16 Ponweiser Eva 23:50 12
17 Ponweiser Franz 24:21 12
18 Köck Erwin 24:24 12
19 Gössl Michael 24:44 12
20 Hochreiter Andreas 25:27 12
21 Grün Paul 25:36 12
22 Häusler Niki 25:50 12
23 Lakinger Johannes 27:32 12
24 Senft Thomas 27:42 12
25 Huber Franz 28:09 12
26 Teubl Karl 28:19 12
27 Kroupa Günther 28:21 12
28 Koiser Bernhard 28:23 12
29 Lechner Andreas 29:54 12
30 Fuchs Elisabeth 29:59 12
31 Laffrat Yannick 30:25 12
32 Tobler Gottfried 33:59 12
33 Fuchs Sabine 34:17 12
34 Carruesco Flavien 34:23 12
35 Gössl Thomas 34:55 12
36 Szakony Viki 39:53 12
37 Stadler Gerhard Fehlst 11
- Adenstedt Ingrid keine Zeit

bekannt

- Arthofer Florian keine Zeit

bekannt

- Gschwandtner Bernhard keine Zeit

bekannt

- Kellner Gerhard keine Zeit

bekannt

- Koiser Michael keine Zeit

bekannt

- Prünner Klaus keine Zeit

bekannt

- Seeböck Anita keine Zeit

bekannt


Kleinotten, 13. Nov. 2004: Thomas Gössl, ca. 6,5 km, 20 Posten          nach oben

Worte des Veranstalters:
Leute, ich muss mir ja fast eine Träne aus den Augen wischen, so gerührt bin ich von der großen Teilnehmerzahl und von den großteils positiven Rückmeldungen. Auch ich muss sagen, dass ich die Strecke beim Probelauf sehr genossen habe. Ich muss aber auch dazu sagen, dass das reines Glück war, denn ich habe die Strecke rein nach den Punkten, nicht nach den Strecken dazwischen ausgewählt. Über den OL selbst wird unten von den Teilnehmern genug geschrieben, deshalb möchte ich noch eine Episode vom nächsten Tag erzählen: Am So machten sich Papa (allein), Mama (begleitet von Michi und Billy, später auch von Andi; damit sie auch wieder zurück findet) und David (begleitet von mir) nochmals auf den Weg. Die Erstgenannten probierten die am Vortag nicht gelaufene zweite Runde. David und ich gingen eine verkürzte erste Runde. Ganz begeistert war er vom Vogelhaus, weil er diesen Punkt (geübt durch viele Spaziergänge mit mir) allein gefunden hat. Auch das Zwicken machte ihm großen Spaß. Blöd war nur, dass er unmittelbar nach Durchquerung eines "gemisteten" Feldes beschloss, dass er zu müde zum Weitergehen sei und getragen werden wolle. Ich habe das natürlich getan und auch dementsprechen gestunken. Naja. Mama hatte in der Zwischenzeit den Bach zwischen Punkt 13 und 14 überquert, Michi wollte mit Billy eine geeignetere Stelle suchen. Billy jedoch verlor die Nerven und sprang irgendwo drüber, kam mit den Vorderpfoten gerade noch aufs überhöhte Ufer, mit den Hinterpfoten jedoch ins tiefe Wasser. Schön langsam rutschte er auch mit den Vorderpfoten rein und schaute nur noch mit den Augen und dem Schnauzenoberteil aus dem Wasser. (Ich stelle mir das vor wie ein Krokodil.) Unbewegt blieb er so stehen und wartete, was passieren würde. Der Retter ließ nicht lange auf sich warten, Michi sprang rein (mehr als knietief bei ca. 0 °C Lufttemperatur) und hob ihn raus, wodurch auch seine Arme bis zu den Schultern im Wasser waren. Ungeachtet dessen setzte er die Runde unbeeindruckt fort, sodass Mama gar nichts von dem Vorfall bemerkte. Für die Statistik: Papa brauchte für die zweite Runde ca. 47 Minuten, Mama ca. 1:10, wobei sie sogar alles fast alleine gefunden hat. Bin neugierig, ob das Papa-Mama-Duo beim nächsten OL getrennt antritt, wäre sehr spannend.

So, aber jetzt zu den Eindrücken von den Mittendrinnichtnurdabeileuten in Reihenfolge des Einlangens (Es ist nicht schwer zu erkennen, aber zur Sicherheit: Alles, was nach dem Namen steht, ist aus E-Mails direkt übernommen.):

Michi:
Eindrücke:
Dass ich um 11 Hunderstel am Siegeskuss coram publico vorbeigeschrammt bin, ist schon bitter.
Dennoch voll zufrieden mit der Leistung (um nicht zu sagen "stolz auf die").
Super Strecke (vielleicht weil ich mich da auskenne).
2 Runden gute Idee (von mir). (Ich kann mich aber nicht erinnern, dass nach einer Runde die Zettel kontrolliert worden sind.)
Die neuen Posten haben sich voll bewährt (Kontrolle im Ziel wäre empfehlenswert).
Nicht auf Anhieb gefunden: 12 (wie besprochen: nicht exakt eingezeichnet, von Harald in die falsche Richtung verleitet), bei 13 Heimnachteil ausgenutzt und ein bisschen Zeit liegen lassen, leichte Probleme bei 14, 15 ca. 50 m zu weit links angelaufen, Rest aufgrund hervorragender Orientierungsleistung praktisch ohne Zeitverlust mitgenommen. Anscheinend hat mich die Nachricht von der Zwischenführung etwas die Konzentration verlieren lassen.
Ins Wasser: am nächsten Tag bei der Rettung von Billy.
Überholt: Marketa bei 3, Flavien bei 4 (hat bei 6 kurzzeitig wieder aufgeschlossen), einen ganzen Arsch voll bei 5 (Mama, Papa, Sabine, Babsi, Gudi, Christi, Yana, und evtl. noch ein paar, die zu weit westl. gesucht haben, vermutlich Erich, Petra und Dani), Sigi und Klaus zw. 5 und 6 (sind bei der Teichanlage gestanden), Harald bei 12 (war bei diesem Punkt noch ein paar Minuten schlechter als ich).
Da Markus is a Wahnsinn!

Krapfi:
ich grad 2. luft bekommen - weil andi überrundet - nach punkt hopfenfeld - full speed auf güterweg - kommt traktor mit güllewagen von rechts vom feld - gerade sämtliche scheiße entleert, deren hälfte übrigens an meinen füßen klebte - somit nähern sich 2 fullspeed-geschoße (traktor geschätzte 10 kmh, ich ca 1 kmh langsamer - 10 meter entfernt von kreuzung erkenne ich den nahenden zusammenstoß - erhöhe um 1 kmh, traktor ebenfalls - ergebnis: keiner gibt nach, traktor drängt mich ins feld - war immerhin rechtskommender - ich laufe ca. 50 meter im feld bei widrigstem untergrund - erhöhe trotzdem so wie der traktor seinerseits auch mein tempo um ein weiteres kmh, bis ich leicht entkräftet aufgeben muss - lasse traktor vorbei, lass ihn ziehen, bis ich am hinteren ende einen griff erspähe - zwischenspurt ich mit 15 kmh, traktor mit mittlerweile 13 kmh (geht leicht bergab) - mache die aufgerissenen 5 meter innerhalb von nur 40 meter wieder gut - voll fertig erreiche ich den griff - ergreife ihn, um gleichzeitig festzustellen, dass da keine halterung für meinen fuss ist - laufe also mich am anhänger anhaltend, was mich ziemlich ausser tritt bringt - noch 50 meter mit - gebe dann völlig fertig auf - lasse traktor ziehen - und vor mir steht - yannick - wieder einmal.

Hubert:
Meine Eindrücke schildere ich gerne.
Ich tat mir mit der Karte natürlich am Anfang schwer, weil ich ein Hundertfaches an Details pro Flächeneinheit gewohnt und daher verwöhnt bin. Aber das machte ja eben den Reiz für mich aus, damit zurecht zu kommen. Man muss sich auf der ÖK eben an den vorgegebenen Leitlinien orientieren: Bachverlauf, Waldränder, grobes Geländeprofil, Hauptwege soweit dargestellt, eventuell Gebäude. Dazwischen muss man Entfernung schätzen (im Idealfall Schritte zählen) und die Kompassrichtung einhalten. 
Das genaue Lesen und Interpretieren der Postenbeschreibung ist auch ganz wichtig, ansonsten wäre ich schon am P.1 vorbeigelaufen. Dann habe ich doch noch rechtzeitig das Teichlein (für Minifische?) gesehen, während ich eigentlich nur dem Bach folgte.
Meinen 2. Postenschirm sah ich weit rechts oberhalb einer Steilstufe. Ein Vogel"Haus" war dort nicht zu erkennen, wohl aber lugte der obere Waldrand durch die Baumstämme. Ich schwankte kurz, ob ich bergauf den Punkt 3 suchen sollte, ahnte aber schon, dass ich den P. 2 überlaufen hatte. Einige "kurzsichtige" Blicke zurück klärten mich auf und zeigten mir den P. 2 am Fuß des Steilhanges.
Beim "Postkasten" waren zwei einheimische Burschen sehr hilfreich, sie beantworteten meine diesbezügliche Frage freudig und wollten mir auch gleich einen weiteren Schirm (13 ?) anbieten. Ich enttäuschte sie schweren Herzens und lief weiter.
Am Weg zu P. 5 rief ich mir Deine Hinweise bei der Vorbesprechung in Erinnerung und blickte immer wieder zurück. Nach dem Höhenschichtbild hätte ich den P. weiter im SW der breiten Mulde vermutet, sah aber dann doch das rot-weiße Häufchen etwa 40m weiter im NO am Boden liegen. Mein Verdacht, es könnte ein Postenschirm sein, wurde zu meiner Freude sogleich bestätigt.
Die anschließende Waldpassage war ein echter Genuss (Highlight). Weicher Boden, offener Wald, kaum Steigungen, und P. 15 konnte ich auch im Vorhinein besichtigen. Der P. 6 selbst war auch sehr reizvoll, einige (herumstehende?) Wandersleute erleichterten zusätzlich das Auffinden.
Zum P.7 hätte man gute Kondition gebraucht, die Ackerquerungen bergauf waren schon sehr anstrengend.
Auch zum P. 8 war Schnelligkeit gefragt, damit kann ich nicht so sehr dienen. P. 9 war leichter als angekündigt, ich wählte zum Glück vom Bildstock aus den richtigen Weg.
Der Bach danach - und das willst Du ja hören - war mir um 10cm zu breit. Ich landete zwar vorerst auf der gegenüberliegenden Böschung, doch währte meine Freude höchstens 0,1 Sekunden. Dann war mein linker Schuh schon in den Bach zurückgerutscht und mit Wasser gefüllt.
Der P. 12 ärgerte mich, ich habe ihn zu weit unten gesucht - dafür aber im ganzen Waldgebiet. Der westliche Waldrand ist in der Karte kaum zu erkennen, die Steilstufe ist nicht dargestellt (wie z.B. bei P. 13), sodass der Leitspruch im OL ("Einen Posten sucht man nicht, sondern läuft ihn an") hier für mich nicht umzusetzen war.
Die Waldpassagen von 14 über 15 bis 16 entschädigten mich wieder für den kleinen Frust. P.16 ging ich zwar vom südlichen Waldrand an - ich hatte schon überlegt, vom Norden zu kommen, das erschien mir aber doch zu riskant - , verließ aber etwa 80m früher schon den Fahrweg, um Höhenmeter zu sparen. Dabei lief ich in mehrere dornige Stauden, deren Spuren ich heute noch deutlich auf meiner Stirn trage.
Mein größter Fehler war es, den P.17 vom unteren Waldrand anzugehen. Ich fand die Ackerzunge leicht, suchte aber unterhalb der Hangkante etwa 50m nördlich des Postens, ohne ihn zu sehen. Erst im Nachhinein habe ich mich überzeugt, dass er in der Karte perfekt dargestellt ist.
Die zweite Bachquerung war kein Problem - trocknet der so schnell aus? P. 18 hat mir gut gefallen, die Geländestufe wäre in einer OL-Karte dargestellt gewesen.
Die Bestzeiten von 39 Minuten finde ich sehr gut und möchte den beiden Siegern herzlich gratulieren. Für mich wären an diesem Tag im Idealfall 42 Minuten möglich gewesen.
Ich freue mich auf den nächsten Lauf!

Erich:
Der unauffindbare Fischteich! 
Doch noch etwas vom Vortag gezeichnet, Saufgelage mit Ex-Arbeitskollegen, und durch eine plötzliche Änderung in der Startreihenfolge, startete völlig unkonzentriert zum ersten Punkt los. "Der unauffindbare Fischteich".
Da wir bei der Läuferbesprechung schon die Karten in der Hand halten durften, wusste ich dass der erste Punkt ganz einfach ist. Einfach hinten hinaus, und gerade aus bis zum Fischteich. Der Startschuss fiel, und ich lief los. Immer den kleinen Bach zur rechten, lief ich was das Zeug hielt. Ich lief und lief und lief....
Kurzer Stopp, Blick auf die Karte, neu orientiert. Links muss Punkt 12 kommen, rechts macht der Bach einen knick. Ich lief, und lief, und lief. Endlich Punkt 12 zu meiner linken. Nur wo ist die Wurzel des Baums der Umgefallen ist? Ist das vielleicht schon Punkt 13 und ich konnte durch himmlische Gabe übers Wasser (Fischteich) laufen, und es fiel mir nicht auf? Nein, es muss Punkt 12 sein. Also nur mehr ein Stück weiter, und dann muss rechts Punkt 1 sein. Und da stand dann plötzlich eine Hütte mit einer Fahne. "Hütte" gibt’s ja gar nicht am Plan und Punkt 4 kann´s ja nicht sein, dann hätte ich ja den riesigen Fischteich übersehen. Seien wir uns ehrlich, ein Fischteich hat schon so eine Größe das man ihn nicht übersehen kann! 
Dort waren 2 Buben, Einheimische, welch Glück. Die wissen sicher wo ein Fischteich ist. Und sie wussten es. "Immer gerade aus, und dann rechts", na super! Ich lief, und lief, und lief. Endlich der Teich, am westlichen Ufer ist der Punkt. Lief zwei mal auf und ab, aber keine Fahne. Bin ich bereits bei dem Teich der gerade noch auf der Karte ist, hab ich den eigentlichen Fischteich übersehen. Ja es musste so sein!!!
Füße in die Hand und zurück! Die Hütte sollte der "Briefkasten" also Punkt 4 sein. Die zwei Mädels die zur gleichen Zeit mit mir gestartet sind waren bereits bei Punkt 4, und fragten mich, welche Taktik ich verfolge, da ich Punkt 1 gleich mal ausgelassen habe. Taktik? Keine, einfach übersehen. Nach diesem Hinweis war alles klar, ich lief zurück, und da war er, der Fischteich. Feuchtbiotop oder Pfütze vom letzten Regenguss? Er war so klein, dass man ihn übersehen durfte. Aber jetzt hab ich ihn gefunden, und ich konnte nun so richtig loslegen, zwar ohne die Chancen auf die Top 5, aber ich werde sie noch alle finden.....
Torte und restliche Verpflegung war super, Danke!

Christi:
1. Eigentlich wollten wir deine Eltern abhängen und liefen wie die Irren, um den Vorsprung, den wir schon nach Punkt 1 verloren hatten, wieder einzuholen. Wir haben dann ziemlich blöd geschaut, als wir dann auf dem Weg zum letzten Punkt, völlig außer Atem und mit der Überzeugung, deine Eltern weit hinter uns gelassen zu haben, diese ganz gemütlich vor uns spazieren sehen. Das Endergebnis kennst du ja.
2. Die Mehlspeisen waren ausgezeichnet!

Platz

Name

Zeit

Posten Runde 1 Runde 2
1 Markus Hengstberger 39:26 20 21:24 18:02
2 Michael Gössl 39:37 20 19:30 20:07
3 Hubert Lukaseder 46:38 20 24:52 21:46
4 Martin Krapfenbauer 52:15 20 29:03 23:12
5 Flavien Carruesco 54:40 20 31:00 23:40
6 Yannick Laffrat 55:14 20 31:12 24:02
7 Sigi Senk
Klaus Kolm
1:03:05 20 39:30 23:35
8 Harald Steininger 1:05:55 20 34:32 31:23
9 Richard Seyfried 1:06:58 20 35:11 31:47
10 Thomas Steininger 1:08:50 20 35:50 33:00
11 Marketa Soukupova 1:10:13 20 37:25 32:48
12 Erich Hengstberger 1:12:20 20 47:35 24:45
13 Judith Mayrhofer
Franz-Stefan Preiß
1:21:43 20 38:30 43:13
14 Andreas Gössl 1:31:07 20 1:05:01 26:06
- Thomas Gössl 51:37 20 28:00 23:37
1 Daniela Neuwirth
Petra Huber
54:25 11
2 Anna Gössl
Otto Gössl
57:38 11
3 Yana Maya Carruesco
Christina Carruesco
Gudrun Pichler
59:11 11
4 Sabine Almeder
Barbara Schachinger
1:10:45 11
5 Michaela Hüttler
Didi Butschell
2:03:47 11

Download: Ergebnis mit Zwischenzeiten

Horn, 16. Okt. 2004: Markus Hengstberger, ca. 7,3 km, 9 Posten         nach oben

Den ganzen Tag hatte es schon geregnet, daher war auch nicht ganz klar, ob der OL tatsächlich stattfinden würde. Dh, mir und auch Christi war es nicht ganz klar, für Markus selbst gab es nicht den geringsten Zweifel. Also waren wir pünktlich um 13:15 in Horn. Erich und Marketa warteten bereits dort, Yannick und die Carruescos ("Team Yana") trafen auch bald ein, und so konnte es knapp nach 14 Uhr losgehen. Die Teilnehmerbesprechung war recht interessant, denn "Punkt 1 ist etwas weiter nördlich als eingezeichnet; Punkt 2 sieht man nur von hinten; der Wald bei Punkt 5 ist nicht mehr da, der ist gerodet, aber es steht nur mehr ein Baum da, und gleich daneben ist der Punkt; Punkt 7 wird nicht gelaufen; Punkt 9 hängt nicht auf dem Kreuz sondern auf einer Tafel gleich daneben; Punkt 10 ist die Einfahrt zum Brooklyn". Da war ein gutes Gedächtnis durchaus gefragt.
Wir durften die Karte schon vorher betrachten, und schon da stellte sich die Frage: quer durch die Ausläufer der Stadt oder außen herum. Ich entschied mich für Variante zwei, ich weiß nicht, ob jemand a la Expedition Österreich quer durch die Häuser und Gärten gelaufen ist. In der Reihenfolge Team Yana, Michi, Erich, Marketa, ich, Yannick, Andi ging es in Zweiminutenintervallen los. Start war der Hinterausgang der "Casa Markus & Marketa", wo auch das Ziel sein sollte. Der Weg zu Punkt 1 war ziemlich lang, so wie der OL diesmal überhaupt sehr lauflastig war. In der Nähe des Punktes sah ich Erich und bald darauf auch Marketa, die von links kam. Das wäre ja an und für sich ein Indiz, dass dort der gesuchte Punkt sein musste, ich allerdings probierte - leider - was anderes. Gesucht war ein Judenfriedhof, und weil dort ein eingezäuntes Gebiet war, war für mich klar, dass er das sein musste. Der Weg rundherum kostete viel Zeit und war erfolglos, weil es doch nur ein Bundesheer-Gebiet war. Der Friedhof war noch nördlicher (wie weit ist "etwas weiter"?), wo ihn Yannick, der sich ebenso wie ich und auch Andi rund um das eingezäunte Gebiet gekämpft hatte (dichter Wald, Büsche,...), nach einiger Zeit doch fand. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon 10 min auf Michi verloren, Yannick 8 und Andi 6.
Weiter zu Punkt 2 lief Yannick auf dem asphaltierten Weg, Andi und ich probierten es direkt durch einen Acker, das war zwar kürzer, brachte aber zeitmäßig wenig bis nichts. Dafür standen wir plötzlich ca. 10 m über der bekannten Bundesstraße und mussten uns über die Leitn runter- und über die Gegenleitn raufquälen. Der Buchstabe für Punkt zwei wurde mit der vorgesehenen Farbe eingetragten, und weiter ging es. Andi und Yannick hatten mich schön langsam immer mehr abgehängt, ich beherrsche das Laufen auf weichem Untergrund einfach nicht so gut. Punkt 3 war leicht (allerdings schwer zu laufen). Nur bemerkte ich, dass ich abermals (wie schon bei den Staatsmeisterschaften) was Wichtiges verloren hatte: den Zettel für die einzusammelnden Buchstaben. Also wurde es jetzt eine Gedächtnisübung, denn Buntstifte halten auf Klarsichthülle nicht besonders gut, wurscht wie fest man aufdrückt. Die ersten Buchstaben wusste ich zum Glück noch, die restlichen konnte ich mir GSD auch merken. Unterwegs zu Punkt 4 überholte ich Flavien, Christi und Yana, die trotz des abermals regnerischen Wetters nach Jagenbach schon ihren zweiten OL bestritt. Christi und Flavien trennten sich hier, ich konnte Christi beim Zurücklaufen von Punkt 4 gute Tipps geben, sodass sie trotz des Umwegs über die asphaltierte Straße schneller war als Flav. Auf dem Weg zu Punkt 5 konnte ich den Kompass gut gebrauchen, denn es ging eine derartige Vielfalt an Wegen in alle möglichen Richtungen, dass ich mir nie sicher war, wo ich wirklich war. Zum Glück war ich richtig, obwohl ich Andi woanders herumlaufen sah. Bei dem gerodeten Wald hatte sich alles wieder zusammengeschoben. Yannick, Andi, Marketa und ich fanden den Punkt (nach unterschiedlich langer Suche, Marketa hatte hier viel Zeit verloren) in dieser Reihenfolge innerhalb einer Minute. Er war wirklich erst zu sehen, wenn man auf ca. drei Meter Entfernung herangekommen war. Zu Punkt 6 lief ich optimal, vielleicht nicht schnell genug, aber als ich mich umdrehte, sah ich Andi, der einen anderen Weg gewählt hatte, hinter mir. Ich fand den Punkt gerade noch vor ihm, doch beim Weiterlaufen zu 8 (7 wurde ja ausgelassen) überholte er mich und ließ mich einfach stehen. Er erkundigte sich im Vorbeilaufen nach Yannick und war enttäuscht, dass ich ihn schon lange nicht gesehen hatte, denn das hieß wohl, dass er weit vor uns war. Punkt 8 fand ich, indem ich Andi blindlings folgte (Michi hatte hier und beim folgenden Punkt seine einzigen Schwierigkeiten an diesem Tag), zu Punkt 9 ging es wieder querfeldein. Da ich Yannick von links kommen sah (schon in der Nähe des Kreuzes), ging ich davon aus, dass der Punkt nicht links sein konnte, also lief ich gleich nach rechts. Die beiden anderen (Andi sah durch seine angelaufenen Brillen nicht mehr viel) glaubten, dass ich den Punkt gefunden hatte, und folgten mir. Ich hatte natürlich nicht, ich hatte nur logisch überlegt. Natürlich fanden wir nichts und mussten wieder zurück, wo die Tafel in voller Pracht und weithin sichtbar in der Gegend rumstand. Ab jetzt ging es nur mehr direkt der Straße nach heim (Punkt 10 nicht vergessen, der war aber sehr leicht). Andi ließ sich von Yannick nicht mehr entscheidend abhängen, sodass er im Ergebnis einmal sicher vor ihm lag. Beide waren auch deutlich vor mir (nach mir gestartet, vor mir im Ziel). Marketa hatte sich nach Punkt 5 nicht mehr blicken lassen, also ging ich davon aus, dass sie ebenso wie das Team Yana hinter mir war. Im Ziel empfingen mich Michi schon geduscht und umgezogen und Erich mit den Worten "I bin Zweiter". Marketa kam auch bald, wollte allerdings beim Vordereingang rein, wo sie auch anläutete. Markus ließ sie aber nicht rein, da der Hintereingang das Ziel war. Einen eigenen "Dameneingang" wollte er ihr nicht gestatten. So weit ich weiß, ist sie dann aus Protest langsam rundherumgegangen! *g* Bald darauf kam auch Yana mit ihren Eltern im Schlepptau. Somit gab es wieder einmal einen OL, wo alle alles gefunden hatten. (Einmal hat es das bei einem von Harald veranstalteten OL schon gegeben. Dass Ston damals fast nichts gefunden hat, zählt jetzt nicht, weil er erst am nächsten Tag gelaufen ist.)
Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Gewonnen hat Michi. Weit abgeschlagen, dafür eng beisammen, folgten Erich, Andi, Yannick, ich, Marketa, Yana.
Die abschließende Siegerehrung fand oben in der Wohnung von M&M statt (Preise für alle Teilnehmer!), wo Michi gleich nahtlos zu einem Besäufnis überwechselte, das er sicher auch gewann. Ich konzentrierte mich eher auf das Kuchen-Buffet, wo es den wahrscheinlich besten Gugelhupf, den ich jemals gegessen habe (und das heißt was), gab! Die "Franzosen" wurden bei der Party von einigen Zwettlern, die zum Teil mit Michi tschecherten, zum Teil schaffte er das aber auch alleine, abgelöst. Michi lief nach dem OL auch beim Groß-Reden zu seiner Höchstform auf, die in mir den unbändigen Wunsch weckten, ihn beim nächsten Mal zu schlagen! *g*
Beim Halli Galli - das muss ich erwähnen, weil ich in letzter Zeit eh nur Niederlagen erlitten habe - war ich unschlagbar. Ich liebe dieses Spiel, allerdings stand ich wahrscheinlich knapp vor dem Gehirnschlag, denn es erforderte höchste Konzentration und Reaktion. Heimwärts ging es um ca. 3 Uhr. Michi sorgte für eine abwechslungsreiche aber nicht unbedingt erfreuliche Heimfahrt!
Da die OL-Serie der vergangenen Wochen so gut angekommen ist, wird es (je nach Markus´ Dienstplan) am 13. oder 14.11. in Kleinotten noch einen OL geben, bevor wir auf die Wintertour (Wien oder Wr. Neustadt) wechseln.

Ergebnis (Zum Vergleich: Markus, der Veranstalter, brauchte beim Posteneinsammeln ca. 45 Minuten. Michi hat also nicht viel Zeit beim Suchen verschenkt, noch dazu, wenn man bedenkt, dass Markus der bessere Läufer ist.):

Platz

Name

Zeit

Posten
1 Michael Gössl 48:41 9
2 Erich Hengstberger 1:02:39 9
3 Andreas Gössl 1:04:12 9
4 Yannick Laffrat 1:05:51 9
5 Thomas Gössl 1:08:43 9
6 Marketa Soukupova 1:13:55 9
7 Yana Maya Carruesco
Christina Carruesco

Flavien Carruesco
1:32:02 9


Jagenbach, 9. Okt. 2004: Sigi Senk, ca. 6,5 km, 13 Posten, Satellitenfoto         nach oben

Nicht einmal eine Woche nach meinem Debakel bei den Staatsmeisterschaften wagte ich mich schon wieder in einen Orientierungslauf. Eine Sportart, die für mich in letzter Zeit immer mehr zu einem Abenteuertrip wird. Ich verstehe auch nicht, warum das so ist. Ich bin doch ein hervorragender Orientierer und ein fast so guter Läufer.
Nun ja, die Bedingungen waren einem Abenteuer-OL durchaus würdig: kalt, leichter Regen, der Untergrund vom vormittäglichen Dauerregen völlig durchnässt (die Äcker jedoch erstaunlich gut zu durchlaufen). Wahrscheinlich aufgrund dieser unwirtlichen (um nicht zu sagen für einen OL optimalen) Bedingungen gab es nur ein kleines aber feines Starterfeld. Flavien, Christi und Yana Maya Carruesco. Letztere, knapp sechs Wochen(!) alt, wagte sich also in ihren ersten Wettkampf - und beendete ihn mit Bravour, wie ich feststellen möchte, nach ca. 110 Minuten und nur einem fehlenden Posten! Weiters waren da noch Frasti, der erst von Wien rauf- und zu spät gekommen war, sich aber trotzdem den Widrigkeiten des rauen Waldviertler Klimas aussetzte. Manfred Reuberger, Michi ..., die einzigen beiden Jagenbäcker, und wir, die Gössl Bros. Krapfi war leider krank, denn der hätte sich das sicher nicht entgehen lassen.
Yana Maya startete mit ihrem Anhang als erste, dann folgte schon ich. In weiterer Folge dann die Einheimischen, Andi, Michi und mit einer halben Stunde Verspätung Frasti.
Sigi, der Veranstalter, der mal etwas Neues probierte und uns mit einem Satellitenfoto auf die Reise schickte, erklärte noch, dass es wohl am besten sei, die Punkte in der vorgegebenen Reihenfolge anzulaufen. Und daran hielt ich mich vorerst. Die ersten drei Punkte hatte ich bald beisammen, und schön langsam gewöhnte ich mich auch an das ungewohte Kartenmaterial, das sich allerdings aufgrund der nassen Bedingungen relativ bald aufweichte. Da man die gesammelten Buchstaben nicht mehr gut notieren konnte, wurde das Ganze auch zu einem Gedächtnisbewerb, ich wollte ja für den Fall gewappnet sein, dass ich die Karte völlig zerstörte.
Zu Punkt vier ging es direkt dem Kompass nach querfeldein. Ich war wohl einigermaßen richtig, aber sicher nicht ganz! Ich suchte kreuz, ich suchte quer, aber gefunden habe ich nichts. Nein, nichts kann man auch nicht sagen. Ich fand natürlich meinen kleinen Bruder, der ebenfalls außer mir nichts gefunden hatte. Viel gesprochen habe ich nicht mit ihm, ich wollte ihn ja nicht beeinflußen. Um mich neu zu orientieren, wollte ich auf einem Weg aus dem Wald hinaus, das dauerte aber ganz schön lange. Andi lief mir hinterher. "Armes Schwein!", dachte ich noch bei mir, "Wird er jetzt von mir aus dem Rennen geworfen." Ich traf hier auch Mike, der gerade über einen steilen Abhang raufkletterte. Als ich endlich wusste, wo ich war, wollte ich wieder zurück zu Punkt 4. Doch Andi "Waunn i schau do bi, hoi i ma glei in Fümfa!" bog in eine Wiese ab. Aha, 5er? Das hatte ich noch gar nicht registriert, doch ein genauerer Blick auf die Karte bestätigte Andis Aussage. Ich also hinterher. Und da ich jetzt schon nicht mehr in der richtigen Reihenfolge war, überlegte ich meine weitere Route. Nach beinahe zwei Minuten traf ich die falsche Entscheidung "6 dann 4". Den 6er hatte ich zwar bald, aber von 6 nach 4 war es nicht besonders lustig. Als ich bis zum Arsch im Wasser stand, aber noch weit vor der Mitte des Baches war, beschloss ich, wieder auf "meiner" Seite rauszugehen. Aber ich hatte doch vorher Michi, den ich in der Nähe von 6 getroffen hatte, durch den Bach laufen gehört. Nein, wurscht, Michi spinnt ja, der schwimmt ja auch durch, wenn es sein muss. Ich war also nass wie ein Waschel aber noch immer auf der falschen Seite. Also gleich wieder zurück zum Weg. Das war allerdings gar nicht einfach, denn der Untergrund hatte viele Löcher, die aber von schilfähnlichen Pflanzen verdeckt wurden. Über die Leitn rauf (sie war ziemlich steil) prackte es mich dann noch ziemlich auf, weil ich ausrutschte. Zuerst die Hose waschen, dann in den Dreck fallen. Das war die falsche Reihenfolge! Aber es war eh wurscht, denn es war nicht mein letzter Ausflug in den Bach. Es ist übrigens recht interessant, dass ich nach ca. 1 min in einer Wiese in eine Lacke gestiegen bin und mich recht drüber ärgerte, dass ich nass geworden war. Aber eine halbe Stunde später springt man dann freiwillig rein. That´s OL.
Okay, also weiter zu Punkt 4. Ich hätte ihn wohl wieder nicht gefunden, aber Mike, den ich ja schon getroffen hatte, als ich die Gegend vorhin verlassen hatte (er hatte also, während ich die Punkte 5 und 6 geholt hatte, das Gelände hier abgegrast), kam gerade aus dem Wald und zeigte Manfred - die zwei liefen schon geraume Zeit und auch bis zum Ende des Rennens gemeinsam -, dass er da reinlaufen sollte. Und das galt wohl auch für mich, was für ein Glück! Das war ja wirklich gefinkelt: eine Wegkreuzung, die nicht AUF dem dick eingezeichneten Weg war, sondern 20 m DANEBEN, wo sich zwei Waldwege trafen. Jetzt runter zu 10. Ich lief wieder einmal viel zu weit den Weg entlang, die Entfernungen sind wirklich schwer einzuschätzen. Dann also wieder zurück. Durch den Bach, diesmal wirklich durch, aber viel seichter war es hier auch nicht. Und dann auf gut Glück nach Osten. Nachdem ich meine Schuhe ausgeleert hatte (unglaublich viele Steine nach diesem kurzen Bachaufenthalt) kam ich bald zu einem Weg, dem ich auf gut Glück folgte. Es war tatsächlich der richtige. Der 10er war dann bald gefunden, dann auch der 11er, kurz nachdem ich Manfred und Mike (M&M) getroffen hatte. Und auch der 8er, 9er (dann wieder M&M getroffen) und 12er (Frasti getroffen und kurz mit ihm gequatscht) bereiteten keine Probleme. Die letzten 5 Punkte forderten großteils Kondition und nur wenig Orientierungsfähigkeiten, da sie so knapp neben Wegen lagen, dass jeder Schritt querfeldein einen Zeitverlust bedeutet hätte.
Von 12 zu 7 (nach Abstechern noch Purken und Bernhards oder wie sie geheißen haben wieder mitten in Jagenbach) lief ich wieder quer über die Wiese. Im "Zielgebiet" angekommen fand ich aber leider das Marterl nicht. "Das gibt´s doch nicht, ein Marterl kann man doch nicht übersehen! Wie blind bin ich eigentlich?" Nach einigen Minuten des Suchens (und einer weiteren Bachdurchquerung) wollte ich halt mal "hinter der Hecke im Garten" suchen. Allein, es war keine Hecke, sondern ein paar Büsche, die neben dem Marterl standen. Das war mir eigentlich dann im selben Moment klar. Warum ich das aber nicht früher registriert habe, ist mir bis jetzt noch ein Rätsel.
"Punkt 13, Kinderschaukel, kann wohl auch nicht schwer sein!" Ich lief der Dorfstraße entlang, bog im richtigen Moment ab und sah eine Schaukel. "Super! ... Aha, Zettel hängt da keiner. Also weiter, hier muss doch irgendwo eine Schaukel ... Ah, genau, da drüben. Nein auch nicht. Hat denn in dieser Ortschaft jedes Haus eine Schaukel?" Dann sah ich den Tennisplatz, dort musste sie einfach sein. War sie auch. Und jetzt zurück. Ich lief so schnell ich konnte, ich wollte nämlich zumindest eine Teilbestzeit aufstellen. Ob mir das gelungen ist, weiß ich nicht, wir haben unsere Stoppungen noch nicht ausgwertet. Die Chancen stehen aber nicht ganz schlecht, da nur Andi und ich gestoppt haben. Ich kam ins Ziel und wunderte mich, dass noch niemand da war. Michi war allerdings bereits unter der Dusche, wie ich erfuhr. Und dann begann das große Warten, aber nicht besonders lange, denn M&M und bald darauf Andi kamen bald nach mir. Die Computerauswertung zeigte, dass Michi (1:11:45) klar voranlag. Doch dann war es ziemlich eng. Andi, ich, Mike und Manfred lagen in dieser Reihenfolge innerhalb weniger Minuten (1:33:15 - 1:37:30). Die wackere Yana kam dann auch bald ins Ziel (1:50), sprach aber so wie ihre Mutter nicht besonders viel. Sie hatte leider Punkt 4 nicht gefunden. Jetzt fehlte nur mehr Frasti. Ich berechnete, bis wann er ins Ziel kommen müsste, um mich noch zu schlagen. In der Zwischenzeit ging ich duschen, und als ich fertig war, stand der Dreifachsieg fest, denn Frasti war noch nicht im Ziel. Hoooooooooooooooooooooooooch, Gössl! *g* Frasti kam dann auch mit einem fehlenden 4er-Posten und einer Zeit von 1:40 ins Ziel.

Resumee: Gratulation an alle, die sich bei so einem Wetter aufraffen konnten. Beim Laufen selbst war es überhaupt kein Problem, nur das Überwinden vor dem Start bereitet etwas Schwierigkeiten. Es zeigte sich wieder einmal, dass man immer völlig konzentriert sein muss, denn ein einziger Fehler kann sehr viel Zeit kosten. Es gab 13 Punkte, davon habe ich 10 ohne Probleme gefunden, einen (7) erst nach leichten Schwierigkeiten, einen (10) nach größeren Umwegen zu Beginn dann im Endeffekt auch recht leicht, aber der 4er kostete extrem viel Zeit, so wie allerdings den anderen auch, denn auf Anhieb hat ihn, wenn überhaupt, keiner gefunden.
Dadurch, dass die Karte nass geworden war, sah man den Unterschied zwischen Wiese und Wald nicht besonders gut, und auch Bäche waren nicht sonderlich gut zu erkennen. Aber grundsätzlich war es einmal eine interessante Abwechslung. Und dafür und allgemein für das Veranstalten möchte ich mich bei Sigi recht herzlich bedanken. Und bei Anita für die Verpflegung.

Platz

Name

Zeit

Posten
1 Michael Gössl 1:11:45 13
2 Andreas Gössl 1:33:15 13
3 Thomas Gössl 1:34:50 13
4 Mike Polzer 1:35:30 13
5 Manfred Reuberger 1:37:30 13
6 Franz-Stefan Preiß 1:40:10 12
7 Yana Maya Carruesco
Christina Carruesco

Flavien Carruesco
1:50:04 12


Hausbach/Rappottenstein, 3. Okt. 2004:  OL-Staatsmeisterschaft, ca. 3,5 km, 15 Posten, 170 Hm        nach oben

Es war ein herrlich schöner zum Glück nicht allzu heißer Sonntag Morgen, als wir (Michi, Andi, ich) pünktlich (wie immer halt) um 10:30 Markus und Marketa abholten und uns auf den Weg nach Hausbach machten. Nach den Anmeldeformalitäten startete ich um ca. 11:30 als erster aus unserer Vierergruppe, Marketa hatte es vorgezogen, nur zuzusehen. Wir durften als Anfänger (Direkt-Strecke) unser Startintervall und die Reihenfolge selbst wählen. Also starteten wir in Zwei-Minuten-Intervallen in der Reihenfolge ich, Markus, Michi und Andi. Die Vorgabe, wie uns am Start erklärt worden war, war, bis zur Start-Tafel zu laufen (ca. 200 m) und dort mit dem eigentlichen OL zu beginnen. Das hört sich nicht besonders schwierig an, Michi schaffte es aber tatsächlich, diese Tafel zu übersehen. Nicht dass sie mitten auf dem Weg gestanden wäre, aber man musste wohl schon blind sein, um sie zu übersehen. Er dürfte es aber bald bemerkt haben, denn der Zeitverlust hielt sich in Grenzen, obwohl die Platzierung miserabel war.
Für Markus lief an diesem Tag alles ziemlich optimal, daher wird er im folgenden Bericht erst wieder gegen Ende auftauchen, wenn es um die Siegerehrung geht. Aber sonst lief er ein unauffälliges Rennen. Und "unauffällig" heißt bei einem OL immer "schnell".
Punkt 1 und 2 liefen für alle wie geschmiert. Für alle? Nein, Andi bemerkte auf der Suche nach Punkt 2, dass er sich verfranzt hatte. (Wie wir seit Fr ja alle wissen, hat das etwas mit den Fliegercopiloten im ersten Weltkrieg zu tun, die für die Orientierung zuständig waren. Die Piloten wurden immer Emil genannt, die Copiloten Franz. Wenn Franz also Mist baute, dann hat Emil sich verflogen, daher der Ausdruck "verfranzen". Man sieht, man kann auch bei einer Oliver-Baier-Sendung was lernen.) Franz, äh, Andi kehrte also zu Punkt 1 zurück, lief Punkt 2 neuerlich, diesmal richtig, an und reihte sich dort ein, wo er für den Rest des Rennens bleiben würde - in den unteren Tabellenregionen.
Posten 3 erreichte ich durch sehr dichten Wald und über eine steile "Leitn" mehr oder weniger auf der Luftlinie. Zur Sicherheit wollte ich auf der Postenbeschreibung nochmal schauen, ob es eh der richtige war. Und schon wurde ich geschmissen und musste daher zurück zum Start. Nein, das wäre ja Mensch ärgere dich nicht. Ich wollte also auf der Postenbeschreibung nachschauen: Ver*****, so eine *******! Sie war nicht mehr da, und entgegen den sonstigen Gepflogenheiten war sie auch nicht auf der Karte abgedruckt. Ich überlegte kurz und hatte so rasch, wie ich sonst nur laufe, die drei möglichen Optionen vor Augen:
a) ohne Postenbeschreibung weiterlaufen. Sollte an und für sich gehen, aber wenn einmal einer gut versteckt ist,... Nein, lieber nicht.
b) zurück zu Punkt 2, um den Zettel (ca. 5x10 cm groß) zu suchen. Aber wie soll ich so ein Futzerl mitten im dichten Wald finden? Nein, lieber auch nicht.
c) zurück zum Start. Nachdem ich erst 6:33 Minuten unterwegs war, sollte das kein großer Zeitverlust sein. Noch dazu wo ich jetzt alles auf Wegen laufen kann. Ja, das mache ich.
Also zurück. Kurz einen Blick auf die Karte, dann gefühlsmäßig weiterlaufen - und Franz ließ wieder grüßen. Ich hatte mich um einen Weg verschaut und lief, wie mir ein Blick auf den Kompass nach wenigen Minuten bestätigte, in die völlig falsche Richtung. 90° nach links und dann hoffen. Ich hoffte zurecht, ich kam 100 m vom Start entfernt wieder auf den richtigen Weg. Mit der neuen Postenbeschreibung lief ich wieder zu Punkt 3, ich wollte ja wissen, wie viel Zeit ich verloren hatte. Und tatsächlich verlor ich wieder kurz die Orientierung. Als ich mich vergewisserte, wo ich war, spürte ich einen leichten Klaps auf dem Rücken - Andi auf dem Weg zu Punkt 3. Er auf dem Weg, ich direkt. (Sind wir uns ehrlich: Die Strecke heißt ja auch Direkt A und nicht Auf dem Weg A. Die anderen liefen allerdings großteils auf Wegen und hatten auch wesentlich mehr Erfolg mit dieser Taktik. Aber Spaß gemacht hat es mir mindestens genauso viel.) Ich war dann kurz vor ihm und mehr als 15 Minuten nach meinem ersten Versuch wieder bei Punkt 3 (netto lag ich zu diesem Zeitpunkt auf Platz 5, 11 Minuten vor Michi, brutto war ich allerdings Letzter) - und wurde dort von einem Läufer, der auf einer anderen Strecke unterwegs war, gefragt, wo wir sind. Ich zeigte es ihm voller Stolz, doch er glaubte mir anscheinend nicht, denn als ich schon lange wieder weg war, hat er auch noch Andi gefragt.
Michi verkofferte sich zwischen Punkt 2 und 3 total. Ist mir ziemlich unerklärlich, denn ich brauchte weniger als 3 Minuten dafür, er fast 14. Doch mit diesem zweiten Aussetzer hatte er sein Umwegeprogramm für diesen Tag schon absolviert und startete vom letzten Platz weg eine phänomenale Aufholjagd, die ihn letzten Endes noch auf Platz 5 vorbrachte. Ohne diese 11-Minuten-Schleife wäre er Zweiter geworden! Bei einem leichten Bergabstück ist er dann noch mit dem Schwungbein an einem Ast hängengeblieben (oder war es eine Brombeerstaude?), da hat es ihn ein bisschen aufs Naserl geschmissen, aber sonst lief es ab Posten 3 wie geschmiert, obwohl es hier ja erst wirklich schwierig geworden ist. Er schaffte dann noch hervorragende Platzierungen (insgesamt sogar 2 Teilbestzeiten, so wie auch Markus) auf den noch ausstehenden Posten. Von hier bis ins Ziel waren er und Markus sowieso die Besten, von den Platzierungen her gesehen.
Markus und Michi waren also heil im Ziel, bleiben noch Andi und ich. Als Markus den 15. Posten und das Ziel erreicht hatte, war ich gerade auf dem Weg zu Nr. 7, Andi auf dem Weg zu Nr. 8. Blöderweise hatte ich vor dem Start noch vorgeschlagen, dass jeder nach 90 Minuten im Ziel sein sollte, damit die anderen nicht so lange warten müssen. Dadurch kam ich doch sehr in Stress (ich meine, wir sprechen von 3,5 Kilometern!), aber dazu später.
Nr. 4 war sehr schwer versteckt, ich musste auf einen Felsen klettern und dachte so bei mir: "Nur weil du bei einem OL startest, heißt das nicht, dass du dich nicht verletzen kannst." Aber zum Glück bin ich doch raufgekommen. "Aber Andi findet diesen Posten nie!" Er fand doch, er überholte mich sogar und ich sah ihn dann auf dem Weg zu Posten 5, als er schon zu Nr. 6 unterwegs war. Bald darauf holte ich ihn ein, und wir stellten fest, dass wir falsch waren. Gemeinsam liefen wir dann zu Nr. 6, dort wartete ich zwei Minuten, denn es ist schon sehr langweilig, wenn man alles zu zweit macht, und bei mir war es eh schon egal. Irgendwie war das aber ein Fehler, denn Andi war auf dem folgenden Teilstück der zweitschnellste und ich veremilte mich wieder einmal. Und gleich danach war es so ähnlich, nur genau umgekehrt. Andi fand den meiner Meinung nach leichtesten Posten nicht. So unterscheiden sich die Sichtweisen der Beteiligten.
Zu Punkt 9 lief ich weiterhin auf Wegen, weil das Dickicht doch zu dicht gewesen war. Und natürlich irrte ich wieder mal wo herum, wo ich nicht hingehört hätte. Das, was ich für das eingezeichnete Dickicht gehalten habe, war anscheinend in Wirklichkeit die nebenan eingezeichnete Lichtung (mit einem undurchdringlichen Dickicht aus 80 cm hohen Bäumen und Brombeerstauden oder sonstigen Kletten). (Anm.: Nach Lektüre dieses Berichts hat mich Michi darauf aufmerksam gemacht, dass das was ich zuerst für das Dickicht und dann für die Lichtung gehalten habe, weder das eine noch das andere war, denn "die Lichtung war eine Lichtung mit einwandfreier Bodensicht und gelegentlich eingestreutem verdorrtem Gehölz.") Der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe den Punkt nicht gefunden. Was für eine Niederlage. Dabei hätte alles genau gepasst. Naja, das Dickicht, bei dem ich gesucht habe, war so ca. 40 Ar groß, das eingezeichnete vielleicht 5. Aber das sind ja Kleinigkeiten, wenn man schön langsam verzweifelt. Bei der Suche habe ich jedenfalls genügend Höhenmeter zurückgelegt. Und als ich dann endlich aufgegeben hatte, wollte ich nicht auf den Weg zurück, sondern bin nach Gefühl weitergelaufen. Und das ist wieder in die Hose gegangen. Jetzt wollte ich nur noch "heim", weil ja nach 90 Minuten Deadline war und ich schon viel länger unterwegs war. Nur, wo war "daheim". Ich lief ein bisschen planlos durch die Gegend, aber keine Kreuzung, kein Weg waren so, wie auf der Karte irgendwas eingezeichnet war. Ich fragte dann einen zufällig daherkommenden OLer, der auf einen Punkt auf der Karte zeigte, der mich etwas überraschte, lagen doch mind. 200 m zwischen meinen Schätzungen und der Realität. Und das ist mitten in einem Wald sehr viel.
Ab jetzt wollte ich nichts mehr riskieren (ich wollte ja schnell heim und die Punkte lagen eh ziemlich auf der Luftlinie Richtung Ziel) und lief daher zu Punkt 10 nur mehr auf Wegen. Das funktionierte auch fast, nur war der direkt laufende Auskunftgeber von vorhin, den ich schon längst abgehängt hatte, doch ein schönes Stück vor mir dort. Interessanterweise hatte Andi den sehr schwierigen Punkt 9 sofort gefunden, den sehr leichten Punkt 10 erst nach mehr als 20 Minuten. Ich frage mich wirklich, wie es das geben kann, dass Leute die Schwierigkeit der Punkte so unterschiedlich sehen. Für Andi war zB Posten 7 sehr einfach, was Michi und ich nicht gelten lassen konnten. Zu Punkt 11 ging es wieder quer durch dichten Wald. Das konnte ich an diesem Tag scheint´s am besten, denn hier war ich zur Abwechslung wieder einmal einstellig, was meine Platzierung anbelangt. Punkt 12 fand ich auch sofort und war auch mächtig stolz auf mich, weil ich so schnell gewesen war. Das Ergebnis zeigte mir aber, dass nicht ich so schnell sondern der Punkt so einfach war. Im nur mehr virtuellen Wettkampf mit Andi (ich hatte ja einen Posten weniger) lag ich nach mehr als 90 Minuten gewaltige 12 Sekunden hinter ihm. Doch somit war es mit mir vorbei. Die ca. 200 m bis zum nächsten Posten waren einfach zu schwierig, aber wo ist bitte "Kuppe, oben", wenn es sich um eine beinahe 1 ha (übertrieben!) große Hochebene mit vielen Steinen (Felsen) und Bäumen handelt. Auch Andi hatte bei diesem und dem nächsten Posten, den ich nur vom Hörensagen kenne, erhebliche aber nicht unüberwindliche Probleme. To keep a long story short: Ich habe nicht nur den Posten nicht gefunden, sondern zusätzlich noch gleich die Orientierung verloren. Nach einem mächtigen Umweg und einem langen Wald- und Wiesenlauf durchs schöne Waldviertel kam ich beim Parkplatz, also dort, wo ich sicher nicht hinwollte, wieder raus und lief von der falschen Seite und mit vier fehlenden Punkten Richtung Ziel. Es war mir dann zu peinlich, von außerhalb des abgesperrten Zieleinlaufkorridors zu kommen, also bog ich knapp vor dem Ziel wieder in den Wald ein, wo ich von ein paar Kids angefeuert wurde. Ich weiß nicht, ob sie sich wunderten, dass ich von der völlig falschen Richtung kam. Auf alle Fälle stolperte ich dort aber über den letzten Posten, sodass mir im Endeffekt doch nur drei fehlten. Und wenn ich jetzt nochmal einen Blick auf die Karte geworfen hätte, hätte ich sicher festgestellt, dass noch einer nur ca. 1 Minute entfernt gelegen wäre, aber das wäre eh wurscht gewesen.
Mit einem wahnsinnig schnellen Schlusssprint (aha, Andi, Michi, Markus waren alle schon im Ziel und standen neben der Strecke) und einem peinlich berührten Lächeln auf den Lippen erreichte ich dann doch das Ziel, wo es leider nichts mehr zu trinken gab. Ich wurde mit den Worten: "Okay, ana weniga!" (Man hatte offensichtlich schon eine Liste der Vermissten erstellt.) von den Zeitnehmern begrüßt, holte mir die Zeitauswertung (für mich als Statistikfan ist diese Auswertung so quasi das Paradies: 15 Teilzeiten, 15 Durchgangszeiten, was will man mehr; und dann im Internet gibt es auch noch die Platzierungen dazu; alleine deshalb lohnt es sich schon orientierungszulaufen) und ließ mich von Michi verarschen. "Da Markus und i haum uns guad untahoidn und üwa eich glocht, wei´s ned kumma seid´s. Owa is eh wuascht, wei da Markus muass eh bis zua Siegerehrung woatn." Im Zielkanal bewiesen wir übrigens, dass wir laufen können, und belegten die Plätze zwei, vier, sechs und acht. Ich möchte hiermit übrigens meinen Abschied vom USC Großglobnitz als OL-Verein bekannt geben, denn bei den Kosmopiloten sind bessere Leistungen möglich (s. auch Gästebucheintragung von Michi).
Markus bekam eine getöpferte Blumenvase als Pokal. "Do mess ma uns glei a Pickerl draufpicka, sunst frogn ma uns in a poa Joa, warum ma uns so a Vasn kaft haum." Und dann ging´s ab nach Hause. Zum Abschluss noch die Quintessenz eines Orientierungslaufs:
Markus: "So a OL is so leiwaund, do brauch i kan Hoibmarathon."
Thommy: "Und länga daun duad a a!"
Andi: "Stimmt!"

Ergebnis: Direkt A, 3,4 km, 170 Hm, 15 P

Platz

Name

Zeit

Posten
1 Franz Mages 41:39 15
2 Markus Hengstberger 43:42 15
3 Franz Prach 44:38 15
4 Christoph Reichl 47:29 15
5 Michael Gössl 54:02 15
6 Laurenz Naskau 58:30 15
7 Alexander Siegl 59:39 15
8 Herbert Lackner 1:00:26 15
9 Fritz Fruhwirth 1:00:59 15
10 Sigrun Gotthardt 1:15:41 15
11 Michaela Wallas 1:16:53 15
12 Elisabeth Strasser 1:31:47 15
13 Martina Schulter 1:31:49 15
14 Andreas Gössl 1:55:13 15
15 Markus Reiterer 1:37:58 13
16 Thomas Gössl 2:05:34 12


Ergebnisse und Berichte von älteren Orientierungsläufen findest du hier.