letzte Aktualisierung:
30.03.2001
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AIM-9 Sidewinder

Hauptfunktion: Luft-Luft Rakete
Hersteller: Raytheon und Loral Martin
Antrieb: Hercules & Bermite Mk 36 Mod 11
Länge: 2.87 m
Durchmesser: 130 cm
Flügelspanne: 63 cm
Sprengkopf: Splittersprengkopf
Abschussgewicht:85.5kg
Zielsuchsystem: Infraroterfassungssystem
Einführungsdatum: 1956
Kosten pro Stück: ca. $84,000
Inventar: geheim

Als 1953 die ersten Teststarts der Waffe, die später unter der Bezeichnung Aerial Intercept Nine (AIM-9, Luft-Abfang-Flugkörper Neun) bekannt werden sollte, durchgeführt wurden, erhielt sie durch ihre schlangenähnlich gewundene Flugbahn in Richtung auf die Testziele auch gleich den Namen, den sie für das nächste halbe Jahrhundert ihre Verwendung haben sollte: Sidewinder. 

Seit den ersten Tests gegen Ziel-Drohnen war die Sidewinder wegen ihrer hohen Zuverlässigkeit und tödlichen Genauigkeit der erklärte Liebling aller Piloten. Außerdem stellte sich heraus, dass auch ältere Maschinen einfach und kostengünstig nachgerüstet werden konnten und so eine ganze Generation im Dienst stehender Jäger in den Genuss der Sidewinders kam, ohne den Nachteil eines schweres Luftabfangradar wie bei der AIM-7 Sparrow für deren Lenkung in Kauf nehmen zu müssen. Die Sidewinder wurde von diesen Tag an sehr schnell von Navy und U.S. Marine Corps als Standard bei den Luft-Luft Kurzstreckenraketen.

Die Wirksamkeit der kleinen AIM-9 Flugkörper wurde 1958 demonstriert, als die Regierung Eisenhower Taiwan mit Sidewindern und Startgeräten versorgte, damit das Land seine Jets nachrüsten konnte. Die Luftstreitkräfte Taiwans fochten täglich Luftkämpfe gegen die MIG-17 der Volksrepublik China. Obwohl die Sidewinder nur für einen geringen Prozentsatz der Abschüsse verantwortlich waren (die meisten Abschüsse kamen von den 20mm-Kanonen), war ihre Wirkung immens, und der Ruf dieses tödlichen kleinen Flugkörpers, den man nach einer Klapperschlangenart benannt hatte, breitete sich wie ein Lauffeuer in der Welt der Militärflugzeuge aus.

In kürze wird die F/A-18 mit der neuen AIM-9X Sidewinder ausgerüstet. Der Flugkörper besitzt ein Schubvektortriebwerk (das heißt der Triebwerksstrahl kann in die gewünschte Richtung gelenk werden. Dadurch erhöht sich die Manövrierfähigkeit um einiges. Zusätzlich kommt ein neuer Zielsucher zum Einsatz  welcher die Reichweite erhöht.

Sidewinder an einer Hornet
Die Sidewinder wird hauptsächlich an den Flügelspitzen getragen
Abschuss einer AIM-7
Die neueren Versionen der AIM-9 können von jeder beliebigen Position auf das Ziel abgefeuert werden
Sidewinder wird gerade montiert
Die Sidewinder ist nicht gerade ein leichter Flugkörper
Super Hornet verschiesst Sidewinder
Auch die F/A-18E kann die AIM-9 verschießen
Trainingssidewinder
Dieser Flugkörper dient zur Übung (erkennt man an der Farbe)