| Hauptfunktion: Luft-Luft Rakete |
| Hersteller: Raytheon und Loral Martin |
| Antrieb: Hercules & Bermite Mk 36 Mod 11 |
| Länge: 2.87 m |
| Durchmesser: 130 cm |
| Flügelspanne: 63 cm |
| Sprengkopf: Splittersprengkopf |
| Abschussgewicht:85.5kg |
| Zielsuchsystem: Infraroterfassungssystem |
| Einführungsdatum: 1956 |
| Kosten pro Stück: ca. $84,000 |
| Inventar: geheim |
|
Als 1953 die ersten Teststarts der Waffe, die
später unter der Bezeichnung Aerial Intercept Nine (AIM-9,
Luft-Abfang-Flugkörper Neun) bekannt werden sollte, durchgeführt wurden, erhielt sie durch ihre schlangenähnlich gewundene Flugbahn in Richtung auf die
Testziele auch gleich den Namen, den sie für das nächste halbe Jahrhundert
ihre Verwendung haben sollte: Sidewinder.
Seit den ersten Tests gegen
Ziel-Drohnen war die Sidewinder wegen ihrer hohen Zuverlässigkeit und
tödlichen Genauigkeit der erklärte Liebling aller Piloten. Außerdem stellte
sich heraus, dass auch ältere Maschinen einfach und kostengünstig
nachgerüstet werden konnten und so eine ganze Generation im Dienst stehender
Jäger in den Genuss der Sidewinders kam, ohne den Nachteil eines schweres
Luftabfangradar wie bei der AIM-7 Sparrow für deren Lenkung in Kauf nehmen zu
müssen. Die Sidewinder wurde von diesen Tag an sehr schnell von Navy und U.S.
Marine Corps als Standard bei den Luft-Luft Kurzstreckenraketen.
Die Wirksamkeit der kleinen AIM-9 Flugkörper
wurde 1958 demonstriert, als die Regierung Eisenhower Taiwan mit Sidewindern und
Startgeräten versorgte, damit das Land seine Jets nachrüsten konnte. Die
Luftstreitkräfte Taiwans fochten täglich Luftkämpfe gegen die MIG-17 der
Volksrepublik China. Obwohl die Sidewinder nur für einen geringen Prozentsatz
der Abschüsse verantwortlich waren (die meisten Abschüsse kamen von den
20mm-Kanonen), war ihre Wirkung immens, und der Ruf dieses tödlichen kleinen
Flugkörpers, den man nach einer Klapperschlangenart benannt hatte, breitete
sich wie ein Lauffeuer in der Welt der Militärflugzeuge aus.
In kürze wird die F/A-18 mit der neuen AIM-9X Sidewinder
ausgerüstet. Der Flugkörper besitzt ein Schubvektortriebwerk (das heißt der
Triebwerksstrahl kann in die gewünschte Richtung gelenk werden. Dadurch erhöht
sich die Manövrierfähigkeit um einiges. Zusätzlich kommt ein neuer Zielsucher
zum Einsatz welcher die Reichweite erhöht.
|
Die Sidewinder wird hauptsächlich an den Flügelspitzen getragen
|