Forscher: Ozonschicht hat sich stabilisiert
Neue Daten deuten darauf hin, dass die Abnahme der Schichtdicke aufgeh�t hat
Die Ozonschicht in der Atmosph�e nimmt nicht mehr ab. Das schlie�n amerikanische Forscher aus der Auswertung von Satelliten- und Bodenmessungen, die zum ersten Mal seit den siebziger Jahren eine Stabilisierung erkennen lassen. Damals hatten Wissenschaftler eine Abnahme der Ozonschicht durch den Aussto�industrieller Chemikalien festgestellt.
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Die fluor-, chlor- und manchmal auch bromhaltigen Gase, die zusammen als Fluorchlorkohlenwasserstoffe
oder FCKW bezeichnet werden, fanden lange Zeit in der K�te- und Klimatechnik sowie in der industriellen Reinigung Verwendung. Der Aussto�solcher halogenhaltigen Gase fhrte w�rend der vergangenen Jahrzehnte zu einer Abnahme der Ozonschicht in der Atmosph�e. Ozon h�t die krebserregende UV-Strahlung ab, und zwar umso besser, je dicker die Ozonschicht zwischen der Erdoberfl�he und dem oberen Ende der Atmosph�e ist. 90 Prozent der Ozonschicht befinden sich in 16 bis 32 Kilometern H�e ber der Erdoberfl�he.
Am st�ksten nahm die Ozonschicht an den Polen ab: Um bis zu 40 Prozent wuchs das Ozonloch in diesen Gebieten. Doch auch in mittleren Breitengraden wie in Nord- und Sdamerika oder Europa nahm die Ozonmenge um bis zu zehn Prozent ab. Anhand Auswertungen von Messungen in Nordamerika, Europa und Australien sowie auf Neuseeland und Hawaii fanden die Forscher nun jedoch heraus, dass das Ozonloch im Zeitraum von 1996 bis 2002 nicht mehr gr�er geworden ist. An einigen Stellen habe die Ozonschicht sogar wieder etwas zugenommen, schreiben die Wissenschaftler um Betsy Weatherhead.
Dass das Ozonloch nicht mehr gr�er wird, fhren die Forscher auf das Montreal-Protokoll von 1987 zurck. Das internationale �ereinkommen wurde mittlerweile von mehr als 180 L�dern ratifiziert, die sich dazu verpflichtet haben, die Produktion und den Verbrauch von der halogenhaltigen Kohlenwasserstoffgase zu kontrollieren. Bis sich die Ozonschicht wieder erholt haben wird, werde es sehr wahrscheinlich Jahrzehnte dauern, schreiben die Forscher. Da die Ozonschicht aber auch durch das Methan und den Wasserdampf in der Atmosph�e sowie die Lufttemperatur beeinflusst wird, wird sie vermutlich nie mehr so dick werden wie in den siebziger Jahren.
Betsy Weatherhead (Universit� von Colorado, Boulder) et al.: Journal of Geophysical Research (Onlinever�fentlichung vom 29. August)
ddp/wissenschaft.de Katharina Sch�i



















