Nach meiner letztjährigen Tour von
Oberstdorf nach Riva am Gardasee habe ich mich entschlossen auch heuer wieder
eine Tour zu planen und durchzuführen jedoch nur in Österreich. Im Buch des
Ulrich Stanciu ist dafür die Strecke Salzburg – Hermagor vorgeschlagen.
Letztes Jahr war ich mit einem
Freund aus Deutschland unterwegs der dieses Jahr leider keine Zeit hatte und so
stellte sich das Team diese Jahr aus folgenden Personen dar:
Geri (Dampflok) Fischlschweiger
Josef (der nie wusste wo wir
sind) Goldbrunner
und meiner Wenigkeit Klaus (Guide)
Schöfl
Die Eckdaten meiner Tourplanung: 335
Kilometer, 11660 Höhenmeter, höchster Punkt Goldeck 2143 Meter




1.Etappe von Glasenbach bei
Salzburg nach Abtenau:
Gestartet wurde am 9.8.2003 in
Glasenbach bei Salzburg. Die ersten Kilometer führten uns durch die
Glasenbachklamm vorbei an verträumten kleinen Ortschaften. Scheint aber eine
Verbindungsstraße zu sein, da es extrem viel Autoverkehr gab. Nach der Klamm
ging’s weiter entlang am Wiestal - Stausee und nach ca. 20 Kilometern Asphalt
dann Beginn von Schotter und Auffahrt zur Ladenbergalm unsere erste Rast. Auf
der Alm trafen wir 6 Mitstreiterinnen die dieselbe Tour fuhren (6 Mädels aus
Deutschland). Haben sie später nicht noch einmal getroffen. Die erste Abfahrt führte
ausschließlich auf Schotter runter. Ganz gut zum Gewöhnen an den Rucksack. Der
hatte im Schnitt an die 9,5 Kilo, Geri’s 11,3 Kilo!!!!!
Die Ladenbergalm hinter uns und
die Genneralm vor uns waren wir guter Dinge. In der Zwischenzeit stieg die
Temperatur schon an die 33 Grad und die sollten wir dann auch ordentlich spüren
bei der Auffahrt zur Genneralm. 500 Hm an einem Stück mit teilweise 14 %
Steigung und 34 Grad. Die 8 Kilometer wurden zur Qual. Oben angekommen durften
wir uns aber über den ersten Trail freuen und den genossen wir auch. Zuerst
direkt über eine Kuhwiese und dann weiter auf Pfaden runter ins Tal. Mit
Rucksack schon eine ganz schöne Herausforderung (-15%). Bis dahin waren wir an
diesem ersten Tag schon 7,5 Stunden unterwegs und noch hatten wir einen Berg
vor uns, die Zwieselalm. Diese sollte auch unser erster Schicksalsanstieg
werden. Mitten im Anstieg nach ca. 1 Km und ohne Vorzeichen steckt plötzlich
mein Hinterrad. Aber wirklich von einem Moment zum anderen so, dass ich sogar
Glück hatte noch aus der Pedale zu kommen. Die Achse hatte völlig verrieben.
Was also nun tun am Samstag um 17.10 Uhr in der Nähe von Abtenau (ca. 5 Km
entfernt). Gerald schnell runter zur Pferdekoppel die wir bei der Anfahrt
gesehen haben um vielleicht doch noch jemanden zu erreichen in Abtenau der ein
Radservice durchführen könnte. Durch die rasche Hilfe der Familie Groß Eva
& Werner, den Pächtern des Rupertistüberls beim Reitstall, war es
tatsächlich gelungen den Josef Höll in Abtenau zu erreichen. Dieser hat sogar
angeboten mich gleich abzuholen. War jedoch nicht notwendig, da mich der Werner
Groß vom Berg abgeholt und gleich zum Josef Höll in Abtenau gebracht hat. Der
Josef betreibt in Abtenau ein Fahrradfachgeschäft und hat sofort mit der
Reparatur begonnen. Beim Zerlegen zeigte sich dann, dass der Leerlauf locker
war und die Achse selber auch. Warum weiß ich nicht, aber auf jeden Fall hat
der Josef einfach alles neu zusammengebaut und den Leerlauf gleich eingeklebt. Danach
lief alles wie neu. Die Reparatur hat an die 45 min. gedauert und verlangt hat
er dafür 5 Euro!!!!!! Alles am Samstag nach 17 Uhr.
Die anderen drei haben inzwischen
bei der Familie Groß im Rupertistüberl (Sportcenter) gewartet und beratschlagt wie es weiter gehen sollte. Der
Zeitverlust war insgesamt über 1,5 Stunden und so war es nicht mehr möglich bis
zur Zwieselalm zu fahren. Unser Quartier wurde sogleich von Eva Groß organisiert und es bescherte uns
eine Runde in einem Schwimmingpool. Auch nicht schlecht für den ersten Tag.
Zusätzlich hat dann die Familie Groß noch für uns am Abend gegrillt und so ist
der erste Tag dann doch noch glimpflich verlaufen. Ohne die rasche Reparaturmöglichkeit wären wir bis Montag
festgesessen.
2.Etappe von Abtenau auf die
Oberhütte:
Nach einer ruhigen Nacht und einem
ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg um den letzten Anstieg des
vorherigen Tages nun hinter uns zu bringen. Schon auf den ersten Kilometern
merkten wir, dass es die richtige Entscheidung war am Abend nicht mehr auf die
Zwieselalmhütte aufzufahren. Die Auffahrt dauerte dann fast 2 Stunden teils auf
Asphalt bis zu 12 % und auf Schotter – teils unfahrbar weil zu steil.
Angekommen auf der Hütte erst mal Zwangspause wegen eines weiteren technischen
Defekts. Beim neuen Hinterrad (Tubeless) von Jo lösten sich die Speichen. Er hat dieses Laufrad erst gekauft,
beim Bikepalast, aber anscheinend wurde es nicht richtig zentriert!!!!!
Notdürftig wurde es nun auf der Zwieselalmhütte neu zentriert aber mit wenig
Erfolg wie sich später herausstellen sollte. Außerdem hatten wir in der Früh
beschlossen, die verlorenen Höhenmeter und Kilometer vom Vortag heute
einzuholen - also nichts wie los und runter von der Hütte. Zuerst ein kurzer
Trail und dann weiter auf Schotter. Leider konnten wir zu diesem Zeitpunkt der
Tour diese nicht so richtig genießen, da wir hier schon merkten, dass uns die
Hitze und die verlorene Zeit von gestern sehr zusetzten. Bei der Jausenstation
Schichtlreit wurde erst einmal wieder gerastet und Kraft getankt. Die
Temperatur ist inzwischen schon wieder auf über 30°C gestiegen. Das setzt ganz
schön zu. Mit einer Suppe und Kaiserschmarrn im Bauch haben wir dann die 300 Hm
bis zum Langeggsattel in der Mittagshitze bestritten (teilweise wieder bis zu
12% Steigung). Um ca. 15.30 Uhr erreichten wir den Sattel und hatten da schon
ca. 30 Kilometer mit 1100Hm hinter uns jedoch noch ca. 35 Kilometer und 1300Hm
vor uns. Also gschwind noch ein Power Gel reingedrückt und weiter ging’s.
Zuerst nach Filzmoos und dann in meine Heimat in die Steiermark nach Mandling.
Entlang am Ennsradweg bis zum Abzweig nach Forstau von dort ging’s dann erst
richtig los für diesen Tag. Zitat Goldi nach diesem Tag: “De gschissane
Einifoart do noch Forstau – auch sehr schön, auch sehr heiß“. Die Auffahrt
zuerst auf Asphalt von Gleiming bis Forstau ( 3,5Km und 150Hm), weiter auf
Schotter bis zur Vögeialm (ca. 11Km und 500Hm). Ankunft Vögeialm um 19.30 Uhr
und das nach über 60 Kilometern und doch schon ca. 1800 Hm. Vor uns jetzt noch
der Aufstieg zur Oberhütte auf 1841 Meter Seehöhe. Wegzeit von der Vögeialm bis
Oberhütte ist auf den Wanderschildern mit 1,5 Stunden angegeben. Laut
Hüttenwirtin der Vögeialm ist der Weg nicht befahrbar da zu steil. Also Rad in
die Hand und schieben. Es ist jetzt 19 Uhr 50 Minuten. Nach der Hälfte des
Weges begann es schon zu donnern und zu blitzen und kurz darauf war das
Gewitter auch schon über uns. Die Herrn vom Bundesheer waren das Gehen ja
besser gewohnt als ich und so war ich zu Beginn des Gewitters schon alleine
unterwegs. Normalerweise habe ich ja keine Angst vor Gewittern aber dieses hier
in der Höhe hat es schon in sich gehabt. Kurz bevor der Regen dann einsetzte
habe ich noch schnell die Regenjacke rausgeholt und dann hat mich nichts mehr
halten können. Die Angst hat mich zur Höchstleistung getrieben ich bin aufs Rad
gestiegen und habe reingetreten was das Zeug hält. Ich glaube dass ich das
letzte Stück normalerweise nicht fahren hätte können aber das Gewitter hat mich
getrieben. Habe auch noch den Goldi überholt der dann auch gleich aufs Rad
gestiegen ist und gefahren ist.
Um 21 Uhr war ich dann auf der
Hütte. Der Geri und der Jo waren schon einige Zeit oben und der Goldi ist auch
nach ein paar Minuten angekommen. Der letzte Teil des Aufstiegs hat anscheinend
so an meiner Substanz genagt, dass ich dann auf der Hütte ein wenig mit dem
Kreislauf zu kämpfen hatte. Bin dann gleich ins Bett ohne zu Essen und zu
Trinken. Tagestourdaten: 65 Kilometer, 2300 Höhenmeter, max. Temp. 40°C und
fast 12 Stunden reine Fahrzeit!!!!!
Am nächsten Tag hat mir der Geri
erzählt, dass er den Hüttenwirt gebeten hat uns mit dem Auto zu holen, da das
Gewitter schon sehr nah sei. Die Antwort war: „Na, es könnt jo zum Hogln
onfongan!!!!!“
Das muss man sich einmal
vorstellen! Der hat einen Toyota Pick Up auf der Hütte und rührt nicht einmal
eine Wimper um zu Helfen. Mit viel Zureden haben die Drei dann doch noch etwas
zu essen bekommen denn nach neun Uhr gibt’s normalerweise nichts mehr. Der
Überhammer war jedoch der Preis für die Nächtigung in einem 4 Bettzimmer auf
der Oberhütte: 20 Euro pro Person. So viel haben wir im Verhältnis Berghütte zu
Talpension nirgends bezahlt!!!!! Ach ja das Frühstück war ja dabei – ein Butterbrot
und Kaffee.
Ich kann nur jedem raten der
einmal zur Oberhütte kommt diese zwecks Nächtigung zu
meiden!!!!!!!!!!!!!!!!!
PS: Des Gwitta warad a wos fürn
Ronald gwesn!!!! J
3.Etappe von der Oberhütte
nach Rennweg:
Nach einer sehr unruhigen Nacht
und einem mehr als unzureichenden Frühstück (war der einzige Morgen bei der
Tour an dem ich nach dem Frühstück gleich einen Power Bar Riegel verdrückt
habe), machten wir uns nun auf zu unserem dritten Tourtag. Es sollte der Tag
der Änderungen werden. Schon am Vortag hatte Jo ja seine Probleme mit dem
Hinterreifen. Diese sollten im Laufe des Tages noch ärger werden, aber dazu
später. Zuerst stand noch eine Abfahrt der besonderen Art auf dem Programm.
Zuerst ein Trail von ca. 3 Km gespickt mit lauter interessanten Stellen.
Teilweise sogar zu schieben. Gerald und ich hatten je einen kleinen Abgang zu
verzeichnen, aber außer ein paar blauen Flecken bei mir nichts passiert. Nach
dem Trail dann ein Forstweg, später ging’s dann ganz gemütlich am
Weißpriachbach entlang bis nach Fanning. Vorbei an urigen Hütten (Ulnhütte) und
an saftigen Almen. In Steindorf dann die Trennung von Jo und Goldi. Durch die
Abfahrt hat das Hinterrad von Jo wieder einige Schläge bekommen und so haben
die Beiden beschlossen direkt auf der Bundesstrasse nach St. Michael im Lungau
zu fahren um dort ein Radgeschäft aufzusuchen und den Schaden richten zu
lassen. Wir sollten uns dann wieder treffen in St. Michael. Gerald und ich also
los auf der original Route. 500 Höhenmeter rauf auf Schotterstraße ungefähr 4
Kilometer. Angekommen am Mitterberg haben wir nicht mit der folgenden Abfahrt
gerechnet. Teilweise auf Pfaden (-17%!!!!) und Forstwegen gerade mal 1,5 Meter
breit und auch (-15%) hinunter nach Moosham. Durch die enorme Hitze war der Weg
schon extrem rutschig. Außerdem lagen immer wieder mal Bäume und Äste im Weg
und da ist das Absteigen auch kein Spaß. In St. Michael haben wir uns dann alle
wieder getroffen und gleich mal Mittag gegessen. Für die zwei war da schon die
Entscheidung gefallen einen Ruhetag einzulegen (mit dem Postbus bis Rennweg),
da das Radgeschäft erst um 15 Uhr öffnete und eine Auffahrt zum Tschaneck
danach zu spät wäre. Nun war die Frage ob nicht ich auch einen Ruhetag einlegen
sollte nach meiner Kreislaufschwäche von gestern Abend. Zuerst meinte ich ja
auch dass dies Sinn mache aber nach dem Essen wollte ich doch noch etwas
schaffen. Gerald und ich sind dann nicht übers Tschaneck nach Rennweg zum
nächsten Quartier, sonder direkt über die Katschbergbundesstraße. Ich weiß im
nachhinein nicht ob nicht eventuell das Tschaneck „leichter“ gewesen wäre. Die
Straße war auf jeden Fall der Hammer. Die Temperatur war zu diesem Zeitpunkt
schon wieder auf 34°C. Wir also los und zum ersten Anstieg. 4,8 Km mit 15%
Steigung. Danach ein kurzes Stück relativ flach und dann noch einmal 1,5 Km
ebenfalls mit 15% Steigung. „Bei 35°C und mit 9 kg am Bugl, glaubst da Bluza
platzt glei ausanonda!!!!!!“ Nach 1 Stunde und 20 Minuten war die Qual zu Ende
und der Katschberg erreicht. Das Schöne an der ganzen Sache war dann aber die
Abfahrt. Von oben bis zum Quartier in Rennweg mussten wir kein einziges Mal
treten!!!! Außerdem haben wir an der 80 Km/H Grenze gekratzt. Um 16 Uhr waren
wir dann schon im Zimmer und die anderen zwei hatten noch gut eine Stunde zu
warten auf den Bus. Wir genossen inzwischen den hauseigenen Schwimmingpool. So
hatten wir also am dritten Tourtag die erste Änderung durchgeführt und es
sollte nicht die Letzte sein.
Fazit zur Mitte unserer Tour:
Die zu Beginn aufgetretenen
technischen Probleme haben uns schon einige Zeit gekostet. Speziell dann am
zweiten Tag. Hinzu kommt noch die enorme Hitze. Diese war meiner Meinung nach
der wirkliche Spielverderber. Es soll keine Ausrede sein nur hat sie enorme
Substanz gekostet. Am Morgen zu starten bei über 20°C und nach zwei Stunden
schon fast 30°C zu haben, dass zerrt an der Kraft.
Der Goldi denke ich hat die Tour
ein wenig unterschätzt und dementsprechend zu strampeln gehabt. Hat sich aber
hervorragend geschlagen.
Beim Jo hatte ich das Gefühl, dass
er zwar gewusst hat auf was er sich einlässt, jedoch die vielen Höhenmeter an
einem Tag nicht gewohnt war. Wo soll man in unserer Gegend auch an die 2000 Hm
auf einer Tagestour fahren? Da müsste man ja den Schneeberg gleich zweimal
fahren ,oder?
Beim Geri gibt’s sowieso nichts
was ihn aus der Bahn werfen könnt, höchstens sein Rad, dass er nicht nur einmal
auf dieser Tour schon den Berg runter schmeißen wollte J.
Ja und zu mir kann ich nur sagen,
dass mich der zweite Tag mit dem Gewitter ziemlich geschafft hat.
Tourdaten bis jetzt:
1.Tag: Salzburg – bis Lammerer
nähe Abtenau 65 Km und 1800 Hm
2.Tag: Lammerer – Oberhütte ca. 65 Km und 2500 Hm
3.Tag: Oberhütte – Rennweg ca. 52 Km und 1100 Hm
4.Etappe von Rennweg nach
Spittal an der Drau:
Am nächsten Morgen dann die
Bundesstraße von Rennweg runter bis Eisentratten. Dieser Tag galt eigentlich
schon als Vorbereitung für die Königsetappe am morgigen Tag rauf aufs Goldeck
und so war sie auch angelegt. Nach Eisentratten dann Auffahrt zuerst auf
Asphalt später auf Schotter zur Millstätterhütte. Auf dem Weg rauf dann die
einzigen wirklichen Schrecksekunden der Tour. Ich als Guide fahre vorne,
beobachte brav mein Roadbook und die Gegend. Die anderen drei hinter mir
ebenfalls die Gegend betrachtend. Bei einem Brunnen kurz vor der Riegerhütte
blieb ich stehen um Wasser zu fassen. Die Herrn hinter mir, Jo und Goldi waren
in diesem Moment jedoch mit der Gegend beschäftigt und so kam es zu diesem
Zwischenfall. Der Jo konnte gerade noch stehen bleiben und ausweichen, der
Goldi jedoch kracht voll in Jo’s Hinterrad macht einen Abgang vom Rad und
verfängt sich mit den Finger der rechten Hand in der Hydraulikbremse. Wir
dachten schon es wären eventuell Finger gebrochen, Gott sei Dank waren es aber
nur eine Prellung und Abschürfungen. So also Pause auf der Riegerhütte und Erholung
für Goldi. Später ohne weitere Komplikationen weiter bis zur Millstätterhütte.
Eigentlich wäre dies unsere Schlafstätte gewesen, aber der Blick auf den
Millstättersee und auch das Goldeck ließ in uns den Plan keimen heute noch
abzufahren bis Spittal an der Drau, um morgen gleich in der Früh mit der
Auffahrt aufs Goldeck beginnen zu können. Gedacht und auch gleich ausgeführt
haben wir von der Hütte aus gleich ein Quartier bestellt in Spittal an der
Drau. Nach dem Mittagessen dann die Weiterfahrt runter nach Spittal. Der
Millstättersee war vom Quartier dann jedoch ein Stück zu weit entfernt um noch
schnell mal schwimmen zu gehen dies sollte aber später noch folgen.
5.Etappe von Spittal nach
Stockenboi:
Die Königsetappe rauf aufs Goldeck
stand also für heute bevor. Schon gestern beim einchecken im Quartier hörten
wir vom Hausherrn einige Geschichten über die Strecke rauf. Heute beim und nach
dem Frühstück dann noch ein paar und so wussten wir dann nicht mehr wirklich
was wahr ist und was nicht. Tatsache war, dass im Roadbook folgende
Auffahrtsdaten standen: 1562 Hm (zw. 10 und 15%) auf 12 Km.
Der Schotterweg rauf von der
Schwaig, war auch mal die Bergwertung bei den Österreichischen
Mountainbikemeisterschaften!!!!!!!! Hat also schon seine Qualitäten. Oben
dachten nämlich einige wir sind auf der Panoramastrecke (Asphaltstrecke)
raufgekommen. Um 8 Uhr war Start für diesen Tag. Gemeinsam noch gemütliches
Anrollen bis zum Landgasthof Hopfgartner und von dort weg war dann jeder auf
sich allein gestellt. Die Straße war teils mit losen Steinen übersät, so dass
ein Fahren nicht möglich war. Wohl nachzuvollziehen bei 15% Steigung oder? Bis
zum ersten Orientierungspunkt, der Schwaiger Alm, waren es genau 17 Kehren.
Danach ging’s ein wenig flacher zur Krendlmaralm zugleich auch Mittelstation
der Goldecker Seilbahn. Eigentlich haben der Jo und der Goldi bei
unzureichender Kraft vorgehabt von dort mit der Bahn hochzufahren. Die beiden
haben mich bei meiner Rast auf der Krendlmaralm wieder eingeholt und in deren
Höhenrausch hätten die nicht einmal bemerkt dass dies die Mittelstation ist.
Sie sind dann übrigens auch mit dem Rad raufgefahren wie sich das so gehört.
Später haben wir dann erfahren dass zu diesem Zeitpunkt der Geri schon oben am
Gipfel war, wie er das gemacht hat weiß ich nicht (ob der Hund vielleicht mit
der Bahn gfohrn is????). Spaß ohne, der Geri war über eine Stunde schneller als
ich und dafür gebührt ihm ein Applaus. Wir haben es dann doch alle geschafft
und waren froh darüber, dass wir diesen Ausblick erleben durften. War schon
eine kluge Entscheidung am Vortag noch von der Millstätterhütte runterzufahren.
Bei der Abfahrt nach Stockenboi unserem letzten Quartier in der Nähe des
Weissensee fuhren wir dann auch ein Stück auf der Panoramastraße. Dann jedoch
wieder auf Schotter und dabei trafen wir auch ein paar so wahnsinnige Radler
wie wir, die jedoch am Weg nach oben waren. Sahen auch schon ziemlich
geschlaucht aus. Beim Quartier angekommen hatten wir dann noch so viel Zeit, es
war erst 15 Uhr, dass wir uns entschieden haben noch zum Weissensee zu fahren.
Ein eigenes Go Taxi für diese Gegend wurde sogleich bestellt und so verbrachten
wir noch tolle drei Stunden zum Baden und Relaxen am Weissensee
(Wassertemperatur 25°C). Als ob wir noch nicht genug gestrampelt wären die
letzten Tage, haben wir uns auch noch ein Tretboot ausgeliehen und sind den See
abgefahren. Am Abend haben wir dann schon die Tour ein wenig Revue passieren
lassen und das eine oder andere Bierchen mehr getrunken.
6.Etappe von Stockenboi nach
Hermagor:
Der letzte Tag sollte dann noch
eine ganz besondere Überraschung für uns bieten. Es hat fast den ganzen Tag
geregnet und so haben wir auch noch das mitgenommenen Regengewand gebraucht.
Man könnte also sagen, dass nichts umsonst im Rucksack war. Von den Höhenmetern
her war es wohl die am wenigsten anstrengende Tagesetappe aber mit dem Regen
wurde es dann doch ein wenig schwieriger, besonders die Abfahrten. Von der
Bundesstrasse ging’s Richtung Bodenalm rauf, entlang des Tscherniheimer Baches
und vorbei an der letzten Kärntner Glashütten. Eine Art Lehrpfad erzählt die
Geschichte des Glasblasens in dieser Gegend. Wiederum wunderschöne Almen zu
sehen und zu genießen. Von der Bodenalm ging’s wieder runter Richtung See, den
wir noch eine Zeit lang immer wieder im Blickfeld hatten. Erst danach der
wirklich letzte Anstieg auf unserer Tour rauf zur Jadersdorfer Ochsenalm. Dies
sollte auch unser Punkt werden an dem wir uns einmal unterstellen und umziehen
konnte. Bei der Auffahrt hat es sogar einmal kurz gehagelt und so hatten wir
auf unserer Tour außer Schnee eigentlich alle Wettersituationen. Nach einem
Jagatee zur Stärkung auf der Jadersdorfer Ochsenalm dann die ultimativ letzte
Abfahrt. Der Regen hat nicht nachgelassen im Gegenteil es zog sogar ein
Gewitter auf. Der erste Abschnitt der Talfahrt war ein enger Schotterweg mit
bis zu –19% Gefälle. Bei dieser Witterung nicht unbedingt ein Spaß. Danach dann
noch ein kurzer Trail und das letzte Stück dann auf der Bundesstraße bis
Hermagor.
Tourdaten Tage 4 – 6:
4.Tag: Rennweg – Spittal an der
Drau 48 Km und 1149 Hm
5.Tag: Spittal – Stockenboi 30 Km und 1600 Hm
6.Tag: Stockenboi – Hermagor 42 Km und 1100 Hm
Die tatsächlich gefahrenen 302 Km
ergeben nun ein Durchschnittsgeschw.11 kmh.
Meine persönliche
Zusammenfassung:
Zuerst möchte ich einmal sagen,
wie sehr ich mich freue diese Tour gemacht zu haben. Auch durch die kleinen
Änderungen während der Tour ist diese um nichts „schlechter“ geworden. Ich habe
natürlich einige Unterschiede zu meiner letztjährigen und dieser Tour gesehen.
Ein technischer Defekt wie dieses Jahr war damals nicht dabei und er kann einem
ganz schön die Freude verderben. Bei mir war es die Hilfe der Familie Groß, die
sehr dazu beigetragen hat, dass die Tour fast planmäßig fortgeführt werden
konnte. An dieser Stelle auch noch einmal einen besonderen Dank an den Josef
Höll.
So schön es auch ist Temperaturen
jenseits von 30°C zu haben, beim Radfahren können diese jedoch bald zum
Spielverderber werden. Aus diesem Grund ist es vielleicht überlegenswert eine
ähnliche Tour schon im Juni oder Juli zu fahren oder erst im Herbst. Dann
jedoch steigt die Gewittergefahr. Eine andere Sache ist dann noch die
Teilnehmerzahl. Nicht dass die 4 Personen zu viel gewesen wären, nein, aber was
gefehlt hat war ein zweites Roadbook. So wäre es nämlich möglich gewesen, sich
auch zu trennen und sich bei einem ausgemachten Punkt wieder zu treffen. Ohne
den Goldi und den Jo jetzt angreifen zu wollen, aber für diese Tour waren beide
nicht richtig vorbereitet. Dies hat uns dann auch ein wenig Zeit gekostet,
nicht weil wir nicht schneller fahren konnten, sondern dass wir oft zu viele
Stehzeiten hatten.
Für all jene ,die planen diese
Tour auch einmal zu fahren, habe ich im Anschluss einen Zimmernachweis gemacht.
In diesem Sinn noch eine schöne
und unfallfreie Radsaison
Klaus Schöfl
Zimmernachweis:
Fam. Eva & Werner Groß
Rupertistüberl
Hallseiten 29
5441 Abtenau
Tel. 06243/28805
0664/9117837
Fahrradgeschäft
Josef
Höll Trading Textil &Fahrrad
Markt 100
5441 Abtenau
06243/3564
06644056390
Mail:
hoell-trading@sbg.at
2.Nacht: Oberhütte kein weiterer
Kommentar!!!!!
3.Nacht:
4.Nacht:
Familie Strafner Frühstückspension Weiß
Strafnerhof M
Bartlmä
A-9863
Rennweg 32 Edlingerstraße 1a
Tel & Fax: 04734 / 291
9800 Spittal an der Drau
Mail: strafner@katschberg.de Tel: 04762 / 23 41
5.Nacht:
Peter
Zaufenberger vlg. Wassermann
A – 9714
Stockenboi 21
Tel:
04761 – 280 Fax: 04761 – 710
Mail: p.zaufenberger@net4you.at
Internet : www.urlaubambauernhof.com/Zaufenberger.htm