Trolleybus in Salzburg
1940-1960
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Eröffnungsfahrt der ersten Obuslinie
Sigmundsplatz- |
Opening of the first trolley line
Sigmundsplatz- |
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Innenansicht der ersten drei in
Dienst gestellten MAN- |
Interior view of one of the first three trolleybuses introduced to service in Salzburg. They were manufactured by MAN, and had 23 seats and room for 30 standees. Note the curtains beside the windows. |
5.11.1940
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Letzte Fahrt der Stadtbahn. Der Obus wendet noch auf dem Makartplatz zur Fahrt nach Maxglan. |
The final trip on the last day of operation of Salzburg's trams. The trolleybus is turning back at Makartplatz for the trip to Maxglan. |
1941
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Pause an der Siezenheimer Kehre. Fahrer und Schaffner in »reichsdeutscher« Uniform. Zu beachten die beiden schmalen Falttüren sowie vorne der Tarnscheinwerfer zwischen den beiden normalen, jedoch kriegsmäßig abgedunkelten Scheinwerfern (Luftschutz). |
Rest stop at the Siezenheimer turn. The driver and conductor are wearing the "German Reich" uniform. Note the narrow folding doors as well as the blackout headlight between the wartime-darkened normal headlights (air-raid protection). |
1941
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Die französischen VETRA-Obusse waren schon vor dem Kriegsende aus dem Stadtbild verschwunden. Weder Fahrer noch Fahrgäste konnten sich für diese »Blechbüchsen« begeistern. |
The French VETRA trolleybuses had vanished from the city even before World War II was over. Neither drivers nor passengers could become enthusiastic for these "tins". |
1941/42
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Kriegsdienst der Frauen. Bis zu 30 Schaffnerinnen waren in Baracken untergebracht. |
Active duty for women during the war. Up to 30 conductoresses had to live in such barracks. |
1.7.1943
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Neue Tarifbestimmungen mit Linien-Einheitsfahrschein und Umsteigefahrschein. |
New tariff provisions for single-line tickets and transfers. |
1944
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Batteriebetrieb für Obusse, als Zugwagen (links vorne) für Lastenanhänger in der Gabelsbergerstraße, abseits von Oberleitungen. |
Trolleybus operating on batteries with poles down, towing several trailers loaded with goods. It is operating on Gabelsbergerstrasse. |
1944
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Vielleicht die letzte Aufnahme von Mozarts Wohnhaus vor der Zerstörung durch Bomben. Die Obusanhänger (ganz rechts) waren ab April 1944 erstmals im Verkehr. |
Perhaps the last photograph of Mozart's house before being destroyed by bombing. The trolley trailers (far right) entered service in April 1944. |
Weiterführende Links im Internet:
Neue Seite mit aktuellen Fotos von der Obusflotte in Salzburg! (English language.) Sehr schöne Bilder, teilweise kommentiert, ausgezeichnete Übersicht des derzeit (September 2003) rollenden Materials. Interessante, gut gewählte Aufnahmestandorte. Wie schwierig es wohl sein mag, diese enorm langen Gelenk-Obusse durch die engen Straßen, Kurven, Unterführungen und diversen Bögen und Tunnel (Neutor durch den Mönchsberg) dieser alten Stadt zu navigieren. Es gibt auch ein paar ziemlich steile Abschnitte (Müllner Hügel). Unter anderem sieht man die neuesten Van Hool AG-300T Obus-Gelenkzüge von innen und außen. Nett auch die Details wie zum Beispiel die neuen Haltestellenschilder und Info-Säulen. Prima! Derzeit wird eine neue Obuslinie nach Taxham gebaut, die Kleßheimer Allee bekommt eine Oberleitung.
Somit gibt es weltweit wieder 400 Obusbetriebe, 34 davon in der Europäischen
Union (September 2003). Fotos und Beschreibungen
der nigelnagelneuen Neoplan/Kiepe Solo-Obusse, welche dieser Tage in Solingen
getestet werden und für Athen bestimmt sind.
Diese Stadt hat anläßlich der olympischen Sommerspiele 2004 über
350 neue Busse mit elektrischer Traktion bestellt. Weiters gibt es auf dieser
Web-Seite noch hochinteressante Fotos von der allerneuesten Generation (Werkbilder),
die nach Bergen in Norwegen geliefert werden. Eine sehr schöne und umfangreiche Website auf französisch,
die Links führen zu köstlichen historischen Aufnahmen von Obussen
in Frankreich. Aufnahme von Berlin 1881, Siemens
& Halske-System. Schicke (aber angeblich unbequeme) Vétra-Obusse. Detaillierte
Zeichnungen und Photos vom Lombard-et-Gérin-System,
das es nicht lange gab: Auf den Doppelfahrdraht wurde ein mit eigenem, synchronisiertem
Motor angetriebener Kontaktwagen (Trolley, 18 kg schwer) aufgesetzt, der durch
ein loses Kabel mit dem Bus verbunden war. Ein ähnliches System gab es
übrigens auch in Österreich, das Stoll-Électrique-System (Trolley
an Schleppseil, nicht angetrieben). In der Nähe von Wien wurde 30 Jahre
lang (!) die Linie Pötzleinsdorf-Salmannsdorf von 1908-1938 damit betrieben.
Die Busse hatten Porsche-Radnabenmotoren und wurden in der Zwischenkriegszeit
mit neuen Karosserien versehen. Eigentümer und Betriebsführer: Gemeinde
Wien - städtische Straßenbahnen. Die Obuslinie wurde dann offenbar
wegen der Umstellung auf Rechtsverkehr eingestellt. Ende der Fünfziger
gab es in London Doppeldecker-Obusse
mit 70 Sitzplätzen (aber nur einer Tür).
Sehr liebevoll gestaltete Site aus den USA: The
Electric Trolleybus Homepage. Hunderte Photos! Darunter Kuriositäten
wie ein Trolley
Truck (elektrische Lastwagen mit Stromabnehmerstangen, – waren auch
in Europa im Einsatz) und ein Obus in den Tropen.
Ein ziemlich exotisches Exemplar aus Wuppertal,
eine Art Halb-Doppeldecker-Obus (1½-Decker) mit doppelter Hinterachse.
Extrem lange Doppel-Gelenk-Obusse
(Fura-Fila). Sehenswert: Uralte Postkarten von einem Ausflugsunternehmen in
der Nähe von Los Angeles, das eine Linie aus Trolley-Kutschen
betrieb (aber schon mit den vom Amerikaner Sprague erfundenen Stangenstromabnehmern
- wahrscheinlich die ersten Fahrzeuge mit dieser Technik). Aufnahme eines bemerkenswerten
Gefährts in Groningen
(NL); sie zeigt einen Obus, der (wahrscheinlich im Testbetrieb) die Oberleitung
der Straßenbahn nutzt und eine Art Kontaktschlitten auf den Schienen hinter
sich herzieht. Auch hier zu finden: Londoner Doppeldecker-Obusse.
Außerdem wird gebeten, unbekannte
Trolleybusse zu identifizieren. Damit noch nicht genug: Es finden sich Photographien,
die den Funkenflug
bei Nacht zeigen (30 Sekunden lange AVI-Video-Datei),
riesige Obusbetriebe in Städten, die etwa Byelkomminmash
heißen, technische Diskussionen, Anekdoten und Berichte. Und natürlich
noch viele, viele Links zu weiteren Webseiten mit
Trolleybussen und von Obusbetrieben.
Website eines Obusfahrers aus Riga/Lettland (Riga/Latvia, English version).
Ein Besuch lohnt sich. Jede Menge Photos von Obussen des ehemaligen Ostblocks.
Besonderheit: Obus-Züge, bestehend
aus zwei Solo-Obussen, die aneinandergekuppelt sind. Es gibt auch eine nette
Photo-Story von der Ankunft neuer Gelenk-Obusse für die Stadt am Frachtenbahnhof
(auf der Seite Fahrzeugtypen),
sowie ein Bild vom »schwersten Obus-Unfall« und dem Politiker, der
»alle Obusse in Lettland durch ›ökologisch saubere‹
Dieselomnibusse ersetzen möchte«.
Wirklich ausführliche und interessante Website über
die Geschichte und die derzeitige Situation des Obusbetriebs in Eberswalde
(ehem. DDR), English
version. Der Seitenaufbau ist ein wenig langsam, aber das Warten lohnt sich.
Es wird beschrieben, wie in den frühen Anfängen (1901!) der Betrieb
mit Einstangenstromabnehmern durchgeführt wurde. Hier wird Max Schiemann
(1886-1933) als Erfinder der Stangenstromabnehmer (Poles) genannt. Ein DDR-Obus
mit Anhänger auf einer Überlandstrecke 1951. Bilder vom Transport
gebrauchter Obusse aus Salzburg Typ ÖAF Gräf & Stift GS GE 110 M16
nach Eberswalde, wo sie ab 1992 ihren Dienst
taten, am 4.7.1995 schließlich ausgesondert und am 7.12.1995 nach Timisoara
in Rumänien abgegeben wurden. 1993 und 1994 kamen aber auch 15
neue ÖAF-Gelenkobusse aus Wien in die ehemalige DDR (genaue
Beschreibung). Schilderung der Funktionsweise
elektrisch angetriebener Busse, Stromversorgung
und Fahrleitung. Heute gibt es zwei Obuslinien (861 und 862) von insgesamt
37,2 km Länge in Eberswalde, einem der letzten Obusbetriebe in Deutschland.
Von den ehemals 70 deutschen Obusbetrieben der Nachkriegszeit bestehen nur noch
Solingen, Esslingen und Eberswalde. Und so sieht es aus, wenn ein Obus
außer Dienst genommen und um gute Rubel nach Chelyabinsk/Rußland
verkauft wird. Weiters gibt es eine nette Beschreibung des Berufsbilds
Obusfahrer und eine
Vergleichende Untersuchung der Energie-, Kosten- und Emissionsbilanz im
öffentlichen Nahverkehr bei Einsatz von Oberleitungsbussen und Dieselbussen
(1994).
Der
Obus- und Duo-Bus-Betrieb des Städtischen Verkehrsbetriebes Esslingen am
Neckar - Historie und Gegenwart. Ronald Kiebler ist der Verfasser der Webseite.
Weiters gibt es eine Presseschau, Aktuelles, Fahrzeugtabellen, ausführliche
und übersichtliche Beschreibungen von Fahrzeugen, das Fahrleitungsnetz,
Jahresübersichten und Geschichtliches. Viele gute Fotos. Aktuelle
Informationen aus den deutschen Obusbetrieben, Situationsberichte, Zukunftsaussichten.
Sehr schöne Photographien von historischen Obussen der
neuseeländischen Hauptstadt Wellington.
Die Aufnahmen wurden vor kurzem anläßlich einer Parade des dortigen
Trolleybusmuseums angefertigt. Darunter ein alter Volvo-Obus und einer der Marke
»Boon of Christchurch«.
Eine weitere Website mit Aufnahmen von historischen
Trolleybussen und Beschreibungen auf englisch. Eine Aufnahme mit Seltenheitswert:
Wieder mal Londoner Obusse. Ein Doppeldecker-Obus mit offenem Dach (Sightseeing?)
steht neben einem normalen Trolleybus.
Nette Website aus Österreich (Austria,
English version). Unter anderem moderne Obusse der Salzburger
Verkehrsbetriebe in ihrer ganzen Pracht und Vielfalt. Die Farbe, die sie ursprünglich
hatten (bevor sie bis zur Oberleitung mit Werbung zugeklebt wurden), heißt
übrigens »Schönbrunner-Gelb«, mit dem auch die ganzen
Schlösser zur Kaiserzeit hier in Österreich getüncht wurden.
Ebenfalls hier zu finden: Obusse in Kapfenberg und Umgebung,
einem Industriegebiet in der Steiermark.
Die Neueinführung des Trådbuss in Landskrona/Schweden
findet im Rahmen einer Image-Aufpolierung der Kommune statt. Sie soll der Verbesserung
der Luftqualität und Verminderung des Verkehrslärms dienen. Mitte
der Sechzigerjahre wurden die letzten schwedischen Obusse in Stockholm und Göteborg
außer Dienst gestellt, aber jetzt werden sie in Landskrona auf der frequentiertesten
Linie zwischen dem neuen Bahnhof und dem Stadtzentrum (zunächst mit drei
Fahrzeugen) wieder zum Einsatz kommen. Der Strom wird von Windkraftwerken geliefert,
damit ist Landskrona eine der ersten Städte, die völlig abgasfreien
ÖPNV anbieten. Der Aufbau der funkelnagelneuen Obuslinie in Landskrona
wird auf dieser
Website liebevoll und mit vielen Fotos in allen Einzelheiten dokumentiert.
Vom Einsetzen der ersten Masten über die Montage der Oberleitung bis zu
den ersten Testfahrten. Die Haltestellen und Streckenabschnitte heißen
Skeppsbron, Storgatan, Postrondellen und Nya stationen. Zeitzeugen am 2. Juli
2003: Das
erste Foto von einem Obus der zweiten Generation in Schweden "under
wires"! (Man übt schon mal das Eindrahten ;-) Hier kann man gut vergleichen,
wie eine Straße vor
(22. März; das Foto ganz unten) und nach
(20. Juni 2003; das zweiteFoto von oben) der Bestückung mit Oberleitung
aussieht. Das ist wohl der einzige Kompromiss, der für dieses fast lautlose
und äußerst umweltfreundliche Verkehrsmittel eingegangen werden muß.
Ich finde es nicht allzu schlimm. Hier werden die Masten auch gleichzeitig für
die Straßenbeleuchtung verwendet, daher gibt es keine Spanndrähte
quer über die Straße, die an den Fassaden verankert werden (was optisch
"leichter" wirken würde), sondern noch dazu diese massiven Metallröhren.
Für den neuen Obus-Betrieb im schwedischen Landskrona werden Trollinos
der Marke Solaris/Ganz eingesetzt. Die offizielle Eröffnung ist für
den 27. September 2003 vorgesehen. Derzeit findet dort (und in Budapest für
die Fahrzeuge) ein umfangreicher Testbetrieb statt. Auch in Rom (!) sollen solche
Obusse wieder betrieben werden.
Im Usenet werden in der deutschsprachigen Newsgroup de.etc.bahn.stadtverkehr und in der internationalen
misc.transport.urban-transit alle
Themen des öffentlichen Personen-Nahverkehrs, natürlich auch Obusse,
erörtert.
Ein paar Facts aus dieser durchschnittlichen Stadt in Ost-China: Die Flotte an Obussen sinkt leider stetig. 1998: 552 Stück; 1999: 518. Zum Vergleich: Salzburg als einer der größten Obusbetriebe in Europa hat 74 Obusse (47 Diesel-Busse), San Francisco als einer der größten in den USA verfügt über 342 Trackless Trolleys, Vancouver 244, Kapfenberg in der Steiermark (inzwischen stillgelegt) 7 ;-) In den späten Achtzigern gab es noch 961 Trolleybusse in Schanghai.
Was steigt, ist die Anzahl der Diesel-Busse, heute sind es vierzehntausendsiebenhundertvierundsechzig (in Zahlen: 14.764). Täglich werden 6,82 Millionen Fahrgäste befördert; Tendenz leicht sinkend, weil seit den Neunzigern elektrisch betriebene Fahrräder in Konkurrenz zu den Verkehrsbetrieben treten. Der Rückgang an Obus-Fahrgästen (41,9% seit 1990) wird mit dem Umzug der Bevölkerung von der Innenstadt in neu errichtete Appartement-Komplexe in den Außenbezirken erklärt. Diese Menschen waren früher weitgehend vom Obus abhängig, heute fahren sie nur noch gelegentlich oder überhaupt nicht mehr damit.
Trotzdem ist Schanghai stark an der Aufrechterhaltung seines Obusbetriebs interessiert. Eben tritt ein Investitionsplan zur Verjüngung der Flotte in Kraft.
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