Mein Volksbeamer

Stand: 17.01.2004


Das Gehäuse ist aus Plastik und weder zu klein, noch zu klobig.
mit ein wenig Fantasie sieht es sogar wie ein echter Beamer aus :-)
Das Objektiv ist ein 90mm / 2,8


Damit das Display, die Platine und das Netzteil ordentlich Platz hatten,
musste ich das Gerät erstmal ordentlich auswaiden...
(mir war klar, dass das gute Gerät wohl nie wieder DIAs projizieren würde, also Raus
mit den ganzen Sachen, die nun in die Kategorie "Sachen, die die Welt nicht braucht" fielen...)
Hier halfen mir ein Seitenschneider, eine kleine Eisensäge und rohe Gewalt...
Die komplette Autofokus-Einheit und die ganze Transport-Mechanik fielen meiner Zerstörungswut zum Opfer
Das Netzteil (das mitgelieferte Original, ohne Gehäuse, vom Lilliput) sitzt übrigens
unter der Abdeckung ganz links. Hier ist es einigermaßen gegen neugierige Naturen,
die alles mit den Händen anschauen müssen, geschützt. :-p


Wo rohe Kräfte sinnVOLL walten... *g*


Nachdem ich die ganze Mechanik entfernen musste, blieb mir leider der einfache
"Display-in-ein-Dia-kleben"-Weg verwehrt...
Also musste ich einen neuen Rahmen zur Aufnahme des Displays basteln. Nachdem die Methode
mit dem Slotblech als Platinenträger nicht richtig funktionieren wollte, "bearbeitete" ich das originale
Displaygehäuse und schraubte es auch an die Displayaufnahme.
Den originalen Multi-Stecker vom Lilliput hab ich ebenfalls seziert, da ich alles in
dem Gerät unterbringen wollte.
Hier hab ich fast graue Haare bekommen, weil die Farbzuordnung der Adern anscheinend vom Hersteller
willkürlich gewählt wurde...
gelb (normalerweise Video Pin) ==> Plus 12V
rot (nurmalerweise Plus 12V) ==> Minus
schwarz (normalerweise Minus) ==> Audio Pin
weiss (normalerweise Audio Pin) ==> Video Pin
gottseidank hab ich hier zwei mal nachgemessen, sonst wär die Platine jetzt übern Jordan...


Hier nochmal ein Bild des abgesägten Platinengehäuses.
Ganz links unten erkennt man die Cynch-Buchse für Video-IN. (hatte leider keine gelbe)
Die Audio-Funktion des Lilliputs hab ich tot gelegt, weil bei dem Lüfterlärm würd man
den Quäker eh nicht hören...


Hier das erste Testbild meines Volksbeamers...
Als Leinwand diente mir eine weisse Rauhputz-Wand... Die Diagonale ist ca. 1,50m
Leider ist die Geometrie des Bildes noch nicht optimal. Hier werde ich nocheinmal nacharbeiten
Von der Bildqualität war ich sogar angenehm überrascht...
Gerade nachdem ich viel im Forum von DIY-tronic gelesen hatte...
Aber die Geschmäcker sind nunmal verschieden, und soo der Profi-Fernsehschauer bin ich eh net...
Leider ist die Lichtstärke sehr dürftig... Aber: wenn man den Raum abdunkelt, reicht es auf jeden Fall
Naja, es kann bei weitem keinen 1000EUR-Beamer ersetzen, aber für den Anfang reicht es
auf jeden Fall... (und macht Appetit auf mehr *g*)

geplante Umbauten/Erweiterungen


Als erstes will ich natürlich die Bildgeometrie hinkriegen.
Danach werde ich zumindest noch das Poti für die Bild-Helligkeit rausführen
(evtl auch die für Kontrast und Farbsättigung)
Ausserdem will ich das lautstarke Radialgebläse durch ein paar PC-Lüfter ersetzen...
Des weiteren werde ich mir noch einen Weichzeichner gönnen, um das Bild zu entpixeln
Achja: falls es wirklich mal das ominöse 2"-Display geben sollte, werd ich's sofort einbauen *g*

Kosten

1,8" Lilliput-TFT von Ebay: EUR 82,90 incl. Porto
Beamer Alfomat AF3003 von Ebay: EUR 20,00 incl. Porto
Kleinmaterialien und Werkzeug: privater Fundus zu Hause
Arbeitszeit (derzeit 10h) und Nerven: unbezahlbar *g*

Somit konnte ich leider die geplante 100Euro-Grenze nicht unterschreiten...
Naja, vielleicht verscherbel ich ihn ja auf Ebay und besuch mal ein paar Flohmärkte :-p

Fazit

Es war mal was komplett neues, so einen Volksbeamer zu basteln. Gottseidank hatte ich kein Display zerstört,
wie es leider doch einigen Bastlerkollegen gegangen ist.
Auf jeden Fall würd ich sofort wieder einen bauen und kann es jedem, der ein technisches
Händchen hat, nur empfehlen!!!

 

 

Zugriffe seit 17.1.2004
home.pages.at Zugriffszähler