pfeilunten.jpg (824 Byte)      Lostage im April - Ostermonat - Ostermond -

                    Monatsbild: Stier

Seit Einführung des Julianischen Kalenders durch Julius Cäsar 46 v. Chr. ist der April der vierte (vormals zweite) Monat des Jahres.
Der April, vor der römischen Kalenderreform der zweite Monat des Jahres, war der Göttin Venus geweiht. Ableiten läßt sich der Name auch vom lateinischen >>aperire<< (öffnen) - passend für das Erwachen in der Natur, dem Öffnen der Blüten und Knospen.
Ein alter deutscher Name für April macht das für ihn typische unberechenbare, und wechselhafte Wesen deutlich: Launig.
Schwendtage sind am 19. und am 20. April
Lostage sind am 2., 4., 14., 23., 24., 25. und 28. April

 
2.4. Rosamunde
  Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sybilla (29. April) uns gelind.
  Sturm und Wind an Rosamunde bringen eine gute Kunde.
3.4. Christian
  Wer an Christian sät den Lein, bringt schönen Flachs in seinen Schrein.
4.4. Ambrosius
  Ambrosius schneit oft den Bauern auf den Fuß.
  Der heilige Ambrosius, schneit oft dem Bauern auf den Fuß.
Erbsen säe zu Ambrosius, so tragen sie reich und geben Mus.
  Ist Ambrosius schön und rein, wird Sankt Florian dann wilder sein.
  Sankt Ambrosius man Zwiebel säen muß.
5. 4 Vinzenz
  Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen, guten Wein.
10.4. Ezechiel
Leinsaat an Ezechiel geht nicht fehl.
Leinsamen sä' an Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr, so gedeiht er wunderbar.
  Sä' die Erbsen am hundertesten Tag im Jahr, dann wird die Ernte wunderbar.
14.4. Tiburtius
Am Tage Tiburtii sollen alle Felder grünen.
  Auf Tiburtiustag, alles grünen mag.
  Grüne Felder am Tiburtiustag ziehen viel Getreide nach.
Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck mit und Nachtigall.
15.4 Am fünfzehnten April der Kuckuck singen soll und müßt er singen selbst aus einem Baum, der hohl.
16.4. Albinus
Regnet's stark zu Albinus, macht's den Bauern viel Verdruß
23.4. Georg (Auf einem Schimmel reiten: Schnee bringen)
  Auf Sankt Görgen soll man die Kühe von den Wiesen schergen, denn ist Sankt-Görgens-Tag vorbei dann gehen die Wiesen rasch ins Heu.
  Auf St. Georgs Güte, stehen alle Bäume in Blüte.
  Gewitter am St. Georgstag, ein kühles Jahr bedeuten mag.
Gewitter vorm Georgitag, folgt gewiß noch Kälte danach.
  Hohes Korn zu St. Jürgen, wird viel Gutes verbürgen.
Ist zu Georg das Korn so hoch, daß sich ein Rabe drin verstecken kann, so gibt es ein gutes Getreidejahr.
  Ist Georgi warm und schön, wird man noch rauhes Wetter sehen.
  Kommt St. Georg auf den Schimmel, kommt ein gutes Jahr vom Himmel.
  Regen vorm Georgi-Tag, währt noch lang des Regens Plag.
Sind die Reben um Georgi noch blind, so freuen sich Vater und Kind.
  St. Georg kommt nach alten Sitten, zumeist auf einen Schimmel geritten.
  St. Georg muß Laub auf dem Huf haben.
St. Georg und St. Mark's dräuen oft viel Arg's.
  Vor Georgi soll der Hopfen gerührt werden.
  Wenn's am Jörgentag regnet, gibts keine Birnen.
Zu Georgi blinde Reben, volle Trauben später geben.
  Zu Georgi soll ein Rabe sich im Roggen verbergen können.
  Zu St. Georg soll sich das Korn so recken, das sich kann eine Krähe verstecken.
25.4. Markus
  Bauen um Markus schon die Schwalben, gibt's viel Futter, Korn und Kalben.
Gibt's an Markus Sonnenschein, so bekommt man guten Wein.
  Ist's vor Markus warm, friert man nachher bis in'n Darm.
Leg' erst nach Sankt Markus Bohnen, er wird dir's reichlich lohnen.
  Markustag - sich der Bauer hüten mag.
  Solange die Frösche vor Marci schreien, so lange müssen sie nach Marci schweigen.
  Solange die Frösche vor Markus Konzerte veranstalten, so lange müssen sie nachher die Mäuler halten.
So lange es vor St. Markus warm ist, so lange ist es nachher kalt.
  St. Markus kalt, so ist auch die Bittwoch kalt.
  Wer an Sankt Markus legt die Bohnen, dem wird der Anbau immer lohnen.
27.4 Petrus
  Auf des heiligen Peters Fest, sucht der Storch sein Nest.
Hat Sankt Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen sä'n.
28.4. Vital
Friert's am Tag von Sankt Vital, so friert's noch fünfzehnmal.
30.4. Walpurgisnacht
  In Walpurgisnacht Regen bringt ein Jahr mit reichen Segen.
Regen auf Walpurgisnacht hat nie (immer) ein gutes Jahr gebracht.

 

  1.  
  2. Am 15. April der Kuckuck rufen soll, und müßt' er rufen selbst aus einem Baume hohl.
  3. Am besten hat's der Herrgott im April: Er kann's Wetter machen, wie er will.
  4. Am Karfreitag Sonnenschein, bringt uns reiche Früchte ein.
  5. Aprilflöckchen bringen Maiglöckchen.
  6. Aprilglut tut selten gut.
  7. April frißt der Lämmer viel.
  8. April kalt und naß, füllt Scheuer und Faß.
  9. April dein Segen heißt Sonne und Regen. Nur den Hagel häng' an den Nagel.
  10. April mehr Regen als Sonnenschein, dann wird's im Juni trocken sein.
  11. April naß und kalt gibt Roggen wie ein Wald.
  12. April naß und kalt, wächst das Korn wie ein Wald.
  13. April sonnig und na?, füllt Scheune und Faß.
  14. April trocken, läßt die Keime stocken.
  15. April und Mai sind die Schlüssel zum ganzen Jahr.
  16. April und Weiberwill ändern sich schnell und viel.
  17. April warm, Mai kühl, Juni naß - füllt dem Bauern Scheune und Faß.
  18. April warm und naß, tanzt die Magd ums Butterfaß.
  19. April windig und trocken macht das Wachstum stocken.
  20. Aprildürre macht alle Hoffnung irre.
  21. Aprilflocken bringen Maiglöckchen.
  22. Aprilglut tut selten gut.
  23. Aprilreif ist Gift für die Felder.
  24. Aprilregen - großer Segen.
  25. Aprilregen ist dem Bauer gelegen.
  26. Aprilschnee ist der Grasbrüter.
  27. Aprilschnee düngt, Märzenschnee frißt.
  28. Aprilschnee bringt Gras und Klee.
  29. Aprilschnee ist besser als Schafmist.
  30. Aprilsturm und Regenwucht,künden Wein und gold'ne Frucht.
  31. Aprilwetter ändert sich oft.
  32. Aprilwetter und Frauensinn - veränderlich von Anbeginn.
  33. Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.
  34. Aprilwetter und Weibertreu, das ist immer einerlei.
  35. Auf Aprilflöckchen folgen Maiglöckchen.
  36. Auf nassen April folgt ein trockener Juni.
  37. Bauen im April schon die Schwalben, gibt's viel Futter, Korn und Kalben.
  38. Bläst der April feucht in sein Horn, dann macht's sich gut für Gras und Korn.
  39. Bläst der April mit beiden Backen, gibt's genug zu jäten und hacken.
  40. Bläst im April der Nord, so dauerts gute Wetter fort.
  41. Bleibt der April recht sonnig und warm, macht er den Bauern auch nicht arm.
  42. Blüht im April der Maulbeerbaum, gibt es Kälte und Frost noch kaum.
  43. Bringt der April viel Regen, so deutet es auf Segen.
  44. Den ersten April mußt überstehen, dann kann dir nur noch Guts geschehen.
  45. Der April ist ein Freiherr - er gibt Regen und Schnee her.
  46. Der April ist fürwahr ein Schlüssel zum Guten Jahr.
  47. Der April kann rasen, nur der Mai hält Maßen.
  48. Der April macht alle neun Tage sein Spiel.
  49. Der April macht die Blum' und der Mai hat den Ruhm.
  50. Der April macht die Blumen, und der Mai hat den Dank dafür.
  51. Der April paßt wunderbar, zwischen März und Mai im Jahr.
  52. Der April treibt sein Gespiel; der Mai hat auch noch allerlei.
  53. Der April treibt sein Spiel, treibt er's toll, wird die Tenne recht voll.
  54. Der April tut, was er will, mal sonnig, mal nasskalt, das ändert sich stündlich bald.
  55. Der launische April macht was er will.
  56. Des Aprils Lachen, verdirbt des Landmanns Sachen.
  57. Des Aprils Privilegium: leicht hundert Mal schlägt's Wetter um.
  58. Der März im Schwanz, der April ganz, der Mai neu, halten selten Treu.
  59. Der März kriegt den Pflug beim Sterz, der April hält in wieder still.
  60. Donner im April ist das Winzers Will'.
  61. Donner im April viel Gutes will.
  62. Ein richtiger April, der tut was er will.
  63. Dürrer April ist nicht des Bauern Will', Aprilregen ist ihm gelegen.
  64. Erbsen säe zu Ambrosius, so tragen sie reich und geben Mus.
  65. Es ist kein April so gut, er schneit dem Hirten auf den Hut.
  66. Freitags Mittag prägt uns ein, wie Sonntag wird das Wetter sein.
  67. Frösche zu Anfang April, bringen den Teufel ins Spiel.
  68. Fünfzehnter April - der Kuckuckstag.
  69. Gehst im April bei Sonne aus, laß nie den Regenschirm zuhaus'.
  70. Gibt's Gewitter vorm Georgitag, so folgt gewiß noch Kälte nach.
  71. Gras das im April wächst, steht im Mai fest.
  72. Grasmücken die fleißig singen, wollen uns den Lenzen bringen.
  73. Heller Mondschein im April schadet den Blüten viel.
  74. Herrengunst, Aprilwetter, Frauenlieb und Rosenblätter, Würfel - und auch Kartenspiel, ändern öfter, als man will.
  75. Im April ein tiefer Schnee - keinem Dinge tut er weh.
  76. Im April ein tiefer Schnee tut nicht weh.
  77. Im April kommt frischer Regen stets dem Landmann ganz gelegen.
  78. Im April wächst das Gras ganz still.
  79. Im April wächst das Gras in Füll.
  80. Im ganzen April kann's wettern, wie's will.
  81. Ist der April auch manchmal gut, er schneit dem Bauern auf den Hut.
  82. Ist der April noch so gut, er schneit den Zaunpfahl einen Hut.
  83. Ist der April recht naß und kalt, so wächst das Korn hoch wie ein Wald.
  84. Ist der April recht schön und rein, wird der Mai um so wilder sein.
  85. Ist der April zu trocken, läßt dies das Keimen stocken.
  86. Ist der April zu gut, schickt er dem Schäfer Schnee auf den Hut.
  87. Ist der grüne Donnerstag weiß, so wird der Sommer heiß.
  88. Ist es im April zu schön, kann im Mai der Schnee noch weh'n.
  89. Ist Palmsonntag hell und klar, gibt's ein gut und fruchtbar Jahr.
  90. Je eher im April der Schlehdorn blüht, je früher der Bauer zur Ernte zieht.
  91. Je früher im April der Schlehdorn blüht, desto eher vor Jakob die Ernte glüht.
  92. Maikäfer die im April schwirren, müssen meist im Mai erfrieren.
  93. Montagswetter wird nicht Wochen alt.
  94. Nasser April - blumiger Mai.
  95. Nasser April verspricht der Früchte viel.
  96. Ostern komme früh oder spat - es kommt etwas im grünen Staat.
  97. Osterregen bringt magere Kost, Ostersonne fette und reichhaltige.
  98. Quaken die Frösche im April, noch Schneeund Kälte kommen will.
  99. Regen auf Walpurgisnacht hat immer gutes Jahr gebracht.
  100. Regnet's auf die Osterglocken, wird der ganze Sommer trocken.
  101. Regnet's auf Ostern eine Trän', wird das Korn bis in die Sichel vergehen.
  102. Säen am erste April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.
  103. Schießt im April das Gras, bleibt der Maimond kühl und naß.
  104. Schnee im April gut düngen will.
  105. Siehst du im April die Falter tanzen, magst du getrost im Garten pflanzen.
  106. So lange die Frösche vor Markus quaken,so lange müssen sie nachher schweigen.
  107. Treibt der April sein Spiel recht toll, werden Tennen und Tonnen voll.
  108. Trockener April ist nicht nach des Bauern Will'.
  109. Trockenheit im April taugt nicht allzuviel.
  110. Viel Nebel im April und Höhenrauch im Mai, die führen wohl die Pest und Hungernot herbei.
  111. Vom Regen im April zeigt der Mai seine Blumen.
  112. Von wo der Wind am Ostersonntag weht, von daher weht er bis Christi Himmelfahrt.
  113. Warmer Aprilregen ist Gottes Segen.
  114. Warmer Aprilregen, ist ein großer Segen.
  115. Wenn auf Ostertag die Sonne hell scheint, der Bauer bei seinem Korn auf dem Speicher weint; ist Ostertag ähnlich der Nacht, er sich ins Fäustchen lacht.
  116. Wenn es der Teufel will, kommt der Frost noch im April.
  117. Wenn der April Spektakel macht, gibt's Korn und Heu in voller Pracht.
  118. Wenn der April wie ein Löwe kommt, so geht er wie ein Lamm.
  119. Wenn im April die Falter tanzen, kannst du getrost im Garten pflanzen.
  120. Wenn im April die Maikäfer fliegen, bleiben die meisten im Schmutze liegen.
  121. Wenn zu Ostern die Sonne scheint, sitzt der Bauer am Speicher und weint.
  122. Wenn's donnert im April dann hat der Reif sein Ziel.
  123. Wenn's schneit in die Palmen, so schneit's auch in die Halmen.
  124. Wer im April will Kirschen pflücken, der ist nicht schwer dorthin zu schicken.
  125. Wer sät und seine Saat nicht pflegt, der hat umsonst die Hand bewegt.
  126. Wie die erste Hälfte April, so auch der Sommer.
  127. Wie die Kirschblüte es mit der Witterung hält, so das Wetter zur Roggen- und Weinblüte fällt.
  128. Wie's im April und Maien war, so schließt man aufs Wetter im ganzen Jahr.
  129. Wind, der auf Ostern weht, noch vierzehn Tage geht.
  130. Wind, der von Ostern bis Pfingsten regiert, im ganzen Jahr sich nicht verliert.
  131. Woher zu Ostern der Wind kommt gekrochen, daher kommt er sieben Wochen.
  132. Wohl hundertmal schlägt das Wetter um, das ist des Aprils Privilegium.
  133. Zu Georgi blinde Reben volle Trauben später geben.

Der zweite Tag des Monats April galt bei Bauern und Weinhändler als >>Gitteltag<<, also ein Tag, an dem - drei Stunden nach Sonnenaufgang - ein Geschäft, ein Handel, ein Verkauf besprochen werden sollte. An diesem Tag wurde jeder Betrug entdeckt, jede Unehrlichkeit richtete sich gegen den Betrüger selbst.
Ambrosius (griech.: der Unsterbliche, Göttliche) war einer der beliebtesten und bedeutesten Bischöfe aller Zeiten. Er verkaufte seinen ganzen Besitz und gab den Erlös den Armen. Er starb am Ostersamstag 397. Ambrosius ist Patron der Wachszieher, Bienenzüchter, der Bienen und Haustiere.
Der Tiburtiustag galt und gilt allgemein als Vorbote des Frühlings.
Der Sankt Georgstag ist auf dem Land ein wichtiger Lostag, an dem sich entscheidet, wie die Saat aufgeht und wie ertragreich die Ernte sein wird. In den Alpen wird das Vieh auf die Weide gebracht, das seit Martini (11.11.) im Stall stand. (Georgi-Ritt)
Der Festtag des Evangelisten Markus gilt auf dem Land als wichtiger Lostag. Teilweise hat sich noch der Brauch erhalten, Bittgänge durch Wiesen und Felder zu machen und dabei für das gute Gedeihen der Saat zu beten. auch ein Wettersegen als feierlicher Schlußsegen zur Messe ist bekannt. Der heilige Markus ist Schutzpatron von Venedig, der Bauarbeiter, Korbmacher und Schreiber, er schützt vor Gewitter und Hagel.
Der Jesuit Petrus Kanisius wurde 1864 selig- und 1925 heiliggesprochen. Seit 1921 ist er der Schutzpatron der katholischen Schulorganisation Deutschlands.
Nach heidnischen Glauben sollen Lärm und allerlei Unfug in der Walpurgisnacht (Hexennacht) zum 1. Mai die bösen Geister von Stall und Vieh, von Feld und junger Saat vertreiben.

 

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