|
Lostage im Dezember
- Christmond 
Schon bei den alten Römern war der Dezember der letzte
Abschnitt des Jahres, das damals allerdings nur über 10 Monate verfügte. Daher rührt
jedoch auch sein Name: Das römische >> decem << steht für die Zahl 10. Bei
verschiedenen Kalenderreformen wurde mit dem Dezember eifrig jongliert: Erst hatte er 29,
dann 30 und nach Kaiser Augustus endgültig 31 Tage.
Früher wurde der Dezember auch Adventsmonat oder Christmonat genannt, aus Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest.
Schwendtag
ist am 15. Dezember
Lostage
sind am 1., 2., 4, 6., 8., 13., 21., 24., 25. und 28. Dezember
LANDARBEIT IM CHRISTMONAT
Man kann alle Samen säen, welche ohne
Schaden die Winterkälte vertragen können, als: Ackerbohnen, Erbsen, Gelberüben,
Petersilien, Rettich, Salat usw.
Man vertilgt Raupennester. Die Gänse und alles Federvieh muß vor Weihnachten
reichlich, hernach aber etwas kärglicher gefüttert werden, damit es zum
Eierlegen nicht zu fett werde.
| 1.12. |
Eligius |
| |
Fällt auf Eligius
ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monat' dauern mag. |
| 2.12. |
Bibiana |
| |
Wenn es regnet an
Bibiane Tag, regnet's vierzig Tage und eine Woche danach. |
| 4.12. |
Barbara |
| |
Auf
Barbara die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder herschleicht. |
| |
Geht Barbara im
Klee, kommt das Christkind im Schnee. |
| |
St.
Barabara soll Blütenknospen zeigen. |
| |
Steht
Barbara im Grünen, kommt's Christkind im Schnee. |
| |
Zweige schneiden zu
Sankt Barbara, Blüten sind bis Weihnacht da. |
| 6.12. |
Nikolaus |
| |
Fließt Nikolaus
noch der Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft. |
| |
Regnet's an Sankt
Nikolaus, wird der Winter streng und graus. |
| |
Sankt
Nikolaus beschert die Kuh, gibt aber nicht den Strick dazu. |
| |
Sankt
Nikolaus spült die Ufer aus. |
| 7.12. |
Ambrosius |
| |
Ist Ambrosius schön
und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) ein Wilder sein. |
| 8.12 |
Mariä
Empfängnis |
| 13.12. |
Lucia |
| |
An St.
Lucia ist der Abend dem Morgen nah. |
| |
Sankt Luzia kürzt
den Tag, soviel sie ihn nur kürzen mag. |
| |
Kommt die Heilige
Luzia, ist die Kälte auch schon da. |
| |
Wenn
Luzia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. |
| 17.12. |
Lazarus |
| |
Ist Sankt Lazar
nackt und bar, wird ein gelinder Februar. |
| 21.12. |
Thomas |
| |
Am
Thomastag wächst der Tag nur einen Hahnenschritt. |
| |
Friert's am kürzesten Tage, ist's immer eine Plage. |
| |
Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht. |
| |
Wenn Sankt Thomas
dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr. |
| 24.12. |
Heiligabend |
| |
Besser,
die Weihnachten knistern, als daß sie flüstern. |
| |
Bringt das
Christkind Kält' und Schnee, drängt das Winterkorn in d' Höh'. |
| |
Ist's
in der Heiligen Nacht hell und klar, so gibt's ein segenreiches Jahr. |
| |
Wenn's
Christkindlein Tränen weint, vier Wochen keine Sonne scheint. |
| |
Wie's
Adam und Eva spend't bleibt das Wetter bis zum End. |
| |
Wie
die Witterung zu Adam und Eva, pflegt sie bis zu Monatsende zu sein. |
| 25.12. |
Die
Zwölfnächte, 1. Weihnachtsfeiertag |
| |
Grünen
am Christag Felder und Wiesen, wird sie zu Ostern Frost verschließen,
hängt zu Weihnachten Eis an den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen
schneiden. |
| |
Ist es
grün zur Weihnachtsfeier, fällt der Schnee auf Ostereier. |
| |
Ist es
von Regen und Nebel voll, viel Krankheit es erzeugen soll. |
| |
Ist gelind der
heil'ge Christ, der Winter drüber wütend ist. |
| |
Ist's
in den 12 Nächten mild, sind sie milden Winters Bild. |
| |
Leb'
mit Vernunft und Mäßigkeit, so bist du vor allem Wetter gefeit. |
| |
Vom
Weihnachten bis Dreikönigstag, auf's Wetter man wohl achten mag. |
| |
Wie
sich die Witterung vom Christtag bis heilig Dreikönig verhält, so ist
das ganze Jahr bestellt. |
| 26.12. |
Stephan |
| |
Am Stephanitag muß
es windstill sein, sonst fällt die Hoffnung auf guten Wein. |
| |
Bringt
Sankt Stephan Wind, die Winzer wenig glücklich sind. |
| |
Scheint am Stephanstag die Sonne, so gerät der Flachs zur Wonne. |
| |
Windstill soll Sankt
Stephan sein, soll der nächste Wein gedeih'n. |
| 28.12. |
Unschuldige Kinder |
| |
Haben's die
unschuldigen Kinder kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald. |
| |
Schneit's am unschuldigen Kindel, fährt der Januar in die Schindel. |
| 31.12. |
Sylvesternacht |
| |
Silvesternacht
frostig und klar, weist auf ein gutes neues Jahr. |
| |
Sylvesterwind und warme Sonnen wirft jede Hoffnung in den Bronnen. |
| |
Trockener Dezember,
trockenes Frühjahr und trockener Sommer. |
| |
Wind in der
Sylvesternacht hat nie Wein und Korn gebracht. |
- Abendröte bei West gibt den Frost den Rest.
- An Barbara die Sonne weicht, auf Luzia (13. 12.) sie wieder herschleicht.
- Auf einen dunklen Dezember folgt
ein fruchtbares Jahr.
- Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt
ein fruchtbares Jahr mit üppigen Klee.
- Bei Donner im Winter, ist viel
Kält dahinter.
- Bringt der Dezember Eis und
Schnee, wächst das Korn auf jeder Höh.
- Bringt der Dezember Kält' und
Schnee ins Land, dann wächst das Korn gut selbst auf Sand.
- Christkind im Schnee - Ostern im Klee.
- Christmond im Dreck, macht der
Gesundheit ein Leck.
- Christmond launisch und lind - der ganze Winter
ein Kind.
- Christmond naß - leere Speicher, leeres
Faß.
- Der ganze Winter bleibt ein
Kind, wenn Dezember veränderlich und lind.
- Der Nordwind ist ein rauher
Vetter, doch er bringt beständig's Wetter.
- Dezemberwind macht die Nasen
rot, die es nicht schon sind.
- Dezemberwärme hat Eis dahinter.
- Dezember kalt im Schnee, tut dem Ungeziefer
weh.
- Dezember kalt mit Schnee, gibt Frucht auf jeder
Höh'.
- Dezember kalt mit Schnee, gibt
Korn in jeder Höh'
- Dezember kalt mit Schnee -
niemand sagt oweh!
- Dezember lind und naß, gibt leere Speicher und
Faß.
- Dezember mild und mit viel
Regen, bringt dem nächsten Jahr wenig Segen.
- Dezember ohne Schnee, bringt
erst im Märzen Weh!
- Dezember mit Regen, ist für die
Saat kein Segen.
- Dezember veränderlich und lind,
ist der ganze Winter wie ein Kind.
- Dezember warm - daß Gott erbarm.
- Die Erde muß ihr Bettuch haben,
soll sie der Winterschlummer laben.
- Donnert's im Advent, der Raps danach verbrennt, der Wind und auch der Regen wird sich sobald nicht legen.
- Donnert's im Dezember gar, bringt viel Wind das
nächste Jahr.
- Donnert's ins leere Holz, wird's schneien ins
Laub.
- Dunkler Dezember deutet auf ein gutes Jahr, ein
nasser macht es unfruchtbar.
- Eine gute Decke von Schnee bringt's Winterkorn
in der Höh'.
- Ein kalter Dezember verspricht
einen zeitigen Frühling.
- Entsteht der Rauch gefrorenen
Flüsse, ist auf große Kält' zu schließen.
- Es ist keine Kunst, den Kalender zu machen,
wenn's Jahr vorbei ist.
- Es folgte noch allzeit und immerdar auf kalten
Dezember ein fruchtbar Jahr.
- Fallen in der Christnacht Flocken, der Hopfen
wird sich gut bestocken.
- Fängt der Dezember früh an zu
toben, wird man ihn im Jänner loben.
- Finstere Metten, lichte
Scheune; helle Metten, dunkle Scheune.
- Fließt im Dezember noch Birkensaft, kriegt der
Winter keine Kraft.
- Fließt jetzt noch der
Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft; bricht der Spatz in Pfützen
ein, wird's ein milder Christmond sein.
- Friert's am kürzesten Tag, so wird das Korn
billig; ist es gelinde so steigt es im Preis.
- Frost und Schnee ind der
Adventszeit, bringt viel und gutes Wintergetreid'.
- Gefriert im Dezember der
Weinstock ein, kann er härter als ein Fichtenbaum sein.
- Grüne Weihnachten, weiße
Ostern.
- Haben wir vor dem Januar keinen Schnee, will er
im März und April nicht abgehen.
- Hängt zur
Weihnacht Eis von den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen schneiden.
- Heller Mond und strenge Kält,
lange nicht zusammenhält.
- Herrscht im Dezember recht strenge Kält, sie volle 18 Wochen anhält.
- Herrscht Advent schon Kält', sie achzehn
Wochen hält.
- Im Dezember Frost, im Jänner Kälte; im Feber
wieder Frost, ist halber Dünger.
- Im Dezember Schnee und Frost, das verheißt
viel Korn und Most.
- Im Dezember sollen Eisblumen
blühn,
Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.
- Im Dezember trocken und
eingefroren, macht, daß der Weinstock mehr Kälte als ein Fichtenbaum ertragen
kann.
- Ist der Dezember wild mit Regen, dann hat das
nächste Jahr wenig Segen.
- Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.
- Ist die Christnacht hell und klar, folgt ein
höchst gesegnet' Jahr.
- Ist der Dezember kalt, kommt der
Frühling bald.
- Ist es grün zur
Weihnachtsfeier, schneit es auf die Ostereier.
- Ist's im Dezember kalt, wird
zwar der Winter hart, doch der Frühling kommt bald.
- Ist's in den Rauhnächten mild, sind sie milden
Winters Bild.
- Ist's in der heiligen Nacht
hell und klar, so gibt's ein segenreiches Jahr.
- Ist Weihnachten hell und
klar, hofft man auf ein fruchtbar Jahr.
- Ist Weihnachten kalt, kommt der
Winter hart und der Frühling bald.
- Ist's windig an den
Weihnachtstagen, werden die Bäume viel Früchte tragen.
- Ist' zu Weihnacht lindes Wetter beschert, die
Kälte später noch lange währt.
- Je dicker das Eis um Weihnacht liegt, je zeitiger der Bauer Frühling kriegt.
- Je dunkler es über'm
Dezemberschnee war, je mehr leuchtet der Segen im künftigen Jahr.
- Je näher das Christfest dem
Neumond fällt, je bitterer wird das Jahr dann werden.
- Je tiefer der Schnee, um so höher der Klee.
- Kalter Dezember - zeitiger Frühling.
- Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind
vereinigt immerdar.
- Kommen die Kraniche geflogen, kommt der Winter
gezogen.
- Laufen die Haselmäuse, fehlt es
im Januar am Eise.
- Laufen im Dezember die Mäuse, fehlt es im
Januar am Eise.
- Milder Dezember mit Regen bringt
der Saat keinen Segen.
- Nässe schadet der Saat mehr vor
dem Weihnachtstag.
- Nebel vor Weihnachten ist Brot,
Nebel nach Weihnachten ist Tod.
- Raufrost auf der Flur - milder Witterung Spur.
- Scheint am Stephanstag die
Sonne, so gerät der Flachs zur Wonne.
- Schnee im Dezember dauert den ganzen Winter.
- So kalt im Dezember, so heiß im kommenden
Juni.
- Soll man den Winter loben, so
muß er frieren und toben.
- Steckt die Krähe vor Weihnacht im Klee, so
sitzt sie um Ostern im Schnee.
- Stellt
Donner im Dezember sich ein, wird's nächste Jahr nass und windig sein.
- Sternschnuppen im Winter in
heller Masse, melden Sturm und fallen ins Nasse.
- Sturm im Dezember und Schnee, dann schreit der
Bauer Juchhe.
- Trockener Dezember - trockenes
Frühjahr und trockener Sommer.
- Viel Wind in den
Weihnachtstagen, reichlich Obst die Bäume tragen.
- Viel Wind und Nebel in
Dezembertagen schlechten Frühling und schlechtes Jahr ansagen.
- Vom Eise eine Brücke muß zu
Weihnachten haben Bach und Fluß.
- Von Weihnachten bis Dreikönigstag auf's Wetter
man wohl achten mag.
- Vor Weihnacht' viel Wasser, nach
Johannis (24.6.) kein Brot.
- Vor Advent den Donnerschlag das Korn gar wohl
vertragen mag.
- Vor Weihnacht' viel Wasser, nach Johannes (24.
Juni) kein Brot.
- Weht Dezemberwind aus Ost, bringt den Kranken
schlechten Trost.
- Weihnacht, das im grünen Kleid, hält für
Ostern Schnee bereit.
- Weihnachten frostig, sonnig,
klar, bringt ein günstig' Wetterjahr.
- Weihnachten klar, gutes
Weinjahr.
- Weihnachten naß, gibt leere
Speicher und Faß.
- Weißer Dezember, viel Kälte darein, bedeutet,
das Jahr soll fruchtbar sein.
- Weißer Nebel im Winter, da ist
Frost dahinter.
- Wenn Christkindlein Regen weint,
vier Wochen keine Sonne scheint.
- Wenn das Christkind ist geboren, haben Rüben
und Möhren den Geschmack verloren.
- Wenn der Christmond bricht, so
ist der Winter ein Wicht.
- Wenn der Dezemberwind aus Ost, bringt er den
Kranken schlechten Trost.
- Wenn die Kälte in der ersten Adventswoche kommt, hält sie zehn Wochen an.
- Wenn die Winde weh'n im Advent,
dann wird uns reiche Ernt' geschenkt.
- Wenn die Zeit von Weihnacht bis
zu Dreikönig nebelig dunkel, so soll das Jahr darauf Krankheit folgen.
- Wenn Donner im Dezember hausen, im nächsten
Jahr viel Winde brausen.
- Wenn dunkel der Dezember war, dann rechne auf
ein gutes Jahr.
- Wenn es vor Weihnachten nicht vorwintert, so
wintert es im Frühjahr nach.
- Wenn es Weihnachten flockt und
stürmt auf allen Wegen, das bringt den Feldern Segen.
- Wenn's auf Weihnacht ist
gelind, sich noch viele Kält' einfindt.
- Wenn's im Dezember viel blitzt
und kracht, im kommenden Jahr der Schnitter lacht.
- Wenn's nicht vorwintert, so
wintert's nicht nach.
- Wenn man den Dezember soll loben, so muß er frieren und toben.
- Wenn Reif an den Blumen im Advent sich zeigt,
wird ein fruchtbar Jahr bezeugt.
- Wenn Winde wehen im Advent, so
wird uns viel Obst gesend't.
- Wenn Weihnachten der Mond
zunimmt, dann ist das Jahr drauf gut gesinnt.
- Wenn's nicht recht wintert,
sommert's auch nicht.
- Wenn's nicht richtig wintern tut, wird der
Sommer selten gut.
- Werden die Tage länger, so wird
die Kälte strenger.
- Wer sein Holz nach Weihnacht fällt, dessen
Heimstatt zehnfach hält.
- Westwind und Abendrot machen die Kälte tot.
- Wie auch das Wetter sich gestaltet, bei
Jahresschluß die Hände faltet.
- Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni.
- Wie es im Dezember kalt, so es
der Juni halt.
- Wie's Adam und Eva spend't,
bleibt das Wetter bis zum (Jahres)-End'.
- Wie sich die Witterung vom Christtag bis
Heiligendreikönig hält, so ist's das ganze Jahr bestellt.
- Wind in der Sylvesternacht hat nie Korn und Wein gebracht.
- Windstill muß Sylvester sein, soll der
nächste Wein gedeihn.
- Winternebel bringt bei Ostwind Tau, der
Westwind trägt ihn aus der Au.
4.
Dezember Barbara Der Barbaratag gilt als Lostag für das gesamte künftige Jahr. Zu diesem Datum
darf man nach alter Sitte nicht mehr mähen, da ansonsten die Hühner das
gesamte Jahr über nicht legen werden. Ein weitere alte Vorstellung spricht
davon, daß derjenige Bergmann eines natürlichen Todes sterben wird, der am
Barbaratag in der Kohlengrube ein Licht brennen läßt. Die sogenannten
Barbaraglocken werden auf dem Land bei schweren Gewittern geläutet. Das
sogenannte Barbarakraut, eine Salatpflanze, die auch Winterkresse genannt wird,
verliert im Winter nun in längerer schneefreier Frostzeit der Blätter.
Die heilige Barbara
lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedia in Kleinasien. Sie war die Tochter eines
reichen Kaufmanns. Als sie die christliche Religion kennen lernte, ließ sie sich
taufen. Dies war als Kaiser Decius in den Jahren 249-251 die Christen verfolgen
ließ. Barbaras Vater, ein Heide, der seine Tochter über alles liebte, war
entsetzt und versuchte alles, um sie vom Christentum loszureißen, was ihm aber
nicht gelang. Aus Enttäuschung und Wut über ihren Starrsinn zeigte er sie selber
an. Sie wurde gefangen genommen und kam ins Gefängnis. Auf dem Wege dorthin
verfing sich ein Kirschenzweig in ihrem Kleid. Den stellte Barbara in ihrer
Zelle in einen Krug mit Wasser. An dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt
wurde, blühte der Zweig auf. "Du schienst wie tot", sagte Barbara zu dem Zweig.
"Aber du bist aufgeblüht zu schönerem Leben. So wird es auch mein Tod der Anfang
eines neuen, ewigen Lebens sein."
Der heilige Nikolaus ist Patron des
Wassers und der Schiffer und schützt vor Seenot. Er wird in allen Nöten
gerufen und gilt zudem als Schutzheiliger der Pilger und Reisenden. Er liebt vor
allem die Kinder. Er wurde im dritten Jahrhundert in Griechenland geboren und
wurde später Bischof in Lykien (heutige Türkei). Man weiß nicht viel über
ihn, außer daß er bei den Christenverfolgungen zwischen 345 und 351 ermordet
wurde. Einzig sein Todestag ist sicher. Der hl. Nikolaus von Myra gilt als Patron der Kinder und Schüler, weil er drei Schüler, die ein geldgieriger Wirt erschlagen hatte, wieder zum Leben erweckte.
An Mariä Empfängnis, dem
Frauentag, durfte keine Frau arbeiten. Wer es dennoch tat, dem erschien die
>>weiße Frau<<
und schreckte sie von der Arbeit ab.
Als Stadtpatron von Mailand und Bologna wird der heilige
Ambrosius, dessen heute gedacht wird, nach wie vor verehrt. Seine
Hymne >>Obduxere
polum nubila coeli<<
wird zuweilen immer noch zum Erflehen guten Wetters - beispielweise bei schweren
Regenfällen oder einer langen Dürreperiode - gesungen.
Die Thomasnacht ist die dem Thomastag
folgende längste Nacht des Jahres. Sie ist wie die Andreasnacht eine Losnacht,
in der nach altem Brauch ebenfalls die Zukunft befragt wurde. Wer am Thomastag
zuletzt aus dem Bett stieg, wurde THOMASESEL genannt und mußte dulden, daß er
den ganzen Tag mit diesem Namen gehänselt wurde.
Die überzeugte Christin Luzia sollte anno 305
zum Gespött der Heiden von Syrakus auf einen Ochsenkarren vorgeführt werden.
Laut Legende gelang es weder den Ochsen noch einem Bataillon Soldaten, den Wagen
zu bewegen. Aus Wut darüber wurde die Standhafte angezündet. Der hl. Stephanus war einer der ersten christlichen Märtyrer. Er gilt als Pferdepatron. Vielerorts werden heute die Pferde gesegnet. Am heutigen Tag gedenkt die Kirche der unschuldigen Kinder, die Herodes auf seiner Suche nach dem Jesuskind hatte ermorden lassen. Sylvester I. war von 314 bis 335 Papst. Weil er Kaiser Konstantin den Großen von einer Aussatzerkrankung heilte, bekam er angeblich zum Dank die Stadt Rom geschenkt.
|