pfeilunten.jpg (824 Byte)   Das Dorf                             Was braucht ma auf an Bauerdorf?                                                                       

  1. An kleinen Brunnen löscht man auch den Durst.

  2. Auf den kleinsten Raum pflanze einen Baum und pflege sein, er trägt dir's ein.

  3. Aus Bandlen und Tandlen kommen Füßlen und Handlen.

  4. Bauen ist eine Lust, hätt ich gewußt, was es kust, ich hätt' was gehust!

  5. Bauen kann nur der Habich, nicht der Hättich

  6. Bauer werden ist nicht schwer, Bauer bleiben ist eine Ehr.

  7. Bauernleben ist am fröhlichsten und voller Hoffnung.

  8. Beten und singen und tüchtig düngen, das ist der beste Bauernverein.

  9. Bleib zu Haus und koch den Brei, so kommst du nicht in Zankerei.

  10. Borgst du Spreu von einem Reichen, Korn mußt du ihm wiedergeben.

  11. Da beste Wappen in der Welt ist der Pflug im Ackerfeld.

  12. Dann wollen wir, sagt der Bauer, wenn er muß.

  13. Das Wetter kennt man am Wind, den Vater am Kind, den Herrn am Gesind

  14. Den Acker bauen ohn' Verdruß gewähret Brot im Überdruß.

  15. Den Wirt muß man nicht fragen, ob er guten Wein hat.

  16. Der Bauer muß seinen Pflug selber führen, wenn es gedeihen soll.

  17. Der dümmste Bauer hat die größten Kartoffel.

  18. Der Faulenzer und die Wintersonne gehen langsam auf und früh unter.

  19. Der Hund ist daheim am stolzesten.

  20. Des Bauern Handschlag ist auch ein Manneswort.

  21. Die besten Eltern haben oft ungeratene Kinder.

  22. Die Düngergrube ist die Goldgrube der Landwirtschaft.

  23. Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Haus tragen, als der Mann mit dem Wagen einfährt.

  24. Die freundlichsten Hunde beißen am schlimmsten.

  25. Die Kirche muß im Dorf bleiben.

  26. Die schönste Bauertracht ist: selbst gesponnen und selbst gemacht.

  27. Die Sonne hat noch keinen Bauer aus seinem Hofe hinausgeschienen, aber's Wasser schon manchen hinausgeschwemmt.

  28. Dreht mehrmals sich der Wetterhahn, so zeigt er Sturm und Regen an.

  29. Ein böser Mann ist ein Teufel, ein böses Weib eine Hölle.

  30. Ein jeder Vogel liebt sein eign Nest.

  31. Ein Knecht soll viel hören und wenig reden, die Ohren offen und das Maul zu haben.

  32. Ein Gastwirt hört auf jeden Namen.

  33. Ein guter Gärtner macht aus Holzäpfel Pfirsiche.

  34. Eine gute Hausfrau mehrt das Haus, die schlechte trägt's zur Türe 'naus.

  35. Ein schartig Beil verdirbt alles.

  36. Ein Steckenpferd frißt mehr als zehn Ackergäule.

  37. Eine Ziege und ein Madel kosten mehr, als eine Kuh im Stadl.

  38. Es ist kein Messer, das schärfer schiert, als wenn der Bauer ein Edelmann wird.

  39. Faule Schäfer haben gute Hunde.

  40. Frühregen und Brauttränen dauern solang wie's Gähnen.

  41. Frühregen und Gäste bleiben selten über Nacht.

  42. Geht der Herr voraus, so ist Leben in Feld und Haus.

  43. Graben und Hacken macht rote Backen.

  44. Hat der Bauer Geld, hat's die ganze Welt.

  45. Hinterm Berg sind auch noch Leute.

  46. Hunde und Wirte schmeicheln nicht umsonst.

  47. Ich bau' ein Haus für mich, gefällt's dir nicht, bau eins für dich.

  48. Ich wünsche, Liebchen, froh und frei Mich dir dich mir, zum Osterei.

  49. Ihr lieben Brautleut habet acht, die ihr im Junius Hochzeit macht, ihr braucht die Wiege im Märzen, das kommt vom Lieben und Scherzen.

  50. Im eigenen Land geht die Sonne am schönsten auf.

  51. Im Kalender is net g'standn, hat's Dirndl g'sagt, wie's ein Kind kriegt hat.

  52. Im Pferdehandel gilt keine Freundschaft.

  53. In seinem Hause soll ein jeglicher Friede haben.

  54. Ist eine auch schwanger, so hat sie noch kein Kind.

  55. Je dunkler die Nacht, je heller der Tag.

  56. Je kleiner das Dorf, desto bissiger die Hunde.

  57. Je schöner die Wirtin, desto schwerer die Zeche.

  58. Je weniger die Frau befiehlt, desto mehr gehorcht ihr Mann.

  59. Jeder Ort hat seine Weise.

  60. Kälber, am Karfreitag geworfen, gedeihen nicht.

  61. Kein Kind wird groß ohne Beulen.

  62. Kinder ohne Ehe und Ehe ohne Kinder, da ist nicht viel Freud' dahinter.

  63. Kleine Fädchen - fleißige Mädchen. Große Faden - faule Maden.

  64. Lieber die Gurgel verbrennt, als den Wirt einen Kreuzer geschenkt

  65. Lieben Kindern gibt man viele Namen.

  66. Man muß alles versuchen, hat's Madl g'sagt und hat nachher was in der Wiege gehabt.

  67. Man muß die Feste feiern, wie sie fallen, und das Wetter nehmen, wie's ist.

  68. Man soll nicht mehr schlachten, als man salzen kann.

  69. "Noch eine Halbe, Herr Wirt", hat schon manchen ins Verderben geführt.  

  70. Rührige Hand macht aus Felsen Gartenland.

  71. Schlachtet der Bauer eine Henne, so ist die Henne krank oder der Bauer.

  72. Schreiende Kinder machen singende Mütter.

  73. Sieh erst auf dich und die Deinen, dann schielt mich und die Meinen.

  74. Steh' auf um fünf, iß mittag um neun, des abends um fünf und zu Bett um neun - so wirst du ein Mann von neunzig und neun.

  75. Tauben, Gärten und Teich machen keinen reich.

  76. Um Arbeit und Mühe gibt Gott Haus, Hof und Kühe.

  77. Was der Herr für Wetter macht, hat der Kalender nicht bedacht.

  78. Was man am Samstag näht, Sonntag auf dem Tandelmarkt geht.

  79. Was mühsam auf dem Feld geworben, ist oft im Scheunenfach verdorben.

  80. Wem die Weiber übel geraten, die Immen und Schafe wohl, der wird leicht reich.

  81. Wenn am Dach hangen gefrorene Spitzen, dann ist gut beim Ofen sitzen.

  82. Wenn das Land reich ist, ist das Wasser arm.

  83. Wenn der alte Hund bellt, soll man hinaussehen.

  84. Wenn die Bauern verderben, kann der Herr nicht's erben.  

  85. Wenn die Sonne auf einen Misthaufen scheint, so antwortet er mit Gestank.

  86. Wer arm werden will und weiß nicht wie, der halte nur viel Federvieh.

  87. Wer Bienen hat und Schafe, dem kommt's Geld im Schlafe.

  88. Wer das Kind bei der Hand faßt, greift der Mutter ans Herz.

  89. Wer die Kinder liebt, den lieben sie.

  90. Wer ein Haus hat, hat Sorgen; wer kein Geld hat, muß borgen.

  91. Wer einen Bauer betrügen will, muß einen Bauer mitbringen.

  92. Wer einen guten Nachbar hat, braucht keinen Zaun.

  93. Wer gute Nachbarn hat, kann ruhig schlafen.

  94. Wer im Dorf herumschwänzt, schadet sich selbst.

  95. Wer jede Wolke fürchtet, taugt zu einem Bauer nicht.

  96. Wer kauft, was er nicht braucht, muß, was er braucht, verkaufen.

  97. Wer mit der Magd tändelt, macht sie zur Herrin seiner Frau.

  98. Wer nie Knecht gewesen, kann auch kein guter Herr sein.

  99. Wer sich gern bückt, dem tut der Rücken nicht weh.

  100. Wer will haben, der muß graben.

  101. Wenn Bescherung ist, soll man den Sack auftun und das zuknüpfen nicht vergessen.

  102. Wie der Acker, so die Ruben, wie der Vater so die Buben.

  103. Wind aus Ost bringt den Kranken schlechten Trost.

  104. Wo der Mistwagen nicht hinkommt, hört Gottes Segen auf.

  105. Wo der Wirt vor der Tür steht, da sind nicht viele Gäste.

  106. Wo die Weiber Herr im Hause sind, geht sogar der Herrgott lieber hintern Haus vorbei.

  107. Wo eine Kirchweih ist, da will auch ein Jahrmarkt sein.

  108. Würde man von der Arbeit reich, so gehörte dem Esel die Mühle und dem Taglöhner die ganze Welt.

  109. Zu Hause hast du hundert Augen, draußen bist du blind.

  110. Zu Haus ist zu Haus, und wär' es noch so schlecht.   


WAS BRAUCHT MA AUF AN BAUERNDORF?
Was braucht ma auf an Bauerndorf,
was braucht ma auf an Dorf?
An Pfarrer, der schön singt,
a Glock'n, die schön klingt,
an Mesner, der guat läuten kann,
an Schulmoaster, an g'scheit'n Mann,
das braucht ma auf an Bauerndorf,
das braucht ma auf an Dorf.

 

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