pfeilunten.jpg (824 Byte)    Lostage im Februar - Hornung  - - Alle Monate im Jahr verwünschen den schönen Februar  
Februar - Februaris - Hornung - Narrenmond - Thaumonat - Regenmonat

De   
                    Monatsbild: Fische

Die Tageslänge
An Neujahr um einen Hahnenschritt,
An heilig Dreikönig um einen Hirschensprung,
An Sebastian um eine ganze Stund,
An Mariä Lichtmeß merkt man erst was drum.

Hornung lautet der altdeutsche Name für Februar. In alten Überlieferungen finden sich auch die Bezeichnungen Tau-, Schmelz- oder Narrenmond.
Den 29. Februar gibt es seit 1582, als Papst Gregor XIII. den Schalttag einführte. Seit damals haben die Jahre, die ohne Rest durch vier teilbar sind, einen Tag mehr.
Schwendtage sind am 1., 3., 6., 8., und am 16. Februar.

2.2 Lichtmeß
  An Lichtmeß muß die Lerche singen und sollt ihr auch der Kopf zerspringen.
  Gibt's an Lichtmeß Sonnenschein kommt auch noch viel Schnee herein.
  Ist's an Lichtmeß hell und rein, wird ein langer Winter sein; wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
  Ist's zu Lichtmeß klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell.
  Lichtmess dunkel, wird der Bauer ein Junker, Lichtmess Sonnenschein bringt viel Schnee herein.
  Lichtmeß fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.
  Scheint zu Lichtmeß die Sonne heiß, gibt's noch viel mehr Schnee und Eis.
  Scheint zu Lichtmess die Sonne klar, gibt's Spätfrost und ein fruchtbar Jahr.
  Mariä Lichtmeß hell und klar, zeigt noch viel Schnee fürwahr.
  Wann's zu Mariä Lichtmess wittert, geht der Bär aus dem Loch.
  Wenn's um Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nimmer weit, ist's aber hell und rein, wird's ein langer Winter sein.
3.2 Blasius
  Sankt Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.
  Blasius macht mit dem Winter Schluß.
5.2. Agatha
  Agatha, Dorothee reich an Schnee.
  An Agatha Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.
  Sankt Agatha, die Gottesbraut, macht, daß Schnee und Eis gern taut.
6.2 Dorothea
  Die heilige Dorothee watet gern im Schnee.
  Sankt Dorothe bringt meistens Schnee.
9.2. Apollonia
  Ist's an Apollonia feucht, der Winter meist spät entweicht.
12.2. Eulalia
  Sankt Eulalia Sonnenschein beschert viel Obst und Wein.
14.2. Valentin
  Am Tage von Sankt Valentin gehen Eis und Schnee dahin.
  An Sankt Valentin friert's Rad samt Mühlbach wieder ein.
  Ist's an Valentin weiß, blüht um Ostern schon das Reis.
16.2 Simeon
  Friert's um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.
22.2. Petri Stuhlfeier
  Ist Sankt Peter kalt, hat der Winter noch lange Halt.
  Wie's in der Nacht zu Sankt Petri wittert, so wittert's vierzig Tage.
24.2. Matthias
  Ist's an Matthias kalt, hat der Winter noch lang' Gewalt.
  Matthias bricht's Eis, hat er keins, so macht er eins.
  Matthias hab ich lieb, gibt dem Baum den Trieb.
  Taut es vor und auf Mattheis, dann sieht es schlecht aus auf dem Eis.
  Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert's noch 40 Tage.
  Wenn noch so schön die Lerche singt, die Nacht bringt neue Plage.
25.2. Walburga
  Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.
26.2. Alexander
  Alexander und Leander bringen Märzluft miteinander.
28.2. Roman
  Ist Sankt Roman hell und klar, deutet's auf ein gutes Jahr.
  1. Bleibt der Winter fern, so nachwintert's gern.
  2. Der Februar baut manche Brück, der März bricht ihnen das Genick.
  3. Der Februar ist ein eig'ner Kauz, wenn's nicht g'friert, dann taut's.
  4. Der Februar muß stürmen und blasen soll das Vieh im Lenze grasen.
  5. Der Februar muß stürmen und blasen,  soll im Mai das Vieh schon grasen.
  6. Der Februar sagt, zum Januar, hätt' ich die Gewalt wie du, erfrör das Kalb in der Kuh.
  7. Der Februar soll anfangen wie ein Bär und ausgehen wie ein Schmer.
  8. Der Hornung macht Dreck, und der März holt ihn wieder weg.
  9. Der kleine Hornung ist der schlimmste.
  10. Die weiße Gans im Februar bringt Segen fürs ganze Jahr.
  11. Ende Februar sind die Lerchen wieder da.
  12. Fällt am Faschingsmontag Schnee, rufen die Apfelbäum' juchhe.
  13. Februartau bringt Nachtfrost im Mai.
  14. Früher Vogelsang macht den Winter lang.
  15. Im Februar hält der Marder beim Bauern seine Hochzeit.
  16. Im Februar müssen die Stürme fackeln, daß die Ochsen mit den Hörnern wackeln.
  17. Im Februar Schnee und Regen deuten auf den Gottessegen.
  18. Im Februar solls stürmen, daß dem Stier die Hörner wackeln.
  19. Im Februar viel Sonne am Baum, läßt dem Obst keinen Raum.
  20. Im Hornung lieber den Wolf auf den Mist als die Mücken.
  21. In der Fasten leeren die Bauern Keller und Kasten.
  22. Ist der Februar kalt, wird der Winter nicht alt.
  23. Ist der Februar warm, friert man zu Ostern in den Darm.
  24. Ist's zu Lichtmeß klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell.
  25. Je nasser der Februar, desto nasser das ganze Jahr.
  26. Kalter Februar, bringt ein gutes Jahr.
  27. Kurz ist der Februar, aber bitter.
  28. Läßt der Februar Wasser fallen, so läßt's der März gefrieren.
  29. Liegt im Februar die Katz im Freien, kann sie im März vor Kälte schreien.
  30. Milder Februar, Elend das ganze Jahr.
  31. Mücken, die im Februar summen, gar oft lange Zeit verstummen.
  32. Rauher Nord(-wind) im Februar deutet auf ein gutes Jahr.
  33. Regen im Februar bringt flüssig Dünger fürs Jahr.
  34. Schnee im Februar bringt Segen fürs ganze Jahr.
  35. Singt die Lerche im Februar hell, geht's dem Bauern an das Fell.
  36. Sommerregen und Ziegenmist lassen den Bauern wie er ist.
  37. Sonnt der Dachs sich in der Lichtmeßwoche, bleibt er vier Wochen noch im Loche.
  38. Sonnt sich die Katze im Februar, muß sie im März hintern Ofen gar.
  39. Spielen die Mücken im Februar, frieren Schaf' und Bienen das ganze Jahr.
  40. Spielen im Februar die Mücken, gibt's im Heustall große Lücken.
  41. Viel Nebel im Februar, viel Regen im ganzen Jahr.
  42. Wenn der Grünspecht schon im Hornung schreit, ist ein guter Lenz nicht weit.
  43. Wenn der Nord zu Vollmond tost, folgt ein langer, harter Frost.
  44. Wenn der Nordwind im Februar nicht will, kommt er sicher im April.
  45. Wenn die Katz im Februar in der Sonne liegt, muß sie im März wieder hinter den Ofen.
  46. Wenn im Februar die Katze liegt im Sonnenschein, muß sie im März in den Ofen hinein.
  47. Wenn im Februar spielen die Mücken, gibt's im Schafstall große Lücken.
  48. Wenn's der Februar gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
  49. Wenn's der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
  50. Wenn's im Februar regnerisch ist, hilft's so viel wie guter Mist.
  51. Wenn's im Hornung nicht recht schneit, gibt's eine weiße Osterzeit.
  52. Wie das Wetter in den Fastnachtstagen, mag es auch sein in den Ostertagen.

Die Schwendtage (von  schwinden machen) sind im Gegensatz zu den Lostagen wahre Unglückstage, an denen man nichts Neues beginnen durfte. Es waren obendrein äußerst ungünstige Zeitpunkte für neue Arbeiten, für Reisen jedweder Art, für den Beginn von Geschäften, für Hochzeiten oder Verlobungen, für den Abschluß von Verträgen und beisüielweise für den zur damaligen Zeit gebräuchlichen Aderlaß. Wer sich von einem Menschen trennen wollte, unternahm dies an einem Schwendtag, ebenso wie das Roden von Land oder das Pflügen des Ackers, damit das Unkraut nicht mehr nachwuchs. Begünstigt waren außerdem das Putzen, Reinigen und Saubermachen.

Mit Mariä Lichtmeß, dem ersten Fest im Jahr zu Ehren der Gottesmutter, verbindet sich unter anderem der Brauch der Lichterumzüge, deren heller Schein die dunkle Macht des Winters vertreibt. Wachskerzen, die an diesem Tag geweiht werden, sollen Haus und Hof über das Jahr vor Feuer, Blitz und Hagel schützen.
Früher wurden an Mariä Lichtmess alle Kerzen für das Jahr geweiht, denen damit besondere Segenskraft für Haus und Hof nachgesagt wurde.
Mit dem Lichtmesstag begann das eigentliche Jahr des Bauern. Mit Winterschlaf und Stubenhocken war es nun aus, denn jetzt begann die harte Arbeit im Garten, Feld und Weinberg. Um Mariä Lichtmess (40 Tage nach Weihnachten) herum sollte jeder gute Bauer noch die Hälfte der Winterfütterung besitzen.
In der Kirche werden an diesem Tag die sogenannten Donnerkerzen geweiht, die das ganze Jahr über vor Blitzschlägen und Feuerbrünste schützen sollen. An vielen Orten wird dieser Tag mit festlichen Lichterprozessionen begangen.
Der Mariä-Lichtmesstag war auch der Wandertag der Dienstboten und Handwerksgesellen, die auf Wunschentlassen und wieder neu eingestellt wurden. Sie erhielten den Wenzellaib, fränkisch wenzeln heißt wandern, einen achtpfündigen Brotlaib.

Der heilige Blasius, (gehört zu den 14 Nothelfern) Märtyrer und Schutzheiliger unter anderem gegen Halsleiden, wird mit dem sogenannten Blasiussegen um Hilfe angerufen: 
Dabei werden mit der linken Hand zwei gekreuzte Kerzen vor den Hals des Betroffenen gehalten, der Segenswunsch gesprochen und mit der rechten Hand das Kreuzzeichen gemacht. Übrigends Blasiusbrot soll Halsweh kurieren.
Blasiussegen Beim Blasiussegen werden 2 Kerzen gesegnet und angezündet. Der Priester hält sie dem Gläubigen kreuzweise vor den Hals und spricht dabei ein kurzes Segensgebet. Im Volksmund spricht man daher vom so genannten "Einblaseln".

Agathenkerzen Haus und Hof vor Feuer bewahren. Am Gedenktag der hl. Agathe wurde früher vielerorts das Agathabrot gebacken, in der Kirche geweiht und an Arme und Kranke verteilt. Agathenbrot fütterte man dem Vieh vor dem Weideauftrieb oder einer Kuh vor dem Kalben.

Dem Schutz der Märtyrerin Dorothea von Cäsarea sind unter anderem die Gärtner und Blumenhändler unterstellt. Bildlich wird die Jungfrau meist mit Blumen und Früchten sowie mit einem Rosenkranz um die Stirn dargestellt. Die Verbindung zu den Blumen rührt daher, daß sie während der Gerichtsverhandlung, in der sie zum Tode verurteilt wurde, um Blumen und Obst bat und ihr dies von einem Engel gebracht wurde.
Apollonia von Alexandria ist die Schutzpatronin der Zahnärzte. Der Überlieferung nach wurden der glaubensstarken Christin sämtliche Zähne herausgeschlagen beziehungsweise von Ungläubigen mit einer Zange herausgerissen.

Der Valentinstag ist dem heiligen Bischof Valentin von Terni gewidmet, dem Patron der Bienenzüchter, der Liebenden, Verlobten und Stifter guter Ehen. Am Valentinstag sollte keine Henne gesetzt werden, sonst werden die Küchlein krank oder sterben. Nach diesem Tag sollte auch kein Holz mehr gefällt werden. An vielen Orten werden Grüße geschickt oder Blumen verschenkt.
Der heilige Valentin  (Legende)
Jeden 14. Februar wird zu Ehren des heiligen Valentin der Valentinstag gefeiert. Was jedoch die wenigsten wissen ist, dass dieser eigentlich der Schutzpatron der Imker ist. Gelebt hatte der heilige Valentin im 2. Jahrhundert n. Ch. im damaligen römischen Reich. Zu seinem Ruf aber kam er aber, weil er Paare, denen es verboten war zu heiraten, heimlich traute. Als jedoch der Kaiser davon erfuhr, ließ er Valentin gefangen nehmen und schließlich am 14. Februar köpfen. Durch zahlreiche Sitten und Gebräuche wurde er aber unsterblich und noch heute feiern Menschen auf der ganzen Welt an seinem Todestag das Fest der Liebe.
Das Wetter am Tag von Petri Stuhlfeier war altem Volksglauben nach auch für die nächsten 40 Tage bezeichnend. Im 100 jährigen Kalender wird dieser Tag oftmals mit einem erneuten Kälteeinbruch in Verbindung gebracht.

Landläufig wird der Matthiastag als Vorbote des Frühlings angesehen. Ein schlimmes Omen der Matthiasnacht: Krankheit stand einer Familie ins Haus, wenn sich Efeublätter, in eine Schüssel mit Wasser gelegt, bis zum nächsten Morgen schwarz verfärbten oder durchweicht waren.

Wenn der Apostel Matthias, der Patron und Beschützer der Zimmerleute und Metzger, das Eis nicht bricht, so sagt man, er habe seine Hacke verloren. Das Eis bricht nun nicht eher, bis der heilige Josef - der Patron der Arbeiter und Handwerker - sie wiedergefunden und Matthias zurückgegeben hat. Nach altem Volksglauben ist der Matthiastag wie alle Lostage ein besonderer Orakeltag - vor allem für Liebesorakel.

 

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