pfeilunten.jpg (824 Byte)   Lostage im Juni - Rosenmond  

                    Monatsbild: Krebs

Vom Juni erwartet der Landmann viel Wärme und Trockenheit.     SOMMERWENDE  21. Juni

Wie soll der Juni sein? Warm, mit Regen und Sonnenschein.
Pfingsten fällt immer am 50. Tag nach Ostern. Der Name hat seinen Ursprung aus dem griechischen Wort "pentekoste" - das Funfzigste

Schwendtage  sind am 1., 12., 17. und 30. Juni
Lostage  sind am 8., 11., 15., 19., 24., 27. und 29. Juni
 
           
       
8.6. Medardus
  An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tag' die Sonne lacht.
  Auf Medardi wird der Flachs wie ein Haar.
  Hat Medardus an Regen Behagen, will er ihn auch in die Ernte jagen.
  Ist Medardus feucht und naß, regnet's weiter ohne Unterlaß.
  Medard bringt keinen Frost mehr her, der dem Weinstock schädlich wär.
  Medardi Regen bringt der Gerste keinen Segen
  Regen an Medardustag verdirbt den ganzen Heuertrag.
  Regnet's am Medardustag, regnet's noch 40 Tag danach.
  Was Medardus für Wetter hält, solch Wetter auch in die Ernte fällt.
  Wenn's am Medarditag regnet, so wird das Heugras vergiftet.
  Wenn's an Medardi grob Wetter ist, so schadet's der Ernte.
  Wer an Medard baut, erhält viel Flachs und Kraut.
  Wie das Wetter an Medardi, so in der Ernte.
  Wie's Wetter zu Medardus fällt, es bis zum Mondeschluß anhält.
  Wie's wittert am Medardustag, so bleibt's sechs Wochen lang danach.
10.6. Margarete
  Hat Margret keinen Sonnenschein, kommt das eu nicht trocken rein.
  Regnet's am Margaretentage, dauert der Regen 40 Tage.
  St. Margaretha soll's schön sein, sonst regnet's lang.
11.6. Barnabas
  Auf Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder herschleicht.
  Der Sichel vergiß nicht an Barnabas, er sorgt gern für's längste Gras.
  Mit der Sen's Sankt Barnabas schneidet ab das längste Gras.
  Regnet's an Sankt Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Faß.
  Sankt Barnabas macht, wenn er günstig ist wieder gut, was verdorben ist.
  Sankt Barnabas schneidet das Gras.
  Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen.
13.6. Antonius, Anton von Padua
  An Sankt Anton ist gut Flachs säen.
  Große Kälte am Antonitag, gar nicht lange dauern mag.
  Regnet's am Antoniustag, wird's Wetter später wie es mag.
  Wenn Sankt Anton gut Wetter lacht, Sankt Peter (29.) viel in Wasser macht.
15.6. Veit, Vitus
  Der Wind dreht sich um St. Veith, da legt sich das Laub auf die andere Seit.
  Die Nachtigall singt nur bis Vitustag.
  Ist der Wein abgeblüht auf St. Vit, so bringt er ein schönes Weinjahr mit.
  Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt's gewiß ein gutes Jahr.
  O heiliger Veit regne nicht, daß es uns nicht an Gerst gebricht!
  Nach Sankt Veit wendet sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'.
  Regnet's an St. Vit, gerät die spät gesäte Gerste nit.
  St. Veith bringt die Fliegen mit.
  St. Veith bringt Regen mit.
  Wer säet nach Vit, deht der Saat und Ernte quitt.
16.6. Benno
  Wer auf Sankt Benno baut, der kriegt viel Flachs und Kraut.
19.6. Gervasius
  Wenn es regnet auf Sankt Gervasius, es vierzig Tage regnen muß.
24.6. Johannes der Täufer
  Am Sankt Johannistag hat der Teufel keine Macht.
  Am St. Johannitag soll man die Zwiebeln legen, Johannisregen bringt schlechte Ernte zuwegen.
  Die Bienen vor Jahannis schwärmen, sind bessere als die nach Johannis.
  Johannisregen - ohne Segen.
  Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm.
  Regnet's am Johannistag, so regnet es noch vierzehn Tag.
  St. Johann, Paul und Ulrich sind Wetterherren.
  St. Johannis Regengüsse verderben die besten Nüsse.
  Tritt auf Johannes Regen ein, so wird der Nachwuchs nicht gedeih'n.
  Tropft's am Johannistag ins Faß, so ist die Ernte naß.
  Vor Johannes bet um Regen, nachher kommt er ungelegen.
  Vor Johannis muß man um Regen bitten, nach Johannis kommt er von selbst.
  Vor Johannitag keine Gerste man loben mag.
  Was es vor Johanni regnet, kommt den Bauern in den Sack; was aber nach Johanni regnet, geht wieder raus.
  Wenn der Kuckuck noch lang nach Johannis schreit, wird's unfruchtbar und teure Zeit.
  Wenn Johannes ist geboren, geh'n die langen Tag verloren.
  Wenn nach Johanni der Kuckuck schreit, gibt's eine teure Zeit.
  Wenn um Johanni die Linde blüht, ist an Jakobi das Korn reif.
27.6. Siebenschläfertag
  das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
  Ist der Siebenschläfer naß, regnet's ohne Unterlaß.
  Regen am Siebenschläfertag, regnet's noch 7 Wochen danach.
  Siebenschläfer Regen - sieben Wochen Regen.
  Wie's Wetter am Siebenschläfertag, so bleibt es sieben Wochen danach.
  Wenn's es am Siebenschläfertag regnet, so ist man 7 Wochen mit Regen  gesegnet.
29.6. Peter und Paul
  Ist's Petrus bis Laurentius heiß, dann bleibt's im Winter lange weiß.
  Nach Peter- und Paul- Tag reift das Korn auch bei Nacht.
  Petri-Pauli klar - gibt ein gutes Jahr
  Peter und Paul haben Wasser im Maul.
  Regnet's am Tag von Peter und Paul, steht es mit dem Wetter faul.
  Regen an Peter und Paul, wird die Weinernte faul.
  Schön zu St. Paul - füllt Tasche und Maul.
  St. Paulus hell und klar, bringt ein gutes Jahr.
  Wenn's am Peterstag regnet, so müssen die Äcker doppelt Wasser und einfach Mehl tragen, wenn's trocken ist, tragen sie einfach Wasser und doppelt Mehl.
  Wenn Petrus und Paulus rückt seinen Hut, gerät das Sommerkorn immer recht gut.

  1. Am Johannistag die ersten Kirschen nach Hause trag.
  2. Auf den Juni kommt viel an, ob die Ernte soll bestahn.
  3. Bleibt der Juni kühl. wird's dem Bauern schwül.
  4. Blüht der Stock im vollen Licht, große Beeren er verspricht.
  5. Brachmonat kalt und naß, leert Scheuer, Koch und Faß.
  6. Brachmonat naß, leer Scheinen und Faß.
  7. Bringt der Juni Donnerwetter, dann wird das Getreide fetter.
  8. Der Juni macht Heu.
  9. Der Juni verdirbt das ganze Jahr, wenn er kalt und regnerisch war.
  10. Der Rosemmond feucht und warm kommt zugute Reich und arm.
  11. Die Nachtigall singt nur bis Vitustag.
  12. Donnert's im Juni, so gerät das Korn.
  13. Es braucht im Juni Sonnenschein, soll'n Feld und Garten schön gedeihn.
  14. Es ist umsonst das Feld bestellt, wenn keine Sonne es erhellt.
  15. Fällt Juniregen in den Roggen, so bleibt der Weizen auch nicht trocken.
  16. Fronleichnam schön und klar verspricht ein gutes Jahr.
  17. Gibt's im Juni Donnerwetter wird auch das Getreide fetter.
  18. Im Juni bleibt man gern steh'n, um nach den Regen auszuseh'n.
  19. Im Juni, Bauer, bete, daß der Hagel nicht alles zertrete!
  20. Im Juni ein Gewitterschauer macht das Herz gar froh dem Bauer.
  21. Im Juni viel Donner, gibt einen trüben Sommer.
  22. Im Juni viermal Regen bringt zwölfachen Segen.
  23. Ist der Juni kühl und trocken, gibt's Milch zu brocken.
  24. Ist der Juni warm und naß, gibt's viel Korn und noch mehr Gras.
  25. Ist Fronleichnam schön und klar, gibt's guten Wein in diesem Jahr.
  26. Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt's gewiß ein gutes Jahr.
  27. Juni feucht und warm, macht den Bauern nicht arm.
  28. Juni kalt und sonnenarm, macht den Bauern nicht sonderlich warm.
  29. Juni kalt und naß, läßt leer Scheuer und Faß.
  30. Juni kalt und sonnenarm, macht den Bauern nicht sonderlich warm.
  31. Juni naß - viel Bodengras.
  32. Juni trocken mehr als naß, füllt mit gutem Wein das Faß
  33. Juniregen bringt reichen Segen..
  34. Juniregen nimmt den Erntesegen.
  35. Juniregen und Brauttränen dauern so lange wie's Gähnen.
  36. Kalter Juniregen bringt Wein und Honig keinen Segen.
  37. Kommt das Gras erst spät in Gang, wird es dicht und trotzdem lang.
  38. Menschen und Juniwind ändern sich geschwind.
  39. Menschensinn und Juniwind ändern sich oft gar geschwind.
  40. Michel: im Juni greif zur Sichel!
  41. Nach sankt Veit ändert sich die Zeit - alles geht auf die and're Seit.
  42. Nasse Pfingsten, fette Weihnachten.
  43. Nordwind im Brachmond bringt Korn in's Land.
  44. Nordwind im Juni, wie bekannt, bringt Korn ins ganze Land.
  45. Nordwinde im Juni wehen Korn und Wein ins Land hinein.
  46. Regnet's am Fronleichnamstag, regnet's noch vier Wochen nach.
  47. Regnet's am Pfingstsonntag, so regnet's sieben Sonntag.
  48. Reif in der Juninacht den Bauern den Bauern Beschwerde macht.
  49. Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat.
  50. Solange der Kuckuck schreit, fürchte die Trockenheit.
  51. Soll gedeihen Korn und Wein, muß im Juni Wärme sein.
  52. Soll'n gedeihen Korn und Wein, muss der Juni trocken sein.
  53. Starker Tau hält Himmel blau.
  54. Stellt der Juni mild sich ein, wird mild auch der Dezember sein.
  55. Viel Donner im Juni bringt ein fruchtbares Jahr.
  56. Viermal Juniregen bringt zwölfmal Segen.
  57. Vier Tage vor und nach Sonnenwende zeigen das Wetter bis Sommerende.
  58. Vor Johannes bitt' um Regen, nachher kommt er ungelegen.
  59. Was bis September soll geraten, das muß schon im Juni braten.
  60. Was es in die Rosen regnet, wird den Feldern mehr gesegnet.
  61. Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.
  62. Wenn die Johanniskäfer hell leuchten im Garten, dann ist gut Wetter zu erwarten.
  63. Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst du richten deine Sensen.
  64. Wenn die Junihitz' sich stellt, stellt sich auch die Dezemberkält'.
  65. Wenn im Juni der Nordwind weht, das Korn zur Ernte trefflich steht.
  66. Wenn im Juni der Nordwind weht, das Korn zur Ernte trefflich steht.
  67. Wenn im Juni die Bremsen stechen, dann lauf' mit dem Rechen.
  68. Wenn im Juni Nordwind weht, das Korn zur Ernte trfflich steht.
  69. Wenn im Juni Nordwind weht, kommt Gewitter oft recht spät.
  70. Wenn naß und kalt der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.
  71. Wenn wir singen: "Komm, Heiliger Geist", eilt das Korn das allermeist.
  72. Wettert der Juni mit ganzem Zorn, dann bringt er dafür auch reichlich Korn.
  73. Wie der Juni, so der Dezember.
  74. Wie soll der Juni sein? Warm, mit Regen und Sonnenschein.
  75. Wie die Junihitze sich stellt, stellt sich auch die Dezemberkält'.
  76. Wind aus Norden im Junius ist des Segens Weihekuß.  

Justinus , der als Wanderlehrerer den christlichen Glauben verbreitete, wurde um 165n. Chr. aufgrund seiner Überzeugung vom römischen Stadtpräfekten Junius Rusticus zusammen mit einigen seiner Gefährten zum Tode verurteilt.
Medardus. Der um 550 n. Chr. verstorbene Bischof von Vermand ist Patron der Bauern, Winzer und Bierbrauer. Er sorgt für Fruchtbarkeit der Felder und Weinberge und für Regen. Bei Zahnschmerzen, Fieber und Geisteskrankheiten wird seine Hilfe erbeten. 
Wenn es an Medardus regnet, regnet es noch vierzig Tage lang.
Nachdem zwischen Ende Mai und Anfang Juni die Tage mit der geringsten Regenwahrscheinlichkeit im Jahresverlauf vorbei sind, erreichen meist Mitte Juni die ersten Tiefausläufer Deutschland. Wurde das Wetter zuvor oft tagelang durch stabile Hochdruckgebiete bestimmt, regnet es nun häufig und der Wind wechselt öfter die Richtung, bringt also auch kalte Luftmassen mit. Eingebürgert hat sich hierfür der Begriff "Schafskälte".
Gervasius. Der Heilige gilt als Patron der Kinder. Zudem schützt er gegen Diebstahl und verspricht eine gute Heuernte.
Seit alters her wird heute der Geburtstag Johannes des Täufers gefeiert. Die vielerorts um das Johannisfeuer gepflegten Bräuche sollen Glück und Segen spenden. Einem Bad am Johannistag und den um die Mittagszeit gesammelten Holunderblüten sagt man verstärkte Heilkraft nach. Am Vorabend des Johannistages, der geheimnisvollsten und kürzesten Nacht des Jahres, am 23. Juni, werden Johannisblumen gesammelt, hinter Kruzifixe und Heiligenbilder oder unter das Dach gesteckt, damit der Blitz nicht einschlägt. In früheren Zeiten wurden auf den Äckern und Feldern das Johannisevangelium gelesen, damit der Weizen nicht brandig wurde. Vielerorts fand man sich zusammen, um bei Anbruch der Dämmerung die Johannisfeuer zu schüren. War das Feuer niedergebrannt, umtanzte man es oder sprang darüber. So hoch man springen konnte, so hoch wuchs in diesem Jahr der Flachs.
Die Siebenschläfer waren sieben christliche Brüder und Jünglinge, die während einer Christenverfolgung durch Decius (200-251) im Jahre 251 in einer Höhle bei Ephesus einschliefen und erst im Jahre 446 wieder unter Theodosius (401-450) erwachten. An diesem Tag wurde gewöhnlich Eisenkraut gesammelt, gegen Koph und Schlafsucht.
Die sehr eingängige Siebenschläferregel ist auch heute noch eine der bekanntesten Bauernregeln. Und tatsächlich fällt das Wetter der folgenden sieben Wochen in fast zwei von drei Fällen (63 Prozent) ähnlich aus wie Ende Juni, Anfang Juli. In diesem Zeitraum stabilisiert sich die Wetterlage über Europa. Dann entscheidet sich, ob unser Sommerwetter vorwiegend durch warme südliche oder kalte nördliche Luftströmungen beeinflußt wird. Der “Tag der Entscheidung” hat sich jedoch durch die gregorianische Kalenderreform im Jahr 1582 verschoben, der Siebenschläfertag müßte heute eigentlich auf den 7. Juli fallen. Richtet man die Langfristprognose nach diesem Zeitraum, erhöht sich die Treffergenauigkeit sogar auf 70 Prozent!
Die Apostel Peter und Paul (Petrus und Paulus) gelten als >>Wetterherren<< daher wird der 29. Juni auch >>Wetterherrentag<< genannt. Dieser Tag wurde allerdings in einigen Gegenden auch als Unglückstag betrachtet, weil zwei Apostel diesen regieren.

 

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