pfeilunten.jpg (824 Byte)   Lostage im März - Saatmond 

                    Monatsbild: Widder 

In alten deutschen Bezeichnungen wie Lenzing oder Lenzmonat findet sich sprachlich noch ein Fingerzeig auf den nahenden Frühling. Das Wort leitet sich nähmlich ab vom althochdeutschen >>lenso<<, d.h. zu lang, wegen der jetzt länger werdenden Tage.
Zur Tagundnachtgleiche am 20. März beginnt der Frühling, der bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni dauert.
Der Tag markiert auch den Beginn des neuen astrologischen Jahres.
Schwendtage sind am 13., 14 ., 15., und am 29. März.

In der Mitte der Fastenzeit gab es früher die so genannten Mittfastenmärkte, bunte Warenmärkte, die Abwechslung in das Alltagsleben brachten.

 
1.3. Albin
  Regnet's stark an Albinus, macht's dem bauern viel Verdruß
  Wenn es an Sankt Albin regnet, gibt es weder Heu noch Stroh.
3.3. Kunigunde
  Ist Kunigunde tränenschwer, bleibt oft die Scheune leer.
  Kunigund - macht warm von unt'
  Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde
  Wenn es Kunigund friert, man's noch 40 Nächte spürt.
6.3. Fridolin
  Mit ihren Herden wieder hin, ziehen die Schäfer an Fridolin.
10.3. Vierzig Märtyrer
  Vierzig Ritter mit Eis und Schnee, tun den Ofen noch 40 Tage weh.
  Wetter das die Vierzig Märtyrer senden, wird erst nach vierzig Tagen enden.
  Wenn es am Tag der 40 Märtyrer gefriert, so gefriert es noch 40 Nächte, wenn nicht, so ist fruchtbares Jahr zu hoffen.
  Wie das Wetter auf 40 Märtyrer fällt, es sich noch 40 Tage hält.
  Wie es an vierzig Rittern wittert, wittert es noch vierzig Tage.
12.3. Gregor
  Am Gregorstag schwimmt das Eis ins Meer
  An Gregor kommt die Schwalbe über des Meeres Port, an Benedikt sucht sie im Haus 'nen Ort, an Bartholomä ist sie wieder fort.
  An Gregori muß der Bauer mit der Saat ins Feld.
  Geht um Gregori der Wind, geht er bis Sankt Jörgen kimmt.
  Gregor zeigt den Bauern an, dass im Feld er säen kann.
  Sankt Gregor zeigt dem Bauern an, ob er im Felde säen kann.
  Sankt Gregor und das Kreuze macht den Tag so lang als wie die Nacht.
  Weht an Gregoriustag der Wind, noch vierzig Tage windig sind.
  Wenn Gregorius sich stellt, muß der Bauer auf das Feld.
17.3. Gertrud, Gertraud
  Gertraud bringt uns die Störche her, und Bartholomäus macht ihre Nester wieder leer.
  Gertraud den Garten baut.
  Gertraud führt die Kuh zum Kraut.
  Gertraud ist die erste Gärtnerin.
  Gertrud mit der Maus treibt die Spinnerinnen raus.
  Ist St. Gertrud sonnig, wird's dem Gärtner wonnig.
  Sieht Sankt Gertud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß.
  Sonniger Gertrudentag Freud' den Bauern bringen mag.
  Wer dicke Bohnen und Möhren will essen, darf St.Gertraud nicht vergessen.
19.3. Joseph
  Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr.
  Joseph klar - gutes Honigjahr.
  Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet' Jahr.
  Ist's zu Josephi hell und klar, folgt ein reich und fruchtbar Jahr.
  Joseph klar - gutes Honigjahr.
21.3. Benedikt
  St. Benedikt den Garten schmückt.
  St. Benedikt macht Zwiebeln dick.
  Willst Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie an Benedikt.
24.3. Gabriel
  Scheint auf Sankt Gabriel die Sonn', hat der Bauer Freud' und Wonn'.
25.3. Mariä Verkündigung
  An Mariä Verkundigung kehrt der Storch heim.
  An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum.
  Ist Mariä schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll.
  Ist Marien schön und rein, wird das Frühjahr fruchtbar sein.
  Mariechen pustet's Licht aus, Michel steckt's wieder an.
  Um Mariä Verkündigung entnimmt man die Deck von Wein und Bäum' wiederum
  Verkündigungsmorgen hell und klar deutet auf ein gutes Jahr.
  Wasser auf der Wintersaat schadet nicht vor, aber nach Marien.
  Zu Maria Verkündigung kehren die Schwalben wieder um.
27.3. Rupert
  Ist an Sankt Rupert der Himmel rein, so wird er's auch im Juli sein.

  1.  
  2. Am Anfang und am End der März sein Gift versend.
  3. An Sankt Cyprian zieht man oft noch Handschuh an.
  4. Auf einen freundlichen März folgt ein freundlicher April.
  5. Auf Märzenregen folgt kein Sonnensegen.
  6. Auf Märzenregen wird ein dürrer Sommer entgegen.
  7. Dem Golde gleich ist Märzenstaub, er bringt uns Kraut und Gras und Laub.
  8. Der Frost soll klirren, dann macht der Sommer keine Wirren.
  9. Der März greift der Saat ans Herz.
  10. Der März hat Gift im Sterz.
  11. Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
  12. Donnert es sehr früh im Jahr eh die Bäum noch Blätter haben, ist noch Kälte zu erwarten.
  13. Donnert's im März, lacht dem Bauern das Herz.
  14. Donnert's im März, so schneit`s im Mai.
  15. Donnert's in den März hinein, wird der Roggen gut gedeih'n.
  16. Eggenstaub und Winterfrost machen den Bauern wohlgetrost.
  17. Ein feuchter, fauler März ist des Bauern Schmerz.
  18. Ein grüner März erfreut kein Bauerherz.
  19. Ein heiterer März erfreut des Bauern Herz.
  20. Feuchter, fauler März ist des Bauern Schmerz.
  21. Fürchte nicht den Schnee im März, drunter schlägt ein warmes Herz.
  22. Gewitter im Monat Märzen gehen dem Bauern zu Herzen.
  23. Gibt's im März viel Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
  24. Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst du schon den Frühling winken.
  25. Im Märzen früher Vogelsang macht den Winter lang.
  26. Im Märzen kalt und Sonnenschein, wird's eine gute Ernte sein.
  27. Im Märzen spart man Kerzen.
  28. Im Märzen Tau, um Pfingsten Reif, im August ein Nebelstreif.
  29. Ist der Himmel voller Sterne, ist die Nacht voll Kälte gerne.
  30. Ist der März naß, füllt er dem Bauern das Regenfaß.
  31. Ist der März zu feucht, wird die Ernte leicht.
  32. Ist Marien schön und rein, wird das Frühjahr fruchtbar sein.
  33. Ist's um Ludger (26.3.) feucht, bleiben die Kornböden leicht.
  34. Läßt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
  35. Lange Schnee im März, bricht dem Korn das Herz
  36. Märzen trocken, bringt den Bauern auf die Socken.
  37. Märzenblüte ist ohne Güte.
  38. Märzendonner macht fruchtbar.
  39. Märzenferkel, Märzenfohlen alle Bauern haben wollen.
  40. Märzregen geht dürrem Sommer entgegen.
  41. Märzenregen, Sommer trocken - und die Ähren bleiben hocken.
  42. Märzenschein läßt noch nicht's gedeihn.
  43. Märzenschnee tut den Saaten weh.
  44. Märzenschnee und Jungfernpracht, dauern oft nur über Nacht.
  45. Märzensonne kurze Wonne.
  46. Märzenstaub bringt Gras und Laub.
  47. Märzenstaub und Märzenwind guten Sommers Vorbot sind.
  48. Märzenwinde, Aprilregen, verheißen im Mai großen Segen.
  49. Maulwurfhaufen im Märzen zerstreut, lohnen sich zur Erntezeit.
  50. Mit dem Märzen ist nicht gut scherzen.
  51. Mitte Märzen soll der Bauer im Feld rumsterzen.
  52. Ostern im März verspricht ein gutes Brotjahr.
  53. Säst du im März zu Früh, ist's oft vergebene Müh'.
  54. Schlägt im Märzen früh der Fink, gilt das als gefährlich' Ding.
  55. Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
  56. Soviel Nebel im März, soviel Frost im Mai.
  57. Soviel Tau im März, soviel Frost im Mai.
  58. Staubiger März, viel Roggen und Weizen.
  59. Steckst du die Kartoffel im März, so treibst du mit ihr Scherz.
  60. Sturm und Wind an Rosamunde (11. März) bringen eine ute Kunde.
  61. Taut's im März nach Sommerart, bekommt der Lenz(April) einen weißen Bart.
  62. Trockenen März und nassen April der Bauer und Gärtner will.
  63. Trockener März, nasser April und kühler Mai füllen die Weinkeller und machen viel Heu.
  64. Unter dem Schnee im März, schlägt ein warmes Herz.
  65. Wenn der März viel Schnee verweht, gute Ernte in Aussicht steht.
  66. Wenn draußen stürmt der März, blüht drinnen das Herz.
  67. Wenn im März der Kuckuck schreit, der Storch klappert, und die wilde Gans zieht ins Land, so gibt's einen Frühling im Hochzeitsband.
  68. Wenn im März die Drossel schreit, ist der Frühling nicht mehr weit.
  69. Wenn im März die Kraniche zieh'n, werden bald die Bäume blüh'n.
  70. Wenn im März viel Nebel fallen, im Sommer viele Gewitter schallen.
  71. Wenn im März viel Winde wehn, wird der Maien warm und schön.
  72. Wenn's donnert in den März hinein, wird's eine gute Ernte sein.
  73. Wer wässert im März und im Mai, hat Wiesen aber kein Heu.
  74. Wer will dicke Bohnen essen, darf die Märzsaat nicht vergessen.
  75. Wie das Wetter zu Frühlingsanfang, so ist's den ganzen Sommer lang.
  76. Wie der 29., so der Frühling.
  77. Wie der 30., so der Sommer.
  78. Wie der 31., so der Herbst.
  79. Wie viele Nebel im März einfallen, so viele Platzregen gibt es im Sommer.
  80. Willst du Gerste, Erbse, Zwiebeln dick, so säe an Sankt Benedikt.
  81. Zu Anfang oder zu End der März sein Gift entsendt.

Albin war um 529 Bischof von Angers. Kranke Kinder sind unter den Schutz dieses Heiligen gestellt.
Die heilige Kunigunde war die Gattin Kaiser Heinrichs II. und starb 1033 in dem von ihr gestifteten Benediktinerinnenkloster Kaufungen bei Kassel. Sie ist Patronin des Erzbistums Bamberg - ihrem Schutz sind hoffende Frauen und kranke Kinder unterstellt. Altem Volksglauben nach soll von Kunigundswasser und Kunigundskränzlein aus Thymian heilende Wirkung ausgehen.
Vom heiligen Fridolin von Säckingen erhofft man sich Schutz vor Wasserschaden, Feuer, Viehseuchen und Kinderkrankheiten.
Am heutigen Tag wird der heiligen vierzig Märtyrer gedacht: 40 Soldaten der 12. römischen Legion, die der Überlieferung nach im Jahr 320 im Heiligen Land wegen ihres christlichen Glaubens erfrieren mußten.
Ursprünglich wird Heiligen immer an ihrem Sterbetag gedacht. Bauernsprüche und Wetterregeln beziehen sich ebenfalls auf dieses Datum. Weil jedoch der 12. März immer in die Fastenzeit fällt, wurde der Festtag des heiligen Gregor, dessen Todestag heute ist, kurzerhand auf den 3. September verlegt.
Gertrud gilt als eine der beliebtesten Frühlingsheiligen. In alten Darstellungen ist sie oftmals mit einem Spinnrocken, an dem Mäuse hinauflaufen, abgebildet. Gertrud ist Helferin gegen Mäuseplagen.
Seit 1621 gedenken vor allem katholische Zimmerleute ihres Schützers Josef. Der Patron der Gesamtkirche ist der Heilige seit 1870. Bei mancherorts am Tag des Heiligen veranstalteten Familienfeiern oder Heimatfesten genießen natürlich all jene, die Josef heißen, besondere Beachtung. Zum Schutz der Jungfräulichkeit werden von den Mädchen die sogenannten Josefskränze aus Teig geflochten.
Der heutige ursprüngliche Festtag des Benedikt von Nursia wurde im Zuge der kirchlichen Kalenderreform auf den 11. Juli verlegt.
Vor 1969 fiel der Festtag des Erzengels Gabriel - ein Lostag im alten Bauernkalender - auf das heutige Datum, danach auf den 29. September.
Neun Monate vor Weihnachten soll der Erzengel Gabriel Maria an diesem Tag die Geburt eines Sohnes angekündigt haben. Seit der Mitte des 6. Jahrhunderts wird das Marienfest - mancherorts auch als Frühlingsfest - begangen.
Bischof Rupert von Salzburg, dessen Gedenktag auf den 24. September verschoben wurde, starb am 27. März 718. Er ist Patron der Stadt Salzburg und des Salzburger Landes. Der heilige Rupert errichtete um 700 in Salzburg ein bedeutendes Männer- und dann auch ein Frauenkloster.

 

Abt Dr. Mauritius Knauer - Alte Bauernregeln - Altweibersommer - Bewegliche Festtage - Bauernschlau ( Wetter deuten ) Christentum-Feste - Die Blumenuhr - Geschichten - Gregorianischer Kalender - hundertjähriger Kalender - Landespatrone - Sagen - Schutzheilige - Schwendtage - Sprachkurs -Symbolische Leitbilder - Taufnahmenverzeichnis - Wetterregeln für die Kar- und Ostertage - Zeitung 
Saturnjahr 2000 - Jupiterjahr 2001 - Marsjahr 2002 - Sonnenjahr 2003 - Venusjahr 2004
- Merkurjahr 2005 - Mondjahr 2006 - Saturnjahr 2007 - Jupiterjahr 2008

www.cbuenger.de - Windows-Software für Jedermann!  pages.at Webring - Zufallsseite

Einstiegsseite

Index

Anhang

100j.Kalender

alte Sprüche

Schmunzeln

übers Jahr

Frühling

Sommer

Herbst

Winter

pfeiloben.jpg (846 Byte)

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
*** Kirche Dorf Tiere Pflanzen Schutzheilige Div-Daten Speis&Trank   Wetter

Kinder&Liebe

cam