In
alten deutschen Bezeichnungen wie Lenzing oder Lenzmonat findet sich sprachlich
noch ein Fingerzeig auf den nahenden Frühling. Das Wort leitet sich nähmlich
ab vom althochdeutschen >>lenso<<, d.h. zu lang, wegen der jetzt
länger werdenden Tage.
Zur Tagundnachtgleiche am 20. März beginnt der Frühling,
der bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni dauert.
Der Tag markiert auch den Beginn des neuen astrologischen Jahres. Schwendtage sind am 13., 14 ., 15., und am
29. März.
In der Mitte der Fastenzeit gab es früher die so genannten Mittfastenmärkte, bunte Warenmärkte, die Abwechslung in das Alltagsleben brachten.
Ist an Sankt Rupert
der Himmel rein, so wird er's auch im Juli sein.
Am
Anfang und am End der März sein Gift versend.
An Sankt Cyprian zieht man oft noch Handschuh an.
Auf
einen freundlichen März folgt ein freundlicher April.
Auf
Märzenregen folgt kein Sonnensegen.
Auf
Märzenregen wird ein dürrer Sommer entgegen.
Dem
Golde gleich ist Märzenstaub, er bringt uns Kraut und Gras und Laub.
Der
Frost soll klirren, dann macht der Sommer keine Wirren.
Der
März greift der Saat ans Herz.
Der
März hat Gift im Sterz.
Der
März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
Donnert
es sehr früh im Jahr eh die Bäum noch Blätter haben, ist noch Kälte zu
erwarten.
Donnert's
im März, lacht dem Bauern das Herz.
Donnert's
im März, so schneit`s im Mai.
Donnert's
in den März hinein, wird der Roggen gut gedeih'n.
Eggenstaub
und Winterfrost machen den Bauern wohlgetrost.
Ein
feuchter, fauler März ist des Bauern Schmerz.
Ein
grüner März erfreut kein Bauerherz.
Ein
heiterer März erfreut des Bauern Herz.
Feuchter,
fauler März ist des Bauern Schmerz.
Fürchte
nicht den Schnee im März, drunter schlägt ein warmes Herz.
Gewitter
im Monat Märzen gehen dem Bauern zu Herzen.
Gibt's
im März viel Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
Hüpfen
Eichhörnlein und Finken, siehst du schon den Frühling winken.
Im
Märzen früher Vogelsang macht den Winter lang.
Im
Märzen kalt und Sonnenschein, wird's eine gute Ernte sein.
Im
Märzen spart man Kerzen.
Im
Märzen Tau, um Pfingsten Reif, im August ein Nebelstreif.
Ist
der Himmel voller Sterne, ist die Nacht voll Kälte gerne.
Ist
der März naß, füllt er dem Bauern das Regenfaß.
Ist
der März zu feucht, wird die Ernte leicht.
Ist
Marien schön und rein, wird das Frühjahr fruchtbar sein.
Ist's
um Ludger (26.3.) feucht, bleiben die Kornböden leicht.
Läßt
der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
Lange
Schnee im März, bricht dem Korn das Herz
Märzen
trocken, bringt den Bauern auf die Socken.
Märzenblüte
ist ohne Güte.
Märzendonner
macht fruchtbar.
Märzenferkel,
Märzenfohlen alle Bauern haben wollen.
Märzregen
geht dürrem Sommer entgegen.
Märzenregen,
Sommer trocken - und die Ähren bleiben hocken.
Märzenschein
läßt noch nicht's gedeihn.
Märzenschnee
tut den Saaten weh.
Märzenschnee
und Jungfernpracht, dauern oft nur über Nacht.
Märzensonne
kurze Wonne.
Märzenstaub
bringt Gras und Laub.
Märzenstaub
und Märzenwind guten Sommers Vorbot sind.
Märzenwinde,
Aprilregen, verheißen im Mai großen Segen.
Maulwurfhaufen
im Märzen zerstreut, lohnen sich zur Erntezeit.
Mit
dem Märzen ist nicht gut scherzen.
Mitte
Märzen soll der Bauer im Feld rumsterzen.
Ostern
im März verspricht ein gutes Brotjahr.
Säst
du im März zu Früh, ist's oft vergebene Müh'.
Schlägt
im Märzen früh der Fink, gilt das als gefährlich' Ding.
Siehst
du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
Soviel
Nebel im März, soviel Frost im Mai.
Soviel
Tau im März, soviel Frost im Mai.
Staubiger
März, viel Roggen und Weizen.
Steckst
du die Kartoffel im März, so treibst du mit ihr Scherz.
Sturm und Wind an Rosamunde (11. März) bringen eine ute Kunde.
Taut's
im März nach Sommerart, bekommt der Lenz(April) einen weißen Bart.
Trockenen
März und nassen April der Bauer und Gärtner will.
Trockener
März, nasser April und kühler Mai füllen die Weinkeller und machen viel
Heu.
Unter
dem Schnee im März, schlägt ein warmes Herz.
Wenn
der März viel Schnee verweht, gute Ernte in Aussicht steht.
Wenn
draußen stürmt der März, blüht drinnen das Herz.
Wenn
im März der Kuckuck schreit, der Storch klappert, und die wilde Gans zieht
ins Land, so gibt's einen Frühling im Hochzeitsband.
Wenn
im März die Drossel schreit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Wenn
im März die Kraniche zieh'n, werden bald die Bäume blüh'n.
Wenn
im März viel Nebel fallen, im Sommer viele Gewitter schallen.
Wenn
im März viel Winde wehn, wird der Maien warm und schön.
Wenn's
donnert in den März hinein, wird's eine gute Ernte sein.
Wer
wässert im März und im Mai, hat Wiesen aber kein Heu.
Wer
will dicke Bohnen essen, darf die Märzsaat nicht vergessen.
Wie
das Wetter zu Frühlingsanfang, so ist's den ganzen Sommer lang.
Wie
der 29., so der Frühling.
Wie
der 30., so der Sommer.
Wie
der 31., so der Herbst.
Wie
viele Nebel im März einfallen, so viele Platzregen gibt es im Sommer.
Willst
du Gerste, Erbse, Zwiebeln dick, so säe an Sankt Benedikt.
Zu
Anfang oder zu End der März sein Gift entsendt.
Albin
war um 529 Bischof von Angers. Kranke Kinder sind unter den Schutz dieses
Heiligen gestellt.
Die heilige Kunigunde war die
Gattin Kaiser Heinrichs II. und starb 1033 in dem von ihr gestifteten
Benediktinerinnenkloster Kaufungen bei Kassel. Sie ist Patronin des Erzbistums
Bamberg - ihrem Schutz sind hoffende Frauen und kranke Kinder unterstellt. Altem
Volksglauben nach soll von Kunigundswasser und Kunigundskränzlein aus Thymian
heilende Wirkung ausgehen.
Vom heiligen Fridolin von
Säckingen erhofft man sich Schutz vor Wasserschaden, Feuer, Viehseuchen und
Kinderkrankheiten.
Am heutigen Tag wird der heiligen
vierzig Märtyrer gedacht: 40 Soldaten der 12. römischen Legion,
die der Überlieferung nach im Jahr 320 im Heiligen Land wegen ihres
christlichen Glaubens erfrieren mußten.
Ursprünglich wird Heiligen immer an ihrem Sterbetag gedacht. Bauernsprüche und
Wetterregeln beziehen sich ebenfalls auf dieses Datum. Weil jedoch der 12. März
immer in die Fastenzeit fällt, wurde der Festtag des heiligen
Gregor, dessen Todestag heute ist, kurzerhand auf den 3. September
verlegt. Gertrud gilt als eine der beliebtesten
Frühlingsheiligen. In alten Darstellungen ist sie oftmals mit einem
Spinnrocken, an dem Mäuse hinauflaufen, abgebildet. Gertrud ist Helferin gegen
Mäuseplagen.
Seit 1621 gedenken vor allem katholische Zimmerleute ihres Schützers Josef.
Der Patron der Gesamtkirche ist der Heilige seit 1870. Bei mancherorts am Tag
des Heiligen veranstalteten Familienfeiern oder Heimatfesten genießen
natürlich all jene, die Josef heißen, besondere Beachtung. Zum Schutz der
Jungfräulichkeit werden von den Mädchen die sogenannten Josefskränze aus Teig
geflochten.
Der heutige ursprüngliche Festtag des Benedikt
von Nursia wurde im Zuge der kirchlichen Kalenderreform auf den 11. Juli
verlegt.
Vor 1969 fiel der Festtag des Erzengels
Gabriel - ein Lostag im alten Bauernkalender - auf das heutige
Datum, danach auf den 29. September.
Neun Monate vor Weihnachten soll der Erzengel Gabriel Maria
an diesem Tag die Geburt eines Sohnes angekündigt haben. Seit der Mitte des 6.
Jahrhunderts wird das Marienfest - mancherorts auch als Frühlingsfest -
begangen. Bischof Rupert von Salzburg, dessen
Gedenktag auf den 24. September verschoben wurde, starb am 27. März 718. Er ist
Patron der Stadt Salzburg und des Salzburger Landes. Der heilige Rupert
errichtete um 700 in Salzburg ein bedeutendes Männer- und dann auch ein
Frauenkloster.