Lostage
im Mai - Wonnemond 
Die sprachliche Wurzel des Monatsnamens geht auf
die griechische Sagengestalt Maia, die Mutter des Hermes, zurück. Die Römer
übernahmen die Gottheit, machten sie zu einer Wachstumsgöttin und weihten ihr
den fünften Kalendermonat, >>maius<<.
Der Beginn des Lenzmonats ist reich an alten
Bräuchen: Neben den Maibaum-Aufstellen am 1. Mai hat sich teilweise noch
das Mailaufen am 1. Sonntag im Mai erhalten.
Landläufig wird der Mai auch als Weide-, später Wonnemonat
oder Marienmonat bezeichnet.
Der Muttertag wurde Anfang des 20.
Jahrhunderts in den USA aus der Taufe gehoben und hat sich seit den 20er Jahren
auch bei uns rasch verbreitet. Dieser Festtag fällt immer auf den 2. Sonntag im
Mai.
Seit Beschluß des Gründungskongresses der 2.
Internationalen in Paris im Jahr 1889 ist der 1. Mai der Kampftag der Arbeiterbewegung.
Schon nach dem Ersten Weltkrieg war er in einigen europäischen Ländern ein gesetzlicher
Feiertag.
Schwendtage
sind am 3., 10., 22. und 25. Mai
Lostage
sind am 4., 11., 12., 13., 14., 15. und 25. Mai
| 3.5. |
Philipp und Jakob |
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Philipp und Jakob
naß, macht dem Jägersmann (Bauern) Spaß. |
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Zu
Philipp und Jakob Regen, bringt großen Erntesegen. |
| 4.5. |
Florian |
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Der Florian, der
Florian noch einen Schneehut setzen kann. |
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Heiliger
Sankt Florian, verschon mein Haus - zünd' andere an. |
| 7.5. |
Stanislaus |
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Wenn sich naht Sankt
Stanislaus, rollen die Kartoffel raus. |
| 10.5. |
Gordianus |
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Florian
und Gordian richten oft noch Schaden an. |
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Gordian - man nicht
trauen kann. |
| 11.5. |
Mamertus |
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Mamertus und
Pankratius und hinterher Servatius sind gar gestrenge Herrn. |
| 12.5. |
Pankratius |
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Die
drei Eismänner ohne Regen, bringen dem Weinstock großen Segen. |
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Gehen
die Eismänner ohne Frost vorbei, schreien die Bauern juchhei. |
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Ist Sankt Pankratius
schön, wird guten Wein man seh'n. |
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Pankraz, Servaz,
Bonifatius bringen oft Kälte und Ärger uns. |
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Pankratzi,
Servazi und Bonifazi, sind 3 frostige Bazi. Und zum Schluß da fehlt dann
nie, die kalte Sophie. |
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Pankraz und Urban
ohne Regen, folgt ein großer Weinsegen. |
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Wenn's an Pankratius
gefriert, wird im Garten viel ruiniert. |
| 13.5. |
Servatius |
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Vor Servaz kein
Sommer, nach Servaz kein Frost. |
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Vor Nachtfrost bist
du sicher nicht, bis das herein Servatius bricht. |
| 14.5. |
Bonifatius |
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Pankratius, Servaz
und Bonifatius machen den Gärtner noch manchen Verdruß. |
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Wer seine Schafe
schert vor Bonifaz, dem ist die Woll' lieber als das Schaf. |
| 15.5. |
Sophia |
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Vor Nachtfrost
sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist. |
| 24.5. |
Magdalena, Esther |
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Magdalena weint um
ihren Herrn, drum regnet's an ihrem Tage gern. |
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Lein, gesät an
Esthern, wächst am allerbesten. |
| 25.5 |
Urban |
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Sankt Urban hell und
rein, gibt viel Korn und Wein. |
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Scheint am Urbanstag
die Sonne, so gerät der Wein zur Wonne. |
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Die Witterung an
Sankt Urban zeigt des Herbstes Wetter an. |
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Wie sich's an St.
Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt. |
| 29.5. |
Corporis Christi |
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Corporis Christi
schön und klar - guter Wein in diesem Jahr. |
| 30.5. |
Wigand |
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Sankt Wigand, dieser
böse Tag, zuletzt noch Nachtfrost bringen mag. |
| 31.5. |
Petronella |
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Ist es klar an
Petronell, meßt den Flachs ihr mit der Ell'. |
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Wer Hafer sät an
Petronell', dem wächst er gut und schnell. |
- Abendtau
und kühl' im Mai bringen Wein und vieles Heu.
- Am
1. Mai Reif oder naß, macht dem Bauer immer Spaß.
- Auf
nassen Mai kommt ein trockener Juni herbei.
- Blumenkohl
im Mai gibt Köpfe wie ein Ei.
- Den
Maien voll Wind begehrt das Bauerngesind.
- Der
Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber für den Magen keine Früchte.
- Der
Mai bringt der Rosen viel.
- Der
Mai ist selten so gut, er bringt dem Zaunpfahl einen Hut.
- Der
Mai ist so verwegen und setzt noch ein Schneechen.
- Der
Mai lockt ins Frei'.
- Des
Maien Mitte hat für den Winter noch immer eine Hütte.
- Die
erste Liebe und der Mai gehen selten ohne Frost vorbei.
- Donner
im Mai führt großen Wind herbei.
- Donnert
es im Mai gar viel, hat der Bauer gewonnenes Spiel.
- Donnert
es im Maien viel, hat der Bauer gewonnenes Spiel.
- Ein
Bienenschwarm im Mai ist Wert ein Fuder Heu.
- Ein
guter Mai fürwahr ist der Schlüssel zum ganzen Jahr.
- Erst
Mitte Mai ist der Winter vorbei.
- Es
ist kein Mai ein solcher Wicht, er bringt uns Blüt' und Licht.
- Fällt
Reif am 1. Mai, bringt er im feld viel Segen herbei.
- Fröste
im Mai gar schädlich sind, gut hingegen sind die Wind'.
- Frost
im Mai schadet Wein, Hopfen, Bäumen, Korn und Lein.
- Gehen
die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien Bauern und Winzer juchei.
- Gewitter,
das der Mai gebracht, hat stets ein gutes Jahr gemacht.
- Gibts
im Mai der Nebel viel, fehlts an Äpfel und Birnen zum Spiel.
- Grün
schmückt sich so Flur wie Au, fällt vom Himmel Maientau.
- Im
Mai soll jedes Grasl ein Schaff Wasser kriegen.
- Im
Mai viel Wind begehrt des Bauern Gesind'.
- Im
Mai wächst Brot und Heu.
- Im
Maien zartes Gras gibt Milch ohn' Unterlaß.
- Ist's
im Mai kühl und naß, haben die Maikäfer keinen Spaß.
- Je
mehr die Maikäfer verzerren, desto mehr wird die Ernte bescheren.
- Johannisnacht
gesteckte Zwiebel, wird groß fast wie ein Butterkübel.
- Kühler
Mai bringt viel Heu und Gestreu.
- Kühler
Mai bringt allerlei, gut Geschrei, Gras und Heu.
- Kühler
Mai, so die alte Regel, beschert viel Arbeit für Kelter und Flegel.
- Legst
du mich im März, treibst du mit mir Scherz. Legst du mich im April, komm
ich wann ich will. Legst du mich im Mai, komm ich eins, zwei, drei!
- Mai
kühl und naß füllt dem Bauern Scheune und Faß.
- Mai
ohne Regen fehlt's allerwegen.
- Maientau
macht grüne Au; Maienfröste - unnütze Gäste.
- Maimond
kalt und windig, macht Scheuer voll und pfündig.
- Mairegen
auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.
- Marienfrost
Blüten und Früchten das Leben kost'.
- Nesseln
wachsen im Mai ohne Saaten, ohne Pflug und Spaten.
- Nordwind
im Mai - singt der Bauer juchhei.
- Nordwind
im Mai, bringt Trockenheit herbei.
- Regen
auf Walpurgisnacht hat nie ein gutes Jahr gebracht.
- Regen
im Mai gibt für das ganze Jahr Brot und Heu.
- Regnet's
am 1. Mai, regnet's die Gänse tot und den Kühen die Hungernot.
- Regnet
es an Pfingsttag, dann bringt es Plag'.
- Scheint
auf Himmelfahrt die Sonne, bringt der Herbst uns große Wonne.
- Schwärmt
die Biene schon im Mai, gibt es ganz bestimmt viel Heu.
- Sind
der Maikäfer und Raupen viel, steht eine reiche Ernte am Ziel.
- So
wie der Mai werden Obst und Heu.
- Steht
im Mai der Wind aus Süeden, ist uns Regen bald beschieden.
- Trockener
Mai, Korn für alle.
- Trockener
Mai - Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei.
- Viel
Gewitter im Mai, singt der Bauer juchhei.
- Viel
Regen im Mai, wenig Regen im September.
- Vom
8. bis 14. Mai müssen Bohnen und Gurken in den Boden nei'.
- Vor
Nachtfrost sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist.
- Wenn
der Mai ein Gärtner ist, dann ist er auch ein Bauer.
- Wenn
die Kröten fleißig laufen, wollen sie bald Regen saufen.
- Wenn
im Mai die Bienen schwärmen, kann der Bauer vor Freude lärmen.
- Wenn
im Mai die Wachteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
- Wenn's
im Mai viel donnert, gibt die Kuh Milch.
- Wenn's
im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.
- Wenn's
Wetter gut am 1. Mai, gibt es viel und gutes Heu.
- Wer
Hafer sät im Mai, der hat viel Spreu.
- Wer
Hafer sät im Mai, der hat viel Spreu.
- Wie's
Wetter an Kreuzfindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.
- Will
der Mai ein Gärtner sein, trägt er nicht die Scheunen ein.
- Windet's
am 1. Mai, dann das ganze Jahr.
Der heilige Florian,
der große Frühlingsheilige, war ein hoher Beamter und Hauptmann im römischen
Heer. Er erlitt nach der Legende den Märtyrertod durch ertränken in der Enns.
Sankt Florian ist Schutzpatron der Feuerwehrmänner und der Schmiede. Er hilft
Menschen auch in Liebesnöten.
Die drei Eisheiligen wurden auch
>>gestrenge Herren<<, die >>drei Gestrengen<< oder
>>Eismänner<< genannt. Sie stehen symbolisch für die gefürchtete
und brüchtete Frostgefahr, die Anfang Mai erwartet wird. Zu diesem Zeitpunkt
kann die Temperatur bis unter Null sinken.
Die Eisheiligen werden nach fünf Heiligen benannt, deren Namenstage die
katholische Kirche in dieser Zeit feiert. Das sind: Mamertus (11. Mai),
Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophia (15.
Mai) - im Volksmund auch "kalte Sophie" genannt.
Der Sophietag ist gefürchtet wegen des
oft einsetzenden Regenwetters oder Kälterückfalls, weswegen der Tag oft auch
>>nasse oder kalte Sophie<< genannt wird.
Besonders die Winzer haben sich seit jeher an den volkstümlichen
Weinschutzpatron Sankt Urban mit der
Bitte um Hilfe gewandt. Sonnenschein an diesem wichtigen Lostag beschert altem
Glauben nach einen guten Jahrgang.
Die meteorologische Erklärung der Eisheiligen setzt an der mittleren
Luftdruckverteilung an. Der relativ hohe Luftdruck bedeutet für Mitteleuropa
trockene, meist kühle Winde aus Nord und Ost; dabei steigt die
Tageshöchsttemperatur kaum über 15 Grad, in den klaren Nächten besteht Frost-,
und besonders Bodenfrostgefahr, die ab der Monatsmitte abnimmt.
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