pfeilunten.jpg (824 Byte)   Lostage im Mai  - Wonnemond 

                    Monatsbild: Zwillinge               

Die sprachliche Wurzel des Monatsnamens geht auf die griechische Sagengestalt Maia, die Mutter des Hermes, zurück. Die Römer übernahmen die Gottheit, machten sie zu einer Wachstumsgöttin und weihten ihr den fünften Kalendermonat, >>maius<<.
Der Beginn des Lenzmonats ist reich an alten Bräuchen: Neben den Maibaum-Aufstellen am 1. Mai hat sich teilweise  noch das Mailaufen am 1. Sonntag im Mai erhalten.
Landläufig wird der Mai auch als Weide-, später Wonnemonat oder Marienmonat bezeichnet.
Der Muttertag wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA aus der Taufe gehoben und hat sich seit den 20er Jahren auch bei uns rasch verbreitet. Dieser Festtag fällt immer auf den 2. Sonntag im Mai.
Seit Beschluß des Gründungskongresses der 2. Internationalen in Paris im Jahr 1889 ist der 1. Mai der Kampftag der Arbeiterbewegung. Schon nach dem Ersten Weltkrieg war er in einigen europäischen Ländern ein gesetzlicher Feiertag.
Schwendtage  sind am 3., 10., 22. und 25. Mai
Lostage  sind am 4., 11., 12., 13., 14., 15. und 25. Mai

3.5. Philipp und Jakob
  Philipp und Jakob naß, macht dem Jägersmann (Bauern) Spaß.
  Zu Philipp und Jakob Regen, bringt großen Erntesegen.
4.5. Florian
  Der Florian, der Florian noch einen Schneehut setzen kann.
  Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus - zünd' andere an.
7.5. Stanislaus
  Wenn sich naht Sankt Stanislaus, rollen die Kartoffel raus.
10.5. Gordianus
  Florian und Gordian richten oft noch Schaden an.
  Gordian - man nicht trauen kann.
11.5. Mamertus
  Mamertus und Pankratius und hinterher Servatius sind gar gestrenge Herrn.
12.5. Pankratius
  Die drei Eismänner ohne Regen, bringen dem Weinstock großen Segen.
  Gehen die Eismänner ohne Frost vorbei, schreien die Bauern juchhei.
  Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man seh'n.
  Pankraz, Servaz, Bonifatius bringen oft Kälte und Ärger uns.
  Pankratzi, Servazi und Bonifazi, sind 3 frostige Bazi. Und zum Schluß da fehlt dann nie, die kalte Sophie.
  Pankraz und Urban ohne Regen, folgt ein großer Weinsegen.
  Wenn's an Pankratius gefriert, wird im Garten viel ruiniert.
13.5. Servatius
  Vor Servaz kein Sommer, nach Servaz kein Frost.
  Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bis das herein Servatius bricht.
14.5. Bonifatius
  Pankratius, Servaz und Bonifatius machen den Gärtner noch manchen Verdruß.
  Wer seine Schafe schert vor Bonifaz, dem ist die Woll' lieber als das Schaf.
15.5. Sophia
  Vor Nachtfrost sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist.
24.5. Magdalena, Esther
  Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet's an ihrem Tage gern.
  Lein, gesät an Esthern, wächst am allerbesten.
25.5 Urban
  Sankt Urban hell und rein, gibt viel Korn und Wein.
  Scheint am Urbanstag die Sonne, so gerät der Wein zur Wonne.
  Die Witterung an Sankt Urban zeigt des Herbstes Wetter an.
  Wie sich's an St. Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt.
29.5. Corporis Christi
  Corporis Christi schön und klar - guter Wein in diesem Jahr.
30.5. Wigand
  Sankt Wigand, dieser böse Tag, zuletzt noch Nachtfrost bringen mag.
31.5. Petronella
  Ist es klar an Petronell, meßt den Flachs ihr mit der Ell'.
  Wer Hafer sät an Petronell', dem wächst er gut und schnell.
  1. Abendtau und kühl' im Mai bringen Wein und vieles Heu.
  2. Am 1. Mai Reif oder naß, macht dem Bauer immer Spaß.
  3. Auf nassen Mai kommt ein trockener Juni herbei.
  4. Blumenkohl im Mai gibt Köpfe wie ein Ei.
  5. Den Maien voll Wind begehrt das Bauerngesind.
  6. Der Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber für den Magen keine Früchte.
  7. Der Mai bringt der Rosen viel.
  8. Der Mai ist selten so gut, er bringt dem Zaunpfahl einen Hut.
  9. Der Mai ist so verwegen und setzt noch ein Schneechen.
  10. Der Mai lockt ins Frei'.
  11. Des Maien Mitte hat für den Winter noch immer eine Hütte.
  12. Die erste Liebe und der Mai gehen selten ohne Frost vorbei.
  13. Donner im Mai führt großen Wind herbei.
  14. Donnert es im Mai gar viel, hat der Bauer gewonnenes Spiel.
  15. Donnert es im Maien viel, hat der Bauer gewonnenes Spiel.
  16. Ein Bienenschwarm im Mai ist Wert ein Fuder Heu.
  17. Ein guter Mai fürwahr ist der Schlüssel zum ganzen Jahr.
  18. Erst Mitte Mai ist der Winter vorbei.
  19. Es ist kein Mai ein solcher Wicht, er bringt uns Blüt' und Licht.
  20. Fällt Reif am 1. Mai, bringt er im feld viel Segen herbei.
  21. Fröste im Mai gar schädlich sind, gut hingegen sind die Wind'.
  22. Frost im Mai schadet Wein, Hopfen, Bäumen, Korn und Lein.
  23. Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien Bauern und Winzer juchei.
  24. Gewitter, das der Mai gebracht, hat stets ein gutes Jahr gemacht.
  25. Gibts im Mai der Nebel viel, fehlts an Äpfel und Birnen  zum Spiel.
  26. Grün schmückt sich so Flur wie Au, fällt vom Himmel Maientau.
  27. Im Mai soll jedes Grasl ein Schaff Wasser kriegen.
  28. Im Mai viel Wind begehrt des Bauern Gesind'.
  29. Im Mai wächst Brot und Heu.
  30. Im Maien zartes Gras gibt Milch ohn' Unterlaß.
  31. Ist's im Mai kühl und naß, haben die Maikäfer keinen Spaß.
  32. Je mehr die Maikäfer verzerren, desto mehr wird die Ernte bescheren.
  33. Johannisnacht gesteckte Zwiebel, wird groß fast wie ein Butterkübel.
  34. Kühler Mai bringt viel Heu und Gestreu.
  35. Kühler Mai bringt allerlei, gut Geschrei, Gras und Heu.
  36. Kühler Mai, so die alte Regel, beschert viel Arbeit für Kelter und Flegel.
  37. Legst du mich im März, treibst du mit mir Scherz. Legst du mich im April, komm ich wann ich will. Legst du mich im Mai, komm ich eins, zwei, drei!
  38. Mai kühl und naß füllt dem Bauern Scheune und Faß.
  39. Mai ohne Regen fehlt's allerwegen.
  40. Maientau macht grüne Au; Maienfröste - unnütze Gäste.
  41. Maimond kalt und windig, macht Scheuer voll und pfündig.
  42. Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.
  43. Marienfrost Blüten und Früchten das Leben kost'.
  44. Nesseln wachsen im Mai ohne Saaten, ohne Pflug und Spaten.
  45. Nordwind im Mai - singt der Bauer juchhei.
  46. Nordwind im Mai, bringt Trockenheit herbei.
  47. Regen auf Walpurgisnacht hat nie ein gutes Jahr gebracht.
  48. Regen im Mai gibt für das ganze Jahr Brot und Heu.
  49. Regnet's am 1. Mai, regnet's die Gänse tot und den Kühen die Hungernot.
  50. Regnet es an Pfingsttag, dann bringt es Plag'.
  51. Scheint auf Himmelfahrt die Sonne, bringt der Herbst uns große Wonne.
  52. Schwärmt die Biene schon im Mai, gibt es ganz bestimmt viel Heu.
  53. Sind der Maikäfer und Raupen viel, steht eine reiche Ernte am Ziel.
  54. So wie der Mai werden Obst und Heu.
  55. Steht im Mai der Wind aus Süeden, ist uns Regen bald beschieden.
  56. Trockener Mai, Korn für alle.
  57. Trockener Mai - Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei.
  58. Viel Gewitter im Mai, singt der Bauer juchhei.
  59. Viel Regen im Mai, wenig Regen im September.
  60. Vom 8. bis 14. Mai müssen Bohnen und Gurken in den Boden nei'.
  61. Vor Nachtfrost sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist.
  62. Wenn der Mai ein Gärtner ist, dann ist er auch ein Bauer.
  63. Wenn die Kröten fleißig laufen, wollen sie bald Regen saufen.
  64. Wenn im Mai die Bienen schwärmen, kann der Bauer vor Freude lärmen.
  65. Wenn im Mai die Wachteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
  66. Wenn's im Mai viel donnert, gibt die Kuh Milch.
  67. Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.
  68. Wenn's Wetter gut am 1. Mai, gibt es viel und gutes Heu.
  69. Wer Hafer sät im Mai, der hat viel Spreu.
  70. Wer Hafer sät im Mai, der hat viel Spreu.
  71. Wie's Wetter an Kreuzfindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.
  72. Will der Mai ein Gärtner sein, trägt er nicht die Scheunen ein.
  73. Windet's am 1. Mai, dann das ganze Jahr.

Der heilige Florian, der große Frühlingsheilige, war ein hoher Beamter und Hauptmann im römischen Heer. Er erlitt nach der Legende den Märtyrertod durch ertränken in der Enns. Sankt Florian ist Schutzpatron der Feuerwehrmänner und der Schmiede. Er hilft Menschen auch  in Liebesnöten.
Die drei Eisheiligen wurden auch >>gestrenge Herren<<, die >>drei Gestrengen<< oder >>Eismänner<< genannt. Sie stehen symbolisch für die gefürchtete und brüchtete Frostgefahr, die Anfang Mai erwartet wird. Zu diesem Zeitpunkt kann die Temperatur bis unter Null sinken.
Die Eisheiligen werden nach fünf Heiligen benannt, deren Namenstage die katholische Kirche in dieser Zeit feiert. Das sind: Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophia (15. Mai) - im Volksmund auch "kalte Sophie" genannt.
Der Sophietag ist gefürchtet wegen des oft einsetzenden Regenwetters oder Kälterückfalls, weswegen der Tag oft auch >>nasse oder kalte Sophie<< genannt wird.
Besonders die Winzer haben sich seit jeher an den volkstümlichen Weinschutzpatron Sankt Urban mit der Bitte um Hilfe gewandt. Sonnenschein an diesem wichtigen Lostag beschert altem Glauben nach einen guten Jahrgang.
Die meteorologische Erklärung der Eisheiligen setzt an der mittleren Luftdruckverteilung an. Der relativ hohe Luftdruck bedeutet für Mitteleuropa trockene, meist kühle Winde aus Nord und Ost; dabei steigt die Tageshöchsttemperatur kaum über 15 Grad, in den klaren Nächten besteht Frost-, und besonders Bodenfrostgefahr, die ab der Monatsmitte abnimmt.
 

 

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