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Das Mondjahr 2006 
Der Mond ist von
angenehmer Farbe, ungleich dick, eine Zierde der Nacht, eine Mutter des Taus und
ein Geber der Feuchtigkeit, ein weibischer Planet. Er ist der unterste Planet
und vollendet seinen Lauf alle 28 Tage, 7 Stunden, 43 Minuten und wird unter
>> fortunas << gezählt.
Er ist kalt und feucht, doch etwas wenig warm dabei. Er macht die Menschen
unbeständig, doch arbeitsam, wie Schiffsleute, die gern reisen und unbeständig
im Leben sind. Er schützt Königinnen, Witwen, Mütter, Ehefrauen, das gemeine
Volk und alle die ständig unterwegs sind. Das sind Postreiter, Boten, Gesandte,
Landwanderer, Fischer, Kleingeister und alles, was viel Feuchtigkeit hat, also
das Meer und Wasserflüsse und dergleichen.
Der Mond regiert das Gehirn, das linke Auge der Männer und das rechte der
Frauen, den Magen, Bauch, die linke Seite, das Gedärm, die Blase, den Geschmack,
die Geburtsglieder, die Leber der Frauen.
Ungeziefer
Das Mondjahr hat nicht viele Frösche, Kröten, Schlangen, Heuschrecken, aber
ungewöhnlich viele Schmetterlinge, Raben, Würmer im Getreide und Mäuse vom
Sommer bis in den Winter, die dem Getreide großen Schaden anrichten.
Fische
In Bächen und Flüssen gibt es übergenug Fische, große Mengen Lachsforellen. Wenn
das Wasser zu sehr kräuselt, sollte man die Rute, Reuse und Netz zu Hause
lassen.
Krankheiten
Im Herbst grassieren hitzige und tödliche Fieber, das ganze Jahr hindurch die
anfallenden Krankheiten wie Gicht, Grimmen, Katarre, Weiberfluss, Milzsucht,
Wassersucht, phlegmatische Erkrankungen und Verstopfung der Adern. Besonders
aber Rotlauf, Seitenstechen und unerträgliches Reißen in den Lenden. Schafe und
Bienen sterben in diesem Winter dahin.
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