pfeilunten.jpg (824 Byte)   Lostage im November - Jagdmond                                                               

                    Monatsbild: Schütze
 
Der Name November leitet sich vom lateinischen Wort  >>novem<< (neun) ab, denn dieser Monat war der vorletzte der insgesamt zehn Monate der römischen Kalenderrechnung. Seit Karl dem Großen gibt es auch die germanisierten Begriffe wie Nebelmond oder Windmonat.

Schwendtag  ist am 12.November
Lostage  sind am 1., 2., 11, 15., 19., 21., 23., 25. und 30. November

1.11. Allerheiligen
  Allerheiligen bringen den Nachsommer.
  Allerheiligen bringt Sommer für alte Weiber, der ist des Sommers letzter Vertreiber.
  Allerheiligenreif macht zur Weihnacht alles starr und steif.
  An Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen.
  Altweibersommer tut nicht lang gut, und steht er auch in aller Heiligen Hut.
  Bringt Allerheiligen Sonnenschein, tritt ein schöner Nachsommer ein.
  Ist zum Allerheiligen der Buchen- und Birkenspan trocken,
müssen wir im Winter hinter dem Ofen hocken.
Ist aber der Span naß und nicht leicht,
so wird der Winter statt kalt lind und feucht.
  Nach der Allerheiligen-Messe, sind wir des Winters gewisse;
wenn er nicht kommen mag, dauert's bis Martinitag.
  Schnee am Allerheiligentag, selten lange liegen mag.
  Wenn's zu Allerheiligen schneit, dann lege deinen Pelz bereit. Regnet's aber an diesem Tag, viel Schnee im Winter kommen mag.
2.11 Allerseelen
  Der Allerseelentag will drei Tröpfle Regen han.
4.11 Karl
  Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit.
6.11. Leonhard
  Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre.
  Wie's Wetter an Lenardi ist, bleibt's bis Weihnachten gewiß.
11.11. Martin
  Bringt St. Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein.
  Hat Martini weißen Bart, wird der Winter lang und hart.
  Ist das Brustbein der Martingans weiß, so wird der Winter streng.
  Ist die Martinigans am Brustbein braun, wird man mehr Schnee als Kälte schau'n, ist sie aber weiß, so kommt weniger Schnee als Eis.
  Ist es um Martini trocken und kalt, so ist ein gelinder Winter zu hoffen.
  Ist es um Martini trüb, wird der Winter gar nicht lieb.
  Ist um St. Martin der Baum schon kahl, macht der Winter keine Qual.
  Nach Martini scherzt der Winter nicht.
  Sankt Martin reitet gern auf einem weißen Pferd.
  Sankt Martin setzt sich schon mit Dank zum warmen Ofen auf die Bank.
  St. Martin ist ein harter Mann für den, der nicht bezahlen kann. (Martinstag war früher Zahltag für Schulden)
  St. Martin kommt nach allen Sitten, gern auf den Schimmel angeritten.
  St. Martin macht Feuer im Kamin.
  St. Martin trüb macht den Winter lind und lieb; ist er aber hell, macht er Eis ganz schnell.St. Martin kommt nach allen Sitten,
  Wenn das Laub von Bäumen und Reben nicht vor Martini abfällt, ist ein kalter Winter zu hoffen.
  Wenn's Laub nicht vor Martini fällt, kommt eine große Winterkält.
  Wenn das Laub nicht vor Martini fällt, sich ein harter Winter hält.
  Wenn's um Martini regnet und bald darauf Frost einfällt, so bringt's der Saat Schaden.
  Wenn um Martini Nebel sind, so wird der Winter meist gelind; zieht die Spinne ins Gemach, kommt ihr gleich der Winter nach; hocken die Hühner in den Ecken, kommt der Winter mit Frost und Schrecken.
  Wolken am Martinitag, der Winter unbeständig werden mag.
15.11. Leopoldine, Leopold III
  Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold.
17.11 Gertrud
  Tummeln sich an Gertrud noch die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise.
19.11. Elisabeth
  Sankt Elisabeth sagt an, was der Winter für ein Mann.
21.11. Maria Opferung
  Mariä Opferung klar und hell, macht den Winter streng und ohne Fehl.
  Mariä Opferung hell und rein bringt einen harten Winter ein.
  Wenn an Mariä Opferung die Bienen fliegen, werden ein Hungerjahr wir kriegen.
23.11. Clemens
  Dem heiligen Klemens traue nicht, den selten hat er ein mild Gesicht.
25.11. Katharina
  Die heilige Kathrein läßt den Winter ein.
  Kathrein stellt den Tanz ein.
  St. Katharinenschnee tut Kohl und Samen weh.
  Wie an St. Kathrein, wird's auch an Neujahr sein.
  Wie das Wetter zu Sankt Kathrein, wird auch der nächste Hornung sein.
  Wie es um Katharina, trüb oder rein, so wird der nächste Februar sein.
26.11. Konrad
  Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad, weil er Wasser hat.
27.11 Virgil
  Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muß.
30.11. Andreas
  Andreasschnee, bleibt 100 Tage liegen und erstickt das Getreid.
  Andreasschnee tut Korn und Weizen weh.
  Hält Sankt Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.
  1. Allerheiligenreif macht zur Weihnachtszeit alles steif.
  2. An Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen.
  3. Baumblüt im November gar, noch nie ein gutes Zeichen war.
  4. Blühn im November die Bäume aufs Neu, dann währet der Winter bis zum Mai.
  5. Bringt November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.
  6. Der Allerseelentag will drei Tropfen Regen haben.
  7. Der Mai kommt so gezogen, wie der November verflogen.
  8. Der rechte Bauer weiß es wohl, daß im November man wässern soll.
  9. Donnert's im November gar, so folgt ihm ein gesegnet Jahr.
  10. Fällt im November das Laub zu Erden, wird's ein guter Sommer werden.
  11. Friert im November früh das Wasser, dann wird der Januar um so besser.
  12. Haben die Hasen ein dichtes Fell, wird der Winter ein harter Gesell.
  13. Hängt das Laub bis in den November rein, wird der Winter ein langer sein.
  14. Hat der November einen weißen Bart, dann wird der Winter lang und hart.
  15. Hat der November zum Donnern Mut, wird das nächste Jahr wohl gut.
  16. Im November Mist fahren, soll das Feld vor Mäusen bewahren.
  17. Im November viel Naß - auf der Wiesen viel Gras.
  18. Ist Allerheiligen Sonnenschein, wird Martini um so kälter sein.
  19. Ist der November kalt und klar, wird trüb und mild der Januar.
  20. Ist der November kalt und starr und fest, sich große Kälte erwarten läßt.
  21. Ist im November die Buche im Saft, viel Nässe dann der Winter schafft.
  22. Ist im November die Buche klar, ist trüb und mild der Januar.
  23. Je mehr Schnee im November fällt, umso fruchtbarer wird das Feld.
  24. Kalter November und fruchtreif' Jahr, sind vereinigt immerdar.
  25. Kommen des Nordens Vögel an, zeigt er starke Kälte an.
  26. Läßt der November viel Füchse bellen, wird der Winter viel Schnee bestellen.
  27. Magere Gans und herber Wein, Gott behüt uns vor den zwei'n.
  28. November - Morgenrot mit langen Regen droht.
  29. November hell und klar, ist übel fürs nächste Jahr.
  30. November tritt so hart herein, muß nicht viel dahinter sein.
  31. November trüb und feucht, dann ist gewiß der Winter leicht.
  32. November warm und klar, wenig Sorgen im nächsten Jahr.
  33. Novemberdonner hat die Kraft, daß er viel Getreide schafft.
  34. Novemberdonner schafft guten Sommer.
  35. Novemberschnee auf nassem Grund, bringt gar schlechte Erntestund'.
  36. Novemberschnee tut den Saaten weh.
  37. Novemberwasser auf den Wiese, dann wird das Gras im Lenze sprießen.
  38. Novemberwind scheut Schaf und Rind.
  39. Schnee am Allerheiligentag gar nicht lange liegen mag.
  40. Schneit's im November gleich, so wird der Winter weich.
  41. Sitzt im November das Laub fest an den Ästen, kommt bald der Winter mit strengen Frösten.
  42. Sitzt November fest im Laub, wird der Winter hart, das glaub.
  43. Steht im November der Buche Holz im Saft, so wird der Regen stärker als der Sonne Kraft.
  44. Um Allerseelen kalt und klar, macht auf Weihnacht alles starr.
  45. Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.
  46. Viel Novemberschnee - viel Korn und Klee.
  47. Viel Regen im November, viel Wind im Dezember.
  48. Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.
  49. Wenn der November regnet und frostet, dies der Saat das Leben kostet.
  50. Wenn im Nebelmond noch die Mücken reigen, wird ein milder Winter sich zeigen.
  51. Wenn im November der Donner rollt, wird dem Getreide Lob gezollt.
  52. Wenn im November der Schornstein raucht, wird in der Küche viel Holz verbraucht.
  53. Wenn im November die Sterne stark leuchten, so bedeutet das Kälte.
  54. Wenn im November die Wasser schwellen, gibt's im Frühling viel Wellen.
  55. Wenn im November die Wasser steigen, so werden sie sich im ganzen Winter zeigen.
  56. Wenn um Martini Nebel sind, so wird der Winter meist gelind.
  57. Wenn viele Spinnen kriechen, sie schon den Winter riechen.
  58. Wenn's Unwetter im November nicht will, kommt es sicher im April.
  59. Wer im Herbst hell' Wetter will, hat der Winde im Winter viel.
  60. Wie der November, so der nächste März.
  61. Wie der Wolfmonat (November) wittert, so wittert auch der März.
  62. Wie sich der 21.11. anläßt, so soll der ganze Winter beschaffen sein.  

1. November Allerheiligen
Das Allerheiligenfest wird seit dem 9. Jahrhundert am 1. November gefeiert. An diesem Tag gedenkt die Christenheit der Erlösung der Heiligen und Seelen. Der Volksglaube besagt, daß mit dem Zwölf-Uhr-Läuten die armen Seelen freigesetzt wurden und dorthin zurückkehren, wo ihre sterbliche Hülle einst wirkte. Mit dem Angelusläuten jedoch mußten sie wieder ins Fegefeuer zurück. Mancherorts wurden an diesem Tag sogar Reisevorräte mit aufs Grab gelegt: Brot, Wein und Bohnen.
2. November Allerseelen
Seit dem 10./11. Jahrhundert wird zum heutigen Datum das Fest Allerseelen gefeiert. Ursprünglich beging man allerdings Allerheiligen und Allerseelen an einem einzigen Tag. Heute ist es an beiden Feiertagen Brauch, daß die Familien gemeinsam zum Friedhof gehen, um ihre Toten zu gedenken.
3. November Hubert
Am Festtag des heiligen Hubertus ist es seit vielen Jahrhunderten üblich eine Treibjagd auf Sauen oder Hasen abzuhalten.
Vielerorts wurde vor derartigen Jagden auch ein Gottesdienst zu Ehren dieses Heiligen gehalten, die sogenannte Hubertusmesse.
4. November Karolus
Ist die Kurzform von Karl Borromäus. Benannt nach ihm ist der Borromäusverein, der sichum die Verbreitung religiöser Literatur kümmert.
6. November Leonhard
Am Festtag des volkstümlichen Heiligen Leonhard, der Patron vor allem des Viehs, der Pferde und der Landwirtschaft ist, finden vielerorts Pferdeumritte und Viehsegnungen statt. Zum Schutz von Stall und Vieh werden Votivtafeln mit seinem Bild an die Stalltüren genagelt.
11. November Sankt Martin
Der heilige Martin von Tours lebte im 4. Jahrhundert. Ursprünglich römischer Soldat wurde er in Gallien getauft, trat in einen Mönchsorden ein und wurde beinahe wider Willen zum Bischof von Tours ernannt. Eine sehr bekannte Legende erzählt, daß er bei einem Ritt über Land in einer eiskalten Nacht mit einem Bettler seinen Mantel teilte, und daß ihm in der nächsten Nacht Christus erschien, der mit diesem Mantel bekleidet war.
Nach alter Tradition wird am Martinstag das Vieh ein letztes Mal auf die Weide getrieben, das bäuerliche Arbeitsjahr geht damit zu Ende.

15. November heilige Leopold
Der Legende nach soll dem heiligen Leopold, dessen Namen heute geehrt wird, zufällig auf der Jagd über dem Hochzeitschleier der heiligen Agnes in einem Holunderbusch die Gottesmutter erschienen sein.
18. November Odo
Odo, dessen heute gedacht werden soll, war um 940 der Mittelpunkt einer christlichen Reformbewegung im französischen Cluny. Heute gilt er als Patron der Musiker, als Helfer gegen Dürreperioden und Garant für ausreichenden Regen.
19. November Sankt Elisabeth
Elisabeth von Thüringen lebte im 13. Jahrhundert. Die Landgräfin kümmerte sich aufopfernd um die Armen. Nach dem Tod ihres Mannes trat sie in den Franziskanerorden ein.
Teilweise wird noch an dem alten Brauch festgehalten, am Beisetzungstag der heiligen Elisabeth (Patronin der Caritas) Gaben zu sammeln und an bedürftige Menschen zu verteilen.
20. November Korbinian
Der Mönch Korbinian wurde im 7. Jahrhundert bei Chartres geboren, ging aber später als Missionar nach Bayern. Er gründete eine Kirche für den heiligen Stephan. Die spätere Abtei Weihenstephan und wurde erster Bischof von Freilassing. Seine Gebeine befinden sich noch heute im Dom von Freising.
23. November heiliger Klemens
An Klemens Romanus, dem dritten Nachfolger Petrus' gewidmeten Festtag sollen alten Überlieferungen zufolge alle Schiffe den Hafen aufsuchen, um vor Unheil geschützt zu sein. Früher war dieses Datum zudem der letzte Tag des Kirchemjahres, an dem Kindern und Jugendlichen noch Vergnügungen vor der Adventzeit gestattet waren.
25. November heilige Katharina
Der Legende zufolge war die heilige Katharina eine ungewöhnlich schöne und gelehrte junge Adelige, die selbst andersgläubige Philosophen zum Christentum bekehrte. Ihr Gedenktag ist auch der Lostag für das Wetter des kommenden Winters. Der Katharinentag war der letzte Tag vor dem Advent, an dem Lustbarkeiten erlaubt waren. Deshalb auch der Brauch des Katharinentanzes.
Nach dem heutigen Tag waren alle Tanzveranstaltungen und andere Vergnügen verboten.
26. November heilige Konrad
Der Legende nach wanderte der heilige Konrad von Konstanz über das Wasser des Bodensees. Er wird als Patron von Freiburg und Konstanz angerufen.
30. November, Andreasnacht.
Die Andreasnacht war für heiratswillige Mädchen eine wichtige Losnacht, in der sie durch allerlei Zauber herausfinden wollten, wann sich ein Bräutigam einstellen würde.

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