Lostage
im Oktober
- Weinmond

Erst nach der Hinzufügung von
Januar und Februar in die römische Zeitrechnung
rückte der Oktober an die zehnte Stelle des kalendarischen Systems. Zuvor war
er die Nummer acht, was auch in seinem Namen zum Ausdruck kommt: >>octo<<
ist der lateinische Begriff für die Zahl Acht. Unter Karl dem Großen erhielt
der Oktober die Bezeichnung Weinlesemonat.
Der Oktober galt früher
als günstigster Monat für Heilverfahren, wie Aderlass oder Badekuren.
Oft tritt im Oktober
während klarer, windschwacher Nächte der erster Bodenfrost auf. Auch die
Lufttemperatur einige Meter über dem Boden liegt dann nur noch wenig über null
Grad oder es gibt hier ebenfalls schon leichten Frost. Vielerorts beginnt im
Oktober die Heizperiode.
Schwendtage
sind am 3., 6., 11.Oktober
Lostage
sind am 2., 8., 9., 15., 16., 21., 23., 28. und 31. Oktober
| 1.10 |
Remigius |
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Regen an Sankt
Remigius bringt den ganzen Monat Verdruß. |
| 2.10. |
Luitgar, Leodegar |
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Laubfall an Leodegar
kündigt an ein fruchtbar Jahr. |
| 8.10. |
Pelagius |
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Sankt Pelei führt
Donner und Hagel herbei. |
| 9.10. |
Dionysius |
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Regnet's an Sankt
Dionys, wird der Winter naß gewiß. |
| 14.10 |
Sankt Burkhard |
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Sankt Burkhard Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein |
| 15.10. |
Therisia,
Hedwig |
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Zu Theres beginnt
die Weinles'. |
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An Hedwig bricht der
Wetterlauf und hört das gute Wetter auf. |
| 16.10. |
Gallus |
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Am St.
Gallustag, den Nachsommer man erwarten mag. |
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Galliwein
- Sauerwein, Galliwein - Bauerwein. |
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Hedwig
und St. Galle, macht das schöne Wetter alle. |
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Ist
St. Gall' trocken, so folgt ein Sommer mit nassen Socken. |
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Mit Sankt Hedwig und
Sankt Gall schweigt der Vögel Sang und Schall. |
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Muß
Gallus Buttenträger sein, ist's ein böses Zeichen für den Wein. |
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Sankt Gall treibt
die Kuh in den Stall. |
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Sankt Gallen läßt
den Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und den Apfel in den Sack. |
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Sankt Gal erntet die
Rüben all'. |
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Trocken
am St.-Gallus-Tag, verkündet einen trockenen Sommer. |
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Wenn
an Sankt Gallus Regen fällt, der Regensich bei Weihnachten hält. |
| 18.10 |
Lukas |
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Am
St.-Lukas-Tag soll das Winterkorn schon in die Stoppeln gesät sein. |
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Ist Sankt Lukas mild
und warm, kommt ein Winter, daß Gott erbarm! |
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Sankt Lukas
Evangelist bringt Spätroggen ohne Mist. |
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Wer an Lukas Roggen
streut, es im Jahr drauf nicht bereut. |
| 19.10 |
Kirchweih |
| 21.10 |
Ursula |
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Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein. |
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Sankt Ursula Beginn
zeigt auf den Winter hin. |
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Ursula bringt's
Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda (28. Oktober) drein. |
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Ursula räumt's
Kraut rein, sonst schneit's drein. |
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Wie
der St.-Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen sein. |
| 23.10 |
Severin |
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Wenn's Sankt Severin
gefällt, bringt er die erste Kält'. |
| 25.10. |
Krispin,
Krispinian |
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Mit Krispin sind
alle Fliegen dahin. |
| 28.10. |
Simon, Judas Th. |
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Simon und Judas,
diese zwei. bringen oft schon Schnee herbei. |
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Sankt Simon Jüd
bringt den Winter unter die Hüt'. |
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Wenn Simon und Juda
vorbei, rücket der Winter herbei. |
| 31.10. |
Wolfgang |
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Sankt
Wolfgang Regen,
verspricht ein Jahr voll Segen. |
- Am
Tage von Sankt Krispin sind die letzten Fliegen dahin.
- Bleibt's
Laub am Ast, viel Ungeziefer zu fürchten hast.
- Bringt
der Oktober viel Regen, ist's für die Felder ein Segen.
- Bringt Oktober Frost und Wind, wird der Januar gelind.
- Bringt
Oktober noch Gewitter, ist der Winter nur ein Zitter.
- Bringt der Oktober Schnee und Eis, ist's schwerlich im Januar kalt und weiß.
- Dies ist ein hartes Winterzeichen, will's Laub nicht von den Bäumen weichen.
- Durch
Oktobermücken laß dich nicht berücken.
- Ein
guter Herbst macht Verschwender, ein böser - Haushälter.
- Ein
kalter Oktober den Bauern freut, bringt den bösen Raupen leid.
- Einen
Oktoberhimmel voll Stern' hat warme Öfen gern.
- Fällt im Wald das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell.
- Fällts
Buchenlaub früh und schnell, wird der Winter streng und hell.
- Gewitter
im Oktober künden, daß Du wirst nassen Winter finden.
- Hält
der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang.
- Hält
der Oktober das Laub, wirbelt an Weihnacht der Staub.
- Hat
der Oktober viel Regen gebracht, hat er die Gottesäcker bedacht.
- Herrscht
im Oktober zuviel die Sonn', hat in der Fasnacht die Kält' ihr Wonn'.
- Im
Oktober der Nebel viel, bringt der Winter Flockenspiel.
- Im
Oktober Sturm und Wind uns einen frühen Winter künd'.
- Im
Oktober viel Nebel auf der Höh bringen im Winter viel Schnee.
- Ist
der Oktober kalt und klar, erfrieren die Raupen fürs nächste Jahr.
- Ist
der Oktober kalt, macht er den Raupenfraß Halt.
- Ist
der Oktober naß und kühl, mild der Winter werden will.
- Ist
im Oktober das Wetter hell, bringt es her den Winter schnell.
- Laß
dich durch Oktobermücken hoffnungsselig nicht berücken.
- Nach
Sankt Hedwig und Sankt Gall schweigt der Vögel Sang und Schall.
- Nichts
kann mehr vor Raupen schützen als Oktobereis in Pfützen.
- Nordlicht im Oktober, glaube mir, verkündet harten Winter dir.
- Oktober
kalt - Januar warm.
- Oktober
und März gleichen sich allerwärts.
- Oktober,
der fröhliche Wandersmann, er pinselt Wald, Weide und Hecken an.
- Oktoberhimmel
voller Sterne hat warme Öfen gerne.
- Oktobernordlicht,
glaub es mir, verkünden harten Winter dir.
- Oktoberregen verspricht ein Jahr voller Segen.
- Oktoberschnee
tut Pflanz' und Tieren weh.
- Oktobersonne kocht den Wein und füllt auch große Körbe ein.
- Oktobersonne - Winzers Wonne.
- Oktobersonnenschein
schüttet Zucker in den Wein.
- Oktoberwind,
das glaube mir, kündet einen harten Winter dir.
- Regen am Sankt-Wolfgangstag gut für das Jahr sein mag.
- Scharren
die Mäuse tief sich ein, wird ein harter Winter sein.
- Schneit
es im Oktober gleich, wird der Winter weich.
- Sitzt im Oktober das Laub am Baum, kommt ein strenger Winter kaum..
- Späte
Rosen im Blumengarten, lassen den Winter ziemlich warten.
- Trägt
der Has' im Oktober sein Sommerkleid, so ist der Winter wohl noch weit.
- Viel
Nebel im Oktober - viel Schnee im Winter.
- Von
Oktobermücken laß dich nicht berücken.
- Warmer
Oktober bringt fürwahr einen sehr kalten Februar.
- Wenn
die Bäume zweimal blühen, wird sich der Winter bis Mai hinziehen.
- Wenn die Blätter abfallen beizeit', verspricht'sauf Jahre viel Fruchtbarkeit.
- Wenn der Zugvogel im Oktober zeitig geht, naher Winter vor der Türe steht.
- Wenn
Frost und Schnee im Oktober war, so gibt es einen gelinden Januar.
- Wenn
im Moor viel Irrlicht steh'n, wird das Wetter lange schön.
- Wenn
im Oktober die Eiche ihr Laub behält, so folgt ein Winter mit strenger Kält.
- Wenn's
im Oktober donnert, so kommt ein Sudelwinter.
- Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.
- Wenn's
im Oktober und wetterleucht', der Winter dem April an Launen gleicht.
- Wenn's
im Oktober wettert und leuchtet, viel Regen noch den Acker feuchtet.
- Wie
der Oktober wittert, so der März ausfüttert.
- Wie
im Oktober die Regen hausen, so im Dezember die Winde brausen.
- Zu
Ende Oktober Regen, bringt ein fruchtbar Jahr zugegen.
Der 2.
Oktober ist das Fest der heiligen Engel ist das fest der heiligen
Engel, der Schutzengel, der Booten des Lichts. Es war einst der Tag, an dem die
gläubigen Menschen ihren Schutzengel für Beistand und Hilfe bedankten und um
Verzeihung baten für jene Momente, in denen sie ihren Rat nicht annahmen oder
in den Wind schlugen.
4.Oktober Franz von Assisi
Franz von Assisi, an dessen Leben
und Wirken heute erinnert wird, lebte im 12. Jahrhundert. Der Sohn eines reichen
Tuchhändlers hat einer der vielen Legenden zufolge im Kuß eines Aussätzigen
eine mystische Begegnung mit Christi gesehen. Außerdem soll er in der Lage
gewesen sein, mit den Vögeln zu sprechen.
Dionysius zählt zu den 14 Nothelfern.
Er wird als Bischof mit dem Kopf in seinen Händen dargestellt, denn er wurde im
3. Jahrhundert enthauptet. Der Heilige hilft bei Kopfweh und Gewissensnöten. Der heilige Dionysius war im 3. Jahrhundert Bischof von Paris. Er starb wahrend der Christenverfolgung. An seiner Grabstätte wurde die Kirche St. Denis gebaut.
25.
Oktober Krispin und Krispinian Krispin und Krispinian, Brüder aus vornehmer römischer Familie, waren der
Überlieferung zufolge Schuhmacher im Rom des dritten Jahrhunderts. Sie starben
den Märtyrertod. Der Legende nach haben sie für die Armen unentgeltlich Schuhe
hergestellt. Dem Feiertag ihrer Patrone gedenken heute die Schuhmacher, Gerber
und Sattler, die Weber und Schneider.
Die schlesische Herzogin Hedwig wurde wegen ihrer
Frömmigkeit und Mildtätigkeit verehrt. Sie ist Patronin Schlesiens und Polens
sowie die Schutzheilige der Brautleute.
Theresia von Avila ist eine der großen
Frauenfiguren der katholischen Kirche. Sie wurde 1515 im spanischen Avila
geboren und gründete nach ihren Beitritt zu den Karmeliterinnen insgesamt über
30 Klöster. Sie gründete den Orden Unbeschuhten Karmeliten.
Der Ehrentag des Gallus ist ein wichtiger
Lostag im Jahreslauf. Er war ein Zeichen für den nahen Winter. Daher wurde das
Wetter an diesen Tag besonders beobachtet. Ab dem Gallustag wurde früher das Vieh geschlachtet. Die Temperaturen waren nun niedrig genug, dass Fleisch nicht mehr verdarb.
Der Evangelist Lukas wirkte im 1. Jahrhundert
als Arzt in Syrien, bevor er sich um das Jahr 50 dem Apostel Paulus anschloss
und ihn auf seinen Reisen begleitete. Der heilige Lukas ist der Schutzpatron des Viehs. Früher gab man den Tieren geweihte Lukaszettelchen unter das Futter, um Krankheiten fernzuhalten.
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