pfeilunten.jpg (824 Byte)   Pflanzen      Die Blumenuhr                                                                                                                             

  1. Aprilflöckchen bringen Maiglöckchen.
  2. Baumblüten im Spätjahr, deuten auf ein gut' Jahr.
  3. Baumblüte spät im Jahr, nie ein gutes Zeichen war.
  4. Blühn im November die Bäume aufs Neu, dann währet der Winter bis zum Mai.
  5. Blüh'n die Disteln reich und voll, ein schöner Herbst dir blühen soll.
  6. Blüht im Mai die Eiche vor der Esche, gibt's noch eine große Wäsche; Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine schöne Bleiche.
  7. Blumenkohl im Mai gibt Köpfe wie ein Ei.
  8. Der Hafer ist der Docktor fürs Land.
  9. Der Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber dem Magen keine Früchte.
  10. Dies ist ein hartes Winterzeichen, will's Laub nicht von den Bäumen weichen.
  11. Eine Kornähre ist mehr wert als zehn Rosen.
  12. Ein Winter ohne Schnee, tut den Bäumen weh.
  13. Es ist übel Obst, das nicht zeitig werden will.
  14. Fällt am Rosenmontag Schnee, rufen die Apfelbäum' Juchhe.
  15. Fastnacht schön - Blümlein bald erstehn.
  16. Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang.
  17. Halten die Birken und Weiden das Wipfellaub lange, ist zeitiger Winter und gutes Frühjahr im Gange.
  18. Hängt die Birne fest am Stiel, bringt der Winter viel.
  19. Hängt zur Weihnacht Eis von den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen schneiden.
  20. Hängt's Laub in den November rein, wird der Winter lange sein.
  21. Im April wächst das Gras ganz still.
  22. Im Herbst muß man nicht mehr von Rosen und Tulpen träumen.
  23. Jetzt muß der Hollunder sprossen, sonst wird des Bauern Mien' verdrossen.
  24. Lerchen und Rosen bringen des Frühlings Kosen.
  25. Regnet's in die Hopfenstecken, wird das nächste Bier nicht schmecken.
  26. Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
  27. Sitzen die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.
  28. Sollen die Obstbäum' reichlich tragen, muß der August viel Hitze haben.
  29. Späte Rosen im Garten, schöner Herbst und der Winter läßt warten.
  30. Steigt der Saft in die Bäume, erwachen die Frühlingsträume.
  31. Treibt die Eiche vor der Esche, ist der Sommer eine Wäsche.
  32. Treibt die Esche vor der Eiche ist der Sommer eine Bleiche.
  33. Viele Buchnüsse und Eicheln, dann wird der Winter auch nicht schmeicheln.
  34. Viele Haselnüsse bringen einen frühen Winter.
  35. Viele Rosen - scharfes Wintertosen.
  36. Von wilden Blümlein die roten und Spechte sind Frühlingsboten.
  37. Wenn der Hollunder blüht, sind die Hühner müd'.
  38. Wenn die Apfelbäum blühn, soll der Ofen glühn.
  39. Wenn die Aprikosen blühen in Pracht, ist der Tag so lang wie die Nacht.
  40. Wenn die Blätter spät fallen, kommen sie wieder früh.
  41. Wenn die Bucheckern geraten wohl, Nuß- und Eichbaum hängen voll, so folgt ein harter Winter drauf und fällt der Schnee in großen Hauf.
  42. Wenn die Eichen viel Früchte tragen, wird ein langer Winter tagen.
  43. Wenn die Erdbeeren geraten, so geraten die Trauben.
  44. Wenn die Esche Knospen trägt, gibt es keinen Frost mehr.
  45. Wenn die Gerste fällt, bekommt der Bauer Geld.
  46. Wenn's viel Eicheln gibt, fällt um Weihnacht viel Schnee.
  47. Werden früh die Wieen bunt, labt ein edler Wein den Mund.
  48. Wie der Hollunder blüht, so blüht der Wein.
  49. Viel Hopfen, viel Korn, viel Speis und Trank und Gott dem Herrn verdoppelten Dank.
  50. Wie der Hollunder blüht, Rebe auch und Lieb' erglüht. Blühen beid' im Vollmondschein,gibt's viel Glück und guten Wein.
  51. Will das Laub nicht gern von den Bäumen fallen, so wird ein kalter Winter erschallen.
  52. Wird das Obst sehr langsam reif, gibt's im Winter statt Eis nur Reif.

Pflanzen als Wetterpropheten

Wer sich mit der Natur auskennt, erkennt im Verhalten von Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen, wann sich das Wetter verändern wird, ob ein Gewitter im Anzug ist, wann man mit dem langersehnten Regen rechnen kann oder ob eine Schönwetterperiode bevorsteht. Weil Pflanzen an den Ort, an dem sie wachsen, fest gebunden sind, müssen sie sich mehr als jedes andere Lebewesen an das jeweils herrschende Wetter und Klima ihrer Umgebung anpassen. Das lässt treffende Beobachtungen und Prognosen zu. Bäume sind wahre Wetterpropheten und unfehlbare Ratgeber.

Die BLUMENUHR

Am Öffnen und Schließen der Blüten verschiedener Blumen kann man die Tageszeit ablesen. Früher haben sich die Bauern auf dem Feld nach dem Bocksbart gerichtet, denn eine Taschenuhr trug man nur an Festtagen. Schloss der Bocksbart seine Blüten, wurde Mittagspause gemacht. Die angegebenen Monate nennen die Blütezeiten

     Es öffnen sich

um 6 Uhr Zaunwinde Juni bis September
  Gelbrote Taglilie Juli
um 7 Uhr Weiße Seerose Juni bis Oktober
  Ringelblume Juni bis Oktober
um 8 Uhr Habichtskraut Juni bis Juli
  Gauchheil Juni bis Oktober
um 9 Uhr Ringelblume (bei trüben Wetter) Juni bis Oktober
  Pfingstnelke Juni bis September
um 10 Uhr Malve Juli
  Stockrose Juli bis September
um 11 Uhr Tigerblume Juli bis September
  Stern von Bethlehem April bis Mai
um 16 Uhr Wunderblume Juni bis Oktober
um 18 Uhr Nachtkerze Juni bis September

     Es schließen sich                                Für die Sommerzeit eine Stunde dazurechnen

um 12 Uhr Gemeine Wegwarte Juli bis September
  Bocksbart Mai bis Juli
um 13 Uhr Pfingstnelke Juni bis September
  Lungenkraut März bis Mai
um 14 Uhr Ringelblume Juni bis Oktober
  Roter Spärkling Mai bis September
um 15 Uhr Wurmlattich Juli bis August
  geflecktes Ferkelkraut Mai bis August
um 16 Uhr Gauchheil Juni bis Oktober
  Zaunwinde Juni bis September
um 17 Uhr Weiße Seerose Juni bis Oktober

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