pfeilunten.jpg (824 Byte)    Das Wetter
  

Wetterregeln für die Kar- und Ostertage                                                                                            

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Die Sonne hat noch keinen Bauer aus seinen Hof hinausgeschienen, aber's Wasser schon manchen hinausgeschwemmt.

's Weda und d' Leit haum oft mitanand Streit.
Aft denkt sö da Herrgott "1atzt is's aba gnua"
schickt sei Lächeln als Sunn daun is wieda a Ruah.

Eine Lerche, die singt, noch keinen Sommer bringt.
doch rufen Kuckuck und Nachtigall, so ist es Sommer überall.

Ist der Ring nah' dem Mond, uns der Regen noch verschont;
ist der Ring aber weit, hat er Regen im Geleit.

Kräht der Hahn auf dem Mist, das Wetter im Wechsel ist;
kräht er auf dem Hühnerhaus, hält das Wetter die Woche aus.
Die Regel vom "Hahn auf dem Mist" ist durchaus sinnvoll: Er setzt sich nämlich dann auf den Misthaufen, wenn herannahender Regen die Würmer hervorlockt.

  1. Abendrot - Gutwetterbot' - Morgenrot mit Regen droht.
  2. Abendrot bei West gibt dem Frost den Rest.
  3. Abendrot und Morgenhell sind ein guter Wettergesell.
  4. Abendrot, morgen Not.
  5. Abendröte bei West, gibt den Frost den Rest.
  6. Alle bösen Wetter klaren am Abend.
  7. Alltäglicher Regen ist ungelegen; zuweilen ein Regen ist ein Segen.
  8. Auf dicke Wolken folgt schweres Wetter (Ein Unwetter zieht herauf)  
  9. Auf die schönsten Sommertage folgen die größten Wetter.
  10. Auf einen heißen Sommer folgt ein strenger Winter.  
  11. Auf einen trüben Morgen folgt ein heiterer Tag.
  12. Auf gut Wetter vertrau', beginnt der Tag nebelgrau.
  13. Auf gut Wetter vertrau', beginnt der Tag nebelgrau.
  14. Aus einer großen Wolke kommt oft nur ein kleiner Regen.
  15. Aus hellen Himmel blitzt es nicht.
  16. Bei rotem Mond und hellen Sterne, sind Gewitter gar nicht ferne.
  17. Besser ein ordentlicher Regen, als ein stetes Tröpfeln.
  18. Bis die Höhlen dreimal mit Schnee gefüllt sind, weht immer noch Westwind.
  19. Blasser Mond bringt Regen, roter Wind, weißer helles, klares Wetter.
  20. Bläst im April der Nord, so dauerts gute Wetter fort.  
  21. Blitze können nicht zielen.   
  22. Das Wetter erkennt man am Winde wie den Herrn am Gesinde.
  23. Der Abend rot, der Morgen grau gibt das schönste Tagesblau.   
  24. Der Föhn macht das Wetter schön; wenn er vergohd, fällt er ins Kot.
  25. Der Morgen grau, der Abend rot ist ein guter Wetterbot'
  26. Der Nebel, wenn er steigend sich erhält, bringt Regen, doch klar Wetter wenn er fällt.
  27. Der Nordwind ist ein rauher Vetter, doch er bringt beständig's Wetter.
  28. Der Schnee, den der Lenz entfernt, der verspricht eine reiche Ernt'.
  29. Der schönste Tag beginnt mit einer stillen Morgenröte.
  30. Donner im April viel Gutes will.
  31. Donner im Winterquartal, bringt uns Kälte ohne Zahl.   
  32. Donner über dem kahlen Baum, bedeutet kein gut Frühjahr.
  33. Donnert's durch den kahlen Wald, wird's noch mal sehr kalt.
  34. Dreht mehrmals sich der Wetterhahn, so zeigt er Sturm und Regen an.
  35. Dunkle Wolken verkünden Regen.
  36. Ein Donner macht mehr Getümmel als zehn Blitze.
  37. Ein Gewitter kommt, wenn es sehr heiß ist und die Sonne sticht.
  38. Ein guter Tau ist so viel Wert wie ein schlechter Regen.
  39. Ein Harnisch zieht den Blitz mehr als ein Kittel.
  40. Ein kleiner Regen dämpft ein großes Gewitter.
  41. Ein Pfenniglicht schützt so gut vor Blitz als eine Talerkerze.
  42. Ein Regenjahr ist kein Segenjahr.
  43. Ein rechtschaffener Blitz spaltet Felsen.
  44. Ein Tag Regen tränkt sieben dürre Wochen.
  45. Ein Winter ohne Schnee, tut den Bäumen weh.
  46. Entsteigt der Rauch gefror'nen Flüssen, so ist auf lange Kälte zu schließen.
  47. Es donnert selten beim schönen Wetter.
  48. Es ist vorhanden Regen viel, wenn der Rauch nicht aus dem Hause will.
  49. Es trifft nicht jeder Blitz.
  50. Fallender Nebel und Nebelregen schönes Wetter zu machen pflegen.
  51. Fällt kein Tau, so steht Regen bevor.
  52. Fällt morgens Regen wie feiner Staub, an gut Wetter glaub'.
  53. Flimmende Sterne bringen Wind recht gerne.
  54. Früher Sonnenschein - bringt abends Regen ein.
  55. Frühregen entweicht, eh' die Uhr auf zwölfe zeigt.
  56. Frühregen und Gäste bleiben selten über Nacht.
  57. Frühvogelsang macht den Winter lang.  
  58. Geht der Fisch nicht an die Angel, ist an Regen bald kein Mangel. 
  59. Geht die Sonne feurig auf, folgen Wind und Regen drauf.
  60. Gewitter in der Vollmondszeit verkünden Regen lang und breit.
  61. Gewitter ohne Regen ist ohne Segen.
  62. Gewitter wird erwartet, wenn Morgennebel über die Felder zieht.
  63. Gibt Ring oder Hof sich Sonn' oder Mond, bald Regen und Wind uns nicht verschont.
  64. Glücklich das Land, wo die Wolken wintern.
  65. Grasmücken, die fleißig singen, wollen uns den Frühling bringen.
  66. Grauer Morgen - schöner Tag.
  67. Grollt der Donner über'n kahlen Wald, wird's noch einmal bitter kalt.
  68. Gut' Wetter, das kommt über Nacht, hat's im Sommer nie weit gebracht.
  69. Hagel im Feld - bringt Kält'.
  70. Hat der Berg ein' Hut, wird das Wetter gut. Trägt er einen Degen, gibt es einen Regen.
  71. Hat der Mond einen Hof, so gibt es schlecht Wetter.
  72. Häufig starker Tau hält den Himmel blau.
  73. Helle Wolken wenig Regen; schwarze Wolken bringen Segen.
  74. Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh'.
  75. Hof um den Mond bedeutet Regen, Hof um die Sonne große Stürme.
  76. Hohe Häuser trifft der Blitz zuerst.
  77. Höhenrauch im Sommer, ist der Winter kein frommer.
  78. Im Juni ein Gewitterschauer macht das Herz gar froh dem Bauer.
  79. Ist im Herbst das Wetter hell, bringt es Wind und Winter schnell.
  80. Je drei Tag Sonne und ein Tag Regen gleicht aus in Höh' und Niedrung den Segen.
  81. Je dunkler die Nacht, je schöner der Tag.
  82. Je länger der Tag desto kürzer der Faden.
  83. Je mehr Donnerwetter, je fruchtbarer das Jahr.
  84. Je weißer die Schäfchen am Himmel gehen, desto länger bleibt das Wetter schön.
  85. Kiebitz tief und Schwalbe hoch, bleibt trocken Wetter noch.
  86. Kleiner Regen löscht großen Staub.
  87. Kleine Regen machen auch nass.
  88. Kreisen Dohlen in der Luft, kommt Wind.
  89. Lassen die Frösche sich hören mit Knarren, wirst du nicht lange auf Regen harren.
  90. Ließe der Himmel nicht Wasser regnen, so wäre kein Wein.
  91. Machen die Spinnen Häuschen, so wird's kalt; ein dick Gewebe, kommen Wolken; ein seidnes Rad, so wird's schön.
  92.  
  93. Mag der Rauch aus dem Schornstein wallen, dann wird der Regen aus den Wolken fallen.
  94. Man merkt, daß her Gewitter zieh', schnappt auf der Weid' nach Luft das Vieh, auch wenn's die Nasen aufwärtsstreckt, und in die Höh' die Schwänze reckt.
  95. Mit Ostwind - schön Wetter bringt.
  96. Morgenrot - Abendkot.
  97. Morgenrot - bringt Wasser in den Schlot.
  98. Morgenrot mit Regen droht.  
  99. Morgenregen dauert nicht lange.
  100. Morgenrot bringt Kot, Abendrot bäckt Brot.
  101. Morgenrot mit Regen droht.
  102. Morgens Morgenwind, mittags Mittagswind, auf Tage schön Wetter wir sicher sind.
  103. Nach dem Regen ist gut fischen.
  104. Nach oben schau, auf Gott vertrau, nach Wolken wird der Himmel blau.
  105. Nach Schnee und Regen  kommt Segen.
  106. Nachts Regen, Tages Sonne füllet Scheuer, Sack und Tonne.
  107. Nebeliger Morgen, goldener Abend.
  108. Nicht jedes Froschgeschrei zieht Regen herbei.
  109. Nordwind vertreibt den Regen.
  110. Oft gibt der West - schönem Wetter den Rest.
  111. Ohne Gewitter keine Änderung der Jahreszeiten.
  112. Ohne Nebel gibt es kein Grünfutter.   
  113. Rauch der sich nur mühsam aus dem Schornstein quält, zeigt schlechtes Wetter und Regen an.
  114. Raucht der Fluß und friert im Grunde, hat die Kälte manche Stunde.
  115. Regenbogen nach vier gibt den anderen Tag mehr.
  116. Regen bei Sturm und Wind, legt den Sturm geschwind.
  117. Regen im Februar bringt flüssig Dünger fürs Jahr.
  118. Regen in der Früh gelt als gut Zeichen aller Welt.
  119. Regen kommt, wenn man die Kirchenglocken besonders klar und laut hört.
  120. Regen wird es geben, wenn die Luft klar und die Fernsicht ungewöhnlich gut ist.
  121. Regenbogen am Abend lässt auf gut Wetter hoffen.  
  122. Regenbogen am Abend trocknet die Dächer, Regenbogen am Morgen läßt die Mühlen drehen.
  123. Regenbogen am Morgen - des Hirten Sorgen; Regenbogen am Abend - den Hirten labend.
  124. Regenbogen am Morgen - läßt für Regen nicht sorgen.
  125. Regenjahr - Notjahr; Schneejahr - Brotjahr.
  126. Reif bei Vollmond kündet an, dass bald Kälte kommen kann.
  127. Schäfchen, die hoch am Himmel weiden, immer nur gute Tage bedeuten.
  128. Scheint die Sonne auf den nassen Busch, so kommt bald ein anderer Husch.
  129. Schnappt das Vieh nach Luft, riecht es schon Gewitterduft.
  130. Schönes Wetter kündigt sich an, wenn weißer Nebel über Wiesen, Bäche und Teiche zieht.
  131. Sitzt im November das Laub fest an den Ästen, kommt bald der Winter mit strengen Frösten.
  132. Sommerregen und Mehltau sind gute Freunde.
  133. Steigt der Rauch ganz gerade nach oben, bleibt das Wetter lange schön.
  134. Steigt morgens der Nebel empor, so steht Regen bevor.
  135. Stellt Donner im Dezember sich ein, wird's nächste Jahr nass und windig sein.
  136. Südwest - Regennest.
  137. Trübe Wolken sind - selten ohn' Regen.
  138. Viel Nebel im Frühjahr, viel Gewitter im Sommer.
  139. Viel Nebel im Herbst deuten auf schneereichen Winter.   
  140. Vor dem Abend kann sich leicht das Wetter noch ändern.
  141. Was als Dunst aufsteigt, fällt als Regen nieder.
  142. Was der Blitz treffen will, das trifft er schnell.
  143. Weht von der Seite, woher der Regen kommt, kalter Wind, regnet's noch mehr.
  144. Wenig Wasser viel Wein - Viel Regen wenig Wein.
  145. Wenn's auf den trocknen Boden donnert, dann blüht eine Hitz', und wenn's auf den nassen Boden donnert, so blüht ein Regen.
  146. Wenn am Morgen kein Tau gelegen, warte bis Abend auf sicheren Regen; fällt aber Regen wie feiner Staub, an gut' Wetter glaub'.
  147. Wenn das Salz feucht wird, kann man Regen erwarten.
  148. Wenn der Himmel gezupfter Wolle gleicht, das schöne Wetter dem Regen weicht.
  149. Wenn der Hund das Gras benagt und die Frau ob Flöhen klagt, der Rauch nicht will zum Schornstein raus, kommt bald Regen übers Haus.  
  150. Wenn der Klee aufrecht steht, bald ein Sturm darüber geht.
  151. Wenn der Mist brav stinkt, so gibt's Regen.   
  152. Wenn der Mond hat einen Ring, so folgt der Regen allerding.
  153. Wenn der Nebel fällt zu Erden, wird bald gutes Wetter werden; steigt der Nebel nach dem Dach, folgt bald großer Regen danach.
  154. Wenn der Ostwind lange weht, ein teures Jahr entsteht.
  155. Wenn den Hunden die Bäuch' knurren, viel Gras essen und murren, so bleibt Regen selten underwegen.
  156. Wenn die Schäfchen am Himmel dahinziehen, kommt ein Gewitter.
  157. Wenn die Sonne sticht und die Kühe brummen, sagen die Bauern alsbald, es wird gewiß Regen kommen.
  158. Wenn die Sonne Wasser zieht, gibt's bald Regen.
  159. Wenn eine Amsel im Haus, so bleibt der Blitz daraus.
  160. Wenn es blitzt von Westen her, deutet's auf Gewitter schwer; kommt von Norden her der Blitz, deutet es auf große Hitz'   
  161. Wenn es gewittert überm kahlen Wald, wird es bestimmt noch einmal kalt.
  162. Wenn es im April regnet, werden die Garben umfangreich.
  163. Wenn es regnet und die Hühner treten unter, so regnet es fort; bleiben sie aber im Freien, so hört es bald wieder auf.
  164. Wenn es zwei Stunden nach Sonnenaufgang regnet, regnet es den ganzen Tag
  165. Wenn Gott blitzt und donnert, so läßt er es auch regnen.
  166. Wenn Gott es nicht regnen läßt, so läßt er es tauen.
  167. Wenn Gott will, regnet es bei jedem Winde.
  168. Wenn kein Tau fällt, so kommt Regen.
  169. Wenn kurz vor Vollmond der Sonn'aufgang neblig war, wird's Wetter in den nächsten Tagen warm und klar.
  170. Wenn man Schwalben im Haus hat, schlägt der Blitz nicht ein.
  171. Wenn nach Sonnenuntergang ein dicker Nebel über Flüssen, Bächen, Wiesen liegt, deutet's auf anhaltend gutes Wetter.
  172. Wenn Ostwind lange weht, ein teuer Jahr entsteht.
  173. Wenn Schäfchen am Himmel stehen, kann man ohne Schirm spazieren gehen.
  174. Wenn sich Schafe auf der Weide mit den Köpfen zusammenstellen, folgt Gewitter.
  175. Wenn's viel Eicheln gibt, fällt um Weihnacht viel Schnee.
  176. Wenn's viel donnert und blitzt, wenig Korn am Buchweizen sitzt.
  177. Wenn Wind kommt vor Regen, ist wenig dran gelegen. Kommt aber Regen vor Wind, dann zieh die Segel ein geschwind.   
  178. Wenn's auf kahle Bäume wittert, kommt neue Kält' angeschlittert.
  179. Wer im August bewässert, bewässert auf seine Kosten.
  180. Wer auf jede Wolke acht hat, versteht sich wohl aufs Wetter.
  181. Wetter, die langsam ziehn, schlagen am schwersten.
  182. Wie viel Tage vom ersten Schnee bis zum Neumond fallen, so oft soll im Winter das Wetter auftauen.
  183. Wind aus Ost bringt den Kranken schlecht trost.
  184. Wind in der Nacht - am Tage Wasser macht.
  185. Wind vom Niedergang ist Regens Anfang; Wind vom Aufgang, schönen Wetters Anfang.
  186. Winternebel bringt bei Ostwind Tau, der Westwind trägt ihn aus der Au.
  187. Wo's in der Früh donnert, schlägt's am Mittag ein.
  188. Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibt's am anderen Tag Regen.  

Pflanzen als Wetterpropheten

Wer sich mit der Natur auskennt, erkennt im Verhalten von Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen, wann sich das Wetter verändern wird, ob ein Gewitter im Anzug ist, wann man mit dem langersehnten Regen rechnen kann oder ob eine Schönwetterperiode bevorsteht. Weil Pflanzen an den Ort, an dem sie wachsen, fest gebunden sind, müssen sie sich mehr als jedes andere Lebewesen an das jeweils herrschende Wetter und Klima ihrer Umgebung anpassen. Das lässt treffende Beobachtungen und Prognosen zu. Bäume sind wahre Wetterpropheten und unfehlbare Ratgeber.
Verliert ein Baum frühzeitig Laub, kann man mit einem milden oder kurzen Winter rechnen. Einen kalten strengen Winter gibt es, wenn die Blätter sehr lang am Baum bleiben. Wenn der Hollunderbaum, einst als heiliger Baum des Hauses betrachtet, seine Blüten entfaltete, wusste der Bauer, das vier Wochen nach der Blütenpracht die Halmfrucht reif zur Ernte war. So verkündete der Blütenstand wie ein Lostag auch das kommende Wetter. Hielt sich die Hollunderblüte recht recht lang, stand eine lange Ernte bevor, verblühte der Hollunder nach kurzer Zeit würde die Ernte bald vorüber sein.
Ein gern angewandtes Wetterorakel waren Eichäpfel, die um den Michaelistag gesammelt und eingehend untersucht wurden.
Ein weiterer Prophet war die Linde. Wenn ihre Blüten viel stärker als normalerweise duften, ist ein verässliches Anzeichen für zu erwarteten Regen.
Ein beliebter Wetteranzeiger, der Tannenzapfen, durfte auf keinen Bauernhof fehlen. Je nachdem wie weit er sich öffnete, ließ sich die kommende Witterung deuten.
Überliefert sind überdies zahlreiche Distelsprüche, die noch heute ihre Gültigkeit haben.


Wetterregeln für die Kar- und Ostertage

Ist der Palmsonntag ein heiterer Tag,
für den Sommer ein gutes Zeichen sein mag.

Wenn's den Buben auf die Palmbesen schneit,
so regnet's den Jungfrau'n an Ostern Kränze.

Kommen am Palmtage die Palmen trocken nach Haus,
so kommen die Garben trocken in die Scheuer.

Karfreitag Sonnenschein - bringt uns reiche Früchte ein.

Am Karfreitag trauert die Sonne bis drei Uhr nachmittags.

Wie der Wind ist am Karfreitag wird er sein das ganze Jahr.

Wenn am Karfreitag Regen war, folgt trockenes, aber fruchtbar' Jahr.

Wenn's dem Herrn in's Grab regnet, so gibt's einen trockenen Sommer.

Wie Christus ins Grab gelegt wird, so steigt er auf.

Pilatus wandelt nicht aus der Kirche, er richtet zuvor einen Lärm an.

Regen am Karfreitag bringt Trockenheit den ganzen Sommer über.

Der Regen auf einen Ostertag mehr Regen denn schön Wetter sagt.
Vom Futter aber auf den Wiesen kann's Vieh nicht allzu viel genießen.

Wenn's am Ostertag auch regnet am wingsten, so regnet's alle Sonntag bis Pfingsten.

Wenn auf Ostertag die Sonne hell scheint, der Bauer bei seinem Korn auf den Speicher weint;
ist Ostertag ähnlich der Nacht, er sich ins Fäustchen lacht.

Osterregen bringt magere Kost, Ostersonne fette und reichliche.

Wenn Ostern auf Georgi fällt, erwartet großes Weh' die Welt.

Wenn's Ostern regnet, ist die Erde den ganzen Sommer durstig.

Ein Wind, der von Ostern bis Pfingsten regiert,
im ganzen Jahr sich wenig verliert.

 

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