Wie ich zu meiner TDM gekommen
bin.
Technische Daten der TDM 850
Tipps,
Tricks und Info's zurTDM 850
Bericht unserer Korsikatour (noch mit KLE 500)
Tourenvorschläge
Bericht
zu diversen Motorrädern
Ich hab mich mittlerweile von meiner KLE500
getrennt. Nicht daß es ein schlechtes Motorrad gewesen wäre, ich
war damit sogar in Korsika.
Ist ideal für den Beginn, mir war sie dann aber im laufe der Zeit doch
zu klein, vorallem wenn man zu zweit (mit Topcase) fährt ist das Platzangebot
nicht mehr gar üppig.
Also mußte etwas größeres, mit mehr Leistung und vorallem
mehr Durchzug her. Wie das dann wirklich abgelaufen ist könnt ihr
hier nachlesen.
Ich
finde das Design der TDM geil (sonst hätte ich mir ja auch keine gekauft),
bringt irgendwie das zum Ausdruck was drinnen steckt, geballte Kraft. Allerdings
muß ich zugeben, daß das Design was für Individualisten ist,
entweder es gefällt oder es gefällt nicht, dazwischen gibt es nix.
Also hab ich dann im Juni 2000 doch wirklich die Zeit gefunden mir eine neue
TDM bei meinem Motorradhändler abzuholen.
Beim 2000er Model gab es wieder ein paar Modifikationen und mittlerweile scheinen
die oft angeprangerten Lastwechselreaktionen eliminiert zu sein (nur wenn
man halt das Gas abrupt abdreht bremst die Kiste natürlich, das liegt
in der Natur der Sache !!!). Auch gibt es ein paar praktische Zugaben am Cockpit,
wie eine analoge Tankuhr (mit Warnleuchte !) und einen digitalen Kilometerzähler
(mit 2 Tageskilometerzähler). Sogar eine Warnblinkanlage (!) wurde der
TDM spendiert.
Zuerst war es natürlich ein ziemliche Umstellung für mich, das Teil
hat doch ein paar Kilo und PS mehr als meine KLE hatte. Auch war die Sitzposition
eine etwas andere, richtig schön aufrecht mit einem total entspannten
Kniewinkel. Der Gesamteindruck ist einfach draufsetzen und wohlfühlen,
kleiner Rundumblick aufs Cockpit, die Schalter sind alle da, wo sie hingehören.
Und dann kommt auch schon das Verlangen mit der Dose eine Kurve um die andere
zu nehmen, und GENAU dafür scheint eine TDM gemacht zu sein, allerdings
kann man durch den recht guten Windschutz (es gibt bloß ein paar Verwirbelungen
im Helmbereich, die aber mit steigendem Tempo verschwinden) auch ganz locker
eine längere Autobahnetappe mit gut 160 km/h ganz easy abspulen. Durch
die langen Federwege und die bereits erwähnte angenehme Sitzposition
ist die TDM auch ein ideales Tourenmotorrad.
Ein weiterer Punkt um entspannt fahren zu können ist sicherlich auch der sehr gute Durchzug von unten heraus, wodurch man sehr "schaltfaul" dahin gleiten kann. Das kann man allerdings auch dazu verwenden um ordentlich "Kohlen nachzulegen" und von unten heraus das Ding so richtig schön aufdrehen. Damit mußte ich mich allerdings noch bis zum ersten Service (bei 1000 km) zurückhalten, den solange hieß es, immer mal sachte mit der Gashand !!! :-(
Aber dann war er da, der Tag an dem ich meine TDM von der 1000 km Inspektion abgeholt hab. Zuerst mal starten, läuft alles wie gewohnt, dann noch ein paar Kilometer schön piano um den Motor ordentlich warmzufahren und dann:
Und wenn man bei einer TDM Gas gibt, dann ist das GAAAS. Dank
der 849 ccm und etwas über 80 PS geht da ganz schön die Post ab,
0 auf 100 km/h in 3,8 sec. Für die Autofahrer unter euch, die immer wieder
mal bei einem Ampelstart wissen wollen, wo der Hammer hängt, sei gesagt,
dass ein "normaler" Porsche so ca. 5 sec von 0 auf 100 km/h braucht.
Wenn ihr euch allerdings so einen Porsche zulegt, der bei Le Mans Rennen eingesetzt
wird, könnt ihr euch auch mit einem Motorrad anlegen, der braucht nämlich
nur so 3,3 sec von 0 auf 100 km/h, damit könntet ihr mir noch ein paar
Meter abnehmen. Ich glaube aber fast, daß nicht viele von euch das nötige
"Kleingeld" haben werden, um sich so ein Ding in die Garage zu stellen.
;-)
Da so eine TDM aber kein hochgezüchteter Vollblut Gashobel ist, sollte
man sich so bei 8000 Touren dann doch mal überlegen, ob man das Gas wieder
zurückdreht oder schaltet (mein TIP: schalten !!!, Gas wegzunehmen macht
nicht halb soviel Spaß !)
Aber eines sei an dieser Stelle gleich als Warnung gesagt, die
Originalbereifung (Michelin, Macadam) bringt es zwar auf eine relativ hohe
Laufleistung, dafür aber nicht auf sonderlich viel Grip !!! Also die
Reifen immer schön brav warmfahren, selbst dann schmiert das Ding noch
in den Kurven wenn du auf den Rand der Lauffläche kommst (ich hab aber
festgestellt, daß dies mit höheren Reifendruck besser wird). Und
bei Regen fährst du damit sowieso wie auf der Schlittenbahn, also Vorsicht
!!!!!
Und noch ein Tip, wenn du so richtig schön in der Kurve hängst und
nimmst unter dir so ein scharrendes Geräusch war, dann fang an zu beten,
daß es erst die Fußrasten sind und du noch "etwas" Platz
in der Kurve hast, denn die Fußrasten geben ja nach, aber gleich nach
den Fußrasten setzt der Endtopf auf und der gibt nicht mehr nach...............................