Erinnerungen an die siebziger und achtziger Jahre

Da ich Anfang der siebziger geboren bin, habe ich meine Kindheit eben in den siebziger Jahren und meine Pubertät in den achtziger Jahren erlebt. Doch "damals" war alles anders, wir hatten noch keinen Gameboy, kein Handy und keinen Computer. Kinder der heutigen Zeit werden sich jetzt wohl fragen, was wir damals dann bloß gemacht haben ?
Im Vergleich zu jetzt hatten wir sicher viel weniger, doch würde ich deshalb nicht finden, daß uns etwas gefehlt hat. Ich erinnere mich gerne zurück an diese Zeit, und viele die so alt sind wie ich, oder etwas älter werden sich sicher auch noch an einiges erinnern.




Also ich erinnere mich:

- an den "Rubik Würfel" und wie man dann die zum x-ten mal kopierten Lösungen kaufen konnte (und ich ihn doch nur dadurch geschafft habe, dass ich ihn zerlegt und richtig herum wieder zusammen gesteckt habe).

- an die Starschnitte in der Zeitschrift "Bravo" auf den man schon immer wartete, damit man endlich sein Idol komplett hatte (und ich nie einen ganzen geschafft habe, weil immer ein Teil gefehlt hat!).

- an den ersten Schwarzweiß-Fernseher mit dem dunkelbraunen Holzrahmen, und wie lange er brauchte, bis er ein Bild zeigte.

- an die mehrteiligen Fernsehserien zu Weihnachten und zu Ostern, an "Der Kurier des Zaren", an "Die Schatzinsel", an "Der Seewolf" und die unbändige Vorfreude auf die Sendungen.

- wie Raimund Harmsdorf in "Der Seewolf" eine rohe Kartoffel mit der rechten Hand zerquetschte und wie Otto Wanz weltrekordmäßig Telefonbücher zerriß.

- an Bud Spencer und wie er immer alle Armdrückereien gewann - auch gegen Harmsdorf. Und daß bei uns zumindest bis zur Pubertät einige Mädchen stärker waren als wir Buben.

- an "Sie nannten ihn Mücke", an "Plattfuß in Afrika" und "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle". Mit der Titelmelodie "Flying through the air" (oder so ähnlich) von diesen italienischen Kastraten - so sagten wir damals -, die auch "Santa Maria" gesungen haben. Oliver Onions hießen die.

- an Louis de Funès - vor allem den Film mit den Oben-Ohne-Badenden in Saint Tropez und dann den mit den Fürzen - und an Fantomas.

- an "Ich möchte ein Eisbär sein" von Grauzone und die Zeile "Eisbären dürfen nie weinen". Und daß man immer schon cool mit cold verwechselt hat. Zurecht.

- an die Frauen in hautengen, silbrig-glänzenden Anzügen, die für Firn und Arosa Werbung machten. Und daß die von Firn sexier war.

- an Kraftwerk, an "Fahr'n, Fahr'n, Fahr'n auf der Autobahn" und an "Sie ist ein Model, und sie sieht gut aus". Ich kann mich jedoch an kein Model dieser Zeit namentlich erinnern. Allenfalls an Jerry Hall, aber auch nur sehr vielleicht. Die Lindas, Cindies, Naomis dieser Welt waren auch grad erst so alt wie ich. Oder jünger.

- an Umberto Tozzi, an "Ti Amo", an "Gloria" und an "Jukebox", sowie an Adriano Celentanos "Azzurro".

- an das Bild von Ornella Muti als Mädchen von Triest, die Selbstverständlichkeit ihrer Brüste und die vollkommene Unnötigkeit eines Bikinioberteils.

- an die laufende Familie aus der BAWAG-Werbung und die schlenkernden Brüste der Mutter. Und daß man als Mann mit Denim jede Situation fest im Griff hatte.

- an Tschamba Fii bräunt wie noch nie.

- an Dschi-Dschei-Wischer in der Früh im Radio. Von und mit Christine Nöstlinger, deren Stimme dafür ins Kindliche verzerrt wurde.

- an die ein wenig schwuchtulös-inzestuösen Fernsehauftritte von Hans und Georg Bundy, den österreichischen Friseurweltmeistern.

- an den Text zu "Schifoan", die inoffizielle österreichische Nationalhymne. Und wie die zu allen möglichen Anlässen abgesungen wurde.

- an den Watzmann und die Gailtalerin.

- an den "Hofer", an die "Blume aus dem Gemeindebau" und die "Wintersun".

- an Wilfried, an "Heidel- bzw. Highdelbeeren", "Du hast mir mein Orange verpatzt" und an das Kufsteinlied.

- an Ronnie Urini und an Uli Bär, an Chuzpe und an Minisex.

- an Muckenstrunz und Bamschabel, die wir auch einmal recht lustig fanden.

- an André Hellers Riesenfeuerwerke sowie an seine Heißluftballonfiguren. Und daran, daß die wahren Abenteuer im Kopf seien, und andere Dinge verwuuunschen tief im südchinesischen Meer.

- an "Ein echter Wiener geht nicht unter" und an frühe Kottan-Folgen (mit Chris Lohner!). Unter anderem jener, in der gemeldet wurde, daß in der Nähe von Duisburg ein UFO gelandet sei.

- an Michael Schanze und an "ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht"

- an feuchte Extrawurstsemmeln mit einem Gurkerl und Leberkässemmeln mit viel Senf.

- an die roten Kaugummiautomaten in geringer Höhe, aus denen für 1 öS bunte Kaugummikügelchen und anderer Kleinkram gedrückt werden konnte, den man durchs Sichtfenster sah, von dem man sich wünsche, daß er herabfallen würde. Was aber nie geschah.

- an die Pez-Automaten mit der blauuniformierten Wunderblondine, an den angebrachten Zigarettenautomaten bei der Trafik und den Blausiegelautomaten in einem dunklen Eck bei der Drogerie. Und den Briefmarkenautomaten bei der Post und an die Süßigkeitenautomaten am Bahnhof.

- an den Bananenmilchmixer, wie da oft was rausspritzte, an die Beigabe von Rum, sowie an die Plünderungen des Rumtopfs, der damals auch schwer angesagt war.

- an das Aufkommen der Gefriertruhen und wie alles eingefroren werden mußte, auch wenn es dann oft nicht mehr ganz so gut schmeckte - Erdbeeren zum Beispiel.

- an Jaffa-Orangen im Papier, die in rollende Schildkröten verwandelt wurden, an das zunächst befremdliche Auslöffeln von Grapefruits und an das Aufkommen der Kiwis.

- an Hirn mit Ei, an "Arsch mit Ohren" und "Schas mit Quasteln".

- an das Saturday Night Fever, an John Travolta, an das liebliche "Xanadu" und "You're the one that I want".

- noch viel besser an "Die Wanne ist voll" von und mit Helga Feddersen - Gott hab' sie selig - und an Didi Hallervorden.

- an "Ein Bett im Kornfeld", an Roger Whittakers Pfeif-Lied und an das Orchester James Last.

- an die ungeniert-geniert präsentierten Brüste von Ingrid Steeger in dieser einen Sendung, die vermeintlich Spaß machen sollte, lange vor Tutti-Frutti.

- an "Dornenvögel" und den Priester Richard Chamberlain.

- an "Everybody was Kung-Fu-Fighting, ding-digi-ding-digi-din-di-di" und die Silhouette des Mönchs David Carradine (alias Kwai Chang Caine) mit seiner Tasche und dem Mantel und die Schlägereien in Zeitlupe.

- an Bonanza bzw. die Leute von der Shilo-Ranch, wie z.B. Little John, der zuletzt gar nicht mehr so little war.

- an Tschernobyl.

- an HiFi-Ausstellungen und als man von so kleinen Silberscheiben munkelte, die irgendwann einmal die Vinylplatten ablösen würden. Damals glaubte natürlich niemand dran, auch weil die ja viel zu teuer waren.

- an Taschengelddiskussionen.

- an Stammbücher und wie die die Mädchen allenthalben mitbrachten, damit ihnen was in Stammbuch geschrieben wurde. Und dann gab es kurzzeitig auch jene Büchlein, in die sich die Klassenkameraden mit Foto eintragen und ein Bekenntnis zur Lieblingsband etc. abgeben mußten.

- an die Boomtown-Rats und ihren Hit "Tell me wy I don't like mondays", wo es um irgend so ein Massaker im Klassenzimmer ging.

- an Bob Geldorf und die erste Band-Aid-Veranstaltung, bei der Geld für Afrika gesammelt wurde. 1985.

- an Alan Parson's Project und Manfred Mann's Earth Band, an das Electric Light Orchestra und an Orchestral Manoevres in the Dark.

- an: "We don't need no education, we don't need no thought control". "No dark sarkasms in the classroom", glaub' ich, haben wir damals nicht mehr verstanden. Und schon gar nicht, daß das mit uns etwas zu tun haben könnte. Aber die umfallenden Mauern bei der Bühnenshow, das mußte toll sein.

- an Break-Dance-Wettbewerbe.

- an die schwarzen Poster mit den gelben Katzenaugen, die allüberall herumhingen und für Cats Werbung machten. Und daran, daß eine Zeit lang allüberall "Memories" vorzugsweise interpretiert von Barabra Streusand - zu hören war.

- an die Fa-Werbung mit der wilden Frische von Limonen. Und an die festen, feuchten Brüste der oben ohne badenden Fa-Frauen.

- an die Aerobic-Welle, die als allererste Jane Fonda anschwemmte und an Ilse Puck, die österreichische Antwort, noch bevor die Frage Aerobic überhaupt gestellt war.

- an die flauschigen Wadenwärmer für's Aerobic und an die kopfhörermäßigen Ohrenschützer aus rosa Plüsch im Winter zum Eislaufen. Beide Verbrechen wider die Ästhetik.

- an Bodybuilder. Und an Schwarzenegger als Conan, der Barbar.

- an das üppig geschminkte Gesicht von Dana Gillespie, eigentlich eine adelige Baronin de Winterswater (oder so ähnlich), und ihren sehr lasziven Hit "Move Your Body Close to Me".

- an Marianne Faithfull und an die "Ballad of Lucie Jordan", daß Faithful schwer auf Drogen und Mike Jagger war. Und eigentlich angeblich die Großenkelin von Leopold Sacher-Masoch.

- an die kurzen Jahre des Soft Jazz: an Matt Bianco und an Level 42, an Working Week und an die wunderschöne Sade mit ihrem Hit "Smooth Operator".

- an Peter Alexander, die Peter Alexander Show, die Frage, warum seine Frau nicht übermäßig schön war, an Charlies Tante,  "Das kleine Beisl in unserer Straße, da wo das Leben noch lebenswert ist" und "Hier ist ein Mensch".

- an Hans Moser und Paul Hörbiger an Sonntag-Nachmittagen in FS 1 (ab 15 Uhr).

- an HUMANIC-Werbungen, die mit Schuhen eher weniger zu tun hatten. Und an Franz.

- an Clarks und an Hush Puppies, an Rauhlederjacken und Rauhhaardackel.

- an Clogs, die hierzulande eher unter Zockl bzw. Töffler bekannt wurden. Und daß die Holländer diese Dinger in Vollholzform immer schon getragen haben

- an die ersten Daunenjacken, die viel zu teuer waren.

- an mein erstes Paar Moon-Boots und wie ich mir damals wahrscheinlich das erste Mal Schweißfüße holte.

- an "How do you do mit die Gummischuh'? Hau' i di a mit die Goisara!"

- an die Carmen-Paraphrase: "Auf in den Kampf, die Schwiegermutter naht, siegesbewußt wackelt ihre Brust..."

- an "Der Schwanz steht steif, die Fut ist voll, die Eier tanzen Rock 'n' Roll" - das war zur Melodie von Rock around the Clock zu singen. Und, daß wir damals - Volksschule (!?!) - nicht so recht wußten, was damit eigentlich gemeint war. Aber da es die Erwachsenenen nicht hören durften, mußte es was Tolles sein.

- an "Fut und Beidl sind Geschwister und der Arsch ist Kriegsminister".

- an die Verballhornung "Von den Blausiegelbergen kommen wir, unser Lehrer ist genauso blöd wie wir. Mit der Brille auf der Nase sieht er aus wie'n Osterhase.

- an die rote Zahlenanzeige an unseren Texas Instruments TI 30 Rechnern und daß die nur wenige Jahre vorher über tausend Schillinge gekostet hatten.

- an den Langläufer Juha Mieto, einen 2m großen, vollbärtigen Bauern aus Finnland, der auch bei minus 20 Grad keine Handschuhe trug.

- an die Betthupferl-Sendungen mit diesem seltsamen vollbärtigen Männchen, das in einem Auto durch die Gegend kurvte, wobei sich die Felgen der Räder wegen der 24 Bilder eigentlich nach hinten bewegten. Und da gab es dann auch einen Affen, der eine Banane schälte, indem er die Schale in drei gleichförmige Stücke abzog, was sich in Wirklichkeit kaum ausgeht.

- an das Herz als i-Punkt auf der Zeitschrift "Bussibär".

- an die Wunderwelt. Und Rolf Kaukas "Fix und Foxi". Bis zu Jimi Hendrix' "Foxy Lady" und dem Wissen um einen gleichnamigen Film von Teresa Orlowski sollten noch einige Jahre vergehen.

- an "Oba Heidschibumbeidschi " und an "Schlaf, Kindlein schlaf, dein Vater ist ein Schaf, die Mutter ist ein Trampeltier, was kann denn da das Kind dafür. Schlaf, Kindlein schlaf."

- an die schwarzen John Player Special Zigarettenschachteln mit dem goldenen Schriftzug, die ganz lässige Typen im Schwimmbad in den seitlichen Schritt ihrer schwarzen Männerbadehosen steckten.

- an "Tausend Nadeln" am Unterarm, den "Pferdebiß" in den Unterschenkeln. Und an Kung-Fu-Schläge, die tödlich sein konnten.

- an Lembkes heiteres Beruferaten, an die charakteristische Handbewegung der Gäste und an Guido Baumann, vor dem ein Schild mit bloß "Guido" stand. Eine "Annette" gab es auch. Und natürlich Hans Sachs mit der Masche.

- an den Lembke-Witz ",Welches Schweinderl hätten's denn gern?Î ,Am Liebsten das mit der Brille".

- ans Basteln mit Sirius-Camembert-Schachteln und mit leeren Ovomaltine-Dosen.

- an das Sammeln von Bensdorp-Schleifen und daß man für 100 dann ein oder zwei Gratis-Schokos kriegte.

- an lustige Bildergeschichten auf der Innenseite vom ablösbaren Aufdruck auf den Bencodosen.

- an Schulmilch und daß ich immer Kakao trank. Um ZweiSchillingZwanzig ungefähr.

- an die eigene Herstellung von Wassereis im Sommer: Eiswürfel mit Dicksaft.

- an das Eskimo-Eis der Sorte Piper in diesem milchweißen Plastikzylinder, wo man das Eis von unten raufdrücken mußte - Zitrone und Himbeer, glaub' ich.

- an den Doppellutscher, an den Blauen Riesen, an Enterprise, an das Cola-Orange von Schöller.

- an andere Schöller-Eissorten. Unter anderem jenes in der Plastikorange, im Plastikapfel und im Rumfäßchen.

- an das Eis in diesem Plastiktrichter mit dem Kaugummi unten drin.

- an die Zeit, als Twix noch Raider hieß.

- an den Hustinettenbär und an "Drei Tannen geben Sicherheit, bei Husten und bei Heiserkeit". Und daß es zwischendurch kurzzeitig auch einmal Durstinetten gab.

- an die etwas laszive Werbung mit dem Kirschstein Blockmalz-Männchen, das einer hübschen Maid am Ausschnitt herumturnte.

- an den seltsamen Lederfußball auf den Packungen von Eggers Sportgummi.

- an Blendi, die rosasüße Zahnpasta mit dem Biber drauf, am Abend und in der Früh. Und an den Zweizeiler einige Jahre später, daß die Morgenlatte härter sei als der Zahn der Bisamratte.

- an vitaminhaltige Brausetabletten und an die kleinen Fluor-Tabletten, die wir damals schlucken mußten gegen Karies. Und dann wieder nicht, weil sich die Experten uneins waren.

- daran, wie irgendwann die Tollwut auftauchte und Verbotstafeln in unbewohnter Gegend, die vor tollwütigen Füchsen warnten, die allesamt abgeknallt wurden. Und wie man sich im Ansteckungsfalle einer grausamen Impfung direkt in den Bauch würde unterziehen müssen.

- an die Salbe mit dem Namen Pasta Plumpi - oder so ähnlich - die als "Zugsalbe" gegen Eiterungen eingesetzt wurde.

- an Cat Stevens und "Wenn der Teekessel singt und der Goldteefix duftet, dann hat man's gut".

- an Otto Koenig mit seinem weißen Bart und dem olivgrünen Naturschutzoutfit, der uns in seinen "Rendezvouz mit Tier und Mensch" zu erklären versuchte, was wir mit den Tieren gemein hatten.

- an Paradiese der Tiere, an die startenden rosaroten Flamingo-Horden in schwarz-weiß und die einprägsame Kennmelodie.

- an Trailer, samstags um 18 Uhr mit Frank "The Voice" Hoffmann, an den Vorspann mit der Musik von Moondog und mit Film-Bildern, die nicht immer ganz erkenntlich waren (eine Flamme,...). Und an die Aufgeregtheit, wenn mal wieder einmal die nackte Brust einer Frau im Vorabendprogramm zu sehen war.

- an den Tod von Romy Schneider.

- an Pixie-Büchlein.

- an Tupperware-Partys, an denen auch meine Mutter teilnahm, an ihre Makramee-Eulen und ihre Blumenampeln.

- an den Römertopf, der damals in keiner Küche fehlen durfte. Und an die römergetopften Hendl mit Reis und viel Saft.

- an Setzkästen.

- an den präpubertären Spruch: "Frohe Ostern, blaue Eier", bei dem die Rechte hingehalten und mit der Linken ein Faustschlag in das Urogenitalsystem zumindest angedeutet werden mußte. Und ans Eierpecken im Familienkreis.

- an die Zirkusse, die in meine Heimatstadt kamen und an die Ankündigungen schon etliche Tage vorher.

- an den Zirkus Krone und den Zirkus Salutti. Und unsere altkluge Gleichung zu diesem Thema - so etwa mit acht in der Volksschule : "Zirkus Salutti: zwanzig Weiber, vierzig Tutti."

- an die Tiere, die in ihren Käfigen beständig von einem Eck ins andere trotteten, und an den typischen Zirkusgestank nach Elefantenpisse und Pferdescheisse. Und umgekehrt.

- daß Zirkus im Fernsehen besser war.

- an Autodromfahren um fünf Schilling.

- an den Kubik-Würfel und wie dann die Auflösung im "Spiegel" kam. Und an die Wettbewerbe, wer den Würfel schneller hinkriegen konnte.

- an die ganzen dämlichen Würfel-Nachbildungen, die sich aber nie so recht durchsetzten.

- DKT-Spielen mit Freunden.

- daran, lieber Mühle als Dame gespielt zu haben.

- an die lange Galerie der sogenannten Sex-Minister. An die beiden russischen Minister, an Oleg Mochslochov und Olga Blosmanowa, an den Schweden Lars Ein- bzw. Samenström und an den Chinesen Fut Zeng. Und an den geschlechtslosen Japaner Kamushi Kasaki.

- außerdem an den Niederländer Vik van Hinden. Von der Existenz eines gewissen Iwan Diwan-Zaridi aus dem Osten hörte ich erst vor kurzem (N.N.). In Arabien hieß der Mann Kahaar Am-Sak, und dann war da noch die Italienerin Claudia di Puderiano.

- schließlich auch noch an den legendären Spanier Don Diego los Obidi-Gatti de Sevilla (bzw. ...-denn Siewillja).

- an die Ledergarnituren des Club 2 und an Doktor Doktor Günther Günther als Gastgeber. Und Marianne Koch und Dr. Huemer und was weiß ich. Große Zeiten, legendäre Sendung.

- an Dieter Seefranz und den Skandal-Club 2 mit Nina Hagen und daß uns Präpubertierenden damals nur zum Teil klar war, um was es da ging.

- an die Spider Murphy Gang, an den Skandal um Rosi sowie an den unvergeßlichen Reim "Und draußen vor der großen Stadt / steh'n die Nutten sich die Füße platt."

- an BAP und daß dieses Kölsch einfach nicht zu verstehen war. Mit der Ausnahme einiger weniger Refrains. Verdammt lang her. Verdammt lang.

- an die Zeilen "Du schlägst mit Liebe nur so um Dich / und immer triffst Du mich" des sehr schmissigen Lieds "Tänzerin im Sturm" von Ulla Meinecke.

- an "Ein bißchen Frieden" und daß Nicole immer schon und uneingeschränkt unter der Kategorie Scheiße rubrizierte.

- an das "Hey Honny" Udo Lindenbergs in dessen "Sonderzug nach Pankow".

- an "Funky Town" von Lipps Inc.

- an die Zeit, als kleine geflochtene Schwänzchen im Nacken angesagt waren. Hat sich glücklicherweise auch wieder aufgehört.

- an Waterloo & Robinson und an die Sendung Spotlight, die Peter Rapp moderierte.

- an Edith Klinger im Dirndl und den kastrierten Kater, den sie gerade vor der Kamera herzte. Und wenig telegene Hunde, die am liebsten ausbüchsen wollten.

- an die "Musicbox" um fünf nach Drei und dann um 22 Uhr fünfzehn.

- an Poidingers Plattenkiste und an das Hardrock Studio. Oder hieß es Hardrock Café?

- an die zwei sich bewegenden Weltkugeln am Beginn der Zeit im Bild und an den In- und Auslandsreport.

- an die "Musik zum Träumen" um Elf, an das Orchester von Stan Kenton und an die Arrangements von Nelson Riddle.

- an Klaus Heideggers schwarze Atomic arc mit dem c weiß (oder orange) und mit dem tollen Rennbelag. Und wie schwer die waren.

- an Silberwachs, das bei warmen Temperaturen auf den Belag zu reiben war.

- an Ingemar Stenmark und wie schüchtern er war, Interviews auf deutsch zu geben, daß er Elan Schier mit Marker-Bindung fuhr.

- an Harti Weirather und wie er in Schladming Weltmeister wurde.

- an die Duelle zwischen Chris Evert (später Evert-Lloyd) und Martina Navratilova.

- an Austrokanadier im Eishockey.

- an Dietmar Millonigg und Robert Nemeth. Damals die besten österreichschen Mittel- bzw. Langstreckenläufer. Und an Wolfgang Konrath über 3000m Hindernis.

- an den 400m Hürden Läufer Ed Moses, der mehr als 100 Rennen lang unbesiegt blieb. Wer aber erinnert sich an den 1997 verstorbenen Jon Aki-Bua, den 400m Hürden Sieger von München 1972 - den einzigen Olympiasieger, der je aus Uganda kam?

- an die Hochspringerin Ilona Gusenbauer und an die Läuferin Karoline Käfer.

- an den steirischen Zehnkampfrecken Sepp Zeilbauer und an den Linzer Dr. Georg Werthner.

- an erste Triathlonveranstaltungen Anfang der achtziger Jahre. Und wie beim Schifahren der Super-G eingeführt wurde - Jahre nach Gerti Sengers bahnbrechender Entdeckung des gleichnamigen Punktes für die Österreicherinnen.

- an Österreichs ewiges Turmspringtalent Nicki Staikowics, der bereits 1972 in München bei Olympia mit dabei war.

- an die eher körperlose Sissy Theurer und wie sie in Moskau Gold im Dressurreiten gewonnen hat.

- an die seltsamen Ohren des Judokas Peter Seisenbacher, der nicht nur wegen des Boykotts in Los Angeles siegte.

- daß wir damals in den Siebzigern im Atomzeitalter lebten, das dann aber ziemlich plötzlich wieder zu Ende war. Auch angesichts von Zwentendorf.

- an die gelben Pickerl "Kernkraft - nein danke!" mit der gelben Sonne, vorzugsweise auf den Kühlerhauben von roten Citroën 2 CV.

- an die Bilder vom Einsturz der Reichsbrücke.

- an "Die Wissenschaft hat festgestellt, daß Coca Cola Gift enthält" und an das andersfarbige Cola, das sie aber gleich wieder abstellten.

- an die vielen, eher grausamen Cola-Bastarde und an das genießbare Afri Cola. Und an Sinalco und Bluna, die leider im Gegensatz zur Frucade keinen zweiten Frühling erleben durften. Schließlich gab es da auch noch die vielbeworbene Limonade Lift.

- an die Getränkemarke Mirinda und daran, daß gewisse pubertierende Jugendliche sich immer wieder daran erheitern konnten, daß man einer Limonade einen derart inkontinenten Namen gegeben hat.

- an die köstlichen Haselnuß-Schoko-Naschereien namens "Swedy" und "Manja", die es immer noch gibt. Und an die Unmöglichkeit, diese Dinger nur anzubeißen, ohne daß sie sofort brechen.

- an Fizzers, die es in klein und groß gab. Die kleinen um 50 Groschen.

- an "viele viele bunte Smarties". Und an "Nimm Zwei".

- an TicTac ist die neue Taktik; und dann kam was mit frischem Atem für den ganzen Tag. Von Karies natürlich keine Rede. Und an "Was immer man tut, eine Pause tut gut, Pocket Coffee."

- an längliche Caramellutscher mit rosa Streifen. Und an etwas gedrungene, ovaloide Traubenzuckerlutscher in Pastellfarben, nach deren Genuß die Zunge aufgescheuert und entsprechend pastellfarben war. Und - an Lutscher mit Brause innen drin.

- an Poprocks, die im Mund zerplatzten und dabei durchaus störende Geräusche machten.

- an Kojak alias Telly Savalas, den glatzköpfigen Kriminalbeamten mit dem notorischen Lolly im Mund und die Werbung für diese Lutscher.

- an jene obskure Kaugummisorte mit dem Gel innen drin und daß es die auch in der obskuren Geschmacksrichtung Zimt gab.

- an die harten rosaroten Kaugummiquaderchen namens Superbazooka. Und an die Mühe, die es machte, den Kautsch nach Riesenblasen zu entfernen.

- ans "Laufende Band"  von und mit Rudi Carrell. Und daß sich die Sieger am Schluß dann erstaunlicherweise an ziemlich viel erinnern konnten.

- an Kulenkampff und an die verschiedenen Akzente der Bildungsbürger aus acht Ländern Europas. Und was die erst alles wußten!

- an den Leuchtglobus mit dem Lichtpunkt, durch den man Orte verschiedenster Länge und Breite ansteuern konnte. Ging aber relativ bald kaputt.

- an die französelnde Astro-Lady Elisabeth Tessier und deren üppige Dekolletés, die einen ziemlich tief in die Zukunft blicken ließen.

- an Hans Rosenthal und an seine Sprünge, an die Wabenwand im Studio, an Brigitte Xander und Mädi Riehl als Aufpasserinnen. Und an Dalli-Klick. Fast vergessen hätte ich aber, daß die Sendung ja einem guten Zweck diente, als das Geld dann ja immer einer vom Schicksal besonders hert getroffenen Familie zugute kam.

- an die großartige Titelmelodie zu Winnetou I bis III von Wim Boettcher, an Pierre Brice und Lex Barker, an den Bärentöter und an Winnetous kraftsparenden Trick, weite Strecken laufend zurückzulegen - immer nur ein Bein belasten. Und an den Winnetou-Gruß, ausgetauscht am besten hoch zu Roß auf einem markanten Bergsattel kurz vor Sonnenuntergang. Im akustischen Hintergrund ertönte dann natürlich wieder das Winnetou-Thema.

- an die Zeit der Häschenwitze, eine der unerträglichsten Epochen der Witzgeschichte; und daran, selbst einen erfunden habe. Selbstverständlich mit "Hattu" und "Muttu". (Zahnarzt: "Hattu große Schmerzen?" Patient: "Ja."Zahnarzt: "Muttu Zähne zusammenbeißen!")

- an Witze über Biafra und Südtirol-Aktivisten, als das politisch längst schon gelaufen war, und an Witze über Ostfriesen, Burgenländer, Schotten, Kärntner, die bis heute aktuell sind.

- an das Aufkommen der ersten Digitaluhren und an das heiße Für-und-Wider - weil sie die Zeit nicht so anzeigen, wie sie wirklich vergeht, usw., usf.

- an die ersten Swatches - so halb transparente grünliche Dinger -, und wie laut die tickten. Und an die ganz schwarze und die mit dem Spiegel.

- an das lästige Verhaken der Buchstabenärmchen unserer mechanischen Schreibmaschine.

- an den Dauerlutscher in "Feuerschuh und Windsandale", an Gottfried Preusslers "Kleine Hexe", "Der Räuber Hotzenplotz", die "Raupe Nimmersatt" und "Das kleine Ich-bin-Ich". Letzteres habe ich damals wohl besser verstanden als viel später Jacques Lacans Ausführungen zu "je" und "moi" und dem Spiegelstadium.

- an die drei Stanisläuse von Vera Ferra-Mikura und an Hadschi Bratschis Luftballon.

- an "Hupf in Gatsch und schlog a Wön, oba tua mi do net quön."

- an "Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi davud al Gossarah" (oder ähnlich) und an Uschi Glas als Halbblut Apanatschi.

- an entrückende Jules Verne Lektüren und die hervorragende Zeichentrickserie "In achtzig Tagen um die Welt", wo die Bösen unter ihnen: der göttliche Schweinebacke - Phileas Fogg ordentlich drangsalierten.

- an Hugo Portisch, an "So sah ich Sibirien" und "So sah ich China". Nie gelesen. Und an Verächtlichmachungen seiner Gestikulation.

- an Thor Heyerdahl und Kon-Tiki I und II.

- an Heinrich Harrer und seine Abenteuer in Papua-Neuguinea. Und an sein Buch "Die weiße Spinne" über die Erstbesteigung der Eiger-Nordwand.

- an Dschungelbuchtapeten und an Mogli, an den Bären Balu, den Tiger Sheer Khan und das ganze Getier. Und an "Probier's mal mit Gemütlichkeit".

- an Berichte über die Giftigkeit der schwarzen Witwe und an grüne und schwarze Mambas: Die grünen sind schneller, die schwarzen giftiger.

- an Barbapapa und daran, daß ich in der Liedzeile: "Können sich ändern wie sie wollen", das "ändern" nie verstanden habe.

- an die Maus auf dem Mars und an die seltsamen Lutscher. Und von seltsamen Früchten - Limetten - war da auch die Rede.

- an die Sendung mit der Maus und an ihr Ende: wie mit Bleistift "Maus" geschrieben wurde und das M dann zu Staub zerfiel.

- an Fredl Fesl und daran, daß ich das damals ziemlich lustig fand.

- an "Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehn und mit der kleinen Kurbel dann nach oben drehn.

- an Reinhard Fendrichs Sommerhit "Strada del Sole" und wie originell der Text war. Und an die Zeile "Net amol ohne Ferrari wari pari".

- an "Da-Da-Da".

- an Opus aus Weiz/Steiermark und daß man ihren Welthit Life is Life in bestimmten Jahren im hintersten Winkel Aserbaidschans, in Addis Abbeba, in der Atacama-Wüste, in Alice Springs und in Fürstenfeld hören konnte.

- an STS, an Schiffkowitz, Timischl und Steinbäcker. - an "Do kumt di Sun" und "I wül wieda ham" und das Tuba-Solo am Schluß.

- an kaputte Thermosflaschen und rinnende Wärmflaschen. Daß man zu letzteren auch Thermophor sagen konnte, lernte ich erst sehr viel später.

- an das grüne Slimy, an das Vergnügen, Mädchen damit zu erschrecken, und die Schwierigkeiten, es aus Kleidung und Haaren zu entfernen. Kurze Zeit später gab es dann auch ein rosa-violettes mit den schwarzen Plastikwürmern drin.

- an das eigenhändige Herstellen von Seifenblasenflüssigkeit, was aber nicht so richtig klappte. Sowie an Zaubertinte aus Zitronensaft und wie dann beim "Anheizen" über der Flamme oder durch Bügeln der Text erschien.

- an Pfusteln, Kitt-Blasrohre, selbstgebastelte Pfeil und Bogen. Und U-Hackerln.

- an die Mode der Mordillo-Figuren: Mordillo-Kalender vor allem, aber auch -Puzzles, -T-Shirts und was weiß ich.

- an Otto Waalkes in irgendwelchen Samstagabendshows gezeichneten Ottifanten.

- an Freunde, die alle Asterix-Hefte hatten. Und ich keins. Aber alle gelesen. Und wie dann der Texter gestorben ist mit dem damals unaussprechlichen Namen.

- an Lucky Luke und die fünf unterschiedlich großen Dalton Brothers.

- an "Sport am Montag" mit Sigi Bergmann und eine Sendung über Vinzenz Hörtnagl.

- an die Tonfilme im Biologie-Unterricht, die eigentlich aus den fünfziger Jahren stammten, mit dem langsamen Satz der Kleinen Nachtmusik als Einleitung.

- an Raumschiff  Enterprise, an Spock und "Das ist nicht logisch".

- an das Üben des Vulkanier-Grußes, für den Mittel- und Zeigefinger von Ringfinger und kleinem Finger abgespreizt werden mußten.

- an das Ausbessern von Rad-Patschen und an das Wort "Vulkanisieren" und daß das Mister Spock ein wenig profaniert hat.

- an Doktor McCoy (Pille), Scottie, Ltd. Uhura, Captain Kirk, den Japaner Sulu und den Russen Tcheckov. Ob letzterer bewußt an "jack off" anspielen sollte, entzieht sich meiner Kenntnis. Andererseits: die können doch nicht alle mit Uhura... ?

- an  Badehosen und -anzüge der Marke Arena.

- an das Foto von Bundespräsident Kirchschläger in den verschiedenen Klassenzimmern.

- an Kreisky. Mit überaus trägem Tonfall und entsprechend gemächlichen Gesten. Und eigentlich fast immer nur sitzend. - auch, daß "Der Mann ohne Eigenschaften" sein Lieblingsbuch war, weshalb alle österreichischen Bundeskanzler seither den Mann ohne Eigenschaften gelesen haben müssen.

- an "Lernen S' Geschichte" von Kreisky und an "Es ist alles so kompliziert" von Sinowatz.

- an das Am-Dam-Des-Lied. Was diese Male preß, diese Male pumperneß" bedeutet, weiß ich bis heute nicht. Geschweige denn Am Dam Des.

- an Liselotte Blauensteiner, an Heinz "Enrico" Zuber und die Enttäuschung, daß der auch ganz normaler Schauspieler war.

- an mittwochs, 15 Uhr: "Kinder seid ihr alle da?", an die kreisende Zipfelmütze und an den doofen Dagobert und an Lalobe. Und an Tintifax und Habakuk, die mit selten unangenehmen Sprechorganen ausgestattet waren. Und - auch an die famose Zeichenkünstlerin in den Pausen, die immer schon vorwegnahm was passieren würde und an ihren Namen mit einer Blume am i zum Schuß hinzeichnete.

- an "Wir blättern im Bilderbuch", "Unser kleines Haus" und an den "Knallroten Autobus".

- an die Sendung "Auch Spaß muß sein" mit dem überaus dicken Herbert Prikopa.

- an Herman Munster und daß uns die alle sympathisch waren: der Opa mit seinen Experimenten, Lily, der Sohn und die etwas farblose aber wohlgeformte Neffin. Zudem: der tolle Musik, die deutschen Untertitel (?) und - erstmals in der österreichischen Fernsehgeschichte? - das mitlachende Publikum.

- an den "Unsquare Dance" von Dave Brubeck am Beginn der Sendung "Panoptikum", freitags um 18 Uhr. Und an das sogenannte Männermagazin "Jolly Joker" um 21 Uhr, präsentiert vom nachmaligen ORF-General Teddy P.

- an "Bitte zu Tisch" am Donnerstag um 18 Uhr und wie da immer zwei Prominente, die wahrscheinlich gar nicht kochen konnten, in der ORF-Küche was kochten, das dann gemeinsam verspeist wurde. Einmal, - , kochte Otto Schenk Eierspeis mit einem Butterbrot.

- an das Schichtarbeiterprogramm wochentags, mit dem Spielfilm vom Vortag um 10:30 Uhr, wenn die Kinder in der Schule waren.

- an La Linea und deren unterhaltsame Ein-Strich-Interludien zwischen der Fernsehwerbung.

- an Calimero. "Immer auf die Kleinen". Und an Überraschungseier.

- an das Suchen und Auffinden von diversen Geschenksbeigaben in Malzkaffee, Cornflakes und anderen Lebensmitteln. Und später, daß man dazu auch Viktualien sagen konnte. Und daß es auch Kolonialwaren gab.

- an Rosi Mittermaier, die damals überraschend drei Goldene und eine Silberne gewann.

- daran, daß Rosi Christian Neureuther heiratete, der später dann bei "Dings-Da" mitmachte.

- an Fuzzi Garhammer, die Sendung "Schigymnastik" und wie man vor dem Fernseher versuchte, ganze Abfahrten in der Abfahrtshocke wippend durchzustehen.

- an Franz Klammers Lochschi von Fischer, den goldgelben Rennanzug und die Dynafit mit den halboffenen Schnallen. Und wie Jimmy Steiner beim letzten Sprung gestürzt ist, möglicherweise auf dem Weg zu einer Medaille.

- an das Sport-ABC mit Dieter Seefranz und an das Iron-Butterfly-Schlagzeugsolo am Beginn von Sport am Montag.

- an die steirischen Slalomistinnen Lea Sölkner und Regina Sackl.

- an die großen Schweizer lange vor Pirmin Zurbriggen: Bernhard Russi, Heini Hemmi, Jacques Lüthy und Paul Good.

- an Pierre Colombin und die Ochoa-Geschwister. An die Gebrüder Frommelt (Paul und Willi)  sowie an Hanni und Andreas Wenzel.

- an die besten Zwischenzeiten von Werner Grissmann.

- an Phil und Steve Mahre. Und daß jene auf überaus lässigen K2-Bretteln fuhren.

- an den Nürburgring als Niki Lauda verunglückte mit den Aufnahmen dieses Amateurfilmers und die Klinik in Ludwigshafen, wo er wiederhergestellt wurde.

- an tödliche Formel 1-Unfälle: Den Feuertod von Ronnie Petterson in Monza und wie Gilles Villeneuve starb.

- an die Tyrells mit den sechs Rädern. Und an die doppelt bespannten Tennis-Rackets, die man auch bald wieder verbot.

- als man im Schilanglauf nach dutzenden von Jahren entdeckte, daß man sich per Schlittschuhschritten eigentlich sehr viel schneller fortbewegen kann. Und an Gunde Swan, den fliegenden Schweden.

- an die große Zeit der Schweden, so Ende der 70er. Kaum etwas in meiner kleinen Welt, das sie nicht beherrschten. Die Musik: Abba; das Skifahren: Ingemar Stenmark; Tennis: Björn Borg und selbst noch das Fußballtor: Ronnie Hellström.

- wie es dank Björn Borg in Mode kam, Stirnbänder zu tragen und Schweißbänder an den Handgelenken.

- wie Pippi Langstrumpf ihren Vater in einem Duell auf Biegen und Brechen besiegte und daß Pippi in Schweden angeblich fast oder wirklich verboten wurde.

- daß Pippi  für meine späteren feministischen Ambitionen wohl sehr viel bedeutsamer war als all die Theoretikerinnen, die zehn bis fünfzehn Jahre später kamen. Von "Gute Mädchen kommen in den Himmel und böse überall hin" einmal ganz zu schweigen.

- an Pippis Affen, den Herrn Nilsson, an ihr Pferd Kleiner Onkel, die Villa Kunterbunt und den einprägsamen Titelsong "Drei Mal drei ist ...".

- an Karlsson auf dem Dach mit dem Propeller am Rücken und die Lektüre aller Folgen.

- an Michel aus Lönneberga, seinen grandios gespielten Vater und daß mir die beiden sehr sympathisch waren.

- an das Entlehnheft der örtlichen Stadtbücherei und die verschiedenfarbigen Entlehnstempel in den Büchern und im Entlehnheft.

- an "Sindbad der Seefahrer" und wie Sinbad bei einem seiner Abenteuer einen auf den Schultern sitzen hatte, den er von da oben beinahe nicht mehr herunterbrachte.

- an "Her mit den kleinen Engländerinnen", "La Boum. Die Fete 1 und 2" mit Sophie Marceau. Und an "Eis am Stiel 1 bis 5" Mindestens.

- an Matchbox-Autos, die damals so öS 10,- kosteten, und an Weitfahrt-Experimente mit diesen Autos: Dafür mußten sie von einer schiefen Ebene herabrasen, und immer gewannen die Lieblingsautos.

- an Plastilin und an die Holzteile von Matador, an die Kunststoffklötzchen von Lego.

- an die Tschechoslowakei und die Frage, warum die so gut im Eishockey waren.

- an den würzig-käsigen Geruch in den Turn-Umkleidekabinen der Burschen - und an den lieblich-desodorantigen bei den Mädchen. Schwitzten die gar nicht oder was?

- an Raucherklos.

- an das Auswendiglernen von Gedichten. Aber kaum mehr daran, welche das waren.

- an den Unterricht im Schönschreiben und an die völlig sinnlosen Stenografiekurse Jahre später.

- an die Mengenlehre, an die ganzen roten, blauen und gelben Dreiecke, Quadrate, Rechtecke und was weiß ich.

- an den Schüler Gerber.

- an die prä-machistische Denunziation "Strumpfhosenbaby" im Kindergarten.

- an die zähen braunen Stollwerk im weißen Papier mit blauem Text. Die gibt es heute noch.

- an Vicky Leandros, an Daliah Lavi und an die Brillen von Nana Mouskuri. Alle drei Griechinnen, aber sicher keine drei Grazien.

- an unseren ersten Plattenspieler mit vier Geschwindigkeiten: 16, 33, 45 und 78 Umdrehungen pro Minute und daß fast jede Platte mit 78 abgespielt eindeutig mehr Drive hatte.

- an Freda Meissner-Blau und an die Anfänge der Grünen. Und an den brünetten Vollbart des Vorarlberger Bauern Kaspanaze Simma.

- an Herbert Fux, den wir aus einschlägigen Filmen kannten und wie er einmal eine Ausgabe von Basta beschlagnahmen ließ. - aber nicht mehr daran, warum.

- an die Pest mit den Igel-Abziehbildern. Panzerigel, Wehrsport- und Wasweißichfürwelche Igel es da gab. Und überall stand "Unser Heer" drauf.

- an die Proteste gegen die Stationierung der Draken-Abfangjäger, Menschenketten und was weiß ich.

- an die ersten Skateboards.

- an dieses Spiel mit dem Faden zwischen den zwei Händen und mit dem "Abnehmen" desselben.

- ans Kastelhüpfen bzw. an "Himmel und Hölle" und ans Fitschigogerln.

- an "Blinde Kuh", an "Räuber und Gendarm", "IndianerSpielen" an "Katz' und Maus" und an "Der Kaiser schickt Soldaten aus".

- an die große Zeit von Swarovski Wacker Innsbruck mit Welzl, Zanon, Schwarz, Pezzey, Jara, Hattenberger, Kriess sowie Koncilia I und II.

- an Claudia Kristofics-Binder, die ungefähr so erfolgreich war wie Hansi Orsolics. Und Niki Staikowics.

- an das Mittelfeld mit Roland Hattenberger, Willi Kreuz, Schneckerl Prohaska und Kurt Jara, der sein Leibchen nie in die Hose steckte, was extrem lässig aussah.

- an den Ausdruck "Popper" für besonders geschniegelte Jugendliche und Adoleszente. Und wie dann irgendwann anfang der achtziger Jahre auch der Ausdruck "Yuppie" in der steirischen Provinz denunziatorisch eingesetzt wurde.

- daß zum jugendsoziologischen Begriffsarsenal allenfalls noch die Ausdrücke "Rocker" und "Punker" zählten. Keine Ahnung von "Skins", "Mods", "Teds".

- an die langen Federn des jungen Toni Innauer und an Karl Schnabls Schnurrbart.

- an die fünf Mal Zwanzigkommanull für Toni Innauer beim Schifliegen. Schöner ging's einfach nicht.

- an die Meki-Plattenläden und an Libro-Sonderangebote.

- an die großen DDR-Springer Jochen Danneberg, Hans-Georg Aschenbach und Falco Weißflog und wie der später indirekt sogar Pop-Geschichte schreiben sollte.

- an die Augenbrauen von Leonid Breschnew und daß Jimmy Carter ursprünglich Erdnußfarmer war.

- an die polnische Solidarität, den Schnauzer von Lech Walesa und die erstaunlichen Wandlungen in der Aussprache seines Namens (Walésa, Walénsa, Wawensa, Wauwnnsa, Wauwénnsa).

- an Afghanistan, an die Mudscha Heddin und die verstümmelten Minen-Opfer. Kinder vor allem.

- an die Giftgasopfer des Kriegs zwischen dem Iran und dem Irak.

- an den Bär von Schasien und an das versteinerte Gesicht des charismatischen Schihüttenführers, des Ayatollah Kumm'eini.

- an Mogadischu.

- an die Handtaschen von Maggie Thatcher und daß die Iron Lady eigentlich Chemikerin war.

- an den Falklandkrieg und den Kampf darum, um was sich die Engländer und Argentinier da bekriegten: die Falkland-Islands oder Las Islas des Malvinas.

- an den einen Flugzeugträger, den die Briten in den Süden schickten und daß der britische Sieg der Iron Lady dummerweise ein zweites Mal die Wiederwahl sicherte.

- an den Contergan-Skandal und seine Auswirkungen.

- an die Erdbebenkatastrophe in Friaul und an die Katastrophe von Seveso, an der indes der Mensch schuld war.

- an Hilde Rom und den Wahnsinn Löwingerbühne und an Hilde Reschl (???) im Seniorenclub. Und natürlich an den "Herrn Alfred" Böhm. Und an seinen Namensvetter Maxi, der die schlechtesten Witze gut erzählen konnte.

- an Star Wars. Auf der Leinwand und in Wirklichkeit. Wobei sich das in der Wirklichkeit ja auch als filmreife Illusion herausstellte.

- an Idi Amin und an die überlieferten Greueltaten des Diktators aus Uganda - Verspeisung abgeschnittener Ohren, Aufessen kleiner Kinder, etc., etc.

- an Bertha von Suttner am ehemaligen ehemaligen Tausender, weil sie Friedensnobelpreisträgerin gewesen war. Daß sie mit Herrn Nobel eine heftige Affäre hatte, wurde uns natürlich verheimlicht.

- an Josef Ressel, den Erfinder des Schiffsschraube, auf der Rückseite des 500 Schilling Scheins und an Angelika Kaufmann am alten Hunderter.

- an Carl Ritter von Ghega und an das Braun des Zwanzigers mit der Semmeringbahn.

- wo Österreich überall federführend beteiligt waren: beim Suez-Kanal (Negrelli), bei Israel (Theodor Herzl), bei der Schreibmaschine (Peter Mitterhofer), bei der Nähmaschine (Josef Madersperger), bei "Stille Nacht, Heilige Nacht" (Mohr und Gruber), beim Benzin-Motor (Siegfried Marcus) und beim Turbinenbau (Viktor Kaplan).

- an sinnlose Geschenke zum Weltspartag.

Die gibts auch heute noch ! - an die Einführung der Gurtepflicht und an die einschlägigen Werbemaßnahmen (Schlitten auf schiefer Ebene mit 16km/h), die davon überzeugen sollten, wie stark doch der der Aufprall sei. Von nun an hatte man sich auf behördlicher Anordnung davor zu bewahren, sich unangegurtet an der Windschutzscheibe weh zu tun.

- an *, an ** und an *** Schildkröt-Tischtennisbälle.

- an Badehauben und an den durch Chlor umflorten Blick in winterlichen Hallenbädern. Und die Ausblicke mit Schwimmbrillen.

- an Reinhold Messner, der als erster alle vierzehn Achttausender bestieg und danach eine Zeit lang als Pappkamerad für Stroh-Rum Werbung machte. Do Drink and Climb!

- an die ersten Folgen von Dallas, und daß ich mir das trotzdem anschaute, manchmal. Oft. Und wie dann der Denver-Clan kam, der irgendwie nicht so gut war. Außerdem kam er später.

- an Rosemarie Isopp und die Sendung Autofahrer unterwegs mit den Kirchenglocken um zwölf Uhr. Sowie an Günther "Howdie" Schifter, der uns via Schellacks die USA nach Hause brachte.

- an Heinz Conrads am sonntäglichen Frühstückstisch und seine unvergeßliche Begrüßung "...Servas die Madln und Griaß Euch, die Buam". Und - an die Glatze von Norbert Pawlicky.

- an mein erstes Mad. Und an Clever & Smart.

- an den Karottenfressenden Bugs Bunny. Das mit den Häschen kam erst viel später.

- an die üppigen Silhouetten der Nebendarstellerinnen in Nick Knattertons Abenteuern. Und an Namen wie Molly Moll und Dolly Doll oder so ähnlich.

- an Jahrhundertsommer, an Rekordneuschneemengen, an Hitzewellen, schwere Hagelschäden und an die Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht.

- an die Einführung der Sommerzeit und die heftigen Debatten darüber, was das nicht alles bringen würde.

- an fremde Kinderzimmer, die mit Plakaten aus "Bravo" tapeziert waren.

- an Suzie Quatro.

- an die Gruppe Kiss, und wie weit die die Zungen aus ihren geschminkten Gesichtern rausstrecken konnten.

- an den Beginn des Disco-Zeitalters, den ich altershalber knapp verpaßte, an die Band Boney M., die "By the Rivers of Babylon" sang und wie sich dann erwies, daß die eigentlich gar nicht so gut singen konnten. Aber tanzen. Obwohl disco ja eigentlich gar nicht tanzen meint. Und ich entsinne mich an das Aufkommen der ersten Disc-Jockeys.

- an die Village People und an ihren Hit "Y.M.C.A.", was für "Young Men's Christian Association" steht, was wir nicht wußten. Wär auch egal gewesen.

- an Donna Summer und an Jane Birkin, an ihre Stöhn-Klassiker "Love to Love You Baby" und an "Je t'aime" von Serge Gainsbourg.

- an das Seeräuberschiff, das immer wieder und verhängnisvollerweise die Wege von Asterix & Co. kreuzte und den Mann im Ausguck, mit dem Sprachfehler.

- an das Puch Clubmaster mit zehn Gängen und knallhartem Plasiksattel. Und an die Zeit der "High Riser" Jahre zuvor. Und daß es damals noch ziemlich weit war bis zu den ersten Mountain-Bikes.

- an Bernard Hinault, den Dominator der Tour de France, und an Francesco Moser. Sowie an Giacomo Agostini, den Dominator auf den motorbetriebenen Zweirädern (MV Augusta).

- an das Puch Maxi, an die Puch Monza und an die Roller.

- an die ersten Pacman-Automaten, diese pünktchenfressenden Dinger, die von Monstern verfolgt wurden - der von uns allen unbemerkte Anbruch interaktiver Neuer Medien.

- an Ping-Spiele am Fernseher bei Freunden und an den Commodore C64.

- an Flash Gordon und an "Blade Runner".

- an die "Bildungs"ausflüge in der Schule, und daß da kaum was hängengeblieben ist. Außer den dumpfen Erinnerungen an die Busfahrt.

- an den Schulfilm "Die Welle", der uns vor Augen führen sollte, wie es zum Faschismus kommt.

- an den ehemaligen Lehrer Mark Knopfler mit dem Frotteestirnband und an die Dire Straits.

- an Bobby und Strolchi. Strolchi war der Hund mit der nach unten aufklappbaren Kinnlade und Bobby hieß Bobby Lugano (nicht wirklich?) und war der schauzbärtige Zauberer, der schon damals immer auch ein bißchen Langweile verbreitete.

- an den mnemotechnischen Tip unserer vollbusigen Biologielehrerin, wie wir uns die unterschiedliche Lage von Stalakditen und Stalagmiten merken konnten: Stalaktitten nämlich.

- an das paragrafenähnliche Blizzard-Signet nicht nur auf den Schiern, sondern auch auf der Schihaube. Und die Streitfrage, wie Schi zu schreiben sei. Ski nämlich.

- an Spliff, Dschingis Khan, Fehlfarben und Extrabreit. Und an "Daddy Cool".

- ans Kammblasen und die kitzelnden Vibrationen des Seidenpapiers.

- an den ersten Umgang mit Präservativen und ihre ersten Einsätze: als Luftballons und Wasserbomben.

- an herumgetragene gelbe Reclam-Bändchen.

- an Sofortbildkameras.

- an Orwells Animal Farm und wie ich dann irgendwie doch draufkam, daß es da nicht bloß um Viechereien ging, sondern in ziemlich genauer Entsprechung um die Geschichte des Kommunismus, was ja nicht ganz aufs Selbe hinauslief.

- an den VW-Scirocco und an den Renault Alpine.

- an den Fiat Ritmo (vorzugsweise bordeauxrot), das seltsame Heck und den charakteristischen Felgenschutz. Und daß Fiats so rostanfällig sind.

- an Flipper und Lassie. Und daß es eine Zeit brauchte, bis ich zwischen "Collie" und "Lassie" unterscheiden konnte. - außerdem an Daktari, an Skippy, das Buschkänguruh, an Lieber Onkel Bill, an Der Doktor und das liebe Vieh. Und an Fury und Black Beauty.

- an Weichzeichner-Porträtaufnahmen von Richard Claydermann am Klavier mit Kerzen und an Bilitis und den ganzen Kram mit dem Fett vor der Linse, den dieser David Hamilton veranstaltete.

- an Peter Hoffmann, den Wagner-Tenor mit wehender bloder Mähne, der  mit nacktem Oberkörper auf Motorrädern posierte und Rock-Klassiker intonierte. Früher war er Zehnkämpfer.

- an Gandhi von Richard Attenborough und daß man fälschlicherweise oft Ghandi schrieb. Und daß Indira Gandhi nicht seine Tochter war.

- an Nastassja Kinski und das Rätsel, wie ein derartig häßlicher Mann eine so schöne Tochter haben konnte. - auch an Désirée Nosbusch, habe allerdings nicht die geringste Ahnung, wie ihr Vater aussah.

- an das Zappa-Poster, wo er am Klo sitzt. Und das mit dem Affen und der Banane in der Hand, der auch am Klo sitzt.

- an den Film "Krambambuli" am Sonntag Nachmittag und die Schlußeinstellung, wie der Hund sinnloser- und traurigerweise dem Zug mit seinem zu bestrafenden, abgeführten, wildernden Herrl nachläuft.

- an "Drei Chinesen mit dem Kontrabaß saßen auf der Straße...". Und an "Tsching Tschang Tschung, Chinesen sind nicht dumm, Chinesen in die Ecke scheißen, Fliegen um die Scheiße kreisen. Tsching. Tschang, Tschung." Von political correctness war damals noch weit und breit keine Spur. Und Mao war auch gerade erst gestorben

- an Queen und "We Will Rock You", dessen Refrain mindestens so oft (und mit Geklatsche und Gestampfe) abgesungen wurde wie ihr anderer Megahit "We are the Champions". Damals wußte ich weder, daß Mercury auch Quecksilber bedeutete, noch, daß zwei der Queen-Musikanten promovierte Naturwissenschaftler waren und einer Diplomelektroniker.

- an "Smoke on the Water" von Deep Purple.

- an die Zeit, als das Brickerl öS 2,50 gekostet hat und der Jolly öS 3,-. Und ein Cornetto fast immer viel zu teuer war.

- an "Licht in Dunkel"-Sendungen rund um Weihnachten und den dazugehörigen Ernst Wolfram Marboe. Damals ohne jede Ahnung, wofür da eigentlich Geld gespendet wurde: Vielleicht bloß deshalb, weil die Spender ihre Namen dann kurz über den Bildschirm laufen sehen konnten?

- an das Quiz in Rot-Weiß-Rot mit Gerhard Tötschinger, dem wahrscheinlich steifsten aller Moderatoren, an die Hubschrauberflüge zu einem Mozart-Adagio, während dessen man dann erraten mußte, wo der Huschrauber gerade drübergeflogen ist.

- Carl Michael Belcredi und den Wetterfrosch Quaxi in der Zeit im Bild für die Kleinen um Fünf.

- an Knobelrunden. Schere, Stein und Papier. Manchmal auch mit Brunnen.

- an den Weinskandal, daß Glykol auch und vor allem in der Scheibenwischerflüssigkeit enthalten war und wie danach der österreichische Wein erst Klasse wurde.

- an Reinhard May und "Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein".

- an Breitcordhosen, die damals natürlich Schnürlsamt hießen und wie sich das alle im Laufe der Jahre über den Knien an den Tischen in der Schule abwetzten.

- an Wrangler-Jeans, die damals das höchste waren. Die Zeit der Levis 501er kam erst noch.

- an Wrangler-Sweater, wo unbedingt Wrangler draufstehen mußte.

- an die Wrangler-Werbung damals, die alle möglichen Tiere in Wrangler Jeans-Wear steckte, was spassig aussah.

- an die blauen und roten Leinenrucksäcke mit den weißen Nähten und Lederapplikationen auf Schulwandertagen.

- an das Jahr, als Blue-Jeans mit einem weißen Streifen an der Seite der letzte Schrei waren. Ein grausamer Irrtum der Bekleidungs-Evolution.

- an Würfelzucker mit Klosterfrau Melissengeist bei Autofahrten und den Kaugummi, der vor Übelkeit bewahrte.

- an Diana mit Menthol und daß das wohl tat. Angeblich. Und an Kölnischwasser, von dem selbiges nicht uneingeschränkt behauptet werden konnte. Und an SiebenundvierzigElf-witze.

- an BAC-Deosprays und Tabac for Men.

- an Kreisky und wie er wegen der Energieverschwendung gegen das elektrische Rasieren war. Und wie er es dann ganz aufgab.

- an Olof Palme und daß Schweden unser Vorbild sein sollte.

- an Schwedenrätsel, an Schwedenbomben und daß ich die mit Kokosraspel weitaus lieber hatte.

- an Atlanten des menschlichen Körpers und daß man sich aufgrund der Querschnittsabbildungen nur schwer vorstellen konnte, wie Frauen unten herum tatsächlich gebaut sein könnten.

- an die erste Daunenjacke. Und an hochelastische Ellesse-Jethosen, die ich nie bekam.

- an Flöhe - jene kleinen Holzkügelchen mit Band, die man sich mit einer Sicherheitsnadel irgendwohin auf die Kleidung steckte, was eine der blödesten Moden überhaupt war.

- an die blaue Jolly-Schulfüllfeder und das Einkaufen der Schulhefte zu Schulbeginn.

- an "Augen auf, Augen auf, Helmi ist da".

- an den vollbärtigen Vader Abraham und seine Schlümpfe mit den blauen Gesichtern und den weißen Mützen.

- ans Quartett-Spielen, meistens mit Autos, wo man die PS und Geschindigkeitswerte vorgab.

- an den ersten Kassetten- nein: damals eigentlich ausschließlich: Cassettenrecorder, ans Kassetten-Aufnehmen und den Ärger, wenn es sich wieder einmal nicht ausging, längenmäßig.

- an die orange-schwarzen BASF mit 60 Minuten Spieldauer. Und die Cromklassen und daß es da auch noch welche mit Eisen (Ferro...) gab.

- an Walky-Talkies, die neolithischen Vorfahren der Handys, und an die notorische Frage: "Tse-Ku, Tse-ku?". Und dann kamen auch bald die ersten Walkmen.

- an das Aufkommen von Frisbees.

- an Papierflugzeuge und solche aus Porozell, die man mit einer Schleuder in die Luft jagen konnte.

- an Türkischen Honig und Zuckerwatte auf diversen Jahrmärkten.

- an Milchflaschen mit dem Alukappen, wo man reindrücken mußte, damit sie aufgingen.

- an "Zeichnen, Malen, Formen" und "Wer bastelt mit?" Ohne je mitgebastelt zu haben.

- an Papoutin und den verrückten dänischen Koch, der immer Sachen hinter sich warf und Smörrebröd schrie.

- an den Rosaroten Panther, die blasierte Stimme der unglücklichen Ameisenbärin, die es immer reinschiß, und an: "Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage, "

- an Fred Feuersteins "Yabba-Dabba-Doo" und an Barnie Geröllheimer.

- an Wickie und die starken Männer. Und an Wickies Nasenreiben, das kurzzeitig unter uns Volksschülern ziemlich beliebt war.

- an Faxe, Snorre und Ulme; und daß die Wikinger manchmal ganz ungeniert einfach die griechische Antike ("Das Trojanische Pferd") nachspielten, ein bißchen gemäß dem Hegel-Wort, wonach sich die Geschichte wiederhole: zuerst als Tragödie und dann als Zeichentrickfilm.

- an den schrecklichen Sven mit der Warze im Gesicht. Und an Wickies süße Freundin Gilvie. Und daran, daß ich lange nicht wußte, ob Wickie ein Mädchen war oder ein Junge.

- an Biene Maja im Fernsehen, an den faulen Willi, an Flip mit den sechs Gliedmaßen, an die böse Thekla und an die dämliche Ameisenkohorte. Der an sich schöne Name Thekla ist durch die Biene Maja wohl auf Generationen diskreditiert.

- an Heidi, den eingängigen Titelsong "..., deine Welt sind die Be-her-ge" und daß Heidi in Japan hergestellt worden war. - außerdem an die Titelmelodie zu Pinocchio. Und ihr Ende: "Pi-no-cchi-o".

- an den Lichtspalt nach dem Abdrehen des Fernsehers, der dann zu einem hellen Punkt schrumpfte, ehe auch der langsam verschwand.