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Also ich erinnere mich:
- an den "Rubik Würfel" und wie man dann die zum x-ten mal kopierten
Lösungen kaufen konnte (und ich ihn doch nur dadurch geschafft habe,
dass ich ihn zerlegt und richtig herum wieder zusammen gesteckt habe).
- an die Starschnitte in der Zeitschrift "Bravo" auf den man schon immer
wartete, damit man endlich sein Idol komplett hatte (und ich nie einen
ganzen geschafft habe, weil immer ein Teil gefehlt hat!).
- an den ersten Schwarzweiß-Fernseher mit dem dunkelbraunen Holzrahmen,
und wie lange er brauchte, bis er ein Bild zeigte.
- an die mehrteiligen Fernsehserien zu Weihnachten und zu Ostern, an "Der
Kurier des Zaren", an "Die Schatzinsel", an "Der Seewolf" und die unbändige
Vorfreude auf die Sendungen.
- wie Raimund Harmsdorf in "Der Seewolf" eine rohe Kartoffel mit der rechten
Hand zerquetschte und wie Otto Wanz weltrekordmäßig Telefonbücher zerriß.
- an Bud Spencer und wie er immer alle Armdrückereien gewann - auch gegen
Harmsdorf. Und daß bei uns zumindest bis zur Pubertät einige Mädchen stärker
waren als wir Buben.
- an "Sie nannten ihn Mücke", an "Plattfuß in Afrika" und "Zwei Himmelhunde
auf dem Weg zur Hölle". Mit der Titelmelodie "Flying through the air"
(oder so ähnlich) von diesen italienischen Kastraten - so sagten wir damals
-, die auch "Santa Maria" gesungen haben. Oliver Onions hießen die.
- an Louis de Funès - vor allem den Film mit den Oben-Ohne-Badenden in
Saint Tropez und dann den mit den Fürzen - und an Fantomas.
- an "Ich möchte ein Eisbär sein" von Grauzone und die Zeile "Eisbären
dürfen nie weinen". Und daß man immer schon cool mit cold verwechselt
hat. Zurecht.
- an die Frauen in hautengen, silbrig-glänzenden Anzügen, die für Firn
und Arosa Werbung machten. Und daß die von Firn sexier war.
- an Kraftwerk, an "Fahr'n, Fahr'n, Fahr'n auf der Autobahn" und an "Sie
ist ein Model, und sie sieht gut aus". Ich kann mich jedoch an kein Model
dieser Zeit namentlich erinnern. Allenfalls an Jerry Hall, aber auch nur
sehr vielleicht. Die Lindas, Cindies, Naomis dieser Welt waren auch grad
erst so alt wie ich. Oder jünger.
- an Umberto Tozzi, an "Ti Amo", an "Gloria" und an "Jukebox", sowie an
Adriano Celentanos "Azzurro".
- an das Bild von Ornella Muti als Mädchen von Triest, die Selbstverständlichkeit
ihrer Brüste und die vollkommene Unnötigkeit eines Bikinioberteils.
- an die laufende Familie aus der BAWAG-Werbung und die schlenkernden
Brüste der Mutter. Und daß man als Mann mit Denim jede Situation fest
im Griff hatte.
- an Tschamba Fii bräunt wie noch nie.
- an Dschi-Dschei-Wischer in der Früh im Radio. Von und mit Christine
Nöstlinger, deren Stimme dafür ins Kindliche verzerrt wurde.
- an die ein wenig schwuchtulös-inzestuösen Fernsehauftritte von Hans
und Georg Bundy, den österreichischen Friseurweltmeistern.
- an den Text zu "Schifoan", die inoffizielle österreichische Nationalhymne.
Und wie die zu allen möglichen Anlässen abgesungen wurde.
- an den Watzmann und die Gailtalerin.
- an den "Hofer", an die "Blume aus dem Gemeindebau" und die "Wintersun".
- an Wilfried, an "Heidel- bzw. Highdelbeeren", "Du hast mir mein Orange
verpatzt" und an das Kufsteinlied.
- an Ronnie Urini und an Uli Bär, an Chuzpe und an Minisex.
- an Muckenstrunz und Bamschabel, die wir auch einmal recht lustig fanden.
- an André Hellers Riesenfeuerwerke sowie an seine Heißluftballonfiguren.
Und daran, daß die wahren Abenteuer im Kopf seien, und andere Dinge verwuuunschen
tief im südchinesischen Meer.
- an "Ein echter Wiener geht nicht unter" und an frühe Kottan-Folgen (mit
Chris Lohner!). Unter anderem jener, in der gemeldet wurde, daß in der
Nähe von Duisburg ein UFO gelandet sei.
- an Michael Schanze und an "ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr,
wenn das Licht angeht"
- an feuchte Extrawurstsemmeln mit einem Gurkerl und Leberkässemmeln mit
viel Senf.
- an die roten Kaugummiautomaten in geringer Höhe, aus denen für 1 öS
bunte Kaugummikügelchen und anderer Kleinkram gedrückt werden konnte,
den man durchs Sichtfenster sah, von dem man sich wünsche, daß er herabfallen
würde. Was aber nie geschah.
- an die Pez-Automaten mit der blauuniformierten Wunderblondine, an den
angebrachten Zigarettenautomaten bei der Trafik und den Blausiegelautomaten
in einem dunklen Eck bei der Drogerie. Und den Briefmarkenautomaten bei
der Post und an die Süßigkeitenautomaten am Bahnhof.
- an den Bananenmilchmixer, wie da oft was rausspritzte, an die Beigabe
von Rum, sowie an die Plünderungen des Rumtopfs, der damals auch schwer
angesagt war.
- an das Aufkommen der Gefriertruhen und wie alles eingefroren werden
mußte, auch wenn es dann oft nicht mehr ganz so gut schmeckte - Erdbeeren
zum Beispiel.
- an Jaffa-Orangen im Papier, die in rollende Schildkröten verwandelt
wurden, an das zunächst befremdliche Auslöffeln von Grapefruits und an
das Aufkommen der Kiwis.
- an Hirn mit Ei, an "Arsch mit Ohren" und "Schas mit Quasteln".
- an das Saturday Night Fever, an John Travolta, an das liebliche "Xanadu"
und "You're the one that I want".
- noch viel besser an "Die Wanne ist voll" von und mit Helga Feddersen
- Gott hab' sie selig - und an Didi Hallervorden.
- an "Ein Bett im Kornfeld", an Roger Whittakers Pfeif-Lied und an das
Orchester James Last.
- an die ungeniert-geniert präsentierten Brüste von Ingrid Steeger in
dieser einen Sendung, die vermeintlich Spaß machen sollte, lange vor Tutti-Frutti.
- an "Dornenvögel" und den Priester Richard Chamberlain.
- an "Everybody was Kung-Fu-Fighting, ding-digi-ding-digi-din-di-di" und
die Silhouette des Mönchs David Carradine (alias Kwai Chang Caine) mit
seiner Tasche und dem Mantel und die Schlägereien in Zeitlupe.
- an Bonanza bzw. die Leute von der Shilo-Ranch, wie z.B. Little John,
der zuletzt gar nicht mehr so little war.
- an Tschernobyl.
- an HiFi-Ausstellungen und als man von so kleinen Silberscheiben munkelte,
die irgendwann einmal die Vinylplatten ablösen würden. Damals glaubte
natürlich niemand dran, auch weil die ja viel zu teuer waren.
- an Taschengelddiskussionen.
- an Stammbücher und wie die die Mädchen allenthalben mitbrachten, damit
ihnen was in Stammbuch geschrieben wurde. Und dann gab es kurzzeitig auch
jene Büchlein, in die sich die Klassenkameraden mit Foto eintragen und
ein Bekenntnis zur Lieblingsband etc. abgeben mußten.
- an die Boomtown-Rats und ihren Hit "Tell me wy I don't like mondays",
wo es um irgend so ein Massaker im Klassenzimmer ging.
- an Bob Geldorf und die erste Band-Aid-Veranstaltung, bei der Geld für
Afrika gesammelt wurde. 1985.
- an Alan Parson's Project und Manfred Mann's Earth Band, an das Electric
Light Orchestra und an Orchestral Manoevres in the Dark.
- an: "We don't need no education, we don't need no thought control".
"No dark sarkasms in the classroom", glaub' ich, haben wir damals nicht
mehr verstanden. Und schon gar nicht, daß das mit uns etwas zu tun haben
könnte. Aber die umfallenden Mauern bei der Bühnenshow, das mußte toll
sein.
- an Break-Dance-Wettbewerbe.
- an die schwarzen Poster mit den gelben Katzenaugen, die allüberall herumhingen
und für Cats Werbung machten. Und daran, daß eine Zeit lang allüberall
"Memories" vorzugsweise interpretiert von Barabra Streusand - zu hören
war.
- an die Fa-Werbung mit der wilden Frische von Limonen. Und an die festen,
feuchten Brüste der oben ohne badenden Fa-Frauen.
- an die Aerobic-Welle, die als allererste Jane Fonda anschwemmte und
an Ilse Puck, die österreichische Antwort, noch bevor die Frage Aerobic
überhaupt gestellt war.
- an die flauschigen Wadenwärmer für's Aerobic und an die kopfhörermäßigen
Ohrenschützer aus rosa Plüsch im Winter zum Eislaufen. Beide Verbrechen
wider die Ästhetik.
- an Bodybuilder. Und an Schwarzenegger als Conan, der Barbar.
- an das üppig geschminkte Gesicht von Dana Gillespie, eigentlich eine
adelige Baronin de Winterswater (oder so ähnlich), und ihren sehr lasziven
Hit "Move Your Body Close to Me".
- an Marianne Faithfull und an die "Ballad of Lucie Jordan", daß Faithful
schwer auf Drogen und Mike Jagger war. Und eigentlich angeblich die Großenkelin
von Leopold Sacher-Masoch.
- an die kurzen Jahre des Soft Jazz: an Matt Bianco und an Level 42, an
Working Week und an die wunderschöne Sade mit ihrem Hit "Smooth Operator".
- an Peter Alexander, die Peter Alexander Show, die Frage, warum seine
Frau nicht übermäßig schön war, an Charlies Tante, "Das kleine Beisl
in unserer Straße, da wo das Leben noch lebenswert ist" und "Hier ist
ein Mensch".
- an Hans Moser und Paul Hörbiger an Sonntag-Nachmittagen in FS 1 (ab
15 Uhr).
- an HUMANIC-Werbungen, die mit Schuhen eher weniger zu tun hatten. Und
an Franz.
- an Clarks und an Hush Puppies, an Rauhlederjacken und Rauhhaardackel.
- an Clogs, die hierzulande eher unter Zockl bzw. Töffler bekannt wurden.
Und daß die Holländer diese Dinger in Vollholzform immer schon getragen
haben
- an die ersten Daunenjacken, die viel zu teuer waren.
- an mein erstes Paar Moon-Boots und wie ich mir damals wahrscheinlich
das erste Mal Schweißfüße holte.
- an "How do you do mit die Gummischuh'? Hau' i di a mit die Goisara!"
- an die Carmen-Paraphrase: "Auf in den Kampf, die Schwiegermutter naht,
siegesbewußt wackelt ihre Brust..."
- an "Der Schwanz steht steif, die Fut ist voll, die Eier tanzen Rock
'n' Roll" - das war zur Melodie von Rock around the Clock zu singen. Und,
daß wir damals - Volksschule (!?!) - nicht so recht wußten, was damit
eigentlich gemeint war. Aber da es die Erwachsenenen nicht hören durften,
mußte es was Tolles sein.
- an "Fut und Beidl sind Geschwister und der Arsch ist Kriegsminister".
- an die Verballhornung "Von den Blausiegelbergen kommen wir, unser Lehrer
ist genauso blöd wie wir. Mit der Brille auf der Nase sieht er aus wie'n
Osterhase.
- an die rote Zahlenanzeige an unseren Texas Instruments TI 30 Rechnern
und daß die nur wenige Jahre vorher über tausend Schillinge gekostet hatten.
- an den Langläufer Juha Mieto, einen 2m großen, vollbärtigen Bauern aus
Finnland, der auch bei minus 20 Grad keine Handschuhe trug.
- an die Betthupferl-Sendungen mit diesem seltsamen vollbärtigen Männchen,
das in einem Auto durch die Gegend kurvte, wobei sich die Felgen der Räder
wegen der 24 Bilder eigentlich nach hinten bewegten. Und da gab es dann
auch einen Affen, der eine Banane schälte, indem er die Schale in drei
gleichförmige Stücke abzog, was sich in Wirklichkeit kaum ausgeht.
- an das Herz als i-Punkt auf der Zeitschrift "Bussibär".
- an die Wunderwelt. Und Rolf Kaukas "Fix und Foxi". Bis zu Jimi Hendrix'
"Foxy Lady" und dem Wissen um einen gleichnamigen Film von Teresa Orlowski
sollten noch einige Jahre vergehen.
- an "Oba Heidschibumbeidschi " und an "Schlaf, Kindlein schlaf, dein
Vater ist ein Schaf, die Mutter ist ein Trampeltier, was kann denn da
das Kind dafür. Schlaf, Kindlein schlaf."
- an die schwarzen John Player Special Zigarettenschachteln mit dem goldenen
Schriftzug, die ganz lässige Typen im Schwimmbad in den seitlichen Schritt
ihrer schwarzen Männerbadehosen steckten.
- an "Tausend Nadeln" am Unterarm, den "Pferdebiß" in den Unterschenkeln.
Und an Kung-Fu-Schläge, die tödlich sein konnten.
- an Lembkes heiteres Beruferaten, an die charakteristische Handbewegung
der Gäste und an Guido Baumann, vor dem ein Schild mit bloß "Guido" stand.
Eine "Annette" gab es auch. Und natürlich Hans Sachs mit der Masche.
- an den Lembke-Witz ",Welches Schweinderl hätten's denn gern?Î ,Am Liebsten
das mit der Brille".
- ans Basteln mit Sirius-Camembert-Schachteln und mit leeren Ovomaltine-Dosen.
- an das Sammeln von Bensdorp-Schleifen und daß man für 100 dann ein oder
zwei Gratis-Schokos kriegte.
- an lustige Bildergeschichten auf der Innenseite vom ablösbaren Aufdruck
auf den Bencodosen.
- an Schulmilch und daß ich immer Kakao trank. Um ZweiSchillingZwanzig
ungefähr.
- an die eigene Herstellung von Wassereis im Sommer: Eiswürfel mit Dicksaft.
- an das Eskimo-Eis der Sorte Piper in diesem milchweißen Plastikzylinder,
wo man das Eis von unten raufdrücken mußte - Zitrone und Himbeer, glaub'
ich.
- an den Doppellutscher, an den Blauen Riesen, an Enterprise, an das Cola-Orange
von Schöller.
- an andere Schöller-Eissorten. Unter anderem jenes in der Plastikorange,
im Plastikapfel und im Rumfäßchen.
- an das Eis in diesem Plastiktrichter mit dem Kaugummi unten drin.
- an die Zeit, als Twix noch Raider hieß.
- an den Hustinettenbär und an "Drei Tannen geben Sicherheit, bei Husten
und bei Heiserkeit". Und daß es zwischendurch kurzzeitig auch einmal Durstinetten
gab.
- an die etwas laszive Werbung mit dem Kirschstein Blockmalz-Männchen,
das einer hübschen Maid am Ausschnitt herumturnte.
- an den seltsamen Lederfußball auf den Packungen von Eggers Sportgummi.
- an Blendi, die rosasüße Zahnpasta mit dem Biber drauf, am Abend und
in der Früh. Und an den Zweizeiler einige Jahre später, daß die Morgenlatte
härter sei als der Zahn der Bisamratte.
- an vitaminhaltige Brausetabletten und an die kleinen Fluor-Tabletten,
die wir damals schlucken mußten gegen Karies. Und dann wieder nicht, weil
sich die Experten uneins waren.
- daran, wie irgendwann die Tollwut auftauchte und Verbotstafeln in unbewohnter
Gegend, die vor tollwütigen Füchsen warnten, die allesamt abgeknallt wurden.
Und wie man sich im Ansteckungsfalle einer grausamen Impfung direkt in
den Bauch würde unterziehen müssen.
- an die Salbe mit dem Namen Pasta Plumpi - oder so ähnlich - die als
"Zugsalbe" gegen Eiterungen eingesetzt wurde.
- an Cat Stevens und "Wenn der Teekessel singt und der Goldteefix duftet,
dann hat man's gut".
- an Otto Koenig mit seinem weißen Bart und dem olivgrünen Naturschutzoutfit,
der uns in seinen "Rendezvouz mit Tier und Mensch" zu erklären versuchte,
was wir mit den Tieren gemein hatten.
- an Paradiese der Tiere, an die startenden rosaroten Flamingo-Horden
in schwarz-weiß und die einprägsame Kennmelodie.
- an Trailer, samstags um 18 Uhr mit Frank "The Voice" Hoffmann, an den
Vorspann mit der Musik von Moondog und mit Film-Bildern, die nicht immer
ganz erkenntlich waren (eine Flamme,...). Und an die Aufgeregtheit, wenn
mal wieder einmal die nackte Brust einer Frau im Vorabendprogramm zu sehen
war.
- an den Tod von Romy Schneider.
- an Pixie-Büchlein.
- an Tupperware-Partys, an denen auch meine Mutter teilnahm, an ihre Makramee-Eulen
und ihre Blumenampeln.
- an den Römertopf, der damals in keiner Küche fehlen durfte. Und an die
römergetopften Hendl mit Reis und viel Saft.
- an Setzkästen.
- an den präpubertären Spruch: "Frohe Ostern, blaue Eier", bei dem die
Rechte hingehalten und mit der Linken ein Faustschlag in das Urogenitalsystem
zumindest angedeutet werden mußte. Und ans Eierpecken im Familienkreis.
- an die Zirkusse, die in meine Heimatstadt kamen und an die Ankündigungen
schon etliche Tage vorher.
- an den Zirkus Krone und den Zirkus Salutti. Und unsere altkluge Gleichung
zu diesem Thema - so etwa mit acht in der Volksschule : "Zirkus Salutti:
zwanzig Weiber, vierzig Tutti."
- an die Tiere, die in ihren Käfigen beständig von einem Eck ins andere
trotteten, und an den typischen Zirkusgestank nach Elefantenpisse und
Pferdescheisse. Und umgekehrt.
- daß Zirkus im Fernsehen besser war.
- an Autodromfahren um fünf Schilling.
- an den Kubik-Würfel und wie dann die Auflösung im "Spiegel" kam. Und
an die Wettbewerbe, wer den Würfel schneller hinkriegen konnte.
- an die ganzen dämlichen Würfel-Nachbildungen, die sich aber nie so recht
durchsetzten.
- DKT-Spielen mit Freunden.
- daran, lieber Mühle als Dame gespielt zu haben.
- an die lange Galerie der sogenannten Sex-Minister. An die beiden russischen
Minister, an Oleg Mochslochov und Olga Blosmanowa, an den Schweden Lars
Ein- bzw. Samenström und an den Chinesen Fut Zeng. Und an den geschlechtslosen
Japaner Kamushi Kasaki.
- außerdem an den Niederländer Vik van Hinden. Von der Existenz eines
gewissen Iwan Diwan-Zaridi aus dem Osten hörte ich erst vor kurzem (N.N.).
In Arabien hieß der Mann Kahaar Am-Sak, und dann war da noch die Italienerin
Claudia di Puderiano.
- schließlich auch noch an den legendären Spanier Don Diego los Obidi-Gatti
de Sevilla (bzw. ...-denn Siewillja).
- an die Ledergarnituren des Club 2 und an Doktor Doktor Günther Günther
als Gastgeber. Und Marianne Koch und Dr. Huemer und was weiß ich. Große
Zeiten, legendäre Sendung.
- an Dieter Seefranz und den Skandal-Club 2 mit Nina Hagen und daß uns
Präpubertierenden damals nur zum Teil klar war, um was es da ging.
- an die Spider Murphy Gang, an den Skandal um Rosi sowie an den unvergeßlichen
Reim "Und draußen vor der großen Stadt / steh'n die Nutten sich die Füße
platt."
- an BAP und daß dieses Kölsch einfach nicht zu verstehen war. Mit der
Ausnahme einiger weniger Refrains. Verdammt lang her. Verdammt lang.
- an die Zeilen "Du schlägst mit Liebe nur so um Dich / und immer triffst
Du mich" des sehr schmissigen Lieds "Tänzerin im Sturm" von Ulla Meinecke.
- an "Ein bißchen Frieden" und daß Nicole immer schon und uneingeschränkt
unter der Kategorie Scheiße rubrizierte.
- an das "Hey Honny" Udo Lindenbergs in dessen "Sonderzug nach Pankow".
- an "Funky Town" von Lipps Inc.
- an die Zeit, als kleine geflochtene Schwänzchen im Nacken angesagt waren.
Hat sich glücklicherweise auch wieder aufgehört.
- an Waterloo & Robinson und an die Sendung Spotlight, die Peter Rapp
moderierte.
- an Edith Klinger im Dirndl und den kastrierten Kater, den sie gerade
vor der Kamera herzte. Und wenig telegene Hunde, die am liebsten ausbüchsen
wollten.
- an die "Musicbox" um fünf nach Drei und dann um 22 Uhr fünfzehn.
- an Poidingers Plattenkiste und an das Hardrock Studio. Oder hieß es
Hardrock Café?
- an die zwei sich bewegenden Weltkugeln am Beginn der Zeit im Bild und
an den In- und Auslandsreport.
- an die "Musik zum Träumen" um Elf, an das Orchester von Stan Kenton
und an die Arrangements von Nelson Riddle.
- an Klaus Heideggers schwarze Atomic arc mit dem c weiß (oder orange)
und mit dem tollen Rennbelag. Und wie schwer die waren.
- an Silberwachs, das bei warmen Temperaturen auf den Belag zu reiben
war.
- an Ingemar Stenmark und wie schüchtern er war, Interviews auf deutsch
zu geben, daß er Elan Schier mit Marker-Bindung fuhr.
- an Harti Weirather und wie er in Schladming Weltmeister wurde.
- an die Duelle zwischen Chris Evert (später Evert-Lloyd) und Martina
Navratilova.
- an Austrokanadier im Eishockey.
- an Dietmar Millonigg und Robert Nemeth. Damals die besten österreichschen
Mittel- bzw. Langstreckenläufer. Und an Wolfgang Konrath über 3000m Hindernis.
- an den 400m Hürden Läufer Ed Moses, der mehr als 100 Rennen lang unbesiegt
blieb. Wer aber erinnert sich an den 1997 verstorbenen Jon Aki-Bua, den
400m Hürden Sieger von München 1972 - den einzigen Olympiasieger, der
je aus Uganda kam?
- an die Hochspringerin Ilona Gusenbauer und an die Läuferin Karoline
Käfer.
- an den steirischen Zehnkampfrecken Sepp Zeilbauer und an den Linzer
Dr. Georg Werthner.
- an erste Triathlonveranstaltungen Anfang der achtziger Jahre. Und wie
beim Schifahren der Super-G eingeführt wurde - Jahre nach Gerti Sengers
bahnbrechender Entdeckung des gleichnamigen Punktes für die Österreicherinnen.
- an Österreichs ewiges Turmspringtalent Nicki Staikowics, der bereits
1972 in München bei Olympia mit dabei war.
- an die eher körperlose Sissy Theurer und wie sie in Moskau Gold im Dressurreiten
gewonnen hat.
- an die seltsamen Ohren des Judokas Peter Seisenbacher, der nicht nur
wegen des Boykotts in Los Angeles siegte.
- daß wir damals in den Siebzigern im Atomzeitalter lebten, das dann aber
ziemlich plötzlich wieder zu Ende war. Auch angesichts von Zwentendorf.
- an die gelben Pickerl "Kernkraft - nein danke!" mit der gelben Sonne,
vorzugsweise auf den Kühlerhauben von roten Citroën 2 CV.
- an die Bilder vom Einsturz der Reichsbrücke.
- an "Die Wissenschaft hat festgestellt, daß Coca Cola Gift enthält" und
an das andersfarbige Cola, das sie aber gleich wieder abstellten.
- an die vielen, eher grausamen Cola-Bastarde und an das genießbare Afri
Cola. Und an Sinalco und Bluna, die leider im Gegensatz zur Frucade keinen
zweiten Frühling erleben durften. Schließlich gab es da auch noch die
vielbeworbene Limonade Lift.
- an die Getränkemarke Mirinda und daran, daß gewisse pubertierende Jugendliche
sich immer wieder daran erheitern konnten, daß man einer Limonade einen
derart inkontinenten Namen gegeben hat.
- an die köstlichen Haselnuß-Schoko-Naschereien namens "Swedy" und "Manja",
die es immer noch gibt. Und an die Unmöglichkeit, diese Dinger nur anzubeißen,
ohne daß sie sofort brechen.
- an Fizzers, die es in klein und groß gab. Die kleinen um 50 Groschen.
- an "viele viele bunte Smarties". Und an "Nimm Zwei".
- an TicTac ist die neue Taktik; und dann kam was mit frischem Atem für
den ganzen Tag. Von Karies natürlich keine Rede. Und an "Was immer man
tut, eine Pause tut gut, Pocket Coffee."
- an längliche Caramellutscher mit rosa Streifen. Und an etwas gedrungene,
ovaloide Traubenzuckerlutscher in Pastellfarben, nach deren Genuß die
Zunge aufgescheuert und entsprechend pastellfarben war. Und - an Lutscher
mit Brause innen drin.
- an Poprocks, die im Mund zerplatzten und dabei durchaus störende Geräusche
machten.
- an Kojak alias Telly Savalas, den glatzköpfigen Kriminalbeamten mit
dem notorischen Lolly im Mund und die Werbung für diese Lutscher.
- an jene obskure Kaugummisorte mit dem Gel innen drin und daß es die
auch in der obskuren Geschmacksrichtung Zimt gab.
- an die harten rosaroten Kaugummiquaderchen namens Superbazooka. Und
an die Mühe, die es machte, den Kautsch nach Riesenblasen zu entfernen.
- ans "Laufende Band" von und mit Rudi Carrell. Und daß sich die
Sieger am Schluß dann erstaunlicherweise an ziemlich viel erinnern konnten.
- an Kulenkampff und an die verschiedenen Akzente der Bildungsbürger aus
acht Ländern Europas. Und was die erst alles wußten!
- an den Leuchtglobus mit dem Lichtpunkt, durch den man Orte verschiedenster
Länge und Breite ansteuern konnte. Ging aber relativ bald kaputt.
- an die französelnde Astro-Lady Elisabeth Tessier und deren üppige Dekolletés,
die einen ziemlich tief in die Zukunft blicken ließen.
- an Hans Rosenthal und an seine Sprünge, an die Wabenwand im Studio,
an Brigitte Xander und Mädi Riehl als Aufpasserinnen. Und an Dalli-Klick.
Fast vergessen hätte ich aber, daß die Sendung ja einem guten Zweck diente,
als das Geld dann ja immer einer vom Schicksal besonders hert getroffenen
Familie zugute kam.
- an die großartige Titelmelodie zu Winnetou I bis III von Wim Boettcher,
an Pierre Brice und Lex Barker, an den Bärentöter und an Winnetous kraftsparenden
Trick, weite Strecken laufend zurückzulegen - immer nur ein Bein belasten.
Und an den Winnetou-Gruß, ausgetauscht am besten hoch zu Roß auf einem
markanten Bergsattel kurz vor Sonnenuntergang. Im akustischen Hintergrund
ertönte dann natürlich wieder das Winnetou-Thema.
- an die Zeit der Häschenwitze, eine der unerträglichsten Epochen der
Witzgeschichte; und daran, selbst einen erfunden habe. Selbstverständlich
mit "Hattu" und "Muttu". (Zahnarzt: "Hattu große Schmerzen?" Patient:
"Ja."Zahnarzt: "Muttu Zähne zusammenbeißen!")
- an Witze über Biafra und Südtirol-Aktivisten, als das politisch längst
schon gelaufen war, und an Witze über Ostfriesen, Burgenländer, Schotten,
Kärntner, die bis heute aktuell sind.
- an das Aufkommen der ersten Digitaluhren und an das heiße Für-und-Wider
- weil sie die Zeit nicht so anzeigen, wie sie wirklich vergeht, usw.,
usf.
- an die ersten Swatches - so halb transparente grünliche Dinger -, und
wie laut die tickten. Und an die ganz schwarze und die mit dem Spiegel.
- an das lästige Verhaken der Buchstabenärmchen unserer mechanischen Schreibmaschine.
- an den Dauerlutscher in "Feuerschuh und Windsandale", an Gottfried Preusslers
"Kleine Hexe", "Der Räuber Hotzenplotz", die "Raupe Nimmersatt" und "Das
kleine Ich-bin-Ich". Letzteres habe ich damals wohl besser verstanden
als viel später Jacques Lacans Ausführungen zu "je" und "moi" und dem
Spiegelstadium.
- an die drei Stanisläuse von Vera Ferra-Mikura und an Hadschi Bratschis
Luftballon.
- an "Hupf in Gatsch und schlog a Wön, oba tua mi do net quön."
- an "Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi davud al Gossarah"
(oder ähnlich) und an Uschi Glas als Halbblut Apanatschi.
- an entrückende Jules Verne Lektüren und die hervorragende Zeichentrickserie
"In achtzig Tagen um die Welt", wo die Bösen unter ihnen: der göttliche
Schweinebacke - Phileas Fogg ordentlich drangsalierten.
- an Hugo Portisch, an "So sah ich Sibirien" und "So sah ich China". Nie
gelesen. Und an Verächtlichmachungen seiner Gestikulation.
- an Thor Heyerdahl und Kon-Tiki I und II.
- an Heinrich Harrer und seine Abenteuer in Papua-Neuguinea. Und an sein
Buch "Die weiße Spinne" über die Erstbesteigung der Eiger-Nordwand.
- an Dschungelbuchtapeten und an Mogli, an den Bären Balu, den Tiger Sheer
Khan und das ganze Getier. Und an "Probier's mal mit Gemütlichkeit".
- an Berichte über die Giftigkeit der schwarzen Witwe und an grüne und
schwarze Mambas: Die grünen sind schneller, die schwarzen giftiger.
- an Barbapapa und daran, daß ich in der Liedzeile: "Können sich ändern
wie sie wollen", das "ändern" nie verstanden habe.
- an die Maus auf dem Mars und an die seltsamen Lutscher. Und von seltsamen
Früchten - Limetten - war da auch die Rede.
- an die Sendung mit der Maus und an ihr Ende: wie mit Bleistift "Maus"
geschrieben wurde und das M dann zu Staub zerfiel.
- an Fredl Fesl und daran, daß ich das damals ziemlich lustig fand.
- an "Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehn und mit der kleinen
Kurbel dann nach oben drehn.
- an Reinhard Fendrichs Sommerhit "Strada del Sole" und wie originell
der Text war. Und an die Zeile "Net amol ohne Ferrari wari pari".
- an "Da-Da-Da".
- an Opus aus Weiz/Steiermark und daß man ihren Welthit Life is Life in
bestimmten Jahren im hintersten Winkel Aserbaidschans, in Addis Abbeba,
in der Atacama-Wüste, in Alice Springs und in Fürstenfeld hören konnte.
- an STS, an Schiffkowitz, Timischl und Steinbäcker. - an "Do kumt di
Sun" und "I wül wieda ham" und das Tuba-Solo am Schluß.
- an kaputte Thermosflaschen und rinnende Wärmflaschen. Daß man zu letzteren
auch Thermophor sagen konnte, lernte ich erst sehr viel später.
- an das grüne Slimy, an das Vergnügen, Mädchen damit zu erschrecken,
und die Schwierigkeiten, es aus Kleidung und Haaren zu entfernen. Kurze
Zeit später gab es dann auch ein rosa-violettes mit den schwarzen Plastikwürmern
drin.
- an das eigenhändige Herstellen von Seifenblasenflüssigkeit, was aber
nicht so richtig klappte. Sowie an Zaubertinte aus Zitronensaft und wie
dann beim "Anheizen" über der Flamme oder durch Bügeln der Text erschien.
- an Pfusteln, Kitt-Blasrohre, selbstgebastelte Pfeil und Bogen. Und U-Hackerln.
- an die Mode der Mordillo-Figuren: Mordillo-Kalender vor allem, aber
auch -Puzzles, -T-Shirts und was weiß ich.
- an Otto Waalkes in irgendwelchen Samstagabendshows gezeichneten Ottifanten.
- an Freunde, die alle Asterix-Hefte hatten. Und ich keins. Aber alle
gelesen. Und wie dann der Texter gestorben ist mit dem damals unaussprechlichen
Namen.
- an Lucky Luke und die fünf unterschiedlich großen Dalton Brothers.
- an "Sport am Montag" mit Sigi Bergmann und eine Sendung über Vinzenz
Hörtnagl.
- an die Tonfilme im Biologie-Unterricht, die eigentlich aus den fünfziger
Jahren stammten, mit dem langsamen Satz der Kleinen Nachtmusik als Einleitung.
- an Raumschiff Enterprise, an Spock und "Das ist nicht logisch".
- an das Üben des Vulkanier-Grußes, für den Mittel- und Zeigefinger von
Ringfinger und kleinem Finger abgespreizt werden mußten.
- an das Ausbessern von Rad-Patschen und an das Wort "Vulkanisieren" und
daß das Mister Spock ein wenig profaniert hat.
- an Doktor McCoy (Pille), Scottie, Ltd. Uhura, Captain Kirk, den Japaner
Sulu und den Russen Tcheckov. Ob letzterer bewußt an "jack off" anspielen
sollte, entzieht sich meiner Kenntnis. Andererseits: die können doch nicht
alle mit Uhura... ?
- an Badehosen und -anzüge der Marke Arena.
- an das Foto von Bundespräsident Kirchschläger in den verschiedenen Klassenzimmern.
- an Kreisky. Mit überaus trägem Tonfall und entsprechend gemächlichen
Gesten. Und eigentlich fast immer nur sitzend. - auch, daß "Der Mann ohne
Eigenschaften" sein Lieblingsbuch war, weshalb alle österreichischen Bundeskanzler
seither den Mann ohne Eigenschaften gelesen haben müssen.
- an "Lernen S' Geschichte" von Kreisky und an "Es ist alles so kompliziert"
von Sinowatz.
- an das Am-Dam-Des-Lied. Was diese Male preß, diese Male pumperneß" bedeutet,
weiß ich bis heute nicht. Geschweige denn Am Dam Des.
- an Liselotte Blauensteiner, an Heinz "Enrico" Zuber und die Enttäuschung,
daß der auch ganz normaler Schauspieler war.
- an mittwochs, 15 Uhr: "Kinder seid ihr alle da?", an die kreisende Zipfelmütze
und an den doofen Dagobert und an Lalobe. Und an Tintifax und Habakuk,
die mit selten unangenehmen Sprechorganen ausgestattet waren. Und - auch
an die famose Zeichenkünstlerin in den Pausen, die immer schon vorwegnahm
was passieren würde und an ihren Namen mit einer Blume am i zum Schuß
hinzeichnete.
- an "Wir blättern im Bilderbuch", "Unser kleines Haus" und an den "Knallroten
Autobus".
- an die Sendung "Auch Spaß muß sein" mit dem überaus dicken Herbert Prikopa.
- an Herman Munster und daß uns die alle sympathisch waren: der Opa mit
seinen Experimenten, Lily, der Sohn und die etwas farblose aber wohlgeformte
Neffin. Zudem: der tolle Musik, die deutschen Untertitel (?) und - erstmals
in der österreichischen Fernsehgeschichte? - das mitlachende Publikum.
- an den "Unsquare Dance" von Dave Brubeck am Beginn der Sendung "Panoptikum",
freitags um 18 Uhr. Und an das sogenannte Männermagazin "Jolly Joker"
um 21 Uhr, präsentiert vom nachmaligen ORF-General Teddy P.
- an "Bitte zu Tisch" am Donnerstag um 18 Uhr und wie da immer zwei Prominente,
die wahrscheinlich gar nicht kochen konnten, in der ORF-Küche was kochten,
das dann gemeinsam verspeist wurde. Einmal, - , kochte Otto Schenk Eierspeis
mit einem Butterbrot.
- an das Schichtarbeiterprogramm wochentags, mit dem Spielfilm vom Vortag
um 10:30 Uhr, wenn die Kinder in der Schule waren.
- an La Linea und deren unterhaltsame Ein-Strich-Interludien zwischen
der Fernsehwerbung.
- an Calimero. "Immer auf die Kleinen". Und an Überraschungseier.
- an das Suchen und Auffinden von diversen Geschenksbeigaben in Malzkaffee,
Cornflakes und anderen Lebensmitteln. Und später, daß man dazu auch Viktualien
sagen konnte. Und daß es auch Kolonialwaren gab.
- an Rosi Mittermaier, die damals überraschend drei Goldene und eine Silberne
gewann.
- daran, daß Rosi Christian Neureuther heiratete, der später dann bei
"Dings-Da" mitmachte.
- an Fuzzi Garhammer, die Sendung "Schigymnastik" und wie man vor dem
Fernseher versuchte, ganze Abfahrten in der Abfahrtshocke wippend durchzustehen.
- an Franz Klammers Lochschi von Fischer, den goldgelben Rennanzug und
die Dynafit mit den halboffenen Schnallen. Und wie Jimmy Steiner beim
letzten Sprung gestürzt ist, möglicherweise auf dem Weg zu einer Medaille.
- an das Sport-ABC mit Dieter Seefranz und an das Iron-Butterfly-Schlagzeugsolo
am Beginn von Sport am Montag.
- an die steirischen Slalomistinnen Lea Sölkner und Regina Sackl.
- an die großen Schweizer lange vor Pirmin Zurbriggen: Bernhard Russi,
Heini Hemmi, Jacques Lüthy und Paul Good.
- an Pierre Colombin und die Ochoa-Geschwister. An die Gebrüder Frommelt
(Paul und Willi) sowie an Hanni und Andreas Wenzel.
- an die besten Zwischenzeiten von Werner Grissmann.
- an Phil und Steve Mahre. Und daß jene auf überaus lässigen K2-Bretteln
fuhren.
- an den Nürburgring als Niki Lauda verunglückte mit den Aufnahmen dieses
Amateurfilmers und die Klinik in Ludwigshafen, wo er wiederhergestellt
wurde.
- an tödliche Formel 1-Unfälle: Den Feuertod von Ronnie Petterson in Monza
und wie Gilles Villeneuve starb.
- an die Tyrells mit den sechs Rädern. Und an die doppelt bespannten Tennis-Rackets,
die man auch bald wieder verbot.
- als man im Schilanglauf nach dutzenden von Jahren entdeckte, daß man
sich per Schlittschuhschritten eigentlich sehr viel schneller fortbewegen
kann. Und an Gunde Swan, den fliegenden Schweden.
- an die große Zeit der Schweden, so Ende der 70er. Kaum etwas in meiner
kleinen Welt, das sie nicht beherrschten. Die Musik: Abba; das Skifahren:
Ingemar Stenmark; Tennis: Björn Borg und selbst noch das Fußballtor: Ronnie
Hellström.
- wie es dank Björn Borg in Mode kam, Stirnbänder zu tragen und Schweißbänder
an den Handgelenken.
- wie Pippi Langstrumpf ihren Vater in einem Duell auf Biegen und Brechen
besiegte und daß Pippi in Schweden angeblich fast oder wirklich verboten
wurde.
- daß Pippi für meine späteren feministischen Ambitionen wohl sehr
viel bedeutsamer war als all die Theoretikerinnen, die zehn bis fünfzehn
Jahre später kamen. Von "Gute Mädchen kommen in den Himmel und böse überall
hin" einmal ganz zu schweigen.
- an Pippis Affen, den Herrn Nilsson, an ihr Pferd Kleiner Onkel, die
Villa Kunterbunt und den einprägsamen Titelsong "Drei Mal drei ist ...".
- an Karlsson auf dem Dach mit dem Propeller am Rücken und die Lektüre
aller Folgen.
- an Michel aus Lönneberga, seinen grandios gespielten Vater und daß mir
die beiden sehr sympathisch waren.
- an das Entlehnheft der örtlichen Stadtbücherei und die verschiedenfarbigen
Entlehnstempel in den Büchern und im Entlehnheft.
- an "Sindbad der Seefahrer" und wie Sinbad bei einem seiner Abenteuer
einen auf den Schultern sitzen hatte, den er von da oben beinahe nicht
mehr herunterbrachte.
- an "Her mit den kleinen Engländerinnen", "La Boum. Die Fete 1 und 2"
mit Sophie Marceau. Und an "Eis am Stiel 1 bis 5" Mindestens.
- an Matchbox-Autos, die damals so öS 10,- kosteten, und an Weitfahrt-Experimente
mit diesen Autos: Dafür mußten sie von einer schiefen Ebene herabrasen,
und immer gewannen die Lieblingsautos.
- an Plastilin und an die Holzteile von Matador, an die Kunststoffklötzchen
von Lego.
- an die Tschechoslowakei und die Frage, warum die so gut im Eishockey
waren.
- an den würzig-käsigen Geruch in den Turn-Umkleidekabinen der Burschen
- und an den lieblich-desodorantigen bei den Mädchen. Schwitzten die gar
nicht oder was?
- an Raucherklos.
- an das Auswendiglernen von Gedichten. Aber kaum mehr daran, welche das
waren.
- an den Unterricht im Schönschreiben und an die völlig sinnlosen Stenografiekurse
Jahre später.
- an die Mengenlehre, an die ganzen roten, blauen und gelben Dreiecke,
Quadrate, Rechtecke und was weiß ich.
- an den Schüler Gerber.
- an die prä-machistische Denunziation "Strumpfhosenbaby" im Kindergarten.
- an die zähen braunen Stollwerk im weißen Papier mit blauem Text. Die
gibt es heute noch.
- an Vicky Leandros, an Daliah Lavi und an die Brillen von Nana Mouskuri.
Alle drei Griechinnen, aber sicher keine drei Grazien.
- an unseren ersten Plattenspieler mit vier Geschwindigkeiten: 16, 33,
45 und 78 Umdrehungen pro Minute und daß fast jede Platte mit 78 abgespielt
eindeutig mehr Drive hatte.
- an Freda Meissner-Blau und an die Anfänge der Grünen. Und an den brünetten
Vollbart des Vorarlberger Bauern Kaspanaze Simma.
- an Herbert Fux, den wir aus einschlägigen Filmen kannten und wie er
einmal eine Ausgabe von Basta beschlagnahmen ließ. - aber nicht mehr daran,
warum.
- an die Pest mit den Igel-Abziehbildern. Panzerigel, Wehrsport- und Wasweißichfürwelche
Igel es da gab. Und überall stand "Unser Heer" drauf.
- an die Proteste gegen die Stationierung der Draken-Abfangjäger, Menschenketten
und was weiß ich.
- an die ersten Skateboards.
- an dieses Spiel mit dem Faden zwischen den zwei Händen und mit dem "Abnehmen"
desselben.
- ans Kastelhüpfen bzw. an "Himmel und Hölle" und ans Fitschigogerln.
- an "Blinde Kuh", an "Räuber und Gendarm", "IndianerSpielen" an "Katz'
und Maus" und an "Der Kaiser schickt Soldaten aus".
- an die große Zeit von Swarovski Wacker Innsbruck mit Welzl, Zanon, Schwarz,
Pezzey, Jara, Hattenberger, Kriess sowie Koncilia I und II.
- an Claudia Kristofics-Binder, die ungefähr so erfolgreich war wie Hansi
Orsolics. Und Niki Staikowics.
- an das Mittelfeld mit Roland Hattenberger, Willi Kreuz, Schneckerl Prohaska
und Kurt Jara, der sein Leibchen nie in die Hose steckte, was extrem lässig
aussah.
- an den Ausdruck "Popper" für besonders geschniegelte Jugendliche und
Adoleszente. Und wie dann irgendwann anfang der achtziger Jahre auch der
Ausdruck "Yuppie" in der steirischen Provinz denunziatorisch eingesetzt
wurde.
- daß zum jugendsoziologischen Begriffsarsenal allenfalls noch die Ausdrücke
"Rocker" und "Punker" zählten. Keine Ahnung von "Skins", "Mods", "Teds".
- an die langen Federn des jungen Toni Innauer und an Karl Schnabls Schnurrbart.
- an die fünf Mal Zwanzigkommanull für Toni Innauer beim Schifliegen.
Schöner ging's einfach nicht.
- an die Meki-Plattenläden und an Libro-Sonderangebote.
- an die großen DDR-Springer Jochen Danneberg, Hans-Georg Aschenbach und
Falco Weißflog und wie der später indirekt sogar Pop-Geschichte schreiben
sollte.
- an die Augenbrauen von Leonid Breschnew und daß Jimmy Carter ursprünglich
Erdnußfarmer war.
- an die polnische Solidarität, den Schnauzer von Lech Walesa und die
erstaunlichen Wandlungen in der Aussprache seines Namens (Walésa, Walénsa,
Wawensa, Wauwnnsa, Wauwénnsa).
- an Afghanistan, an die Mudscha Heddin und die verstümmelten Minen-Opfer.
Kinder vor allem.
- an die Giftgasopfer des Kriegs zwischen dem Iran und dem Irak.
- an den Bär von Schasien und an das versteinerte Gesicht des charismatischen
Schihüttenführers, des Ayatollah Kumm'eini.
- an Mogadischu.
- an die Handtaschen von Maggie Thatcher und daß die Iron Lady eigentlich
Chemikerin war.
- an den Falklandkrieg und den Kampf darum, um was sich die Engländer
und Argentinier da bekriegten: die Falkland-Islands oder Las Islas des
Malvinas.
- an den einen Flugzeugträger, den die Briten in den Süden schickten und
daß der britische Sieg der Iron Lady dummerweise ein zweites Mal die Wiederwahl
sicherte.
- an den Contergan-Skandal und seine Auswirkungen.
- an die Erdbebenkatastrophe in Friaul und an die Katastrophe von Seveso,
an der indes der Mensch schuld war.
- an Hilde Rom und den Wahnsinn Löwingerbühne und an Hilde Reschl (???)
im Seniorenclub. Und natürlich an den "Herrn Alfred" Böhm. Und an seinen
Namensvetter Maxi, der die schlechtesten Witze gut erzählen konnte.
- an Star Wars. Auf der Leinwand und in Wirklichkeit. Wobei sich das in
der Wirklichkeit ja auch als filmreife Illusion herausstellte.
- an Idi Amin und an die überlieferten Greueltaten des Diktators aus Uganda
- Verspeisung abgeschnittener Ohren, Aufessen kleiner Kinder, etc., etc.
- an Bertha von Suttner am ehemaligen ehemaligen Tausender, weil sie Friedensnobelpreisträgerin
gewesen war. Daß sie mit Herrn Nobel eine heftige Affäre hatte, wurde
uns natürlich verheimlicht.
- an Josef Ressel, den Erfinder des Schiffsschraube, auf der Rückseite
des 500 Schilling Scheins und an Angelika Kaufmann am alten Hunderter.
- an Carl Ritter von Ghega und an das Braun des Zwanzigers mit der Semmeringbahn.
- wo Österreich überall federführend beteiligt waren: beim Suez-Kanal
(Negrelli), bei Israel (Theodor Herzl), bei der Schreibmaschine (Peter
Mitterhofer), bei der Nähmaschine (Josef Madersperger), bei "Stille Nacht,
Heilige Nacht" (Mohr und Gruber), beim Benzin-Motor (Siegfried Marcus)
und beim Turbinenbau (Viktor Kaplan).
- an sinnlose Geschenke zum Weltspartag.
Die gibts auch heute noch ! - an die Einführung der Gurtepflicht und an
die einschlägigen Werbemaßnahmen (Schlitten auf schiefer Ebene mit 16km/h),
die davon überzeugen sollten, wie stark doch der der Aufprall sei. Von
nun an hatte man sich auf behördlicher Anordnung davor zu bewahren, sich
unangegurtet an der Windschutzscheibe weh zu tun.
- an *, an ** und an *** Schildkröt-Tischtennisbälle.
- an Badehauben und an den durch Chlor umflorten Blick in winterlichen
Hallenbädern. Und die Ausblicke mit Schwimmbrillen.
- an Reinhold Messner, der als erster alle vierzehn Achttausender bestieg
und danach eine Zeit lang als Pappkamerad für Stroh-Rum Werbung machte.
Do Drink and Climb!
- an die ersten Folgen von Dallas, und daß ich mir das trotzdem anschaute,
manchmal. Oft. Und wie dann der Denver-Clan kam, der irgendwie nicht so
gut war. Außerdem kam er später.
- an Rosemarie Isopp und die Sendung Autofahrer unterwegs mit den Kirchenglocken
um zwölf Uhr. Sowie an Günther "Howdie" Schifter, der uns via Schellacks
die USA nach Hause brachte.
- an Heinz Conrads am sonntäglichen Frühstückstisch und seine unvergeßliche
Begrüßung "...Servas die Madln und Griaß Euch, die Buam". Und - an die
Glatze von Norbert Pawlicky.
- an mein erstes Mad. Und an Clever & Smart.
- an den Karottenfressenden Bugs Bunny. Das mit den Häschen kam erst viel
später.
- an die üppigen Silhouetten der Nebendarstellerinnen in Nick Knattertons
Abenteuern. Und an Namen wie Molly Moll und Dolly Doll oder so ähnlich.
- an Jahrhundertsommer, an Rekordneuschneemengen, an Hitzewellen, schwere
Hagelschäden und an die Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht.
- an die Einführung der Sommerzeit und die heftigen Debatten darüber,
was das nicht alles bringen würde.
- an fremde Kinderzimmer, die mit Plakaten aus "Bravo" tapeziert waren.
- an Suzie Quatro.
- an die Gruppe Kiss, und wie weit die die Zungen aus ihren geschminkten
Gesichtern rausstrecken konnten.
- an den Beginn des Disco-Zeitalters, den ich altershalber knapp verpaßte,
an die Band Boney M., die "By the Rivers of Babylon" sang und wie sich
dann erwies, daß die eigentlich gar nicht so gut singen konnten. Aber
tanzen. Obwohl disco ja eigentlich gar nicht tanzen meint. Und ich entsinne
mich an das Aufkommen der ersten Disc-Jockeys.
- an die Village People und an ihren Hit "Y.M.C.A.", was für "Young Men's
Christian Association" steht, was wir nicht wußten. Wär auch egal gewesen.
- an Donna Summer und an Jane Birkin, an ihre Stöhn-Klassiker "Love to
Love You Baby" und an "Je t'aime" von Serge Gainsbourg.
- an das Seeräuberschiff, das immer wieder und verhängnisvollerweise die
Wege von Asterix & Co. kreuzte und den Mann im Ausguck, mit dem Sprachfehler.
- an das Puch Clubmaster mit zehn Gängen und knallhartem Plasiksattel.
Und an die Zeit der "High Riser" Jahre zuvor. Und daß es damals noch ziemlich
weit war bis zu den ersten Mountain-Bikes.
- an Bernard Hinault, den Dominator der Tour de France, und an Francesco
Moser. Sowie an Giacomo Agostini, den Dominator auf den motorbetriebenen
Zweirädern (MV Augusta).
- an das Puch Maxi, an die Puch Monza und an die Roller.
- an die ersten Pacman-Automaten, diese pünktchenfressenden Dinger, die
von Monstern verfolgt wurden - der von uns allen unbemerkte Anbruch interaktiver
Neuer Medien.
- an Ping-Spiele am Fernseher bei Freunden und an den Commodore C64.
- an Flash Gordon und an "Blade Runner".
- an die "Bildungs"ausflüge in der Schule, und daß da kaum was hängengeblieben
ist. Außer den dumpfen Erinnerungen an die Busfahrt.
- an den Schulfilm "Die Welle", der uns vor Augen führen sollte, wie es
zum Faschismus kommt.
- an den ehemaligen Lehrer Mark Knopfler mit dem Frotteestirnband und
an die Dire Straits.
- an Bobby und Strolchi. Strolchi war der Hund mit der nach unten aufklappbaren
Kinnlade und Bobby hieß Bobby Lugano (nicht wirklich?) und war der schauzbärtige
Zauberer, der schon damals immer auch ein bißchen Langweile verbreitete.
- an den mnemotechnischen Tip unserer vollbusigen Biologielehrerin, wie
wir uns die unterschiedliche Lage von Stalakditen und Stalagmiten merken
konnten: Stalaktitten nämlich.
- an das paragrafenähnliche Blizzard-Signet nicht nur auf den Schiern,
sondern auch auf der Schihaube. Und die Streitfrage, wie Schi zu schreiben
sei. Ski nämlich.
- an Spliff, Dschingis Khan, Fehlfarben und Extrabreit. Und an "Daddy
Cool".
- ans Kammblasen und die kitzelnden Vibrationen des Seidenpapiers.
- an den ersten Umgang mit Präservativen und ihre ersten Einsätze: als
Luftballons und Wasserbomben.
- an herumgetragene gelbe Reclam-Bändchen.
- an Sofortbildkameras.
- an Orwells Animal Farm und wie ich dann irgendwie doch draufkam, daß
es da nicht bloß um Viechereien ging, sondern in ziemlich genauer Entsprechung
um die Geschichte des Kommunismus, was ja nicht ganz aufs Selbe hinauslief.
- an den VW-Scirocco und an den Renault Alpine.
- an den Fiat Ritmo (vorzugsweise bordeauxrot), das seltsame Heck und
den charakteristischen Felgenschutz. Und daß Fiats so rostanfällig sind.
- an Flipper und Lassie. Und daß es eine Zeit brauchte, bis ich zwischen
"Collie" und "Lassie" unterscheiden konnte. - außerdem an Daktari, an
Skippy, das Buschkänguruh, an Lieber Onkel Bill, an Der Doktor und das
liebe Vieh. Und an Fury und Black Beauty.
- an Weichzeichner-Porträtaufnahmen von Richard Claydermann am Klavier
mit Kerzen und an Bilitis und den ganzen Kram mit dem Fett vor der Linse,
den dieser David Hamilton veranstaltete.
- an Peter Hoffmann, den Wagner-Tenor mit wehender bloder Mähne, der
mit nacktem Oberkörper auf Motorrädern posierte und Rock-Klassiker intonierte.
Früher war er Zehnkämpfer.
- an Gandhi von Richard Attenborough und daß man fälschlicherweise oft
Ghandi schrieb. Und daß Indira Gandhi nicht seine Tochter war.
- an Nastassja Kinski und das Rätsel, wie ein derartig häßlicher Mann
eine so schöne Tochter haben konnte. - auch an Désirée Nosbusch, habe
allerdings nicht die geringste Ahnung, wie ihr Vater aussah.
- an das Zappa-Poster, wo er am Klo sitzt. Und das mit dem Affen und der
Banane in der Hand, der auch am Klo sitzt.
- an den Film "Krambambuli" am Sonntag Nachmittag und die Schlußeinstellung,
wie der Hund sinnloser- und traurigerweise dem Zug mit seinem zu bestrafenden,
abgeführten, wildernden Herrl nachläuft.
- an "Drei Chinesen mit dem Kontrabaß saßen auf der Straße...". Und an
"Tsching Tschang Tschung, Chinesen sind nicht dumm, Chinesen in die Ecke
scheißen, Fliegen um die Scheiße kreisen. Tsching. Tschang, Tschung."
Von political correctness war damals noch weit und breit keine Spur. Und
Mao war auch gerade erst gestorben
- an Queen und "We Will Rock You", dessen Refrain mindestens so oft (und
mit Geklatsche und Gestampfe) abgesungen wurde wie ihr anderer Megahit
"We are the Champions". Damals wußte ich weder, daß Mercury auch Quecksilber
bedeutete, noch, daß zwei der Queen-Musikanten promovierte Naturwissenschaftler
waren und einer Diplomelektroniker.
- an "Smoke on the Water" von Deep Purple.
- an die Zeit, als das Brickerl öS 2,50 gekostet hat und der Jolly öS
3,-. Und ein Cornetto fast immer viel zu teuer war.
- an "Licht in Dunkel"-Sendungen rund um Weihnachten und den dazugehörigen
Ernst Wolfram Marboe. Damals ohne jede Ahnung, wofür da eigentlich Geld
gespendet wurde: Vielleicht bloß deshalb, weil die Spender ihre Namen
dann kurz über den Bildschirm laufen sehen konnten?
- an das Quiz in Rot-Weiß-Rot mit Gerhard Tötschinger, dem wahrscheinlich
steifsten aller Moderatoren, an die Hubschrauberflüge zu einem Mozart-Adagio,
während dessen man dann erraten mußte, wo der Huschrauber gerade drübergeflogen
ist.
- Carl Michael Belcredi und den Wetterfrosch Quaxi in der Zeit im Bild
für die Kleinen um Fünf.
- an Knobelrunden. Schere, Stein und Papier. Manchmal auch mit Brunnen.
- an den Weinskandal, daß Glykol auch und vor allem in der Scheibenwischerflüssigkeit
enthalten war und wie danach der österreichische Wein erst Klasse wurde.
- an Reinhard May und "Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos
sein".
- an Breitcordhosen, die damals natürlich Schnürlsamt hießen und wie sich
das alle im Laufe der Jahre über den Knien an den Tischen in der Schule
abwetzten.
- an Wrangler-Jeans, die damals das höchste waren. Die Zeit der Levis
501er kam erst noch.
- an Wrangler-Sweater, wo unbedingt Wrangler draufstehen mußte.
- an die Wrangler-Werbung damals, die alle möglichen Tiere in Wrangler
Jeans-Wear steckte, was spassig aussah.
- an die blauen und roten Leinenrucksäcke mit den weißen Nähten und Lederapplikationen
auf Schulwandertagen.
- an das Jahr, als Blue-Jeans mit einem weißen Streifen an der Seite der
letzte Schrei waren. Ein grausamer Irrtum der Bekleidungs-Evolution.
- an Würfelzucker mit Klosterfrau Melissengeist bei Autofahrten und den
Kaugummi, der vor Übelkeit bewahrte.
- an Diana mit Menthol und daß das wohl tat. Angeblich. Und an Kölnischwasser,
von dem selbiges nicht uneingeschränkt behauptet werden konnte. Und an
SiebenundvierzigElf-witze.
- an BAC-Deosprays und Tabac for Men.
- an Kreisky und wie er wegen der Energieverschwendung gegen das elektrische
Rasieren war. Und wie er es dann ganz aufgab.
- an Olof Palme und daß Schweden unser Vorbild sein sollte.
- an Schwedenrätsel, an Schwedenbomben und daß ich die mit Kokosraspel
weitaus lieber hatte.
- an Atlanten des menschlichen Körpers und daß man sich aufgrund der Querschnittsabbildungen
nur schwer vorstellen konnte, wie Frauen unten herum tatsächlich gebaut
sein könnten.
- an die erste Daunenjacke. Und an hochelastische Ellesse-Jethosen, die
ich nie bekam.
- an Flöhe - jene kleinen Holzkügelchen mit Band, die man sich mit einer
Sicherheitsnadel irgendwohin auf die Kleidung steckte, was eine der blödesten
Moden überhaupt war.
- an die blaue Jolly-Schulfüllfeder und das Einkaufen der Schulhefte zu
Schulbeginn.
- an "Augen auf, Augen auf, Helmi ist da".
- an den vollbärtigen Vader Abraham und seine Schlümpfe mit den blauen
Gesichtern und den weißen Mützen.
- ans Quartett-Spielen, meistens mit Autos, wo man die PS und Geschindigkeitswerte
vorgab.
- an den ersten Kassetten- nein: damals eigentlich ausschließlich: Cassettenrecorder,
ans Kassetten-Aufnehmen und den Ärger, wenn es sich wieder einmal
nicht ausging, längenmäßig.
- an die orange-schwarzen BASF mit 60 Minuten Spieldauer. Und die Cromklassen
und daß es da auch noch welche mit Eisen (Ferro...) gab.
- an Walky-Talkies, die neolithischen Vorfahren der Handys, und an die
notorische Frage: "Tse-Ku, Tse-ku?". Und dann kamen auch bald die ersten
Walkmen.
- an das Aufkommen von Frisbees.
- an Papierflugzeuge und solche aus Porozell, die man mit einer Schleuder
in die Luft jagen konnte.
- an Türkischen Honig und Zuckerwatte auf diversen Jahrmärkten.
- an Milchflaschen mit dem Alukappen, wo man reindrücken mußte, damit
sie aufgingen.
- an "Zeichnen, Malen, Formen" und "Wer bastelt mit?" Ohne je mitgebastelt
zu haben.
- an Papoutin und den verrückten dänischen Koch, der immer Sachen hinter
sich warf und Smörrebröd schrie.
- an den Rosaroten Panther, die blasierte Stimme der unglücklichen Ameisenbärin,
die es immer reinschiß, und an: "Heute ist nicht alle Tage, ich komm'
wieder, keine Frage, "
- an Fred Feuersteins "Yabba-Dabba-Doo" und an Barnie Geröllheimer.
- an Wickie und die starken Männer. Und an Wickies Nasenreiben, das kurzzeitig
unter uns Volksschülern ziemlich beliebt war.
- an Faxe, Snorre und Ulme; und daß die Wikinger manchmal ganz ungeniert
einfach die griechische Antike ("Das Trojanische Pferd") nachspielten,
ein bißchen gemäß dem Hegel-Wort, wonach sich die Geschichte wiederhole:
zuerst als Tragödie und dann als Zeichentrickfilm.
- an den schrecklichen Sven mit der Warze im Gesicht. Und an Wickies süße
Freundin Gilvie. Und daran, daß ich lange nicht wußte, ob Wickie ein Mädchen
war oder ein Junge.
- an Biene Maja im Fernsehen, an den faulen Willi, an Flip mit den sechs
Gliedmaßen, an die böse Thekla und an die dämliche Ameisenkohorte. Der
an sich schöne Name Thekla ist durch die Biene Maja wohl auf Generationen
diskreditiert.
- an Heidi, den eingängigen Titelsong "..., deine Welt sind die Be-her-ge"
und daß Heidi in Japan hergestellt worden war. - außerdem an die Titelmelodie
zu Pinocchio. Und ihr Ende: "Pi-no-cchi-o".
- an den Lichtspalt nach dem Abdrehen des Fernsehers, der dann zu einem
hellen Punkt schrumpfte, ehe auch der langsam verschwand.
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