Lotta - antifaschistische Zeitung aus NRW, Nr. 32 / Herbst 2008:

Diskussion um Klaus Petri
In Lippstadt ist eine Diskussion um den Rechtsanwalt Klaus Petri entbrannt, der Vorsitzender des größten Lippstädter Sportvereins FC Teutonia Lippstadt 08 ist. Bürgermeister Christof Sommer hatte sich anlässlich des 100. Geburtstag des Vereins mit Petri ablichten lassen. Die Lippstädter Grünen forderten den Verein auf, sich von Petri wegen dessen extrem rechten Aktivitäten zu trennen. Der 75-Jährige war lange Jahre Mitglied der CDU, wechselte dann zu den Republikanern und kandidierte bei der Bundestagswahl 2005 auf Platz 2 der Liste der NPD Rheinland-Pfalz. Schon 1957 hatte er für Aufsehen gesorgt. Der Spiegel zitierte einen Artikel des Bonner Studentenblatt, in dem Petri erklärte, "daß die nationalsozialistischen Konzentrationslager ... als politische Maßnahme am Platze waren ... Ich akzeptiere die nationalsozialistischen Maßnahmen, weil sie dem heißen Wunsch der damaligen Führung entsprangen, des deutschen Volkes Einigkeit und Recht und Freiheit zurückzugewinnen. Diesem großen Ziel mußte die persönliche individuelle Freiheit einiger weniger untergeordnet werden..."