Colombo

Colombo bei Nacht Colombo ist die Hauptstadt des Inselstaates Sri Lanka. Als Tourist erreicht man Colombo von Norden kommend vom Flughafen Katunayake nach einer etwa 30 km langen Fahrt. Dabei wird der Verkehr immer dichter je näher man sich dem Stadtrand von Colombo nähert. Wo die eigentliche Stadt beginnt und die Vororte enden ist jedoch nicht zu erkennen. Die Fahrt kann je nach Tageszeit schon einmal mehrere Stunden dauern. Unter normalen Bedingungen, d.h. ausserhalb der Rushhour, reicht jedoch etwa eine Stunde um die Randbezirke Colombos zu erreichen. Bis zum Zentrum dauert es noch einmal so lange. Auf dem Wege vom Flughafen in die Stadt lernt man schon ein wenig das Land kennen, mit seiner tropischen Vegetation, den Reisfeldern, den Palmen und Bananenstauden. Über die andauernd hupenden Fahrer sollte man sich nicht aufregen. Es ist nicht wie in Europa ein Zeichen dafür daß der Fahrer es eilg hat, sondern durch Hupen kündigt der Fahrer nur seine Absicht an zu überhohlen. Da der Verkehr sehr dicht und recht chaotisch ist schein dieses ein probates Mittel zu sein um gefährliche Situationen zu vermeiden.

Die Bahn kommt In Colombo angekommen kann ein kurzer Spaziergang am Abend zum Galle Face Green, dem Treffpunkt der Einheimischen recht beschaulich sein. Das große Freigelände liegt direkt am Meer und direkt an diesem Boulevard liegt auch das älteste Hotel Colombos, das Galle Face Hotel. Es hat sich den britischen Charm aus den letzten Jahrhundreten erhalten, als es das beste Hotel am Orte war. Ende 2004 waren offenbar Renovierungsarbeiten im Gange und der Tsunami der Sri Lanka über Weihnachten 2004 heimsuchte, dürfte auch einige Schäden verursacht haben. Folgt man der Galle Road nach Norden etwa 2 km, so erreicht Marktstraße in Colombo man den Jachthafen in dessen Umgebung einige der interessanten Gebäude Colombos zu finden sind. Wendet man sich jedoch nach Süden, so überquert man nach eingen hundert Metern die Eisenbahngleise der Hauptverkehrsstrecke von Colombo nach Galle, die nur wenige Meter parallel zu Küste nach Osten führt. Da die wenigsten Einheimischen eigene Fahrzeuge besitzen und der Fahrpreis recht niedrig ist sind die Wagons regelrecht überfüllt, aber immerhin sind sie klimatisiert - die Scheiben fehlen.

Arbeiter in Colombo Nebenstraßen zu erkunden ist tagsüber nicht besonders gefährlich, sofern man es versteht den Schleppern aus dem Wege zu gehen, die einen zu günstigen Geschäften führen wollen oder Tips für günstige Stadtrundfahrten haben. Der Verwandte, dem das Geschäft gehört, oder der ein Taxi sein eigen nennt ist meist nicht weit entfernt, jedoch haben diese Beachboys offenbar eine recht weitläufige Verwandschaft. Sehenswert sind die Seitenstraßen nicht unbedingt, man erhält so jedoch einen Eindruck unter welchen Verkehrs-, Hygiene- und Wirtschaftsproblemen die Stadt und ihre Bewohner zu leiden haben.

Nachts hat jede größere Stadt ihre Reize, auch die Skyline von Colombo besitzt einige schöne Ecken. Die großen Hotels konzentrieren sich jedoch auf einen kleinen Raum in Küstennähe. Neben dem bei jeder Stadtrundfahrt angesteuerten alten Zentrum, dem Stadtviertel Fort, mit den kolonialen Geschäfts- und Verwaltungsgebäuden, zählt auch das Verwaltungs- und Nobelviertel Cinnamon Gardens und die Pettah mit ihrem arabischen Basar zu den sehenswerteren Stadtvierteln. Blick über den Baira Lake Von den ehemaligen Regierungsgebäuden sind insbesondere die Bauten aus der Britischen Kolonialzeit recht sehenswert. Sie gehören zu den besterhaltenen britischen Kolonialbauten in Asien. Die Portugiesen befestigten Colombo, sie hatten ihre Hauptstützpunkte jedoch in Galle und Jaffna. Daher sind aus dieser Zeit kaum Bauten erhalten und auch von den nachfolgenden Holländern die Colombo zur Hauptstadt ausbauten, ist manches verloren gegangen. Der heutige Regierungssitz wurde aus dem Zentrum Colombos in das etwa 10 km südlich gelegene Jayewardenepura, ein Vorort von Kotte, verlegt. Da dieses Gebiet weiträumig abgeschirmt wird, ist es jedoch kein besonders interessantes Ziel.

Hindutempel in Colombo Neben den überall im Lande anzutreffenden buddhistischen Tempeln sind in Colombo auch einige hinduistische Tempel zu finden. Ihre farbigen und vollständig von Götterfiguren bedeckten Fassaden machen sie zu einem beeidruckenden Anblick. Der wohl wichtigste buddhistische Tempel in der Nähe von Colombo ist der Kelaniya-Tempel, der etwa 10 km ausserhalb von Colombo liegt. Er ist nach dem Zahntempel in Kandy und dem großen Bodhibaum in Anuradhapura das drittwichtigste Heiligtum in Sri Lanka. Diese große Bedeutung hat es für die Buddhisten, da einer Legende zu Folge Buddah selbst am Ort des Tempels auf einem Thron gesessen haben soll. Dieser Thron ist angeblich als Reliquie in der Dagoba des Tempels eingeschloßen. Nördlich von Colombo beginnt der von den Holländern angelegte Holländische Kanal. Dieser Wasserweg wurde schiffbar gemacht, um Zimt aus der Gegend von Colombo zur über 100 km nördlich gelegenen Lagune von Puttalam zu befördern. Er wird auch heute noch genutzt, jedoch mehr zum fischen, waschen und weniger zum Wahrentransport.