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Bevölkerung
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Landesnatur
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Essen/Trinken
Diebstahl
Transportmittel
Währung
Zoll
Zeitunterschied
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Peru ist ein landschaftlich und kulturell faszinierendes Land mit weltbekannten Zeugnissen einer sechstausendjährigen Geschichte.

Mit seinem 1.285.216 qkm großen Staatsgebiet (knapp viermal die Größe Deutschlands) grenzt Peru im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Haupstadt ist Lima an der Pazifikküste mit 8-10 Millionen Einwohnern.
Nationaltag in Peru ist der 28. und 29. Juli ("Fiestas Patrias"), da Peru am 28. Juli 1821 die Unabhängigkeit erklärte.
An diesem Tage ist jeder Peruaner verpflichtet, an seinem Haus die peruanische Flagge zu hissen. Ebenso muß an jedem noch so kleinen Bürogebäude die Fahne hängen. Auch die Strassenverkäufer dürfen diese an ihren kleinen Ständen nicht vergessen. Wer es dennoch vergißt, dem droht eine Geldstrafe.
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Bevölkerung
Peru hat 25 Mio. Einwohner, alleine im Ballungsraum Lima leben davon etwa 8-10 Mio. Daneben gibt es noch weitere 10 Städte mit mehr als 100.000 Einwohner. Die Costa ist relativ dicht besiedelt, das Amazonastiefland extrem dünn. Die Bevölkerungsstruktur weist einen Anteil von etwa 54% Indígena, ca. 2% Tieflandindianer, 31% Mestizen (Mischlinge zwischen Indígena und Weißen) und 11% Weiße auf. Die in Peru geborenen Nachfahren der spanischen Einwanderer werden als Criollos bezeichnet.
Am häufigsten hört der Tourist das Wort "Gringa/Gringo", das ihm von den Indígena nachgeworfen wird.
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Sprache
Offizielle Landessprache ist Spanisch (in Südamerika "castellano" genannt) und von 1975-79 auch Quechua. Daneben wird auf dem Altiplano auch Aymara gesprochen und unzählige indianische Idiome.
Die Indígena gliedern sich mehrheitlich in zwei Gruppen mit jeweils eigener Sprache. Über 47% sprechen Quechua (in der Cuzco-Region und Ayacucho mit Umgebung) und über 5% Aymara (um den Titicacasee).
Die Sprache der Inka war Quechua.
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Religion
Völlige Glaubensfreiheit besteht erst seit 1973. Über 93% der Bevölkerung sind katholisch, wobei das Christentum vielfach mit traditionellen Glaubensvorstellungen und mit kultischen Bräuchen vermischt wird. So haben die katholischen Heiligen meist eine Doppelbedeutung und es werden gleichzeitig zu kirchlichen Festen und Feiern alte Rituale und Opfer zelebriert. So z.B. zu Ehren der Mutter Erde, pachamama.
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Wirtschaft
Die Bedeutung der Industrie steigt ständig, 13% der Arbeitskräfte erwirtschaften etwa 22% des BIP. Schwerpunkt ist die Textil-, Nahrungsmittel-, Metall- und Chemieindustrie.
Der Bergbau ist mit etwa 50% nach wie vor der entscheidenste Exportsektor Perus. Abgebaut werden vor allem Eisen, Silber, Gold, Kupfer, Zink und Blei; zusammen mit dem Erdöl tragen sie 10,5% zum BIP bei.
Fischereiprodukte (Fischmehl- und öle) sind auch nach dem starken Einbruch im Jahre 1997 aufgrund des Klima-Phänomens El Niño nach wie vor ein wichtiger Exportzweig und machen ca. 20% der Ausfuhren Perus aus.
Die offizielle Arbeitslosigkeit liegt bei über 9%, dürfte aber weitaus höher sein.
Viele Arbeitskräfte finden auf dem informellen Sektor (Straßenhandel, Schmuggel, Cocaproduktion, Dienstleistungen) ein karges Auskommen.
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Landesnatur
Peru gliedert sich in drei Regionen: die Costa (Küste), die Sierra (Gebirge) und in die Selva (Amazonasurwald).
Die Costa ist ein schmaler, 2.300 km langer wüstenartiger Streifen. Diese Küstenwüste ist weniger von flimmender Hitze sondern mehr von Nebel (garúa) und feinstem Nieselregen geprägt. Hierfür ist der Humboldt-Strom verantwortlich, der als kalte Meeresströmung von Süden nach Norden an der Küste entlangfließt und in Höhe des Äquators nach Westen abdreht.
Die Küstenwüste wird von Nord nach Süd von der Carretera Panamericana durchzogen.
Das Bergland der Anden, das sich in Peru östlich der Küstenwüste erhebt und sich von Venezuela bis Patagonien als längstes Küstengebirge (Cordillera) der Welt hinzieht heißt Sierra. Diese Sierra nimmt etwa 30% der Gesamtfläche ein. Der höchste Berg ist der Huascarán mit 6.768 m. An der feuchteren Andenostseite beginnt um 3.000 m der Nebelwald, der in die Selva überleitet. So heißt das riesige Amazonastiefland, ein noch weitgehend unerschlossenes dichtes Regenwaldgebiet. Verkehrswege sind in erster Linie Flüsse, wie der 1.900 km lange Río Ucayali, der sich mit dem Río Marañón kurz vor Iquitos zum Amazonas vereint.
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Geschichte
Die einschneidenste Zäsur in Perus Geschichte war die Ankunft der Europäer. 1526 wurde der spanische Eroberer Pizarro von einer grossen Indianerschar empfangen, als er an der peruanischen Küste bei Tumbes zum ersten Mal an Land geht.
Perus Frühgeschichte bestimmen zahlreiche regionale und überregionale Kulturen.
Ca. 40.000 v. Chr. kamen die Einwanderer in drei Wellen aus Asien über die damals trockene Beringstraße. Um 6.000 v. Chr. Beginn des Ackerbaus mit Bohnen, Baumwolle und Kürbissen. Ab 3.500 v. Chr.: Kultivierung von Mais; Um 3.000 v. Chr. Domestizierung von Lamas und Alpakas.
Die erste Hochkultur Perus waren die Chavín (1.000-200 v.Chr.). Der über 3.000 m hoch gelegene Ruinenkomplex gilt als das älteste Steinbauwerk Perus.
700 v. Chr.-200 n. Chr.: Paracas-Kultur. Rätselhaft sind die Funde von Begräbnisstätten ebenso wie die Methoden der Mumifizierung und die vielen Trepanationen (Anbohren des Schädels).
Die Nazca-Kultur in Perus südlicher Küstenwüste (der trockensten Wüste der Welt) wird oft als Fortsetzung der Paracas-Kultur angesehen. Sie hinterließ die interessanten Nazca-Linien, die von 100 m bis zu 8 km reichen und nur aus der Luft zu erkennen sind. Maria Reiche machte die Erforschung dieser Linien zu ihrem Lebenswerk.
Die Mochica (200-800 n. Chr.) sind die Schöpfer monumentaler Lehmziegelbauten, so z.B. die Sonnen- und Mondpyramide, die größten Südamerikas aus Millionen von ungebrannten Adobe-Ziegeln. (rechts im Bild)
Von 1000-1450 n. Chr. entstand im Norden Perus die Chimú-Kultur, mit der Hauptstadt Chan-Chan bei Trujillo, die bald eine der größten Städte der Welt (über 100.000 Einwohner). Die Chimú waren Meister der Goldbearbeitung, die bekannten Tumi-Messer entstanden.
Von 1200 bis 1572 herrschten die Inka im mittleren Andenraum. Der Gründer der Dynastie war Manco Capac. Nach dem Einfall der Spanier hinterließen sie ihnen ein gewaltiges Reich, das vom heutigen Ecuador bis nach Argentinien reichte, mit der Hauptstadt Cuzco.
Im April 1532 gehen die ersten Spanier unter Francisco Pizarro in Nordperu an Land.
Am 18.1.1535 wurde die neue Hauptstadt Ciudad de los Reyes (Lima) gegründet.
1543: Gründung des Vizekönigreiches Peru mit der Hauptstadt Lima, das ganz Spanisch-Südamerika, mit Ausnahme Venezuelas, umfaßt.
18.7.1821: Unabhängigkeitserklärung Perus durch die Bewegungen des Argentiniers José de San Martín und den Venezolaner Simón de Bolívar.
1879-1884: Salpeterkrieg zwischen Peru, Chile und Bolivien.
1982-1983: Wachsende Aktivitäten der Guerrillabewegung "Sendero Luminoso".
18. April 1985: García wird zum Präsidenten gewählt.
1987-1989 wirtschaftlicher Niedergang bei gleichzeitig wachsenden Problemen mit Terrorismus und der Rauschgiftmafia.
1990: Der japanstämmige Alberto Fujimori gewinnt die Präsidentschaftswahlen.
2000: Fujimori tritt zum 3. Mal als Präsidentschaftskandidat an. Die knappen Ergebnisse der Wahl vom 9. April zwischen Fujimori und Toledo verlangen eine Stichwahl.
Fujimori tritt von der Wahl zurück. Es stellt sich noch der Kandidat Alan García zur Wahl.
Mai 2001: Toledo wird mit knapper Mehrheit zum Präsidenten Perus gewählt.
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Essen/Trinken
Auf Grund seiner kulturellen Vielfalt ist Peru ein Land mit hunderten von verschiedenen Rezepten und in jeder Region gibt es andere Spezialitäten. Diese Landesspezialitäten kann man in den einfachen Restaurants probieren - sehr gute chinesisch-peruanische Speisen gibt es in den Chifas. Probieren Sie die Tagesmenüs, das sind sehr billige mit Vor- und Nachtisch regionaltypische Speisen.
Auf jeden Fall probieren sollten Sie Anticuchos (Spieß mit Rinderherzen, gut gewürzt) mit Kartoffeln serviert, frische Trucha (Forelle), Alpakabraten (in den Andenregionen) oder auch Cuy (gegrilltes Meerschweinchen). Nationalspeise ist Ceviche (rohe Fischstücke in Limettensaft; Achtung: nur frisch zubereitet essen!) In den Andenregionen wird darüber hinaus in kleinen Garküchen am Straßenrand traditionell Choclos (Maiskolben) gegrillt oder gekocht und oft mit Käse serviert.
Bei den Limonaden fehlen natürlich nicht Coca Cola oder Fanta, jedoch ist in Peru immer noch INCA KOLA das Nationalgetränk Nummer Eins, ein supersüßes, neongelbes Getränk.
Probieren sollten Sie hier auch die frischgepreßten Fruchtsäfte (jugos de ...), die oft am Straßenrand verkauft werden.
Das alkoholische Nationalgetränk Perus ist der Pisco Sour, ein Traubenschnaps gemixt aus Limonensaft und Zuckermelasse, frischem Eiweiß sowie ein wenig Zimt obendrauf.
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Diebstahl
Leider kommt es gerade im Großraum Lima immer wieder zu Diebstählen. In den Augen der armen Einheimischen sind alle Touristen sehr reich und sie verdienen an einem Tag eventuell mehr als ein Peruaner in einem Monat.
Einige TIPPS zum Selbstschutz:
Gepäck niemals aus den Augen lassen!
Keine Gegenstände, z.B. den Fotoapparat, auch nur kurz neben oder vor sich ablegen!
Pass, Bargeld, Reiseschecks, Kreditkarte und Flugticket immer am Körper bei sich tragen!
Wertsachen und Dokumente nicht auf dem Hotelzimmer zurücklassen oder an den Strand und in die Disco mitnehmen. Immer im Safe zurücklassen.
Den Fotoapparat am besten nur versteckt tragen!
Das Taxi von innen verriegeln!
Nachts mit dem Taxi fahren und nicht in unsicheren und unbeleuchteten Gegenden herumspazieren!
Meine eigenen Erfahrungen ...
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Transportmittel
Der Bus ist das am häufigsten benutzte Transportmittel, mit dem man selbst in die entlegensten Dörfer kommt. Die Fahrpreise sind billig und die Qualität reicht von vollklimatisierten Luxus- und Schlafbussen bis hin zum klapperigen Kleinbus.
Die wichtigsten Städte werden von den größeren Abfahrtsstädten aus mehrmals täglich angefahren.
Colectivos/Micros sind Sammeltaxis bzw. Kleinbusse für 4 bis 15 Personen.
Sie sind sowohl im innerstädtischen als auch im Nahverkehr zu finden. Das Fahrtziel wird vorne an der Windschutzscheibe angezeigt. Meist sitzt man hierbei zusammengepfercht wie in einer Sardinendose.
Das Gepäck wird bei längeren Strecken oben auf dem Dach befestigt. Bezahlt wird beim Aussteigen. Es gibt keine festen Haltestellen: wer einsteigen möchte, hebt am Straßenrand die Hand, wer aussteigen möchte, kündigt das mit dem Wort "bajar" an.
Taxis sind an jeder Ecke zu finden und sehr billig. Bei mehreren Personen lohnt oft die Fahrt mit einem Taxi. Der Preis muss allerdings vorher ausgehandelt werden und man sollte immer genug Kleingeld dabeihaben, da die Taxifahrer selten Wechselgeld herausgeben können.
Motocarros, sind dreirädige Motorräder, die in den Urwaldregionen und im Norden Perus anzutreffen sind. Auch hierbei ist der Fahrpreis vorher auszuhandeln.
Eisenbahn
Das Eisenbahnnetz von PerúRail ist nicht sehr groß. Es gibt noch zwei Strecken:
1. Cusco (3500 m) - Machu Picchu - Quillabamba (Länge 185 km)
2. Cusco (3500 m) - La Raya (4500 m) - Juliaca - Puno - Cruzero Alto (4800 m) - Arequipa - Mollendo
Touristen dürfen nur in der besseren Pullman- oder in der 1. Klasse reisen. Die Fahrkarte muß frühzeitig gebucht werden, am besten schon 2 Tage im Voraus.
Das Gepäck sollte nie aus dem Auge gelassen werden.
Flugzeug
In Peru gibt es viele verschiedene Fluggesellschaften, die die Städte im ganzen Land anfliegen. Das Fliegen ist wesentlich billiger als in Europa und kostet innerhalb Perus etwa US$ 69.
Die wichtigsten Fluggesellschaften sind:
Aero Continente:
www.aerocontinente.com.pe
TANS: abcreps@belinet.com.pe oder
comercial@tans.com.pe
Lan Perú:
www.lanperu.com
Aero Cóndor:
www.aerocondor.com.pe
Aviandina: aviandina@pol.com.pe
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Währung
Seit Mitte 1991 wird in Peru mit dem Nuevo Sol bezahlt. Zur Zeit gibt es für einen US-Dollar um die 3,50 Soles. Banknoten gibt es in den Werten 10, 20, 50, 100 und 200. Münzen gibt es zu 1, 2, 5 Nuevo Soles. 100 Centavos sind ein Nuevo Sol. Centavo-Münzen gibt es zu 5, 10, 20 und 50.
Reiseschecks notieren immer etwas schlechter als Bargeld in US-Dollar.
Hinweis: Vor den Banken bilden sich schon vor der Öffnungszeit lange Warteschlangen.
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Zoll
Aus Nicht-EWG-Ländern dürfen folgende Waren zollfrei eingeführt werden:
200 Zigaretten
1 l Schnaps oder 2 l Wein
500 g Röstkaffe
50 g Parfüm
und Souvenirs bis zu einem Warenwert von 125 Euro.
Nicht ausgeführt werden dürfen archäologische Funde und Kunstgegenstände, die vor 1900 stammen sowie Erzeugnisse aus artgeschützten Tieren oder Pflanzen.
TIPP: Absolut kein Rauschgift oder Drogen ein- oder ausführen! Dies ist nach dem deutschen Betäubungsgesetzes verboten und strafbar! Auch den in Teebeuteln abgepackten Mate-Tee (mate de coca) darf man nicht ausführen!
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Zeitunterschied
Der Zeitunterschied zwischen Peru und Deutschland beträgt - 6 Stunden (MEZ - 7 Stunden).
Zu Bolivien ist der Zeitunterschied - 5 Stunden (MEZ - 6 Stunden).
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