Höhenkrankheit Soroche
Wer mit dem Zug von Lima nach Huancayo fährt oder von einer Küstenstadt oder dem Amazonastiefland aus mit dem Flugzeug in die Höhe nach Cuzco oder La Paz fliegt, dem kann die dünnere Luft (der niedere Luftdruck) und der damit verbundene geringer Sauerstoffgehalt schwer zusetzen. In Höhen über 3000 m wird das Blut nur noch zu 70% mit Sauerstoff gesättigt. Der Flüssigkeitsverlust des Körpers, hervorgerufen durch die trockene Höhenluft und die vermehrte Abatmung, hat eine Blutverdickung zur Folge, die die Durchblutung der Organe und des Gehins stört. Die Warnzeichen können bereits ab 2000 m auftreten, ab 3000 m sind sie häufig: Kopfschmerzen, Schlappheit, Müdigkeit, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, schnellerer Pulsschlag, Schlafstörungen. In schweren Fällen tritt Bewußtlosigkeit oder eine Lungenstörung auf, die mit Husten und Atemnot bis zum Ersticken führen kann.
Nach genügend langer zeitlicher Höhenanpassung verschwinden die Symptome im allgemeinen wieder, doch auch eine allgemeine körperliche Fitness und eine robuste Gesundheit schützen nicht immer vor der Höhenkrankheit!
TIPPS: Essen Sie vor, während und einige Stunden nach der Anreise in andine Höhenlagen nichts oder nur ganz wenig und nur leichtverdauliches. Wichtig ist, ständig viel zu trinken, auch wenn man kein Durstgefühl hat. Alkohol absolut meiden, auch nicht rauchen! Dafür kreislaufanregenden Coca-Tee (Mate de Coca) trinken, den es überall in Restaurants und Cafés gibt (3-5 Min. ziehen lassen, dabei Tasse abdecken). Auch kann man es mal mit dem Kauen von Coca-Blättern probieren. Ausruhen statt herum hetzen. Sollten die Beschwerden nach einigen Tagen nicht vergehen oder schlimmer werden, dann hilft das Einatmen von Sauerstoff oder der Abstieg nach unten.
Wichtig ist, bei Anzeichen drohender Höhenkrankheit nicht höher zu steigen, dies gilt insbesondere fürs Höhentrekking über 4000 m und Bergsteiger.